Ausgabe 
18.4.1910 Zweites Blatt
 
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Rechnung toar ger^t,

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denn er Hai seine schive- i möchte ausdrücklich feit. 'Einung großen Pflicht- sich in die RcchnungS- ms arbeiten.

: Totlage geht an die

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^eiiftänb, h, , jNefreiär K'NiNen.

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flogen die fiolo. Ä y um ein «(113, ölc Nachforderung nicht "Jiefiiinö dec Gesellscha>.

Draunschtveig. ybee zur TuttMhtllr.g

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|trt nicht überall PiTligiing Wünichen der Mehrheit jeit ist sic in Bcc- ällitt Miniert morden. inblid}. äbtr es lit un- iol! le ii ben üWriir er- asj möglichst viel Briese geiübrt werden DK >e!ämvien. GewK, i<tgen GcMren m an- Lasur gibt etz dort aber gt nur oic reine Pansch« näßiyung der Gc« nig sprechen. Das sind 5 Prozent eine Erhöhung sind aber die Teilnehmer. . (SeroiK. K'»pci«h>schlt eine Geshräch zu zahlen, neuen «.ählavparat W Verteilung der Ausgaben ^Beifall.)

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Ein labe frank

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Meteorologischeveodachtungen der Station Gießen.

Wetter

4

W

752,1

Frankfurter Börse,

; . 112.80

3'

111.75

109.80

Berliner Börse, IG. April. A.ifa,ii?sxvn.

. . 183.20

Cauada E. B. .

i

16. April, 1.11 Uhr.

Elcktriz. LaLmeyer .

8otuienfd)cin Bew. Himmel Sonnenschein

12,8

9,7

8,5

April 1910

100.20

98.50

95.55

65.10

66.90

100.25

98.40

94.90

4°

4°, 3°<

4',

4'

4°Z

. 133.70 . 250.10 . 93.20 . 159.10

Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C.**. Dresdner Bank . .^« Tendenz: fester

Hurpeuer Bergwerk . Laurahütte .... Lombarden E. B. .

Nordd. Lloyd .. . <r..

Türkcnluse . ,. ..

93-30 84.90 93.30 84-70 92-15

61

75

79

-1.60 160.20 136.00

Zwiebeln per ^eiBtrcuil per

3'/, 3',

197,60

. 173.70

21.90 . 103.90 . 179.00

Ileichsanleihe .X do. v^-.. i

6,3

6,8

6,6

153.80

202.00

207 60

141.80

198.20

173.20

104.00

95.50

175.80

133.65

250.00

155.00

188.60 159 50

-09.20

3°' Mexikaner . .

4',2% Chinesen . .

Aktien

Bochum Guss . -.....

Buderus E..-W,«*.*;.

Tendenz: fest.

Handel und Verkehr, volkswrrtichakt.

** Reederei-Fusion. Lurch Kauf bat die bekannte Großreederei Mathias Stinnes in Mülheim a. Rh. die gleichfalls bekannte Frankfurter Reederei-Gesellschaft und Kohlm- grophandlnng Ach ton Fulda in Frankfurt a. M. an sich ge­bracht Tie Firma Stinnes hat in der letzten Zeit eine Reihe zum Teil bedeutende Reedereien ausgekaust und hat nun den größten Scl-iffspark auf dem Rhein, nämlich 22 Tampfer und fast 100 Schleppkähne.

Frankfurt a. DL, 16. April. Tie heutige ordentliche 5) a u P t v e r s a m m l u n g der Buderus' schm Eisenwerke Wetzlar, zu der 4136 Aktien angcmcldct waren, genehmigte den vorgelegten Rechnungsabschluß für das, Jahr 1909 und be­schloß, den' Reingewinn nach dem Vorschläge der Verwaltung zu verteilen. Hiernach gelangt eine Dividende von 5 Proz. gegen 6 Proz. int Vorjahre sofort zur Auszahlung. Die aus dem Aus­sichtsrat ausscheidendeit Dtitqlieber, Kommerzienrat A. G. Witte­kind-Berlin. Bergwerksdirektor I. Allmenröder-Köntgsberg und Bcrgwerksdirektor L. Roth-Wiesbaden, wurden wiedergcwählt. Tie Verwaltung berichtete, daß der neu zugcstellte Ofen I der Sophienhütte am 14. ds. Mts. in Betrieb genommen wurde.

