üHt nicht ennehinen, henn <5te boTTert uh# bämif ffur «tttschläsirn uni> da» yanbiuert für Ihr« yiuccte dnfanaw. Aas öflb Qu&tn Sie, t* fehlen Ihnen nur bk Stute und di« sollen wir Ihnen Qefcen.
Manck-e Handwerke rsorderungkn jinb bsrlvirkttcht, und ber Handwerker tft dafür dankbar: flMänqfyxmg des unlauteren Wettbewerbs, Sicherung der Stauforbcruny und kleiner Befähigungsnachweis. Not tut jetzt vor allen ein« Nenderung des Hand Werkerrechts nach verschiedenen Richtungen, Stärkung der Interessenvertretung, und dazu gehört in einer ganzen Reihe von Fragen bie richtige Abgrenzung von Fa- vrik und H a n d w c r k, für da' Beitrage zu Hmckwe^kS- und zu Handel«.Hammern ustv. i ie Scheidelinie mutz nwgmchst nach ol»eu gerückt werden. Wir können die grützeren Betriebe )rid)l nliffen, ihre Beiträge, ihre Intelligenz, ihre ehrenamtliche Tätig, keit. Li» Lterkinal für den bandwerk-mätzigen Betrieb ist dori- sicher, wenn nicht Halbfobi >'><e geinuldt werden. Nach maschinellen Li«richtuvgen kann mau Fabrik und Handwerk nicht mehr scheiden. 8” den Kosten der handwerklichen Ausbildung mutz auch die Großindustrie herangezogen werden. Tie T a r i s v e r ■ etnbarungen ztvlschen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sind sicherlich erstrebenswert. Nur g'-jialten sich die Berl-andlungen in neuerer Zelt so langwierig und schlvierig, daß die Arbeitgeber da- zu keine Zeit haben. Tie Arbeitnehmer lassen sich durch ihre ba^i augestellten Arbcitersekrelä, e vertreten. Tie Arbeitgeber aber, die die Verl-andlungeu selbst führen muffen, verliefen dabei zu viel Zeit. Die neunstündige Arbeitszeit erscheint in den Q*c» triebe», die bn5 Leben und die Gesundheit der Arbeiter nicht gefährden, durchaus ang«nies'en. Eine Herabsetzung würde die Lei. sttrngSfähigkcit sehr beeinträchtigen, ober vielleicht sogar ganz vor. Nichten. Für paritätische Nachweise treten auch kür ein, nur müssen sie auch wirklich poritötifd) sein. Am besten wäre e», wenn die Arbeitsnachweise von den Sluntmuneii errichtet und an ihre Spitze ein Vcaniter gestellt lulirbe, der fein Intereffc nadj der einen oder anderen Seile hat. Immer wieder mntz über die Konkurrenz geklagt Iverden, die den Handwerkern durch die M e s ä ng n i V a r b e i t gemacht Ivird. Ich hoffe, datz der Herr 'Staatssekretär die berechtigten Wünsche der Haiwloerttr erfüllen (unb dazu beitragen wird, das Handlverk wieder auf seine frühere Höh* gu bringen, damit cd mit Recht wieder heitzen kann, bad Handwerk habe einen goldenen Boden. (Lebhafter Beifall rechtö.)
Abg. Ftschcr-Berlin (Soz.)r
/ ' Für die Rede be« Staatssekretär war bezeichnend, datz Herr Manli erklärte, er hätte sie nicht anders halten können. Die IHebe hatte die Tendenz Cv bleibt alles beim Alten. Den Begriff .sosialtstisch" hat der Ttautösekretär ganz selbstverständlich auae- tvenbet. Waü er „sozialistisch" nannte, ist für uns „fapitalifH-frtr. Hebernll soll sich ein sozialistischer Zug bemerkbar machen. Bei der preußischen Regierung merkt man von diesem Zug wirklich nicht». Don den Arbeitern sprach der Staatssekretär mit teinem Wort. Während früher der .jentralverbanb Deutscher Industrie^ ker ou3 dem Steiib'kimt des Innern sich diejenigen Kräfte kaufte, die er brauchen konnte, ist fetzt der stellveriretende Vorsitzende dieses VerlxnideS Dr. Bartels in das NeichSaurl berufen worden. «Hört! Hört l bei den Soz.) Auf dem christlich-nalionalen Arlxiter« ifonflteff ermahn le der Staatssekretär zur Zufriedenheit unb 'Miätternheit. Ans der Generalversammlung des Zen-
tralverlmude« der Industriellen sagte er davon nichts,
^e Herren würben den armen Staatssekretär anch
inicht schlecht angehaucht haben. (Heiterkeit.) Für den
Grasen PosadowÄkp, der die ZuchtlmnSvvrlage iingebrocht bat, haben wir oziald.unokralen gewitz nicht viel übrig. Aber> ',mö sa^n auch wir- < p af Posadoinsly ist über d i e Intrigen de« Ze u l ra l v e r ba n d e & gestolpert, we'l ec eine ernsthafte eäozialreform wollte. Graf Posabowsfy wollte wenigsten<i baß patriarchalische ArbeitSverhiltniS. Dein Nachfolger vertritt beit Arbeitern gegenüber den militärischen Standpunkt.
