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mittag im Hotel Viktoria hirr riue
Banken reich
dürfte die Gc-
Tiescr Umstand
Meteorologische Beobachtungen der Station Siesten.
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** B. H. (£. Vogelsberger
her Bvck^ZigsLLen auf ben vevsckftedeneil Markten
Lange Zeit hindurch stieß er in ben Vereinigteir Staaten auf i>tti größten Schwierigkeiten. Schließlich schickte er eine größere Menge seiner Zigarren an einen Newporter Börsen maller. Den Zollbehörden wurde inilgeteilt, daß eine Sendung von Zigarren unter falscher Zolldeklaration in New !;ori gelandet werden solle, und nachdem der Adakler auf Befragen erklärt hatte, daß er nichts von der Sendung wisse, wurden die Zigarren beschlagnahmt und von den Zoll- bcyörden zum Verkauf gebracht. Zu Weniger als einer Woche lvar die Fab-rik in .Havana mit amerikanischen Aus trägen für „Bock"-Zigarreu überschlv-emmt.
Ans Stadt und Land.
Gießen, 21. Februar 1910.
Luftschiffahrt.
Im Leukballon über den Atlantischen Ozean.
Aus London wird uns geschrieben: Großes Interesse erregt in Luftschifferkreisen die Nachricht, daß Joseph Britckcr Vorbereitungen trifft, nm eine Reise über den Atlantischen Ozean in einem lenkbaren Luftballon zu untcr- nchmen. Brücker ist ein geborener Oesterreicher und seit 1876 amerikanischer Bürger. Er gilt als erstklassiger Sachverständiger über atmosphärische Verhältnisse. Einem Vertreter des NewyorkHerold sagte Brücker über seine beabsichtigte Fahrt: „Ich versichere, daß das Uebcrflicgen des Atlantischen Ozeans in einem lenkbaren Ballon nicht nur durchführbar, sondern sogar eine verhältnismäßig leichte Sache ist, wenn man ein oder zwei günstige Umstände voraussetzt. Wir beabsichtigen, im lammenden Mai unsere Reise anzutreten, weil wir anderenfalls bis zum Dezember warten müssen, um die Sturmzeit zu vermeiden. Ursprünglich hatten wir die Llbsicht, von Cadiz abzufahren, lediglich weil Columbus von dort -abfuhr, um die neue WeltZu em- > ecken. Mer seither haben wir uns entschlossen, Tenerifa zu unserem .Hauptguartier zu machen, weil wir dadurch 698 Seemeilen ersparen werden. Wir hoffen zuerst Por- toriev oder .Haiti anzulaufcn, dann über Kuba nach New- Orleans zu fliegen, und von dort über Land nach Newyork. Bei günstigen Verhältnissen würde die Reise bis Portvrico etwa vier Tage in Anspruch nehmen."
se*t^ CO.o
bis 20. Februar , 20.
öermiiebtes.
* Ein feuer speiend er Fluß. Seit einigen Tagen zeigen sich seltsame Erscheinungen in dem sonst so riedlichen Bett der Neiße. Mitten aus dem Flußbei-t prangen Ile e Flammen 'hervor, die mit schwachem Knall verpufften. 2uuei entwickelte sich ein ziemlich starker Rauch.- Die Explosionen erfolgten in kurzen Zeiträumen. Ueber die Ursachen der merkwürdigen Cnftcheinung ist man sich noch nicht klar, es ist aber anzunehmen, daß es sich um Sumpfgas handelt. Dieses Gas entsteht aus faulenden organischen Substanzen, das sich infolge seines PhoSphor- gehaltes an der Luft entzündet.
