Ausgabe 
19.9.1910 Zweites Blatt
 
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btuilWgWn ve^rgMAftrttön löst. Dre Fa^eiÄrmaUguno für kje Jönt reife i}t bei bcr Fahrkartenausgabe ber Abgangfintion möglichst frühzerttg spätestens 24 SttrnL>en txrr Abgang des ^ngeÄ unter Vorlage des Ausweises zu beantragen. Für die Rückreise wird die Ermäßigung von der Fahrkartenausgabe der deuticb-belgischen Uebergangsstation (Herbesthal usw.) gegen Vor­lage des AuÄveises alsbald gewährt. Die Ausweise werden von den Fahrlartenausgaben abgestenrpelt und den Antragstellern zu­rückgegeben.

+ Ettingshausen, 17. Sept. Bei der heute hier vorgenommenen Ergänzungswahl zum Gemeinderat ging es sehr ruhig her. Die Beteiligung der Wahlberech­tigten war im Vergleich zu früheren Jahren wenig rege. Von 154 Stimmberechtigten haben nur 86 Personen ge­wählt. Obgleich außer den ausscheidenden Gemeinderäten noch drei Kandidaten aufgestellt waren, kann von Parteien gar keine Rede sein. Die drei alten wurden wiedergewählt und zwar Landwirt Joh. Opper III. mit 73, Landwirt Gst. Hch. Keil I. mit 58 und Schmiedemeister Joh. Sann II. mrt 43 Stimmen.

= Lauterbach, 17. Sept. Zwei tödliche Unfälle im Manöver trafen am Freitag abend die 50. hessische Brigade. Ein Meldefahrer aus der 11. Kompagnie 118er rannte auf der steilen Straße an der Ortseinfahrt von Maberzell gegen einen Baum, wobei ihm der Kops zer­schmettert wurde. Ein Reservist der 118er erlitt einen Herzschlag und starb.

Butzbach, 19. Sept. Am gestrigen Sonntag fand der VerbandStag der Bauvereine im Großherzogtum Hessen hier imHotel Taunus" statt. Es hatten sich mehr als 60 Vertreter eingefunden. Außerdem waren anwesend KreiSrat Schliephacke . von Friedberg und Regierungsrat Langermann von Gießen. Der Vorsitzende, LandeSmohnungs- inspektor Gretzschel, begrüßte die Erschienenen mit Worten des Dankes für ihre Beteiligung. AuS dem von dem Vor­sitzenden hierauf erstatteten Rechenschaftsbericht ergab sich, daß die Bauvereine auch irrt abgelaufenen Geschäftsjahre gute Fort­schritte geinacht und neue Häuschen im Werte von etwa 500 000 Mk. erbaut haben. Den Kasienbericht erstattete der stellv. Verbandsdirektor Doering aus Gießen, deffen Antrag entsprechend dem Rechner Entlastung erteilt wurde. Amts­richter Müller aus Vilbel berichtete über das Reichsgesetz, betr. Sicherung der Bauforderungen. Der hoch­interessante Vortrag soll gedruckt und demnächst veröffentlicht werden. Ueber das Thema: »Wie können die Bauvereine ihre Entwicklung günstig beeinflußen?" berichtete der Vorsitzende an Stelle deS schwer erkrankten Berichterstatters Bürgermeister Treber aus Rüffelsheim. Es wurden folgende Gesichts­punkte hervorgehoben, deren Beachtung zu dem erwünschten Ziele führen könnten: 1. Hebung der Mitgliederzahl, 2. Ver­stärkung des- Geschäftskapitals, 3. Ansammlung eines mög­lichst hohen Reservefonds, 4. Praktische, schöne Bauweise, möglichste Billigkeit, 5. Instandhaltung der Häuser und Gärten, etwa durch alljährliche Verteilung einer oder einiger Prämien, 6. Versammlungen mit Vorträgen belehrenden Inhalts, in erster Linie aus den Gebieten der Sozialpolitik und der Kunst, 7. Wohlfahrtspflege innerhalb der Genossenschaft, z. B. An­sammlung eines Fonds, um erkrankten Mitgliedern oder in Bedrängnis geratenen Witwen solche Vorschüße zur Zahlung ihrer Verpflichtungen zu gewähren, Lebens­versicherungen der Mitglieder, insbesondere der Hausbesitzer rc. Rach längerer Aussprache wurde auch hier die Drucklegung des Vortrags beschloßen. Als Ort für die nächste Versamm­lung wurde Heppenheim a. d. B. bestimmt. Im Ver­sammlungslokale warben Baupläne verschiedener Genoßen- schasten, darunter auch einer der Gießener Baugenoßenschaft, ausgestellt. Rach dem gemeinsamen Mittagessen fand noch eine Besichtigung der vom Butzbacher Verein in recht schöner Weise erbauten Arbeiterhäuschen statt.