Wir wollen hier einen Staat errichten, so gut datz Sie Im Hlwmel eß nidjl besser haben können. (Stürmische Heiterkeit.)
Bäuerische und babifdie Minister haben unserer Tätigkeit An. eriennnng gezollt. Wir sind darauf nicht fonberlid) stolz, aber nckimen e» mit. Die Arbeiter müssen sich immer mehr nrgoiu- gieren, damit sie dein Zentralverbanbe die Spitze bieten lomien, ! (Beifall b. d. Soz.) -
At>g. Linz (Rp.)
Wir sind dem Staatssekretär dankbar dafür, datz er gute Beziehlingen zum Zeulralverl>ande unterhält. Man sollte chm deswegen keine Vorwürfe machen. Wir haben daß Vertrauen zu ahm, datz er die Interessen der Arbeiter tatkräftig wahren wirb. । Ter Redner wendet sich sodann der Besprechung einzelner der eiugel'rachten Njksolutiouen zu. Etwa« weniger wäre mehr ge. wesen. Auch wir erwarten wie die Konservativen noch in dieser S.ession die Eintiriugung der P ensionkv ers ichern.ng der P r ' v a t >> e a m t e n. Attr uerlnnßen, datz dem H a n d werk in weit höheren' llltatze al3 früher Aufträge zu Lieferungen für den Staat erteilt Iverden. Dav (besetz über den unlauteren Wettbewerb mntz mit aller Entschiedenheit ge- iwmdhabt werden. Die Hebung beß Handwerks mntz in erster Dine durch Selbsthilfe erfolgen; aber trotzdem mntz auch der ^taat den Innungen ihre itigteit erleichtern besonders durch Bekamps» ug bei A n S w ü ch s e d e 0 S n b m i s s i o n S w e s e n S. Der Redner bespricht anch andere von den 88 Resolutionen und fordert iiwbefondcre ein Linschrcitcn gegen den Schmutz in Wort und Bild.
Das Haus vertagt sich.
Sonnabend 11 Uhr: Sozialdemokratische Inter» Fellation über bie Wahlrechtsrede beß Reichs- kanzlerö , Etat des Reich Samt des Innern.
Schluß 6% Uhr.
Sitzung Ser Stadtverordneten.
(Wiefien, 17. Febr.
(Schluß.)
• Schlachthofgebiihren.
Die AuSspra>M' über i>ie Vorlciaa italint f'olnnibeit Verlaus: Stadtv. 'IM auf führt au-?, datz nach Aussage der Metzger die für 1911 wugesehene brlmunng der GroßviehsclUacklhalle noch einige Jahre hinan.'geschnben werden könne. 'Jliuh die vorgesehene 'asche Ämortisation '<> nicht nötig, da man bofh nicht ein 6telucibc in der C-kacnioni i zugunsten der ^lukunft so schwer belasten solle.
Der Vor sitzeu.'d< bezeichnet den Ban der Großsckilackst> Halle für bai< nächste Jahr für dringend nötig, da die »etzige smlfr schon setzt viel ;n Nein lei Die vorgeschlagene Amor- tiiatioiKSart sei mit Rückficht darauf gewählt, das; 1930 jedenfalls eilte abermalige Veigrötzerung des SchlactstHauses tzattzrr- finden habe. Bon den Metzgern habe er übrigens eine Antwort auf die Frage, ob durch die Aushebung des Sjftrotd das Fleisch billiger werde, nicht bekommen.
