Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten.
durch seine luugjädrigeu Studien über di- Farbe alter Gemälde in dmStadtrat gauLW wurde, I-M aim, in -ne- a, , m- und bemalter Skulpturen, chemisch und mikrastomsch aufs gründ- n»l11 >"n gewahll Messina bre infolge bei
Ehl d^Mau fas ihre Porten' hatte schließen muss«., hat ihre Dars.
worden.DEchtheit der Flora-Büste. Das Januar- heft der „Amtlichen Berichte aus den Königl. Kunstsammlungen bringt noch ein paar Gutachten über technische Untersuchungen der Flora-Büste, die auch aus der äußeren Beschaffenheit die Echtheit und die Entstehung der Büste 8 ur 3 e11 der Renaissance außer Zweifel setzen. Geheimrat Mi et he von der Technischen Hochschule hat eine Photographie der Büste genau in der gleichen Weise und mit ähnlicher Beleuchtung wie die vielgenannte Photographie vom alten Lucas angefertigt war, hergestellt. Diese Photographie hat Qigeben, daß die Büste schon bemalt war, als sie Lucas photographierte. Das zweite Gutachten beschäftigt sich mit den Farben auf der Büste, die der Berniter Staatsrat Raehlmann in Weimar, bekannt
Die hessischen Knanzen.
R. B. Darmstadt, 6. Sait-
(Ein Zwischenfall an der turnesiisch-tripsirtanischen Grenze.
Paris, 6. Jan. In der Wache des Forts Tehibet lind reguläre türkische Soldaten aus Tripolis in ein Gebiet eingerückt, das Tunis als ihm gehörig betrachtet. Zwischen den türkischen und den tunesischen Soldaten wurden Schüsse gewechselt, doch wurde niemand verletzt. Da die Grenze zwischen Tunis und Tripolis nicht genau bestimmt ist, sind ähnliche Zwischenfälle Mischen türkischen und tunesischen Soldaten schon mehrmals vorgekommen. Die französische Regierung beauftragte nunmehr ihren Botschafter in Konstantinopel, an die türkische Regierung das Ersuchen zu richten, sie möge den tripÄitanischen Behörden unverzüglich die notwendigen Anweisungen zugehen lassen, um dadurch die Bewegung der türkischen Soldaten zum Stillstand zu bringen. Auch der türkische Botschafter in Paris richtete ein in diesem Sinne gehaltenes Schreiben an feine Regierung. Man ist hier der Ansicht, daß dieser bedauerliche Zwischenfall keine weiteren Folgen haben wird, da die türkische Regierung umgehend habe wissen lassen, daß sie im Prinzip mit Verhandlungen über eine endgültige Feststellung der tnnesisch- tripolitanischen Grenze ciiwerstanden sei.
r- Für die Nachfolgerschaft Baron Bergers am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg wird eine ganze Rmhe von Namen genannt, die aber mehr oder toemger alle auf Vermutungen beruhen, weil der Aufsichtsrat noch gar kerne Stellung zur Neubesetzung des Tirektorpostens genommen hat. Ms aussichtsreichste Kandidaten gelten, nach einer Meldung des Tag, die Herren Dr. Karl Heinc (Frankfurt a. M.) und Max Martersteig (Köln). Persönlich anwesend zur Bewerbung um den Posten eines Direktors ist in Hamburg der Kammerherr von Frankenberg, der Intendant am herzoglichen Hostheater m Koburg. — Von anderer Seite wird auch der durch seine Ichnft- stellerische Tätigkeit bekannte Schauspieler <S re gort vom Burg- theater genannt. Soweit die Meldungen. Ob Martersteig ernstlich in Frage kommt, scheint uns doa.) sehr zweifelhaft, denn der verdiente Theaterleiter hat erst vor kurzem einen neuen Vertrag unterzeichnet, der ihn auf 6 Jahre weiter an Köln bindet. Neben G r e g 0 r i, der ein ganz hervorragender Theater aesthet ist, hat Dr. Karl Heine wohl die größten Aussichten, denn er war früher bereits längere Zeit unter Berger in Hamburg tätig und ist mit den Verhältnissen jedenfalls gut vertraut. Der Vorgänger Bergers an der Wiener Hofoper, Hoftat Dr. Paul Schl ent her, der vormals Kritiker der Vossischen Zeitung war, ist von dem Berliner Tageblatt als Theaterkritiker verpflichtet
Fm Finanzausschuß der Zweiten Kammer fand heute eine gemeinsame Besprechung mit den Regrerungsverttetern, den Herren Staatsminister Dr. Ewald, Fmanznnntster Dr. Gnauth und Ministerialrat Süffert, statt, rn der die gestrigen vertraulichen Beschlüsse des Ausschusses dargelegt und erörtert wurden. Der Vorsitzen^ des Ausschusses, Ma Reinhart, berichtete über diese Beschlüsse und führte an§," daß die Ausschußmitglieder sich einmütig dahrn aus- aesprochen hätten, zwar der Schuldentilgung nach den Vorschlägen des darüber vorgelegten Gesetzentwurfs Mzustim- men, sie seien aber ebenso einmütig darin, oaß der für Ende 1909 auf 1059 918 Mk. berechnete Rest des Ausgleichsfonds nicht für die Schuldentilgung, wie vor- geschlagen, sondern für noch näher zu bestimmende staatliche Zwecke, für B eam tenb es0ldung en rc. Verwendung finden soll. Nähere Bestimmuirg darüber behalt sich der Ausschuß noch —
Nachdem AL g. M 0
Derrtßcher Reich.
