Ausgabe 
19.9.1910 Zweites Blatt
 
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eine Gemahlin, die

kontobank, General-

Ans Stadt und Land.

Gießen, 19. Sept. 1910.

Un(erft<n(llMcft5 Böhmer.

b ErteT't bescheinigt, haß der selbständige Hand- Ate« AÜftJrr-ILj-.'-L? ' m > einem Gctocrbcbetricb nickid als k> .Gesten beichastigt und infolgedessen berechtigt ist, . Professor Dr I ^stnaßigc Fahrpreisermäßigung zum Besuch der Meltaus- I s^lung tn Brussel tm Interesse seiner Fortbildung in Anspruch

Die Zleischteuerung in Paris.

O Paris, 17. Sept. Die Fleischteuerung in Paris wird vielfach auf die starke &Mum der Brehausfuhr aus Frankreich nach. Deutschland und^esterreichchtlnciarn zurückgeführt. Das dürfte aber nur ein Vorwand der Viehgroßhändler sein, tote aus folgender Darstellung klar hervorgehti

Am stärksten hat int lausenden Jahre die Schweine-- Lustuhr zu genommen, nämlich von 11000 im ersten 908 und 33 000 im ersten Halbjahre 1909 auf mehr E.^000,?n den ertten >echs Mrmaten des laufenden Jahres Trotzdem i,t der schwelncrl ei, chpreis in Paris zurück- . SiN^Sfn ist der der Hammel, bereit Ausfuhr t jWVj* »fbaben hat, nämlich nur von 3 800 teil» 3600 bfdikutend gestiegen. Andererseits ist in Großvieh die in d^^u a»k 48 000 angewachsen gegen durchschnittlich 25 000 bntk bas kann doch bet dem Konsum von andert­

halb Millionen für ein .halb,ahr in Frankreich nicht in Betracht Höhung ausschließlich auf Kälber, so daß das tehr bedeutende Anziehen der Preise für das Rind- finten b<r ^ussuhrrrhöhung überhaupt jeme Begründung

" Der Schutzstreifen an der Irren-Anstalt nach dem alten Schiffenberger Weg zu wird immer dünner. Das Wetter hat die Bäume immer mehr vernichtet, c5 genügt ein mäßiger Sturm und auch der Rest des Baum­bestandes fällt, so daß dann die Gebäude ganz frei dastehen. Prächtige Sonnenblumen stehen im städtischen Pflanzgarten am Alten Schiffenberger Weg in voller Blüte. Es befinden sich Exemplare darunter, die über 3,50 Meter hoch sind und gewaltige Blüten haben. Es ist anzuerkennen, daß unsere Jorstverwaltung für die Ernähriing der Vögel sorgt.

"Zusammenstoß. Am vorigen Samstag wollte ein Automobil am Reuenweger Tor noch vor einem Wagen der elektrischen Straßenbahn die Straße kreuzen und stieß hierbei mit dem Wagen zusammen. Am Auto wurde die Laterne abgerissen, im übrigen entstand fein Schaden.

ro 5 61 Lr e,1,5 e r m ä 61 g U n g für Handwerker zum Besuch der Weltausstellung in Brüssel. Selbständige Knn^werker tm m ihrem Gewerbebetriebe nicht mehr als acht Gesellen beschäftige^ werden bet Reisen, die sie im Jnteressä ihrer Fortbildung nach der Weltausstellung in Brüssel unternehmen, "Uk den i-trecken der preußisch-hessischen unb der REeisenbahnen £ solsenden Bedingungen in III. Wagenklosse zum halben Fahrpreis, m L-chnellzugen außerdem gegen den vollen tarifJ k a9~%r^crt' Fahrkarten zum halben Preise! werden von den ?Fahrkartenausgaben aus Grund von Ausweisen' folgenden Inhalts, die von der .Handwerkskammer, den Innuna^W verbanden oder von der Ortspolizeibehördc auszustellen sind, ver-- adsolgt:

fordernde Ergänzung ihrer Felbartilleri wÄjL0 ^'e n ~ im ganzen 12 Batterien bcininroeii.

tritt, für die Besvannnng der Beobachtuugswaqen der Fetdartillcrie, eine E r h ö h u n g d e s P f e r de b e st a u - der Batterie um drei Pferde ein.

