Ausgabe 
27.10.1910 Zweites Blatt
 
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geordnetentage des Kreis-Kriegerverbandes Geln-

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Ten die eigenfffmTW 3ifnaHon geschaf^n, wielche bt? ßfemKagt vieser ganzen Sache bildet.

Sodann wird als Zeuge der Jnseratenagent Klobzis ver­kommen und zwar unter Aussetzung der Vereidigung. Vars.: Sie waren Jnseratenagent bei derWahrheit". Bekamen Sie bestimmte Anweisung? Zeuge: Bei der Anstellung gab mir -Herr Wilhelm Bruhn die Anweisung, ich) solle Warenhäuser nicht besuchen. Bors.: Hatten Sie denn irgend einen Einblick in, das redaktionelle Betriebe? Zeuge: Nein, nicht im geringsten. Ängekl. Bruhn: Kam Ihnen der Geschäftsbetrieb korrekt vor? 'Zeuge: Ja. Aus weiteres Befragen bekundet der Zeuge noch, daß Bruhn ittym -gegenüber^ die Aufnahme eines Inserats, in welchem ein Mittel zur Verschönerung der weiblichen Büste angepriesen wurde, abgelehnt hat.

Aus Statt unt Land.

Gießen, 27. Oktober 1910.

Ein Kaiserjubiläumsfonds. Auf dem Ab>

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 26. Okt. Der Gottesdienst irr unserer Burgktrche wird nächsten Sonntag abend wieder

f. Herbstein, 26. Okt. Für den verstorbenen Rech- der Bezrrkssparkasse Herbstein, Rendant Weitz, wurde tn der gestrigen Vertrauensmännerverscrmmlunq dessen Sohn Heinrich Weitz fast einstimmig Kum Rechner dieser Kasse gewählt. Letzterer war schon lange Jahre bei seinem Vater als Gehilfe tätig und hat' seit dessen Tod die Kasse geführt. Man ist mit dieser Wahl in beteiligten Kreisen sehr -usrteden, umsomehr, als von anderer Seite Gegenagitation getrieben tourbe und Herr Weitz beiseite geschoben werden sollte.

Kreis Lauterbach.

f. Lauterbach, 26. Olt. B^i dem am 2 Sept, bei Lauterbach abgehaltenen Scharfschießen der 25. Feldar^ille- riebrigade und des Fußartitlerie-Regiments Nr. 3 hat letz­teres aus schweren Feldhaubitzen sogen. Uebungsmunitian verfeuert. Diese Geschosse werden, da die Hülle bei der Explosion vollständig erhalten bleibt, nach dem Schießen durch den betreffenden Truppenteil wieder gesammelt, um für weiteres Schießen frische Verwendung gu finden. Nun fehlten nach dem Schießen etwa 100 Geschosse, die, wie man vielfach beobachtet hat, nach dem Schießen pon dem das Gelände absuchenden Publikum mitgenom­men wurden. Das FußartilleriEegiment Nr. 3 läßt nun "ach den Geschossen, die ein Gewicht von 80 Pfund haben,! in den um das Scbießgelände liegenden Ortschaften nach- forschen. Durch die in letzter Zeit hier vorgekommenen Einbruchsdiebstähle machen jetzt die Versiche­rungsgesellschaften gute Ge schäfte. Viele Ein­wohner, die ihr Geld und ihre Papiere w .Hause nicht sicher Bfuhlen, lassen sich von den täglich hier anwesenden

en in Versicherungen gegen Einbruchsdiebstahl auf­nehmen. Auch Gewerbetreibende finden lohnende Beschäfti­gungen, da viele Hausbesitzer sich elektrische Alarmklingeln und Gitterfenster an ihren Häusern anbringen lassen. Für moderne Einbrecher ist dies jedoch schon längst kein Hindernis mehr und eine gute Versicherung ist immer noch vorzu- zrehen. °

barten Preis einen Abzug machen. Aber auch er wurde zur vollen Zahlung verurteilt, denn er hatte seine Erklärungen dem Fuhrmann, der das Obst brachte, abgegeben, er hätte fich bannt aber an den Verkäufer selbst wenden muffen.

