auS
2lus Staöt tiiid tfrtiiö
!'
n
b-
i'i k
s
it li
y tu
R
h Q
6 i
Dieken, 12. Dezember 1910.
** S3ont Droßh. Hofe. Die Gro ßHerzogin empfing am Samstag vormittag >/,11 Uhr im Neuen Palais
Ausland.
Nach ZeitungSmelbungen auS Kalkutta find bei Zufammen- ftötzen, die infolge deS Wider st andeö der Hindus gegen die Kuhopferung am Bakriedfeste sich ereigneten, 150 Hindus verletzt worden. 9üt anderen Orten werden ebenfalls Ruhc- stönmgen besürckstet.
Gemeinde L i ß b c r a. Zahl der Haushaltungen 80, Ein- nw^ncr-ahl 403, davon find 400 evangelisch, 3 katholisch. (1905/ Gemeinde Nidda. Einwohnerzahl 2130. (1905 : 2004) Kreis Friedberg.
Gemeinde Harheim. Zahl der Haushaltungen 246, (£in< smd. JLOfi evangelisch, 10§& katholisch Liyvo,. 113v.j
«n -äcl dr5S ürfre ? kstohlen worden/ L» c. Wäschestücke abends in Sicherheit zu bringen.
.nurr* Schlägerei. Heute nacht kam eS in der Ost-Anlage cmhs Zun°rc” ^cu!en ru einer Schlägerei, wobei es blutige Köpfe gab. Em gerichtliches Nachspiel dürfte folgen.
. - - -ö . Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche
den Professor Dr. Köppe aus Gießen und um V-12 Uhr der Seuche sind gemeldet auS Volzum, Herzogtum den f)hprhi1f (ihm Vraunschlveig. “
Kreis Schotten
s. Bob e n Haufen II, 10. Ein bei einer hiesigen Familie in P.lege untergcdracltter IZjähriaer Junge war netdlsch, weil die Dienstmagd ein neues Kle.d erhallen nun ur feinem Aerger das K.eid böswillig beschmutzte, stellte ihn die Hausfrau zur Rede und verab- tÜ)m L?nc ‘^Ovfcige. Wütend hierüber sprang das ^.urschchen uuf, crgri|f eine Pcit,che unb niißhanDelte damit feine Pilegemutter so, das; deren ganzes Geficht zerschunden und ausgesprungen rst. Hossentlich hat man dem jungen Taugenichts daraushur eine geziemende Belehrung gegeben.
*ch. Bingen, 11. Dez. Der Weinbauverein der Provinz Rh ein Hessen hatte heute in Gemeinschaft mit . öec Vereinigung Binger Weinbergsbesitzer eine { Versammlung von WeinbergSdergSbesitzern, Weinbergs- arbeitern und allen sonstigen Freunden des Weinbaues ein- b berufen, die sehr stark besucht war. Die Versammlung nahm V folgende Entschließung an: Eine zahlreich besuchte Versammlung von WembergSbesitzern, Arbeitern und sonstige Interessenten auS dem Bezirk Bingen richten nach eingehender ernster Beratung ihrer Notlage das dringende Ersuchen an die Grobh. hessische Negierung, dem Notstände, wie er sich durch die fortgesetzten Mißjahre im hiesigen Bezirke herauSgebildet hat, ihre ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Sie vertrauen der Großh. Regierung, daß sie ungesäumt der Frage nähertreten wird, mit welchen Mitteln der zunehmenden Verarmung und dem Rückgang der Steuer- kraft der hiesigen Winzer entgegengewlrkt werden kann uni idic der gänzliche Verfall deS hiesigen Weinbaues aufgehalteo werden kann.
~ ^urzr Nachrichten auS Kunst u. Wissenschaft ^ker Nationatotoiwm Geheimrat Protessor Tr. Gustav E o h ii tu Göttingen feiert nm 12. d. Ml«, feinen 70. Geburtstag - n v e tdslberg verstarb nach kurzer Kxankhelt tm 52. 2ebcit»mhrc |l^lİe!r6 ^a^"'<f,eC U,,nnQI"f,lt °" b«
Kreis Büdingen.