(ßcricbtdfaaL

Ein Leitenstäck zur Siebenlehner Feuerwehr.

Z Zweibrücken, 15. April.

Als ein Seitenstück zu der seinerzeit vielbesprochenen Feuer­wehr von Sicbenlchn entpuppte sich in einer hiesigen schwur - gerichtsvn Handlung die von F g g c l b a ch bei Neustadt a. d. Haardt. Wegen Brandstiftung hatte sich der Spezerct- w a r c n h ä n d l c r Asel zu verantworten, der in dem Heilten, kaum 800 Einwohner zählenden Dorfe sein Geschäft betrieb. Der Ort war seit einigen Fahren dadurchberühmt" geworden, datz sich ui ihm verhältnismäßig die meisten Brandsälle in der Pfalz ereigneten. Zedesmal brannte das Haus bis znm Grunde nieder, und die Zahl der neuen, vom Gelbe der Versicherungsgcsell < schäften erbauten Häuser ist sehr stattlich. Tie Angehörigen des AngeHagtcn haben allein eine große Zahl davon inne. Von Fanuar dis 52 ft ober wurden elf Häuser vollständig in Schutt und Asche gelegt. Die tiefgehende Wirkung der Brände war ifi der Hauptsache auf die werktätige Hilfe der Feuerwehr zurückzuführen. Nach verschiedenen Zeugenaussagen erschien die Feuerwehr erst an der Brandstelle, wenn dem Feuer nicht mehr Einhalt getan werden konnte. Das erste Augenmerk der Feuerwehrleute richtete sich darauf, ob auch genügend Bier vorhanden sei, von welchem Löschmaterial vor jedem Brande ein Wagen voll ungefähren worden sein soll. Dann gingen die braven Feuerwehrleute daran, alles, was nicht vom Feuer zerstört wurde, vollständig nieder- zureißen. Infolgedessen war es niemals möglich, ^an Ort und fxor x.-.-i 'Hrnnhi--. rtnrfi£iinphpn "^Vr S-rfifnitrbiührer

Ungar. Goldrente .... Italien. Rente . .=. Portugiesen Serie I .' Portugiesen III 0 russ. Staatsaul. 1905 A japan. Staatsanleihe Conv.Türken von 1903

= 4- 13,9 6 <J.

= -V 8,3 VU.

: 180.20

. 49.49

. 91.00

. 69.90

. 100.00

7 240.20

Tiirkeulose.....

4°'o Griech. Monopol-Anl.- 4° äussere -Argentinier .:

4J,0 Oertern Goldrentc .-y 4'/(,u/o Gestern Silberrentc

Arbettrnachweir und Landunrlschaft.

Mnn schreibt und: ____ . , ___f.

