Oämtlidic tschechischen Landtagsabgeorb- neten hielten eine Beratung ab unb beschlossen, eine gemeinsame Kundgebung AU erlassen, in welcher die Unteilbar feit des Königreichs Böhmen neuerdings betont wird und die von der Regierung heute vorgelegten nationalen Ausgleichsvorlagen als unannehmbar erklärt werden.
Prag, 3. ^ebr. Eine Vollverfammlung der deutschen La ndtagvab geordneten beschloß die Einsetzung des Budgetausschusses vor der Erledigung des nationalen Ausgleichs mit der Obstruttion 311 beantworten. Trotzdem Hal der Oberstlandmarschall die Wahl des Budget ausschusses als ersten Punkt auf die morgige Tagesordnung gesetzt. Der ehemalige Ministerpräsident Graf Franz Thun hat eine neue VermittelungSaition eingeleitet.
Zusammenstötze im elsaß-Iothr. Landesausschutz.
Straßburg i. E., 3. Febr. In der Nachmittags-Sjtzung des Landes-AuSfchufi es kam cs^zu einem bemcileiisu^iten Zusammenstoß zwischen dem Staatssekretär Z 0 r n v. B u I a ch und dem Landtags- und Reichstäg'sabgevrdneten Preist । trum); dieser erklärte, die eliai.-. Äth.'ingiich' Regie^rmg habe A vor Berlin und lwbe danach ihre Maßnahme in der <,prnf? n-1 jrage bei der Weißenburger Denkmals seiet, itnvie bei der Wegelin. Ausweisung eingerichtet. Ter Staatssekretär luibn »rach und gab an, daß die Regierung allerdings Rücksicht.daraus iu<h'. ■. wie solche Maßnahmen in ckuruvinistischeu- Sinne ansnuutzt werben können; es gäbe Leute im Lande, die die biegen indazu if spähten. Er wolle nicht sagen, daß der A'bgvarsnete Preis; dazu gehöre, aber wenn er eine solche Rüde, wie Hst-, im Reichstage hielte, würde man sagen. Elsaß-Lothringen sei für die Autonomie noch nicht reif. ^Besser hätte er seine Rede in Weißenburg auch nicht gehalten. Sie habe zu falschen Deutungen Anlaß gegeben. Schließlich brachte der Abgeordnete Dr. Pfleger eilte u n gemein heftige Anklage gegen die Kol in ar er Richter vor. Diese hätten int Prozeß WetterlL-Gneiß einen Tendcnzprvzeß geführt, wobei das Urteil vorher schon fest- gelegen hätte. Unterstaa!ssetretär Dr. Petri bezeichnete dieses als Klatsch.
UnserehandelsbeZichungen zu den vereinigten Staaten.
Der deut Reichstage zugegangene Entwurf eines Gesetzes betreffend die 5) a n d e l s b e z i e h u n g e n zu dsn Vereinigten Staaten von Amerika ermächtigt den Bundesrat, bei der Einfuhr von Erzeugnissen der Bereinigten Staaten in das deutsche Zollgebiet die Anwendung der in den geltenden Handelsverträgen zugestandenen Zollsätze in angemessenem Umfang zuzulassen. Diese Ermächtigung bleibt solange in Kraft, als in den Vereinigten Staaten dile deutschen Erzeugnisse höheren Zollsätzen als den im Abschnitt I des amerikanischen Zollgesetzes vom 5. August 1909 vorgesehenen nicht unterworfen werden. Wird von den Vereinigten Staaten bei der Zollbebandlung nicht nach den in der Note zu Artikel II des Handelsabkommens vom 22. Avril 2. Mai 1907 enthaltenen Grundsätzen verfahren oder lassen die Vereinigten Staaten bezüglich des Warenaustausches zwischen dem Deutschen Reich und den Vereinigten Staaten irgendwelche, den gegenwärtigen Zustand zu ungunsten Deutschlands verschiedene Aen- derungen eintreten, so wird der Bundesrat nach seinem Ermessen die den Erzeugnissen der Vereinigten Staaten gewährten Begünstigungen ganz oder teilweise zurückziehen.
