Ausgabe 
18.10.1910 Zweites Blatt
 
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Der Brief, in dem die Kupons mit dem Poststempel Fulda

zurückgesandt wurden, war versehen.

Steinbrüche in hohem Aufschwung begriffen ist. Schon jetjf finden tausende von Arbeitern des Schelde- und Gernsbach, tales, die früher nach Westfalen und ins Rheinland wandere mußten, lohnenden Verdienst.

= Aus dem Burgwalde, 17. Aug. Nachdem e kürzlich in der Nähe von Wetter ein weißer Fuchs erlegt tvurde, gelang es am Samstag dem Stadtförster ton Rosenthal, noch ein solches Prachtexemplar mit schnee, weißem Pelz zu erlegen.

,. , Der Eisenbahnminister er­

wartet innerhalb eines Jahres eingehenden Bericht darüber, ob sich diese Maßnahmen bewährt haben.

= AuS dem Kreis Schotten, 17. Okt. Zur Er­gänzung des Berichts in Nr. 240 d. Bl. vom 13. Ott. Aus dem Kreis Alsfeld" sei hier darauf aufmertsam gemacht," daß bereits seit 1857 jeder Pfarrer eine Ortschronik angelegt hat und weitersührt. Diese Chroniken umfassen das ganze Kirch­spiel, behandeln aber die Geschichte der einzelnen Orte ge- trennt. Gewiß hätte man dem Lehrer gern die Benutzung für den Unterricht gewährt und ihm die ganze mühsame Arbeit der Schaffung einer eigenen Chronik ersparen können.

? Aus dem Scheldetal, 17. Ott. Das schon jähre- lang geförderte Projekt, das obere Lahntal mit dem Scheldetal durch eine Eisenbahn zu verbinden, kommt allmählich zum Abschluß. Die neue Bahn berührt ein Gebiet (Oberscheld-Wallau), in dein die Industrie durch die zahlreichen Eisensteingruben, Hochöfen, Hüttenwerke und

= Heuchelheim, 17. Okt. Unter Vorantritt des neu­gebildeten Trommlerkorps unternahm am Sonntag nach- mittag unserTurnverein einen Turngang nach Wetzlar. Unter starker Beteiligung führte der Weg durch Atzbach, Dorlar, Waldgirmes, Naunheim zum Ziele. Nach einer ! kurzen Rast ging es am Abend mit der Bahn zurück nach Kinzenbach und von da heimwärts.

= Oppenrod, 17. Okt. Bei der Gemeinderats­wahl wurden Schmiedemeister Gerhard und Landwirt Heinrich Klingilhöfer mit je 41 Stimmen, Landwirt Hein­rich Schmidt V. und Landwirt Karl Balser mit je 38 Stimmen gewählt. Gegenkandidaten waren Gemeinderats­mitglied Kloos, Zimmermeister Brück, Maurermeister Schlundt, Landwirt Heinrich Schäfer. Die Wahlbeteiligung war sehr stark- Von 76 Wahlberechtigten wählten 69. Auch der Wahl­kampf war sehr heftig.

b. Harbach, 17. Okt. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich am Samstag auf dem Felde. Eine ältere Frau wurde beim Dickwurzladen durch Unvorsichtigkeit von einem Jäger mit Schrot in die Stirne geschossen und mußte sich nach Gleßen in die Klinit begeben. Gleichzeitig wurde eine Kuh mit 17 oder 18 Schrotkörner getroffen. Wenn die Kuh nicht im Wege gestanden hätte, wäre die Frau totgeschossen worden.

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und bei Massenbedarf auch billiger arbeiten als Gas­maschinen. <

**DasSchlußftückd'er Kanalisation unserer Stadt wird tn den nächsten Wochen hcrgestellt sein, nämlich die Ent­wässerung für den Stadtteil rechts der Lahn, den die Bewohner die,es Viertels scherzweise Sachsenhausen neunen. Hier wird die getrennte Kanalisation streng durchgeführt werden, d. h. es werden

Sport.