Der Kaiser nahm Donnerstag vormittag im königliche» Schlosse die Votträge des Kttegsministers und des Chefs des Militärkabinetts entgegen.
Die „Tägliche Rundschau" halt daran fest, daß Verhandlungen zu ihrem Uebergang in den Besitz der natwnalliberalen
kesungcn teilweise wieder aufgenommen. Die luristische Fakultät hat mit dem Unterricht wieder begonnen. Dre Universität ist iw einem einstöckigen Hvlzpavilbon untergebracht, ^n kurzer 3cti> wird auch der Pavillon der Medizinischen Fakultät, m dem sich sogar Operationssäle und Anatomie befinden, eröffnet werden Eiymten. Ter Zustrom der Studenten hält andauernd an, so daß das Weiterbest-ehen der Universität gesichett afömt
— Napoleon L als Dich ter. Aus Paris wird den „Hamb. Nachr.' geschrieben: Als in Brienne die ehrgeizigen Zu- kunstsvläne des jungen Bonaparte noch keine bestimmte Form und Gestalt befaßen, sind aus feiner Feder eine ganze Anzahl von Ge- dichien geflossen. Mehrere davon sind bekannt. Eines der weniger verbreiteten, und doch gerade sehr charakteristischen verofientlichte vor kurzem ein hiesiges Blatt. In freier Ueberfetzung, dem Inhalt nach genau wiedergegeben, lautet es:
Der Hund, der Hase und der Jäger. Cäsar, ein Jagdhund betten Rufs, Hielt festgebannt in feinem Bau Ein Häschen, das vor Furcht schier leblos blieb. „Ergib dich/ schrie der Hund mit einer Donnerstimme, Don der im nahen Wald die Bäume bebten; „Cäsar bin ich, bekannt durch meine Taten! Dor meinem Ruhm neigt sich die ganze Erbe.* Dor solcher Größe gitterte der Hase — Und — fein Geschick der Gottheit anempfehlend, Hub angstvoll er zu fragen alfo an: ,Oh, überaus durchlaucht'ger Hund, Ergeb' ich mich, was ioivb mein Schicksal fern? ,Du stirbst 1" — „Ich sterbe", sprach das Tier, „Und fliehe ich?" - »So ist dem Tod gewiß/ „Was!" fing der Hofe wieder an,
In jedem Fall soll ich mein Leben lassen k Alsdann verzeihe mir, erhab'ner Herr, Wenn ich entflieh', da ,ch doch sterben soll/ — Gesagt, getan! Der Held entflieht.
Cato hält' ihn verurteilt. Gebet ihr ihm recht! Denn kaum hat ihn der Jägersmann ersvahl, So legt er an und schießt. — Getroffen sinkt der Hund Indes der HaS entkommt.
Was wurde La Fontaine wohl hierzu fageii? „Hilf dir nur feiber stets, so hilft dir Gott!" DaS Wort ist auS der Seele mir gesprochen.
sichen Gesetzentwurfs für Etatsjahr fei eine Schulbentilgung aus dem Rest des «tu , gleichsfonbs vorgesehen. Nach seiner Meinung sollte ab dieser Rest für andere Zwecke, rote — ""T"
allgemeine Sbaatszwecke verwendet und fitr 1910 nur « .