In der Begründung des Gesetzentwurfes betreffend die Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten heißt es, daß es bei den Verhandlungen nur darauf ankommen konnte, Deutschland den amerikanischen Minimaltarif zu sichern, sowie gewisse Zugeständnisse auf dem Gebiete des Zollverwaltungsverfahrens. Dagegen verlangten die Vereinigten Staaten die Gewährung aller deutschen Vertragszollsätze und die Zulassung von amerikanischem Schweinefleisch nach Vornahme der amtlichen Trischineuichau in Deutschland und die Zulassung von amerikanischem Rindvieh znr sofortigen Schlachtung. Deutscherseits erklärt die kaiserlich: Regierung, sie könne auf die beiden letzten Forderungen im Rahmen der Tarifverhandlungen nicht eingehen. Um aber einen Beweis ihrer freundschaftlichen Gesinnungen gegenüber Amerila zu geben, werde die kaiserliche Regierung, falls die Union die Abschaffung der Trichinen-Atteste gesondert zur Sprache bringe, auf Erledigung dieser Angelegenheit im Sinne der amerikanischen Wünsche hinzp- wirken bereit fein. Bezüglich der Einfuhr lebenden Viehs dagegen könne die kaiserliche Regierung weder Entgegenkommen in Aussicht stellen, noch in irgendwelche Verhandlungen eintreten. Bezüglich der deutschen Vertragssätze sind tie Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. B.'i dieser Sachlage erschien es erwünscht, nach dem 7. Februar den Vereinigten Staaten die bisher cingeraumten Vertragssätze weiter zu gewähren und bäi weiteren Verhandlungen die Zollsätze des deutschen Vertragstarifs insoweit zuzugestehen, als zur Erzielung eines Einverständnisses notwendig ist.
Deutscbes
Wegen der preußis ch e n W a h l v 0 r l a g e verhandelte am Donnerstag der Ministerpräsident mit den Fraktwnsd-vlegierten einzeln. Am Montag wird . der Seniorenkonvent des Abgeordnetenhauses zusammentreten, nm zu beraten, üb der Dienstag und Mittwoch den Abgeordneten zum Studium der Wahlrechts- Vortage frcigegeben werden soll. Tie erste Lesung der Vorlage würde dann am Donnerstag stattfinden.
Tie Beratung der Vereinigten Bundesrats-Ausschüsse für Handel und Verkehr, für Justizwesen und für die Verfassung über den preußischen Gesetz-Vorschlag betreffend die Erhebung von Schiffahrtsabgaben führte am Mittwoch, wie der Reichsanzeiger meldet, zu dem Ergebnis, daß, die verfassungsmäßige Mehrheit des Artikels 78 der Reichsverfassung für den Grundgedanken dieses Vorschlags, nämlich Ausbau des deutschen Wasserstraßen-Netzes unter billiger Heranziehung der Beteiligten durch Erhebung mäßiger Schiffahrts!-Abgaben und ZusammLu- fassen der Stromgebiete in Zweckverbände zur Zinanzierung der erforderlichen Bauten aus gemeinsamen Stvom-Kassen vorhanden ist und daß auf der jo bezeichneten, Grundlage in die weitere Erörterung der Einzeitheiten des Entwurfes eingetreten werden soll.
Ter Reichsanzelg.w veröffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adlerordenö an Tsaifeng, Reichs V er weser und Prinzregenten von China. z
In der Sitzung des Bundesrats am Donnerstag wurde dem Entwurf der Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen Zustim mung :r teilt.
Zum Haushalt des Reichstages_ sind folgende Anträge van der nativnalliberaleir Fraktion (Bassermann und Genossen) angemeldet worden:
1. Der Reichstag wolle beschließen: die Geschäftsordnungs- Kommission zu beauftragen, Vorschläge wegen Abänderung der G e s ch ä s t s 0 r d u u n g des Reichstages in der Richtung zu machen, daß der Zeitpunkt der B e s p r e ch u n g von A n fragen nicht lediglich von der Bestimmung des Reichskanzlers abhängt, daß die Stellung von Anträgen int Anschluß au Interpellationen zugelassen wird, und daß von den Mitgliedern des Reichstags kurze Anfragen tat) ä ch licher A r t über Angelegenheiten der inneren und auswärtigen Politik, die zur Zuständigkeit des Reichs gehören, an den Reichskanzler gerichtet werden können.
2. Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, vurch welchen das Gesetz betreffend die Gewährung einer Entschädigung an d i e Mitglieder des Reichstags vom 21. Ma; 1906
(Reichs Gesetzbl. S. 468) dahin abgeändert wird, daß in § 1 unter a) das Wort „Sitzungsperiode" durch „Legislaturperiode" ersetzt wird.
