Bald darauf verschwand auch dieser zweite Ballon in den Wolken. Die Ballons, die mindestens eirtP nnh Fmrhiintia I
erhältlich
Auergesellschaft, Berlin 0.17
eigentum gehalten habe, nicht widerlegt werden konnte und sich schon aus diesem Grunde erübrigte, die weitere Frage zu erörtern, ob diese Notizbücher als Urkunden im Sinne des § 274 3..1 St. G. B. anzusehen seien. Beinerkt sei ichließlich noch, daß der im Vorstehenden wiedergegebene wesentliche Inhalt der Entscheidungsgründe in der Sitzung sofort nach der Verlesung des Urteilstenors mündlich durch den Vorsitzenden bekannt gegeben worden ist." Die Zuschrift schließt mit der Bemerkung, daß das „Eingesandt" in Nr. 248 unseres Blattes durch die vorstehende Berichtigung von selbst seine Erledigung findet, weil cs auf falscher Information beruhe.
Wolken. Die Ballons, die mindestens eine und höchstens drei Stunden m der Luft bleiben sollten, landeten beide nn Hunsrück, während die Automobile auf der Suche nach ihnen umherirrten. Der Ballon „Coblenz" ging unfern von Boppard und der Ballon „Mainz-Wiesbaden" ging bei Ob er wesel nieder. Die kriegsmäßige Verfolqunq der beiden Ballons bedeutet also für die Verfolger einen Mißerfolg, der bei derartigen Unternehmungen aber wohl des öfteren, wenn nicht gar meistens zu erwarten sein dürfte
St. Louis, 24. Okt. Ein von den Insassen des «Ballons „America" unterzeichneter Bericht ist heute in Thompsonvfllle in Michigan ein g e tr o f s e n. Die Luftschiffer geben an, daß sie diesen Ort am Dienstag vormittag 8 Uhr passiert hätten. Der Postmeister von Maple City der Grand Rapids' Evening Preß teilte mit, er habe die „America" über Maple City dahinfliegen sehen; man habe den Namen des Ballons lesen können, der die Richtung über den Michigansee nach Good Harbour eingeschlagen habe.
Das österreichische Militärschiff „Parseval"
Budapest, 24. Okt. Das Militärluftschiff „Parseval", das gestern von seiner Halle in Wien. Fisch am end aufgeftiegen war, und wegen schlechten Wetters bei Raab hatte niedergehen müssen, setzte heule um 1 Uhr seine Fahrt fort. Es wurde um öi.V Uhr in Budapest gesichtet. Um ?i/2 Uhr konnte es auf dem Rakoser Flugfeld, das ihm durch Feuerzeichen als Landungsplew kenntlich gemacht worden war, glatt niedergehen. Die In- assen waren Hauptmann Hoffori, Oberleutnant Frhr. o. Berlepsch, Oberleutnant Masbarth und ein Korporal. Das Luftschifs soll morgen vormittag die Rückreise nach Wien antreten.
Czwrnowitz, 24. Ort. Der Prager Flieger Kasner stürzte nach einem schönen Fluge jäh ab und blieb chwer verletzt liegen. Der Apparat wurde voll- tandrg zertrümmert.
Lustschisfahtt.
Kriegs ni äßige Ballonjagd.
Sport.
— Fußball. Tie Spiele um die M e i st e r s ch a f t det W e st d e u ts cb e n S p r e l v e r b a n d e s haben seil 14 Tasten auch m dem hiesigen Bezirk begonnen. An der Spitze steht zurzeit Siegen, das gegen die Gießener Vereine überraschend hoch, gewinnen konnle, und zwar gegeil den Verein für Bewegungsspiele mit 8:2 Toren und gegen den Ballspielklub mit 11:0 Toren. Am vergangenen Sonntag konnte außerdein noch Marburg geger i Wetzlar mit 8:2 Toren gewinnen. — Im Privatspiel rräien sich aiis dein Sportplatz an der Hardl die 3. Mcmnschaü des Gießener Sportvereins von 1900 und die 2. Mannschan des Gießener Spori- Vereins Merkur, wobei letztere mit 4:1 Toren die Oberhand behielt.