RuderklubHassia". In der General-Ver. fammlung am 15. Oktober erstattete der Vorsitzende den Jahresbericht, aus dem hervorgcht, daß der Verein aus 115 aktiven und passiven Mttgliedern besteht. Der Ruder- tag in Limburg am 9. Oktober habe die Abhaltung der nächsten Regatta in Gießen am 11. 3uni 1911 beschlossen und einen Verbandspreis für diese Regatta gesttstet. Der Kassenbericht hatte trotz großer Ausgaben für Bootsmatenü! und sportliche Zwecke ein günstiges Ergebnis. Die Neu­wahl des Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: Vorsitzende P. Castein und L. Schmalz, Schriftführer: Paul Plage und C. Sommerkorn, Kassierer: A. Staudt und Hermann Kaiser, Instruktor: H. Rohrbach, Bootshausverwalter: Frrtz Schußler und Carl Wenzel, Beisitzer: Schneider und Bauer'

= Lauterbach, 18. Okt. Zu dem Einbruchsdiebstahl mit schwerer Körperverletzung bei Herrn Oekonomierat Backhaus dahier wird weiter gemeldet, daß die bei dem­selben gestohlenen Kupons von dem Täter heute, am 18. d. M., zurückgesandt worden sind. Das Großh. Amtsgericht hat die Papiere mit Beschlag belegt. Der Zustand ist den Verhält- niffen entsprechend sowohl bei Herrn Oekonomierat Backhaus rote bei seiner Ehefrau gut. ~

Schweres Grubenunglück in Westfalen.

pernei. W., 17. Okt. In der Zeche Shamrock riß M zur Leuts-Beförderung benutzte Seil. Der in die Tiefe gehende Korb mU etwa 35 Bergleuten blieb im Schachte stecken Der andere Korb geriet unter die Seilscheibe. Die darin befindlichen Bergleute wurden mehr oder weniger schwer verletzt.

Herne, 17. Okt. Auf der ZecheShamrock I" riß das zur LeMe-Besorderung benutzte Seil. Der in die Tiefe gehend Korb mit etwa 35 Bergleuten, deren Schicksal nod) un­bekannt ist, dürste tief im Sumpfe stecken. Der andere <u < schnellte unter die Seilscheibe. Sämtliche darin befindliche Bergleute wurden mehr oder weniger schwer verletzt.

H eine i. Wests., 17. Okt. Heute mittag 1 Uhr 22 Minuten riß aut der ZecheShamrock", Schacht I, das am Freitag bei br Kohlenbeförderung bereits gerissene Seil, das nach neuer Wieder- ^erftenung heute zur Leutebeförderung benutzt wurde, abermals: bie Körbe waren völlständig besetzt. Der eine, in die Tiefe gehende Korb mit etwa 30 bis 35 Bergleuten dürste zweifellos tief im Sumpf stecken. Ueber das Schicksal die- fer Bergleute läßt sich zurzeit nichts Genaues feststellen. Der andere Korb schnellte unter die Seilscheibe; sämtliche Berg­leute darin sind mit mehr oder weniger schweren Ver­letzungen davongekommen.

Herne (Westfalen), 17. Okt. Von den auf der ZecheSham­rock ' verunglückten Bergleuten waren bis 4 Uhr nachmittags drei -tote, zehn bis zwölf Schwerverletzte, sowie eme größere Anzahl Leichtverletzter geborgen.

Herne, 17. Okt. Zu dem Unglück auf der Zeche Shamrock teilt die Zechenverwaltung mit: Auf Schacht I der Zeche Shamrock-Herne wurde heute mittag gegen 1 Uhr 30 Minuten aus nod) nicht aufgeklärter Ursache der bei der Seilfahrt auf­gehende Korb gegen die Seilscheibe gefahren, während der nod) unten gehende Korb durch die nach unten verjüngten Spur- latten unterhalb der dritten Sohle eingeklemmt wurde Sei dem Unglück büßten drei brave Bergleute ihr Leben ein: außerdem wurden neun schwer und eine Anzahl leicht ver­letzt. Der Betrieb, wurde vorübergehend mit auf Schicht II über­nommen.

x Wie die Zechenverwaltung weiter mit

teilt, sind sämtliche Verunglückte geborgen und die des niedergehenden Korbes durch Schacht II ans Tageslicht ge­bracht worden. Wie bereits gemeldet, beträgt die Zahl der Totru drei, die der Schwerverletzten neun, die der Leichtverletzten 11. Ueber die Ursache des Unglücks ist bisher nichts Genaues fest- gestellt worden.

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Berlin, 18 Okt. In der zum Nach oder SchlMesi^ tum des Fürsten Schaumburg-Lippe gehörigen kleinen Schnado- witzer Kohlengrube ist durch schlagende Wetter ein Schacht i» Brand gesetzt worden. Zwei Bergleute fanden den Tod

Landwirtschaft.