* ^3bb. Jy J1- DA-. Zu der gestrigen Beerdigung unseres langjährigen Belgeordneten W. Braun II. hatten Va> auS der Nähe und tonte eine große Menge Leidtragender eingesunden. War der Entschlafene, der im 82. Lebens- jaOcc gestanden, hoch mit unserer Vaterstadt, mit dem Kreise Budmgen und unserer Provinz, durch zahlreiche ^do verbmiden Von 1862-1883 Vorstand unb von da
Imn ^ntrolleur der Bezirkssparkafse Nidda, von 1869 bis U)io Beigeordneter, von 1874 an Mitglied des KreiS- auSfchufseü; feit längerer Zeit Mitglied des Kreistags und Provrn^altags; feit Jahrzehnten Mitglied des Kirchen- Vorstandes, der DekanatSsynode und deS Dekanats-! auöschuffes, endlich Mitglied und Ehrenmitglied der hiesigen Vereine. Der amtierende Geistliche W. Werner hob na- mcntlid) das Wirken deS Verstorbenen für das a l l g e - meine Wohl hervor, dem er feine persönlichen In- tereffen oft hintanfetzte, fein Bestreben, das materielle und geistige Wohl feiner Vaterstadt zu heben. So ist z. B. Äf verdalit'en, daß die Stadt alljährlich so reichlichen CrlbS aus ihren Obstanlagen erzielt, die unter seiner Leitung gemacht wurden. Besonders wurde feine Vaterlands- ic&e hervorgehoben. Eine Anzahl Kränze wurden an seinem Grabe niedergelegt. KreiSrat Boeckrnann pries reiche Erfahrung, den biederen Sinn und die Gewiffen- haftlgkeit des Entschlafenen. Bürgermeister E r k würdigte feine Verdienste um die Stadt. Dekali Kirchenrat Fischer gedachte feines kirchlichen Sinnes und seiner regen Teil-I nähme an den Sitzungen des TekanatSauSschusses. Rentner m LUNIN g hob hervor, was der Entschlafene in der Zeit h?r WP2b-FA?bAiFUl^t Jür büL Turnfach.e getan. OLamenS der Bezirkssparkasse sprach Hotelier Menzel, namens des Krankeupflegevereinü ßeljrec Küfer, namens der Altersgenossen Georg Dich Im a n n. NamenS des Krieger- vereins widmete Oberst Weimer dem Ehrenmitglied des VeremS Worte der Anerkennung für die rege Fürsorge für die Verwundeten und Erkrankten aus 1870/71; hatte I doch damals auß dem Kreise 14 000 Mk. für biefcn Zweck ?^^bU6^bracht. Bratin hinterläßt einen Sohn, zwei!
unb etnen Urenkel. Sein Andenken wird in unserer Stadt im Segen bleiben.
Ln Steinfurth,11 Dez. Die letzte Massengrund. »eldbereinigung btadyte in unserer Gemarkung em Ergebnis, wie dies wohl in Hessen noch nick! 25%)me dooö^imr^.nhfl1 Normalmorgcn wurden durchschnittlch m k"?.4000 derahlt, einerlei ob guter oder schlechter ®obe? fHr?hnLl man Ä der Reinertrag für den Morgen in Ste^ ! urth steueramtlich auj höchstens 40 Mk. geschätzt ist, kann m« Heb kaum einen Begriff machen, wie anscheinend so fabelhafte Preise bezahlt werden. Und doch ist das Tatsacye. Unsere Gärtner müsse» Rosenland um reden Vrers haben, die wenigen Bauern und die Gemeinde selbst haben höchstens Vs der Gemarkung im Aesit. wahrend V, des Geländes v. Löw'sches Eigentum und no^ obendrein todeikommivgut ist. Als landwirtschaftlicher Boda 800-W^) marf“ °°r ^ÄahrL höchstJ
** Gaseinheitspreis. Im Inseratenteil veröffentlicht heute die Bürgermeisterei die EinführungSbestim- innnnen zu dem, in der letzten Stadtverordnetenfitzuna beschlossenen, am 1. April 1911 in 5kraft tretenden GaSeinheitS- preis von 17 Pfg. Die Einfi'ihrung des Einheitspreises wird darnach vom 1. April nächsten Jahres durchgeführt. Die Gasabnehmer, die Heiz- und KochgaS schon beziehen, nutssen zur Umänderung der Leitung besonderen Antrag stellen. Formulare hierfür sind beim OkiStoerF erhältlich S? llch, diese. Anträge rechtzeitig zu stellen, da
die Miete für mehrere Gasmesser bis zum Scl,luß deS Monats forterhoben wird, in dem der Abanderuugsanirag gestellt und beim 0>aSwerk eingegangen ist. Der Zeitpunkt der Umänderung kommt hierbei nicht in Betracht, da es mel)rere Monate dauern wird, bis sämtliche Umänderungen auSgesührt sind. Die Neiianlage von ^Gasleitungen auch wenn diese schon vor dem 1. April n. I. in Gebrauch genommen werden sollen, erfolgt schon nach den neuen Bestimmungen, d. h. es wird auch hier nur ein Gasmesser stcsetzt und der Emheitspreiö von 17 Pfg. sowohl für Koch- alS auch für Heizgas in Ansatz gebracht.
