Vilbel 714 abenbS, ab Vilbel 6*6 abends, an Heldenbergen 726 abends), ferner eiu Sonntagszug zwischen Stockheim (ab 942 abends) und Vilbel (1106 abends) und umgekehrt (Vilbel ab 948 abends, Stockheim an 1117 abends).
Die Bahn Friedberg—Hungen erhält vom 1. Oktober ab Triebwagenverkehr: Friedberg ab 1129 vvrm., Hungen an 1231 mitt.; Hungen ab 909 Uhr vorm., Friedberg an 1013 vorm. Hierfür fallen dann die Werktagszüge zwischen Friedberg und WölferSheim-Södel aus.
Die Strecke Hungen — Mücke erhält vom 1. Oktober ab einen neuen Zug, Hungen ab 1125 vorm., Mücke an 1233 mittags, sowie umgekehrt eine Triebwagenverbindlmg Mücke ab 1123 vorm., Hungen an 1228 mittags.
Auf der Strecke Nidda — Schotten sind die ersten Züge früher gelegt (seither fuhren sie schon probeweise so), um den Anschluß von Gießen nach Schotten (ab Gießen 544 morgens, Schotten an 738 morgens) zu erreichen.
Auf der Strecke Salzschlirf — Schlitz wird für das Sommerhalbjahr ein Zug in jeder Richtung eingelegt: ab Schlitz 445 Uhr nachm., Salzschlirf an 517, Salzschlirf ab 549, Schlitz an 621 nachm.
Die Bäderbahn Wiesbaden — Homburg — Bad- Nauheim erhält wieder für den Sommer verstärkten Eilzug- verkchr.
Neu eröffnet wird am 1. Mai die Nebenbahnstrecke Butzbach — Ebersgöns, der Anfang der Bahn von Butzbach nach Wetzlar.
Ob die Zusammenlegung der Sommer- und Wintcr- fahrpläne sich für den praktischen Verkehr bewähren wird, möchten wir übrigens bezweifeln. Vor allem Hot die Einrichtung den Nachteil, daß die Einlegung neuer Züge und die Erreichung von Vcrkehrsverbesserungen noch schwerer zu erlangen sein wird, als schon seither. Die durch die Neuerung erzielte Papier- und Druckersparnis wird sich durch mancherlei notwendig werdende Nachträge wohl kaum so hoch stellen, als man annimmt.
ArbeitLinarkt inhsffen u. Hessen-Nassau im März 1910.
Frankfurt a. M., im April 1910.
Tic im Vormonat zu beobachtende Besserung der Lage des Arbeitsmarktes konnte sich im Berichtsmonat weiter entwickeln. Wenn in Frankfurt a. M. auch die Besserung innerhalb der Metallindustrie nicht als allgemein bezeichnet werden konnte, so fanden doch in der Großindustrie eine Reihe Neueinstellungen statt. In der Fahrrad- und Automobilindustrie herrschte vorwiegend ein flotter Geschäftsgang; das erhellt auch schon daraus, daß schon seit einiger Zeit ältere gelernte Arbeiter, namentlich Dreher und Spengler, gesucht und eingestellt werden. Auch in der N ä h m a s ch i n e n i n b u ft r i c wurden Arbeitskräfte eingestellt. Weiter wurden Bauschloss.er viel verlangt und zwar auch für auswärts. Möglicherweise ist der flotte Geschäftsgang der Bauschlossereien auf die drohende Aussperrung in dem Dau-Gewerbe zurückzuführen, indem versucht wird, noch möglichst viel vorher fertig zu stellen. Die Heizungsbranche ist ebenfalls im Berichtsmonate gut beschäftigt gewesen. Nur in einem Frankfurter Betriebe wurde die wöchentliche Arbeitszeit um 2i/2 Stunden gekürzt; davon wurden 50—60 Arbeiter und Arbeiterinnen betroffen. In der elektrotechnischen In - d u st r i e finden zurzeit Entlassungen statt, während int Dezember und Januar dort noch Leute eingestellt wurden, doch scheint es sich hier nur um einen vorübergehenden Zustand zu handeln. Ebenso wie in Frankfurt a. M. wird auch in Offenbach der Beschäftigungsgrad in der Maschinenindustrie als „ziemlich gut" bezeichnet.
