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Die Tagesordnung ist damtt geschlossen und es soll Vortrag des Geh. Sofrat Prof. Tr. Wagner-Darmstadt: .. Propagandatätigkeit auf dem Gebiete der Tüngerverwendung
Kreis Lauterbach.
--Lauterbach, -±. idiuifl. ocr hiesigen Dampf- Molkerei verunglückte der Heizer Glitsch von hier dadurch, daß er beim Schmieren der Transmission ausrutschte und von dem Treibriemen, an dem er sich festhalten roolln gegen eine Glastür geschleudert wurde, wobei er erhebliche Verletzungen davontrug. Er wurde nach Anlegung eines Notvcrbandes in das Krankenhaus verbracht.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 3. März. Am Mittwoch, 27. Mär-, sind es 7 5 Jahre, daß daS P r e d i gerf e m in a r hier er- richtet wurde. Anfänglich war es im Kavalierbau des hiesigen Schloßgebäudeö untergebracht. Später wurde daS no: jetzt stehende Seminargebände gebaut. Acht Direktoren ha eS bis jetzt gehabt, über 500 Kandidaten haben hier Vorlesungen gehört. Außer einer akademischen Fe,er wird ein- solche in unserer Stadtkirche stattfinden, bei der der evana Kirchengesangverein Mitwirken wird.
X Bad-Nauheim, 4. März. Zu den zahlreicher hessischen Städten, die sich um die neue hessische Garnison bewerben, wird jedenfalls Bad-Nauherm htnzukommcn Ter Bürger- und Stadtverkehrsverein beschäftigte fid bereits mit der Frage und hat beschlossen, an Stadt uni Staat Eingaben zu richten. — Ein Konzert, zu dem de. große Saal des Sprudel-Hotels bis zum letzten Platz aue verlaust war, veranstaltete gestern abend der hiesige Künstle L. Marguth. Er errang ungeteilten Beifall, besonder-, mit dem Vortrag der „Gralserzählung^ aus Lobcnarüi In den Mitwirlenden Frl. Schilling-Leipzig (Alt', Fra» Vogt-Butzbach (Klavier) und Frl. Pfefser-Bad-Nauhcu, (Sopran) halte Herr Marguth eine gute Wahl getroffen, ji daß das auch von außerhalb gut besuchte Konzert für ihr einen Erfolg bedeutete.
△ Ober-Rosbach, 4. März. An der Erbauuns des zweiten Geleises der Bahnstrecke Friedberg- Homburg sind etwa 7 00 — 800 Arbeiter beschäftigt Tas schwierigste Stück liegt zwischen Rosbach und Rod heim. Hier beschreibt die Bahn mehrere große Kurven die jetzt mehr gestreckt werden. Der neue Bahnkörper verläßt einigemal die jetzige Linie und schneidet sie sogar Tiefe Einschnitte und beträchtliche Anschüttungen sind er- forderlich. Ein solcher Einschnitt ist 171/3 Meter tief; h>e | arbeitet eine Baggermaschine oft_ Tag und Nacht. der ganzen Bahnstrecke werden für tue wichtigsten jelt)- ivege und die Straßen Ueberfährungen erbaut, zum Ten I ist schon das Mauerwerk hergestellt. Tie Ferttgftelluw I des zweiten Geleises ist nicht vor Sommer zu erwarten.
Starkenburg und Rheinhessen.