Entgegen der noch in der letzten Woche von der sozial-I günstiges demokratischen Presse gebrachten Nachricht einer Nenfor- von 83 Bataillonen (für die Regimenter mit nur zwei Bataillonen) kann auf das bestimmteste versichert werden, .daß eine solche Jnfantcrie-Vermehrung eben so - "e'}.,9« genommen ist wie die ebenfalls verschie- dentlich als geplant gemeldeten Aeudernngen nn Etat der jva D allen e.

Qiafer (Rahmenmacher) und Zimmerleute war'ße Beschäf- tigung günstig. Das Schuhmacher - und Schneider- gewerbe zeigten eine normale Entwicklung; im Schuh­machergewerbe konnten Angebot und Nachfrage gut zusam- mengÄracht werden, ebenso konnten im Schneidergetoerbe alle offenen ©teilen, mit Ausnahme von Mainz, wo ein Mangel an Schneidern herrschte, besetzt werden. Im B u ch ° ^vcker g c w erb c ist der Geschäftsgang nach wie vor flau: die Arbeitslosenschau zeigte die Zahl des Bormonats. Die ° irlschaftIiche Vermittlung war auch im BerichtSmonat noch eine sehr günstige, wenn auch der Vor- »o°riL erreicht wurde. Die Arbeftsoerrnittlungs-

stelke Frankfurt a. M. teilt mit, daß die Landwirte in der efcten Zeit immer mehr jüngere Leute für dauernde Stellen lutfltcn. Der Ilr6eit§marft für Ungelernte war der ganzen Koniunktur entsprechend ein günstiger zu nennen, besonders von Frankfurt aus konnte eine große Anzahl Erdarbeiter nach auswärts vermittelt werden. <5)er weibliche

b° t e n m arkt zeigte auch int Berichtsmonat noch bm> tppische Bild eines stärkeren Angebots von Dienstboten besonders in Mainz und Frankfurt a M

Von den Organen des Mitteldeutschen Arbeitsnachweis- verbandes wurden, soweit Meldungen von den kommunalen, bezw. Kreisarbeitsnachtoeisen und Herbergen zur Heimat Vorlagen, 11109 stellen vermittelt (gegen 10 096 im Vor­monat) darunter: Hersfeld 1, Dolfshagen 1, Corbach 2 N,eder-.^ngelheim 2, Rüdesheim a. Rh. 3, Wcsterbura 5 1 Ichenheim a. M. 8, Wildungen 9, Eltville Ätoungen, (Herberge zur Heimat) 11, Kreuznach 15, Wiesbaden (Kr- berS,e är §eitnat) 15, Kreuznach (H. z. H.) 17, Darrn-- ftabt (H. z. H.) 19, Worms (H. a. H.) 19, Öberlabti-ft stein 22, Fulda 29, Marburg a. L. 31, Bingen 32, Biebrich am Rhein 41, Dietz 43, Weilburg a. L. 43, Wetzlar 48 |a.n° a' «k liegen (& 8- &) 82, Marienberg 89J ®leKen 95, Mainz (H z. H.) 106,Frankfurta. M. (H. Z. H.) 18.1, Friedberg l H. 246, Limburg a. L. 257, Worms 271 Darmstadt 29b, Offenbachs a. M. 379, Mainz 751, Cassel 123a, Wiesbaden 1361 und Frankfurt a. M. 5265.

stempel der Handwerks kämmer, des Jnnungsverbandes, oder der Ortspolizeibehörde.

Ter Vorstand der Handlverkska mmer oder des^nnungsvcrbandes _ Die Ortspolizeibehörde."

^rürcisermoßigung mirb nur unter der Bedinquna 'owohl auf der Hin- wie auf" der ftutfretfc direkte Fahrkarten zwischen Abgang statwu und dcr

ch Saasen, 18. Sept.

Heute waren viele Leute aus der Umgegend von Saasen =L ^alevdermanns-iGedenkfeier hierher gekommen, um der Gedenktafel für I. K. Justus am alten Sckpilhaus auf dem Bettsberg und der Einweihung des wo*1 tn Saasen beizuwohnen. Unter den

Gasten toar besonders Grunberg Oer treten, denn Grünberg ift der Geburtsort des Kalendermannes. Weiter wohnten «d- br.Ci I^essor Dr. Roeschen-Gießen, Vor-

sitzender des Glaubrecht-Avmitees, Regierungsrat Dr. Merck ^ulrat KletnschnridtRegierungsbaumeister .Knell-Gießen' 1Tn Mt1 'Tmt ,n°CAV <TS1'a nahm einen schönen

i d^ berühmte Kalendermann Justus, den uns der feinsinnig, ^chrtststeller Pfarrer Qeser-^Glaubrecht in seiner SchliM und wahren Religiosität schildert. Lehrer Justus wa

