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Juni.
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Dr.
Frankfurt n. M
;) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Landrichter
beut Treiben ihrer Teilhaberin nicht-? ijcmubt habe,
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.
Jllni —
lehmigen an der Hand, nidjt alle versichert seilt.
4- 18,0’0.
4- 8,8 *C.
zu fördern Tt. Binz Mitteilung zugewiesen laten Pros.
1600'2)^1111 Militär)«
V ion> 9,Öl 0/.K.
Binder
'siiiii. 5 a in o a u i j ch c .\1' o d)
bis 26.
, 26.
deS Vereins zncrkannt.
Auf "Jin trag des Geheimrats Prof. Dr. Haupt wird einstimmig Provin.'.ialdircktor Dr. Usingcr zprn I. Vorsitzenden gewählt, die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Geheimrat Dr. Schmidt, Ban rat Slicchl Wetzlar und Bürgermeister Broun Krofdorf, sowie .'itreiskosicnrechncr M'auh werden wieder gcivahlt. Provinzial direttor Dr. 11 finger erklärt, das; er alles tun wolle, um das Amt des Vorsitzenden im Interesse der Burg zu verwalten.
Ein Gang um die Burg zeigte, das; das Mauerwerk der Ruine durch die Sicherungsarbeiten nicht im mindesten fein charakteristisches altes Aussehen verloren Hal, Stiahenmeister M'vhr Giessen, der diese Arbeiten geleitet hat- bcrfLinb eS, die Farbe der alten Mörtelfugcn auch bei dem neuen oder ergänzten. Mailernierf vorziiglich zu trcsfen.
in Grossen Linden und .Butzbach Defekte und zwar am Benzintasteii. ^n Bad-Ncruheim brachte der Chauffeur scineii Wagen nicht in die Onirage, sondern ließ ihn vor ihr (zwischen ihr und dem Bahnkörper) im Freien stehen, ohne den Benzindehältcr abzustcuen. Tas Benzin slos; aus dein befetten Kasten und verursachte gegen i Uhr die. Explosion. Die nähere Umgelnrng wurde aus ooUnglück aufmerksam, in den weiter entfern!en Stadtteilen gewahrte mau nichts davon. Der explodierte Wagen nun; gegen die geschlossene Halle geschleudert worden sein itnb so die Kalasi. ophe hcroei- geführt haben.
’ Wie das Benzin zur Entzündung gekommen ist, weiß man nicht. Es wird nernmtet, das; vielleicht ein Funke von der Eisenbahn die Ursache war. Aus alle Falle war es eine Fahr lässig teil, daß das Auto uichl in die Garage gebracht worden war. Der Ehaufseur ist verhafiei und bereits vernommen worden.
Heute morgen gegen -1 Uhr entstand in der an der Frantsurter Straße, dicht a m B a h n l ö r p e r d er M a i n "4ß c f e r b n h n gelegenen Aulogarage des "Apoj thelers H a h n eine gewaltige B e n z i n e x p l o s i o ii, die von verheerender Wirt ri n g mar: 7 w ertvollc
Wöctzeml. Ueversichk öcrCoöcLMe L s.sravt Sietzen.
25. Woche. Von, 12. bis 18. Func 1910.
21 nul: Dm ui jtiuuimern genouu Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betretenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen aebrnebte Kranke kommen.
