Ausgabe 
2.11.1910 Erstes Blatt
 
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erschien, drohte ihr die Person mit Verhaftung, jedoch schritt hier der Ehemann energisch ein und wies die Geheimpolizistin vor die Türe. Mehr Entgegenkommen fand die Person bei einer anderen Familie im gleichen Hause. Hier gestattete man ihr die Durchsicht sämtlicher Räume, woraus sie sich entfernte.

^Garbenteich, 1. Nov. Ein n e u e s In d u stri e- tverk ist bei unserem Dorfe im Entstehen begriffen. Im Walt) zwischen Dorf-Gilt und hier hat man vorzüglichen Ton gefunden, der sich zu mancherlei Zwecken verarbeiten läßt. Dem Vernehmen nach eignet er sich zur Porzellan­sabrikation. Das Fabrikgebäude ist schon im Rohbau voll­endet, der Bahnanschluß an die Strecke. GießenGeln­hausen ist im Bau begriffen.

3j ch' Nov. Am kommenden Montag, 7. Novem-

w. Darmstadt, 1. Nov. Der in einer Darmstädter Zi­garrenfabrik belästigte Arbeiter Kraft aus Griesheim sprang von einem Wagen der Darmstädter Dampf ftraßenbahn, geriet unter die Räder und wurde sofort getötet.

Kreis Wetzlar.

w. Wetzlar, 1. Nov. Unser KTeissekvetär, Rechnungsrat Hubert Magnino ist mit dem heutigen Tage in den wohlver- dieitten Ruhestand getreten. Nachvem er früher im Kreise Meisenheim als Kreissekretär tätig gewesen war, wurde Herr Magnino am 1. Mai 1874 in gleicher Eigenschaft hierher versetzt, er hat also nahezu 37 Jahre, und zwar unter den £anb raten v. Helldorf, v. Fieschowitz, Stackmann, Dr. Goedeke und Tr. Sartorius im hiesigen Kreise gewirkt. Kürzlich wurde sein bOchhriges Tienstjubiläum gefeiert, bei welcher Gelegenheit Land­rat Dr. Sartorius dem bewährten Beamten den Kronen­orden 3. Klasse mit der Zahl 50 überreichte.

Aus Stadt und Land.

G legen, 2. November 1910.

** Tageskalender für Mittwoch, 2. Nov. Stadt­theater: ,Sappho". Anfang 7 Uhr.

*

** Ordensverleihung. Dem hessischen Geheimerat Karl Säffert-Darmstadt wurde der Kronenorden zweiter Klasse verliehen.

* Titeloerleihung. Der Großherzog hat dem

GerichtssaaL.

Berlin, 1. Nov. In dem Prozeß gegen den Direktor deZ Berliner Lusisplelhaufes Tr. Zickel erkannte heute der Bezirks­ausschuß auf Entziehung d e r K o n z e s s i o n , da die Beweis- ausnahme ergeben habe, daß der Angeklagte nicht die nötige moralische Qualifikation zur Leitung eines Theaters besitze.

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ober auch von den schönen Erfolgen, die ihr schon beschieden gewesen seien. Mit Aufmerksamkeit lauschte die Gemeinde den interessanten Mitteilungen. Zur Verherrlichung des Feste? triig aiich nnfer Männer-Gesangverein f(3ermania- diirch Vortrag eines Chores sein Teil bei. Die Festkollekte betrug 32 Mk.; außerdem wurde durch Verkauf kleinerer und größerer Missionsschristen eine ansehnliche Summe erzielt.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 1. Nov. Hier findet am Mittwoch, 9. November, vormittags 10 Uhr, im Saale des Hotels . Trapp die dritte diesjährige Konferenz von Verwaltern seines H"? Reitern öffentlicher Arbeitsnachweise mit

.nnehmlichfeiten mögen den Empfängern und den Msen-imaier aus Langen an das Amtsgericht Ulrichstein ver- dern aus diesem Anlaß erwachsen, sein, und wieviel un-I setzt worden.

gerechte Vorwürfe über Unzuverlässigkeit sind wohl gegen Ulfe, 1. Nov. Am Sonntag fand in unserer Kirche die Postverwaltung und ihre Beamten erhoben worden! das Dekanats-Missionsfest des Dekanats Schotten statt ^mmer wreder müssen nur daher den Briesschreiüern emp- Zie Beteiligung war so stark, daß sich unser Gotteshaus fast «gtit ä&5 s»sxm »ä * - ns** °°-

Abdruck eines Stempels anzugeben, damit ihnen, falls her un^L e,n ?aieI^c wnar. Ersterer sprach in em*