DetiiKidites«
* Die Briefmarkenheftchen der Reichs- )o st sollen endlich nach überlangen Vorbereitungen am 1. November zur Ausgabe gelangen. Zweifellos werden ie auch einem „tiefgefühlten" Bedürfnis entsprechen. Bei dem gesteigerten Briefverkehr hat wohl jeder den Wunsch, einige Briefmarken vorrätig zu halten. Außer den großen Geschäften und Instituten, bei denen eigene Beamte mit ber Berwaltung der Portokasse betraut werden, pflegen gewöhnliche Sterbliche ihren Vorrat an Briefmarken Dci tö) au trägem Und wo werden die Marken aufbcwahrt? Meistens in der Westentasche, im Portemonnaie oder im Notizbuch. Das smd aber für diesen Zweck sehr ungeeignete Orte, denn wenn man eine Briefmarke sucht, dann finde: man sie entweder nicht mehr wieder, oder sie kommt ver- k?umelt, zerknittert oder zerfetzt zum Vorschein. Man arger:
£ann über ute eigene Unachtsamkeit, schämt sich, die ..carke m fo.ehern Qufhinhp nnrfi zu verwenden, und wirft
** Di e Leberwurst. Eine große, schöne, dicke Leberwurst von so würzigem Geruch, die auf dem Ladentisch eines Metzgers lag, hatte es dieser Tage einem Ehemann in einem kleinen oberhessischen Städtchen angetan. Leberwurst, das war seine schwache Seite; und auch noch die da, ach die muß delikat sein. — Er kaufte sie und eilends gings nun heim. Sein Weibchen ließ, als sie ihn sah, vor Freude die Wickelschnur fallen, «an der sie gerade gestrickt, und wie er nun die Wurst auspackt, da fällt sie ihm um den Hals. „Ach du guter, süßer Mann!" — und schwupp hat er einen dicken Zkuß. Rasch eilt sie mit der Leberwurst in die Küche und birgt sie in der tiefsten Tiefe des Küchen- schrankes. Die darf vor dem Nachtessen nicht angeschnitten werden. Rasch den Küchenschrank zu, denn eben hört sie ihren Mann über den Gang kommen. Er w^ilt so gern bei ihr, wenn sie in der Küche hantiert und es ist auch so mollig warm da. — Jetzt sitzt baS Männchen am Küchen- risch unb stubiert seine Zeitung. 'Eilig springt sie noch in ben Keller, um einige Kartoffeln und sonst noch verschiebenes zu holen. — Wie es so ruhig in der Küche ist. Nur das Schnurren des Kätzchens, bas an seinen Beinen sich streicht, hört man. Doch horch J Da knabberts hinter dem Küchen- Ichrank, nein, es ist sogar im Küchenschrank brüt, ein Mäuschen. Wart, dich muß doch! Sachte öffnet er die Schranktür. Bswswst, Minta komm, zißzißziß; und Min.a, das Kätzchen, scheint auch schon das Mäuschen gemerkt zu haben, denn sie ließ sich ohne Widerstreben durch die wenig geöffnete Tür in den Schrank heben. — Wieder absolute Ruhe. Minka scheint auf der Lauer zu liegen, man hört nichts mehr von ihr. — Nun kommt das Weibchen zurück und erzählt, ach so viel Wichtiges und Unwichtiges, was sich am Tage alles zugetragen hat, daß er seine Zeitung, das Mäuschen, die Minka und alles um sich her vergißt. Darüber war das Nachtessen fertig geworden. Säuberlich gedeckt ist der Küchentisch. Es wird nämlich in der Küche gegessen. Es ist da so gemütlich und warm. So, jetzt ist alles angerichtet bis auf die Wurst. Das Frauchen öffnet den Küchenschrank. Da kommt ihr ein kugelrundes haariges Dina entgegenrollt — die Minka. — Ach' Ein schrei, beinah Ohnmacht. Er