Darmstadt, 5. März. Gestern abend gegen V18 Uh: I überraschte her Händler Falk in der Kleinen Lchsengasle4 eine Einbrecher bet der Arbeit. Er versuchte, ,hn I nehmen, erhielt aber von dem Einbrecher derart schwere ety I letzungen, daß er bewußtlos zusammenbrach. Er eryu. 1 M esserstiche in den Kopi, Hande und Arme, 10 da« er c? der Rettungswache in das Krankenhaus gebracht werden mubt- | 2em Einbrecher gelang es nach dem „Darmst. Tgbl." »u env 1 lE 22"'^ a in-, 4. März. Ter 36 jährige Eisenbahnaf'isrm: I Margraf stürzte sich von der Rheinbrücke in den Strom uit. ertrank. . . „ I
o). Bingen, 3. März. In den 13 uemeuiöen o>- I Weinbaugebiets der Stadt Bingen und des Rhein I hessischen Nahegebiets wurden im Jahre 1911 im ganze 30 741 Hektoliter Wein geherbstet und zwar 2/bu Hektoliter Weißwein und 3080 Hektoliter No uv e in.xC Gesamtwert des in den 13 Gemeinden geherbsteten 2vemI beziffert sich auf 1872 371 Mark. Hiervon entfallen o" Rouvcin 191062 Mart und auf Weipwem 1661 aUd
tu 100000 Mark und 200 000 Mark gewährte. Ter Bezirk der Genossenschaft nahm allmählich einen immer größeren Umfang an Jeder, der sonstwo Tein Geld bekam, wandte nch nach Nieder- Modau. Allen aenossenschastlichen Grundlätzen wurde somit direkt ins Gesicht geschlagen! ,
Infolge des Umstandes, daß der Rendant A d a m, der einer ange,ebenen und wohlhabenden Familie entstammte, allenthalben sich großer Achtung und Beliebtheit erfrmte, gelang es ihm, die Beteiligung an der Geschäftssübrung der Kaste seitens der übrigen Vorstandsmitglieder und die Kontrolltätigkeit des Amncktsrats immer mehr auszuschalten und allein daS Heft m die Hand zu bekommen. Mit den geno,sen,chastlichen Mitteln schaltete und waltete nun Adam beinahe nach Willkür, er lieh Gelder ohne jebe Genehmigung aus, sogenannte gute Freunde verleiteten ihn zu Spekulation-- und Dechselgeichästen gewagte,ter,Art, kurzum, immer mehr griffen Zustände Platz, die die Zukunft des Kreditvereins im unheilvollsten Lichte er'cheinen ließen. Wie Vorstand und Aussichtsrat so beseelte auch die Gesamtheit der Mitglieder ein blinder Vertrauensdusel zu Adam. Wenn nur alstährlich eine hohe Dividende zur Verteilung kam — häufig von 10 Pr«z. — und man die Gewißheit hatte, daß das Geschäftsergebnis em fröhliches Gelage aus Kosten der Genossenschaft gestattete, so genehmigte man anstandslos jede Bilanz, mochte fte auch formen und materiell unrichtig ausgestellt sein, und erteilte der Geschäftsführung Entlastung.
Von dem Weinjahr 1911 heißt es im Verbandsbericht:
Das lange von den Weininteressenten, vor allem aber von den Winzern ersehnte gute Weinjahr ist in 1911 endlich zur Tat- ,acye geworden. T e r W e i n d i es e S I a hr g a n g e s d ü r f t e, was Güte anbelangt, seinem großen Kollegen vor hundert Jahren, dem 1811er, kaum nachstehen diesen vielleicht sogar vielerorts noch übertreffen; 1 ebenfalls darf die Qualität des 1911 er heute schon als eine weit über den Durchschnitt hinausgehende angesprochen werden. Auch tn Bezug auf Quantität hat der Heurige im allgemeinen recht befriedigt, denn es dürfte durchschnittlich ein guter halber Herbst eingebracht worden fein. — Während die dem Institut des Verbandskellere»- Inspektors angeschlossenen Winzergenossenschaften im vorigen Jahre genau 597 Stück (in 1909 743 Stück) herbsteten, war tn diesem Jahre — 1911 — das Gesamtweinerträgnis bet diesen Genosten- schasten rund 1600 Stück Wein, also erheblich mehr tote das Doppelte des Vorjahres. _ . . . . t m .
Bei Erwähnung der Geschäftstattgkett des Verbandes wtrd sestgestellt, daß im Berichtsjahre 548 Revisionen vorgenommen wurden. ..
