DaS Adreßbuch der
gescunten KreiS QUefjen bienen können. Dec Umsang Bucl-es ljat wiederum unt einige Seiten zugenommim.
in Hessen nicht aus. Darmstadt hierher Franko iS mit fünf im ,Grostheizog von
den
deS
Kreises Gießen für 1911 ist in derselben Ausstattung und Anordirung, wie die seitherigen Ausgaben waren, er* schienen. Da bad umfassende, darin enthaltene Material sehr fürg’HHg durchgesthen und bearbeitet ist, wird 'auch das neue Adreßbuch al6 ein zuverlässiges Nachjchiagebuch für
Hundeschlachtungen weist die Stattstlk
- Einen UebungSritt von unternahm gestern Generalmajor v. Stabsoffizieren. Tie Herren stiegen pefitn* ab.
21m» £>tabt und Land.
(Sieben, 22. Dezember 1910,
Hcer unO Flotte.
München, 21. Tez. Der Prinzregent Luitpold richtete an den Kriegsminister Frhrn. v. Horn ein Handschreiben, in dem eS heigt:
vierzig Jahre sind verflossen, feit Me bayerische Armee in schweren ruhmreichen KLmpsen mwcrgäirgllche Bewerfe von KiiegS-
•• Ordensverleihung. Ter Grobherzog hat dem Lrofcssor Theodor Fischer in München daS Ehrenkrcuz des Verdienstordens Philipps dcS Grostmüt'gen verliehen.
— Ernannt wurde dec Karl Bügel nietet in Grünberg zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Grünbcrg.
— Major ä la suite. Der Grobherzog hat den Major a. D. Freiherrn o. Schaucoth, seither bum Stabe deS Gard.-Tragoner-^cgimentS (1. Hess.) 9k. 23, mit seinem bisherigen Patent zum Major ä la euite der Grotzh. Kavallerie ernannt.
*• Finanzpersonalien. Der Oroßherzog Hal den HauptileuerainlSaisisienten bei dem Ha"ptslcueramt Darm» itadt, Fiiedr. Kraus; zu Darmstadt, zum RevisionSlontrotleul bei dein Hauptsteueramt wlamz und den ginanzaspiranten Karl Metz autz Nlcter-Lstcldcn zumHauptsteueraMlSasslslenten ernannt.
** Russische Gesandtschaft. Der russische Minister* Präsident Baron v. Knocring in Darmstadt, hat am Dienstag einen mehrwöchigen Erholungsurlaub angelreten. Während der Dauer der Beurlaubung werden die Geschäfte der russischen Gesandtschaft durch LegalionSsekieiär Baron ßlkar von Pilchau alS Geschäftsträger geführt werden.
— Fleischbeschau in Hessen. Im brüten Viertel* iahe stellt sich die Zahl der Schlachttiere, die der Fleisch* beschau unterzogen wurden, wie folgt: Pferde mb andere Einhufer 256 (gegen 262 im zweiten Vierteljahr), Ochsen 4314 (4211), Bullen 444 (353), Kühe 9937 (10819), Jung* rinder 11 262 (9590), Kälber 20 128 (21 821), Schweine 86791 (75 296), Schafe 8303 (1979), Ziegen 2432 (12 756).
Starkenburg und Rheinhessen.
Main^, 21. Dez. Heute feiert der seU 1667 in Mainz alt Pfarrer tätige Geh. Kirchenrat D. Lubw. Frohnhäaser, der auch aid Erzähler und Geschichtsschreiber im Hesienlande allgemein bekannt und gefdjätü ist, in voller Frische des Geistes und Körpers seinen 70. Geburtstag.
Kreis Wetzlar.
— Dutenhofen, 21.Dez. Eine rege Bautätigkeit scheint nut nächstem Jahre hier emzusetzen. Nachdem die Zusammenlegung der Gemarkung beschlossen worben ist, ist auch die Platzfrage für die neue Schule zu vier Klassen und entsprechenden Lehrerwohnungen erledigt. Dem im Fahre 19u6 auSgcsührten Erweiterungsbau der uralten Kirche wird nunmehr auch em Pfarr hauö-Neu bau folgen. Tie hiesige Pjarrwohnung, ursprünglich ein Bauernhaus, sieht zum Verkauf. DaS neue Pfarrhaus kommt in bte Nähe der Bahn >n den groben Pfarrgarten zu stehen; gleichzeitig wird ein Konfirmandensaal für die vereinigte Klrchengemeinde Münch» holzhauscn-Dutenhofen angebaut. Dutenhofen hat sich in jüngster Zelt sehr zu seinem Vorteil verändert und zählt jetzt 1257 Einwohner gegen 1102 tm Jahre 19u6.