Seit drei Febrcn ist tn< unter Dhfnnrfunfl des Obervraft^ deuten der Provinz .-oessen-Nafiau unter bem Namen: ,5RittcL deutscher ArbeitSriachweisverband" ins Leben gerufene Organi sation der öffcntlidxn Arbeitsnachweise der Provinz Hessen-Napau, des Großhei zogtums Hessen, des Fürstentums Waldeck und an grenzender rhelnpreus-ischer (.Gebietsteile (Kreuznach und Wetzlar! bemüht, ihren wichtchsten Grundsatz, einen Ausgleich der Arbeits kräftc zwischen Stadt und Land herbcizusühren durch die Organi­sation der Arbcitonachmcisc in mittleren nnd Heineren Städten und auf dem platten Lande, zur Durchführung zu bringen. Der Grundgedanke des Verbandes Hal sich durchaus bewährt, trotz­dem von den Landwirten den öffentlichen Arbeitsnachweisen noch lange nicht das genügende Interesse entgegengebracht wird. In den Gemeinden jedoch, die den Arbeitsnachweis den^Bedürfnisfen des Landes anzupassen verstanden haben, sind die Interessenten­kreise mit den Leistungen des Arbeitsnachweises durchaus zu- ftieden Besondere Helsen diese Arbeitsnachweise dazu, land­wirtschaftliche Arbeitskräfte aus den Großstädten durch die Arbcits- vermittlungsstellen, an denen durchwegs ein starkes Angebot landwirtschaftlicher Arbeitskräfte herrscht, namentlich dort, wo starker Durchgangsverkehr ist, wie deisp in Frankfurt a. Bc., Gießen, Mainz, )lassel und Worms, wieder am das Land zu ziehen und sie tragen dazu bei, durch den Nachweis von Arbeit in der näheren und weiteren Umgebung der Arbeitsver­mittlungsstelle, heimische Arbeiter vor der Notwendigkeit zu be­wahren, sich zur Erlangung von Arbeft ist die^grotzen -Städte zu begeben. Die Erfahrungen, die mit diesem ^vstcm eine Reihe ländlicher Arbeitsnacl weise, wie Friedberg, Limburg, A>itzenhaufen usw., gemacht habe», waren überrascheiid, indem es durch die enge Berbiiidung der Landgemeinden mit dem .streiszentrum ge­lang, eine Reihe osf'ener Stellen nachzuweisen und diese mit Einheimischen zu besetzen. Bei weiterem Ausbau der Arbeits­nachweise auf dem Lande können diese somit ein wichtiges Zn- strument einer auf gesunder Basis beruhenden H e i m a t v o l l t i k werben, namentlich dorr, wo daneben noch die Dolksbildungs- bcstrebungen, die den Bedürfnissen des Landes Rechnung tragen und heimische Art und Sitte fortznbilden suchen, Förderung erfahren. Gleichzeitig kommen diese Bestrebungen auch dem Z It ­ter e s s c der Landwirtschaft entgegen, die mit Arbeits­kräften verforgt werden soll und auch fteyt schon in n e n n e n s - Werlern Umfange von den ö f f c n t li ch e ii^ Arbeits­nachweisen tatsächlich v e r s o r g t w i r d. Fetzt bet dem Beginn der F i ü h i a h r S a r b e i t e n sei deshalb auf die Etn- ^chtungen der öfientlichen Arbeitsnachweise hingewiesen ^und deren Benutzung empfohlen. Kostenlose Vermittlung, <rahrpreis- t rinäpifliing für den zugewiesenen Arbeiter, Rückvergütung der iielephongebühren für die Heineren Arbeitsnachweife, befandere nm Freitag jeder Woche erscheinende Bäkanzenlisten für die Land- »oirtfchast usw. sichern dem öffentlichen Arbeitsnachweis einen Vorsprung vor jeder anderen Ve.rmittlungSarb Es beftehen zurzeit in unserem Kreise öffentliche Arbeitsnachweisstellen in Gießen und Neu-Ulrichstein.

Kleine kbs'

Türk. Tabak-& Cigaretten-FabrlkKios" o E. Robert Böhme, Dresden.

WSW 4

W 4 ,

Elcktriz. Schuckert . i |. Eschweiier Bergwerk . ' . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Ainerik. Paketf. Harncncr Bergwerk . -.. Laurahütte . ^.......

Nordd- Lloyd .? . . Oberseliles. Eisen-Industrie Berliner Handelsgcs. . . Darmstadter Bank . . . Deutsche Pank . . .' . Deutsch - Asiat. Bank . . Diskonto - Kommandit . < . Dresdner Bank . . . » Kreditaktien . . : Baltimore- und Ohio- V.*--"

Eisenbahn .. .. .. . . i Cotthardbahn . . .Z,.-r. Lombard. Eisenbahn. <. g. Oesterr. Staatsbahn . .