Stadtv. Wallenfels spricht sich für die vorgeschlagene Neuregelung der Gebühren ans. Er weist daraus hin, datz die hie- figeu Gebühren dann immer noch billiger alö z. B. die in Darmstadt seien.
Stadtv. Plank fragt, ob die Stadt lierechligt sei, das hier eingefübrtc Fleisch nochmals zu nnieriuchen.
Der Vorsitzende beiabt diese Frage. In Hessen sei eS möglich, dagegen in Preußen nickt.
«Stabil'. E ui melius fragt, wer nach dem Fortfall der Oktroi-
Erhebestclleu die Stontcotte aeSäbet werde, ob daS «nsesührte Ftäsch beschaut wird.
Der Vorsitzende meint, die hresigen Metzger hätten das größte Interesse an der Kontrolle und würden schon wachsam fein.
Stadtv. H u h n war der Ansicht getoefen, datz mit dem Wegfall des Oktrois das Fleisch billiger werden würde, nach der Vorlage werde dies aber nicht der ,^all sein.
Stadtv. Dr. Bier in c r bittet dringend, die Vorlage anzu- itebmen, die wohldurckidacht sei. Nack einer statistiscl>eii Zusammen^ stellung sei nicht anzimehmcn, datz die Fleischpreise heruntergingen, wenn das Oktroi aufgehoben werd. Man solle deshalb Den gegenwärtigen Zustand möglichst xu erhalten suchen, zumal auch die Metzger damit zufrieden seien. Die von der Verwaltung beim schlackt Hausbau vorgeselwne Amortisationspolitik sei durchaus gut.
Stadtv. Trotz hält es für angewitz, ob die Regierung bie Erhöhung der Gebühren genehmigen wird. Die Grotzviehfchlachd- Halle fei nur an Montagen und Donnerstagen überfüllt, an den anderen Tages werde fic öfters nicht zur Hälfte in Anspruch genommen.
Stadtv. Grünewald weist darauf bin, datz anch alle anderen hessischen Städte suchten, die Schlachtgebühren zu erhöhen. Die hier vorgefchlagene Erhöhung halte sich in mäßigen Grenzen. Die Erschwerung der Fleischeinfuhr sei berechtigt, nicht blvs der Metzger wegen, sondern hauptsächlich auS sanitären Gründen, da man der hiesigen Fleischbeschau mehr trauen könne als der in kleinen Orden.
Der Vorsitzende macht btrrauf aufmerksam, daß die Metzger schon mit einer Ab.gabe von 4 Psg. gegen bie Konkurrenz des auswärtigen Fleisches geschützt seien.
Stadtv. Dr. Bi er wer meint, wenn, wie zu erwarten wäre, die SchlachlgebühremErhöhung giiiebmigt würde, auch bezüglich der Beschangebühren für eingesührteS Fleisch die Genehmigung zu erwarten sei. Die Erhöhung der Schlachtgebühren fei Haupt- säckstich durch bie Stoftcn der Muanlagen begründet, nicht aber burd) ben Fortfall des Oktrois.
Die Vorschläge der Verwaltung finden sodann Annahme.
Ctadtkirchturm und Friedhofskapelle.