In der Lederwarenindustrie (Portefeuille usw.) war die Beschäftigung auch im Berichtsmonate gut. Ein Streik in einer
Militärsattlerri in Offenbach konnte die günstige Lage des Gewerbes nicht beeinflussen. In der Holzindustrie war in Frankfurt a. M. eine rege Nachfrage nach Möbeltischlern, besonders besseren, so daß Arbeitskräfte aus Wiesbaden und Darmstadt nötig wurden. Es war nicht einmal möglich, alle auswärtigen Aufträge infolge Arbeitermangel zu erledigen. Umgekehrt wird aus Darmstadt berichtet, daß nach auswärts Arbeitskräfte für die Möbelindustrie zur Verfügung gestellt wurden. Aus der Nahrungs- und Genußmittelindustrie ist besonders zu erwähnen der Streik der Bäcker in Frankfurt a. M. und Offenbach, der Anfang des Monats einsetzte und auch noch andauert. Es kamen int Anfang in Frankfurt a. M. ca. 800 Gehilfen und Burschen in Betracht, wovon am Ende des Monats noch ea. 500 Mann streikten: In Frankfurt drehte sich der Streik hauptsächlich um einen Ruhetag alle 10 oder 14 Tage und um den Innungs-Arbeitsnachweis. In Offenbach handelte es sich ebenfalls hauptsächlich um eine Verkürzung der Arbeitszeit und Innungs-Arbeitsnachweis. In dem Schuhmachergewerbe in Frankfurt a. M. ist ebenfalls wegen Lohnforderung Streik ausgebrochen. Es handelt sich um Lohnforderungen der Schoßschuhmacher (mit Ausnahme der in Fabriken beschäftigten) von 30 Mk. für gute Arbeiter, von 26 Mk. für mittlere Arbeiter und von 22 Mk. für Invalide. Nach Schneidern war fortwährend rege Nachfrage, die nicht überall befriedigt werden konnte. In Wetzlar stehen die Handschuhmacher infolge einer Lohnbewegung in Kündigung; bis zum Abschluß des Berichtes war über die Bewegung noch nichts näheres festzustellen. Im Baugewerbe scheint immer noch keine Besserung cintreten zu wollen. So berichtet Darmstadt, daß im Baugewerbe noch keine wesentliche Besserung eingetreten sei und von einer regen Tätigkeit in Anbetracht der Jahreszeit noch nichts zu merken sei. In Offenbach wird der Beschäftigungsgrad im Baugewerbe als „matt" bezeichnet. In Mainz wird der günstige Beschäftigungsgrad der verschiedenen baugewerblichen Berufe auf den Theaterumbau zurückgeführt. Die Besserung im Buchdruckergewerbe hielt auch im Berichtsmonat an. In der Landwirtschaft machte sich der Jahreszeit entsprechend eine steigende Lebhaftigkeit im Vermittlungsverkehr besonders bei den Arbeitsnachweisen Frankfurt, Mainz und Friedberg geltend. Auf dem D i e u ft b 01 c n m a r f t c haben im abgelaufenen Monat die Arbeitsnachweise des Verbandes wieder erhöhte Lermittlungsziffern aufzuweisen, freilich konnte dem Bedarf damit noch nicht Rechnung getragen werden.
Von den Organen des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverban- des wurden, soweit Meldungen von den kommunalen bezw. Kreisarbeitsnachweisen und Herbergen zur Heimat Vorlagen, 9 9 31 Stellen vermittelt (gegen 6599 int Vormonat), darunter: Hofgeismar 1, Nüdesheim 2, Biebrich 3, Korbach 3, Seligenstadt 4, Eltville 4, Eschwege 4, Fechenheim 6, Marburg 7, Oberlahnstein 9, Darmstadt (Herberge zur Heimat) 10, Kreuznach (H. z, H.) 21, Kreuznach 22, Bad Wildungen 24, Fulda 28, Bingen 30, Wetzlar 33, Hanau 50, Weilburg 51, Westerburg 54, Unterlahnstein 58, Herborn 59, Unterwesterwaldkreis 94, Gießen 100, Frankfurt (H. z. H.) 127, Limburg 225, Witzenhausen 244, Offenbach 253, Friedberg 269, Worms 285, Darmstadt 361, Mainz 577, Kassel 1010, Wiesbaden 1489 und Frankfurt a. M. 4414.