D er Tab a kfür st v o n Kub a. Aus Newpork wird berichtet, daß Gustav Bock, der Havana-Zigarren-König, im 74. Jahre verstorben ist. Vor einundfünfzig Jahren landete Bock als armer deutscher Arbeiter in Kuba. Vier Jahre später begann er mit einem kleinen Kapital, das er »ich durch rastlose Tätigkeit und die .größte' Sparsamkeit zusammengebracht hatte, ein kleines Geschäft als Zigarren- abritant, und bis zu seiner letzten Erkrankung waren dreiundzwanzig der berühmtesten Zigarrenfabriten der Welt unter seiner Leitung. Im Jahre 1881 begann er zum ersten Male mit der Ausfuhr. Deutschland war sein erster Markt, dann folgte England, und schließlich eroberte er sich die Welt. Die Armen von Kuba lverden von dem Todesfall am schlimmsten getroffen, da er sehr viel für sie getan hat. Viele Anekdoten werden in Verbindung mit der Einführung
Börsen-Wochcnbcricht.
---Fr an f f ur t u..M., 18. Febr.
Obwohl die N e lo ho r l : 1 Bö r s c nxb keineswegs die innere Festigkeit wieder erlangte, die ihr vor einigen Wochen inne wohine, zeigten die deutschen Märkte in den IciUrn acht Tagen eine rechr feste Tendenz. Bon lebhafter Gesckaftslnst war allerdings nichts zu verspüren, vielmehr hielten sich die Umsätze selbst in l^vorzugten Papieren in beftsteidenen Grenzen. Tav die Börse in Wallstrect seit mehreren Tagen von neuen Rückschlägen verschont geblieben ist, machte günstigen Eindruck: angesichts der iwch immer wvhr zunehmenden Schwankungen glaubt man dow noch Zurückhaltung beobadtfeit zu müssen, zumal das Vorgehen gegen die Trusts weiter beunruhigend wirkt. Man iindet um so weniger Mut zu neuen Unternehmungen, als die Unsicherheit sich auch nur das Wirtschaftsleben zu übertragen scheinen. Sollen doch die Käufer infolge der Unsicherheit in der Erteilung von Aufträgen sehr zurückhaltend sein. Ta dir Berichte unserer ncheinnschen Industrie in letzter Zeit ebenfalls eine schwächere Färbung zeigen — dies gilt namentlich von der Lag: des K^hlcnmarktcs — so wirkten diese Einflüsse zusammen, nm die Unternehmungslust zn dämpfen. Ter Börse komm^ immer mehr zum Bewußtsein, daß in dem derzeitigen Stande vieler Jndustriepaviere die Besse nmg schon reichlich zum Ausdruck gelangt. Dennoch kann man sicli nicht entschließen, seinen Besitz ait Industrie wer len aufzu geben, da uran auf eine weitere Begebung der Industrie im Frühjahr rechnet. Die Zuversicht wird bestärlt durch die Gclbvcrhält- nissc, die andauernd recht flüssig find. Wohl haben sich vü Vorbereitungen zn den Einzahlungen auf die vorn Reiche intii Prcnßar ausgegebenen neuen Anteil;it auf dein Geldmärkte fühlbar
auch Sch i f f a h r t s a k t ie u in regerem Geschäftsverkehr, wobei die Regelung der deutsch-kanudischeu HandclSverhöUnisse stark stimulierend wirkte. Auf den übrigen Gebieten blieben die Umsätze begrenzt, nur einzelm: I n d u st rirpapiere waren weiter begünstigt. Vrivatdistanto 81s Prozent.
Ter Vorstand des (Hesomtvereins de
hielt am Samstag nach- itznng ab, zn der der Ehren-
Beim Rauchen.
Es ist merkwürdig und gewiß den meisten Frauen unverständlich, daß so viele Männer um Rauchen gefallen finden können. Und doch muß ein eigner Genuß darin liegen, den sogar manche Frau nicht gerne mehr missen möchte.
Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach dem größeren oder kleineren Genüsse derselben im Mrmd< und Rachen des Raucher.^ jedesmal ein unangenehmes kralzcudo Gefühl, da.' nur zu leicht sich festsetzen und in hartnäckigen Rachcnkatarrh ausarten kann. Diesen zu verhüten, gibt es kein besseres und zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach beendeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-TAbletten im Munde langsam zergehen zu lassen. Sofort verschwindet die unangenehme Beigabe de> Rauchens, der Mund und Atem Yverdon wieder frisch und angenehm. .Jeder Raucher sollte daher Wybcrl-Tablettcn beständig bei sich führen. Wybert-Tabletten können in allen Apotheken in Originalschachteln ä Mk. 1.— bezogen werden. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke, KreuzplaLz 2. ss'-^iu
gemacht, Litern der Privatdiskonto sich etwas versteifte, aber täg> lickrs Geld ist, da zn denr gedachten Zwecke große Summen bereit» gestellt find, stark angebotru. Mit einer Erhöhung der Geldsätze wird man lvohl rechnen müssen. Toch dürste iie mäßig blcibeu. Betreffs der Beurteilung der Gcldmarttlage bleibt auch zu achten, daf unsere Banken |dyon Gelder für die Zahlung ihrer Dividende ansammeln, die,zunächst mxfi dem ofseueu Markt zur Verfügung sleHein, Tie veröffentlichten und noch zu erwartenden. Bankabschlüsse trugen neben ter Geldflüsfigleit dazu bet, die Stimmung der Börje zn hatten. Bei der großen Auswärts- bcwegung, die sich im vergangenen Jahr vollzogen hat, sind ben
Sm Hafer-Kakao
wird bei
Magen- und Darmleids»
als Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen.
Nur echt in blauen Kartons für 1 niemals ioee.
Wandern uni Leisen, Beter «d Sommerfrischen.
** chwaldhau sen. Zir der dcotiz in Nr. 37 i^efes tzlvtckes, betoeffarb G-rüudnng einer Terr-an g-esellsch«rf t Hochwaldbanfeu., seien noch einige Bemerkungen ongefügt: Tic in Bildung begriffene Gesellschaft hat sich zunächst als Ziel gesetzt, inc jetzt schon rühmlich bekannte Sommerfrische ,V>ochwaW- Hamen aK -H öhen lüft kurv rt auszn bauen. Alle Vor- eedftrgungen hierzu sind vorhanden: Landschaftl. Schönheit der Hingebung, geschützte sonnige Lage des Geländes munittclbar am Hoelnvatd tbein Obmoalbi, beste reinste .Höhenluft 500 Nieter), heidjtirnt au vorzüglichem Quellwajser, leichte Erreichbarkeit und überall köstliche Rühe und Sticke. Nur wenige Kurorte hoben olch vnächtige Lage ansznweijeik intb solch herrliche Wälder wie ben Oberwald, ber ein gewaltiges Gebiet bedeckt inrb sich noch ictitc Urwüchsigkeit grmahrt hat. Wie rrauirfcnb und nervensvärkmd dieses schöne -Stück "Natur aus die Erholutchsuck;enden wirft, dos oesagen die vielen Äurchgebungen, ixe von diesen ergangen sind, aas bezeugt die ständige Nachfrage von Gästen, die während oer Saison ^tus Mangel an Platz abgewicsen werden mußten. Um dieseru Mißstand, über den auch in Touristcirkreisen vielfach geklagt wurde, abzuhelfen, fvllen zunächst drei Häuser mit je 25 Betten erbaut werden, so daß. mit bat vorhandenen 30 Betten des Gasthauses „zum Felsenmerr" rund 100 Betten zur Ber fügrmg stehen. Es ist bann ludtcr beabsichtigt, .später noch einige kleinere ^Häuser zu errichten, etwa Sommer- ober Ferienhäuser, die an Familien vermietet oder verkauft werden können und nach inrd nach den Ort als Höhenluftkurort auszubancn. Uns schweben andere Platz,', vor, etwa die großen Thüringer und Harzer Kurorte, Die ebenfalls aus kleinen Anfängen hervorgegangen sind und neben denen Hock w ältst aiiftn in