m. Bad-Nauheim, 17. Sept. Infolge des Auto- mobilunglückS auf der Chaussee zwischen Bad-Nauheim und Friedberg im Juli, bei dem der MüllerSsohn Kremer auf seinem Fahrrad totgefahren wurde, hatten sich ca. 100 Radfahrer von Ober-Mörlen und der Umgegend, die täglich die Strecke Ober-MörlenFriedberg fahren, in einer Eingabe mit der Bitte an daS Kreisamt gewandt, daß ihnen da§ westliche Bankett der Straße FriedbergBad-Nauheim zum Befahren freigegeben werde. Das Kreisamt hat hierzu die Ansicht der Bürgermeisterei Bad-Nauheim eingeholt. Diese meint, daß eine Benutzung des westlichen von Fußgängern, hauptsächlich von Kurfremden, begangenen Banketts für Rad­fahrer nicht empfehlenswert sei, tritt aber sehr dafür ein, daß das östliche Bankett (jetziger Reitpfad, der so gut wie gar nicht mehr benutzt wird) zur Verfügung gestellt und von Geröll, Steinen usw. sauber gehalten wird. Im übrigen ist die Bürgermeisterei der Ansicht, daß bei dem sich fortwährend steigernden Verkehr etwas für Radfahrwege getan werden müsse. Am besten wäre es für den Verkehr in der genannten Straße, wenn das westliche Bankett lediglich als Fußsteig und das östliche dagegen unter Fällung der so viel Raum beanspruchenden überschüssigen Bäume nur als Radfahrweg bezeichnet würde.

I. F r i c b b e r g, 18. Sept. Für die Zöglinge der hiesigen Taubstummenanstalt war der Geburtstag der Großherzogin ein besonderer Freudentaa. Schon vor einer Woche hatte die Landesfürstin die Kinder für diesen Tag zu Kaffee und Kuchen einladen lassen. Welches Gefühl der Freude und des Dankes dies bei ihnen hervorrief, kann nur der ganz ermessen, der weiß, wie so wenig freud­voll im allgemeinen das Leben der Taubstummen dahin­fließt und wie dankbar diese Armen für jeden Liebesblick, für jeden freundlichen Zuspruch, für jede Liebestat sind, wie sie für erwiesene Wohltaten ihr ganzes Leben hindurch ein treues Gedenken hegen. Bei schönem Wetter war die Schar der Zöglinge aufs Forsthaus -Ossenheim gewan­dert, um sich dort nach vergnügtem Spiel an den gespendeten Gaben zu laben. Ein Hoch auf die gütige, wohltätrge Landes­mutter, das ebenso herzlich wie kräftig durch die Wipfel des Offenheimer Wäldchens erscholl, war der Ausdruck dankbarer Gesinnung und aufrichtiger, treuer Wünsche für das Wohl­ergehen der Spenderin und ihrer Familie.

F.C. Ilbenstadt, 17. Septdr. Bei der gestrigen Gemeinderatswahl wurden gewählt: Eberhardt (Soz.) mit 76, A. Zimmermann (Soz.) mit 75, I. Ruß (Soz.) mit 69 Stimmen. Ferner erhielten I. Neu (Zentr.) 62, H. Albach (natl.) 60, G. Wahl (Bund d. Landw.) 39, Pet. Groß (Zentr.) 27 Stimmen. Damit ziehen die ersten Sozialdemo­kraten ins Gemeindehaus ein.

x Rodheim a. d. Bieber, 18. Sept. In der ab- gelausenen Woche wurde Polizeisergean t Jakob­

Wetzlar mit seinem Spurhvnd hierher berufen. Es galt den Täter ausfindig zu machen, der au der Schlierbachfchen Dreschhatte zwischen Bieber und Rodheim das Rohr der für beide Orte gemerusaruen Wasserleitung durchschnitten hatte, so daß es am nächsten Morgen an Wasser mangelte und der Hochbehälter am Launscheidsberg vollständig ge­leert war. Ganz Rodheim war bald auf den Beinen, mit großem Interesse folgte man der Spur des Hundes, der Kleinbahn und dein Breberbach entlang, über einen Garten- zaun nach der Hauptstraße des Dorfes in ein Haus. Da bei einem zweiten Versuch der Hund zu demselben Ziele die Spur verflgote, so dürfte die Polizei ein sicherer Anhaltspuntt für diesen groben Unfug haben.