I ^08 tn Grunberg als Sohn des Hutmachers Justus geboren suchte die Lateinschule und lernte dann Hutmacher Daneben beschäftigte er sich unausgesetzt mit Sternkunde Geometrte und Arithmetik, 1733 kam er nach Darmstad zu den Dragonern von denen ihn 1734 der Vater freikauite ^ustus wurde^chulgehilfe bei Martin Pfeffer auf dem Veil- berg und^wtrkte hier, bis er am 20 Oktober 1785 im Alte, oon (< Zähren starb. Seine Kieblingsbeschäftiauna tun, I und die Verstellung von Kalendern. Die Bolk-

chrtst Der Kalendermann vom Veitsberg" erzählt vm jeinem Leben. Die marmorne Gedenktafel trägt die Bid. mung.Hter wohnte 1734 178o I. K. Juftus, der Kg, ^iPrrn!fanTl Veitsberg. Gewidmet int 50. Todesjahr ^eser-Glaubrecht. Daniel 12, 3.- Die Gedenktafel ha Schevv" dan^t^^^^^^brg hergestellt. Bürgermeist^ ^chepp dankte namens der Gemeinde für die Gedenktag i>en ^utz der Gemeinde. Lehrer Gorr bei Mmif^fe ^nrte beS Abschieds und nach dem Gesan nfMT Fischte Chors verließ der Festzug den VeitSbera Maries S ivTe rf^ T9e" Schulkinder und Gesangvereil «arelhlr? 5/ osprach über die Bedeutung bt« ertoarfiflnen18 mP ber fugend, Freund und Berater her k 1 JRcSlerunSSbaumeifter Äncll schilderte bii sr*6 ®aueS' bLC Glückwünsche des Kreisamtes über, ür fflemÄr^S?at ^5 Merck unb herzliche Wünsch, ur Gemeinde, Schule und Lehrer sprach Schulrat Klein schmidt aus. Bürgermeister Schepp öffnete nach Danke» sandln' hi^ o?eU*+U äUl Besichtigung. Allgemeines Lob Dw &nri4tungen und Ausfühnmgen des Baues Baukosten^ bettagen"24^200 M?°^^'^ien CrtttoDlfen' b'=

ct.Ä ^öran marschierten die Kinder, geschmückt mit Fahnen, Kränzen und Guirtanden, dann folgten die Fest-^ harnen, btc Ehrengäste, der Gemeindevorstand, die Lebrer der Umgegend, Gesang- und Kriegerverein und der Juaend- verein. ging es über die Bahnlinie hinaus zum Veits-, berg wo das alte Schulhaus steht. Lehrer Herber be- willtommnete -re Ehrengäste. Er wies darauf hin, daß früher dav alte Gebäude das einzige Schulhaus war dann j wurde mn neues erngeweiht. Aber die Schülerzahl lvuchs, dte schule wurde zweiklassig, und die zweite Klasse Wan-, derte wiederum ins alte Schulhaus. Der 1908 beschlossene ireubau war für die Gemeinde ein großes Opfer, aber durch, die Vermittlung des Kreisamts (ließen wurde ein nam­hafter Staatszuschuß gewährt. Für das neue Schulhaus hat der jetzt aus dem Amte scheidende Schulrat Klein-

entnommen sei: Das obere Wiesecktal ist althistorischer' ' Boden, eine alte Burg, Hügelgräber und zahlreiche Fund« melden oon alten Siedlungen. Richt weit Oon hier führte ber Pfahlgraben Oorbei unb mancher Äriegszug durchstreifte die Gegend. 'Ser Urwald lichtet sich, Ritter Manegold baut b.e SBurg Wirrberg sie wird später zum Kloster, in Saasen entsteht eine Mutterkirche, auf dem Veitsberg und in Horbach eine Kapelle. Reben der Kirche wirkte im alten Schulhaus

h Aer Grund der Beruf $ ,i^<bisherigen Bürgermeisters Don Metz in das Amt de. -H-rstaatssetretärs 'im Reichs- lolomalamt ist so lcseu wir in derKöln. Ztg/l,-darin