Der Verbandsdirektor Seng er der Badischen Genosten- schaften, der inzwischen erschienen war, überbrachte die Grüße von 70 000 badischen Genossen, die von der Versammlung mit lautem Bravo ausgenommen wurden. .
In der nun folgenden Aussprache wurde scharfe Kritik an der Geschäftsführung der Nieder-Modaucr Bank geübt und besonders die Tätigkeit des in Untersuchungshaft befindlichen Rendanten Beck bemängelt. Der Generalsekretär Haas erklärt darauf, daß man heute noch nicht den Stab über Beck brechen solle, der als ein pflichttreuer Beamter das Vertrauen der Genossenschaft hatte. Es wurde ein Antrag von Eckstein-Griesheim eingebracht, der eine Revision der Geschäftsordnung des Verbandes fordert. Direktor Kommerzienrat Ihrig unterstützt zwar den Antrag, fordert aber gleichfalls Zurückhaltung der Anklagen gegen Beck. Da die Aussprache über diesen Punkt immer lebhafter wird und Geheimerat Haas erklärt, daß das ja eigentlich gar nicht hierher gehöre, wird aus der Versammlung heraus der Antrag auf Schluß der Aussprache gestellt. Der Antrag wird angenommen und man kommt zum zweiten Punkt der Tagesordnung: Vorlage und Bescheidung der Rechnung und Bilanz für 1910. Generalsekretär HaaS verliest die einzelnen Posten und es wird ihm Entlastung erteilt.
Man kommt nun zum dritten Punkt: Neuregelung der Jahresbeiträge. Aus der Versammlung wird der Vorschlag gemacht, einen Reservefonds in der Weise zu schassen, daß von jedem Mitglied 1 oder 2 Ml. als Liebesgabe an diesen Fonds abgeführt werden. Dr. Heidenreich wendet sich gegen diesen Antrag, bittet aber, dem Vorschläge deS Vorstandes auf Erhöhung der Jahresbeiträge zuzusttmmen.
Bei der Neuwahl der Verbandsausschnßmrt- gliedcr wird von Grünwald-Babenhausen gegen die Wiederwahl Senßselders Einspruch erhoben, her auS der Versammlung heraus lebhafte Unterstützung findet, da Büraermeister Senßfelder auch Mitglied der BezirkSsparkasse Groß-Gerau sei. Bei der Abstimmung wird aber Senßfelder doch wieder gewählt unter der Voraussetzung, daß er seinen Posten bei der Bezirks- sparkasse aufgibt. ,
Für die beiden verstorbenen Verbandsausschußmitglieder Oeko- nomierat W e r n h e r - Nierstein und Gutsbesitzer Wilhelm Sei- b 0 l d t werden die Herren P. Werner- Nierstein und Fenchel
crioigi s.iu. T:r *2 Jafc der Lose war überaus günfdg, 0 daß nur noch ein kleiner Rest zur Verfügung ficht Auß"" Geldpreisen werden goldene und silberne Medaillen aU Prämien verliehen werden.
k. Glaubern, 2. März. Hier feierte Bürgermeister Schmidt feinen 7 5. Geburtstag. Ter Jubilar ist körper- lich und geistig sehr rüstig.
KreiS Alsfeld.
c. Aus dem Obmtal, 4. März. In der letz.cn Zeit treibt sich hier ein Monn herum, der Masch-nenöl usw .verkauft. Er logiert fich zwei bis drei Tage b i Wiri.n in kleineren Städtchen ober Dörfern ein, macht eine gm? Zeche und verschwindet nach Hinterlassung feiner Schuld au- Nimmerwiedersehen. Die Polizei pbnbet nach ihm
h. Homberg, 4. März. Tas Rote Kreuz beschloß in seiner diesjährigen Generalversammlung eine ir'/.vitiLv Sanitätskolonne inS Leben zu rufen. Tr. Luft h.;: ich bereit erklärt, die Mannschaften auszubilden. — Am 1. März feierte der Uhrmacher und Goldarbeiter Loui. G e i f k 0 w s k i sein 25jähr.aeS G e f ch ä f t S j u b i l ä n m — TaS Hofgut Wäldershausen, das zwischen hier un> Nieder-Gemünden liegt, ist zum Verkauf ausgeschrieben — Auch unsere Gegend wird in den letzten Tagen von den braunen Gesellen heimgesucht. Tie Gemeinden sind beauftragt, verstärkte Nack'tooften auözustcllm. Deckte morgen hat man oei B e r n s s e l d wieder einen Z'geuner ergriffen, der hier ins Amtcg'-ichtsgefängnis abgeliefert wurde.