in Zgetzlar geborenen, 1837 verstorbenen Malers Hehuemann nufaujen. Ein weiterer "Antrag bezweckt eine Vci> vielfältigung des Situationsplanes der Burg, um damit, den Wünsche» der Besucher gerecht zu werden. Von den 500 Warf, die rin Freund der Burg gespendet hat, sollen 300 Mark zur Herstellung der Hälfte des alten Burgweges Verwendung finden (die Herstellung des ganzen Weges erfordert eine "Ausgabe von 000 Ml. !. Es besteht die Absicht, die, Funde vom Gleiberg, die silb im Besitz des Museums in Gießen befinden, in der Burg, selbst ansznstellen. Hierzu bemerkt der Konservator des Museums, Dr. Kramer, die Funde seien Eigentum des Geschichtsvereins, ihm persönlich sei aber der Gebaute sehr siMpctt bisch, die Funde auf der Burg auszustellen. Lehrer Loch au Gleiberg teilte mit, daß die Gemeinde Gleiberg noch im Besitz von Lanzen aus dein Fahre 1818 fei, die am besten ebenfalls ihren Platz auf tx;r Burg erhalten würden. Ter Voranschlag für 1910/11 schließt mit 301B,l'i Ml. ab. Auf "Antrag des Verstandes wird dann Pro vinzialdireltor Dr. Breidert in Anerkennung seiner Ver^ tienfte nm die Burg Gleiberg die E h r e u m i t g l i e d | ch a f t
erstattete den Jahresbericht und machte über die Geschenke, die dem Gnlenbergmuseum worden. Auch er gedachte des Todes des Prä« Dr. Falk, an beffen Bahre der Ausschuß einen
Verantworllich für den politischen Teil i. 23.: R- Lange.
Aach ruf. Zu Ehren an den Verstorbenen erhoben sich die Versammelten von ihren Plätzen. Ter Vorsitzende bedauerte den zunehmenden Abgang von Mitgliedern, der nicht durch Zugang ersetzt werde. Tie erste Begeisterung sei allerdings verraucht, er hoffe aber, daß die vorhandenen Mitglieder umsomehr zusammenhielteu, um die (siele, der (Gesellschaft und and) neue Mitglieder zu werben. - - Prof.
t u n ff. Von dem braunen Voll, das gegenwärtig im Z o o- I o g i f d) e n Gar t e n fein ergötzliches Wesen treibt, hum man mancherlei lernen. ■ Dazu gehört u. a. die Juberei- 1111111 der Speisen, und unsere Frauen werfen neidische Blicke ans die samoanischen Evastöchter, wenn sie sehen, daß diese sid) damit gar nicht abzuplagen brauchen. Da gibt es feine angebrannten Stippen junger Hausfrauen, wie sie bei uns natürlich nur in den „Fliegenden Bläl lern" — byrtomnten, feine darüber unwirsd;en Männer, denn diese selbst besorgen die Müdjc und sie müssen es recht gut machen, denn es sind mir zufriedene Blicke, die man ans den schönen samoanischen Franenaugen aus die einfache Milche gerichtet sieht, die am Ufer des Weihers im Zoologischen Girrten errichtet worden ist. Auf lodern dem Hvlziener Jeheu dort die Töpfe, deren Filpalt das Mittagsmahl und später bciv Abendessen bildet, daneben Pjaunen, in denen, Fische Prozent und dabei die Inifügen s.ViännergeTtalteil, die in sorgsamer Ruhe, ihre melodischen Weisen singend oder |idi in ihrer volalreichen Sprache irnlerhallend, bald fdiiircn, bald rühren und Zutaten in die Töpfe tun. El» lebhafteres Bild bietet die Zubereitung eines ganzen Schweines, wie sie zeitweise veranstaltet wird.
Mranz niedergelegt habe. Schmerzlich empfinde man den Austritt der Bnd)driickervereinigungen und der Buch' drnckereibesttzer ans der Gesellschaft. Mommerzienrat Scholz erstattete den Kassenbericht. Tie Einnahmen und Ausgaben,betrugen 11 881,46 M1, das Vermögen beträgt 19778,7-1 M., an Mitglieder bei trägen sind 4890 Ml'.
