Die Abordnungen d - deutschen Heeres und »er Flotte, die zu den Rejseftungsseierlichkelten hier ein« letroflen sind, wurden von ?Irmeo und Marineoffi-ieren, die hnen während ihres Auscnthaltes -ucrteilt sind, am Bahnhose »mpsangen.
Politische Tagesschau.
Untcrstühunq der Tabakarbeiter.
Wie die „Suddenlschc Tabakzeitung" meldet, wird sich c£t der Bundesrat mit der kuusUgen 6-cstaltung der Unter- Nützung der durch das Tabaksteuergesetz arbeitslos gewor icncn Tabakarbeiter und der durch das neue (Gesetz 'tivas stark geschädigten kleineren 'jigarrenfobri anteu befassen. Vorher wird im Reichsschatzamt am J9. und 20. yjlai eine u 0 nfercuz mit den Vertretern der Tabakindustrie und der Tabakarbeiter-Or- ^aniftitioneii stattsinden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der iy< Millionen Fonds noch weiter erhöht werden müssen, umsomehr, als man sich in Rcyierungs 'ireisen jetzt doch dazu entschlossen hat, auch diejenigen Tabakarbeiter zu unterstützen. Die vom Militär entlassen wurden und keine Stellung finden konnten. In diesem Sinne ist soeben folgender Erlaß ergangen:
„ES tfl angcoronet worden, daß den im verbst 1908 und 1909 vom Militär entlassenen Tabakorbeitcrn, denen zurzeit die Unterstützung verweigert worden ist, diese Unterstützung aus Ansuchen aus Billigkeitsgründen nachträglich gewährt wird. Dabei wird angenommen, daß diese Arbeiter bet der Wiederaufnahme ihrer alten BerusStotlgkeit nach der Entlassung vom Militär ■Au der Erwartung berechtigt waren, dass die Beschäftigung eine dauernde sein merbe, und datz sie bereite wieder einige Zeit be- schäsligt waren, bevor die ArbeüSlosigkeit cinectrctcn ist"
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Zur Lage der Zündholzindustrie führt der Bericht des Vorsteheramtes der Kaufmannschaft zu Danzig folgendes auS:
„Die 2ogc der Zündhoizinduftrie hat sich gegen das Vorjahr wiederum verschlechtert, wozu die Annahme des Zündholz st e u e r g e s e tz e s in erster Linie beigetragen hat. Seit Bnbli- katrmi des Gesetzes am 12. Zuli bis zum Znkrafttreten am J. Oktober sind alle Betriebe bis zum äußersten angespannt gewesen. Meine Fabrik konnte die Anforderungen, die wegen der lausenden Schlüsse gestellt wurden, ersüllen. Tie Rachfrage war eine ungeheure, und infolgedessen erreichten die Preise eine noch nie gehabte Höhe. Unsere inländische Industrie chatte leider keinen Nutzen davon, da wohl die meisten Fabriken chre Produktion zu billigeren Preisen verlauft haben. Infolge des zu wenig erhöhten Einfuhrzolles ist ganz Deutschland mit ungeheuren Mengen f rem der Fabrikate überschwemmt worden. Die Monsumenten haben ihren Bedars ans Jahre hinaus gedeckt Ein Rückschlag nach dem I. Oktober war daher zu erwarten und ist bereite eingetreten. Das hiesige Unternehmen hat den Betrieb bis zur Halste der Leistungsfähigkeit eingeschränkt: ein großer Teil alter Arbeiter ist entlassen worden. In beteiligten Mreisen wird angenommen, daß die Industrie einer noch viel traurigeren Zeit entgegengeht." '
Es tv-ird wohl nicht au5Meiben, das; sich die Zündholz industrie in festen Formen organisieren wird. .Wein Produkt eignet sich tvegen seiner Gleichmäßigkeit mehr zu solchen Zwecken.
Deutsche» Aeich.
Tür Kaiser besuchte am Dienstag nachmittag den Reichskanzler und nahm den Tee bei ihm ein. Abends i[t der Kaiser nach Vlissmgen abgereist.
Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Der Minister -der öffentlichen Arbeiten setzte einen aus Ijblycren Beamten bestehenden Ausschuß ein, der sich bei neu zeitlicheingerichtetenprivaten industriellen An- 'lagen und bei Staats- oder Reichsbetrieben darüber unterrichten soll, iinuiclvcil die dort getroffenen wirtschaftlichen Einrichtungen, insbesondere die Behandlung der Kontrolle über die Materialien, das Lohn und Rechnungswesen, die Wohlsahrtseinrichtnngen und die Korrcspondenz- Erledignng ,;ur Einführung bei der preußisch hessischen rtaatseisenbahn geeignet sind.
2luslatib.
Aus Paris wird gemeldet: Präsident Falliöres hatte am Dienstag mit dem König von Spanien auf dem großen Ringbahnhose von Reish-Leroi eine halb -st ü n d i g e Unterredung.
Aus Saloniki lvird gemeldet: Zlvischen den von der Geistlichkeit beeinflußten Arnauten und Torgul Pascha wurde mit Zustimmung des Krtegsministcriums Vereinbart, daß die Bevölkerung nicht durch die Truppen entwasfnet werden soll. Die albanefischen Ra- talx'ln haben die Verpflichtung übernommen, sich die Waffen durch die Lrtsvorsteher abnehmen und Torgnt Schcfket Pafcha anslicfern zu lassen. Die Regierung hat versprochen, die Wassen dem Volke wieder ansznliefern, sobald ein dringender Anlaß dazu vorläge. 33 Rebellen führ er wurden bisher festgenommen und in Verisovitz vor das ttricgö* gericht gestellt.
Aus Peking wird gemeldet: Unter den Einwohnern der Provinzen Kiangs», Tschekiang und Hunmi sind erneut Unruhen ausgebrvchen, die sich gegen die Behörden richten und auf Mangel an Nahrungsmitteln zurückzusühren sind. Die Bewegungen stehen untereinander offenbar in keinem Zusammenhänge. Sie sind nicht sehr heftig, haben jedoch die Zentralregierung in große Unruhe versetzt.
Aus Li in a wird gemeldet: Man befürchtet den Ausbruch eines Krieges zwischen Peru und Ecuador. Man nimmt an, daß Ecuador ans die Unterstützung von Chile und Coloinbien rechnet und die Feindseligen eröffnet, doch hofft inan noch, daß sich die Mächte vereinigen, um einen Zusammenstoß zu verlyinbern. —----------
Heer und Flotte.
Die Bereinigung zur Schmückung und fort- dauernden Erhaltung der Kriegergräber und Denkmäler bet Mctz erläßt au die Kriegsteilnehmer von 1870/71 einen Aufruf, dem wir folgende Stellen entnehmen:
Zum vierzigstenmal wird der Augustmond an unsere Herzen pochen mit feinen hehren Erinnerungen an die stolzen Heidentage von Weißenburg, Spichern und Wörth und an die Ruhineükeite jener schweren, opferoollen Kämpse um den Besitz der Feste Metz al« Vorspiel unb Unterpfand des endlichen Sieges. Diese niivergeß- lichen Ruhnieülage dev Augusl, die hier ja alliährlich, im Anschluv an die allgemeine SchmtictUng der Kriegergräber und Denkmäler de« weiten Schlachtengefildes um Metz, auf den blutgeträulien Feldern von (Äravekotte schlicht und pietätvoll begangen iverben, sollen diesmal in dem größeren Rahmen eines allgemeinen Deutschen Beteranen-Eedenkfesleö gefeiert werden, zu dessen Vorbereitung und Dtirchsührung die /Vereinigung zur Schmückung und fortdauernden Erhaltung der Stricgcrgräbcr und Tenkinäler bei 'Metz- und der .Elsaß-Lothringische Üriegerlaudesverband- sich gleichftrebend ver winden haben, tso rüsten wir denn zu einer großen, allgemeinen Veteramm-Feier für diese« Jahr. Das Programm, das rechtzeilig bekannt gegeben werden wird, soll die Tage vom 14. August cholombey) bi« zum 18. August (Äraoelvltc und St. Privat) um*
lassen und jeden von euch zu den liebsten Stätten seiner Erinnerung führen, einem jeden Gelegenheit geben, sich davon zu überzeugen, daß die Denkmäler der deutschen Ruhmestaten und die Graber seiner Kameraden, wie derer, die ihnen einst feindlich gegenüber» standen, in treuer Hut sind für jetzt und alle Zeit.