Empfänger nicht ermittelt wird, die Sendungen zurück- dringlicher 2Lei|e über Die Haupthindernisse der Missionsliebei gegeben werden können. I dkr Welt Güter und Freuden, der Welt Sorgen und Leiden

*' Die Geheimpolizistin. In einem Hause der und der Welt Freundschaften und Verbindungen. Hierauf Frankfurter Straße erschien gestern nachmittag bei einer berichtete der Missionar über seine frühere Tätigkeit unter den Familie eine gut gekleidete Frauensperson, gab sich als Chinesen, erzählte von den Schwierigkeiten und Wider- Geheimpolizistin aus und wollte eine Durchsuchung der Wohn- wärtigkeiten, mit denen die Mission in China zu kämpfen habe, ung vornehmen. Als der Ehefrau dies Ansinnen lachhaft über aiich von den schönen Erfolgen, die ihr schon beschieden

Anleihe von 10 Millionen Pfund geschloffen worden ist, enthält iroar die Bestimmung, daß dieser Betrag von amerikanischen Banken beschafft toerben soll, die Regierung der Unionstaaten werde jedoch eine Kooperation seitens europäischer Banken will- kommen heißen. Die Newyorker Bankiers sind der Ansicht, daß nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Anleihe von amen- ' kanischen Kapitalisten und der überwiegende Teil der Gelder von.

Europa geliefert wird.

Daily Telegraph" meldet anS Newyork: In Newyork tiHeht sind 12 000 Gepäckträger aus ständig, gegen die 7000 Schutz­leute aufaebotm sind. Am Montag wurden Arbeitswillige von lAusftändigen angegriffen. Es wurde geschossen; berittene Polizei ging gegen die Menge vor. Mehrere Bureauangestellte schlossen sich den Ausständigen an.

Einer Blättermeldung zufolge teilte der Staatssekretär für Indien, Lord Morley, dem Premierminister mit, daß er zurückzutreten wünsche. Als Nachfolger wird Graf von Crewe genannt Dem Reuterschen Bureau wird auf eine dies­bezügliche Anfrage vom indischen Amt erklärt, daß man über die Angelegenheit nichts mitzuteilen habe.

** Kar l Waßmann. Danny Gürtlers Adlatus ist, wie er uns schreibt, in Begleitung seines Bruders, dem Boheme­rezitator Heinrich Waßmann, eingetroffen und wird kommenden Freitag, 4. November, abends im Saale des Hotel zum Einhorn über das Thema:Deutschland erwache!" sprechen. Waß­mann will in dieser Versammlung auch denFall" seines i x r k ~ , / - - - - - 7 -------( hiu

. Freundes Danny Gürtler besprechen. (Näheres besagen die folgender Tagesordnung statt: 1. Einiges' aus der Praxis

Oberlehrer an der Realschule zu Wimpfen Gg. Lui ey den I Inserates der ländlichen Arbeitsnachweise. Referenten.-

Charakter als Professor erteilt. ** Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen Rendant Schäfer-Limburg a. L. und Verwalter K^llmami.

'm Albersweiler, Reg.-Bez. Pfalz, am 31. Okt. 1910. Bei Friedberg i. Hessen. 2. Die Vermittelung im Gast- und

der Neubau zur Unterbringung von mehreren Maschinen- am Sonntag abend ihr 24jahriges Bestehen.' Die gewehren errichtet wird. Es kann also damit gerechnet Männerchöre des ersten Teils, die mit Rücksicht auf den werden, daß Gießen eine Maschinengewehr-Abteilung erhält, kurz verflossenen 50jährigen Todestag Friedrich Silchers

** Eine Ausstellung moderner Hand-Ar-!zum größten Teil aus denSilcher-Liedern" ausgewählt beiten ist, wie man uns schreibt, sett heute im Laden waren, sanden warmen Beifall, so daß auf besonderen Kirchenplatz 9 (gegenüber der Stadt-Kirche) eröffnet. Der Wunsch dieGroßen-Lindener Preischöre" zugegeben wer­den mußten. Einige Solo-Quartette brachten angenehme Abwechslung und auch die Marburger Kapelle trug ihr ! Teil zum guten Gelingen des Ganzen bei. Der zweite Teil des Programms stand unter dem Zeichen des Humors und gern und willig folgten die Zuhörer auch auf dieses Ge­biet. In später Stunde trat dann der Tanz in seine Rechte. Tie Feier des nächsten Stiftungsfestes ist in größerem Maßstabe, dem silbernen Vereins-Jubiläum entsprechend/ vorgesehen; nächstens sott an die Ausarbeitung des Fest-! Programms herangetreten werden.