Wahrheit in feilten Erzählungen gesagt und fr irrte bann mehr zurück, denn sonst hätte er den OffizicrSrock auszichen müssen. . m
Danrit ist, wie der Vorsitzende jcjincllt, die Beweis- ausuahme im wesentlichen erledigt, es find nur noch bic S a ck)ve r st a istdi g en zu hören. Mcdizinalrat Dr. P uppe iMönigSberg, äußert fick über bic Art der Schußperletzimg und die Frage, ob Herr v. Schönebeck etwa int Bett erschossen worden, fciu könnte, fit ad) eingehenden Darlegungen kommt der Sach- verständige zu dem Sdilus,: Der Verstorbene erhielt b:it Schuf; als er staub, unb zwar in einer Entfernung von einem halben Meter, bi? Lage bei- Leiche entspricht den "Angaben des Herrn, v Gäben, von einem Erfchießeu im Belt kann leine Rebe sein.
Gerichtsarzt Dr. Strauch (Berlin) hat die Angeklagte nach ihrer Einliesermig in bas Eharloltcnburgei Gefängnis untersucht, als sie nach der Rückkehr von bet Hochzeitsreise mit Herrn Weber wieder verhaftet worden war. Er hat bic Angeklagte da nials nicht für haftfähig gehalten. Der Bert. R. A. Bahn bemerkt, bau bas Lberlanbcsgericht Königsberg darauf bic Haftentlassung beschlossen habe. Der Vorsitzende stellt richtig, daß nur beschlossen wurde, die "Angeklagte gegen Stellung einer Stau lioit mit der Haft zu vcxschoucu. - Hieraus wird bic wertere Verhandlung auf Montag vormittag 9( > Uhr vertagt.
gegangen. Ter Voranschlag wurde gulgeheißen und dem ncosierer Entlastung erteilt. An Stelle des Freiherrn von S; o m bergt wurde Provinzialdirektor okiieiuicrat
B reib e r i in den Ausschuß gewählt. - Ter Eustos an der
A u t o m o b i l c, von denen sechs hier anwesenden Kurgästen gehörten, verbrannten vollständig, nur die zusammen- gefallenen Gerippe sind als traurige Reste geblieben, ebenso die Halle; die angrenzenden Bureauräume wurden stark beschädigt und konnten durch die rasch zur BrandsteUe geeilte Feuerwehr nur noch teilweise gerettet werden. Menschenleben sind zum Glück nicht beschädigt worden.; nur ein im Nebenraum schlafender Ehausfeur erlitt leichte Ver- Die Besitzer der Autos sollen Der Sd)adeu beträgt 140 000
sich eine Ehrung der drei Mitglieder, die 25 Fahre dem Verbände angeböfen. Zum Schluß erfolgten Glückwünsche vom (Skuiootfianbc und den Bezirtsverbänden Mainz, Osfeu- bach, Gießen, Franksnrl, Wiesbaden, Mannheim, Ludwigs- Hasen, Heidelberg -e. Namens bcB PrinzipalvereinL bc6 Allgemeinen benlschen BnchbructervereinS sprach Biichbruckerei- besitzer Pfeiffer, BczirkSvorsitzenber beS BezittS Darmslabl Glückwünsche auS. Dem Festakt folgte am ^iachmittag ein Gartentonzert im Saalbau.
(I. Ma inz, 26. 3n ni. Die Gutenberg Gesell schäft hielt heute im Stadthaus unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Dr. Gölte! m a n n ihre Bi i I gliederversa m m I >> n g ab. Der Vorsitzende widmete dem verstorbenen, hochocrbicmcn Ausschuftmitglied, Prälat Dr. Falt, der Mitbegründer der GejeUschast war, einen
Generalversaiiimlimg öes ©ieibergvereins.
tl). Gießen, 27. 3 uni.
