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Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Odenhaufen während der Ämtsslunden zur Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen und sind verschlossen, poltfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag den 29. Oktober 1910 vorm. 10l/, Uhr bei Gcoßh. Bürger- meisterel Odenhausen einzureichen, auf deren Amtszimmer die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter stattsindet. Zuschlagsfrist 3 Wochen. bm/10
Gießen, den 20. Oktober 1910.
Großh. Luiturin speltion Gießen.
H. Steinbach.
Bekanntmachung.
Betr. : Die Offenlegung des Grundbuchs und der Parzellenkarten der Gemarkung Daubringen (Kreis Gießen).
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das auf Grund der Feldbereinigung neuerrichtete Grundbuch der Gemarkung Daubringen nebst den dazu gehörigen Parzellenkarten in dem Amtszimmer des Groß- herzogl. Ortsgerichtsvorstehers und Bürgermeisters von Daubringen ossengeleat worden ist. Die Beteiligten sind befugt, das Grundbuch während der Zeit der Offenlegung in diesem Lokal einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großh. Bürgermeister und Ortsgerichtsvorsteher zu Daubringen Grundbuäjscmszüge (Geschosse) zu verlangen. Auch werden sie durch den Genannten auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen denjenigen, die sich bei den Angaben des Grundbuchs rückjichtlich des Besitzstandes und der Größenangaben für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem Wege bei dem Großh. Bürgermeister und Ortsgerichtsvor- steher zu Daubringen, vor den sie chre etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen, und insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitz- streitig teilen zuständigen Gericht geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß letzteres geschehen, binnen eben dieser Frist die Anzeige zu machen. Die Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Bescher eine Besitzklage angestellt hatten.
Nach Ablauf dieser Frist wird der Besch, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Person der Besitzer und die Größenangaben in aller: den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Bürgermeister und Ortsgerichtsvorsteher zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben, und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneter: Gerichte zur Anzeige aebracht worden ist.
Zugleich werden alle diejenigen, welche die in Gemäßheit des Artikel 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 betreffend die Erwerbung des Grundeigentums usw. beigefügten Erwerbtitel berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gericht zu stellen, und wenn dieses ein anderes als das unterzeichnete ist, bei diesem Anzeige zu machen. Die unerstreckiiche Frist von sechs Monaten geht mit dem ersten Mai 1911 zu Ende.
Gießen, den 18. Oktober 1910. B25/io
Großherzogl. Amtsgericht.
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