Homburg v. d. H., 18. Sept. Der Kaiser von Rußland mit drei Prinzessinnen traf heute vor­mittag 1/2II Uhr hier ein und besuchte den Gottesdienst m der russischen Kirche. Darnach ließ er sich die Herren Oberbürgermeister Lüdtke, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rüdiger, Stadtverordneter Justizrat Dr. Zimmermann und Dr. med. Spilmans vorstellen und fuhr kurz nach i/212 Uhr unter den Hochrufen des Publitttms nach Friedberg zurück.

Saalburg, 18. Sept. Der Kaiser von Ruß­land, der Großherzogvon Hessen und drei russische Prinzessinnen trafen kurz nach vier Uhr mit Gefolge in Automobilen auf der Saalburg ein. Nach kurzer Be­sichtigung des Museums fuhren die hohen Herrschaften in der Richtung nach Bad Homburg weiter.

vermischtes.

* Der Fesselballon als Schwebebahn. In den lehten Tagen des August wurde in der aufblühenden italienischen Stadt Siareggü) ein eigenartiges Verkehrs-» mittel der Oeffentlichkeit üb ergeben, ein an einem Seil laufender Fesselballon, der die Küste von Viareggio mip den Gipfeln der Apuaner Alpen verbindet. Die Ballone halle befindet sich außerhalb der Stadt. Bei ihr beginnt ein 800 Meter langes und 27 Millimeter diaes Drahte seil, das mit einer Steigung von 40 Prozent direkt zum Gipfel eines der Berge läuft. Die Fahrt des Ballons von der Station aus auf den Berggipfel geht ziemlich! einfach vor sich. Der Ballon ist durch Rollen mit dem' Seil verbunden, und zwar so, daß unter diesem die Gondel hängt, die außer dem Steuermann sechs bis sieben Per­sonen aufnehmen kann. Aufstteg wie Rückfahrt werden durch sechs automattsche Bremsen reguliert, außerdem er­möglichen es noch zwei Handbremsen, jederzeit die Fahrt zu stoppen. Ein Motor von 12 Pferdekräften, der chs Schiff eingebaut ist, gibt den Antrieb bei der jeweiligen Abfahrt. Der Flug des Ballons, der an dem Seil mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern aufsteigt, nimmt sich ganz pittoresk aus; er schwebt mit gleichbleibender Sicherheit über Gipfeln wie Ab gründ en. Ausgedacht wurde dies eigenartige Verkehrsmittel von dem Kapitän Frasst-, nelli und dem Ingenieur Porrv-Lodi zu Mailand.

* Eine französische Streichholz st atistik. Die soeben erschienene Stattstik über die französische Streichholz- Produktion, die bekanntlich ein Monopol des Staates ist, schließt mit dem Ergebnis ab, daß im letzten Geschäftsjahre nicht weniger als 47 000 Millionen Streichhölzer in Frankreich hergestellt und verkauft wurden. Aber die großen ftanzösischen Fabriken, die in Pantrn, Marseille, Trelaze, Begles, Aix und in Santines Zünd­hölzer herstellen, decken nicht den gelammten Bedarf, alljährlich werden etwa 6000 Millionen Streichhölzer aus dem Ausland bezogen, davon 84 Mlllionen aus Deutschland. Der Verbrauch von Stteichhölzern in Frankreich hat in den letzten 20 Jahren, seitdem das Staatsmonopol eingeführt ist, gewaltige Fort­schritte genommen. Noch im Jahre 1890 betrug der Konsum 16 000 Mlllionen, während er heute fast das Dreifache dieser Zahl erreicht hat. Man hat ausgerechnet, daß jeder Franzose, §tauen und Kinder mitgerechnet, im Jahre 1136 Streichhölzer verbraucht, also etwas mehr als drei am Tag auf den Kopf der Bevölkerung. Im Jahre 1908 gab das französische Volk nicht weniger als 40 Millionen Mark für seine Zündhölzer aus; von dieser Summe sind 24 Millionen Reingewinn, die der .Staats­kasse zugute kommen.