vielen Beziehungen sich jetzt schon schar lassen kann. Selbstverständlich kann ein solches Anwachsen nur allmählich? erfolgen und dürfte zunächst itoch da: Zukunft zu über- lassen sein. Jnunerhin sind wir aus Grund sorgfältiger Er- gelungen, denn eiitgehe.ndL Erörterung jetzt zu weit führen würde, zu der Ueberzeugung gefontmzu, daß H. einen großen Äufickstvung nehmen kann, der den benachbarten Plätzen Gießen, Alsfeld, Lauterbach und bunt ganzen Vogelsberg usw. durch bat Zuzug von Fronden rächen Vorteil bringen wird. Tie Altfänge zu dem Unternehmen find gegeben, inbaii sich jetzt schon auf und in der Nähe des fraglichen Geländes eine Reihe von Bauten (o), er- liebelt. Zwtzi Wasserleitungen sind vorhanden und eine Aanali- fienrnn läßt sich bei der sanften Steigung des Geländes leicht dirrck ftihren. Auch, kann in Anbetracht des großen Holz- und Steinveichtinns der Umgebung zweiftllos äußerst billig gebaut werden. Es sei sckchießlich iwch bemerkt, — und dies ist sick-erlich ein Beweis sür die dielen Vorzüge von HockMaldhausen —, daß sich bereits zwei Aerzte, ein Gießener Arzt uub ein bekannter 8o:ank- furter Frauenarzt, dort angesiedelt haben.r.
(ScriditefaaL
rm. T a r m stadt, 18. Febr. Vor der Kammer für Handel s- fachen mürbe heute die Klage deS Kommerzienrates Viktor L o n c l & Co. au‘3 Mannheim gegen die S ü d d e n t s ch e Eisenbahn zn Ende geführt. L. batte gegen die Beschlüsse der Gareralveriammlnng der „Süddeutschen", die int September v. I. hier stattfand, im Namen der Niinderheit der Aktionäre Beschwerde erhoben. Scachdem verschiedene Termüie verlegt ivorden waren, erklärte heute ber Vertreter des Klägers, Rechtsamvalt Dr. Spvenheimer, daß burd) eine in der Zwischenzeit stattgehabte Aussprache zivischen beiden Parteien eine Verständigung erzielt und ciikc Klage damit hili^ällig geworden sei. Beide Parteien übernehmen die ihnen eniftanbencii Kosten. — Der GerichtSreiercndar Becker von hier ivar vor einigen Wochen wegen falscher Änschuldig- ung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden uub ließ dinch feinen Verteidiger Neviston bei dem Reichsgericht einlegen, weil ’ürmefle Verstöße gegen das Reichsgericht vorliegen und auch ber Begriff ber falschen Anschuldigung verkannt sei. Tns Reichs- g e r i ch t hob b a 5 Urteil ans und verwies die Sache an bas Laiidgertcht Mainz.
kc. Wiesbaden, 19. Febr. Der 17jährige ZmanLs- zögling Ludwig Dorsch aus Biebrich war bei einem Handwerker üt N ibb a in bie Lehre unter gebracht. Von dort riß er am 10. Dezember aus uitb suchte bei seinem Bruder, dem Tagelöhner Wilh. Törck'- i n Biebrich Unterkunft. Don diesem Vorfall iiattc die Polizei Nachricht erhol tat und am 11. Dezember begaben sich zwei Beamte in die Dörchsche Wohnung. Tiefer verweigerte btc .Hercrusgabe des Bruders und bednohte. die Polizisten mit einem Kücken mess er. Nur mit Gewalt gelang es, ben Ausreißer nach ter Wache zu bringen. Tie Strafkammer verurteilte den Tage- M,ner Törch wegen Widerstands gegen die Staatsgavalt unb ürsorgecrztehung zu 1 M onat Gesang n is.
n»^anutttisumadien Bevölkerung üt vrchoLwt uab '&etaa6jtei jede dem Westai kow>nmd<' Neuerung mir MiHtrarren. Nichts- -deswnvnigcr, so idsl >r Pros. Sck.wallv, ist die Bewegjunq freudig M begrüßen, all fick fmrohl als Mickz. vvn dem höttrr.n Gesichtspunktt der KtuBKuntni. T es Abends zweiter Teil „Bunte Lichtbilder orrs Armenien und Palästitui" ging durch UnvorhergefelMtes bei der Latama magica und vor einem mir noch kleinen Kreise minder geüutgen in Szene.