। -J
Starkenburg und Rheinhessen.
n. Offenbach 10. Dez. In einer zahlreich besuchten ! Versammlung de« hiesigen ZweigvereinS vom Vogelsberger ^Höhenklub sprach Telegraphensekretär Peter Fuchs über * öte Vogelsberger Spinnstube, wie sie in seinem Heimatdorfe zur Zeit seiner Jugend gang und gäbe war Gar anheimelnd schilderte er Sitten und Gebräuche der alten 1 Lpmnstube, wie sie zum großen Teile heute noch bestehen ! wenn auch das gemütliche Spinnrad vielfach verschwunden ist' |e Zwischendurch wurden von der Versammlung alte Spinnituben^ c lieber gesungen, auch Einzelgesänge und mundartliche Gedichte illustrierten die Darbietungen deS Vortragenden. Selbst der ,91^03* fehlte nicht und sagte manch einem in launigen • Knittelversen die Wahrheit.
WC die insolae wechselnder Witterung mancherlei ZwisrhensÄUe mübrachten. Am 14. Dezember morgen- wird die ..Gneisenau" in Bombav eintresfen, wo ber Gouverneur den deutsclnm Thronfolger an Bord begrüßen wird und die zum Stabe deS Prinzen kommandierten englisä>en Herren sich melden werden.
Die bayerische Stadt Lindau am Bodensee bat dem Reichstage als Geschenk ein Bild überwiesen »ur Erinnerung »er Zeppelinfahrten der Reichstagsabgeordneten auf dem ©oben* see im September 1909. Das Bild stellt den Luftkreuzer mit den Reichotagsabgeordnetcn an Bord auf der Fahrt über den Bodensee bei Lindau dar. Der Präsident des Reichstags, Graf Schwerin-Löwitz, hat das Geschenk mit einem Danlschrellren «nden^Bürgermeister der Stadt Lindau angenommen.
r rv n ber ne Sonntag brachte einen recht
lebhaften Verkehr. Die Mittagszüge waren geradezu überfüllt und die Geschäftsstraßen boten bis zum Abend ein lebhaftes, buntbewegtes Bild, tvozu die vielen Trachten- Mädchen vom Hüttenberg, vorn Hinterland ufw. nicht wenig beitrugen, llnfcre Geschäftsleute hatten große Anstren- gimgen gemacht, rhre .Verkaufögegenstände möglichst vor- u i‘cfüieinen zu lassen und so prangten denn die Oiefchaftsflraßen bei einbrecheirder Dunkelheit in einem strahlenden Lichtermeer. Das Berkaufsgeschäst war wesent- llch reger als am Sonntag vorh-er. Aber immerhin muß baß 1lüci) viel besser loerden, wenn es auch in ^^'Elicher Hinsicht ein Fest der Freude werden sott.
B o m M1 o n 5 c r 11) c r e i u wird uns geschrieben: Auf Wunsch des Herrn Dr. v. Hippel stellen wir in Ergänzung unseres Berichtes über die außerordentliche Ge- neralversammlung behufs Vermeidung von Mißdeutunaen fest, daß das Vertrauensvotum für den Vorstand abgegeben wurde, als Herr v. Hippel und mehrere andere Herren Infolge anberiucitiocr Verpflichtungen bereits die Versamm- luna verlafsen hatten. Herr v. Hippel würde sich in selbstverständlicher Konsequenz feiner vorherigen Stelluna- naljmc der Abstimmung enthalten haben. Für diese Stel- lunguLhme des Herrn v. Hippel sind, wie wir ausdrücklich und geni anerkennen, ledialich sachliche Mottve unb das Znterefse für unfern Berem bestimmend gewesen
Verhaftung wegen Erpressung. Am Samstag nachmittag verhaftete man hier den Schlosser Philipp Schmidt III. aus Frankfurt a. M., einen 24 Jahre alten iungen Mann, ber bei einem älteren Rentner einni r/? u um 500 Mk. unternommen hatte. Ter
•1 r lleschriebene Brief war von Schmidt unverschlossen in Abwesenheit des Rentners an dessen Dienstmädchen ab- gegeben worden, die das Schreiben durchlaS unb von Ana st getrieben ber Nachbarschaft Mitteilung von der Sache n^nchte. Telephonisch wurde sofort die Polizei in Kenntnis gefegt, die rechtzeitig dazu kam, nm den Tater, der vor dein Hause den Erfolg seines Briefes abwartete, festnehmen zu können. Scl)midt gibt an, die Summe verlangt zu I haben, weil vor einigen Jahren der Rentner ihn angeblich zu dem Vergeben des § 175 b. Str.-G.-D. verleitet habe Untersuchung ift eingeleitet.