Der österreichische Minister des Aeußern, Graf von Aehrenthal, begibt sich wie die Politische Korrespondenz mitteilt, am 21. Februar nach Berlin, um den Besuch des Reichskanzlers von B e t h m a n n - H 0 l l w e g zu e r - mibe r n. Der Aufenthalt bes Grafen in Berlin wirb brei Tage dauern.
DaS S ch i e b s a b ko m m en zwischen Deutschland und Großbritannien vorn 12. Juli 1904 wurde durch Notenaustausch um weitere fünf Jahre bis zum 12. Juli 1914 verlängert.
Aus H 0 deida wird gemeldet: Der hiesige italienische Generalkonsul ist mit den Leichen der Forscher B e n z 0 n i und BurckHardt, bi? am 30. Januar in Uden ausgegraben worben waren, hier ein getroffen.
Aus den Nnchr-agsaurs niffen.
4' c r (i n , 3. Februar.
Der B u d g e t n u s s ch u ß bejdm'tiqte sich am heutigen Donnerstag mit dem 9JM l 11 ä r b n u 6 h a (t. Bei den Bezirkskommandos wurden ftntt 57 neue Mannschaften nur 29 bewilligt. Bei den Bekleidung, äintern wurde von der geforderten Stellen- oevinehrung l Smhso'Nzier, 3 £)miptl cutt', 2 Just>ektoreu und 5 lluiero stziere beivilhgt. — B.i der 9;i:liifali)ervflcgung werden Vrovimimieister unb 8 Proviantamtsbircstloren gestrichen, ebenso 3 Unterudpcrtoren.
Der I u st 1 z a u s s ch u ß führte von der Novelle zum Straf- gesetzt mH die Beratung des RbüNinttes über die K inder m i s; - h a !> d l u n g e 11 zu Ende. > 223‘a Absatz 2 wurde mit ve> - '"chiebenen Aenderungen angenommen. Zu der Hauvtiache bestehen sie fiel) oui die Heraufsetzung des Schntzalters von 14 auf 18 Jahre unb die Ersetzung des Ausdrucks „grausame Behandlung" durch „rohe Rlißhaiidlimg und boshaftes Liuilen". Zur Fefilegung des endgültigen Wortlauts des Porcigravhen wurde ein Redaktions ansjchuß eiuge e!;t
Der Wahlprünmasausschiiß verbandelte über die Wahl des Abg. Wehl mall., Giffhorn-Peme). Zu einer Be'chlußsassimg kam es noch nicht.
Aus Stadt timö CassS.
Gießen, 4. Februar 1910.
Die Sitzung der Stadtverordneten am,gestrigen Nachmittag nahm einen sehr friedlichen Verlauf. was allerdings angesichts der einfachen wenig aufregenden Tagesordnung nicht weiter verwunderlich war. Erwähnenswert ist vor allem die Mitteilung des Oberbürgermeisters, baß Aussicht zur Beseitigung der leidigen Viehtransporte burch bie Bahnhofstraße und bic West-Anlage vorhanden ist, trotzdem das Projekt, den Wieseckdurchlaß dazu zn benutzen, unausführbar ist. Heiterkeit erregte das Gesuch eines zehnlop.igen Damen-Kaffcekränzchens, in dem in beweglichen Worten um Errichtung von Bebürfnis- anstalten für Damen gebeten würbe. Die kaffeetrinkenben Damen rauben an dem Vorsitzenden einen warmen Fürsprecher. Wie vorsorglich unser Stadtrat ist, zeigt die Besprechung über den Fastnachtbienstag, damit die,.Elektrische" den harmlosen Gießener Karneval nicht zu sehr stört. Auch bte Anregung des Stabtv. Habenicht, baß die Polizei bie Hausbi |it’ef an ihre Reinigmtgspflicht bei Schneefällen unb Elatteistzilbung mahnen solle, ist anerkennenswert unb es darf wohl erwartet werben, baß auch ohne Polizeiftrafen stets passierbare Bürgersteige vorhanben sein lverden. An- erlennung verdient weiter, daß die letzthin gegebene Anregung von ^chutzantagen für unsere Singvögel auf guten Boden gefallen ist.
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** Tagest ä le u der: Stadttheater: Freitag abend 8 Uhr: „Renaissance/'
Samstag nadjmittog 37... Uhr: S ch ü l e r - V 0 r st e l l u .n g : „Wie die Alten jungen."
L. ü. L a n d es u n iv e 1 si t ä t. Dr. Hermann Meyer ans Kottbiis, dlsnstent am Mineralogischen Institut, der sich für das Fach der Geologie an unserer Universität zu babili- tiercn wünscht, hält am Samstag, 0. Febr., mittags.12 Uhr, in ber kleinen 9(u(a eine öffentliche Probeporlesimg über das Thema: Die Tiefsee und die Entstehung der G c b 1 r g e.