Die Landwirtschaftskammer für das Groß.' Herzogtum Hessen wird in der Zeit vom 3.-6. Januar n. Js. in Darmstadt einen Vortragskursns für prak. tische Landwirte abhalten und hat hierfür eine Anzahl hervorragender Fachmänner als Vorttagende gewonnen.

So wird z. B. der Hauptgeschäftsführer des Teutsck^en Land­wirt,chaftsrats Professor Dr. D ade-Berlin über die handels­politische Lage Deutschlands seit dem Abschlüsse der letzten Handels- »ertrage, Professor Laur - Zürich, der Sekretär des schweizerisches Bauernbundes, über die Betriebsberatung in der bäuerlichen Wirt­schaft sprechen. Verhandlungen über die Uebemahme anderer Vor­träge aus dem Gebiete der Tier- und Pflanzenproduktionslehre des Obstbaues usw. sind im Gange. Der Vortragskursus in Main! war von über 600 Teilnehmern besucht.

Dem Braug erstenbau, der in den letzten Jahren wenig rentabel gewesen ist und leider in einigen Bezirken eingeschränkt wurde, bringt die hessische Landwirtschaftskammer lebhaftes In­teresse entgegen. Zur Ergreifung von Forderungsmaßnahmen auf dem Gebiete des Braugerstenbaues ist es aber nötig, einen genauen lieb erblick über den Stand des Braugerstenbaues, die Qualität der Gersten und über die zum Anbau getroffenen Maß- nahmen in den einzelnen Bezirken des Großherzogtums zu er­halten. Zu diesem Zweck veranstaltet die Land Wirtschafts kammer eine B r a u g e r ft e n f dj a u zu der Proben im Gewicht von 0 Kilogramm einzusenden sind, sowie für jede Probe ein Fragebogen ju beantworten ist. Anmeldungen zu dieser Braugerstenschau nimmt die Landwirtfchaftskammer noch entgegen.

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fc. Frankfurt a. M., 17. Okt. Der frühere Postbote Karl Quanz, 25 Jahre alt, aus Pfordt im Kreise Lauterbach, hatte­st ch heute wegen Unterschlagung im Amte vor dem Schwurgericht 311 verantworten. Er hatte in der Zeit von April 1910 bis Ende Zuni 1910 in 21 Fällen als fahrender Landbriefträger Frankfurts EckenheimPreungesheimBerkersdeim 294 Mark unterschlagen Um diese Unterschlagungen zu verdecken, hatte Quanz die Poft, bücher gefälscht und falsche Quittungen ausgestellt. Aus 9lot habe er diese Verfehlungen begangen, gab er an, da er mit seinem Lohn im ganzen 74 Mk. im Monat, mit seiner Familie nicht habe aus! kommen können. Die Geschworenen bejahten die Schuldfragen auf Unterschlagung im Amt und Urkundenfälschung unter Annahme mildernder Umstände. Tas Urteil lautete auf sechs Monate Gefängnis.

das bleiben. gc das Vorbild des Altreichskanzlers ihm hierin voranleuchten für alle Zeiten.

Hierauf folgten die weiteren Verse des Weihelick>es.

Oberst Weimer sprach hierauf allen, welche zum Gelingen des Werkes beigetragen hatten, seinen Dank aus und übergab pen Stein der Stadt. Bürgermeister Roth übernahm im Namen der Stadt den Gedenkstein in Besitz unb Schutz. Nachdem noch Glückwunschtelegramme verlesen waren, sowie einige der freierir- 71-71 TY

gewidmete Gedichte (von H.. Fleck aus Kohden und Feuerwehr-

Inspektor Betzberger - zurzeit in der Schweiz) und vom Männer- ^^^fuhrt, wahrend die Schmutzwaffer unb btc

gciangnercin Liedervorträge, desgleichen von der Musik (vom N^n m^glasierten Tonrohren in zwn Hauptleitungen lahn- Regrment 116) einzelne Stücke vorgetragen waren, wurde Eme dieser Leitungen kommt aus dem

dem Gesang: Deutschland, Deutschland usw. der Heimweg an- K^et : ©tra&e ufm. ®turf, 61S

getreten und imGambrinus" eine gesellige Zusammen-! ^^er der Pulvermuhle, unter der Sohle desohmuhlenbachs hm, fuuft veranstaltet. Tie ganze Feier bat aufs Neue euren Beweis 511 weiteres

der patriotischen Gesinnung unserer Bevölkerung geliefert, welche | ^IC <itu ^.gelegt in der Gegend der Kordmannschen Besitzung unb (was hier noch bemerkt sei) durch Beflaggen ihrer Häuser, auch öie .^bwaper werden unter der Rodheimcr Stratze hindurch in äußerlich zur Hebung der Festfeier beigetragen hatte. grober Urne burd> bu Wiesen bis m die erste Rohrleitung des