Kr:'S Schotten.
O Laubach, 4. März. DaS gestern nachmittag vr^ >er hiesigen Konzert- und Vortrags vereine aung veranstaltete 2. Konzert diese- Winters, ein Liederabend des Kronbauer sch en Männergesangvereins aus Gießen unter Leitung des UniDerfitälv. Musikdirektors Prof. Trautmann, ftano auf der Höhe ber biesjährigen Veranstaltungen. Dem Vorstand war es g, lungen, außerdem noch die Konzertsängerin Frau Pros. Werner-Jensen aus Berlin-Wilmersborf und Frau Tt Spohr-Gießen zur Mitwirluna zu gewinnen. Die Herr- schasten von Lich, Arnsburg und hier wohnten dem Konzen, bei. Tas sehr zahlreiche Publikum von hier und den umliegenden Orten füllte den Saal des Solmser Hosc.> bis auf den letzten Platz. Ein auserlesenes Programm war zusammengestellt worden und brachte neben mehreren schönen Ehören von Edw. Schultz, G. A. Heinze, Joh. Brahm. einige schlichte Volkslieder, die in wunderbarer Weise wiedergegeben wurden. Frau Werner-Jensen fang mit ihrer prachtvollen, umfangreichen Altstimme drei Lieder von Brahms, die so großen Beifall fanden, daß sie sich zu einer Zugabe verstand. Auf künstlerischer Höhe stand in ihren Ausführungen die folgende Nummer deö Programms, eine Rap so die von Brahms für Chor mit Altsolo und Klavier begleitung. Weiter waren mehrere Violinsoli von Puguaw, Eouperin, Propora und eine Sonate in E-dur von Mozart in die Vortragsfolge eingeflochten, die von Frau Tr. Spohr mit vollendetem Vortrag zu Gehör gebracht wnr- den. „Ständchen" von Schubert für Chor mit Altsolo uiih Klavierbegleitung bildete den schönsten Abschluß des Hon- zerts. Musilüirektor Prof. T r a u t m a n n hatte die Klavierbegleitung ber sämtlichen Darbietungen übernommen und wußte sie in feinsinnigster Weise auszuführen.
päter einer Abänheruna unterzogen werden mühen. Anwesend waren 101 Vertreter, jeher Verein stellt nut einen Vertreter.
Landkreis Gießen.
= Wieseck, 4. März. Der Bertretertag zu dem Gesangswettstreit deS Gesan gvereins ,Ju gendgrun b' and gestern statt. Acht Vereine erklärten ihre Teilnahme am Wettstreit. Gesungen wird in drei Klassen: zweite Stadt- klasse: Frohfinn-Londorf, Germania-Großen-Buseck mit je 35 Sängern; eine Landklasse: Frohsinn-Garbenleich, Sänger- kranz-Großen-Buseck mit je 50 Sängern; zweite Landklasie: Heiterkeit-Annerod, Arion-Klein-Linden, Konkordia-Nieder- cheld, Eintracht-Erda, mit 84—35 Sängern. Es gelangen zur Verteilung 850 Mk. Geldpreise und Ehrendiplome. An des Wettsingen schließt sich ein EhrenpreiSsingen. Der GesangS- Wettstreit findet vom 15. bis 17. Juni statt in Verbindung mit dem 30. Stiftungsfest deS Gesangvereins „Jugendgrund V
-i- Klein-Linden, 4. März. Einen schönen, wenn auch nicht sehr stark besuchten UnterhaltungSabend veranstaltete unser Kriegecverein in der ,Deutschen EicheV Der Vortrag über die französische Fremdenlegion wurde beifällig ausgenommen. Ein von Hauptlehrer Storch-Bntzbach verfaßtes Gedicht „Der Held au5 dem Hüttenberg- wurde von Fräulein M. Schmidt vorgetcagen. Anschließend daran hielt Ehrenmitglied Lehrer i.P. Karcher eine Ansprache, die lebhaften Beifall fand. Veteran Steger toastete in tceffenben Worten auf daS Vaterland. Der zweite Teil deS Abends war qem Humor gewidmet.