Hessen-Nassau.
Marburg, 21. Dez. Dec weltliche Kurator der evangelischen Landeskirche in Siebenbürgen, Sparkassendlrektor Karl Wolff in Hermannsladt, wurde aulützlich seines 2äjährigen AmtSjubiläumS in Anerkennung seiner Verdienste um da« Deutschtum zum Ehrendoktor der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität ernannt.
[J Wetter, 21. Tez. Ein wild gewordener Ochse treibt sich in dem Burgwalde umher. Ta« Xier, das zwischen hier und Nofcnthal vor Wochen einem Händler auSrist, konnte biS jetzt noch nicht wieder emgefangen werden.
-Erledigt sind zwei evang. Lehrerstellen an der Gemeindcfchule zu Bad»9kanheim.
** Vom Roten Kreuz. Der Vorstand und He Mit- gliedervcriammlung der BezirkSiparlasse Lorsch hoten aus Aulast deren 75iäl)cigen Bestehens und der 40jährigen Ge* benFicier der glorreidxn Tage in den Kriegsfällen 1670/71 m dankbarer Erinnerung an oen Heldenmut unietet braven Kriegs* invaliden dem Ve||i]d/en Landesvercin vom diuien Kreuz (als Lantes^Berem der Kaiser-Wlll-elm*Siifnuig für teull'dx Invaliden) den Betrag von ciniaufeuD Mark zur geeigneten Verioenbuirg überiuieien. Der Bor stand des LanteoocrcinS wird dem in der Weife nadrfommen, dast er sämtlichen bebü rt i ig e n he ss i- schen Kriegsinvaliden, welche zurzeit vom Verein ständige Beihilfe beziehen, zum bevorstehenden Weihnuchlsiest als „Jubsiaumsgäbe der Bezilkssparkafle Lor>ch" je 10 Mart -u- lummen lägt. Da die wirkliche Zahl der bedürftigen Invaliden im Lande hundert übersteigt, schiebt ber LandeSvecrsii den hierzu erforderlichcu Mehrbetrag auS seiner Kasse zu.
** Weihnachtsfeier in* Knabenhort. Am Montag abend beging der Knabenhort in der Turnhalle der Stadtlnadenschule seine Weihnachtsfeier, der eine große Anzahl der Eltern der dem Hort anvertrauten jbiaben bei»
2iu»iaiiy.
DaS ö st erreichi s ch e Herrenhaus Nahm die Vorlage betreffend die Schaffung eines Wohnungssü rsorgesvndS an. Im Laufe der Aussprache begrüßten Farrn reit der und Ez- vilnlster Klern die Vortage, die tiog verschiedener Mangel den ersten Schritt zur Lösung der sozialeu Frage, der Beiäuip,uirg der Wohnungönvl bilde. Rach Annahme einig.r bereits vom Abge* ordnetenhause angenommener Vorlagen ivuibe die Sih -ng ge- tchtossen.
Bei der Besprechung der äußeren Politik der Türkei führt der in Konstantinopel erscheinende „T a n i n" aus, alle das Atter- land liebenden Ottomanen seien höchst befriedigt über Deutschland, das durch den Anleiheabschluß ber Türkei einen siegreichen Ausgang bei dem Kampse um die Wahrung feiner Würde und Unabhängigkeit sicherte. Dieses könne andere Machte nicht verstimmen und die Gefühle diesen gegenüber feien durch die jetzige Stellung Deutschlands im Orient nicht geschwächt. TaS Blatt meint, die von feiten der Türkei erstrebte neutrale Politik nahm jetzt die tiuMige Form an, weil die erste Ber* fafsungSüra mein einer Tripleentente zuneigte, wahrend die letzten Ereignisse bewiesen, daß die Türkei auch von Seiten des Dreibundes Freundschaft erwarten könne, und betont, die Wahrung beS so erzielten Gleichgeioichts hänge von der Befolgung der gleichen Politik durch die beiden Mächtegruppen gegenüber der Türkei ab. — Aus Konstantinopel wird rociier gemeldet: Der Vakufminister naf/in seinen Abschied, wie mnttich ogrlmtlet, aus Gesundhcitsrüctsichlen. Zu seinem Nachfolger wurde der Vizepräsident der Kammer E he i r i ernannt. Die Stellung des M i n i st e r s d e s Z n n e r n gilt als erschüttert. Zu fernem Nachfolger wurde der Obmaiui der ju.igrurkiichcu Partei eauinnL
Zn der Universität Odessa wurde am Mittwoch früh eine Unerlaubte Studentenversammlung abgehallen. SKUtagd erschien die Polizei und forderte die Studenten auf, aus- tüuuibn zu gehen. Die Studenten leisteten nicht Folge. Em Student schost. Polizei und Ko>alcu umitelUai baraui die Universität.