^C.r ®r"a,mtc sich nicht nur im staatlichen

c4. "scheu Dienst des Reichslandes als Verwaltunas- rraft bewahrt hat, sondern auch, daß ihm eiue bekanntlich in den leitenden Ministerialämtern schätzbare Rednergabe tzur -Verfügung steht. Rach ei>"- Andeutung in der St'raß- burger Pott ist dadurch nuch ^lL^iser iviederholt auf ihn aufmerksam gemacht tovrdeu. ^Lerdem ist Dr. Böhmer gemanbter Unterfiänblcr, s° daß « im Reichstag, wo em Rückfall gewisser Parteien ur die alte Kolonialqeqner- aJ/ nicf)t unmöglich ist, StaU-tssekretär v. Lindequist' eine wrrksame Stütze sein wird. Zre vielseitige Beschäftiauua, dre Dr Böhmer in der Verwaltung Jfcs Reichslandes aus- geubt hat, burqt dafür, daß er^ch anlch in die recht mannia- falngen kolonialen Fragen wld ein arbeiten wird. Die Straßburger Post hebt auch lervor, ^daß der Uuterstaats- sekretar rn Berlin recht ausge^hute Verziehungen hat, und ^vao nicht nur lijn den ihm durch LCme Gemahlin, die » des ehemaligen Leiters TiPkontobank, General- konsuls Rüssel nahestehenden Bani-ri^nd Jndustriekreisen. Gr ist w-ieherholt in Berlin gewesen, um im Interesse seiner Metzer Gemeinde zu wirken, so unter anderem vor wenigen Monaten,^ als das Reichsbesteuerungsgesetz im Reichstag stand. In einigen Blättern wird über seine politische Haltung geredet: aber die Angaben darüber gehen so weit anseinarider, daß man wohl den Schluß ziehen rann, er sei überhaupt nicht parteipolitisch einzureihen. Als Bürgermeister von Metz hat er bald mit den Klerikalen vald gegen sie gearbeitet, wie es die Umstände mit sich

und Wie es andere Berwaltnngsmänner auch tun.,). - ar--M-y wc |Ull ClU,

Dr. Böhmer, der im 46. Lebensjahre steht, war als Ein- Aufwärtsentwicklung Platz machen lahrig-Freiwilliger Flügelmann tm 3. Gardereqiment. Eine -----'

Gedenkrede für Gravelotte, die einen markigen Ton anschluq

bterrJ^e»ci!li9er ^griffe in der Heuer besonders lebhaft in Clsaß-Lothringen wühlenden französischen Hetz- presse eingetragen. Wie nun auch die Eigenschaften des Herrn Böhmer sein mögen, er hat, indem er sich in den ihm neuen und sehr schwierigen kolonialen Wirkungskreis dsgeben hat, ein Wagestück unternommen, das hoffentlich für ihn nnt persönlichen Erfolgen verbunden sein und für hie Kolonien gedeihlich ausschlagen wird.

Das 18. Armeekorps im Korpsmanöver.

m r Akt der H erb ftm a v cr, die Korvs« m Homer, haben heute begonnen. Die Divisionsmanöver fan­den am ^qmstag ihren Abschluß. Die 21 Divisinn^ £ xen 6cii)en ^agen den Vogelsberg verlassen und ist nack dem Gefechte ^bet Ettingshausen-Münst?r die Wetterau nnfrtnn«^r^ Ä at Kriegslage geändert, die

uuy uii^un|n.gjie ocem^i lieg reiche 41. Brigade befand sich auf dem Rück^ua rnnk

Hnll ^therbst oder im Frühjahr einer traf J wurde von der 42. Brigade (Blau) energisch Der*

hntm ~ ...... bet Muschenheün endete mit einer em-

ac9..etber 5?ten Truppe, 41. Brigade. Den Ober- l befehl über Blau führte Generalmajor von Dörinqshofen über Rot Generalmajor R i e d e l. Am Samstag früh besetzte bw Öoljen um Birklar, Blau entwickelte sich auf der Straß- ^ttlü-k 9^0^- Die Hohen bei Bettenhausen, Birklar und w ^ben genommen, und Rot mußte über Birklar und

