Ausgabe 
6.1.1910 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

am

rlauchten Souveräns bin id) und) Germania" einen Beittag, der vielleicht nod) mich mit den Marineveihältnisfen ^.Iqc ßQßcn 1Dirt> Das Zentturnsblatt erzählt:

Die chinesische Studienmission beim Lasier.

111 LLLU-L} 4*141. A. V--L) uw j-----/ 1 . p

KronprinF-en, der Prinzen August Wilhelm und 'Oskar, des

So bieten denn die

wurde ausgesandt, aber erst mehrere Monate später fand man: zwischen Eisblöcken den Leichnam eines Eskimos, der zwisä^i der erstarrten Rechten noch ein Tagebuch hielt. Es war tn Eskimosprache geschrieben und gab in ferner lakonischen Knapv-. beit ein erschütterndes Bild von dem Leiden und Sterben feiner Gefährten Es ist vielleicht das tragischste Dokument aus der Gesuchte der arktischen Forschung: die letzten Zeilen hatte der Eskimo mit seinem Blute geschrieben. Bertelseus Bilder sind in einer Breite von 83 Grad entstanden; die Kälte zwang den Maler, den Farben Benzin beizumengen, um ihr Gefrieren zu verhindern.

Deutschland gekommen, um i.., -- ---

vertraut zu machen. Durch die Gnade Eurer kaiserlichen Maje- stät bin ick mit außergewöhnlichen Ehren empfangen und von den »Offizinen imd Beamten Eurer fÖtaie) tat begrüßt Word em Eure Majestät wollen geruhen, meinen ehrerbietigsten Daul dafür entgegenzunehmen. Der Name der deutschen Marine hat in der ganzen Welt einen guten Klang und die vorzüg­lichen Leistungen der deutschen Wersten ,md allgemein bekannt. Daher gereicht es mir zur ganz besonderen Freude, aus eigener Anschauung Deutschlands Fortschritt aus uiarftimem Gebiet kennen zu lernen. Es erfüllt Mich dann der lebhafte Wunsch, daß die freundschaftlichen Beziehungen unserer beiden Länder immer enger werden und stets nur Siebe unb Eintracht herrschen mögen, hiermit verbinde ich die Hchß nung, daß Eurer Majestät noch viele Jahre einer glücklichen Regierung beschieden sein mögen.

DieJJiaRtegeluuq der Kattowcher Lehrer.

Zur Maßregelung der Kattowitzer Lehrer, die für die pa­nischen Stadtverordneten-Kandidateu gestimmt Haven, dringt Die der vielleicht nod, Erörterungen zur

Ansprache:

Im Auftrage meines erlauchten Souveräns bin ich nach

ICleiwes Feuilleton.

Mainzer Stadttheater.Ter Graf von Luxem­burg", der neue Operettenschlager Franz Lehars, tes Komponisten der .Lustigen Witwe", ist nunmehr auch auf der Mainzer Buhne mit schönem Erfolge aufgeführt worden. Die freundliche AuV nähme, die dem Stücke zu Teil wurde, verdankt es aussemießlich Lehars reizender, schmeichelnder Musik, denn der Text von Willner und Bodansky ist kläglich. Der Gras lebte wie seine Vorfahren herrlich, und in Freuden und tritt mit leeren Taschen m die Handlung ein. Da erscheint ihm Fürst Basilowitsch als Retter in der Not. Der Fürst will trotz seines Alters noch heiraten. Der in Betracht tontmente Bühnenstern ist dem Fürsten natürlich unebenbürtig und soll daher zuerst durch eine Scheinheirat nut dem Grafen wenigstens einigermaßen nobftittert werden. Der Graf erhalt eine angemessene Bezahlung für dieses Geschäft. Gleich nach der Hochzeit hat er zu verschwinden. Anfangs geht auch alles gut. Der Graf entflieht unter falschem Namen, die Scheidung wird beantragt und die Grafen lebt herrlich von des Fürsten Geld. Einen Tag vor dem Scheidungstermin kehrt der Graf zurück und lernt bei einer Festlichkeit seine kaum gesehene Gattin kennen und lieben, und ist bereit, seine Rechte als Ehemann dem Fürsten gegenüber M verteidigen. Allerdings bindet den Grafen sein Ehrenwort. Doch da erscheint in höchster/fcot eine frühere Geliebte des Fürsten, die den Alten durch ein schriftlickfes Eheversprechen zur .Heirat zwingt So löst sich die künstlich verschlungene .Handliuig mit bene gebräuchlichenLustspiel" Schluß. Mer dazu kommt Lehars freundliche Musik; eine Fülle lymlitfcr Walzer und prächtiger Schlager erfreut den Hörer, und lasst ihn rafd) die Mängel des Textes vergessen. Sowohl die Musikalische wie die Bühnenleitung sind gut und auch die Vertreter der einzelnen Partien boten gute Leistungen. N.