Als stellvertretender Vorsitzender cröinieie Geh. Fustizrat Dr. Schmidt die aut Samstag auf dem Gleiberg tagende, gut besuchte Versammlung, er begrüßte bic. Mitglieder bc :■ Vereins, bei anders aber auch bcu Vertreter der AusficHtsbeHürde, Land- rat Dr. Sartorius Wetzlar, bic Mitglieder des Streisansschufscs des Kreises "Wetzlar, sowie bie Vertreter des Streife-S und der Stabt Gießen, und erstattete bann bcu Geschäftsbericht. Danach 3ohlt bei Verein 141 ordentliche und < außerordentliche Mit g lieber. An freiwilligen Beiträgen gaben ber beflijche Staat 300 Mk., die Streife Gießen und Wetzlär ic 200 Ml., bie Stadt Gießen 100 Mk., der prcutziscbe 5taut und bic Rheinproviuz je 300 Mk., ein nicht genannt fein wollender Freund der Burg .700 Mk. (Geheimrat Dr. Schmidt bemerkt, baß dieses Gefchenk im Fannar an bcu Verein gelangt fei und. derselbe Geber für das neue Rechnungsjahr weitere .'>0 0 M k. gespendet habe, mit bc.in Anträge, damit den alten Burgweg einer gründlichen Befserung unlccziehen zu wollen'. Fu der voriährigen General vcriammlung wurden durch eine Sammlung 80 Mk. zur Einrahmung bc-t von Maler Wille Düsseldorf gefcheulten Gleiberg GcinäldeS vereinnahmt. Ferner gingen ein: Anteile von bici Mitgliedern 60 '.Vif., Mitglieberbeiträge 457 "AVI., "Abgabe des BnrgwirtS NicbcrgaU 600 Mk., Fnhalt der Büchse für bcu. I Bamonds 1.51 Mk., fo daß mit einem Rest ans dem Vorjahr der Verein über 8521 Mk. Einnahme verfügen konnte. Davon waren zu leisten 4-76.01 Mk. Hupolhclen-iufen, 118.38 Ml. Ge fdiäftSunkosten, für Bauten, Mobilien, Versicherung und Steuern 2146.83 Mk., Abtrag auf die Hypothek 110 Mk., ansgclichcm: Mdpifalicn l.i)l Mk., in daß die Ausgabe im ganzen 3!.>:>.23 '.Viarl ausmacht und ein llcbcrfdmü von 367.77 Mk. verbleib!. Tte Rechnung wurde geprüft unb dem Rechner, Krciskassercchner Maiib, mit dem Dank für feine Mühewaltung Entlastung erteilt. Geheimrat Dr. Schmidt verweist darauf, daß der Verein im vergangenen Fahr burd- bie Versetzung seines 1. Vvrjitzcnben, des Provinzialdirekt. Gelicimerats Tr. Breidert einen empfindlichen Verlust erlitten Iwt. Ter Verein schulde Gcheiinerat Tr. Breibcrk für icmc unerniüblichc Tätigkeit großen Dank. "Auch tH'i- Fort gang bes VvrstandSNiilglicbes Proieffor Tr. Sauer nach ■fiel ist ein Verlust für den Verein gewesen. Zn dein Voranschlag Nir bas neue Geschäftsjahr hem er El Geheimrat Dr. Schmidt, der hessische Staat habe bei der letzten Anwendung erklärt, baß er für bic Folge seinen Beitrag an den Verein nicht mehr teilten wolle. Ter Vorstand hat es deshalb unterlassen, in diesem Fache beim Ministerium um die Gewährung, einer Beihilfe einzukommen, er habe dies umso lieber unterlassen, als man glaube, auch ohne diese 300 Mk. auskommen zu können. Für 1910/11 flehen dem Verein noch ic 5(K> Mk. vom preußischen Crtaal und der Rbeinprovinz, allerdings and) das lebte "AU al, zur Verfügung Tiefe Beträge muffen zu "Arbeiten für bic Sicherung des Bestandes der Ruine verwendet werden. Es find bann für bic Sictx'inng der Mancrrefte 10 000 Mk. verausgabt und bierzu etwa 1 z ans Mitteln des Vereins beigesteuert worben. Tce "Arbeiten an der Ruine werben im Eomnicubcn Jahre zu t'nhc geführt sein unb bitten uns bic Gewähr, daß das Wahr zcicl'cu unserer Gegend fommciibcn Geschlechtern überliefert wer den kann. Ter letzte Sturm hat glücklich.e Weife am Dach werk des Raffaurrbaucs nur wenig schaden altgerichtet, dagegen ist der alte Birnbaum auf dem Burghof dem Sturme 5um Cofer gefallen. Der Vorstand Dai beschloßen, für E- atz zu sorgen und and*, sonst an passenden Stellen Bäume anzupflanzen Ferner will her Vorstand eine alte Tuschzeichnnng der Burg des
Der ANenstemer Mordprozetz.