Ter Vorsitzende gab znnäclK einen Ueberblick über bie bisher mit dem zlirchenvorstand geführten Verhanblungen über den Stabtkirchtnrili unb bie Kapelle auf bem alten Friebhos. Er verlas bie Eingabe bes KirchenvorstanbeS vom 11. März 1909, in der auf Grund des Gesetzes über das Eigentum au Kirrten ufw. die Ueberschreibung beider Ofebände an die Kirchengemeinde verlangt wird, ferner bas NechtSgutachteii des Stadtv. Grünewald, bas beide (Mebäubc als im iinzweifelhaften Besitz der Stadt stehend bcscidynct. Es kam dann zu der tut Gesetz vorgeschriebenen Vergleichsverhandlnug vor dem Kleisamt, in der, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung und der Kirchengemeindevertretung, vereinbart wurde, daß der Stadtkirch turnt au bie .shrrlxmgemeinbc fallen unb bie Friedhosslapelle der Stadt verbleiben solle. Die Stabt sollte außerdem einen noch festzustellenden Betrag für bie einmalige Herstellung des Turmes, sowie für die der Kirchengemeinde znsallenbe Verpflichtung zur dauernden Unterhaltung bei Turmuhr 1200 Mk. Ahfinbung bezahlen. Weitt'r sollte bie Kirchengemeinbe bas lliecht haben, bei B.vrd'guugen, sowie am Himmelfahrtstag unb Totensonntag Gottesdienst in der Kapelle abzuhalten und auch weitere Gottes^ dienste sollte sie halten können, wenn sie der Stadt rechtzeitig vorher zur Genehmigung mitgcteilt würden unb kein Hiubernngs grimd vorhanden sei. Wie der .stärcheuvorstand später mitteilte, war die Kircl-engemeindevertretnng mit diesem Vergleich nicht Zufrieden. Sie verlangt, neben einem höheren Betrag für die Uhrennnterhaltung, hauptsächlich das Recht der uneingeschränkten Benutzung der Friedhosskapelle zu gottesdienstlichen Zwecken. Die iiiriftifdic unb bie Futauzkommission stellen ntmmehr folgenbeit Antrag: Nadst>em brr evangelische Kircktz'nvorstanb ben abge- schlossenen Vergleich abgelehnt hat, erübrigt sich ein Beschluß Darüber, ob bie von Oberbürgermeister Mecum in den Ver- gleidisVerhandlungen gemachten Zugeständnisse anerkannt ober als zu iueitflflKub abgelehnt werden. Die weitergehemden ?In■ spräche des Kirchcatvorstandes wegen der Benutzung der Frieb- hosSkapelkc werden abgelehnt.
Stadtv. E m m e l i it s erklärt- ihm pe.rsönlicl> sei es einerlei, ob der ftrirchturm der Stadt ober ber Kircl>engeineinbe gehöre. Er habe bei ber .Wrdxmgenteinbeorrtrctintd den Standpunkt eingenommen, dem Vergleich zuzustimmeu, damit endlich Friede, ab geschlossen werde. Er wolle Feinen Zweifel darüber lassen, datz er ain dem St and Pim II des abgeschlossenen Vertrages stehe, wenn er fid) auch bei her Abstimmung feiner Stimme ciittialflc.
Stadtv. Dr. (5 b e l betont, auch er wünsdte, da st die Stadt mit der .Srird)c in Frieden lebe, und erklärt, der jetzige Zustand entspreche der Rechtslage.
.Stadtv. Dr. W i m mcna uer schlietzt sich dcit Anssühomgen dc-S Stadtv. Eimnelius im allgemeinen an.
Der Vorsitzende regt an, datz Angehörige der Gegenpartei nickst an der Debatte teilnehmen möchten unb meint weiter, baß über die Höhe der AbsindungSsumme eine Einigung wohl erfolgt wäre.
Stadtv. Dr. Wimmenauer bestätigt, daß seither die Kapelle städtisches Eigentum sei, die Mir die habe aber bas Recht, Ofottesdienste adzuhatten. Er ist weiter ber Ansicht, Ml ev auch alS Stcrdtvemrbuetei' seinen Standpunkt hier vertraten könne, rotiut er and) dem Kirrl^envvrstmide an gehöre
Der Vorsitzende meint, was die Kirche jetzt verlange, sei noch mehr als eine EigenMmsübertragung.
Stadtv. Grünewald hält es für unmöglich, daß Herren, die ber anberen Partei angehörten, hier mitabstimmcn.
Stabtv. Wiun beantragt, im Invwesse beö FriebenS, baß ber MHrdienneinciube bie Benutzung ber FriebhosSkapelle wie seid- her zustehen solle.
Wie der Vorsitzende feststellt, hat der Vergleich, den der Kirdienvorstand ablehnte, der Kirche noch wcitergehende Zugeständnisse als dieser Antrag gebracht.
Slattv. B r ü cl ist der Ansicht, daß nunt ixr Kirche noch weiter entgegenIvmmcn solle.
Sdrdtv. Petri ist mit dem Fnlmlt abgescküossenLn Der- gleiches einverstanden Die Kapelle gehöre unzweisellwft. der Stadt, die 1862 die Kosten ihrer Wiederherstellung getragen habe.
Stadw. Troß meint, man solle die Snclw in Rulie erledigen itrth der Kirckie entgegeirlvntineu, fiumal die Stirbt fdjon einmal bei einem Streit mit der Mirrfje Pente guten Erfalstungeu gemackst 1-abe.
Der Vorsitzende bemerkt, man sei verpflichtet, die Ralste der Stabt zu ivachen.