Ein Denkmal deutscher Wissenschaft. Wählend her Weihnachtswoche hat im Hotel Bristol in .Berlin eine von mehr als 40 der hervorragendsten Naturforscher und Mediziner Deutschlands und des Auslandes besuchte Beratung ftattgcf unten, zu der von Pros. Hinneberg, dem Herausgeber des bei Teubner erscheinenden großen SammelwerkesD i e Kultur der Ge­genwart" die Einladungen ergangen waren. Die sich auf drei

Tage ausdehnenben Sitzungen hatten den Zweck, für die natur- wissenschaftlichen und medizinischen Teile des Werkes eine die

Aiiforberungen der modernen wissenschaftlichen Methotelogie voll­auf berücksichtigende Gliederung des Darstellungs^sfes -u ge­winnen. In den Hauptsitzungen war auch der Kultusminister zugegen.^a^ gcf$ic^t mit Cooks Beweisen? Wie der Daily Mail aus Kopenhagener Universftätskrelsen geschrieben wird, hat man sich dort in den letzten Tagen mit der Frage befdfaftigt, was mit den Tagebüchern und Aufzeichnungen Dr. Cooks ge­schehen soll, die noch immer in der Universität^kanzln lagern. Anfänglich wollte man sie dem Universitälsarchiv oder der Kgl. Bibliothek in Kopenhagen zur dauernden Aufbewahrung übergeben, aber durch! die Erbitterung über den stechen Betrug, den Cook an der ganzen Welt begangen hat, ist der Senat zu dem eiw- stimmig gefaßten Beschluß gekommen, den vielgenminten Dr. Cook nicht mehr als Gelehrten, sondern als^Verbrecher »u te­tr achten und seine Aufzeichnungen daher weder dem Urchw der Universität noch auch der Bibliothek ernzuverlechen Die Uni- versitätsbehörden von Kopenhagen haben infolgedessen tue Pa- hiere Cooks der Polizei übergeben, damit diese ne in dem von ihr gegründeten und geleiteten kriminalistischen Museum unter-

Der Kaiser hat die chinesische Marinestudieiikommisiivn in Audienz empfangen. Tie Antwort des Küisers auf btc Ansprache des Prinzen Tsai Hsin ist hir* und sachlich. Man hat wiederum den Eindruck, daß der Kaiser seit den No­vemberereignissen des Jahres 1908 alles meidet, was ihm Angriffe zuziehen könnte. Das Volk wird darüber nur befriedigt sein können.

Berlin, 5. Jan.

Aus dem hessischen Manzausschich.

R. B. Darmstadt, 5. Jan. Der Finanzaus­schuß der Zweiten Kammer tagte heute ohne Regie­rungsvertreter und machte sich nach einer eingehenden Be­sprechung über die finanzielle Lage und die Anforderungen im Etat für 1910 über eine Reihe von Vorschlägen schlüssig,

welche in der morgen stattfindenden gemeinsamen Sitzung den Regierungsvertretern zur Meinungsäußerung und Stel lungnahme vorgelegt werden sollen. Aus diesem Grunde kann über die heutigen streng vertraulichen Verhandlungen eine nähere Mitteilung nicht erfolgen.

