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29/08/1910 Zweites Blatt
 
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Sie rattr für die Liebens'würbig-

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a^.Tm'man'neuerbü^S ^rfreÜttcherweift'Te Meteorologische veobachtungen Der Station Gießen.

:erksamkeit zuwendet. ist nfffpifinn sL-1 ITZ u. jr

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Aug.

1910

Liiedrigste Ltiederschlag.

, 27.

0,0 mm.

Gießen, 29. August 1910.

" Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Eine einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an Gemeindeschule zu Eppertshausen; die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mosbach.

m". In der letzten Nacht lenkte

M einer hiesigen Wirtschaft eineDame" die allgemein^

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, k v.iiivmiiiii uiuu uii juitv iLijLu, vuk ocr öanias

Ä Äta ZriM?" ist auch in ernster

Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft !0? 3T5- September in Wiesbaden stattfind en den Sta^nbunSa^ M r t. e l w e stbe n t s ch e n Steno- W& ÄS teÄJÄS.U, fcs:

TUThen uj bet ftabfiftfai höheren Mädchenschule am Schlobplatz

<Serid,t$faaL

L R.B Darmstadt, 28. ?tug. Das Kriegsgericht ?^f35- Divlfron hatte vor mehreren Wochen einen Rhein- beffen, den Kaufmann Schultheiß aus Nieder-Olm, wegen iu Mrndeststrafe von 6 Monaten Gefängnis nuaUnJhn^n^\Var Cor '^.Jahren in Rheinhessen sunt Militär ausgehoben worben: er wanderte aber vor seiner Einstellung nach urtt> üch im Lause der Jahre in Newhork eine gute eteJung. Als er nun im Frühjahr mit seiner Familie einei Deimat einen Be,uch abstattete - nachdem ihm behörd- licherseits auf seine Anträge mitgeteilt worden war, daß seinem ..mtstgmftänbe, wurde er aus Beranlassimg m Horde verhaftet und vom Kriegsgericht verurteilt

Ä. Mft cmgererchte Gnadengesuch sind dem Verurteilten, letzt vom Kaper vier Monate Gefängnis im Gnadenweg erlassen /o daß Sch. bereits Mitte nächsten Monats seine Strafe verdutzt haben wird.

, auf deren Kosten einen ordentlichen Rausch an. ihrer Vollheit fing sie einen solchen Lärm an^ daß man Schutzleute holen mutzte, denen gegenüber sie M als Polizei-Assistentin ausgab. Man nahm sie mit zur Wachhund dort stellte es sich heraus, datz die v er­st astete Schöne ein Kellner Wer le war, den man der Nacht vorher im gleichen Zustand festgenommen, man ihn in der ersten Nacht in seinen Frauen- tleidern entließ, wurden ihm nun gestern Männerkleidep angezogen, die man ans seiner Wohnung geholt hatte.

? Mainz, 27. Slug. Ein Kellner unterschlug vor einigen Tagen 100 Mk., die ihm, kaum in seinern Besitz, von einem Frauenzimmer gestohlen wurden. Da sie das Geld nicht ivieder herausgeben wollte, aber bereit war, es mit ihm gemeinsam zii verputzen, fuhren die beiden nach Biebrich, wo sie nach kurzer Freiide verhaftet wurden. Die Post- verwaltung läßt gegenwärtig die oberirdischen Kabel in mehreren Straßen entfernen und in unterirdische Kanäle bringen, weil |ic dort mehr vor Beschädigungen geschützt sind, in hpr en , 28. Aug Ein.großer Krawall entstand c?» s»* v51?11 *^cn Technikern und Metzgergesellen,

pin oer Schmltptraße schritten mehrere Schutzleute zur Ruhestiftmig ni?^ währenddem hatten sich aber schon einige hundert Tech- mter aus dem Rathausplatze vor der Polizeiwache versammelt, n-in?^ flT Lärm verübten. Da sich die Polizei vcr- auT nit^td ^uüretz, so verlief sich die aufgeregte .ui cnyi.