-A11 c it ft e iji, 25. Juni.
Fe mehr die Verhandlung fortschreitet, bestg in ehr scheint sich bic Angeklagte zu erholen, zu Beginn der heitttgen Sitzung sieht sie fein' wohl aus. Es Wird die Zeugin "V c u g e b a u e r. nochmals aujgcrufcu, mit der Herr v. Gäben ein perverses Verhältnis uii- idhaltcit haben soll, und ihr vorgchaitcn, das; sie in der Hedcmauii- stiaße in Berlin zusammen mit einer bekannten Berliner Kupplerin eine Wohnung gemietet haben soll, in der ein „Pensionat für Herren" eingerichtet werben sollte.
Ter Fournalift Paul Schwebe r «Berlin' bekundet, daß er jener Wohnung gegewiber wohnte. Die ")iad)bcrfd)aft habe sich über das Treiben aufgchalteu unb die Wöpiiungsinhaverinnen feien schließlich exmittiert worden, und zwar unter ziemliche". Skandcüfzeucn. Die Zeugin Neugebauer bekundet, daß fie von
Hofrichlers Bcrurteiluug.
Wien, 25.-Juni. Tas Urteil gegen Lberleulnant Hofrichtet' wurde um 5 Uhr nachmittags verkündrl. Es lautet, wie wir schon mittcilen konnten, auf Kassierung unb zwanzig Jahre verschärften schweren Kerkers.
Nach Mitteilung des Reichskriegsmiuisteriums über das gegen H 0 frichtcr gefällte Urteil hat Hoirichler das am 27. "April vor dem Unlersuchnngsgcricht freiwillig abgelegte volle Eingeständnis in zwei späteren Verhören ausrccht erhalten. Er hat unter anderem ausdrücklich angegeben, daß er, um in den General stab übernommen zu werden, bic Vorbermäuner vergiften wollte unb zu diesem Zweck bic Giftsendungeu selbst expedierte. Dieses EfeständniS, heißt es in ber Mitteilung bes Reichs Slriegs- 111 inifli'riiim‘3, deckt fich bezüglich bes Motios der Tal und aller die Verübung üctrcffcnbeu Umstände im wesentlichen mit den Ergebnissen der llntei'f‘ud;iing und der ba.vnnf gestützten Annahmen des Gerichts. Die Provenienz des Giftes nidUe Höflich ter buid) bie Angabe zu erklären, er habe es vor Fahren von feinem in-wifchen verstorbenen Vater zu photographischen Zivccken erhalten und seither in gut verkorkten Fläfchdu'n ausbewahrt. Die Gerichtschemiker bestätigten, daß das Gitt bet sorgfältiger Verwahrung seine tatsächliche Wirkung durch die Fahre nicht ver^ liere. Das Geständnis Hofrichters konnte jedoch gemäß der Mili- tärftrafprozeßordnung dem Urteil formell nicht zugrunde gelegt werben, weil er es am 9. Mai widerrufen hatte, wenngleich ohne 'Jlitgabc von solchen Gründen bie Ablegung bc-5 falschen GestäubNlfscs erklärt ober bcu Widerruf glaubhaft gemacht hätten. Zufolge bes