Vor einiger Zeit haben die beiden Bischöfe von Elsaß- Lothringen in einem Hirtenbriefe allen katholischen Lehrern die Mitgliedschaft bei. dem Allgemeinen Deutschen Lehrertorein untersagt. Hiergegen hat jetzt die reichslandische Regierung offent- .ich Einspruch erhoben.

Staatssekretär Zorn v. Bulach veröffentlicht, wie auv Straßburg gemeldet wirb, in her Amtlichen Korrespondenz em Schreiben an die Bischöfe von Metz und Sttaßburg, m dem er in verbindlicher Form, aber energisch gegen den Erlaß ber fiÄöfe Stellung nimmt, ber die reichslandischen Lehrer von dem Anschluß an 'den Allgemeinen Deutschen Lehrer^ern abhalten sollte. Die Haltung der Bischöfe wirb kcks^ em^Em^ft^ m tee

sion. Prinz Tsai Hsin hielt an den Kaiser folgende

" ' Als am Dienstag den 7. Dezember u I. die vier ver­setzten Volksschullehrer vom Rcgierungspra,identen tu Oppeln zu der berühmten Konferenz eiugeladeti wurden, oa haben die Gemaßregelten geltend gemacht, daß sie nach der Loyalitats- erklärung der zweiPolen" und nach der über sie erhaltenen Auskunft an ihre Gefährlichkeit nicht geglaubt haben. Sie er­schienen jedenfalls weniger staatsgefährlich als ihre teiten Gegew- kandidaten, die sich öffentlich als Anhänger der revolutionären. Idee Ferrers bekannt haben. Der Präsident bestritt ihren guter Glauben nicht, stellte aber ihre Schuld nut den Worten fest. Sie mußten den Kreisschulinspektor fragen, wie Sie wählen sollen!" . M .

DieGermania" selbst betont, daß eine solche Aeußerung unglaublich klingen mag, versichert ater, sie könne .nach den Mitteilungen, die ihr von zuverlässiger Seite zugehen, nicht daran ,Weiseln, daß sie wirklich gefallen ist Wem, das rutri fl. !° wurde das allerdings eine ungeheuerliche Beschränkung der staatsbürger­lichen Rechte von Beamten darstellen. Zunächst aber hat ter Regierungspräsident von Oppeln das Wort.

glottenangft und Wahlmanöver in England.

Die Wahragitationen über dem Kanal nehmen tolle Formen an. Mehr denn je muß die Angst vor Deutschlands Flottenprogramm herhalten, und trotz wiederholter amt­licher Erklärungg'n von Deutschland her werden die unsin­nigen Gerüchte ver deutsche Rüstungen immer ratter ver­breitet: *

Lvndvn, 5. Jän. Aus « ber Wahlen veröffentlicht ber britische Flott enverein eine Kundgebung, in welcher erklärt wirb, die britische Vorherrschaft zur See werde von der größten Militärmacht des Kontinents bedroht, die int Begriffe fei, eine ungeheuere Kriegsflotte Ku bauen. England müsse für jedes deutsche Kriegsschiff seinerseits zwei Kriegs­schiffe auf Stapel legen. Es sei dem brittschen Volke dringend ans Herz zu fegen, bei den kommenden Wahlen einzig für die Aufrechterhaltung einer unangreifbaren Vormacht der englischen Flotte seine Stimme abyugebat.