i c . ' U * | V LU UL LUL/ LVL V ( ) l Ul | l

miteinant)er tm Kampf liegen, kann er nicht eintreten, weil er Mitglieder von den Konservativen bis zum linken Flügel der preijinnigen in lick) aufnimmt. Es wäre ein Selbstmord für da.' Vandwerk, zu Hagen: wir gehören nicht in den Hansabund, weil auch bie Großindustrie drin ist. Nein, gerade deshalb müssen Sie hinein. (Zustimmung.) Unseren guten Willen, für Sie zu aroeuen, werden ^ore nicht verkennen. (Zustimmung.) Es ist eme wische Unterstellung, wenn uns unterschoben wird, wir wollten die Arbeit der selbständigen Vereine eliminieren. Nein, mit Ihnen arbeiten wollen wir, wollen helfen, soweit möglich.

k rCmlL?ar d^se Aussprache erledigt. Es wurde noch fol­gende Entschließung angenommen:

Angesichts der tiefbetrübcnden sozialdemokratischen j? 1 e. 9 o.bei den Reichstagswahlen des nächsten Jahres richtet die deutsche Mittelstandsvereinigung an alle bürgerlichen Par- teten den M a h n r u f zur gemeinsamen Abwehr des U'klarten Todfeindes unserer kulturellen und wirtschaftlichen k Uk-9 .Die Vereinigung ist sich der Beweggründe wohl I vewutzt, die der Sozialdemokratie seit einem Jahre zahllose Unzufriedene zutreibt und sie beklagt diese Ursachen aufs tiefste. vie«3lr-CcI^Il9un9- bcr^cnnt keineswegs, daß die Kämvfe um Pte ^^^.llaanzreform zu unbefriedigenden, die breiten Schichten den Volkes belastenden Ergebnissen geführt haben. Das hält sie indessen Nicht ab, vor einer Ueberspannung der politischen Ver­drossenheit, die weite Kreise ergriffen hat, aus der Uebcrzeugung heraus zu warnen, daß diese Zerrissenheit und Erbitterung zu £Ln.^ fcplitifdjen Entwicklung führen muß, unter der gerade der Mittelstand am meisten 'zu leiden haben wird. D e r M i t t e l - stand hat von einem Anschwellen der sozial- demokratischen Flut nichts zu erhoffen und o * Gs ist deshalb ein Gebot eigensten

Interesses für den Mittelstand, der gegenseitigen Zerfleischung, in der sich die bürgerlichen Patericn seit Jahr und Tag gefallen, nut allen Krasten enwegenzuarbeiten und auf die Wahrung ocr allen bürgerlichen Schichten gemeinsamen Kulturgüter nach­drücklich hlnzuweisen.

c a Ueber die Reichsversicherungsordnung und ihre Wirkung auf das Handwerk berichtete Geschäftsführer Dr. C ö l s ch. Auf seinen Antrag wurde eine Entschließung angenommen, in der gegen die , neue Versicherungsordnung in ihrer jetzigen Gestalt protestiert wird. ; ^CI11k9UI!S l.ei nirfjt gegen eine in vernünftigen Grenzen Iorts^reitende Sozialpolitik, das Handwerk vermöge aber eine 11 rt)C..Ift,ere. Belastung nicht zu tragen. Die Invalidenversicherung si müsse durch den Aufbau weiterer Lohnllassen auch für die Ge- l< werbetreibenden nutzbar gemacht werden. Hierauf wurde die Ver- , sammlung geschlossen. V

"*Die Schweigepflicht de r Po stb ea m ten. Post­beamte sind verpflichtet, sowohl über den Inhalt von Post­karten, als auch über Personen, mit denen jemand korrefpon- diert oder postalisch verkehrt, Schweigen zu beobachten. Einer neueren Entscheidung zufolge darf ein Brief­träger unberufenen Personen aber auch nicht einmal mit- teilen, daß an jemand ein Brief angekommen ist, auch nicht welche Wohnun g des Adressaten auf dem Brief an- gegeben ist.

Unser Ideal 8? .die Dame mit -art rosigem beautockurn"? $urtfi regelmäßige Beriveildlliigder^MIwrholin elle begutachtet vvn ersten Kapazitäten der med. Wissenschaft. b*f6

?ohe aus gesehen, nicht breiter als ein Meilen stehst du letzt über deiner Erdkugel," versicherte Mephisto dem ungläubigen Doktor. Dieser landete nach achttägiger U9d wieder in seinem Zimmer, schlief hierauf Machte ununterbrochen und schrieb, als er hieTrin/np«Cn Jeinen Leipziger Freund, aus dem roir,

^ler einiges mitgeteilt haben. £) $

Pärteim möglichst abzu- Aufmerksamkeit auf sich. Si- >:>« rar Lievenswnro.q.

er geschlossen gegen die Demagogen von I ketten einiaer Herren fpTir T?irfit 1lrtK

einigenden Interessen vertreten kann. (Bei- Jerren empfänglich und trank

atire, ^reifnnfrrnntinr PiberdTe. Kreifinnmc ouch auf deren Kosten einen ordentlichen Rausch!