* Postgiroverkehr mit Belgien. Am 1. N o|* o em bet wird ein Postgiroverkehr zwischen Teutscbland und Belgien eingerichtet. Am Verkehr können alle Inhaber eines deutschen Postscheckkontos und alle Personen teilnehmen, die ent- iveder ein Konto bei der Belgischen Natwnalbank oder bei einer Privatbank unterhalten, die ihrerseits ein Konto bei der Belgischen Nanonalbank hat. Das von der Belgischen Nationalbaiik beraub gegebene Verzeichnis ihrer Konwinhaber kann im Deutschen Reiche zum Preise von 50 Psg. durch die Postscheckämter bezogen werdeii. Für die Inhaber eines deutschen Postscheckkontos wird es sich emp­fohlen, bei ihren Geschäftsfreunden in Belgien, die kein Koiito bei der Nationalbaiik besitzen, anzuiraqen, ob sie ein Konto bei einer Privatbank haben, die mit der Belgischen Nationalbank im Konto­verkehr steht., Der Postgiroverkehr wird in Teutschlaiid durch die Postscheckämter, in Belgien durch die belgische Post- verwaltung vermittelt. Er wird sich in derselben Form abwickeln, wie der bereits mit Oesterreich-Ungarn und der Schweiz bestehende Verkehr. Die Inhaber eines Kontos bei einem Postscheckamt in Deutschland benutzen also dieselben Formulare (Giropostkanen, Ueberweisungsformulare, Scheckformulare) wie im inläiidischen Verkehr. Die Beträge können in der Reichswährunq ober in der belgischen Frankenwährung angegeben werden. Der Umrechnung^

aewerbe Gießens seinen Sitz. Der kantige, durch dcht Abbruch sichtbar gewordene Schlot ist das Einzige, was noch an die vergangenen Zeiten erinnert. Nach der Mitteilung eines alten Gießeners war noch 1870 ein Haus an jener Stelle, in dem ein Original wohnte, der Pumpenmacher Lang selig. Die Gegend hier am Tiefenweg hieß das kalte Loch und als die Gefangennahme Napoleons bekannt wurde, da gabs in Gießen abends eine Illumination, an der sich der Pumpenmacher mit einem glänzenden Transparent be­teiligte, dessen Text zum geflügelten Wort geworden ift: j Un wohn wer auch im kalten Loch, So illuminieren wer doch."

* Was beim Obstkaufzu beachten i st. Von ganz allgemeinem Interesse sind in der gegenwärtigen Obstzeit die folgenden Hinweise auf die Gerichtspraxis bezüglich häufiger Differenzen beim Ob st handel. Em Wirt hatte eine Ladung Aepfel gekauft. Er hatte die Proben ge­nau angesehen und bezeichnet, der Händler sandte ihm aber minderwertige Aepfel. Der Wirt war empört, als ba5< schlechte Obst im Wagen bei ihm eintraf, verweigerte die Annahme und stellte die minderwertige Ware dem Absender augenblicklich telegraphisch zur Verfügung. Man denkt nun, den Prozeß, den der Händler anstrengte, habe er sicher ver­lieren müssen, das Umgekehrte aber trat ein, der Wirt mußte zahlen und natürlich dann auch die Kosten tragen. Warum? Weil es nicht genügt, die mangelhafte Ware sofort zurück­zuweisen, indem man mit allgemeinen Worten die minder­wertige Qualität bezeichnet. Die Mängel müssen vielmehr genau und besonders bezeichnet werden:Tie Aepfel sind kleiner als die bestellten, sie sind schlechter im Aussehen, es sind zu viele faule darunter, es ist eine ganz andere Sorte usw.". Trifft dies zu und wird der betreffende Mangel dem Verkäufer sogleich nach dem Bemerken des Mangels mit­geteilt und die Annahmeverweigerung erklärt, so muß er die Ware zurücknehmen. In einem anderen Falle fehlte es nicht an der genauen Bezeichnung der Mängel. Der Käufer schimpfte gewaltig über das minderwertige Obst und wies im einzelnen den Unterschied zwischen der bestellten und der er­haltenen Ware nach, erklärte auch, er werde an dem verein-

(?) 3 ueuen Schlachthof ist eine Badeeinrich- ^.9 für die dort beschäftigten Meister und Gesellen ein- , gerichtet. Zweifellos ist nach getaner Arbeit ein kühles Bad für die Arbeiter eine große Wohltat, abgesehen da­von, daß man auch aus gesundheitlichen und ästhetischen Gründen in modernen Sch lach thäuserii für Badegelegen- hnt sorgt. - Auch der 40 Meter hohe Schlot der An­lage ist nun fertig gestellt. Die Arbeiten M Innern der Bauten nehmen aber noch soviel Zeit in Anspruch, daß vor Mar^ f I. nicht an die Inbetriebnahme der Anlage zu denken ist. Hierauf soll mit dem Bau der vorgesehenen ^^.^^^lachthalle begonnen werden.