** Pfarrdienstnachrichten. Ernannt wurden Pfarrvikar Wibrnann zu Bingen zum Pfarrverwalter daselbst; Pfarrvikar Rühl zu Kriegsheim zum Psarrverwalter daselbst; Psarrverwalter Lauten sch lager zu Babenhausen zum Pfarrassistenten in Darmstadt (Marlinsgemembe); Psarrverwalter K l in gel h öffer zu Offenbach zum Psarrverwalter in Reichelsheim (erste Pfarrstelle); Pfarrverua ter Sattler zu Mainz zum Psarraisistcnten in Kastel; Pfarrvenvalter Doering zu Ober-Jngclheuu zum Psarrverivalter in Muschen- heun. Zur Wieberbesetzung werben ausgeschrieben bie evang. Pfarrstelle zu Dienheim, die evang. Pfarrstelle zu Kostheim, bie evang. Pfarrstelle zu Kriegs heim.
** K a tu m e r j u n ker. Der Großherzog hat ben VIHache im Auswärtigen Amt zu Berlin, Dr. jur. W. Frci- herrn v. Schoen, zum Hofjunker ernannt.
** Ernannt mürbe der Alluar'iatsassistent bei dem Amtsgericht Ober-Ingelheim Wilh. Jung zum Aktuariats- assistenten bei dem 'Amtsgericht Alzey.
** Stadltheater. Der neu-: Schenk von Presber und Kädclburg „Der dunkle Punkt", dessen erste hiesige AuffühnMF am Sonntag ftatts int-et, dürste gegen-'.ärtig d. s meistgrgebor.e Stück aui deutschen Bühnen sein. U„-e.'L>l erringt das überaus lustige Stück einen aus?rordentlichM Erfolg und allgemein wird Betont, daß seit bau „Weißen Rößl" lein, ähnlich erfolgreitHes Stück heiterer Art geschrieben worden sei.
** Was erzählen wir unfern Kindern? Im Saale des Hotel „Einhorn" sprach über dieses so interessante Thema auf Einladung der F r c i d e n k e r - B e r c i n i a u n g der als moderner Pädagoge besonders durch feine Stellung zum Märchen bekannte Dr. Georg B i e d e u k a p p aus Frankfurt a. M. Der Redner wendet sich scharf gegen alles, was das Kind r-.* unlogisches Denken gewöhne uTtb hält deshalb biblische Geschichten, Zaubermärchen unb dergleichen, die nur ein Zerrbild der wirklichen Welt darstcllen, zum Borer zählen nicht für geeignet. In unserer Zeit, wo jedermann aus einiges naturwissenschaftliche unb technische Wissen angewiesen ist, müßte man schon versuchen, es beim Kinde ganz unvermeidlich und in leicht süßlicher Form aitzubringcn, indem man aus die von. ihm gestellten Fragen eingche ober ihm in geeigneten Erzählungen, nützliche Stoffe biete. Zulassen will ber Redner noch bie Grimmschen Märchen, aber auch nur für das reifere Alter, da sie ja auch der srühesteu Beschäftigung des Bolkes mit den Wundern unb Rätseln der Natur entsprungen sind und zugleich eine Fülle von moralisch- pädagogischer Belehrung enthalten. An der Hand seiner beiden Bücher „Was erzähle ich meinen Sechsjährigen" unb „Schätze im Alltag" zeigte bi'r- Rebner bann, wie er sich in Form voll Erzählungen unb Gedichten und dabei doch aus wissenschaftlicher Grundlage diese frühesten n a t u r l n n d l i ch e n Unterhaltungen und Belehrungen denkt: am Kochkessel läßt sich bic Dampfkraft,
der Regen und die Sedimentbildung erklären: wie der Rai>- auf der Milch sind die Bergzügc auf der Erde: die Mohfe ifj- zu interessanten geologischen Fragen; an das Streichholz - erste Schm, den ersten Wagen, die Kartoffel, das Lai.' Frosch lassen sich wertvolle kultiirphilosophifche Betrachtungen schließen; im Anschluß au die Tasse und den Blitzableiter ? - sich leickst vonPedcutenden Erfindern erzählen. Der flubivr 'm ir noch weitere solcher Beispiele an unb meinte, wir müßten uns Kindern immer mehr solche Dinge erzählen, die dem gei»ii und wirtschaftlichen Leben unserer Nation zugute kommen mür^ In der folgenden Aussprache vertraten alle Redner den Eten Punkt, daß eine völlige Ausscheidung der Märchen nicht nij lich sei: eine richtige Auswahl müsse man natürlich trei c Dagegen aber wurde allgemein anerkannt, daß Dr. Biedenka,.; Bücher eine vorzügliche Ergänzung des elterlichen Unterrirtt • stoffes seien.