= Gar bcnteich, 4. März. Gestern nachmittag fand im Saale zum „grünen Baum- die Vertreteroersam m- tung zu dem von dem Gesangverein „Viktoria- am 27. Mai geplanten GesangSwettstreit statt. ES nahmen Sänger auS Nah und Fern an dieser Versammlung teil. An dem Wettstreit beteiligen sich 14 Vereine, von denen einige auS benachbarten Orten, der größte Teil aber auS weit entfernten Orten in Oberhessen und Nheinhessen kommen. Ter ieilgcbenbe Verein hat 9)lf. 750 an Geldpreisen, sowie Kunst- gegenstände und in jede Klasse einen Ehrenpreis auSgesetzt.
— Daubringen, 3. März. Obstbautechniker Gravenhorst aus Friedberg hielt gestern abend hier einen Vortrag über Obstbaumpflanzungen und über die Belämpsung der O b st b a u m s ch a d l i n g e. Er besprach die Verpflanzung der Bäume, sowie die für hie,tge Gegend geeigneten Sorten. Ferner gab er Aufklärung und Belehrung über die Anwendung der Mittel zur Bekämpfung ber Blutlaus, SchUdlauS, üommalaus und deS Blütenstechers. Auch empfahl er sehr die Anjchaffung des Beeren- vbstes, das bei geeigneten Sorten und richtiger Behandlung gute Erfolge verspricht. Es wurden noch verschiedene Anfragen an Herrn Gravenhorst gerichtet, die er erschöpfend beantwortete. Zum Schlüsse fand eine Grakisverlofung von Obstbaumen statt. Ter Gemarkunasrundgang, ber au 11 llhr vormittags festgesetzt war, fiel wegen nicht genügen- ber Beteiligung aus.
△ Edecnadt bei Lich, 4. März. Für die Krieg«, teilnehiner wollen Gemeinde und Kriegeroerein eine Ehren» täfel errichten. Auch ein Feldzugsteilnehmer von 1848/49 lebt hier noch. Er erfreut sich trotz feiner 84 Jahre noch der besten Rüstigleit.
Kreis Büdingen.
— Nidda, 3. März. Tie Boroereituiigen für die vom 16. bis 18. b. Mts. ftattfinbenoe Geflügelausstellung find in vollem Gang. Tie Anmeloungen ntuj,en bis spätestens zum 8. Atarz d. I. an xreugeumeter ^iehl dahier
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Aus StaSt nnd Land.
Gießen, 5. März 1912.
** Tageskalender tür Dienstag, 5. Mär». Stabt- theater: „ j) a 8 Glück t m Winkel-. Ansang 8 Uhr.
Fraiienstimmrechtsverein. Dortrag von Miß Tyson- London: Tie englische Stimmrecbtsbewegung und die Sufsragelles. Abends 8'/, Uhr Im Hotel Schütz.
"Bestätigter Beigeordneter. Der Großherzog hat die am 15. Februar 1912 durch die Stadtverordneten- Versammlung vollzogene Wahl des Rechtsanwalts Justizrats Wilh. Grünewald in Gießen zum unbesoldeten Beigeord- neten der Provinzialhauptstadt Gießen bestätigt.