Landkreis Gießen.
r- Heuchelheim, 11. Dez. Gestern abend hielt der hiesige Kreditverein in der Gastwirtschaft von Schäfer seine Ha upt berfammlung ab. Als Präsident wurde Jakob Kreilmg IV. wiedergcwählt. Von den neun Vorstandsmitgliedern wurden die drei ausscheidenden Mitglieder Durgermelster Kreiling, Wilhelm Reidel V. und Johann BSv&^^uWntg abermals gewählt. Von den annähernd ^00 Mitgliedern waren nur 35 erschienen.
W i e seck, 10. Dez. Heute morgen fand die Er ö ff- toVA ♦ Xt? • flrc GnslwirtS Wacker hier eingerichtete Wandertuberkuloseausltellung statt. Anschließend Mmfmnnn bcr Aokh. Rentenversicherungsanstalt
«^^ol d aus Darmstadt cmen lehrreichen Vor- F0 über Art, Bedeutung und Nutzen der Ausstellung, der von den zahlreich Erschienenen mit sichtlichem Interesse entgegen-! genommen wurde. Die völlig kostenlose Besichtigung kann den Ä^?ohnern nicht warm genug empfohlen werden. Das reiche grö^a: Sachkenntnis übersichtlich zusammen- gestellt, so daß sich jebeu leicht zurcchtsinden kann. Soll die so verheerend wirkende Volksseuche, die Tuberkulose, mit Erfolg be- gerben, so bars kein Mittel unversucht bleiben, was ihr Einhalt tun kann. Ems ber vornehmsten Mittel ist die auf An- üegrünbete Belehrung. Versäume darum niemand die l Mittwoch hier ist, zu besuchen, es kann nur rbu ti n hp? ^rr-l >n ^n- "~7 der heutigen Hauptversamm- lung des hiesigen Ko n su m vere l n s wurde Hch. Becker als Zorna"^m,tglied gewählt Die seitherigen Aussichtsratsmitglieder Daniel, Erb L, Fritz Hansult, Hch. Weller XII. und Karl Bern- hard, sowie die Herren des EinkaufsauSschusseS wurden sämtlich wiedergcwählt. Der Bericht des im November d. I. in Gießen stattgesundenen VcrbandstagcS, der von dem Verein durch zwei Vertreter beschickt worden war, wurde für die kommendes Frühjahr abzuhaltende ordentliche Hauptversammlung zurückgestellt. Eine xtoet8en Errichtung einer zweiten Verkaufsstelle mußte .dahm beantwortet werden, daß bis jetzt noch nichts
Passendes gesunden werden konnte. Diese Angabe darf indessen werden, daß Aussicht besteht, in absehbarer Zeit im Befitz emes un westlichen Telle unseres Dorfes gelegenen Hof» s"n, wodurch dann den berechtigten Wünschen vieler Bewohner Rechnung getragen ist.