Eisenbahn- und SchissLUnsälle.
Zwickau, 17. Mai. Boi der Station Adorf im Vogtland fuhr gestern nachmittag 3 Uhr 45 yjeinuten der 11-Zug 188 Leipzig Eger infolge falscher Weichen stellung aus eine aus dem Rebengleis stehende Wagengruppe. NeunWagen wurden zertrümmert. Personen sind nicht verletzt. Der I)-Zng konnte nach 57 Minuten Verspätung die Fahrt sortsetzen.
Eislebcn, 17. Mai. (Amtlich.) Kurz nach 9 Uhr 30 Minuten abends entgleiste gestern dcrDurchgangsgüter- z u g 6 7 9 1 mit Lokomotive und 25 Wagen zwischen Eisleben uno Voelpke infolge Unterspülung durch einen wolkenbruchartigen Regen. Beide OHcifc sind bis aus Weiteres gesperrt. Reisende nach Voelvkc, Osfleben und Schöningen werden Über Helmstedt befördert. Zwei Schaffner wurden verletzt.
Spandau, 17. Mai. (Gestern abend VrIO Uhr kam der vollbesetzte Dampfer „Leopold von Ranke" von Potsdam die Havel heraus und versuchte die geschlossene 'Drehbrücke der Lehrter Eisenbahn zu passieren. Dabei rannte er sich fest, wodurch der Schornstein mit dem Dampfrohr eingedrückt wurde. Infolge des (Geräusches, das der ausströrnende Dampf verursachte, entstand eine furchtbare Panik. Männer und Frauen schrieen um Hilfe, so daß von allen Seiten die Polizei und andere Leute hinzukamen und die verzweifelten Menschen herausholten Einzelne Personen, namentlich Männer sprangen über Bord und wurden von den in der Rühe liegenden Dampfern ausgelesen. Anscheinend sind weder schwere Verletzungen noch Todesfälle vorgekommen. Einzelne Frauen erlitten Nerven- choes. Nach ungefähr zweistündiger Arbeit wurden sämtliche Personen durch Boote oder über die Eisenbahnbrücke herausgeholt. Der Dampfer mußte bann mit Wasser gefüllt werden, um unter der Brücke fortzukommen. Gegeni 1 Uhr nachts war die Passage frei.
Die Dampfergesellschast teilt hierzu mit, daß infolge des Unwetters jedenfalls die Signallampen der Brücke nicht in Ordnung gewesen seien. Menschen sind nicht verletzt worden.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 18. Mai 1910.
** Neuer Konsul. S. K. H. der Großherzog ha dem Herrn Karl Sichel in Mainz das Erequatur als Konsu der Republik Guatemala in Nlainz erteilt.
** Der ftomet und das Wetter. Die hiesige Wetterdienststelle schreibt uns: In einer größeren Tageszeitung wird in Zusammenhang mit dem bekannten Astronomen Geheimrat Förster die Behauptung ausgestellt, daß die (Gewitter der letzten Tage auf eine Einwirkung des Kometen zurückzuführen seien. Es ist notwendig, dieser Behauptung, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt, und in weiten Kreisen der Bevölkerung nur ganz falsche Vorstellungen erweckt, scharf cntgegcuzutreten. Die (He- wittcr waren eine Folge der in Europa herrschenden Druck- vertcilung. Gleichzeitig hatten weite Gebiete Europas das herrlichste Wetter. Die Bewohner Schwedens, Norwegens und Rußlands werden jedenfalls anders über den Kometen denken. Sie werden ihn mit besonders ruhiger und heiterer Witterung in Zusammenhang bringen. Anderseits wird England die schon seit Wochen über dein westlichsten Teil von Europa herrschende kühle Witterung auf den ftometen ^u rückführen. Das Wetter der Erde tritt uns an einem bestimmten Tage in allen Formen entgegen und wird von ganz anderen Ursachen bestimmt, als einem .Kometen. Geheiinrat Förster behauptet das auch gar nicht, er jagt nur, daß in der Nacht, in der voraussichtlich der Durchgang der Erde durch den Schweif erfolgt, also in der Nacht vom 18. zum 19. d. Mts., vielleicht Gewittcrerschei- nuuflcu, wahrscheinlich aber nur Störungen des Telc- graphcndienstcs cintrclcn können. Dabei ist aber immer uoch vorausgesetzt, daß die Theorie, die die Bildung des Kometenschweifes auf elektrische Kräfte zurückführt, tatsächlich richtig ist, was aber »och lange nicht feststeht. Die allgemeine Druckverteilung über Mitlcldcntfchland zeigt noch kleine Randwirbel, die hier und da in den nächsten Stunden noch einzelne Geivitler bringen können, aber das würde auch ohne den Kometen cintrclcn.