fängt sie in seinen Armen auf. „Sta) Mann — die Katz — die Wurst — da im Schrank!" Bleich wird jetzt auch er. „Die Wurst, ja war denn die da im Kuchenschrank drin?" — Sie ist fort Nicht einmal ein ^chnippclchen mehr ist da. Minta ist kugelrund und leckt ,ich behaglich schnurrend das Mäulchen. Starr blickt das Ehepaar sich an. Man ißt stillschweigend die Gerösteten — Da horch, es knappert im Küchenschrank. Das Mäuschen ist noch da. '
! Mainz, 24. Okt Eine kriegsmäßige Baklonjagd wurde gestern veranstaltet. Die beiden Ballons „Coblenz" und „Mainz-Wiesbaden" hatten die Aufgabe, bei ihrem Fluge Brieftaubenmeldungen zurückgelangen zu lassen und nach Passieren der im Umkreise von 10 Kilometer außerhalb angenommenen Zernierutigslinie Leute und Depeschen abzusetzen. Bei den dadurch bedingten Landungen sollten dann die verfolgenden Automobile die Ballons abfangen Der Balkon „Mainz-Wiesbaden" (Führer Oberleutnant Moeschke Jnf.-Reg. 117) stieg kurz nach 10 Uhr auf, gab jofort tüchtig Ballaft ab unb fuhr in der Richtung auf Biebrich, Schierstein davon. Er blieb bis Fechenheim in Sicht der verfolgenden Automobile, verschwand aber dann in den Wolken, wodurch jede Verfolgung unmöq lrch wurde. Der Ballon „Coblenz" (Führer Oberleutnant v. Holbach Drag.Reg. 6) erhob sich eine halbe Stunde später und nahm ebenfalls die Richtung nach dem Rheingau In Mederwalluf verfing sich das Schleppseil zweimal ui Telegraphendrähten, löste sich jedoch wieder. Außerdem wurde em Schornstein von der Gondel weggerissen
daß das Papier, auf J>er sic geschrieben worden waren, aus vrivateu Mitteln des Angeklagten angeschafft worden sei unb daß man sich deshalb für berechtigt gehalten habe, sic zu vernichten. Der^Angeklagte l)at vielmehr ausdrücklich zugegeben, daß er die in Frage stehenden Reiseberichte in der Absicht, sich aus ihnen Hotcladressen für sein neu zu gründendes Geschäft zu notieren, mit nach Lause genommen und sie dann in der Erregung über das Gebühren seines Kompagnons, in einer plötzlichen Zornesauf- wallung, vernichtet habe, damit letzterer „nichts Schriftliches mehr von ihm besitzen" solle. Daß er sich hierzu für berechtigt gehalten habe, hat der Angeklagte niemals behauptet, sondern er hat nur bestrstlen, daß er die Vernichtung der Reiseberichte in der Zlbsicht vorgenommen habe, dadurch seinen Kompagnon Nachteile zuzu- iügen, denn der Inhalt dieser Reiseberichte sei für diesen nicht inehr von Bedeutung gewesen. Nach der Vernehmung der Zeugen und der Anhörung von fünf Sachverständigen sowie nach 5)in- weisung des Angeklagten auf die Veränderung des rechtlichen Gesichtspunktes (§ 264 St. P. O.) hat das Gericht in objektiver Hinsicht festgestellt, daß es sich bei den Reiseberichten allerdings um Urkunden im Sinne des § 274 Z. 1 St. G. B. handele, deren Inhalt für die Firma von erheblichem Interesse sei, daß aber unter den obwaltenden Umständen die Schädigungsabsicht des Angeklagten bei ihrer Vernichtung nicht einwandfrei nachgewiesen sei. Es verurteilte demgemäß den Angeklagten nicht aus § 274 St. G. B., sondern wegen Uuterschlagmig aus § 246 St. G. B., weil festgestellt war, daß der Angeklagte fremde bewegliche