Die Zahl der Versicherungspflichtigen männlichen Mitglieder der Ortskrankenkassen ist überall, teilweise ganz bedeutend, gestiegen; auch die Zahl der versicheruitgspflichtigen weiblichen Mitglieder hat fast überall zugenommen. Bei den freiwilligen männlichen Mitgliedern ist, mit Ausnahme von Frankfurt, Offenbach, Hanau und Wetzlar, überall ein Rückgang eingetreten, während bei den freiwilligen weiblichen Mitgliedern, mit Ausnahme von Kassel und Mainz, überall eine Zunahme zu verzeichnen ist.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 19. April.
Eine exemplarische Strafe
diktierte die Strafkammer dem Installateur B. St. von Bad- Nauheim wegen Beleidigung der Tochter des Hotelbesitzers
I. P. A. zu. Wie es die Gewohnheit des Angeklagten ist, schimpfte er in angetrunkenem Zustande in einer Wirtschaft. Unter anberent schimpfte er die Mitglieder der Jagdgesellschaft „Hubertusklub" Spitzbuben, Schufte und Gauner und rief schließlich: Ja, der Jean Peter — womit er den Privatkläger meinte
— ist ein seiner Mann, feine Tochter mußte schon mit 16 Jahren ins Pensionat, weil — und hier folgte eine ntcht wiederzugebende rohe Aeußerung, aus der zu entnehmen war, als sei fu! in ent ausländisches Pensionat gekommen, um ihre Niederkunft abzuwarten. Aus Privatklage des A., als gesetzlichen Vertreter feiner Tochter, verurteilte das Schöfiengericht den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 400 Mark. Der Angeklagte, wie auch der Klager fochten das Urteil an. Ersterer schützte sinnlose Trunkenheit vor; aud> fei das Gerücht gegangen, das Mädchen habe sich wegen den'Folgen des Verkehrs mit dem Hoteldirektor m London trauen lassen Der Verteidiger bezweifelte die Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten, da er nack den Angaben der Zeugen stark betrunken! war. Weiter wurde vorgebracht, daß der Angeklagte ein wegen Roheitsdelikte vorbestrafter Mensch sei, der es mit der Ehre seiner Mitmenschen nicht genau nehme. Auf Grund der teilweisen wiederholten Beweisaufnahme hält die Strafkammer für festgestellt, daß der Angeklagte sehr wohl gewußt hat was er tat Abgesehen von den formellen Beleidigungen besteht nicht der geringste Verdacht zu der Annahme, daß die Aeußerung der Wahrheit entsprechen konnte. Unter Berücksichtigung der Schwere der Beleidigung gab die Strafkammer dem Antrag des Klägers statt und verurteilte den Angeklagten zu 6 Wochen Gefängnis unter Belastung mit sämtlichen Kosten und den dem Kläger erwachsenen notwendigen Auslagen.
UirchLiche Nachrichten-
Lvanaeiische toememöe.
Sonntag den 24. Avril, Cantate: Gottesdienst.
In der Stadttirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Zugleich Christenlehre für die Nenkonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.
Vormittags 9* 1/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeilide.
Pfarrer Schwabe.
In der Zohannerkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer B e ch t 0 t s h e i m e r.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukas- gemeinde.
Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde.
Pfarrer A u s f e l d.
Abends 8 Uhr im Johannessaal: Versammlung und Bibelbesprechung.
katholische Gemeinde. Gottesdienst.
Samstag den 23. April:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag den 24. April, 4. S 0 nntag nach Ostern: Vormittags von 61/? Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Vormittags um 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
„ ' um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen.
Israelitische Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Spnagoge (Süd-Anlage).
Sonntag den 24. und Montag den 25. April 1910: Pafiayfcst.
1. Tag: Vorabend 8.25 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr. Predigt.
Nachmittags: 4.00 Uhr.
2. Tag: Vorabend: 8.25 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittag»: 4.00 Uhr. Abends: 8.25 Uhr.
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