Die britische Abteilung der in terparlamentarischen Union er­suchte in ihrer letzten Versammlung, ihren Präsidenten, Lord Weardafe, sich über die Richtigkeit der Zeitungsmeldungen, in welchen behauptet wird, daß die deutschen Marineaus- gab-en für das Jahr 1910 weit über den iM Flvttengesetz ver­anschlagten Bettag hinaus gingen, zu vergewissern, ^timete ver­öffentlicht die Abteilung eine Erklärung des Präsidenten ter deutschen Abteilung, Professor Eickhoff' und beet Generalsekrewrs Dr. Lange, in welcher icnc Berichte zurück ge wie sein! werden und in ter ferner nachgewiesen wird, daß sich die Ver- ntdjnmg ter Ausgaben in vollkommener Utbereutfhmnumg mit

Der ^ers^ L^rd^ter^Adnriralität Mc. Kemra sagte in einer ErMruna an feine Wähler, die wilden Ucbcrtreibungen bezüglichder Flotte seien blo tze WghlMan ö ver und entbehrten jeder Begründung. So lange er ntt Amte sei, teerte die Admiralität nicht vor der Pflicht zurückschr ecken, alle Acatz- regdtn zu ergreifen die nötig seien, um ter Flotte die für den Schutz des Reiches und seines Handels ersorderlichc Starke^zu bewahren. Austen Chamberlain widmete den größten -teil feiner Rete, die er in Birmingham hielt, der Widerl^ung der Behauptung d-es Preutiernirnisters Asquith, daß die Arbeitslosig­keit in Deutschland größer fei als in England.

Die Süddeutschen Monatshefte haben mit ihrem Januarheft den 7. Jahrgang begonnen. Schöne Literatur, Kunst, Wissenschaft, Politik, Soziologie, Handel, Jndusttie. Das erste Heft des neuen Jahrgangs bietet als eine solche Rundschau eure tüchttge zusammenfassente Besprechung überNeuere Voltaire- Literatur" von Paul Sa km a nn. Dieser Rundschau geht cm größerer Versuch von Josef Dofmiller über ..Thomas Mann" voraus. Mit Erzählungen sind Rudolf Hans B a r t f ch und Georg v. d. Gabelentz tertreten. In einemBuch der Jugend" setzt Ludwig Gang Hof er seinenLebenslauf eines O p t i m i st e n" fort. Auch diese Fortsetzung der Gang- hoferschen Selbstbiographie lieft sich Prächtig. to.nen_ ttefstichen Nekrolog hat Friedrich Naumann für Leopold ^omiemann geschrieben (Ein alter Demokrat"). Albert Becker teltFünf unbekannte Gedickstc Friedrich Rückerts mit Lebhafte-, IMeresst wird auch der Aufsatz Henrv »an bc Veldes "Kunst und Industrie" finden. Paul Wolters teilt ,eme Gedacht,m.- rtte mit, die er in der Bayerischen Akademie der Wilfenschafteii auf Adolf Furtwängler im November gehalten hat. Karl v. Anura hat einen Aufsatz:Montgelas über seine innere Politik ge­schrieben, der fick auf die von Laubmann und Treberl fcraib^ gegebenen Denkwürdigkeiten des Grafen MarlmiliMi ^os. v. M. M> gelas stützt. Ins moderne politische Leben Jntet ent An N M. Paul Buschings:Der Zug nach links . So^kneten denn du Süddeutschen Monatshefte auch m dem neuen Jahrgang wuter eine Fülle von lvertvollen Stücken, wie man das von der ge biegenen, von gutem deutschem Geiste durchwehten 3«t d)nft g^ wöhnt ist und die ihr einen hervorragenden Platz uitte imlcixn Zeitschriften gesichert hat.

England und der neueste deutsch-rufstsche Streck.

DieTimes" gibt in der Hellseld-Assäre deu^ Russen ten praktischen" Rat, die in Berlin Hegenten rwsiscten -'tevvG zuruck- zuziehen, da sie tertvor Aventunsten und Piraten nicht sicher seien, und sie irgendwo zu deponieren, wv sie ter räuberischen Anfällen" sicher seien. Das werte etwa. 800 Millionen Mark ausnmchen. Die PetersburgerNonw^ Wremja" bemerkt dazu: . . . , ~ .