" '-,'__ Hohleichweges gesührt, von wo sie ein otüd weiter abwärts nach der

Brovinzial-Auskchuk der Nrovinr rbcrhcfieit einlentt. Bon dem rechten hier sehr hohen Ufer gegenüber

r zn c J 9 W ' der Wirtschaft von seichter ist ein 2 Kammern enthaltender Samm- .L. Gießen, 15. Oktober. Iler eingebaut. Von hier aus befördert ein aus ei fernen Rohren

Anwesend Provinzialdirektor Dr. U sing er als 93ors | bergeftellter Ducker, der etwa in Tiefe von 1 Meter unter dem sitzender und 6 ordentliche Mitalieder. Flußbett herläuft, den Zufluß von ganz Sadffenhausen durch das

1 lieber die ritha h"ach den Klärbecken. Der Dückerbau, der für alle s m \ 9 m l J l SatIe Äve- nebeneinander liegende Rohrstränge enthält, war

Gemarkung Ober- und Nieder-RoSbach hatte der wegen des feljigen Bodens nicht leicht herzustellen. Die ganze Provinzial-AuSschuß bereits früher entschieden und damals Kanalanlage rechts der Lahn ist so bemessen, daß dabei eine bau- daS Urteil des Kreis-AuSschusseS des Kreises Friedberg be- !ld?f Entwicklung in weitsichtigster Weise berücksichtigt ist. Selbst 2* «*5r.ftT7,-ssSS waitungSgecichtShof verfolgt und bie Sache infolge eines an das Kanalnetz anschließcn zu können.

Formfehlers an den Provinzial-AuSschuß zucückverwicsen. »Die Bereinigung ehemaliger Einjährig. Der Provinzial-AuSschuß hielt seine frühere Entscheidung Freiwiliger, Kampfgenossen von 1864, 1866, aufrecht. e. n r 1 8 7 0/7 1 veranstaltet am 29. Oktober zur Erinnerung an

2 . Die Gewerkschaft Luse und JlSdorf hatte die 40. Wiederkehr der Gedenktage des Krieges von 1870/71 Antrag auf Enteignung emes dem Landroirt Karl Reitz und zum Gedächtnis der Gefallenen und Verstorbenen eine zu Stockhausen gehörigen Grundstücks gestellt. Ueber den Feier in den Festsälen des Landwehr-Ofsizier-Kasinos am Pre.s konnte vor der Lokaltomnnsston eme Einigung mcht Bahnhof Zoologischer Garten zu Berlin. Dem EhrenauSschusse crzielt werden. Diese schätzte den qm auf 40Pfg wahrend für b.efe Feier gehört nach dem vorliegenden Aufruf neben von den sistierten Sachverständigen 46-48 Pfg. taxiert stcm Justizmmister Dr. Beseler und dem Staatssekretär des wurden. Der Provmzial-Ausschuß hielt eme Entschädigung Reichsjustizamtes Dr. LiSeo ein- stattliche Reihe führender von 45 P,g. für entsprechend. Hierzu kommen noch Ent- Persönlichkeiten auS der Beamten-, Gelehrten., Künstler-, chadigungcn für Obstbäume und entgangene Ernte, Hinsicht. Finanz, und Handelswelt an. Anmeldungen ehemaliger 1$ w-lcher der Provinz,al-AuSschust die Schatzung der Lokal- Einjährig-Freiwilliger zur Teilnahme an dem Feste sind an kommistlon bestattgte. den Vorsitzenden des Festausschusses, Chefredakteur und

s 55 Hauptmann d. R. Schweitzer, Berlin C. 2, An der Stech-

Aus Stadt und Land. bahn 3/4 zu richten.