** Die Sichtbarkeit d e s Kometen wird sich jedenfalls nur auf ein geringes beschränken.und höchstens in der kommenden Ncrchc zwischen 3 und i/24 Uhr möglich feilt, da vorher der Mond noch am Himmel steht unb nachher die Wirkling des ausgehenden Soiiuculichlcs schon zu park ist. In der heutigen Nummer der Familwnblätter veröffentlichen wir einen ausführlichen Aussatz über das, was uns der Komet bringen >vird. Der Kornel steht am nördlichen Sternhimmel, ziemlich dicht am Horizont und wird deshalb quch wegen des Dunstes nur schwer bemerkbar sein.
-Bon der Bauarbeiter-Aussperrung. Der Arbeitgeberverband hat unferen Schlachthofs-Neubau freigegeben, so daß die daran beschäftigten Maurer und Bauhilfsarbeiter von ihrem seitherigen Meister loeiter beschäftigt werden. Wie wir »veiler feststellen konnten, arbeiten die Maurer an zwei Bauten der Ederstraße und au einem Bau der Walltorstraße ebenfalls loeiter. Die organisierten Maurer sollen sich jedoch weigern, an Bauten zu arbeiten, wo auch unorganisierte Kollegen beschäftigt werden.
" Im Kolosseum wird das neue Mai-Programm von durchweg guten Kräften bestritten. Besonders interessieren im ersten Teil Herr Gustav Fuhrmann, ein ausgezeichneter Humorist, der mit seiner Darstellung eines Betrunkenen viel Beifall fand; dann die beiden Darlingtons mit ihren ge- chickteii Niusikalischen Darbietungen, sowie die Phantasie- Tänzerin Mlle. d'Altide, die mit viel Temperament ihre effektvoll und hübsch ersonnenen Tänze bietet. Ebenfalls großen Erfolg erzielte Herr Alfred Richter vom Berliner Bunten Theater mit seiner Rezitation deö eindrucksvollen Ge- dichtes „Jrauenehre^. Beifällig oufgenüinmen wurden auch die amüsanten Couplets der beiden Soubretten Frl. Helene Schenker und Helma Helmonde. Der ziveite Teil deö Abends wird durch die Damen-Ringkampfe ausgefüllt. Bei den gestrigen Kämpfen, die alle drei einen interessanten Verlauf nahmen, siegte Sascha Petrof-Rußland über 6'im) Kars ort'e-Berlin nach 16 Minuten. Erna Koch- Ptüuchen hatte mit van Heikcrn -Holland nicht viel Arbeit; nach 5 Minuten mußte sich die Holländerin besiegt geben. Zu lauten Szenen und großer Heiterkeit gab der letzte Kämpf deö Abends Beranlaffung, in dem sich die ungemein kräftige Minne Sander-Hannover unb die etwas weit über das normale Maß hinaus beleibte Käthe Schubert, gen. die w6id)c aus Rheinland", gegenüberstanden. Rach einem 20 Minuten dauernden heftigen Ringen, bei dem cö die rheinische Eiche nicht an verbotenen Griffen fehlen ließ, wodurch sie sich den allgemeinen Unwillen des Publikums, be-
sonders der Galerie, zuzoa, mußte der Kampf als unentschieden ■ abgebrochen werben. Die Konkurrenz nimmt heute ihrer». Fortgang.