M keKe durchs Haus, riß Türen und Fenster auf und ängstigte g Zell, erscholl, ähnlich dem Brüllen von Rindern nne Stimme: Die Stunde ist gekommen, da du schauen wirft verlangst. Darauf ich: Wie kannst du wissen was ich eben in meinem Innern dachte? Aber da ich es so heiß

Su-Jf 1 h uurf) sehen. Die Stimme hinwiedertun '/^tcfe durchs Fenster so wirst du das Fahrzeug sehen das dich davontragen wird." Ich schaue hinaus und erblicke wirklich 5!"^ Wagen,,der von zwei fliegenden Drachen gezogen wird" ybehmr Faust aufgestiegen ist trägt ihn der Drachemvagen in v ^ohe, so hoch, daß die Erde bald tief im sn?9; ^"^orschcn hatte Mephistopheles vorn auf dem genommen und trieb die Drachen in immer größere Hohen hinaus ,,^ch werde dir nun erzählen, was ich aus dieser

Es sah," fährt Doktor Faust fort, und berichtet, wie er von Mephisto mformiert, lies unten Asien, Afrika und Europa liegen sah Amewka und Australien waren noch nicht entd berft und in den drei Weltteilen die einzelnen Länder die er alle auszahlt Er bemerkt, daß das eine von Regen überschüttet ÖCln anbeJn ^ic Sonne lachte und ein drittes von Gewittern überzogen ward. Ferner berichtet Faust er habe bas Firmament rapid mm sich selbst kreisen gesehen,gerade als tausend Punkten zur selben Zeit gedreht(de" und der SB, ftelfffllr?Ja^ n~en flroLuni> dich« wie fachmännisch,

di- ganikErde^ so graßf Äan ihre Ganzen nicht fa^Bon!^^^, ?^«nen notig, ben Sternen war jeder einzelne etwa so groß wie die halbe Erde mQn Jieucvt|tuuuu.JtUuCl|c vujuqie

wogegen hatten deren ganze Größe. Die Erde selbst <,s!!^^/^llikett zuwendet, ist allseitige Beteiligttng an der ober erfffirnt hnn Stdo* ...» . .. r^Mlung erwünscht, auch seitens der kleineren Obstzüchter

größeren Obstbauzüchter werden vielmehr gesondert und unter sich in Wettbewerb treten. 3

w0 V^VVx^- (Aus dem Manöver.) Seit 4> bs., hatte Hochwaldhausen und Ilbeshausen ®a r11 er u u g, die 1. Abteilung des Großh ^Korps 25 Darmstadt. Am 25. war Ruhetag, am 26.' Jelddienstubung des ganzen Reaiments gegen einen mar- lrerten Feind zwrschei, Altenschsirs und Herbstein Sacutc sruh lmben uns d,c mit den Quartieren recht zufriedenen Truppen wieder verlassen, um operierend in ihr Stand- quartier für die nächsten Tage, Maar, Ar. Lauterbach, zu ^-r°AEerkeOstatt°^ flUbet bann baS Scharfschießen