Mark ba&u verwendet werden, um Schulden abzuttagen. ; Abg. Dr. Weber spricht sich im' Sinne des Abg. Brauer für die Schuldentilgung aus.
Schließlich wird noch von Ausschuß und Regierung einem Vorschlag des Abg. Molthan zngesttmmt, zwecks gemeinsamer Aussprache über bie Finanzlage mit dem Ft- nanzausschuß der Ersten Kammer zusammen eme Sitzung abzulmlten. Am Freitag vormittag wird der Ausschuß wieder ohne Regierungsvertteter zusammen kommen.
Wir lesen in der amtlichen Darms.. Ztg. fowende Darlegungen, die offenbar die höchst dürftigen Mitteilungen ergänzen sollen, die der Finanzminister un Finanzausschuß aus Anfragen gemacht hat:
Die fortschreitende Einschränfung der staatlichen Bautätigkeit macht naturgemäß auch die V e rrn inbetung des nichtangestellten staatlichen Aushilfepersonals notwendig. Stehen nämlich Baukredite, aus denen das Aushilfepersonal budgetmäßig &u bezahlen ist. Nicht mehr oder nur in beschränkterem Umfange zur Verfügung, so sind Personal- cntlafiungen nach den Budgetbestimmungen unvermeidlich. Im Hauptvorcmschlag 1909 unter Kapitel 103 Tckel 1 war gegen 1908 eine Ausgabeverminderung von 67 450 Mark, un Haifiüvocanschlag 1910 ist gegen 1909 eine weitere Ausgabeverminderung von 71000 SOM veranschlagt. Wahrend am 1. September 1908 noch 100 Bauaspiranten und geprüfte Techniker verwendet waren, sank diese Zahl allmählich und, naästrem zum 1. April 1909 fun davon als Hochbauaufseher angestellt worden waren bis letzt auf 77 Wenn auch bereits bei den Landtagsverhandlungeii über bas Budget 1909 die Notwendigkeit einer Einschränkung des staatlichen Bauwesens noch stärker.betont wurde als früher, 10 mar doch nach Abschluß dieser Verhandlungen der Umfang weiterer Entlassungen noch nicht Übersehbar. Vielmehr mußte in Vorbereitung des Budgets pro 1910 zunächst festgestellt werden, ob aewisse größere Bauwesen, über die Verhandlungen un Gange waren, tatsächlich in den Haupworanschlag für 1910 ausgenommen werden konnten ober nickst. Alsbald nachdem im Derbst vorigen Jahres hierüber eine Uebersicht gewonnen war, wurden im Oktober vottgen Jahres durch einen Referenten der Ministerialabteüung für Bauwesen sorgfältige Erhebungen bei den einzelnen Bauämtern über den voraussichtlichen Personalbedarf junt 1. J-prii 1910 vorgenommen. Schon hierdurch war das Personal auf die zu erwartenden Maßnahmen vorbereitet Auf eine Ende Oktober vorigen Jahres etngegangene Eingabe der hessischen Bereinigung mittlerer Baubeamten fand Mitte November eine eingehende Besprechung über die Verhältnisse der Aspiranten mit einer Deputation dieser Vereinigung bet dem Vorsitzenden der Ministerialabteilung für Bauwesen statt Entsprechend den hierbei geäußerten Wünschen wurden alsbald die sämtlichen im Land etwa in Betracht kommenden Behörden und Verwaltungen, wie die Kulturinspektionen, Brandversiche- rungskammer, Stadtebürgermeisterien us'w. auf die Sachlage am- merlfchm gemacht und ersucht, gegebenenfallsBauasPi- ranten zu beschäftigen. B er e i t s du r ch Au ss chr et- ben vom 2. Dezember vorigen Jahres teilte dte Mtntstertal- abteilung für Bauwesen den sämtlichen ihr unterstellten Behörden mit- „Die derzeitige Verminderung der Bautätigkeü mache es nötig, eine Anzahl der jüngeren Bauaspiranten zu entlassen Um den Aspiranten das weitere Fortkommen zu erleichtern und mit Rücksicht auf die zurzeit ungünstigen Anstellungsverhältnisse fei beschlossen worden, den zu Entlassenden sowie auch den älteren von der Entlassung nicht betroffenen Aspiranten durch Beurlaubung unter Wahrung der Dienstaltersverhältnisse Gelegenheit zu geben, sich um Stellen außerhalb des Staatsdienstes zu bewerben." Des toeiteren wurden in eingehenden Beratungen der Ministerial-