Veranstalter dieser Ausstellung (die hiesige Firma A. Salo­mon u. Cie.) zeigt daselbst der Damenwelt, wie Großes geleistet werden kann, wenn Kunst und Mode gemeinsam sich in den Dienst der Frauen-Handarb eit stellen.

** Jugendfreunde. (Lustspiel von Ludw. Fulda.) Ludwig Fuldas neueste KomödieHerr und Diener", die am Atontag im Deutschen Theater in Berlin zum ersten Male aufgeführt wurde, hat dasselbe Schicksal ge­habt wie einst das Lustspiel von den Jugendfreunden, das gestern über unsere Bühne gegangen ist. Während der Zuschauerraum unter dem Beifall dröhnte, zuckte die Jtritif bedauernd die Achsel. Kein Vernünftiger wird ver­langen, daß Fulda das Umgekehrte erstreben sollte, aber .£5 ist doch betrüblich, wenn einer von den wenigen, die Hoffnung gaben, seine Kräfte tändelnd verzettelt. Nichts- destowemger stehen Fuldas Schwänke hoch über den jahr-! ein jahraus neu erscheinendenReißern" unsererLust­spielfabrikanten" und die gesttige Aufführung bedeutete wiederum einen vollen Erfolg. Die Darstellung, glatt und ,, M yuuucin,

gefällig, wenn auch etwas possenhaft, kam mit der liebe- ber, eröffnet die landw. Winter schule ihren nächsten vollen Durchführung heraus, die die Lustspiele stets an Win ter kur sus. Nach den bis jetzt vorliegenden An- unferer Bühne finden. Das trinkfeste Freundesquartett Meldungen wird die Gesamtzahl der Teilnehmer die der war in guten Händen. Rudolf Goll spielte Vorjahre nicht unerheblich überschreiten. Etwaiae weitere bei: überlegenen Dr. Martens, Karl Volck den schüler- Anmeldungen sollten wegen der rechtzeitiaen Aussertiauna haften Musikschriftsteller, Hermann Norden den burschi- der Schülerzeittarten für die Bahnfahrt alsbald aescheben ko en Maler und Karl Marx den fahrigen Tech- Kreis Büdinacn

mker, und jeder formte in )einer Weise eine durchaus x. \ .uulJlöcn-

lebensvolle, blutwarme Gestalt, die in Maske und Spiel daß Büdin^a7n ffUfi n Ti e& r° ^Ve'

gleich erfreulich war. Fränri Kock aab Dora c ng en Bah n sta 110n ist. Die damalige Ober-

liebes, tteuherziges Gesichter!, Lore Scholz der eine hatte die Linie von Gießen

derbe Gemütlichtett, wie sie immer Anklang findet Olaa ^ern ^crte6c übergeben, bevor der

Nietzschmann spielte die Amelie ün grünen Kleide, mit rii^ Rrife^von^ konnte Es Ivar sonach

einem großen Vogel auf dem Kopfe, sonst aber aairt von Budmgen nach Gießen nicht so einfach wie

nett, und Hilde Engel weinte das Götterweib LiesbetyO tobi3 jux nächsten Bahnstatwn Nidda" mußte, wobei sie sehr schön strampelte. N entweder der Postwagen, oder, was für die damalige Zeit >

** <u_ » k ~ t . . auch nicht immer angenehm war, Schusters Rappen be»i

BjficK® g«Ä betn «I1« 3«ge kam auch em^sunkel°!

>aufpiel HansLangeund abends RaimundsV er > ch w e n- ^?,^uer Postkarren an, der seine Ladung an Brief- der" unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie- ? ^nd Paketen nach der Budinger Stadtpost be- Regunents. forderte. Bis Ende des Jahres wurde auch die Reststrecke

Reise um die Welt Die hiesige Ortsgruppe ZüdingenGelnhausen fertig gestellt. Es vergingen viele ^-/upch-natwnalen Handlungsgehilsen-Verbandes veranstaltete oahre, bis die Strecke Seitenlinien erhielt. NiddaSchot-

85Sr»K «ALL L V-M» «ÄrÄKb St S, % war un allgemeinen knapp gehalten und mußte es sein, da sonst er lang befriedigt werden. Die Arbeiten an der oer ^tosf einer Weltteife an einem Abend nicht zu bewältigen Kan all sation unserer Stadt gehen ihrem Ende

DampferKarl der Große" begab sich der Vortragende von en?C ' <? 1 Vfttttudung der Kanalisation dürfte

Mrg aus an Helgoland vorüber nach den bedeutendsten Städten ersten Kleinstädten zählen, die diese