1 Direktor des Hansabun de s Oberbürger- L. meister a. D. Knobloch:

.,.9* bin überrascht über die Schärfe der Singriffe. Ich habe Awt die Arbeiten der Parlamente verkannt, die mühselige, auf Kompromißen beruhende Arbeit. Ich danke Gott für jedes Gesetz, was geschanen ist aber es bleibt noch viel zu tun übrig. Am meiften bm ich erstaunt, daß man den Hansabund auf bestimmte Parteien feftlegen will. Wer das ABC des Hansabundes tennL farm )p etwas nicht sagen. Es ist äbenso unverständlich, zu tragen, welche Stellung der Hmisabund zur Sozialdemokratie hat i ^er Hansabund ist em Vertreter der bürgerlichen Parteien und yat noch niemals die Sozialdemokratie zu den bürgerlichen Par­teien gerechnet. <oie haben kein Atom, daß der Hansabund in ^"0 emer Form eine Verbindung mit der Sozialdemokratie er- fttebt hat. Es pt eine Luge, daß jemals eine Parole in irgenb einer Stichwahl zu gun)ten der Sozialdemokraten ausgegeben I wurde. Das sind Verleumdungen von unserenFreunden'' Sie willen, datz wir genötigt gewesen sind, vom Leder zu ziehen gegen gewipe extreme Richtungen, die durch Abschneiden der Nahrungs-I E" »u sich berüb-rri-hcn wollen. Wir fordern, daß jeder untersagt wird, ganz gleich, von welcher Partei er kommt. «Beifall.) ^zch habe erst letzt eine Gruppe ersucht gegen einen sozialdemokratischen Boykott vorzugehen. Wir halten I

mit den liberalen Parteien. Ich bin sehr erstaunt Mangel an Kenntnis. Wir haben Entgegenkommen I gesunden aus allen Kreisen. Naturgemäß muß der Hansabund, da er ja eine große mittelftandsfreundliche Mehrheit haben will.

Die Aussprache gestaltete sich recht lebhaft.

Abel (Danzig): Wie stellt sich der Hansabund zur fth mnh? brrL Warenhäuser? Ich wollte sagen, die Worte hör Zlle'n mir fehlt der Glaube Nach den Worten des iK apa§ -?olfc ich aber, datz der Hansabuiid dem Mittel- ftand gegenüber Wort halten wird. Brügge (Lehe): Ich räo? imgner C?? M. ob Rahardt auf zwei Schultern

ftf6cn Jcbt m oluem freundschaftlichen Verhältnis zum vansabund und wenn das überall bekannt würde, würde oem Mittelstand nicht zum schaden gereichen. Deshalb ist M. Ulcht nötig datz der einzelne Handwerker dem Hansabund f£trrtl Viele stnd der Ansicht, ist nicht die helle Quelle, die alle Schaden heilt N e u i ch (Spandau): Als wir uns an- i^Oillen an den Hansabund, _ ging ein Sturm der Entrüstung

?e,l Mittelstand (Zustimmung und Widerspruch.) Der Vansabund ist gegründet vom Zentralverband der Banken und dem Zentralverband Deutscher Industrieller. Jetzt soll er auf einmal cm warmes Herz für den Mittelstand haben? Er ver- «w-/^^Äo^oi'dentlich gut, die Reklametrommel zu rühren. Wie tvurde Herr Knobloch sprechen int Zentralverband der Waren- D.as wir hier gehört haben, halten wir für Lock- artitel, hne fie Warenhäuser vorsetzen. Gräf (Anklam): Es ist nickst richtig, daß der Reichstag für den Mittelstand nichts "icht mehr geschehen ist, so liegt das an den manchesterlichen Geheimräten, denen immer wieder der Rücken ^Pn^iLiO^n.ist. iWo wird die Mittelstandspolitik bleiben,! ^Mit^a^'oldcmokraten im Reichstage sitzen. Bauen wir -^lttelstandsvereiiilguiig aus, dann brauchen wir nicht auf

vertrauen. (Lebhafte Zustimmung.) In wetteren Aussprache wurde

volle Klär u n g d e s Verhältnisses zwischen JJi 111 e i ft a n b und Hansabnnd

M5^ter wurde eine klare Antwort gefordert, wie sich der GnnMirün 5Ur Börsensteuer, zu einer Reichs-

. stellt. Ein Redner spricht über den Verband der Holzpaiitinensabrikanten Deutschlands, wird aber unter großer Heiterkeit daraus hingewieseii, daß er in einen falschen Saal Obermeister Ra Hardt: Es scheint mir, daß mehrere fe^nS»OrrCba Yt, acud) verwechselt haben, auf dem sie sich

r-(^Cb;-QItCy ^.eI)r nichtig!) Wir sind nicht ein Partei- > «2? ^f$crnr>nicf)t vusere gemeinsamen Interessen, wenn politische fragen erledigen wollen. Müssen wir uns nicht ichamwi, in Gegenwart der Abgeordneten verschiedener Par- irnh11 treiben? (Stürmische Unterbrechungen