Princc - Henri - Eisenbahn *.

s-'z-

Märkte.

Gießen, 16. April. Blarktbericht. Aus hLutigeni Wochen» niarkte kostete: Butter pr. Bid. ILO1.25 Dik., Hühnereier 1 St. 7 Psq., Enteneier 1 Stück 8 Psg., Käse pr. St. 68 Pf., Erbsen p. Pkd. 0000 Psg., Linsen v. Pid. 00- 00 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,001,60 Alk., Hähne pr.

5cdt sich z«mlich 90* Brandpiatze fern oder richtete das Strahl­rohr des SchlMiches i» die entgegengesetzte Richtung. Die .iggel- bacher waren in der Lage, einen Brand Voraussagen zu können. So wurde drei Tage, bevor das Haus des AngeHagtett^ und gleichzeitig noch drei Häuser nicderbrannten, von zwei >^ggel bachern mit einem Elmsteiner gewettet, daß i n n erb a l b dreier Tage vier Häuser abbrennen würden. Xie vier Häuser brannten zu einem großen Schutthaufen nieder und der Elmsteiner hatte die Wette verloren. Diese, Sehergabe kam der Staatsanwaltschaft verdächtig vor, zumal Asel in der Nacht vor dem Brande eine Reihe von Sachen aus dem Haute geicham hatte. Diese Sachen hat Asel bei einer Bersichcrungsgeselltchaft als verbrannt angegeben, um die darauf ruhende Verficherungstunune zu erhalten. Im Laufe der Untersuchung mürbe daher die An klage gegen Aiel wegen Brandstiftung auch auf Verucherungs betrug ausgedehnt. Fn der Verhandlung bestritt der AngeHagte jede Schuld. Die Zeugenvernehmung gestaltete sich überaus schwierig. Fast alle Zeugen bequemten sich erst nach einem sehr eindringlichen Hinweis auf den geleisteten Eid dazu, auszufagen, jedoch waren die Aussagen in den weiften Fällen belanglos. Einige Zeugen wurden wegen des Verdachts der Beihilfe nicht vereidigt. Tie Ehefrau des Angeklagten verweigerte ihre Aus­sage. Tie Geschworenen hielten die Anklagevunkte nicht in allen Fällen für hinreichend erwiesen und sprachen ihn daher nur des Versicherungsbetruges schuldig. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten darauf zu einem Jahre Ge - r ä 11 n n i>.___________

Lustschisfahrt.

Zu dem Umbau desZ. IIP' äußert sich, demTag" zufolge Dr. Hugo Eckener, der Mitarbeiter des Grasen Zeppelin, in einem in Stuttgart gehaltenen Vortrage wie folgt:Tic Geschwindigkeit desM. HI", von dem neuer­dings so viel Wesens gemacht wird, sei eine sehr zweischnei" dige Sache, solange man nicht wesentlich sparsamere Mo­toren hätte. Man soll h^ute eigentlich über 15 Sekunden metcr nicht hinausgehen; natürlich wisse man das in Berlin auch. Tie Gründe, weshalb in Berlin dennoch ein so starker Wert auf große. Geschwindigkeit gelegt werde, seien un; bekannt. Es dürfte doch als ausgeschlossen betrachtet wer­den, daß man mit demM. III" mir eine Art leistung beabsichtigt habe; bemerkenswert sei jedenfalls, daß man in Tegel und Friedrichshafen noch g an z v e r - schiedcne Wege gehe. Der Traht zwischen beiden Lus^ schjffzentrcn funktioniere augenscheinlich immer noch nicht so recht. Man lyättc es in Berlin in der Hand gehabt, das LuftschiffZ. III" auf Grund seiner enormen Tragkraft in jedem gewünschten Sinne auszubauen. Man baute in Friedrichshafen natürlich auf.die Dauerfahrt und holte sich die Ablehnung wegen zu geringer Eigcngefchwin- digkeit. Tic Militärbehörden wissen ganz genau, ivas ftc wollen, nämlich denZ. III" nicht a b nehmen/'

LlngcsanSt.

.Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik fteheuden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber tcinerlct

Verantwortung.)

Auch eine Erziehung z u m Patriotismus.

Auf dem Trieb hielt der Kaiser mit Gefo.ge und nahm tue Parade über unser Gießener Regiment ob. Auf dem Wege :var er von dem Volke mit ivcuöiqem Zuruf begrüßt worden, und nun drängle sich die Aienge bis l.art an die Absperrungslime. Wir standen am Rande des Triebs, ctiva in der 'J itte zwischen Schützenhaus und der Straßengabelung. Leute vom -anb dabei; Läler deren Söhne vielleicht beim Regiment dienen, funge ~eute, denen' die Militärzeit noch beoorftebt: alle aber in ieillicher Er­legung und alle begierig, möqlicbft deutlich und flciian ihren Kerrscher zu sehen. Doch das Auge des Gesetzes ivacht mich dar­über Hart -vor uns ritt ein Gendarm in lebensgefährlicher Rahe die Postenkette auf und nieder; mit finsterer Miene verlangte er, die Alenge solle zurückgehen. Wenn das nicht geschehe, w e r d e' e i n g e h a u e n werden. So wird m Gtetzen MS Volk begrüßt, das seinen Kaiser sehen ivill. Ist die Gievener Be­völkerung so roh, so impotriotifd), so ge'ährlich, daß inan ihr mit der Waffe drohen muß? Tas ist geradezu emo Beschunvwiig des kaisertreuen Volkes. Es sollte mich nicht wundern, wenn durch solches Vorgehen mancher m seiner loyalen Gesinnung wankend würde; auch die sozialdemokratische Agitation wird daraus Stutzen zu ziehen wissen. Inwieweit trifft <ür einen so schneidigen Herrn der Titel Sicherheitsbeamter zii, wenn durch ihn selbst die harm­lose Aienge an L'cib und Leben bedroht wird? Hosientlim erfolgt llntersuchung, v'

Spielplan der vereinigten Jranffurter Stadttheater.

Opernhaus.

Montag den 18. April, abends/.8 Uhr:Die geschiedene Frau." Dienstag den 19. April'):Tiestand" Mittwoch den 20. April geschlossen. Donnerstag den 21. April.Garmen. Freitag den 22. April: .Gimtram.'' Samstag den 2«,. AprU. .Hoffmanns Erzähluiigen.' Sonntag den -4. April. Jiba. Montag den 25. April, abends 7*/3 Uhr:,>encr5not." ÜMinrab^ Herr Femhals als 63oft.) Dienstag den 26. April:ora ^iapolo. Mittwoch den 27. April, adeiids 7',, Uhr: tf©alomc, (Salome. Mine. 2lino Ackle als Gast.)

Schauspielhaus.

Montag den 18. April'):Hans Lange." Ttenstag den 19. April:Die schöne Mirjam."Heiße Liebe."Ter fchlechte Rui." Ter Arzt seiner Ehre." Mittwoch den 2l>. April:Zohanms- feuer." "Ter Älrzt seiner Ehre." Donnerstag den 21. April: ,,-^te Jungfrau von Orleans." Freitag den 22. April:Kabale imd Liebe." Samstag Öen 23. April:Ter dunkle Punkt Sonntag den 24. April, nachmittags 3'/., Uhr:Ter dunkle Punkt. Jbeiibö 7 Uhr:Tie schöne Mirjam."Heiße Liebe." ,,-tcr flechte Ruf. Ser Arzt seiner Ehre." Montag den 2o. April: ~e^ Piarrers Tochter von Streladoi'." Die.istag Öen 26. April:Tte Rampe." Mitliooch den 27. April:Herodes und Martamnc." (Alariamue: Irene TriefchZ

*) Anfang, wenn nicht anders bcinerkt. abends um 7 Uhr.