Aus Barcelona wird gemeldet: Als am DieicStag abend Handeltreibende und Industrielle eine Widerfpruchsversammlung gegen die städtischen Steuern abhielten, veranstaltete eine grobe Bollsmenge eine Kundgebung gegen die Tellnchmer an der Versammlung. Ls kam zu einem Tumult, der in eine Schlägerei auSaricte. Die Menge durchzog darauf die Strasten und bewarf bi« Magazine, an denen Auiruse gegen die Steuern angevracht waren, mit Steinen. Gendarmeriepatrouitlen zerstreuten die Ruhestörer, von denen einer verwundet und mehrere verhaltet wurden.
Der chinesische Reichsausschütz enuoars eine Denkschrill, in der er beiürnxoucte, daß die härtesten Straien, mu Ausnahme der Todesstrafe, gegen das Opiumrauchen verhängt und Belohnungen für diejenigen ausgesetzt werden sollen, durch deren Miitellungen die (htgrciiuiig der Schuldigen ermoglicht wud Die Dcutichnst, in der die Mitglieder des Grützen Rats angellagt werben, wurde als nicht scharf genug verworieu und der Eutwurj einer neuen Denkschriit angeordnet.
phierte General Gras d. Mollke an den Prinzen Friedrich Karl nach Orleans: dast auf Befehl Seiner Majestät des Königs die Armceabtcilung bei dem überaus wichtigen Vordringen au, Tours fo fchnell al- möglich durch mindestens eine Tioifiou aus dem rechten Loiro-User zu unterstützen sei.
Bun all diesen Vorgängen wussten wir damals nicht-: Dast Nch die uns gegenüberftebenbe Armee feit dem Spätnachmittag beS 9. Dezember verstärke und dast die Hecreslellung um uns besorgt war. Man redete nur allerlei und wunderte sich, dast vnsere durch unaujhörliche Kämpfe dezimierte Armee den frischen Mub um daS vierfache überlegenen SiAflat des General Ehancu in bu Arme getrieben wurde.
' ^ Deutsche Zeitungen im AuSlanve. Bei ©e*
legenheit der unlängst geäußerten Wünsche der deutschen 81 n- ficdier in Palästina nach einer eigenen Heilung für alle in Syrien ansässigen Deutschen, Oesicrreicher und dcuifchcn Schweizer ist e§ von Interesse, auf die erfreuliche Tatsache hinzuweiieli, bau bereits eine ganze Reihe deutscher Zeitungen in der Levatste bestehen. Die grösste ist der in Konstant simpel feit 1908 erscheuietid.' ^Osmanische Lloyd", der an die Stelle der früheren „Neuen Türker'' getreten ifl; am Basporus liegt ferner die Nedaktion des „Konstantinopeler Handelobtattes". In Kairo buben in jüjig- Oer Beit die fest drei Jahren bestehenden „Aegypiischen Nach- richteii" einen weiten Leserkreis gewonnen, während in Tanger bte ^Deutsche Marokkozeitung" unsere Jnteresstn vertritt. In Llalien ericheint das „Niviera-Tageblatt" (San Ncmo), in Du!* ganen und in Rumänien je eine Handelszeitung und m Bukarest ber .,s)tuniänische Lloyd". Ein eigenartiges kleines deutscl-es Blau vn Kaukasus ist die in TifliS beraubgegebene „Kaniasilche Post" - sie ist das Organ der vor 150 Jahren aus Franken und todfwaben auggoüanbenen und im Kaulasus angesiedelten Kolonisten eiuucrbem erscheinen in Rustlanü noch 17 andere Zeitungen von Venen die bekannteste die „St. Petersburger Zeitung'' fein dürste. Deutsche Blätter gibt es ferner noch in Europa in Luxemburg (16), in