Europas, London, Neapel, Rom, Konstatinopel, Athen^ nab bem280^10^15^11^)^0 besitzen '

Nillande Aegypten mit seinen riesigen Pyramiden und tönenden r= Büdingen, 1. Nov. Unser Bahnhofsvorsteher Memnonviaulen. Auf den Zauber einer Mondscheinnacht in Algier enkranz ist mit dem heutigen Tage nach Wetzlar ver-

$ frY? bie pHI1 §^kon, das Wunderland tropischer W worden. An seine Stelle tritt Bahnhofsvorsteher M er- ßegetatian. Em Gang durch Indien Üluftrierte den Buddadienst e l b a ch von Wetzlar ^i-nyos^oorsteyer M e r -

und erinnerte an die Kunst der indischen Gaukler oder Fakire. X Nid d a, 1 Nov Leute bornrirt m-

Das den Gewohnheiten vergangener Zeiten treu bleibende China meister Ro td von rner wurde der Burger-

nnd das der itultur erschlossene, mächtig emporblühende Wn t feinem Bureau, wahrend er

machten den Schlutz des ersten TeiL itoeit? $eil S 0 & r n a schrieb, von einem

Aber die Sudseemieln nach Kaliionüen, den Vereinigten Staaten «L l " betroifen, an öef|en Folgen er trotz ärzt- Nordamerikas, Kanada, an den Eisbergen des Atlantischen Ozeans ^bmnhungen alsbald t> e r |t a r b. Er erreichte ein ä -s >w.Äa»ä: s ssw s ~ - *** ®ä«'SWÄäfS« U ।।«-»««»; 5u f.Ä®'ÄS ** Unbestellbare Postsendungen Bei der und zwar vom 5. bis 10. November nach

Ae.r-Postdrrektion in Darmstadt haben int Jahre 1909Üom 1L 16: November nach Herbstein.

Postsendungen aus hessischen Orten sund ~ t . K»is Schotten.

tei/32 2O.r7,48 Postkarten und 988 Drucksachen) r X Schotten, 1. Noo. D,e Mäuse haben in der ^utchtei werden müssen weil ihre Zustellung weder an k>'^'gen und den umliegenden Gemackunaen bedeutenden riabl^tt? ®Jenber m°gttch war. Die schaden an den mit Korn und Wetzen bestellten Aeckern an.

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* Erlediat ist die Stelle des ^orftroart§ der '^oersw^r, meg-nez. Psmz, am 01 ijn. wiujöeirdneoDerg 1. Hessen. 2. Wie Vermittelung im Gast- und tv .. , r J n, . 1 u .0^ einem Schweine der Rentnerin Rosa Spindler in Forst (Pfalz) Schanlwirtschaftsaewerbe im VerbandSapÜi'i-

Forstmartei Groß-tielda, Cberforfterei Wmdhausen, ist amtstierärztlich die Maul- und Klauenseuche sestgestellt: in rezent- Geschäftsführer ipn

unb die Stelle des Forstwarts der Forst wart ei Otzberg, Ebersdors, Herzogtum Koburg, in Trczinica, Kreis aren des Verbandes Deutscki^r 9J rb?i t

Oberförsterei Lengfeld. ^ Schmieget, Reg.-Bez. Posen, am 29. Okt. Im Viehhofe zu! ^ervandes Deutsche^ Arbeitsnachweise in Breslau

Die Ver eidiann a bpr SRpfritfpn «ns-r-rl bei einem Schweinstransporte aus Berlin. Der Ab- -..ri 4 ^?^rent. Dr. Schlotter-Frant>

. . ." Vereidigung der Rekruten unserer bon Schweinen und Wiederkäuern aus dem Münchener 4, Praktische prägen, besonders Aussprache über das

Garnison sand nach vorauSgegangenem Gottesdienst heute Schlacht- und Viehhofe ist verboten. Die östlich der Elbe am L Oktober d. I. in Kraft getretene Stellenvermittler-. morgen auf dem Hose der Zeughanskaserne statt. «gelegenen preußischen Gebietsteile gelten zurzeit gesetz und die dazu erlassenen preußischen und hessischem.