Bei stll der Friedensliebe oder vielmehr ivegen ter krankhaften Friedfertigkeit, die "stußland verhuidert, ferne Rechte mit gehöriger Energie zu vertreten, gibt es in ter -r.a keinen anderen Ausweg. Daß, rann eine w ungeheure eummr dem Berliner Markt entzogen wird, ein kolviwler ^«Irad; die Folge sein muß, versteht sich von selbft. freundlich wir uns auch unserem nächsten Nack'.bam und hiftorncken /vreuno- gegenüber verhalten, bleibt uns dock ein unterer ,jeg nickt übrig, um unsere staatliche. Würde vor UebcrfaWm von P - r a teil :u schüten Das wttd zwar rin ttaungeS Ereignis NiN, ater was soll Rußland sonst tun. Mau kann tech ton

Millionen nicht an einem umuteren Lrt ruhen laufen, ter vor Expropriatoreu nicht geschützt ist." .

Das ist wieder ter deutsch-feindliche nationalistifche Ton. auf ben man in Rußland in ter letzten Zeit, öfter als sonst geilten' ist. Uebrigens leistet sich techelbe runvche Blatt in .aiwerem Zusanimenhang ebenfalls in Amnüpfung an die Hellfelteckfiare folgende Bemerkung: ... .

Die liberale russische Presse fielst mitztvauifch auf ernc Annäherung an Deutschland, denn sie furchtet cinc Beeintluf ung1 Rußlands tm reaktionären Sinn. DieNvwoje ivremfa teilt nicht die liberalen Befürchtungen und setzt fanc reettiBMiat Öffnungen auf die Annäheiung an unseren Nachbarn, -dctei inerte Deutsche gibt bei den Wahlen seine Stimme einem fozial - demvttatischen Kandidaten, fo daß die Fundamelfte oer Monarchie ter Hohenzollern ernste Besorgniffe ui Bettachl ihrer festig tert und Dauer Hervorrufen. Von allen Staaten Europa-.-' ist Deutschland am meisten von der Flechte des Sozialismus zerfressen, und das macht ten konser­vativen BÄfern eine intime Gemeinschaft mit ihm wenig raun- schenswert." ....

Wie lang ist es her, daß mau in grvßeii ruf suchen Stadtrn» sich nicht auf die Sttaßcn fragen konnte, ohne Gefahr zu laufen, das Leben einzubüßen? Und jetzt diese ftolze -Lvradie?.

täte sowie anderer hohen Würdenträger die heute fruf) hier eingetroffene chinesische Marine st udientommis-

poetnn, u. ^un. Der Kaiser empfing heute nach- staatshohettlichen Rechte bezeichnet, der entschieden zurückgewiesen mittag um 1 Uhr inr .^niglichen Schlösse rn Anwesenheit des luCrb^ä^1j>c ^teralc Presse das Vorgehen dx Regi«ung i----.»-" "7°"!" '-u c bearüRt, richten die ZentrumsÄätter gegen den Lrtaatssekrettir

Reichskanzlers, der meisten staats Minister und Staatssekre- - ^eil sehr heftige Angriffe.

Der Kaiser antwortete:

Eurer kaiserlichen Hoheit danke ich für Ihre freundschaft­lichen Worte und für die guten Wünsche, die Sie für meine Person zum Ausdruck gebracht haben. Es hat mich mit leb­hafter Genugtuung erfüllt, daß Seine Majestät ter Kaiser von China Eure kaiserliche Hoheit an der Spitze einer Kom- missivn hoher Würdenttäger #imt Studium der europäischen Marineverhältnisse auch nach Deutsckstand entsandt hat und ich habe befohlen, die Erfüllung der Aufgaben der Kommission in jeder 5Seife zu erleichtern. Boi der hohen Einsicht Eurer kaiserlichen Hoheit zweifle ich nicht, daß Sie unsere Einriß tungen und Leistungen zu würdigen wissen, und ich gebe mich der Hoffnung hin, daß Sie unter dem, was Sie sehen werden, manches finden mögen, was Ihnen von Interesse und ter Beachtung wert erscheint. Ueberzeugt, daß auch Eurer kaiser­lichen Hoheit Besuch in Deutschland dazu beitragen wird, die zwischen China und dem Deutf chen'Reiche bestehenden freunte schaftlichen Beziehungen zu fördern und zu festtgen, heiße ich Eure kaiserliche Hohett und Ihre Begleiter tn unserer Mitte von Herzen willkommen.