. A i t e n - B u s e ct, 11. Dez. Gestern abend lytelt hier I tn Verhinderung des Sekretärs Schwarz.Weßen ein Be- amtex der Landwirtschaststammer einen Vor trag über Z i e g e n zücht. Der Redner behandelte besonders den Wert der Ziegenzucht in volkswirtschaftlicher Hinsicht, Zucht- ö^el, Zuchtivahl, Züchtung im allgemeinen, Auszucht unb Pflege der Trere, Bocttialtung, Stallverhälttiisse, Einfuhr von Tieren aus oberhessischen Kreisen, Fütterung, Weide- \\ und sonstige .Förberungsmaßnahmeu der Ziegen- \ r.uchk- Gme lebhafte Aussprache schloß sich an den an schau- ' Men Vortrag. Im Anschluß an den Vortrag wurde ein h
Ssegenzuchtverein gegründet, dem sofort 25 Mitglieder beitraten. 11
tritt Anstaltserziehung. Doch auch innerhalb dieser beiden Fonnen der „Ersatzerziehimg" verlangt die neue Zeit neue iHMfpPfHL'ir ^culc.1DClB baß oft schwere Abnormitäten intellektueller und moralischer Natur, nicht selten sogar auf begeneratther Grundlage, den Jugendlichen au einer verbrecherischen Tat getrieben haben. Psychiater und Er- zicher arbeiten jetzt Hand in Hand, um einen Einblick in das iuinere Wesen eines solchen Menschen zu bekommen. Als »ieuesler Fortschritt auf dem Gebiet der Zwangserziehung rä bad d^n-ip größtmöglicher Individualisierung^ falsch einen Zwaugszögliug einem bestimmten Einfluß von außen auszusetzen, ohne vorher zu wissen, baß Erfassung auch gerade diesen Elnsluß r Frage, ob Fainilieuerziehung ober Anstaltserziehung die elterliche Erziehung zu ersetzen hat, läßt entscheiden, und kann erst bcant- ?ad,öcln ..et"c längere Beobachtung beS Zugendlichen bte hierzu notige Grundlage geschaffen hat.
^.l-^'wägungen haben den Redner dazu bestimmt, eine Walt uid IWn »u rufen, hie neben her Unterbringung ber Juß endlich en •— cd handett sich hier nur um Knaben h- als Hauptaufgabe betrachtet, das innere Wesen ber üög- crit klar au legen, ehe über beren Berufsausbildung entschedeii wird. Die Anstalt ^Steinmühle" bei *00111- strafe NofchäftSstelle Frankfurt a. M., Stift-
L 1 cl )rc Zöglinge von zwei verschiedenen
Zeiten. Ein .luSschuß zur Unterbringung schulentlassener '^Ta11 CCd1 er schickt jedes Jahr auf seine Kosten eine Reihe Knaben auf i/4 oder 1/1 Jahr in diese Avswtt Mad) der Beobachtung wird^ihnen von ^e.m Leiter ber An- r?tcIIe ausgemacht. Die andere Hälfte der Stnnmühjeuzoglinge sind Zwangszöglinge, die von den Behörden, nachdem die verschiedensten Erzieuunos- »ersuche bet ihnen fehl gefd^ayen'hnb ?ur S Äg fübergeben werden, Gtulgc Beispiele, btc der Rechner ausllhN zeigen, wie selbst anscheinend ganz hosfnungslose Fälle bnrdi ^ursche», die fast aufgegeben waren, durch eine inblbibuefic Sn"tSn^Cr mCnfd)It*en -ugeführt
Kreis Schotten.
e M eich e3, 10. D.^z. Se nrid) Eifert IV.. dem Turin, d«n Tode fernes Vaters, das von diesem befieio» Mmt des Rechners der hres.gen Gemeinde, und Sitdienm übertragen worden ist, wurde nunmehr auch zum st° Irchen Untererheber für Meiches ernannt ' 01
Kreis RritBbcrg.