Muschenheim auf das rechte Ufer der Wetter zurückgehen

gesprengt galten, wurden aus Wagen und Brettern und tergeftent Die gesamte Infanterie eilte hinüber

lärmte die Stellung des Gegners, der sich hier noch einmal Mmi) niih Soffen die Artillerie-Regimenter Nr. 63

ein n^i/^9 ^5 Maichinengewehre ins (Gefecht

ftnh toUEbc Frieden geschlossen. Der Divisions-

und jungen, der Brigadestab nach Berstadt: die 87er

Iunö o?er kamen nach Hunaen und Umge6intg, die 80er 81er y ^~n^B^s'J?Cr|tai>t' Steinheim ins Quartier, um Montag t>on hier den 08 Kilometer weiten .Kriegsmarsch in den Boaelsbera ^^bung Mrichstein-Groß-Felda anzutreten, und den Gegner, der von Fulda kommt, aufzusuchen. - ^up^ren hatten Blau (50. Brigade) bei Mten- schlirf-Jlbeshausen Biwak gehabt, die 49. Brigade Rot jatte ihre Feldlager bei Hainzell und Meiii-Luder. Um i/29 Uhr

Biwaks abgebrochen und westwärts ging es gegen Fulda. Um die Mittagszeit wurde bei Haimbach Mittel- Ni^ b1 ^berbimbach von den Blauen abgekocht

SL1! die Nacht hnrern war fröhlickres Treiben im Feldilagevj ^^efMagen, da alle Minuten alarmiert werden loE Auf dem vmnckx-rg waren die Truppen verschanzt und Schützengraben aus Stroh. Oberst von Müller e i ^ber- Imhrte Rot, Oberst von Oertzen Blau. Nachts 10 Uhr ,'1' Liegen Raketen)ignale auf, Leuchtkugeln und Scheinwerfer bc- -"I gannLn ihre Tätigkeit. Mmählich wurde es im Lager lebhaft , die Infanterie erwartete das Zeichen zum Angriff. Mit Taoes-' anbruch ötbeite das Geplänkel mit der Erstürmung und Einnahme wichtigen Schulzenberges und Heimberges Um morgens trafen die Truppen schon in ihren Quartieren um imlda ein Der hochinteressanten Uebung hatte auch der Korps- kommandeur Exz-eUenz von Eichhorn beigewohnt. Fast säntt^

T Mittag früh beginnt der Kriegs

®r 0 iV bat der Korvskommandeur

^^ogen. Um Groß-rZ-eldä äirften Montag abOid die

Biwaks pufgelchlagen werden.

verschoben. ! Arbeitsmarkt in Hessen u. Hessen-Nassau tm August (9|o. nnnÄn^nrnl ~age im TOetaHgemerbe bietet trotz aller An- bon benen wir in den früheren Mo- ^"nten, immer noch nicht ein einheitliches ^5^?^bUd. Für dieses Urteil darf allerdiuas ^lc Zahl der gemeldeten Arbeitslosen in Betracht ^^^n, denn deren Zunahme beruht zum weseut- den Zuzug von Arbeitslosen außerhalb des h^nn?nr/?e6iete? ^9enben Orten und dürfte im Zusammeu- hange stehen mit dem Ausstand und der sich daran am end en Aussperrung in ber Werftindustrie. In einigen

F l1? unserem Verbandsgebiet wichtigen Zweigender, Metallindustrie ist jedoch zweifellos eine Wendung zur I ^mu?r»nSnrRl^aetreteik .toenn aud> ber allgemeine^Auf- Da?fpn9inh-Srt,h- Usthjahr des nächsten Jahres auf sich Mrif in ^^^f' Neueröffnung einer Armaturei? ^nkftlrt a M. darf zu diesen günstigen An- vn? ^rEchnct^ werden. In dieser wurden eine Reihe offern, Formern und Drehern eingestellt, weitere oU>?!en |e5en bevor. Als ein weiteres gün- Schluß ^nes Tarifs im Bauschlvsser- kr?.er?C ^nkjurl a. M. zu bezeichnen: dieser Tarif

Ctner brei Jahre festgelegten Lohnerhöhung ? Arbeitszeit um eine Stunde vom

^^0 und um eine weitere Stunde vom 1. Sep- gehören zurzeit ca. 150 Ge- ca /00750 Arbeitern an. Der erwähnte Auf- lchwung in einigen Großstädten trat besonders zu Tage in bec I.^h^ad - und Automobilindustrie, die na­mentlich Dreher sucht, vorzugsweise jedoch ältere Leute verlangt, yn hen Werken der Elektrizitätsbranche, die sich ^u/au^' SRpfSSf?- bDn Schaltanlagen befassen, war eben­falls gute Befchastigung zu konstatieren. !