Belgien (7), in England (4), in Frankreich (1), "den Sllederlanden (2). Bon den in England erscheinenden Plättern deuticher Sprache sind alS jüngstes die „Manchester Nachrichten" zu erwähnen, die erst feit tiefem November be- pehcn. ^m fernen Osten finden wir in Schanghai den „Diiafiatu* l-en Lloyd" und den „fernen Osten", in Tientsin das „Tage- b alt für i)Lordchina" und in Japan die „Deutsche Japan Zeitung" Bon den in deutschen Kolonien erscheineiiden 12 Blättirn sehen toir hier ab; ^lr müssten sonst die „Tsingtauer Nachrichten" ober Vie vielen deutschen alrikanischen Blätter, die sich leitet oft gnmniig befehden, aufzählrn. In Australien Sidney) haben wir nur eine Zeitung, die „Deutscli-australische Post", während in Argentinienfünf und in Brasilien drei deutsche Blätter bestehen Chlle und Mexiko haben je eine deutsche Ztttung, Kanada dagegen, das früher nur die Deutsche Zeitung" besäst, hat in den letztin Jo^cn allein vier Blätter gegründet. Den utterrrichbaren Ristord stcltcu frcllich die Bereinigten Staaten nut 51 d.ätschen, z. T. sehr groben Heilungen, auf; die grösste und bekannteste ist die „Neti>- vorker Staatszeitung', die letztes Jahr ihr 75iähriges Bestehen feiern konnte.
tüchtigkeit und hingehende OpferwsMgkeik erbrachte und MntnirA sich die stete Dankbarkeit des Vaterlandes sicherte. Wenn ich jetzt in meinem neunzigsten Lebensjahre auf jene Zeit zurückblicke, drängt sich meinem Herzen daS Bedürfnis auf, auch meinerseits dem Gefühle der Dankbarkeit, sowie meiner vollen Anerkennung für die im Kriege und Frieden bewährte Pflichttreue ber Dffü» ziere und Mannschaften ber Armee einen erneuten sichtbaren Ausdruck zu geben. Darum stelle ich hiermit den Betrag von 2 0 0 0 0 0 Mark zur Verfügung und bestimme, bau 100 000 Mk. zur Unterstützung bilfsbedürftiger Krieg-Veteranen ans dem Feldzi"'»e 1870/71, sowie aus den Fcld;üg"N unb Kämpfen früherer und späterer Jadre, 100 000 Mark alS Grundstock einer Stiftung zur Errichtung ein-*# Erholungsheims für Offiziere, llnleroffiziere und Mannschaften Verwendung finden sollen.
WeihnachtSurlaubtr-Züqe. Heute nacht passierten vier Sonderzüge mit Soldaten, die in Weihnachtsurlaub gehen, unfern Bahnhof: Metz-Hannover 12Uhr 50 Min, Berlin-Giesten 1 Uhr 18 Min, Frankfurt a. M. - Kafsel 3 Uhr 18 M:n. und Strastburg-Han- n over 8 Uhr 62 M^n. Hier Verl eßen natürl.ch zih'.r.iche Mannschaften die Züge, um die Anschlüsse nach Overhesfen, nach dem Lahn- und Dillgebiet zu benutzen. Es war ein buntes, allerdings sriedlimes B ID, das Die Mannschaften aller Wasiengattungen in Den W.irleräumen d?S BahnyosS boten. Heute nacht passieren wieder vier Militätfondcr- züge und -war Mörch Ingen- Han nover 12 Uhr 5° Min, Berlin-Trier 1 Uhr, Berlin-Frankfurt a. M 1 Uhr 16 Min. und Frankfurt a. M. - Kasfel 3 Uhr 18 Min. den Bahnhof. Tie Sonderzüge halten zehn Minuten unb länger in Giesten.
• • Verzollung von Postpaketen. Am 25. Dez. (1. Weihnachisfeiertaa)ist oaß Ha u p 1 steueram tzurVerzolliing der ringegangenkn Pakete mit zollpstichtlgcm Inhalt morgens oon luX biS 12 Uhr geöffnet.