Canöwirticbaft

' Förderung der S eh a f z »ich t. Wie in Züchterkreisen bekannt ist, hat der Landivirtfchaitskammer-Ausschilß im vorigen Frühjahre 2 Schafböcke aus England eingeiührt und in den Ge> ineinöcn Göt> en, Schotte n und B 0 benhausen öteiiim* Schäfereien gegründet. Besonders ausgewählte und zur !sirei>zung mit de>i englischen Eotwoldsböcken geeignete Mutterschafe wurden zu einer Herde vereinigt, von den Böcken gedeckt, und, die w diesem Frühjahre geiallenen Nreuzungslammer zeigen eine a»ißer- ordeniliche Vererbungskra't der Böcke, indem sie sich durch größeren Wuchs, bessere Knochenstärke lind reichlicheren Wollbesatz sehr vor­teilhaft auszelchneii. Von den nc»'nüencn Lämmern wurden ms- gesammt 133 Stück zur Weiterzuchl bestimmt und gekennzeichnet. -10 Bocklänimer hiervon werden nach der Schur durch den LandivirlschaitSkammer Ausschuß von den Züchtern zu den ver­einbarten Einheitspreisen nnffletanit werden und sollen von ^lnfanq Funi bis Mitte 2lugiist mit ihren Muller» auf der mngviehweide in Lauterbach unter Verabreichung einer guten Weide nnb des erforderlichen Kraftiutters weitergehalten lverden. Ende Augilst ist eine öffentliche V ersteiqer u n g der Bock- lamm er beabsichtigt, bei ivelcher ein mäßiger Durchschnittspreis zu ttzrunde gelegt wird, bei dessen Ueberschreliung der Blehrerlos vrozenlisch zurückvergütet und bei dessen Umerbietunfl der Fehl­betrag vrozenlisch erhoben wird. Die Gemeinden und Scha'ereieu, die Bocke bei der Persteigerung erweichen, erhallen Zuschüsse m Höhe von 20 Proz. der Stcigpre:se. Du es mit Hilft des so ge­wonnenen Zuchlmaterials möglich ist, da? Landschai in ftörper- schwere, Form und Wollertrag ivesentlich zu verbchcrn, ist eine große Rachfrag nach den Schaiböcken zti crivnrten.

a. Bi a rb ur q , 17. 91pril. In Anbetracht des Umstandes, datz in Muibch'en noch vielfach an der althergebrachten Tracht fest- qehaltcn wird, hat der Vorstand der Detttschen Landwirtschafts- Gesellschaft au die iandwirtschaftlichen ftrcisDerctnc das Erfiichen gerichtet, gelegentlich der nächstjährigen Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Kassel ein kurhesslschcS Trachten­fest ab,Inhalten. In einer gestern in Fr onhau) c it ab gehaltenen stark besuchten Versammluitg des L a n d w i r t f cha f t l i ch e n Kreisvereins Biarbnrg ivurdc beschlossen, diesen Plan nach rträitcn zu unterstützen. Die Versammlung beschloß ferner, als Vorbereitung für die Kasseler Ausstellung am 25. Mai m Mar­burg eine auf den Kreis Marburg beschränkte Ausstellung von Vogelsberger und Simmentaler Rindvieh, sowie von Schafen, Ziegen und Schweinen zu veranstalten. Aus Mitteln der Land- wirtschaftskammcr, der Vereine und des Kreises stehen rund 1740 Mark für Prämiicrungszwecte -.uv Versügnng.

Höchste Temperatur am 16. bis 17. April

Niedrigste , , 16. , 17. </

Niederschlag: 0,3 nun.

Dermtfcbies.