"Militärischer Bau. Auf dem Hose der alten ^s st a r k ve rf e acht und es wird daher von der Veröffentlichung Ausführungsbestimmungen. Nachmittags find Besich- Zeughauskaserne ist man mit der Ausschachtung der Funda- M ber 6eud}e in btcfen Provinzen für die ttgungen.

mentierung eines Bauwerks beschäftigt, das als zukünftiger ' Qntihfrei^ Lu Bad-Nauheim, 1. Nov. Bei der bevorstehenden

*9*» -* 1« >«-u. m| -1. KÄt.mi.r fti«. Älij'SHÄÄ'Ä fännrttafr nhenS ibr 9<i,äiir t a»a -ra»« Kreuzungspunkte dreier Straßen stehende soe-enamtte

Chausseehaus, in dem der kurhessische Chausseegeld­erheber von den vorüberfahrenden Wagen sein Cyausseegeld erhob und das heute zur Gemeinde Nauheim gehört, an Friedberg fallen. Tie im Volcsmunde den Namen Gickels- bürg führende frühere Brutanstalt und jetzige Gärtnerei am Städterweg wird zu Nauheim kommen. Da noch v i e l e Kursremde hier weilen, mehr wie in sonstigen Jahren, werden von heute an im Badehaus 8 alle Arten von Bädern gegeben. Ebenso bleibt das Zanderinftttut geöffnet.

Starkenburg und Rheinhessen.

w. Darmstadt, 1. Nov. Der Verweser des russischen Ministeriums des Aeußeren, Sasonow, ist heute nacht 12 Uhr 5 Minuten hier eingetroffen und im HotelBrittania" abge­stiegen. 1

LuitWfsalrtt.

Newyork, 1. Nov. Der Flieger Mo:sant nahm die Herausforderung für einen Flug nach der Freiheitssttue, um sie herum uiw wieder zurück an. Der Einsatz beträgt für jeden zehntausend Dollars. Mvisant stellt die Bedingung, daß ftder Aeroplan fünfzig Pserdekräfte benutze.

* Sturmw arnung en durch Funkentelegra« phie. Die Sturmwarnungen, die von der Deutschen See» warte in Hamburg den Küstensignalstationen zugehen, erfüllen nur teilweise ihren Zweck, da sie naturgemäß nur im Hasen oder in Sichtweite der Signalstationen befindlichen Schis,en, nicht aber denen auf hoher See, bekannt werden. Vom 1. November wird die F. T.-Station Norddeich Sturmwarnungen und zwei­mal täglich auch kurze Wetterberichte über die Nordsee und den westlichen Teil' der Ostsee verbreiten. Da die kleinen Fischerei­fahrzeuge nicht mit einer sunlente.egraphrchen Sta.ion ausgerüstet sind, kann man sich von dieser Maßnahme nur dann einen Nutzen für unsere Hochseefischerei versprechen, wenn alle mit einer F- T.-Station versehenen Fahrzeuae Sturmwarnungen alsbald durch optische Signale an in der Nähe befindliche Fischer weiter­geben. Aus Anregung des Neichsmarineamts sind bereits alle deutschen Handelsschiffe durch die Seeberussgenosienschaft entsprechend angewiesen; auch die Schiffe der kaisertichen Marine und die Marinesignalltationen werden sich die Funkentelegraphie nutzbar machen und damit die ihnen obliegenden zahlreichev Friedensaufgaben um neue vermehren, die ohne Zweifel sehr segensreiche Folgen haben kann.

* Heber die Verheerungen des gestrigen Süd- w eft sturm es, der in einer Stärke von 3 bis 10 im ganzen Nordseegebiete herrschte, liegen vorläufig noch wenig Nach­richten vor: Bei Sch ar ho er n sind drei kleine Segler mit der ganzen Besatzung untergegangen. Die Namen der Schisse sind noch nicht sestgestellt. Bei der Helgoländer Düne ken­terte das SchiffJohann". Die Besatzung wurde von einem Helgoländer Rettungsboot gerettet Auf der llnterelbe ging das KohlenschiffHansa" unter. Die Besatzung brachte sich in Sicherheit. An der Westküste von Jütland stieg das Was,er in mehreren Häsen so stark, daß es die näck)stgelegenen Stadtteile überschwemmte. In T h i st e d wurden zwei Männer, die sich auf die Hafen-Mole begeben hatten, von einer Sturz- welle ersaßt und ins Meer genommen. Fünf Schiffer, die versuchten, die beiden zu retten, wurden gleichfalls von den Wellen ersaßt und stürzten ins Meer. Drei von ihnen retteten sich, die vier übrigen ertranken. In Süd-Poxern, besonders in der bayerischen Hochebene haben gestern schwere Föhnstürme geherrscht und großen Schaden angeridilet. Auch bei Bahnverkehr wurde vielfach unterbrochen. Nach Mel­dungen aus Privas sind die Wasserläuse im Departement A r d e ch infolge des heftigen Gewitters stark angeschwolleu und rnacheu in zahlreichen Orten Landstraßen und Eisenbahnen