Dem Empfange der chinesischen Studienkonimission nn königlichen Schlosse wohnte auch Dr. Krupp vonBohlen und Halbach bei. ~.. ,, , t ,

Berlin, 5. Jan. Prinz Tsar Hsin stattete freute abend dem ReichstaMler einen Besuch ab: er hatte daz-u das ihm verliehene Großkreuz des Roten Adlerordens mit Kette angelegt. Sodann begab sich der Prinz zum Diner beim Staats'setretär StaaisMinister v. Tirpitz.

Kolst'zZche Tagesschau.

Staatssekretär Zorn von Bnlach und die Bischöfe von Elsaß-Lothringen.

bringe. .

Die Tragödie der dänischen Polarexpedi­tion wird in ter Erinnerung von neuern wachgerufen durch die Gemälde tes dänischen Malers Aare Bertelsen, die in bat nächsten Tagen in London in ter Royal Geographteal ©ocutij ausgestellt werten. Die Bilder sind von bbsonterem Interesse, weil sie zum erstenmal die mensckfenftenite Schonheft .der ark­tischen Einöde mit ihren gewaltigen Licktphanomenen in künst­lerischer Fassung wietergeben. Bertelsen hat an ter unglücklichen Expedition derDänemark" teilgenommen tee ausgesandt war, um festzustellen, ob Grönland eine Insel ist und die , zugleich die Dokumente einholen sollte, die Peary bet sauer grolftanbi.chen Expedition in ter nördlichen Eisregion deponiert batte. Beide Biele wurden erreicht, aber sie forderten zahlreiche Meustfen- leben und die Uetenuinbung furchtbarer Leiten. Boni ^>mter- lager wurden zwei Schlittenexpeditionen ausgerüstet; die erste hatte das Unglück, auf einem großen Eivfelte vom Festland ab mtb ins Meer hinausgettieben zu werten; die zwetfe, an da Bertelsen teilnahm, war glücklicher: nach qualvollat Enttehruu- gen gelang es ihnen schließlich doch, zuni Wufterlager zurück- zufinten Erst hier erfuhren sie, daß von der anderen Abteilung jede Nachricht fehlte. Eine Reihe von Nettungsexpedtttoneu

Nr. 4 Erstes Blatt 160. Jahrgang Donnerstag 6. Januar IS 10

D« Metzerrrr 2hi6dt« 'M monatlich 75Ps viertel-

«scheint täglich außer W W Ä jährlich Mk. 2.20; durch

Eonntagr. - Beilagen: Y A W A> -MM Abhole- u. Zweigstellen

viermal wöchentlich Ä WW W Ww Jwk »I MV monatlich 65 Pf.; durch

I* /]Hl» Iflci

S33VIvIIVIlVl MlwlVIHVl £^5$

Fernsprech - Anschlüss«: Vjjjy politischen Teil: August

General-Anzeiger für Oberhefsen DW

M^geÄ« Eotatiortsörud «nd ötrlag der vrMschen llnio.-Y«ch- und Steiudruck.rei R. Lange, «edawon, Lkpedition und Druckerei - Schulftratze 7. Anzeigenteil:' H. Beck. biS vormittags 9 Uhr. uw uw

Heer und Flotte.

Deut Biseadmiral: Breusing, Dttekwr des Werft- Departements tes ReichsmarineanftS, wurde unter Verleihwtg des Charakters als Admiral ter nackigesuchte Ab s chtc d bew ill igft.

Deutsche- Reich.

Der Kaiser nahm am Mittwoch vormittag im Schlosse die Vorträge des Ministers ter öfientlichen Arbeiten, des Ministers tes Innern und tes Chefs des ZiviKabinetts entgegen.