C 0 Entweder sind wir eine parteilose wirt-

Bereinigung oder sind überhaupt nicht. Es kann uns egal fein, wao der Hamabund sonst noch tut. Wir müssen uns! »reuen, wenn unsere Forderungen in Kreise bringen, die uns I bisher gegenuberstanden, vielleicht deshalb, weil sie uns nicht verstanden haben? (Sehr gut!) Sollen wir nicht stolz sein, wenn, auch in den liberalen Parteien die Anschauungen über Mittel­standsforderungen em ganz anderes Gesicht bekommen haben? zollen wir wegen Versehlungen aus früherer Zeit sagen: trotzdem, ölch letzt zu uns bekehrst, nehmen wir dich nicht an, den'st truher haft du gesündigt? Wir begrüßen das, was Herr Knobloch Rier bezüglich des Submissions- und Konsumvereinswesens ge-1 lagt hat. Wir wären dumme und undankbare Kreaturen, wenn, wir nicht das Gute nähmen, wo wir es finden. Glauben Sie wir lagen keinen Hund hinter dem Ofen hervor, wenn wir den , Vorrednern folgen! (Beifall und Widerspruch.)

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel I übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei I n, r/c Verantwortung.)

Auf das Eingesandt in Nr^!99 erwidern wir, daß die gemachten Angaben übertrieben Und. Diese Straße wirb von bem Polizei- versonal öfters begangen und finb hierüber noch keine Klagen -flcIjn8t .Sud) läfft sich aus ber guten Entwicklung der dort in der Nahe wohnenden Frauen nicht er­kennen, datz irgendwelche gesundheitsschädliche Bazillen vorhanden 'i*- Großh. Bürgermeisterei Lollar.

Spkiplan der vereinigten frankfurter Ztadttheater.

Opernhaus.

Montag, 29 August, abends 7'/, Uhr:Die geschiedene Frau " Dienstag, 30 Aug.'): -Fidelio." Mittwoch, 31! Aug abe° ds 6/,_ Ul;r: .Lohengrin." Donnerstag, I. Sept.: .La Bodeme" Freitag, 2. sept, abends 7'/, Uhr: .Undine." Canistaq, 3. Gevt- än erlfllesl?n~c Stander." Sonntag, 4. Sech.: .Mabanie Butterfln " fflloiilafl, &. toept, abends 7'/, Uhr: ,Tcr Gras non Lnxen,bn>-g." S,iH0C6' 7- °bends

5chauspielhaur.

Montag, 29. Aug. *):Heimat." Dienstag, 30. Aug.Wenn d°r >u»g° röem blüh,." Mittwoch, 31. Ang.: .Im weihen Röhl.' 4wnnerstag, 1. Sept.:Medea." Freitag, 2. Sept., abends 7-/, Uhr - .e.er Oiaub der Sabmernincn." Samstag, 3. Sept.:Role Bernd « ®.0,n,=9- ^.Sept., nachm. 3-/, Uhr: .Der Rand der Sabinerinnen^" Abends 7 Uhr:Rose Bernd." Montag, 5. Sept.: Der oroke Name. Dien-tag, £ Sept.:In. weißen Rößl." Mittwoch, groß°^Nanw."°b°°' 8- Sept., abends 7-/, Uhr: .Der

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Am Samstag morgen wurden auf dem Hose der alten Kaserne 120 Reservisten für die Jnf.-Reg. 116, 118 und 168 gemustert. Die Uebung dauert 4 Wochen.

" Manöverglück. In da§ Fremdenbuch zu Hoch­waldhausen trug einer ber einquartierten Dragoneroffiziere die nachstehenden Strophen ein, die denschlagenden" Beweis liefern, daß der Verfasser nicht nur das Streitroß meistern weiß.

Im Kriege wechselt das Geschick, Bald hat man Pech, bald hat man Glück, Uns bringt der lann'sche Kriegesgott Osl im Manöver schon in Not.

Bald liegt man aus dem bloßen Stroh, Bald streckt man sich im Bette froh, Bald kriegt man Brot mit Knoblanchswurst, Bald stillt Champagner unseren Durst, Bald ist es nur ein alter Atann, Der un Quartier uns brummet an, Bald stellt ein Mädel jung und frisch Uns bunte Blumen auf den Tisch.