** Sch ollerdienst und Paketbeftellung an den Feiertagen. An den b vorjtt-h^nd.'n Fiertagen (Weihnachten und Neujahr- sind die Postschalter wie an Sontiiagen geö.suet. Eine Palet b.st.llung .ludet nur am -5., eine Geld bestcllung nur am 2Ü. D^z uiber statt. Tie Land bestell ung ruht am Giften Weihuachtsseiertag gänzlich.
* * Dlaul* und Klauenseuche. Neue Ausbruche der Seuche sind gemeldet auS: Gut Rum, GrohherzogtuM Mecklenburgr rDieilschnitz, Hcr-ogtum Koburg.
Landkreis GicFrn.
* Beuern, 21. Diz Borgestirn abend brachten die beiden Gesangvereine, s-wi.' der K r i e g e r v e r e i n mit ihren Fahnen unter Beteil.gung der ganzen Bttvohner- schaft, Pfariveiwalter B u ch h o 1 d einen F a ck e 1 z u g zum Abschied. Herzliche A^schi.dswocte und Absch^ds.ttde.: loutben dem jungen Geistlichen, d.r stch In b:c kurzen Zeit von vier Monaten die Herzen unserer Beuerer eviöOtben hat, zuteil und fanden ebenfo herzliche Ertoiderung.
* * Billingen, 21. Dez. Der htesige Klub .Einigkeit^ hält am 2. WeihnachtSieiertag hier einen Bail ab»
Kreis Büdingen.
• 1-. Büdingen, 20. Dez. Der Militär- und Veteranen verein Büdingen htelt am Montag abend eine Mitgliederversammlung ab. Der Vorstand (Prof. Dr. Krämer, Vorsitzender), wurde wiedergewählt. Ter Verein verfügt über einen Lassenbestand oon ca. 3000 Mark und tonnte im abgelaufenen Jahre über 300 Bit. Unterstützung an bedürftige Mitglieder bewilligen. Am 8. Januar soll eine Famillensestlichkett nut Theater stuttsinden.
KrciS Lauterbach.
th Maar, 21. Dez. Seit einigen Tagen ist ein Ober- seuerwerler deS Artilleriedepots Fuida hier mit der Unter- Iuchung auf Die Defährlichkeit der Geschos t b> ichäftigt, die verschobene Bewohner nach dem Schars,chiesten der 25. Artillerie-Brigade und deS Fustariillerie-Negimeitts Nr. 3 am 2. September in hiesiger Gemarkung gefunden und nach Hause gebracht hatten. Die Annahme, dast sämtliche Geschosse ungejährlich feien, hat sich nicht bestätigt, denn es wurden noch 14 unter 70 Geschossen vocgesunden, die nicht vollständig auSgeblasen waren unb daher leicht einen UnglÜrtSjall hätten hecbeiführen können. Diese werden llu freien Felde durch den obigen Beamten durch Sprengen unjä-ädlich gemacht, während die übrigen Ge- schosse nach der Geschogfabrik Siegburg verbracht werden. Da immer noch etwa WO Geschos,e fehlen, ist anzunehmen, dast sich diese ebeti.allS acösttenteils in Prwathanden befinden und auch unter diesen eine Anzahl sein dürsten, die nicht vollständig ausgebiasen find. Es wird deshalb aus die Gefährlichkeit dec Geschosse aufmerksam gemacht, damit ein leichtfertiges Ausbewahren oder Behandeln vermieden wird.
KreiS Schotten.
r. Sckotten, 21. Dez. Die Weihnachtsfreude der Wintersportler scheint zu nichts zu werten. Zwar tragen Die Höhen heute einen Anflug von Schnee, aber Aussichten auf eine Schneeichuhbahn sind vorerst nicht vorhanden, eher kann von einer Belebung der Vegetation gesprochen werten, so milde ist Die Witterung.
r. Rainrod, 21. Dez. Tie WanderhauShaltungS- schule im Ktteise Schotten beendete heute hier einen Kursus und kommt jetzt nach Ruppertsburg. Die Leistungen ber Schule unter der Leiterin Frl. Römhelb finden allseitig Beifall.
Kreis Friedberg.