•• Leichenländung. Die Leiche des seit 9. L Mts. vermißten Arbeiters $L B. wurde gestern mittag am sog. Woog auS der Lahn gelandet.
"Schlägerei. In einem Hause am Kanzleiberg ge-, rieten gestern nachmittag zwei dort wohnende Arbeiter in Streit. Hierbei erlitt der eine eine Verletzung am Auge unb mußte nach der Klinik gebracht werden.
— ßur Hundeausstellung, die am 29. Mai eröffnet wirb, werben Anmelbungen noch bis zum 19. b. M. nachmittags 12 Uhr in der Geschäftsstelle SelterSweg 52 angenommen.
4 Lich, 17. Maä. Der mit dem Schweine markt verbundene fträmermailt am Rathausplatz war im Ber< gleich zuni dritten Osterfeiertag heute sehr schwach belebt.
Klo st er Arnsburg, 17. Mai. Am dritten, Pfingsttag wird hier alljährlich das Jahresfest des evangelischen Rettungshauses für verwahrloste Mädchen ge. feiert. Für bie weite Umgebung ist das immer ein Volksfest, das gern besucht wird. Hunderte von Menschen waren auch heute wieder erschienen und wohnten der gottesdienstlichen Veranstaltung bei, die un Freien — mitten im. Klosterwalde, unter der alten Klostermaner — abgehalten wurde. Ansprachen hielten: Hofprediger Blau-Wernige-^ rode und Pfarrer Jul. Werner von der Pauluskirche in Frankfurt a. M. Stiftsdechant Klingelhöfer- Lich gab im Anschluß daran den Jahresbericht der Anstalt. Im. letzten Jahr sind 40 Mädchen in das Haus ausgenommen worden. Der Feier im Walde wohnten auch die Solmsischen- Herrschaften aus Lich und Laubach bei. Anschließend an den Gottesdienst war noch eine Nachfeier in der Anstalt.
m. Tr eis a. d. Lumda, 17. Mar. Der Turnverein: hielt am 2. Pfiugftfeiertag sein 5. Stiftungsfest mit Fahnenweihe ab. Das Fest wurde in einfacher Weise gefeiert und nur die benachbarten, dem Gau Hessen mrgehorcnden Turnvereine waren eingeladcn, die den» auch stattlich treten waren. Nach einem schönen Festzuge begrüßte den 2. Vorsitzende Kehr die Anwesenden und dankte den Gebern bei .Anschaffung der Fahne für ihre OpfcrwilligkeE herzlichst. Das Ehrenmitglied, Kommerzienrat L. Hey- tigenstaedt, der durch Trauer verhindert war, dem. Feste beizuwohnen, hat bei Uebersendung feiner Glückwünsche den Verein wieder mit einem namhaften Betrag bedacht. Dann folgte ein hübsch vorgetragcnes Begrüßungslied des Gesangvereins Liederkranz unter Leitung seines Dirigenten Eberle. In seiner Festrede wies der 1. Vorsitzende Lehrer Walter auf btc vaterländischen Bestre- hungert der Deutschen Turncrschaft hin. Großer Beifall erntete ein von 32 Turnerinnen und Turnern aufgeführter Reigen, ferner die Geräteübungen, das Keulcnfchwingen und die Stabübungcn nach Mufik. Den Scljluß der turnerischen Aufführungen bildeten Leiterpyramiden, die allgemein gefielen.
K,. Bobenhausen b. Mücke, 17. Mai. Seit dem 1, Januar d. IS. hat uns die Postverwaltung, wie' bereits schon einmal im Gießener Anzeiger erwähnt wurde, dadurch stiefmütterlich behandelt, daß die Landpostfahrl Bobenhausen—Mücke an Sonntagen weggcnommen wurde. Gegen diese Aenderung wurde nun Einspruch erhoben und gleichzeitig ein Antrag zur Errichtung einer Privatpost gestellt. Diesen Antrag hat bic Postverwaltung srcunblich angenommen. Das Privatsuhrwerk ist bem hiesigen Fuhr- Unternehmer Pabst übertragen worben. In Zukunft soll ein geschlossener Wagen Vcrwenbung finben, was seither nicht bet Fall gewesen ist.