Stadtv. Loder meint, die juristischen Mitglieder der Kirchen- (teiiu*inixuertrehmg Hütten erklärt, das Reckst sei auf der Seite der Kirche.
Stadtv. Wallenfels meint, gevade der heule vorliegende Antrag sei ein Antrag des Friedens. Mo.it solle die Zumutung der .SlitclieN'gemeinde zurückweisen.
Stadtv I a 1t n ist der Ansicht, daß er als Mitglied ber Kivck>engemeindelrertretnng tmS Recht habe, and) hier als Stadtverordneter milznwirken. Er stimme dem Porti egen ben Antrag zu unb sei der Ansicht, daß. doS Oi-ericht über die Sackie entsckieideil wöge.
Der Bors i tzen de möckste seststelien, daß c6 nicht die Schuld der Stadt sei, wenn der Vergleich scheitere.
Stadtv. Dr. Ebel führt aus, daß bie Kapelle unztoeiselhast Eigentum der Stadt sei. Sie sei von der Stadl, nicht vvtn Kirchen^ kasteit be-alstt lutnben. Auch seien Begräbnisgottesdienste nicht ohne weiterc-S anderen GotteSbieiisU'n gleichen stellen.
Stadtv. Griinewald, ber BcridZerslatter der juristischar Kvinmission, fiihrt ans, er ha de das beruhigende Bewußtsein, seine Pslidst als Stadtvcrvrbneler zu tun, wenn er bem Berstichv •|i«di wibersetze, beit die Vertreter ber Srircheugemeinde unternommen hätten, hier mitiiiberaten unb abzustimmen in einer Sache, in bro sie als' gesetzliche Vertreter ber Gegenpartei in einem ^ntereffen* vonflit't sich befänden. Seine Haltting sei durchanS Feilte polemische, er wv'lle Icbigltd) die Stadtverordneten davor behüten, daß beti Widerstreit ber Interessen Bedenken in ihrer Seele errege, ob ihre .Halttmg mit ihrem Eid als Stadtverordnete sich vertrüge. Nur in diesem Sinuc habe er die ciblidic Pflicht der Stadtverordneten envahlrl, nicht in dein als lücnn die Stadtvervrdneteit gegen diese Bflidst verstvßeit hätten. So wenig der Vorstand einer Mtieitgesellsck^ast oder anderen juristisckien Plwsvn alS ©taMrerotb* neter tu einer Sache des von ihm verttelenen Instituts mitstimmen koime, so wenig die Vertreter der cv. Kirchcitgenwinde, berat cS Handke sick) um einen Interessen streit, in dem auch die Frage, ob ein Prozeß zu führen sei, zu eutschcidcit sei. Es sei doch uro* denkbar, daß beispielsiveise bie Stadtvervtbnelettperjantmlung bt- schließe, unter Nrilwirkung der Vertreter ber ev. Kirchen gemeinde, 8000 lOZnrf für Reparatur dc§ Kirchturms zu beschttetzeu. Wch stellen die fast ausual/msloS cvangelifck)en Stadtveoorditeten da, wenn sie ben Iitterefim der Stadt zuwider die Vertreter der Kirchengemeinde in dieser Sach- niitbesdstießen ließen, wie sehr exponierten sw sich der Kritik der. 'Ungclyörigcu anbeter Mnsesswnen! — Der Besdstutz, den die juristische Kommission gefasst habe, s« keine Kriegserklärung, er bahne den Frieden an, indem er bie Weiterg eh enden Anforderungen der fttrdxm gemein tbc acklehne, sv daß diese in Güte Verhandlungen sortsehen mäffe. Er Ijabe bett Eindruck, daß die Kirchenvertretiing jetzt diese loeitcrgehenben Zu- nruhmgen gar nicht billige, sondern baß das Obervoitsistoritiinl hinter der Sache stocke. Dem Unrecht, das dieses wolle, müsse ent* gegen getreten werden. Einen Prozeß wünsckie die juristisck-e Koni* inisswn keineswegs, ein svlästr Streit in mtserer Stadt würde zu beklagen fein, miau sei zu glstlichem Austrag durchaus geneigt, aber die Gegenseite sei cS, die bie gebotene Hand ztrrück'gestoßen hübe. — Er beantrage Beschlußfassung im Sinne ber iuristischen SOommifftBit unb namcnlfidje Abstimmung.