Gewinne zugeslosscu. Außerdem ______ ...__
schäftsbelebung allgemein auch den Ertrag aus Pwvtsionat gesteigert haben, so daß bet beit meisten Banken die Erträgüisst über die des Vorjahres hiitausgchen werden. Dieser Umstand sowie die in Aussicht stehenden neuen Geschäfte der Großbaicken führte auck dem Ban kakt i citm ar k t e neue Käufer zu, zumal die durch Kapilalser Höhung en in Aussicht sieben den Bczngsrachle. besonderen Anreiz boten. Außer Bankaktien standen zeitwüst
Borslyeudr Oberiorsi rai T i r. fj e n dach- Darmsbrdt,, bie Mil <thebet des Hauptvoistaudes in Schotten, sowie bie Vertreter samt lidicr Zweigvereinc mit mehr als hundert Mitgliedern «'Alsfeld, Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Hoherodskopf, Laubach, Lauter badi, Nisha, Schotten und Taufstein fGießeni erschienen waren. D«> Vorsitz führte Lba amtsrichter Nispel - Schotten, der zunächst über bie Vergebung der letzten Arbeiten am Bisrnarcktnrm aus deut Taufstein berichtete. An der Baummmc des Turmes fehlen noch 6000 Mk., die von drei Mitgliedern des Vorstandes vorgestreckt lunbat. Tic Einweihung des Turmes wurde aus Samstag den -1. Juni, nachmittags halb 2 Uhr, festgesetzt und daran anschließend ftndet am Sonntag, 5. Juni, die Hauptversammlung in Grebenhain statt. Tem hessischen gemeinnützigen Verein zur Vermittelung von Land- und Kuraufenthalten 'oll das Material itir bas Sommcrwolmungsverzeichnis zur Verfügung gestellt und außerdem dazu ein Beittag geleistet werden. Der Verein gibt außerdem eine neue Auflage -'eines eigenen Woh- nungsverzeichni'sts heraus, wobei namentlich auch auf die Untere stützung der Wirte durch Zn'erataufgabe gerechnet ivird. Vom Tenkmalpfleger für Oberhe stn Pros. Walbe war mitgeteilt worden, daß der allen Kirche in Helpershain, der ältesten Fachwcrkkirche Obcrhejssns, der Abbruch droht. Er regt glcichzettig an, aus dem Haust ein Vogelsberger Heiinatsmufeum zu machat. Der Klub steht diesem (^ebankeu, besonders der Erhaltung des alten Bauwerks, wmvathisch gegenüber unb wirb sich gegebenenfalls au di finanziell hieran beteiligen. Der von Ka'st'l aus angeregte Anschluß bc-5 Höhenflnbs an ben Bunb niederhefsischer Touriftcn- ucrcirtc wirb abgcsthut, ba man sich hiervon keinerlei Vorteile für bas Verbands gebiet verspricht. Pros. Bender regt an, etwa in Gemein-'chast mit der Provinz, den oberhef'ischen Kreisen und Bädern aus der diesjährigen wternattonalen Spvrtausste.llung in Frankfurt eine umsajstnde Reklame durch einen obcrhessifchcn Davilftni zu machen. Man ist damit cinperftanben und stellt einen Beitrag hierfür in Aussicht, Die^bret vorn Klub unterhaltenen Schülcrherbergen in (Rebern, Schotten und Ultichstein morcii von zusammen etwa 110 Schülern besucht, die dazu zu leistcubat Beiträge bcs Vereins waten nicht atlzuhoch. Bon ber Sparkasse in Stauch mürben *100 Mk. für Schülcrherbergen im Vogelsberg zur Verfügung gestellt. Die Bemühungen, burd) bessere Bahnawchlüf e bcn Vogelsberg zugänglicher zu machen, waren vetickicdeutlich von Erfolg, wenn auch vorläufig noch manche Wün'che unerfüllt bleiben. Ter Frankfurter Zweigocrein wird demnächst ein Wohltätigkeitsfest für die in Ober-Mockstadt bei bciit Ma 15eii-3u>'a111nieitbrudi Geschädigten veranstalten und er- fiidit die anderen Zweigvereinc, in ähnttchem Sinne zu wirken. Für das .HoheryMkopffcst lverden vcrsduedcnc Aufführungen angeregt, um dem alten Volksfest neue Anziehungskraft zu geben. Scklicßtid) wurde nod- mitgeteilt, daß sich diese Woche in Schlitz ein neuer Zwcigvcrcin gegründet hat unb in Groß-Felda die Gründung eines iolcheu bcvorsteht.