»Die Leichedes Äb g. Dr. Delbrück g e bora cn. Die Leiche des am 3. 2lpril bei dem Unfall des Ballons P 0 mmcrn" vor Saßnitz verunglückten Reich stags ab ge­ordneten Dr. Delbrück ist am Samstag vormittag lOi . Uhr von dem Saßnitzer Taucher Lunk endlich geborgen mor­den. Die Leiche ist an derselben Stelle gefunden morden, Mo der Ballon ins Meer gestürzt ist. Der Taucher, der schon seit einigen Tagen nachsuchtc, stieß im je Iben Augen­blick auf die Leiche, als ein Taucher des Torpedobootes S. 171" ;n seiner Unterstützung auf dem ^Ideeresboden erschien. Die Leiche wurde nach dem .Hafen geschafft, wo die Besichtigung durch den Amlsvorstcher stattfand.

* Ein ,',ni dtt empfehlenswertes Mittel" benutzte ein Landwirt in Schmachtenhagen zur Entdeckung eines Diebes. Tiefer hatte die Erntevorräte: Rüben, bloggen usw. des Land­wirtes mit einer Energie geplündert, die einer besseren Sache wert gewesen märt. Ta es nicht geringen wollte, den Spitz­buben zu ermitteln, vergiftete der Bestohlene seine Kar tofieln. Und siehe da, die Kartoffeln versckpvanden wie die übrigen Vorräte. Fetzt war man gespannt, aber auch nicht ohne Sorge. Was ergab sich nun? Ein Rachbm erkrankte mitsamt seiner Familie, zum Glück nickst schwer, und mit ihr die Schweine, von denen dann mehrere entgingen. Tie Folgen waren, daf; der Bestohlene zum zweiten Male ein solches Mittel schwerlich wieder anwenden und der Dieb anderer Leute Kartoffeln un­berührt lassen wird. Wir meinen, daß dieses ,,nicht emp­fehlenswerte Mittel", wie dieDeutsche Tagesztg " sagt, doch schon ein recht rohes, ja nngeheirerliches Mittel ist, das unbebingt hart bestraft werden miißte, denn es ipärc doch nickst ausgeschlossen gewesen, daß der Dieb seine Beute verkauft l)ätr und fällig unbeteiligte Leute in Lebensgefahr gebracht worden wären Daran scheint der schneidige Besitzer aber gar nicht gedacht zu haben.

*93 c i m Friseur.Werde, ich nicht lächerlich auSsehen mit dieser neumodischeir Frisur?"Durchaus nicht, gnädige Frau, was kann Fhnen daran liegen, wenn man sich über Haare luftig macht, die Fhnen nicht gehören?"

* Roch nie dagewesen!Sie sind wirklich em Glücks­pilz !"Das muß ich zugeben: sogar um meine Schwieger­mutter werde ich beneidet!"

TeBefcmceche KuirsEiepachte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt rou der Bank fllr» Handel und Induatriey'Giessen.

3'/>°/o Konsols v".. do.

Hessen

jn Oberhessen r-.-

Stück 0,80-1,80'Dif., Gänse vr. B'd. 60-70 Pi., Önten vr. fetUtf L» Ms 2,20 TiL Ochfeufleisch pr. Pid. 76-«4 Ptg^ Kuhsielfck) pr. Pfd. HO Pta., Riudsieisch pr. Pfund 70-74 Pfg. Schweinefleisch vr. Piund 80-96 Psg., Schwenieflesich. gesalzen pr. Pfd. 96 Psg., Kalbfleisch vr. Pfd. 80-84 Plg., Hammelfleisch pr. Pfd. 6084 Pig. Kartoffeln vr. 100 Kg. 5.oOo.OO In, Ur. 9,0010,00 TUL, Aiilckf per later 20 Pig., iürf 10-15 Pig., per Zentner L'ck. O.SO-O^ Aep cl perZk. 1018 IHL, Birnen per Ztr. 10lo Mt.Dhdic 100 etud 40oO Big., ver Ztr. 0-00 Alk Aiarktieii von .1 Uhr.

17. 2743,4 1

17. 9«' 747,8

Teil-

Ehocolade tinköslI.Genuss