r, ?$jnintereffanter Winkelin unsererAlt- ftab t ist letzt durch das NiHettleaen eines alten Hanfes jm Tiefenweg für die Blicke der Vorübergehenden frei ae- worden. Von der Neustadt ans schaut man auf einen niedri- aen kantigen Schlot, einem Wahrzeichen Mtgießener In- ^ustrre unK Gewerbe. Früher ftanbm hier «uf engen, Raum zusammen gedruckt drei solcher Schlote. Hier in dem Winkel hatte^namlich^die Seifensiederei und das Töpfer-

von der als Freundin der antisemitischen Bewegung bekannten Besitzerin des Kaufhauses Rud. Herzog gestiftete Summe un­rechtmäßig verwendet worden sei. Der Redakteur Böttcher derStaatsburger-Zeitung" sei bei dieser Gelegenheit von Bruhn um den Betrag von 1500 Mark übervorteilt worden. Ferner habe Bruhn den OberleuMantLreitag veranlaßt, mit 66 000 Mark tn die völlig verkrachteStaatsbürger-Zeitung" einzutreten um seme Einzahlung zu retten. Schließlich habe sich Bruhn auch noch des Stellenschachers und des Kautionsschwindels schuldig gemaust. Hierwegen habe er, Zeuge, alle antisemitischen Kreise alarmiert, wahrend Bruhn sich auf Agitationsreisen befand. Bruhn habe damals in Broschüren, Flugblättern und Zeitungen erklärt er werde ihn (Plack) nach seiner Rückkehr verklagen. Bors Hat er baö getan? 3euge: Bewahre (lacht: ha, ha) (Große Heiter-

^rundete dieWahrheit" mit Dietrich zusammen unter der Devise: Die großen Leute müssen sich alle in derWahrheit" .gegen Brandschaden versichern.

Es wird sodann der Annoncenakguisiteur Simon Strauß oufgerufen. Er bekundet: Eines Tages kam ich im Cafß Opsra Mit mehreren Agenten zusammen, darunter auch dem als nächster ^35 s9cIaben Finten Weiner. Einer der Kollegen hattet verschiedene ^Exemplare der Wahrheit" und sagte: Seht ihr, toxc ^ie müßt ihr Mich arbeiten, dann

wbre1c 9kte WaKc.ma^n- Ein anderer äußerle Mit Rücksicht auf die vielen Inserate von jüdischen Inserenten,1

kurs wird vorn Reichs-Postamt unter Anlehnung an die Notier­ungen der Börse festgesetzt. Die Gebühr beträgt für Ueberroeifungen nach Belgien 5 Pig. für je 100 Mk., mindestens jedoch 20 Pig. Für UebertveUungeu aus Belgien werden dem Gutschrifts-j empfänger in Deutschland außer der etwaigen Zuschlaggebühr von 7 Psg. bei mehr als 600 Buchungen keine besonderen Ge­bühren in Rechnung gestellt.

namentlich jüdischer Kaffeehansbesitzer: DieWahrheit" sehe aus wie einkoscherer Mittagstisch". (Heiterkeit.) Ich selbst äußerte, diese Inserate werden mit dem Brecheisen geholt. Vors.: Wie kamen Sie zu dieser Aeußerung? Zeuge: Ich konnte mir nicht denken, daß so viele Juden freiwillig Inserate auf ein antisemi­tisches Blatt in dieser umfangreichen Weise aufgeben.

Hierauf wird zum Schluß der heutigen Sitzung der Jnse­ratenagent Rud. Weiner befragt, ob er zu Leuten gehen sollte, nm dabei durchblicken zu lassen, daß dieWahrheit Material gegen sie habe. Der Zeuge bestreitet das mit aller Entschieden­heit. Er habe Bruhn überhaupt nur drei- oder viermal in seinem Leben gesprochen und niemals sei irgendwie eine Beein­flussung oder Bedrohung ausgeübt worden.

Darauf werden die Verhandlungen auf morgen vertagt.