S a tt le r- und Tapcziergewerbe war gegen den Vormonat etwas geringer beschäftigt, eine Erscheinung, E^t dem Ende der Reisesaison Zusammenhängen dürfte. ?ut9bps?ä??? br1C sd^rtefeuilleinbustrie wie immer ^t beschäftigt, besonders das englische und ftanzösische Ex- I^onnte neu belebt werden. Die herbstliche Be- Schaftes hat bereits eingesetzt, da es

<2QC^ bcr Aussperrung begonnenen ober weiter qe- ->^b^t^n Bauten unter Dach und Fach zu. bringen Aller I Voraussicht nach dürfte bie burch bie Aussperrung im Früh- jal;r etugetretene Verzögerung bes Aufschwunges, Sie naturJ' d°s ungünsttgste beeinJ1

Gelseuernng auf Ariegsschiffen.

Die Oelfeuerung, d h. die Vertoenbung flüssiger Brennstoffe der Dainpftessel, pat sich in letzter Zeit an Bord bwKrregsschafte immer mehr Eingang Oerschafstz Zur reinen Oeftenerung ifl man inbessen erst in einigen Marinen wJr8 ®cretnt9te Staaten, Japan) unb auch nur Jr, .*!.erc Fahrzeuge, wie Torpeboboote und Dorpeboo "bergegangcn. Auf größeren Schiffen bc- b.c Semi, chte Feuerung, unb zwar geht bie ®nttotcflung in ber Richtung, baß man nicht mehr Kohlen unb Lei gleichzeitig unter demselben Kessel berfeuert, sondern baf; ein bestimmter Teil der Kessel ausschließlich für Kohlen- 2? a"be«J. ausschließlich für Oelheizung ein­gerichtet trweb. SBie btc letzten englischen Manöber gezeigt Bereitstellung bes flüssigen Brennstoffs sel^t für Torpedoboote noch Schtoierigketten, bie Möglich- feit der,Ergänzung ist noch nicht überall gegeben, so daß auch) aus bie)ent Grunde an eine allaemeine (5*iuführMiin > <> i ->'r °o*-

ber reinen Oelfeuerung für Liwienschifw und Kreu'pr -nicktt J^?uleiu Oeser. Das Fest nahm einen schönen

denken ift. Zweifellos bietet bi? Sertomtoul^ nüffilre1 Cm,>fins ant Bahnhof bie

»renuftoffeauch für Hefe Schifte große Vorteile unter denen ^tte fte nach bem neuen Schulhaus. Um

ine Möglichkeit schnellen Da mp sm a ck> en s tnnhi im, ftch der Festzug nach dem Veitsberg in Be4

erster Änie M neuneu ift. So sehen nür d^ dlfi tsie'-^ung .Voran marsckfterteu die Kinder, acfrbmürff /ruf^wgen Schiffen gehaltenen Vorräte an Heizöl ständig am steigen begriffen sind. Während man sich oor einigen Zähren noch mit 150 bis 200 Tonnen begnügte ist her Vor- "cv* ke-V«Cn .u?uesten amerikanischen und argentinischen Lime-nichissen )chon aus 600 bis 700 Tonnen gestiegen Die Verbrennung des Oets geht folgenbermaßen vor sich- Das Herzol wird zu diesem Zwecke durch Düsen mit engen Oefs- mntgen getrieben, und zwar geschieht dies unter einem "Druck von 7 bis 8 Atmosphären. Außerdem wird es vor­gewärmt: je höher seine Temperatur, desto besser die Ver­brennung. Bei 150 bis 160 Grad würde es beim Austritt uus den Düsen in Dampfsorm in btc Feuerung getanaen unb eine leichte unb vollständige Verbrennung gewähr- leisten. Es leuchtet ein, daß sowohl die Rohrleitung wie her Borwärmeapparat hem entstehenden Druck durchaus gewachsen sein muß. Die geringste Undichtigkeit, eine fehler­hafte Kunstruktion oder ein Versehen in der Bebienung Zudem z B. ein Ventil, welches offen sein soll, geschlossen bleibt, kann zu einer Katastrophe führen. Jedenfalls sind ote Gesahreu der Oelseuerung nicht derartig, daß sie nicht durch mrgfome Behandlung vermieden ober doch ganz wesentlich geschränkt werden können. y ö

Schulhaus- und Gedenttafel-Linweihung in Saasen.