Sachen, nämlich Reiseberichte, die in seinem Besitz und Gewahrsam waren, von denen er aber gewußt hat, daß sie im Miteigentum seines Kompagnons standen, sich angeeignet hat, um über sie wie ein Alleineigentümer zu verfügen. Die Kommissions- und OLotiz- bücher hat das Gericht bei der Bejahung der Schuldfrage ausdrücklich um deswillen völlig ausgeschieden, weil bei den Kommissions- büchern der Beweis, daß der Angeklagte nicht alle Kommissionsbücher abgeliefert habe, nick)t erbracht worden war und weil, soweit es sich um 91otiz- oder Schmierbücher handelte, die Behauptung des Angeklagten, daß er sie für fein alleiniges Privat
regelmäßigen Wochenmarktverkehr zustande zu bringen. Die Arbeiten sollen alsbald in Angriff genommen werden. — Gleichfalls angenommen wurde 5er vorgelegte Entwurf einer Ortssatzung über die Einrichtung einer st äd tisch en M üll» ab fuhr, deren Einführung einem dringenden Bedürfnis entspricht. — Weiter wurde der Erlaß einer neuen Fried- hofsordüung beschlossen, da die gegenwärtige Fried- Hofsordnung aus dem Jahre 1874 stammt, gänzlich veraltet und unzureichend ist. — Mit dem Neubau der 12klassigen Volk s schule, die Schülerbad, Kochküchenanlage und eilt Volksbad enthalten wird, soll im Frühjahr begonnen werden.
x Von der oberen Nidda, 23. Okt. Angesichts der ganz ungeheuerlichen Mäuseplage macln man sich jetzt, nachdem die Felder bestellt sind, allgemein auf, uni den gefährlichen Nagern zu Leibe zu gehen; sind doch m manchen Gemarkungen die jungen Kleeftlder furchtbar mitgenommen. In manchen Gemeinden geh: man praktisch zu Werk. In Dauern heim z. B. müssen die Besitzer je nach der Größe ihres Besitztums Leute stellen, immer von fünf zu fünf Morgen die doppelte Zahl, die bann systematisch die Vergiftung vornehmen. In Nidda ha: die Stadt für ihr Befttztum schon vergiftet. Merkwürdigerweise herrscht in manchen Gemeinden der Aberglaube, nicht die Mäuse, sondern die „Frääsch" (Frösche) fräßen das Getreide ab, während doch der Frosch nur'im Schnappen seine Beute hascht, aber nur Insekten. "Weil da einmal ein Fiösch. lein nach einer an einem Halm sitzenden Mücke fprana unb den Halm dabei niederdrückte, 'mußte es der Frosch auf den Halm abgesehen haben. Eine radikale Vertilgung kann nur ein strenger Winter bringen mit viel Nässe und solgendem Frost.
. 24'.L)kt. Wie verlautet, soll die am 18. d. Mts.
erfolgte G e m e i n d e r a ts w ah l angefochten werden.
g. Bellersheim, 24. Okt. Mitten in die Kirch- weihfttmmnng hinein ertönte heute früh i/24 Uhr Feuer- U rm. In der Scheuer des Gastwirts Äch^Anaermüller in deffen angrenzenbem Saal die Musik zum Tanz aufspielte und viele Gäste sich vergnügten, war auf unaufgeklärte Weife euer ausgebrochen, das rasch um sich griff unb Die Scheuer sowie einen Heuschober, der mit Heu gefüllt
xn Die Flammen schlugen dann auch
aus den eaal über, der von den Tanzenden nach Ausbruch )es Feuers in großer Aufregung verlassen wurde und voll- ™t.trr°s.Bbem hiesige Feuerwehr und be- uichbartc Wehren bald zur Stelle waren. Das Wohnhaus hnrrfitehrTsra Sro^er Mühe geratet werden, ist aber aerÄne e b^Migt worden. Der an-
gerichtete schaden iit bedeutend.