Hierauf wird der Reichstagsjournalist Berkowitz ver­nommen. Er leitet /das Beckler'sche parlamentarische Bureau, das für rechts- und linksstehende Blätter gleichmäßig die Reichs- und Landtagsberichte liefert und kennt somit den Angeklagten Bruhn, sowohl als Abgeordneten, wie als Herausgeber derWahr­heit". Vors.: Ist Ihnen bekannt, daß der Angeklagte Bruhn..,_______

Schweigegelder empfangen hat, um Angriffe gegen bestimmte Per- hänfen wurde ein Js(.a

sonen zu unterlassen? Zeuge: Darüber weiß ich nichts. Ob r. . _ *in Schreiben des Kriegerbund-Haupt-

bei den Unterhaltungen über Bruhn auf der Tribüne davon ge-1 ^oritanoes zur Kenntnis gebracht übereine zum 25jährigen sprachen worden ist, weiß ich ebenfalls nicht, weder von Schioeiae- R e g i e r u n g s j u b i l ä u m des Kaisers geplanteStistung aelder noch von Erpressungen. Vors.: Aber was wurde über eines Kaiser-Jubiläumsfonds für die Krieger - Waisen- - »-*=!- **♦,»*****" habe ich aber auch mit anderen Kollegen darüber gesprochen unb öfloregbeitrag von 10 Pig. für die Zeit biß 1913 vor, ohne zwar mit rechts und links steheiiden. Vors.: Sie haben in iicr Mildtätigkeit vermögender Mitglieder Schranken zu setzen. Voruntersuchung ausgesagt: In Journalistenkreisen ivar man Die Iubiläumsspende soll daru bienen, den Kriegerwaisen- Wf&'wffirass' * «f* «rw * 8*** Revolverblatt? Zeuge: Ein Blatt, das in einer Form er- )c9ule angewiesen sind, einen festen Fonds zu schaffen.

scheint, dessen Attikel als indirekte Nötigungen aufgefaßt werden, Ko n r e rt - V ere in Wie aus dem Inseratenteil weim es nicht erpresserischen Zwecken direkt dient. Ich sehe den x o Znseratenleil

Charakter eines Revolverblattes schon gegeben, wenn darin twn a rV erd*'nct . bcr Konzert-Verein am Sonntag, Leuten gesprochen wird, die Butter auf dem Kopfe haben und damit $0. Oktober, seine Wintersaison mit einem Orchester- mcht gern in die Sonne der Oeffentlichkeit treten wollen, über-labend, der, sicherlich zur Freude aller Musikfreunde, ein aber, Sie wären ihm feindlich gesinnt, weil er ein ausgesprotinmer Sommerpause wäre auch bie Eröffnung mit moderner Äiusik, Llntisemit sei, während man von Ihnen überhaupt nicht wisse, aon der wir ja in den übrigen Konzerten genügend Proben was Sie eigentlich seien. Zeuge: Ich war früher Jude und kosten werden, nicht am Platze gewesen. Professor Traut- hm misgelreten .......... s mann hat daher mit gutem Vorbedacht eine der beliebtesten

der Gegenseite zu hören und zwar in der Person des Parlaments- Mdn schen e nfamen und die leider selten gehörte journaliften Konrad r i n g. Dieser bekundet: Ick habe Herrn -oeethoven fche Sinfonie in B»dur gewählt, zwischen Bruhn gelegentlich des Konitzer Prozesses und als Kandidat für welchen Mozarts Don-Juan-Ouverture eine angenehme Ab- ben Reichstag ,m 5. Berliner Wahlkreise kennen mch schaden wechSlung bietet. Alles deni Musikfreunde vertraute Werke gelernt, weil er mutig und in nationalem Sinne an die Oencnt am«..* /<n a t> a c

Weit trat. Ich habe seineWahrheit" seit vielen Jahren i * tr°^r r2lIter8£ (Beethovens B-dur^mfome ist gelesen und bin auch ihr Mitarbeiter. (Bewegung.) $ o r f.: 18Ub 8um erlten Male aufgesührt) ihre Jugendfrische und Was halten Sie nun von der Anklage? Zeuge: So etwas ihren Zauber bewahrt haben. Es würde zu weit führen, auf Einzelheiten hier einzugehen: hierfür empfehlen wir die ausgeschlossen. Ich kenne ihn fett 7 biS 8 Jahren und hatte k«: fSprrn firm ft g u-l s. ,

.ihn für einen tadellosen Ehrenmann. u i i Challier vorrätigen kleinen Konzertführer des