•• Lehrerpersonalien. Der Grobherzog hat den Lehrer an dem Lehrerseminar zu Alzey Otto Höcker zum Lehrer an dem Lehrerseminar zu Friedberg ernannt. — Erledigt ist eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu N i e d er - Fl or sla d t.
** Für die Sitzung der Stadt verordn et en» Versammlung am Donnerstag, 7. März, nachmittags 4 Uhr, (wenn nötig, Fortsetzung Freitag, 8. März, nachmittags 4 Uhr) ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Gesuch des Sally Löb wegen Anbringung eines Licht- tranöparents am Hause Bahilhofstraße o2a. 2. Vorlage ber Rechnung und des Verwaltungsberichts für 1910. 3. Tesgl. der Rechnung deS Gas- und Wafierwerks für 1910. 4. Deögl. ber Rechnung des Elektrizitätswerks und der Straßenbahn für 1910. 5. Voranschlag ber Armenkasse für 1912. 6. Voranschlag der Plockschen Stiftung für 1912. 7. Voranschlag der Stadt kaffe, des Stadterweite- rungsfonds und ber ftäblischen Werke für 1912. 8. Bebauungsplan für das Gelände der Baugenossenschaft an ber Licher Straße. 9. Geländeäustausch mit ber Eisenbahnverwaltung an der Lick-er Straße zur Verlegung des dortigen Bahnwärterhauses. 10. Herstellung eines asphaltierten Bürgersteigs auf dem Brandplatz vor dem Neubau Hochstätler. 11. Vergebung ber freien Lernmittel für bie Voltsschule. 12. Genehmigung von Rechnungen. 13. Herstellung von Einfassungsgräbern auf dem Fried ho, am Rodtberg. 14. Abgrenzung ber Grüfte auf dem Frced- hof am Rodtberg. 15. rrunitsammlungen an der UniDeqitäi und in der Stadt Gießen.
** V 0 m E i s e n b a h n - A s s i st e n t e n - B e r b a n d wird uns geschrieben: Trotzdem die preußisch-hessischen Ber- lehrsbeamteic schon seit fahren um Gehattsgleichstellung mit dem gleichbewerteteu Beamten des Reiches bitten und
trotzdem der Derkehrsminister und der Vertreter des Finanzministeriums den unhaltbaren Zustand anerkannt,und die Gleichstellung für das Dcrwaltungsjahr 1912 versprochen, ist sie wieder unterblieben. Ties bedeutet für die in Betracht ommenden Beamten einen Gehaltsausfall von 1800 Mk. und dafür bietet man den durch die Teuerung unverschuldet in Not geratenen Familien einmalige Unterstützungen von 40 bis 100 Mk. an; unter der Voraussetzung, daß ein persön- ich es UnterstützungSbedürsni? sestgesteltt werden muß. Tie Hefige Ortsgruppe deS Ei'enbabn-A'sistenten-VerbandeS hielt deshalb am Sonntag eine gut besuchte Hanvtv er- ammlung im Hotel Sckütz ab, bei der nach lebhafter Aussprack^e Stellung zu dieser Angelegenheit genommen wurde. Zu der Forderung „GebaltSgleichstellung, feine Unterstützung" wurde eine Entschließung gefaßt, die dem preußischen Abgeordnetenhause und dem preußi'chen Staats- ministerium zuging.