Widerrufs konnte Hofrichter zur Todes oder lebens- länglicher Kerkersttafc nicht vernrleilt werden. Die Pfhchiatcr haben ein Gutachten dahin abgegeben, baß ber Beschuldigte weder jetzt geisteskrank, noch es zur Zeit ber begangenen Tat war, und baß er trotz vorhandener pshchopatifcher Minderwertigkeit straf- rechtlicki vollkommen zurechsuungsfäliiq ist. Fiifolgcbeffen mar die Tatsache unb der Inhalt des Geständnisses Hofrichters int Zu- fammenhange mit den gegen ihn sonst erhobenen, an sich überaus schwerwiegenden, bereits vielfach erörterten Pcibachtsgrünben geeignet, bie Richter von feiner Schuld zu übertrugen, dies umsomehr, als die Nachsorsctiungeu über die vielfachen, auf andere Personen hinweisenden Vlnzeid;eii unb Svureu durch die Polizei und das Gerickü zwar sorgfältig erwogen wurden, jedoch eilt vollkommen negatives Resultat ergeben haben. HofrMer wirb zur Verbüßung der 20jährigen St eifer st rase einer Mit i t d r st r a t a n st a I t übergeben.
Wien, 26. 3uni. xi 0 f r i cb t c r empfing heute vormittag, ben Besuch seiner F ran und seiner ^djWcfter. Das Bei- fauimciifcin, das in (Gegenwart von Gcrichtsvcrfonen stattfand, dauerte brcinicrtcl Stunden, Hosrichtcr bat beide Flauen, ihn nicht im Stiche zu lassen.
Lpielplan 6er vereinigten Srantfurtcr Stadtthcater.
§chauspiclhan§.
•Dionlag*): „Bürgerlich und romantisch." TienStag: „Der Raub der Sabineiünneii." '.Vhttivod): „Bürgerlich unb romantisch." Tonnerstag, abends 71/, Uhr: „Das Konzert." Freitag, abends 7'/, Uhr: ' „Der dunkle Pnnlt." Samstag: „Der Richter von Zamncea." Sonntag: „Ter Richter von Zalamca." Bkontag: „Buridans Esel." DcenSmg: „Bnrgerliec) und romanlisch." Mill- woch: „Der Richter von Zalamea." Tonnorsmg, abends 7'/, Uhrü „Tas 6tonzerl." Freitag, abends Uhr: „Ter Raub bet eablnctinnen."
im Werte von 48 000 Mark
Eme vcn)iurxp!os!on in Vad-Nauhelm
0 Bad - dlauhei m , 26.
Höchste Temperatur am 25.
Niedrigste „ , 25.
Niederschlag: — 3,7 mm. -
Siof- und Staatsbibliothek in München, Dr. .Karl. S ck) ölten- lo her, hielt 511111 Schlnsse der Versammlung einen interessanten Vortrag über die liturgischen Trnckdenlmäler in ihrer Blütezeit.
-th. Wetzlar, 26. Juni. Ter HanbelSmaun Karl Blech unb der Nlaurer Will). Ottweiler, beide hier wohr'- hnft, wurden unter dem Verdacht der Münzfälschung in Haft genommen. Bei den Verhafteten wurden falsche Zwei- uiaikslücke gefmibeu unb dem Blech ist nachgewiesen, daß er solche Stücke verausgabt hat.