Es wird dann unter allgemeiner Spannung der Schriftsteller bekannten Verlages Breitkopf & Härtel. Die Solistin des Rudolf Plack-Podgorski als Zeuge aufgerufen, von dem Abends, Frau Kaempfert auS Frankfurt a. M., ist von Va^ Sesligsten Gegnern des An- früheren Konzerten her noch in bestem künstlerischem Andenken daß der Herr Plack mit sechs A^natm Gesängnis bestraft ist.' a??"* ihre Gesangskunll neuerdings noch durch eifriges Von feinen anderen Vorstrafen wegen Unterschlagung, Betrugs '^ubium vertieft. Das Orchester wird von der von dem usw. will ich ganz absehen und nur noch feststellen, daß er wegen letzten Konzertjahr her bekannten verstärkten Palmenaarten- 8Sää sssw.'ä.9» s tFttset *«***.» BroschürePharisäer und Heuchler" verfaßt die Herr Miquel ^^0ÜCn§ Sr^mS II. Linfonie Hervorragendes

als Beleidigung empfand. Als ich aber nachher aus dem Ge- feiltet hat. Daß Professor TrautmannS Name fängnis kam, hat der Herr Minister mich ausgesucht und mir für einen hohen musikalischen Kunstgenuß bürgt, braucht wohl fein Bedauern darüber ausgesprochen Angeklagter Bruhn (er- nicht besonders begründet zu werden regt aufspringend): Das ist eine Beleidigung des toten Herrn y ö

Ministers Zeuge: Was wissen Sie davon, wie ich mit dem .. \,e Ortsgruppe Gießen des Deutsch-

Herrn Minister gestanden habe. (Heiterkeit.) Ein anderer und ^./"nalen Handl ungsgehi lfen-Verbandes veran- 6efferer Reichstagsabgeordneter als Sie, Wilhelm Pickenbach, hatte Tl?,e uns schreibt, am Dienstag, 1. Nov, in Steins mich bei ihm eingeführt und weiß auch, daß der Minister mid) r..cf" ,®me 2 i cb t b 11 b e r - $ o r t r a g und hat dazu den Reise- später besucht hat. Bruhn (erregt): Das ist eine Beleidigung '^rmiteller Joachim Harms ans Hamburg gemonnen, dem em unb Sck>ändung des Andenkens des Ministers, den ich vor Ihnen 0"ter Rus vorausgeht. Herr Harms hat bereits vor dem König ausdrücklich gewarnt hatte. Zeuge: Wer hat den Minister Sachsen und vor dem Herzog von Sachsen-Altenburg Vorträge vor mir gewarnt? Bruhn: Ich. Zeuge: Sie^ Ha, ha gehalten. Erjmrb über seine fünfte Reise nm die Welt sprechen. Sememe Heiterkeit.) Damals existierten Sie ja noch gar nicht ?linSSf 2'chtbilder von wunderbarer Farbenpracht aus allen Teilen als waren. Sie wenigstens noch nicht ausgewachsen, sonst öec -üiclt werden seinen Vortrag veranschaulichen.

müßten Sie wissen, daß der ganze Antisemitismus in meinem Kampfe gegen den Minister Miguel hinter mir stand und daß Staatsbürger-Zeitung" durchaus meine Partei nahm. Wer smd Sie Überhaupt? lHeiterknt.» Bruhns Ein s° guter Anti-

& es ®ro»ere ®W|b ' Anzeigen .?«"V* 'S ,Q" b-°-b,«....«

(etnfallenb): Sind nun die Herren mit der gegenseitigen Vor- vormittag zu bestellen. Nur dann ist eS möglich, der Sah. Ä'Ää.Äi'ii.S'.Ä.", S--Ä-» .«-.i-ch-»

nicht einschüchtern. Bruhn, laut: Sie mich auch nicht Zeuge lasten, die zu einer guten Wirkung erforderlich ift nod) lauter: Sie wissen ja noch gar nicht, was ich aussagen' ----------- --------------

werde. Warten Sie doch erst ab. Brubn: Auf alle Fälle ernarc ich schon letzt, daß es mir ganz gleichgültig ist, was dieser k ,

Derr aus, agen wird. Bors.: Darauf kommt es nicht an. Wir * abttt) eat er. Schon heute sei auf das ftan- 52 enmag bbrcn. fGroszc Heiterkeit., War Bruhn denn nach Solche Gastspiel der hier schon bekannten Gesellchaft ftanzosifcher Sprache werden bei Billettbestellungen um­sonst ausgegeben. ö