* * D i c Sten 0 grapHeu -Gesellschaft „Gabe '.Z b erg er" hielt am 2. d. M. ihre Hauptversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden war zu entnehm' ; daß. die Gesellschaft auch im obgelauieneu Jahr vorwärts gangen ist. Neben den gilt besuchten hiesigen Kursen wurd« noch 'solche in Grünberg und Lich abgehalten. Die Mitgliei-i beteiligten sich mit Erfolg an den auswärtigen Wettschreibkir Das Bereinsinventar wurde um eine Schreibmaschine vermehi Die Mitgliederzahl beträgt 148. In den Vorstand wurden wählt: Kreisämtsgeh. Lenz, 1. Vorsitzender, Prokurist H. Reu. 2. Vorsitzender, Buchhalter M. Wolf, 1. Schriftführer, Fr. Rödr 2. Schriftführer, Lndw. Gravelins, Kassierer, Friedr. Sarg Bibliothekar, K. H. Kuhl, A. Schncidmüller unb E. Meckel, B i' sitzer. Weiter machte ber Vorsitzenbe Mitteilung über die ^rn - Bereitungen zum diesjährigen Bundestag in Stuttgart.
• • B o g-e lschutz. Vom 1. bis 5. März findet auf der Bogü schützstäliott d.s Frhcn. v. Berlepsch in Seebach, Kr. Laugensalo, i in Vo g c. l sch u tz ku r s statt, an dem einige Großh. HZsij^ Hofgartenboamte teilnehmen unb zu dem. auch der VogeUchutzvei m wrA wum ein Mitglied entsendet. Für den Fall, daß $cnieinm und b. rgleici^n bie Gelegenheit benutzen wotlten, geeignete Personen im Vogelschutz ausbilden zu lassen oder wenn sonst der ei« . oder andere Vogel; chutzsteund an dem Kurse teilnehmen möchc, ist der Vorstanb des Bogels chutzvereins für das Groß Herzogs Hessen in Darmstadt gerne bereit, bie Anmeldungen zu vermükb. Ter Unterricht selbst kostenlos erteilt, Wohnung unb 9k f pflegung ist in Seebach für 4,50 Mark für den Tag zu hab' .
* * Besteuerung ber Musi kw er ke usw. Das Grofg' Kreisamt ersucht uns, auf die Beiänntmuchungen im heutige Kreis.'latt besonders aufmerksam zu machen. Das Kreis amt ntuint letzt schon Stempelabgaben sur das Rechnungsjahr 1910 entavgx um einen alizugroßen Andrang bei Bezahlung der Abgaoc üi Monat März voruth engen.
* * Preußische Kl a s s c u l 0 11 c r i e. Die Lose sei 2. Klasse 222. Lotterie müssen unter Borzeigung der Lose 1. Klclsr bis zum 7. Februar, abends 8 Uhr, eingelöst sein. Auch inüfien] bis zu diesem Termin die in der 1. Klasse gezogenen Lase gegen j die entsprechenden Freilose eingelöst sein.
** Die Eisbahn war gestern abend 311m erfknmile bis 1 0 Uhr geöffnet. Die Einrichtung soll beibehalien werben, wenn ber Besuch in ben Abenbstunben genügend in unb ber Zustanb ber Bahn eS gestattet.
"Unfall aus ber Robelbähn. Gestern ubenb 10 Uhr vergnügten sich noch zwei Herren unb zwei Damen mit Nabeln auf ber Bahn am Leihgesterner Weg. Der müj vier Personen besetzte Schlitten schlug um unb dabei erhll ein junger Käufniann einen Obeifchenkelbruch. Mannschaßent von ber Sanitätskolonne brachten ben Verletzten in bit] chiiürg. Klinik.
? Lang-Göns, 3. Febr. Die Arbeiten an unicier Wasserleitung wachen gute Fortschritte, da bic ton| Wetzlar staminenben Unternehmer gegenwärtig init sehr uie en Arbeitern tätig sind. Es w'nrde noch eine gute Ouelle en» deckt, bie ebenfalls angeschloffen werben soll.