Nack) wetteren Bemerkungen der Stadtvv. Troß, Dr. Wi nt^ men«uer und I amt, die auch für die Mitglieder der Kirchen* gemeindcvcrtreter ba5 Recht in Anspntch neiynrcn, hier mitzu* ftiirtnien, aber sich der Abstimmung enthalten wollen, erfolgt dick namentliche Ab-stiininung, die einstimmige Annahme deS i'ttrtrageS der juristischen unb Fiitanzlümmission ergibt Dafür merben 18 'Stimmen al^egeben. Es enthalten sich bie Stabwo. Emmelins, Helfrich, Helm, Jann, Löher, Troß, Dr. Wimmenauer und Winn der Stinrme.
Städtische Arbeiten nnb Liefernngen.
Die Schreibmaterialien sollen an die seitherigen Lieferanten frei hält big vergeben werden. Im allgemeinen toter beni tneleTben Preise wie seither bezahlt, nitr in einigen Artikeln» sollen geringe Preiserhöhungen ein treten.
Die Lieferung von L it n giftei n -Bordsteinen sür die B isto* gersteige wird frei Mn big an Sc hüb in Mähen zu 7 Mark für den Meter vergeben. Der Preis stelll sich etwas billiger wie fcitlrtn;
Für die Entsernimg des Grundluastzws auf bem israelitischen^ Teil deö Friedhofs werden <500 Mark bewilligt. Die Arbeitens foffen als Notstand-)ürbcstten audncfülyrt werden.
Für Er darbe iten nm Wasserwerk werden nnchträglich 2500 Mark Mehrausgaben bewilligt, bi» durst) unvorhergesehene Felssprenguirgien nötig geworden sind.
Verschiedenes.
Die KvkSpreise Mtoben um 10 Pfg. für StückLokV rach 20 Psg. ftrr NußkokS lierabgesetzt.
Ein (Kesuch der ts?cbr. Kahl, sie von der .zetznjäkstegen Gaum- tif für die 190(> lnwgestellte Anlage zu entbinden, das mit der? Festsetzung des St.rdtbmiplauS z-toisckmr Frankfurter Straße und Auhmn begrittidet wird, wird aus prinzipiellen Griinden abgvlctynt.
Dem Beitritt der ellle k t r i i m c n Straßenbahn Mac Verein deutscher Straßen* imh Mlruibalm Verwaltungen wird Mst einem Jahresbeitrag von 100 Attrrk zngestimmt.
Der Verpackstinig von Grüben an die l an dwi rtscha ft- 11 d) c V e r s u d) ö ft a t i ö it im ^)?enstädterfeld wird gegen 2 3J?<nf IalireSpachl zugestimmt.
Der li. Kompagnie nnrb ein GraSstrich zwisclien der Diiillschen Wircksckiaft unb dem Weg nach der Liebigslchhe zur Ausstellung von Sdicilxnt gegen eine jährlid)e Anerkemcuugsgobühr van l Mark verpachtet.
Ein Gesirck) deS KstrckPaul zum Betrielr einer Ka ffcewi rtq sd) a s t im Hause BahulZMraßc 62 wird befürwortet.
Wie uns der Obermeister ber Metzgerinnuug E. L. Sack unter Bezug auf bie geftriiTcn Drittcilungcu, ühcr die Verhartbümgeni tot gen ber S ä stadi t hau sg e bü hr en mitteill, hat er in der Sitzung der SdLachthauSllommisfi'vn seinen Standpunkt dahni festgelegt, dasi er gegen eine Ntriregelung der Scklaclitgebühren mit Rucks teilt auf den Wegfall des Oktrois au sich nichts einluntbrit könne unb toürde. Er l>abc aber ebenso bestrmnrt er Härt, daß bie Höhe der Gebühren, wie sie in dem Entwurf vor gesellen sind, nicht billige, weil sie seiner Ansicht nach zu lpch und nickst gereckstfertigt seien.
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Zu heben In den einschlägigen durch ° Plakate kenntlich gemachten Geschäften.
▼erlange man ausdrücklich
echte MAG6I-Wirze
end aeilte darauf, daee die Würze aus der grossen Original - MAGGI - Flasche gefüllt wird; denn In diesen Flaschen darf gesetzlich nichts anderes als echte WAGGI-Würze fellgehalten werden. CV,
.MAGGIS rnle, tyireMnn Küche.'
Auch beim NachfQllen
Man hüte sich vor Nachahmungen!
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