-r. Lanbenhausen, 17. Mai. An ben Pfingst- sciertagen rief zum ersten Atale bas feierliche Geläute der neuen Glocken unsere Gemeinbe zum GotteSbienste. Die Glocken finb zur Zufriedenheit ausgefallen, nachdem sich die Erneuerung beS alten Geläutes als bringeub notwenbig erwiesen hatte. Bemerkensloert ist, baß bie größte unter ben, neuen Glocken eine Stiftung seitens der Familie eines vor etwa hunbert Jahren nach Rußland auSgewanbertcn Landen- hausener Einwohners ist, welcher dort ein Unternehmen gründete unb zu Wohlstanb unb Ansehen gelangte.
0 Friedberg, 17. Mai. Recht zufrieden sind die Jagdpächter mit dem H i r s ch bcsta.id int Taunus. Dieser Tage sah dcr Jagdaufseher auf der Kaisergcubc im Fried- berget- Burgwald am Winterstetn ein Rudel von nicht weniger als 4 5 Hirschen. Es ist das für den Taunus eine große Seltenheit.
R- V. Darmstadt, 18. Mai. N a ch der Wasser- kante! Als erste der diesjährigen Fahrten aus Südwcst- deutschland nach der Wasserkante hat heute (Mittwoch) früh eme zum ersten Mal vom Deutschen Flottcnverein, Landesverband für das Großherzoglum Hessen veranstaltete Schulfahrt unter sehr zahlreicher Beteiligung von Schülern aus den oberen Klassen der höheren Lehranstalten ihren Anfang genommen. Die Fahrt gcl)t unter dcr Leitung- des Schatzmeisters des Landesverbandes, Herrn S?aupimann Voll m a r, nach Hamburg, Kiel ufw. uno wird neben der Besichrigung eines >Ozeaudampfcrs unb eines deutschen Kriegsschiffes and) eine Fahrt durch den Kriegshafcn irt den Kaiser-Wilhelm-Kaual, sowie Besichtigung des Torpedo^ bootljafcite, der Levenaucr Hochbrücke unb der hauptsächlichsten ^hcnswürdigkciten in Hamburg und Kiel bieten.: Die diesjährige, vom Landesverband veranstaltete Gcselte s ch a f t s s a hrt it a)ch Hamburg, 'Helgoland, K i c H mit Anschluß nach Kopenhagen usw. findet, wie schon früher erwähnt, vom 16.- 23. Juli ö. I. unter derselbenr Führung statt. Die Anmeldungen Istcrzu sind lediglich <nti die Geschäftsstelle des Deutschen Flottenvereins, Landest verband Hessen, Darmstadl, Waldstraßc 4, zu richten.
[J Marburg, 17. Mai. Die großen Ziegeleien und Bau matcrialicn- Handlung en zu Ebsdorf im hiesigen Kreise unb Wallau im Kreise Biebenkops geben bekannt, baß sie sich nicht an ber Materialsperre beteiligen.
[J Marbu rg, 17. Mai. Die Turn gemeinde Nkar- burg begeht am 4., 5. unb 6. Juni ihr 25jährigeS StistungS- unb zugleich auch Fahnenweihfest. Die Vorbereitungen zu bcmfclbcn finb flott im Gange.
X. Hanau, 17. Mai. Im sogen. Franzosenloche er* rankte sich in ber verflossenen Nacht bas 22sährigc Dienst- mäbchen Rkaric Habermann auS Hüttcngesaß. Der Bcwcg- grunb für bic Tat ist LiebcSlummcr.
Eine Zuschrift Siebener Musikfreunde.
Man schreibl uns:
Die Aufsorderung zur Abnahme von Eintrittskarten ür das am 29. Mai itattfiubeubc Konzert des K ron > baucr'schcnO.uartctt -Vereins und des Sch ulet*-