und die weiße Untermalung des Fleisches dj ara f ter ifti f (&e alte Farben sind, die Raehlmann namentlich auf venezianischen Gemälden vorn Ansang des 16. Jahrhunderts wie aus glcuU' zeitigen bemalten Figuren gefunden hat, wahrend fte sonst aus Kunstwerken nicht über das 17. Jahrhundert vor kommen Ob diese schlagenden Ergebnisse der teckmischen Gutachten unserer ersten Autotttäten die Lucas-Freunde, namentlich seine Anhänger jenseits des Kanals überzeugen werden, lassen wir dahingestellt, wir glauben aber, daß die Generalverwaltung den Forderungen der Presse nach gründlicher Untersuchung der Büste so ausgiebig nachgekommen ist, daß es jetzt an der Zeit ist, eut ©nbc bamü zu machen. Die Büste kann unmöglich ZMiz ^beschädigt dabei bleiben, und im Interesse der großen Mehrheit der ^instfreunde, die in der Flora ein kostbares Meisterwerk aus der Blütezeit der italienische Kunst — einerlei, ob fron Leonarda iE ofar oon einem leinet Schüler - (eben, mu6 »erlangt werden, fa° Ne nicht noch mehr beschädigt wird, °ls (w dnrchdie Resw-r-tron des somvsen Lucas ohnehin schon gesc^digt wvrden ist. Alle zu überzeugen, wird schon deshalb mäst gelmgenweü int^rauf schon von verschiedenen Seiten hingewu.en worden ist, der Streck gar nicht der Flora galt! Wenn die Feinde ihres Käufers aus den gewaltigen Anstrengungen, wie sie nur feiten in ewer politischen oder sozialen Frage, aber nie m emei Kunstangelegm- heit geniacht worden sind, ehrlich das Fazck riehen, so müssen sie sich gestehen, daß gerade sie die Flora zu einem der populärsten Stücke der ^Berliner Museen und den Direktor der L>ammlungQi womöglich noch bekannter gemacht und ferne Stellung nur befestigt haben
— Camilla Eibenschütz vom Deutschen Theater m Berlin ist beim S chl i tt s chu h l au fen.auf dem See bei S.ils Maria verunglückt. Tie Künstlerin verdankt ihre Rettung einem Kurgast aus St. Moritz, der zufällig den Borgamg von weitem beobachtete und sie aus benil Wasser zvg.
simmngsvos. Nach Aussage des Arztes besticht augenblicklich keine Lebensgefahr mehr.
— Einen humv r vvllen Stadtrat besitzt Mus- bach. Tott wurde der durch feine Weinfasichmigen bekannte frühere Reichstagsabgcordnete Sartorius, der tu Musbach wieder rn den Stadtrat gewählt wurde, jetzt auch mdie —Waffe r ko m-
Handlungen mußte einem seit rund neun Jahren bei bex Ministerialabteilmig beschäftigten v^^en Privatarchittft^ zum 1. April d. IS. gekündigt werden, sechs bereits in der Verwendung befindliche Regierungsbaumeister wurden veranlaßt, zum glnchen Zeitpunkt um Beurlaubung nachzusuchen, endlich ging 28 Lspi tonten, und sieben Baugehilfen und Technikern, wovo» em« sieben Iahte, zwölf zwischen vier und fünf Jahren, dre anderen kürzere Zeit beschäftigt waren, unb füns Dauschreibetn dre Nachricht M, daß sie ium 1. April 1910 (einige zum 1- Juli) an* der Verwendung entlassen bezw. beurlaubt wetdm müßten. Die entsprechenden Verfügungen wurden übet Weifmachten kuruck- behalten, mußten aber mit Rücksicht auf die n-ttven^S werdendem Wohnungskündigungen vor Neumhr MIestellt werden. vorbezeichneten Maßnahmen sind unter d« VorauSs^mg getroffen, daß die sämtlichen im Hauptvoranschlag für 1910 eingestellten Bauwesen bewilligt werden.