? H u n gen, 20. Febr. Heute mittag kurz nach 12 Uhr überflog ein Luftballon unsere Stadt. Er kam aus der Richtung von Friedberg und ging so nichtig, daß er fast die Häuser streifte und man an eine Landung dachte. Er erhob sich aber bald wieder zu bedeutender Höhe und setzte seine Fahrt in nordöstlicher Richtung fort. 2luch in Reiskirchen unb in Rödgen wurde der Ballon beobachtet.
'k. Schadenbach, 19. Febr. Hiev find unter den Kindern die Was s c r blü He in ausgebrochcn. Einige Kinder sind nicht unbedeutend daran erkrankt. — In Decken buch hat sich gestern ein älterer verwitweter Mann, nauiens Lind, welcher schon längere Zeit an Schlundverengung litt, aus Lebensüberdruß erhängt.
s. Marburg, 20. Zcbr. Ein hiesiger Student hol fidv mit filtern Schreiben an den Vorstand der Landwirisch-aftSkamiucr in Kassel gewandt und mitgctcilt, daß fidi> die Studenten, kcsonders die Juristen und.Nationalökönvrnen, wahrend dcrFe- rien mit Landarbeit beschäftiget inödsten, wie dies bereits in Schweden und Amerika viclfack geschehe. Ter Antragstell'r glaubt in Aussicht stellen zu können, daß ein Teil der Studenten gewillt sei, ernßlicke Arbeit in der Landwirtschaft zu leisten, und en'uckt die Landivii lick aftsläinnier, bie Vermittelung in ber An gcttgcnhcil zu übcrnehmai. ' Ter Vorstand ber Lairdwirtschaflsv Tahtmcr scheint je dock' den neuen „Saisonarbeitern^ teilt rechtes Zutrauen zu schenken, denn er ba'dfloß, in ber Angelegenheit uidit einztigreifen, sondern cs den Landwirten und Studenten zu likcrlasseu, iid) in dieser Zrage zu einigen.
O (Sönnern, 191. Febr. Unser Bürgermeister Haffer gebeult demnächst das Amt, das er seit langen Jahren erfolgreich bekleidet hat, nie der zu le gen. Einer Neuwahl sieht man in hiesigen Bürgerkreisen nicht ohne Besorgnis entgegen, da wegen der scharfen Gegensätze, die sich im Laufe bet letzten Zeit innerhalb ber Einwohnerschaft herausgebildet haben, ein Wahllampf von seltener Heftigkeit zu erwarten ist.