m. Dad-Rauh-im, 11. De,. Auf Antraa ber verordnetenvermmmlung war di- Bürgermeisterei bei her w flierunfl vorstellig geworden, der Staat milge von den Einnabw,' der Kurtaxe b Prozent an die Stndtkalle übrtn. Begründet war der Antrag bam .' daß bic Stadt im Interesse des Bades jährlich ganz enorme d.ge und periodische Ausgaben habe, die chgentlrch^e7 ^ als Eigentümer des Bades leisten müsse. Redmet man bie^' taje mit lahrlich ubn >/„ Million, Ware für die Stadt eine
‘offrnen1 »of" 3" LCbiu Peit finb toicbCT6oIt nachts I geführt ^werden" Wunen."" Nun hat" das ^Ministerium ^die° mä‘ ’x . ™ Ji6ofrc,t«en ,“nb ®OTt?n ium trocknen ausgehängte tcilung an die Bürgermeisterei gelangen lassen, dah die Reaie^"' ES empfiehlt sich, solche unter feinen Umständen aus diesen Antrag einaebe 0 Un6 inacxL m. Ober-Mörlen, 11. Dez. Jetzt tun vor -L
<"“rwi‘nn'TOlnbr *5" en9fifd’m Millionen.Erchchcht 6 00 0 Mark Zinsen bei bem Nachlawerwaller Geck eingetrofien unb beltimmungsgemöst an die Ortsarmen v,, teilt worden. Es wurden Beträge von 50 -100 Mark 0./ bciahlt. Die Erbschasi stammt von einem in den Mer stad^ vorigen Jahrhunderts nach London ausgewanderten Schuhniach^ Frank von hier, der es zu einem bedeutendem Vermögen bratiu
'„<aeu 18®7 -rsolgteu Tode setzte er seinen Seim^i
ort als Unwersalerbe ein und zwar aus Dankbarkeit, weil ü» ^ Jra6c£ ®cm5lnb“«rmaltung die Mittel jut UebetiiäitS naeft London gewahrt hatte. Dre Gemeinde war s. Zt. fj? fQ*6 ls- sus so billige Weise den Taugenicht« "und „BlaumoM lo& wurde. — Für öle neu M erbauende ra t h. K i r che habend Frauen und Jungfrauen Ober-Mörlen- bis jetzt über 4 00 0 Mi rt^ben 01 CU# a18 ^^kapital für die Kirche angelegi
den Oberbürgenneister Dr. Gl äs fing.
** Ordensverleihung. Der Großherzig hat dem Genielndeemnehmer JohS. Scheuer zu Schwabenrod baß Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen.
** Ernannt wurde der Gefangeiivusseher am LandcSzilchthaus Marienschloß Hch. Zu b rod zum Hilfs- dtener bei dem Amtsgericht Darmstadt IL
Die oderhessischen voUszähiungsergebnisse.
KreiS Alsfeld.
Gemeinde Leusel Zahl der HauShaltunaen 110, Eiw N^rsahl 569, davon sind 553 evangelisch, 8 katholisch, 8 israelitisch. (1905: 544.)
Gemeinde Merlau. Zahl der Haushaltungen 113, Ein- mobnenahl 548, davon find 527 evangelisch, 11 katholisch, II4 israelitisch (1905: 492.)
KreiS Büdingen.
Gemeinde A l t e n ft a b t Zahl der Haushaltungen 263, Euv svohnerzabl ll78, davon smd 1015 evangelisch, 99 katholisch. 61 iSrealitisch, 3 anderer SRclmion. (1905: mit Engelthal 1200.)
Gemeinde B e r ft a b t. Zahl der Haushaltungen 221, Ein- ^""'»ahl 989, davon find 969 evangelisch, 20 israelitisch. (1905; 1034.)
Gemeinde Bübingen. Zahl der Haushaltungen 799, M^^zahl 3302, davon sind 2951 evangelisch, 215 katholisch inn^t5eiAd ’’ L Q1^>eicc Religion und 2 ohne Konfession. (1905: 3406.)
Gemeinde C ngclthal. Zahl ber Haushaltungen 5, CrüM wohnerzahl 38, bavon smb 32 evangelisch, 6 katholisch.
Gcmembe Echzell. Einwohnerzahl 1557. (1905: 1586.) 1 r,a «'«‘“»e L a n g e ii berg h e i m. Zahl ber Sausbaltunaen Io9, ^"vvAnerzahl 681, bavon finb 661 evangelisch, 6 katholisch 7 israelitisch, 7 anderer Religion. <190ö: 656.)
Gemeinde L 1 n d h e i m. Zahl ber Haushaltungen 145, Eirn wohnerzahl 630, davon sind 569 evangelisch, 17 katholisch, 44 israelitisch. (1905 ; 683.)
v t Hessen-Nassau. ‘
)( Marburg, 11. Dez. Nach der neuesten BokkS- ^l.n9 Marburg 10908 männliche und 10 923 weib- iSS ^^wohner, zusammen 21283 gegen 20131 im Jahre 7^' .Der Bevölkerungszuwachs i)t gegen die Zeit von 1900 bty 1905 um etwa 1000 zurückgeblieben.
X Frankenberg, 11. Dez. In Haltenberq machte eine Frau aus Gram darüber, baß sie burch Unachd samkeit den Brand ihres Hauses veranlaßt hatte, ihrem LebeneinEnbe.