Wir haben den Eindruck nicht, als könnte durch diese Veröffentlichung die Regierung der Vorroüvfe, die fie tm Aussckmß ui Horen bekommen Hat, entlastet roerden. Dte tanqroeiligen, zögernden unb unbestimmten Verhandlung en über die Beschränkungen des Personales mußten btßf.eS allerdings in Unruhe versetzen, aber der Vorwurf bleibt Mrt, daß das Vorgehen Her Regierung hoch,, ungesoirckt rzsichttg war. Großzügigkeit ist wahrttch efivas anderes Ob an den Voranschlägen herumbuchstabrert werden mußte, um die Not und Erfordernis der Zeit zu er- kennen, blerbt doch sehr srogltch. DieRegieramg iqerrck sich noch etwas darauf einzubilden, daß „bereits du^ch Ausschreiben vom 2. Dez. vorigen Jahres die bevorstehende Verminderung der BauasvirantenzaU angc.unötgt worden sei! _
u vor.
...olthan bie Wünsche des Ausschusses - mich näher präzisiert Hütte, betonte -Fin-nzmrnister Gr. Gnauth, es könne auf eine Mehreinnahme den Di- retten Steuern unb den Stempelgebühren über die regel- mäßige jährliche Steigerung der Erträgniife hrnauZ Nicht gerechnet werben. Nach ben bisherigen <E>teuerfa£en würben bie brretten Steuern nur 11883 000 Mk. unb bie Vermögenssteuer 3 463 000 Mk. ergeben. Bei Annahme der beantragten Steuererhöhunaen werbe sich die Einnahme aus der Einkommensteuer auf 15 449000 9)tt unb aus ber Vermögenssteuer auf 5079 000 Mk., bie Steuereinnahme in Summa also auf 20628000 Mk. belaufen, während ber Ertrag der Stempelsteuer auf 3 755 800 Mk., der Erbschasts- unb -Lchen- kungssteuer auf 912650 M. unb ber 5)unbAeuer auf 390000 Mt. sich berechnen wirb, insgefamt 2o 6,2100 Mk. ober 5 745 000 Mk. mehr als im Vorjahr. Er halte es nicht für richttg, bie Einnahmen aus ben Eisenbahnen, die zu schwankenb seien, mit in bas -Dcbinartuin aufzunehmen. Richtiger fei, biefe Ueberschüsse aus ben Eisenbahnen zur schul bmtilaung zu verwenben unb nur bie Ueberschüsse über btc Schulbentilgung hinaus in bie Staatskasse für allgemeine Zwecke überzuführen. „ . . ,,
Mo Ulrich legte feinen stanopuntt dahrn dar: Er bezweifle, daß bei ben jetzt auftauchenben allgemeinen Sparsamkeitsbestrebungen viel herausrom- mentoerbe;cr wolle aber boch mit dahin wirken, daß Ersparnisse im Staatshaushalt erzielt werden. Abg. B rau er yat seinen Stanbpunkt schon früher bar gelegt und j ich mit der versiärkten Schuldenttlgung einverstanderr ecttart. eine Erhöhung ber Beamtengeyalter fotinc er nur bann eintreten, wenn eine Lrünbsiche Neuo-^aniiation und Vereinfachung in ber Staatsverwaltung erfolge und durch sie bie ersorbersichen Mittel herbeigeschafft würben. Abg. Molthan erklärte, man müsse dahin streben, nicht nur durch Vereinfachung ber Staatsverwaltung an überflüssigen Beamten zu sparen, sonberm auch an ben hohen Staats- Mschüssen, wie sie für bie Lanbwirtschast uub verschiebene anbere Haushaltungen jetzt alljährlich reichlich bewilligt würben. Zur Besserstellung der Beamten mußten unter allen Umständen bie nötigen Mittel beschafft werden; es sei eine Pflicht des Staates, ber notleibenben Beamtenschaft wenigstens burch eine Teuerungszulage eine Unterstützung zu gewähren. Ebenso sei es Sache ber Regierung und nicht ber Lanbstänbe, geeignete Vorschläge zu Ersparnissen in ber Verwaltung zu machen.
Abg Dr. Osann betonte, baß er eine Schulbentilgung für die Zukunft nack) Maßgabe ber Vorschläge bes biesbezug-
Nr. Erstes Matt 160. Jahrgang Freitag 7. Jannar 1810
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