X Frankfurt a. M., 19. Febr. Die hier abgehaltene Delegiertenversamml.ung des mittelrheinischeu Verbandes evangelischer Arbeitervereine beschloß auf Antrag des Vereins Gießen, bie dem Verbanbe angehörenben Vereine be§ Großlierzogtums Hessen zu ersuchen, eine Eingabe an ben Groß Herzog zu richten, baß bei den künftigen Ernennungen zur hessischen Landessynobc auch religiös warmherzige Arbeiter, Heine Beamte, Handels- unb Gewerbetreibende berücksichtigt werden, wie das auf eine Eingabe der kirchlich- Zozialcn Konferenz hin für bie preußische Generalsynode auch ift^Aussicht gesteckt morden sei. Weiter beschloß die Dele- gtencitoeyammlung, folgenden Antrag an den Gxsaintverbanb zu richten: /Sic coaiig. Arbeitervereine empfinden es als mißständig, daß den größeren kirchlichen Körperschaften 1 (Bezirks- bezw. LandeSsynoden) keine Arbeiter und kleine ' Beamte angehören. Die lirchlich-soziale Konferenz hat füi das Gebiet ber älteren preußischen Provinzen erreicht, daß in 1 Zukunft bei den durch landesherrliche Ernennung erfolgten Besetzungen auch religiös interessierte und kirchlich bewähttö ! Arbeiter berücksichtigt werden sollen Der inittetrheinlschc - Verband empfiehlt auf'Antrag eines VerbanbSocreins (Gießen), i daß die Verbände .der neuen preußischen Provinzen, sowie die in ben übrigen deutschen Bundesstaaten boiuizillerenden Verbände durch Eingaben an die in Betracht kommenden Lanbes- fürften bezw. Kirchcnregierungen es zil erreichen suchen, daß : dem Vorgehen für die preußische Generalsynobe gefolgt werbe, daß sic es aber außerdem ihren Mitgliedern zur Pflicht machen, sich durch rege Beteiligung bei den kirchlichen Wahlen bezw. Benennung geeigneter Persönlichkeiten auS dem Stande der Arbeiter, kleinen Beamten, sowie Handels- und Gewerbetreibcudeu auch nach dieser Richtung hin Emfluß zu , verschaffen".
Spklplmt der vereinigten frankfurter Stadtlheater.
Spernhaus.
Montag bcn 21. Febr., abends 1(„8 Uhr: „Undine." Dicnstag ben 32. Febr Z: „HanS Herling". Atttlwoch den 23. Febr., abends */?8 Uhr: „Tie geschiedene Frau." Toimerstag den 24. Februar: „Hoffuianns Erzählungen." Freilag den 2ö. Febr., abends '/,8 Uhr: .Die iveiße Dame." Samstag den 26. Febr.: „Tannhäuser." Sonntag beit 27. Febr., uachm. 31/, Uhr : „Orpheus ut der Unterwelt/' Abends 7 Uhr: „Don Juan." Dlontag den 28. Februar, abends 6 Uhr: „Die Meistersinger von 9lürnberg." Dienstag den 1. März: „Tosra." Mittivoch den 2. März, abends '/,8Uhr: „Tic geschiedene Frau."
Schauspielhaus.
Atontag den 21. Februar'): „Die Stützen der Gescllschast." Trenstag den 22. Febr.: „Buridans Esel." Auttwoch den 23. Febr.: „Buridans Esel." Donnerstag den 24. Febr., abends V.8 Uhr: „Tas Konzert." Freitag bcn 25. Febr., abends Uhr: „Der dnnklc Punkt." Sanistag den 26. Fcbr.: „Was ihr wollt." Sonntag den 27. Febr., nachmittags 3 Uhr: „Tantris der Narr." 2lbenb5 7 Uhr: „Iohannisieuer." Dlontag den 28. Febr.: „Buridans Esel." Dienstag den 1. März: „Der dunkle Punkt." Mittwoch den 2. März: „Das Konzert."
*) Ansang, wenn nicht anders bemerkt, abeiiby um 7 Uhr.
Höchste Tenrperatur am 19.
Niedrigste , „ 19.
9Ueaerschlag: — 0,0 mm.
20.
2J5
739,0
9,3
6,1
70
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7
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6,2
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8
2
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21.
7^
740,7
6,4
5,8
81
SSE
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