— Rainrob, 3. Febr. Unser Männergesa^- -ve rein feiert am nächsten Samstag seine A benbunti.- haltung mit Ball. Das Konzert wirb von der Kapt.ii Faiisl ausgeführt.
2\ a l (e n r 0 b, 3. Febr. Eine Gedenktafel fiik die Kriegsteilnehmer van 1866 und 1870/71 wurde in i t Kirche für die Veteranen von NeuterS und hier cingetuci.L Tie beiden Kriegervereine nahiucn an ber Feier teil. Pfarrei Knatt unb Lehrer Schmelz Hatzen bic Gebenktafel entworsti,
Allm-enr0b, 3,Febr. Die. Hanb in der HäckseV maschine verloren hat ber Schuljunge Karl Rockel In.] Er.hafte mit seinen älteren Geschwistern an ber Masckinti gespielt. Das Triebwerk unb bic Maschine zerdrückten litl Hand unb schnitten bie Finger ab. Die Hand mußte mi Krankenhaus zu Lauterbach abgenommen werben.
r. Nicbcr -Seem en , 3. Febr. Hier erhängte Fun gestern ber frühere Bürgermeister Lanbinann. Ter öai'Ji zu her Tat soll in Furcht vor einer Bcstrasung zu suchen der er entgegensah, da er sich der Unterschlagung und Urkunde! I falschung während seiner Amtszeit schuldig gemacht habe. i’J yamstie ist um so mefjr zu bedauern, als vor einigen Tagen b.l 18 jährige Sohn von einem Pferd so schwer gegen das Gejiv» geschlagen wurde, daß er einige Tage besinnungslos darniederaiW
§ G e-d ein, 3. Febr. Gestern sand hier eine gemurV ferne Sitzung -zwischen Vertretern Großh. KreisschnlkM'W Mission Schotten, dem Vertreter des Großh. KreisgesuüV h ei ts amt es. und dem Gemeinderat und OrtsschulvorstcrvI statt. Es wurde die Errichtung einer 5. Lehrer ste 1*1 beschlossen, da sämtliche Klassen überfüllt sind. Als Unle:| richtslotal wurde ber Rath aus saal gewählt.
)( Blei ch enb a ch, 3. Febr. Der Sandsteinb'rr-V hier wurde heute mtf 12 Jrhre verpachtet zum Pniii l von 450 Mk. das Jahr. Der bisherige Pachtpreis bchu.l etwas über 200 Mk. Der Bruch liefert erstklassiges 9^1 terial; s. Zt. würbe bas Rosental bei Zriebberg zum größL» Teil aus hiesigen Stefnen erbaust I
r. K esselbach, 3. Febr. Bei ber gestern abgehalterk 1 Wahl eines Direktors ber hiesigen Spar- unb BorschußkqW wurde an Stelle des kürzlich verstorbenen Bürgermeistrl Stein dessen Schwiegersohn, Kaspar Schwalb^ nnt 4.1 Stimmen gewählt. Wilhelm Becker II. erhielt 29 Stimmnil
x Nidda, 3. Febr. Seit 8 Tagen lebt Nibda in dec» „Eiszeit". Mit Bangen hatten unsere Brauer und WMI dem Regen zugescharit, und man bangte schon um bas E $| Enblich haben wir — allerbings ganz bünnes — Eis. Wer« es wirb sofort eingetau. Zu einer eigentlichen Eisbahn Schlittschuhläufer ist es in diesem Jahr noch nicht gekomm-r I dagegen haben einzelne Verwegene ein kaltes Bad genem I men. Auch die Rodelbahn konnte nur wenig benutzt roeru-H ■
Darmstadt, 3. Febr. Der Prinz Rangsit D3r,| Siam ist hier eingetroffen unb hat im Hotel'Traube Wohnu-,I genommen.
X. Offenbach a. M., 3. Febr. In ber heutig S t ab t v er 0 r b n e t e n s itz un g lag ein Antrag * Thoaterdirettors Steffter aus Hanau vor, ihm vte ventivnierung von 50Mk. für jebe Vorstellung vom -<• 1909 ab zu gewähren unb nicht erst vom Dez. ab, wie-» einer früheren Stabtoerorbnetensitzung beschlossen 1ÜOL£'1 Der Antrag würbe abgelehnt. Stabtv. Feistmann t, mit, daß die Absicht bestehe, eine Aktiengesellschaft ! Errichtung eines Theaterneubaues in vorteilhafter ~ i l