? A t v s e lch , 22. Okt. Der Stadtvorstand Genehmigte ui feiner letzten Sitzung die Vorlage der Bau- ko^s?n.über die Errichtung einer Markthalle. Die haufpa Pin Ta ^en Erdgeschoßräumen des sogen. Hochzeits- eineS titen, öffentlichen Gebäudes mit großen Räum- lichteiten errichtet werden. Man hofft, auf diese Wch'e eüi^n
Aus Stadt uuS Land.
Gießen, 25. Oktober 1910.
Dom Märchenerzählen.
Die langen Abende eröffnen in den Kinderstuben den Märchenerzählungen die Türen, und zur Wonne der Kleinen hält die holde Feenwelt mit Glanz und Schimmer ihren Einzug in die Kinderherzen. Aber jede vernünftige Mutter und Kinderpflegerin sollte darauf halten, daß dem kindlichen Gemüt und der allzu lebendigen Einbildungstraft nur angenehme und schöne Bilder vorgeführt werden. Die Zeit des finsteren Hexen- und Gespensterglaubcns ist vorüber. Darum sollten wir unseren Kindern nicht mit der Erschciyung von bösen Geistern, wilden Tieren usw. drohen. Atan erregt damit ihre Nerven und statt sie zu beruhigen, erzielt man die entgegengesetzte Wirkung. Die Kinder, die abends vor dem Einschlafen mit der Furcht chor unheilvollen Erscheinungen kämpfen und sich dadurch in einen Zustand nervöser Erregung bringen, werden unerfcischt auS den Betten aufstehen und matt und unfroh in den neuen Tag gehen. Dergleichen Zustände erzeugen mit der Zeit eine nervöse Ueberreizung, aus der sich dann allerlei Leiden herausbilden, ohne daß man die eigentliche Ursache kennt. Vor allem pflegen Kindermädchen das Furchteinjagen als ein bequemes und wirksames Mittel anzusehen, um Kinder zur Ruhe zu bringen. Sie erreichen diesen Zweck aber nur selten, denn gewöhnlich werden die Kinder danach noch unruhiger. Es soll stets die Macht und die Wirkung des Guten in den Vordergrund ae° stellt und dadurch die Liebe zum Guten geweckt werden.
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l'.StenOl.9rap?iJ4 , Der Bezirk Oberhessen und Dillwl des Sl-nograph-nverbandcs Slolze-Schrey hielt am Sonntag in Sri e b b e r g seine p-rbstversammlung ab. Bei dem mit der Ver- anstaltung verbundenen Wettschreiben errang der Stolze- ^chrey sche -s l e n o g r a h e n - V c r e i n Gießen folaende Preise: Abteilung 260 Silben: 1. Preis Hch. Berghöfer; 220 Silben' i' mrCIi : ^is Hch. Rrausfopf; 160 Silben :
L Preise A. Roth, E. Muller, Frz. Neumann; 140 Silben: Adolf Donau Alfr. Hartmann, K. Adolph, Ad. Brink, L. Wiederstein 2. Preis Fr. Jaeggle; J20 Silben: 1. Preis K. Ritzel - lOO Sillwn- 2. Preis N. Carl; 80 Silben: 1. Preise Sergt ^Schnewer Serm Jak. Hauck, ,yr. Jung, K. Drescher, 2. Preis G. Fleck • 60 Silben' lrei|n ^«Ilmberger, 2. Preise K. Reining,' St. Ho - -Uuch.alle Mltg ikder des Heuchelheimer Vereins, die mit- schrieben, erhielten Preise. Bei 260 Silben in einer Liinute ltarl Krestmg, 140 Düben August Germer, 120 Silben Friedrich nivler 100 Silben Johs Nullmann, Herrn. Sack, Adolf
ÄarLC?roe<S l!nb Wckh. Kreiling. Die Preise bestanden in Urkunden — Außer Diplomen wurden den Preisträgern für die besseren' Leistungen wertvolle Ehrenpreise zuerkannl.