Mark. Ein sl'raftwagen
war ganz neu an geschafft und erst seit 10 Tagen int Gebrauch. Im Laufe des Tages war die UnglückSstelle, die ein Bild trostloser Verwüstung bietet, fortwährend von Hunderten von Menschen umstellt, bic aus der ganzen Umgebung herbeigeeilt waren. Tas hiesige Amtsgericht und bic. Gießener Staatsanwaltschaft (Oberstaatsanwalt Lang) haben den Tatbestand bereits aufgenommen. Die Frage, wie die Explosion entstanden ist, ist bis jetzt noch nicht beantwortet. Ob bic Ursache des Unglücks überhaupt ganz aufgeklärt wird, ist nod; ungewiß. Möglicherweise trägt Fahrläs|igkeit die indirekte Ursadie. Jedenfalls steht das folgende fest: Gegen 1 Uhr früh Iain eins der Autonsobile von Gießen hier nn. Das Fahrzeug hatte schon unterwegs
<4 Ö O -Auto-Klnörj Riviera Q Aero-Klob 1 Erbprliff-O Da*O Waldeck
Türk. Tabak- & Clgaretten-FabrHi^Klos" o E. Robert Böhme, Dresden.
Xiejeranf der französischen Cabak-Regk.
Einwohnerzahl: angenommen zu 31.8UU cinki.
Sterblicbkeiiszisjei: 29,12 nach Abzug von 12 Ortsfremden:
Kr ü 0 c r hat bie Angeklagte in den ersten Lagen bpö Iänuar 1908 in ihrer Zelle gcichcn. Sie machte einen ganz gebrochenen Eindriicl. Daher habe er auch das Verlangen der Verteidigung noch einer Konfrontation der Angeklagten mit Herrn v.^Gäben abgelehnt. Seine Gründe feien von dem Sanilätsiat Dr. Stolten - hott gebilligt worben. Bezüglicb des Herrn v. Gäben hätten die militärifdieii Untersuchungsführer bicfclbcn Bedenken gehabt. Zeuge W cida.Jriiljcr Tragoncr in Allcnstein, jetzt Fabrikarbeiter in i'ijcn, war Stubeuburjche bei Major v. Schönebeck. Er bc - Uuibet, daß c- mitunter Streit zwisdwn den Eheleuten wegen des Essens gab. Tie Fran habe einmal gesagt: Wenn es dir nicht schmeckt/ kannst du ins Kasino geben. Rach seiner Entlastung aus den Diensten des Majors, die wegen Vernachlässigung feiner Pttichten erfolgte, hat der Zeuge Redensarten in der Ma ferne hören lassen, daß du- igeklagtr sich im allen möglichen Leuten abgegeben hohe, ein Bursche hak sich an ihr 750 Mk. verdient. Der1 Zeuge erklärt, daß diese Behauptung itidn wahr sei.
Die "Aus wär ter in ".'l 0 w a c 5 h 11 hat. ntchrrad) bemerkt, daß ein Tasckrcistnch aut Sästafstubenfcustcr der Angeklagten hing, es ist ihr das aber nicht besonders ausgefallen.
Die Waschfrau Sochaczewski hat zwei Jahre lang für die "Angeklagte gearbeitet; sic schildert bereit Verhalten als ein- wandsfrei.
Frau Oberförster v. Schütze hat mit der Angeklagten, zusammen die Schule besucht unb sie bann später in Aneustem wiedergeti offen. Flir Mann habe den Maior v. Schönebeck sehr hodi geschätzt und m ihm einen guten Freund verloren. Er war ein nobler und anständiger Eharalter Frau v. Schönebeck habe sic nur wenig gesehen, diese habe sich dann immer sehr liebens.- würdig gezeigt
Hauptmann v. Hafsken > Erfurts der die Erciguifse des Bureukricges ]ür den großen General stab bearbeitete, bekundet, daß Herr v. Gäben ihm Miiteiliingen gemacht habe, aus denen er (Utnchmcii mußte, v. Göden habe fpczielt an dem Gefecht am Spionskop perfonlich te.ilgciwmmen. .Er könne fich das nur so erklären, daß v. Goben Erzäbttcugcn der Genera le Botha und Burger für eigene ausgab. Materiell waren bic Mitteilungen, aber richtig, 10 daß ber General stab teilte Unrichtigkeiten ver» öffcntlichl h\U. v. Göden habe vielleicht einmal eine kleine Un>
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