Feldbera-Turntaa. Am Sonntag fnnb in Feche n- h e i m in der schönen Halle des Turnvereins der ^eldberg-Turntaa statt. Ten aeschäillichen Verbandlun'en voraus ging ein Vorlraa der Äesanasriege hc3 Turnverein« ^echenlieim, eine Begrüßuna durch den Bürgermeister und burch den ersten Sprecher des Tun,- vereius. Tann gedachte der Vorsitzende Zweier Berstordcneu, die sich um das ^elddergtest verdient gemacht ballen, nämhrh de-r allen Ic-an Schmidt, Frankfurt a. ‘IV., und des im noch jugendlichen Maunesaller uns entrissenen KreissvielivartS Wahl T eren '.’ltv denken wurde durch Erbeben von den Eiden nechrt. Kleber, Biebrich, erstattete nun den Bericht über daS letzte t'>8.s ^eldbera- iest. Tara» knüoste sich eine lebbaste Audsvrache. tn der allerband Wünsche und glite ‘Anrequnaen vorgedracht wurden. Bei dem letzten "cldberaiest traten von 1063 Anaemeldelen 9J0 Welturner an, von denen 542 Preise errangen. Ter K a i s e n b e r i ch t ergab ein Vermögen von 1546 Mk. 42 Pig., das als Grundstock zur Erbauung einer Garderobeballe für die Tu>weste auf dein Feldberg Ber- ivendung finden sott. Ferner sind für den Vösiungen-Wandervreis Pik. 1500 vorhanden. Ter V ö l f u n g e n - W a » d e r v re i s bestellt in einem setzr großen Trmkborn mit sil ernen Beschlägen, die nach den Wünschen des Etisters mit Allegorien ans der Brlinbild- Siegfried-Sage (BrunbildiHselien) geschmückt sind. Trinkfesten Renten sei gesagt, daß das Horn 4 Liter faßt. Dieses Horn, das an einer silbernen Kette getragen wird, die ganze Arbeit ruht in den Händen deS Bildhauers Leider, der feine Aufgabe mit Mcislerschait löste, stellt einen reinen Wandervreis dar, es kann also nie Eige>ltli>n eines Vereins ,verden. Au, 16. Juni findet das diesjährige Hesl statt: am Saiiislag nachmittag vorher ivirh um den Bölsnngeu- Breis gekämvft. Der 4. Punkt der Tagesordnung entfesselte hie lcbhasteste Aussprache, denn es galt die Hestsetzung der U e b 11 n n e n. Heiß wurde um die Pflichtfreiübuug und um deu Wettlauf gekämpft: auch Freihochsvrmgeu nach der neuen deutschen Wettnrnorduung, d. b. ohne Spruiigbrett, wurde eingehend behandelt, zumal letzlere Uebung voraussichtlich auf dein diesjährigen kreislest in Aschaffenburg lind nächstes Jnhr ans dem dentschen Turn'est geturnt werden iuirb. Schließlich einigte man sich auf: Fr ein d u n g, W e i t h 0 ch, S t a b h 0 ch, L t e i n st 0 ß e n mit Anlauf «Zo-Psund-Kuget, 7 Meter = 20 Punkte, je 15 Ztm. weniger einen Punkt »veniaer- und Wettlauf (100 Vieler). Der siest- beitrnq wird auf Alk. 1.75 festgesetzt. Ter Ausschuß ivurhe durch Zuruf wiehergewählt. Jn Anlehnuug an einen auf hem vorjährigen ^elhberg-Tnrntag nicht zur AbstimmiNig gekommenen Antrag wurhe ferner her folgende bedeutiingsvolle Bejchlnß ge'aßt 1 „Turner, die sich den Anordnungen der Obmänner und Kampirichter nicht fügen, können durch den Ausschuß aus 3 Jahre, solche, die sich beim Weil- turnen unehrenhafter Handlungen schuldig machen, für Immer vorn Welturnen auf dem Feldberg auSgeschloffen iverden.- Wenn dieser Beschluß auch iast eiustimmige Annahme fand, so birgt er hoch in seinem ersten Teil nicht unerhebliche Beheuken, die wohl früher oder
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Hrf bei ber San,bi fegtn des LockS L 31 ^hrf L mc iul3,nme Weiche gebracht.
ngeflagte fed L\'b"bsi3 scinn fababen.
, bemerkt, LMen gereift s 6m sei er mit sc E-'irotiier gegiing püt und sünt Mi ■ habe er erfahret s bon das Meiste k' es noch gerauch! übet gegossen.