* Ein B i en en schw ar m, der eine Mineralwasser­fabrik in Cardiff zur Einstellung ihrer Tätig­keit zwingt, erregt in der Stadt begreifliches Interesse.! Die Angestellten, es sind meistens Mädchen, sind durch die Bienen derarttg geängstigt worden, daß sie nichts zur Fortsetzung ber Arbeit nach Eintreffen des Bienenschwarmes bewegen tonnte. Tie Bienen langten nämlich in einem derartig großen Schwarm an, daß es auch für die Mädchen fast unmöglich war, ihrer Ar­beit nachzugehen. Die Bienen stellen sich aber nunmehr mit großer Regelmäßigkeit täglich ein. Sie erscheinen auf der Bild­fläche um 7 Uhr und verlassen ihre Wirkungsstätte um 7 Uhr abends, huldigen also einer zwölfstündigen Arbeitszeit . . . Dieses Schicksal wird der Fabrik alljährlich schon seit fünf Jahren zu Teil. Sonderbarerweise beehren die Bienen keine andere Mi­neralwasserfabrik mit ihrem Besuch. Ein Bienenexperte fand schließlich auch die einleuchtende Ursache für das Verhalten der Tiere. In der bestimmten Fabrik zu Cardiff wird nämlich zur Erzeugung eines besonderen Mineralwassers ein großer Vorrat von Syrup verbraucht, und es steht nunmehr außer Frage, daß der Bienenschwarm von dieser Süßigkeit angezogen werden muß.

* Unter dem Halbmond. Eine amüsante Schilderung der Abenteuer, die die beiden von Deutschland an die Türkei verkauften Schlachtschiffe bei ihrem liebertritt in türkische Dienste zu bestehen hatten, gibt der Konstantinopeler Korrespondent des Corriere della Sera. Die beiden Panzer waren, wie berichtet, sofort umgetauft worden, dieWeißenburg" empfing den Namen Turgud Reiß", den vor 3 Jahrhunderten ein berühmter tür­kischer Seeräuber, der zugleich Admiral war, geringen hatte; auch das zweite Schlachtschiff erhielt einen Piratennamen, es wurde Haireddin Barbarossa" getauft. Admiral Hoch hatte die beiden Schiffe bis zu den Dardanellen gebracht, wo sie von der Türkei übernommen wurden. Um sieben Uhr abends war die Uebetgabe vollendet, die deutschen Offiziere und Mannschaften verließen die Panzer: als letzte Vorsichtsmaßregel wurden noch einmal die Vorrichtungen für drahtlose Telegraphie geprüft, die aus­gezeichnet funktionierten. Das war besonders wichtig, well die beiden Schiffe auf der Fahrt nach Konstantinopel die Nacht über drahtlose Verbindung halten wollten. Sie sollten mittags um 12 Uhr gegenüber dem Dolma-Bagscheh-Palast anfern, wo die beiden neuen Schlachtschiffe der türkischen Marine mll großer Feierlichkeit bewillkommnet werden sollten. Da die Reise von den Dardanellen bis nach Konstantinopel nur gegen 10 Stunden erfordert, war die Abfahrt auf Mitternacht festgesetzt. Als ber Morgen kam, hatte dieHaireddin Barbarossa" das Marmara- Meer glücklich erreicht, aber in majestätischer Einsamkeit: von derTurgud Reiß" war nirgends eine Spur zu erblicken. Der Kommandant wußte, mit welcher Spannung ganz Konstantinopel die beiden Schiffe erwartete, er wollte nicht allein kommen und fehrte also um, um im Marmora-Meer nach dem verschollenen Schwesterschiff zu suchen. Doch alles war umsonst, dieTurgud Reiß" war und blieb spurlos verschwunden. Schweren Herzens fuhr man schließlich nach Konstantinopel zurück und roarf so stolz als möglich Anker, wobei das Schloß des Sultans mit donnerndem Salut begrüßt wurde. Was der Sultan dachte, als er statt ber gekauften zwei Schiffe nur eines ankommen ^h, toeiß ntemanb SU verraten. Als die Dunkelheit kam, sah man jedenfalls die Barbarossa^ wieder Anker lichten und in Begleitung einiger Torpedoboote von neuem ins Marmara-Meer steuern, das mit .Scheinwerfern abgesucht wurde. Mer alle Mühe war. erfolglos.:

^.^anze Nacht hindurch wurde die Suche fortgesetzt, man war überzeugt, daß eine Katastrophe eingerieten sei. Ws bie Morgensonne aufging, tauchte das verschollene Schiff plötzlich ®tefatU)'. einige 15 Kilometer von Stambul entfernt, Aff- war Zeit, denn 36 Stunden waren inzwischen ver­

strichen. Offiziell erflärte man dann den Zwischenfall damll, daß dieTurgud Reiß" in den Dardanellen geblieben sei, um Kohlenvorrate aufzunehmen. Aber jedermann weiß, daß beide Schiffe bei der Uebemahmc noch Kohlenvorräte für drei Tage an ^orb batten und daß auf jeden Fall dieBarbarossa" bann nicht allein abgefahren wäre. Durch irgend eine Indiskretion wirkliche Sachverhalt ans Licht gekommen. Die türkischen Offiziere hatten die Schiffe kaum in Händen, als sie jojort an den Telegraphieapparaten zu arbeiten begannen. Zehn Minuten Ipüter waren diese zerbrochen. Ein deutscher Offizier, der vor der Abfahrt der Schiffe um Mitternacht noch einmal an-,<Tk Hafte die^Zerstörung sofort festgestellt und vor- Zeitverlust die Ausbesserungen vorzunehmen. ?lber ?!r , n weinten, es sei schon spät und es ginge auch ohne draht-

lose Telegraphie DieBarbarossa" tarn auch glücklich durch; aber dieTurgud Reiß", die anscheinend gehofft hatte, sich durch Funkspruche sozusagen von berBarbarossa" schleppen zu lassen, verlor rn ber Dunkelheit den Kurs und kreuzte 36 Stuirdcn lang im Marmara-Meer umher, ohne bie Einfahrt in den Bosporus finden zu können. Aber nun hatte sie das Glück, zwar spät, aber Dom richtig geführt, einzulaufen und würdevoll ließ sie vor dem S-ultanpalast die Anker in die Tiefe rasseln.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 19. Sept. (Orig.-Telegr. desGieß. Anz.") Amtliche Notierungen ber heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 20.5020.60, Kurhess. Tlf. 20.5020.75, nordd. OO Mk. La Plata Kansas Mk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Mk. lb.3Obis Mk.lb.15, Gerste (Wetterauer) Mk.16.OO 16.75, Gerste Franken Pfatter RiedMk.16.5017.50,Kleie Mk.00.0000.00,Haser(alter)16.2516.75 (neuer) 15.0015.25, Mais Mk. 14.5014.65, Weizenmehl 0 Mk. 30.00 bis 30.25, 2. Qualität Mk. 23.7500.00, 3. Qualität Mk 92 95 bis All. 00.00, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 All. 23.0023.25, 1. Qualität All. 19.0019.50, 2. Qual. Mk. 00 00 bis 00.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis All. 9.50, Weizenschale Mk. 00.0000.00, Roggenkleie All. 9.50 bis Mk. 10.00, Malzkeime Mk. 00.0000.00, Raps Mk. 23.09-00.00, Biertreber 12.25-12.60. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 19. Sept. (Orig.-Telegr. desGieß. Anzeigers".) K a r 10 s s e l m a r k t. Man notierte: Frühkartoffeln m Waggons Mk. 5.500.00, im Kleinhandel Mk. 6.500.00 für je 100 Kg.

fe.Frankfurt a.M. Di e h h os-M a rkt b e r i ch t vom 19.Sept. Austrieb: 1466 Rinder, darunter 458 Ochsen, 98 Bullen, 960 Kühe, 282 Kalber, 389 Schafe, 1919 Schweine.

Tendenz: Rinder langsam, Kälber und Schafe ausverkaust, Schweine rege, nahezu geräumt. Preis pro 100Psd.

Lebend- Schlachl- gewicht Ochsen. Mk. Mk.

Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht­wertes, höchstens 6 Jahre alt...... 5157 93-98

Junge fleischige, nicht aiisgemästete und ältere

ausgemästete 4750 8690

Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 4045 7582 Bullen.

Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 4449 7381 vollfleischige, jüngere 4143 6871 Mäßig genährte jüngere u. gut genährte ältere 3700 6100 Färsen, Kühe.

Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 4450 7989 Vollfleischige ausgemästeleKühe höchstenSchlacht-

wertes bis zu 7 Jahren 4347 7984

Aeltere ausgemästete Kühe und luentg gut ent­

wickelte jüngere Kühe und Färsen .... 3642 6776 Mäßig genährte Kühe und Färsen..... 2731 5962

Gering genährte Kühe und Färsen 2228 50-57

Kälber.

Feinste Mast-(Dollmilchmast) u. beste Saugkälber 5862 96103

Mittlere Mast- und gute Saugkälber .... 5357 9097

Geringere Saugkälber 4650 7885 Schase.

Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 38-00 7600 Schweine.

Vollfleischige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht 56.0057.00 68.0071.00

Vollfleischige Schweine über 2'/, Zentner

Lebendgewicht........ 55.0057.50 59.0073.00

Fettschweme über 3 Ztr.Lebendgew. . 55.5057.50 71.0074.00

Fleischige Schweine . 55.5057.50 72.0078.00

Sauen 50.0000.00 62.0000.00

Spielplan des llurhaus-Theaters vad Nauheim.

Direktion: Hermann Steingoetter.

Montag, 19. Sept.:Buridans Esel/ Mittwoch, 21. Sept.: Der dunkle Punkt." Ende der Spielzeit.

Spielplan der vereinigten Zrankfutter Stadttheaier.

Opernhaus.

Montag, 19. Septbr., abends 71/, Uhr:Salome." Salome: Mme. Aino Acktt a. G. Dienstag, 20. Sept.*):Ter Barbier von Sevilla." Mittwoch, 21. Sept., abends 71/, Uhr:Tosea." Tosea: Atme. Aino Acktö a. G. Donnerstag, 22. Sept.:Der Prophet." Freitag, 23. Sept., abends 7'/^Uhr:Die geschiedene Frau." Sams­tag, 24. Sept.:Liebelei." Sonntag, 25. Sept., nachm. 31/, Uhr: ,Em Walzertraum." Abends 7 Ühr:Tannhäuser." Montag, 26. Sept., abends 71/, Uhr:Der Waffenschmied." Dienstag, 27. Sept.:Liebelei." Mittwoch, 28. Sept., abends 71/, Uhr: ,Der Gras von Luxemburg." Donnerstag, 29. Sept.:Liebelei."

ZchauspielhauL.

Montag, 19. Sept/):Ein idealer Gatte." Dienstag, 20. Sept.: Der Gras von Gleichen." Mittivoch, 21. Sept.:Ter Graf von Gleichen." Donnerstag, 22. Sept., abends 71/, Uhr:Wenn der junge Wein blüht." Freitag, 23. Sept., abends 772 Uhr:Der große Name." Samstag, 24. Sept.:Ter Gras von Gleichen." Sonntag, 25. Sept., nachm. 37, Uhr:Der Raub der Sadtnennnen." Abends 7 Uhr:Der Gras von Gleichen." Montag, 26. Sept.: Der Hüttenbesitzer." Dienstag, 27. Sept.:Don Carlos." Mitt­woch, 28. Sept.:Ein idealer Gatte." Donnerstag, 29. Sept., abends 77, Uhr:Der Richter von Zalamea."

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Meteorologische Beobachtungen der Station Giehen.

aus 0*

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reduziert

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Z

17. bis 18. Septbr.

D

8?

still

Nebel

Welter

17,5°0.

5,5 °C.

öS z HD

Höchste Temperatur am Niedrigste , ,

17. 13.

2"

9"

16,6

10,3

6,1

756,2

753,6

750,9

ESE SE

9.5

8,5

6,7

68

92

96

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18.

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10

Sept.

1910

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ACT-äiMii&O Riviera Q Aero-Kluh J r\ f\ Erbprinz O Dauphin O Waldeck 1 U Pfo. TOrk. Tabak- & Cigaretten-FabrikKlos" o E. Robert Böhme, Dresden. £iejerant der französischen Zabak-^egie.