L. Ockstadt, 21. De-. Unserer großen neuen Kirche sehlen noch die neuen Bänke. Sie sollen stllvoll hergcstellt werden und eS haben biS jetzt versck>iedene Enf- cunßtrn solcher Bänke stattgcfunden. Am zweiten Weiy- nachtstage wird der Krieger- und Gesangoeretn, sowie der Jüngiingsverein eine g-eiec veranstalten, deren Ertrag zur Anschaffung solcher Bänke dienen soll. Eine Bank kommt über 100 Mark zu stehen.
wohnten. Was die Krndcr auf dem Gebiete deS Ehor- gefangeS und der Dellamal-ivn leisteten, gereicht Lehiern ime Schülern zur gcöstten Ehre. Auch die Ausführung der beiden Weihnachlssesljpieie war geeignet, besonders unter Den Kindern selbst eine rechte Wethnachtsstllnmulig hervor- zudringen. Der Leuer des KuabenhortS, Hauptleyrer Knautz, hielt eine Anspcaä-e an die beifammcUen Baler unb Mütter der Kinder. Er mied darauf hin, wie mit dieser segensreichen Einrichtung den E'tecn, die sich augerhalb ihres Heims um daS tägliche Brot für die Familie au* mühen müßten, die Sorge adgenommm sei, was während der Zeit mit ihren Kandern geschieht. Die Einrirhtuug soll den Kindern einen Ersatz für bie Familie bieten, indem man die Knaben zu allem Guten anhatt. Der Nedner schil- derte, wie man Die Zöglinge deS Horts beschäftigt, und sie an Ordnung und teernlichkeit gewöhnt. Die Eltern sollten sich darum kümmern, waS die Kinder zu Hau,e lesen. Ebenso gefährlich wie böse Gcfellschast und der Ein- flusr der Strasie für unsere Jugend, sei daS Lesen der sogenannten Schänd- und Schundliteratur. Durch diese RäubcrgeschiU)ten werde der Keim gelegt zu allen Schlechttg* feiten und sJL)l;eiten, die dann später zu Verbrechen jähren. Hiergegen Front zu madjen, sei heillge P,licht der Eltern. Wenn ein Knabe lesebedürftig fei, dann biete »ich den Eltern bei Geburtslagen unb zu Wetynachten Gelegeiiheit, ihren Kindern für wenig Geld guten Lesestoff in die Hand zu geben, Bücher anzujchassen, die das Gemüt veredeln und belehrend wttken. Wer Rat brand}!, welche Bücher für die Jugend geeignet sind, der wenoe sich vertrauensvoll an einen Lehrer, der gern Hilst, dast die Schundliteratur, die schon so viel Ung.üu herbeig^führt habe, aus dem Han,e verschwzndet. And) diesmal wieder hätten edle Spender den Knabenhort in die Lage versetzt, dast er seinen Zöglingen auster Baawerk usw. auch pratt.sche Weihnachtsg.schenke geben könne. Er verwes ferner darauf, dast auf einem langen Tisch Arbeiten ä la Fröbel und aus Ton gesormte Figuren, Leistungen der im Hort untergcorachlen Knaben, zur Ansicht austtegen und wünschie eaie frö.-liche Wechnacht' Daraus traten Die 12J Knaoen nacheinander, ohne sny zu drängen, an Den Gaoenuich^ um ihre .Geschente zu emp» fangen.
Hebung ber Weiberstrafanstalt In Main», Verlegung ber Abteilung für jugendliche männliche Gefangene, bie eine Freiheitsstrafe von mchc als 14 Tagen zu ver- büsten haben, au8 dem Provinztalarresthaus in Darm- ltadt in die Zellenstrafansialt za Butzbach, sowie in ber Bereinigung ber GcsckMe des Gerichtsoollzie.)erS, Gerichts- dieners und Gefangenwärters tuniuljft in einer Person an [old^cn mittleren und ff einer en Am tSge richten, an denen Vakanzen eintreten und wo die Berhällnisse es frii(affen. — In ber nächsten, Mille Januar ftaitfinOenben Sitzung des Ausschußes soll die vom Ministsrium deS Jnnent auö* gearbeitete Denkschrift über die Organisation d e s Gendarmeriekorps beraten wcroen.____________
ZUId),
In München sand am Nllttwoch zu Ehren bei Staatssekretär! v. L iderlen-Wächter denn Pimziegenten gröbere Hostafel statt, zu dec u. a. geladen waren der prcichlsch. Gesandte v. Schlözec und Gemahlin, der PlmlstcrpräsidclU v. PodewüS und Gemahlin und Finanzmmn'ier v. Pfaff.
Stadt und deS