Gießen, 18. Oktober 1910. ♦♦ A 3 v- k . f

y e r*t*a^(1" on ne r§ taa* °20 " nacki" ° ^nbahnoerwaltilng scheint wieder zu dem fr^^eren förun

4 ittÄ n fa&. zurückzukehren, und sich den Nachwuchs für den Be-

Erkern und Balkonen im Lustraiwl städtischer Stoßen. ' der yeimatjtalion

8. Festsetzung der Bauflirchtlinien in der Straße bei den Bete-1 De .,inn8eTT ^"finden.

rinärkliniken. 9. ,Eingabe des Dr. O. Ritgen-Berlin, pie Bebauung der Frankfurter Straße betreffend. 10. Pflaste­rung der StraßeIn Löbers Hof". 11. Benennung von Straßen in dem Gebiet zwischen Dtitteltveg und Veterinär- ttinik. 12. Anschluß des Liebiglaboratoriums an die Gas- und Wasserleitung. 13. Einfriedigung des LaZ>arettgrund- stücks; hier: Gewckhrung eines Zuschusses. 14. Gesuch des Eisvereins um Ueberlassung der Ersmiesen für den kom­menden Winter. 15. Verpachtung eines GeLändestückchens an Friedhofsauffeher Sier. 16. Zuschuß -um Jugendfest 1910. 17. Beitritt der Stadt Gießen Kur Zentrale für Mutter- und Saugltngsfitrsorge. 18. Benutzung eines Fahr­rades durch den Ratsboten Schneider. 19. An- und Ver­kauf von Grundstücken. 20. Straßenbahn: a) 71/2-Minuten- verkehr bis zum Schutzenhause, b) Haltestellen in der Wall­torstraße. 21. Genehmigung von Rechnungen. 22. Ver­gebung von Arbetten und Lieferungen. 23. Erlaß einer I PoliHeiverordnung, den Verkauf von Speiseeis auf öffent­lichen Straßen und PlLtzen betreffend. 24. Gesuch des Wilhelm Weber um Erlaubnis zum Betriebe einer Schantz- wirtschaft im Hause Steinstraße 76. 25. Desgl. der Anna Marie Strodel im Hause Brandgasse 3. 26. Desgl. des Johann Peter Wämser im Hause Brandgaffe 7. 27. Desgl. des H. Fr. Georg im Hause Frankfurter Straße 165. 28. Desgl. des August Lamm im Hause West-Anlage 7. 29. Desgl. des Karl Wagner im Hause Neuenweg 01. 30. Desgl. des Philipp Meininger im Hause Neustadt 31.

** Das städtische Elektrizitäts Mer k hak seine Produktion an abgegebenem elektrischen Strom, tvelckie 1908/09 1 023343 Kilowattstunden betrug, int Jahre 1909/10 auf 1170 000 Kilowattstunden steigern können. Im lchten Jahre wurden 145 neue Anschlüsse mit 135 Zählern her- gestellt. Im ganz-en beläuft sich die bis. 1. iApril d. I aufgestellte Zahl der Elektrizitätszähler auf 1060. An Einnahme aus Strom hat das Werk im ab* gelaufenen Jahr 225 000 Mark zu verzeichnen gegen 197500 Mark im Jahre 1908/09. Nach Ab­zug der Verzinsung der auf dem Werk ruhenden Schilld von 1255 500 Mk. blieb im Jahre 1909/10 ein Gewinn von 118 480 Mk. gegen 101413 Mk. im Jahre zuvor. Dieser Betrag dürfte für Schuldentilgrmg Verwendung finden. Die Direktion des Werkes hofft schon wegen des Bedarfs an Strom für die Straßenbahn im laufenden Jahre mit einer weiteren erheblichen Steigerung der Produktion und einer Vermehrung der Einnahmen auf 250 000 ML rechnen zu körmen unb schützt den Verbrauch an elektrischem Strom im kommenden Rechnungsjahr auf etwa 1500 000 Kilowatt­stunden, wofür auch die ganze Anlage des Werkes berechnet ist, fo daß eine Verstärkung der maschinellen Kräfte erst einzutteten braucht, wenn der Bedarf an Elektrizität für Licht und Kraft sich in Gießen noch mehr steigert. Tatsache ist, daß unser städtisches Werk, welches vor 9 Jahren aus kleinem Anfang sich entwickelt hat, zu einer Blüte ge­langt ist, an welche zu Beginn der Sache niemand dachte, sonst hätte man wohl statt der Gaskrasimaschinen von Hause aus gleich Dampfmaschinen aufgestellt, welche rationeller I

erhältlich

Auerge$ellech<ft, Berlin 0.17