** -Eine intcressantc Gerichtsentscheidung" Zu dieser m Nr. 247 unseres Blattes vorn 21. d. Mts. enthaltenen !.Nittellung schreibt uns der Vorfitzendc dcs Landgerichtes, Land-
Pratorius: „Gegen den Angeklagten war das ')aup.verfahren eröffnet worden, weil er sich dadurch eines Ver gchcuS gegen .8.274 Ziffer 1 St. G. B. schuldig ^umcht habe daß er Kornrni,iwnsbucher, Reiseberichte unb andere geschäftliche Urkunden, die ihm nicht ausschließlich gehött hatten, in dec Ab- J einF?1-cn r5irmeitteilhaber Nachteile zuzufügen, per- ^c- $n ber Hauptoerhandlung ^?^?Eagte die Beschuldigung bezüglich der Kommissions- m abgettessstt habe, desgleichen auch
n unl üch bei den „anderen ge-
fchaftlichen Urmnden allein handelte, weil diese Notizbücher, die besitze, von ihm aus eigenen Mitteln angeschafft - worden und devlwlb fein alleiniges Eigentum seien. Was die 1 Neisebenafte betnfst, die der Angeklagte auf seinen für die Firma
wurden vierundzwanzig Stunden lang mit einer Durch- unternommenen Geschäftsreisen an diese erstattet hat, so haben schnittsaeschwindigkeit von sechzig Meilen in der Stunde weder er noch sein Verteidiger auch nur mit einem Worte behauptet, durch die Lüfte getrieben. Wir waren stellenweise bis zur .....c r;" **--»-* — —3
Bewußtlosigkeit erschöpft. In Nordqueoec ftienen wir auf eine Eisenbahnlinie, die in der Nähe großer Waldungen bis Mittwoch nacht von uns verfolgt wurde. Die zunehmende Entfernung von menschlichen Behausungen veranlaßte uns, den Abstieg inmitten fast unburchdringlicher Wälder vorzunehmen. Die Rückkehr nach dem Gleis wurde
nur mit der größten Schwierigkeit erkämpft. Dort nahm uns ein Arbeitszug auf. Wir waren sehr erschöpft unb fuhren nach La tuque, wo Hauptmann Ä b e r c r o n zurückblieb, um die Verpackung unb den Transport des Ballons zu überwachen.
lieber die Fahrt des schweizerischen Ballons „Azurea" macht Ingenieur Meßner noch einige interessante Mitteilungen: „Nach Passieren des Michigansees und Huronsees erreichten wir das von hunderten kleiner Seen unterbrochene Waldgebiet Kanadas. Nach durchirrter Nacht hörten wir in einer Höhe von 3600 Metern schrille Psisse des Kanadian Paeificzuges. Wir landeten ungefähr 25 Meilen vom Gleise, um unter Mitnahme von Aexten und Proviant die Rückkehr nach der Eisenbahn anzutreten. Nach einer Wanderung von sechs Stunden erreichten wir den Teadriver, der durchschwommen werden mußte, bevor wir unsere Wanderung fortsetzen konnten. Ein schwerer Hagel- stnrm, der fast während der ganzen Donnerstagnacht andauerte, brach über uns herein. Aus Furcht vor Erfrieren mußten wir unsere Wanderung durch den unburchdrinolichen Wald fortsetzen und erreichten ben ^»panischriver, bei dem ein neuer Versuch des Durchschwimmens kam. Allein Kälte und Erschöpfung zwangen uns zurück. Den Versuch, ein Kanoe zu bauen, mußten wir mangels Verbinbungsmate- rials ausgeben. Unsere Kräfte brohten nachzulassen, mühselig scklevpten wir uns bis Freitag abenb durch unwegsame Wälder, bis wir endlich auf einen Jägerkamp stießen und so vor dem sicheren Untergänge bewahrt wurden."