So treffen wir's mal schlecht, mal nett, Gerad wie die Kugel beim Roulette. Jedoch den echten Kriegersmann 9lichts aus der Fassung bringen kann, Er schimpft den Aerger sich vom Herzen, Doch braucht's ihn weiter nicht zu schmerzen. Doch triffst Dn's gut, wie wir es hier, Das Glück einmal ist günstig Dir, Genieße es in vollen Zügen, Vielleicht mußt morgen krumm Dll liegen!! l<?r,ia?^erBMadb-28' 3,1 der für freute vom X 1 rr° 0 b au V e r CIn ctnberufenc Versammlung von Lsnterenentcn für die im September ftattfütbenbe Obst - uug erläuterte Kreisobstbautechniker K'och das Ausstellungsprogramm, das nach den von der Landwirb- lchaftsiammer fiir Hessen aufgestellten Leitsätzen bearbeitet llian den Verhältnissen im Kreise nach Möglichkeit angepaßt hat. Anmeldebogen mit allem Wissens­werten vkftch/ch I intcnj.ge^^(^ die Vertrauensmänner der ^andwirtschaftstammer und des Lbstbauvereins. Zum Au^- stellen ist ledermann berechtigt, nicht etwa nur Mitglieder! des Lb er hessisch en Obstbauvereins, wie vielfach geglaubt Ausstellern entstehen keine besonderen Ünkösten, das ausgestellte Obst usw. kann wieder zurückgeholt werden. Den Obstzuchtern, die wegen Bestimmung der Obstsorten ^ec m'^ur Ausstellung im Unklaren sind, wird fnrf.------'cher Rat auf der Ausstellung erteilt, doch ist früh-

mPi 11 ort MriftA m 1___.fr. <_ . -. «' . '

Sport.

L qo7 ?? L?lvort. Der Gießener Radfahrer-Verein 18 85 blickt, wie man uns schreibt, in diesem Monat auf em Fahriges erfolgreiches Bestehen zurück. Die Hauptaufgabe des Hereins ist vor allem die Pflege des Tourenfahreiis, aber auch der Nennsport wurde nicht vernachlässigt. Manch schöne Tour und die . zahlreichen Erfolge nn friedlichen Wettkampf legen Zeugnis dafür ab, daß der Verein seinen Zweck nicht verkennt. Im konimenden Winter wird der Verein sich vomehnttich dem Saal- iahren mtbinen, um auch auf diesem Gebiete des Radsports die Gießener warben in Ehren vertreten zu fönnen. Als Schliiß der I uleoiahrlgen reiinsportlichen Veranstaltungen wurde am Somttaa vormittag die Meisterschaft des Vereins und ein Wanderpreisfabren "ber^20 Km. alisgefahren. Die Meisterschaft errnng K. Boller. ?,nJ^?!lbccpveiä|a^rcn slegten: 1. H. Schäler in 33,30 Minuten, 2. E. Unverzagt, 3. A. Kircher, 4. K. Boller, 5. E. Pflug 6. O. Kompf, 7. Gg. Keil, 8. P. Schreiner. * 9

. £uftfd?iffal)rt.

Paris, 27. 2lugust. Der Kriegs Minister Genera!

1 ® V un erklärte einem Berichterstatter, daß die Flug maschine n bet ben großen Manövern lediglich eine Beobachter- rolle spielen werden. Jeder Flieger werde zwar ein Maschinen­gewehr an Bord haben, doch geschehe dies nur, um die Offiziere daran zu gewöhnen, diese Mehrbelastung mitzunehmen. Die Sol­daten weiden vielleicht auch den Befehl erhalten, auf die in Schuß­weite fliegenden Aeroplane Salven abzugeben, weil man die Truppen daran gewöhne.i müsse auf diese fliegenden Zielscheiben zu chietzen; aber man werde niemals voraussetzen, daß eine Fltia. maschine einem Besestigungswerk oder einem Truppenkörper L-chaden zufugen könne. Die Korpskommanbeure werben den Fliegem keine Befehle geben, sondern bloß sagen, es wäre wünschens- wert, wenn einer diese oder jene Aufgabe erfüllen könnte.

Ällsctzen für eine gesetzliche Regelung der Mittel- Gegensätze zwischen ben M be'f T Ä '$art'

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