weftmarken-polltik.
Aus Stadt und Land.
(Sieben, 10. Dezember 1910
Adreßbuch M
Hm 10. und 12. Dezember liegt das vollständige
stStissungS-rtcht aUfziuheVen, Ich yabe tofflnmb mrintr 8 Jahre langen Tätigkeit in Offenbach Gelegenheit gehabt, die Verhältnisse dort kennen zu lernen. Ich kann wohl sagen, das; es von allen, die noch aus dem Voden d,cr bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung stellen, scl-merzlich empfuriden, ja daß man es aar nicht verstehen würde, wollte die Negierung aus Hyre gesetzlichen Machtbefugnisse verzinsten zugunsten derjenigen, die bestrebt sirrd, durch Untergrabung aller staatlichen Autorität die bestehende Ge-
Der von der Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Zerb a ndes am Freitag abend in Steins Garten veranstaltete Vortrag des Superintendenten Klingemann aus Essen a. d. R
?ur ET roa5 .in ^niedung des aktuellen Themas und der Art urrd Werse, wre der Vortragende seiner Ausgabe gerecht tourte., nur sehr zu bedauern ist uird einen weiteren Be- leg zu der Tatsache ab gibt, daß es im allgemeinen recht lan^^ dauert, bis der deutsche sich von einer Sache erwärmen lä
Kreis Friedberg.
1^. Bad-Nau he im, 9. Dez. Der Stadtrat hat be- 'chlossen, einen großen Festplatz im Hochwalde anzulegen und dadurch einem Wunsche der Bewohner Nauheims gerecht zu werden.. Der Festplatz soll auch als Kinder- Spielplatz dienen. In nächster Nähe der Waldwirtschast wird er angelegt und unseren Badeort zum Frühjahr um eine neue Anlage bereichern.
Hessen-Nassau.
( ) Marburg, 9.'Dez. Der Verkauf des Gemeinde- obstes im hiesigen Kreise brachte in die.em Jahre insgesamt 17 959.8o Mk. gegen 13 150.30 Mk. im Jahre 1909. An der Suche steht wieder die Gemeinde Bauerbacl) mit 1846.30 Mk. Die Stadt Marburg hatte eine Obsteinnahme von 1713.10 Mk. gegen 1407.20 Mk. in 1909. — In der hiesigen Klinik starb der Knecht H. Hocmel aus Roth infolge eines Sturzes in der Scheune.
Vosltn. Der Fall ter Nichtbestätigung, den der Minister erwähnt habe, gehöre nicht hierher, denn der betr. Bürgermeister (Abg. Jons) sei aus rem persönlichen Angelegenheiten nicht bestätigt Worten. Die Begrifse über die staatserhaltenden Elemente hatten sich überlebt. Als staatserhaltend würden leider die an- gesehen,. .die mit der Negierung am grünen Tisch durch Dick und Dünn gehen. Unter dieser Versteinerung habe das ganze Land zu ledert Der Begriff staatserhaltende Partei sei gleichbedeutend mit den Besitzenden.
Die Beratung wird soüann geschlosscn und zur Abstimmung > , . . .... „ - , , .
5 kngeL7ru" L^e't? äJ alphabetische Namensverzeichnir
Mn8d,06Süenbmü Ärf?« dnST P“ iebermanns Linsicht in unserer Leschästssielle offen.
Bei der Abstimunmg über Artikel 2 bezweifelt Abg Ulrich en, Adreßbuches
die Beschlubsähigkeit des Laufes. Sine Zählung ergib, die Äi^ fÖt ök Stflöt UNd ötlt Hf CIS GtetzeN
nur 22 Abgeordneten, wahrend bei Abstimmungen! 7/(1
über Geietzesanderungen mindestens 27 Abgeordnete gegenwärlia SU/MfltUge i/9*
|etn Stuf ^11^09 des Abg. Ulrich wird daher die Sitzung um 12V» Uhr geschloßen. 8 0
m Sitzung: Dienstag, ten 13. Dezember, vormittags 1U Ugt. °
** Statistik der evangelischen Kirche ttt Hessen 19 09. Seelenzahl: 797 078; Ucbcrgctcctcnc von der kathol. Kirche 148, von sonstigen Gemeinschaften 20 von den Juden 5; Ausgetretene zur kathol. Kirche 10, m sonstigen Gemeinschaften 61, ohne llebcrtritt 64; Zahl'd>x Kommunikanten 182 962 männliche, 2.3 373 weibliche- bürgerliche Trauungen rein evangelischer Ehen 5633, kirchliche Trauungen 5507; bürgerliche Trauungen bei Mi ck- ehen 1420, kirchliche Trauungen 694; Geborene in rein evangelischen Ehen 18 966, Getaufte 18 561; Geborene in Mischehen 4473, Getaufte 2456; geborene Uneheliche 1610 Getaufte 1531; Zahl der Konfirmierten 16149; Zahl her Gestorbenen 12323; Zahl der kirchlichen Beerdigungen in33; nach Herkommen ohne Geistlichen beerdigte Kinder
** Aus dem Pfarrdienst. S. K. H. der Großherzog hat dem Pfarrer Heinrich Wagner zu Nordheim die evangelische Pfarrstelle zu Beuern übertragen. '
** Kunstverein. Die gegenwärtige Ausstellung ist nur noch morgen, Sonntag, zu besichtigen, von Montag an bleibt die Ausstellung wegen vollständigen Wechsels der Gemälde vier Tage geschlossen. Verkauft wurden aus der Ausstellung bis jetzt „Stilleben" von H. Koberstein- Berlin, zwei Aquarelle von E. Proch-Dack-au und eine Bronco „Zopfflechterm" von H. Liebmann-Berlin. Tie Bilder gingen in hiesigen, und die Lronce nach Marbura in Privatbesitz über. ö
** Stadttheater. Zum Gastspiel von Rita Sac- chetto am Montag den 19. Dezember sei bemerkt, bau der zweite Abschnitt des Ermatztgungskupons gilt, so daß Abonnenten bei dessen Vorwecs nur gewöhnliche Preise gegenüber erhöhten zu zahlen haben. Es ist zu hoffen, daß von dieser Vergünstigung bei dem außerordentrichen Gastspiel der berühmten Tänzerin recht starker Gebrauch gemacht wird.
mit bundes staatlichen Rechten zu geben. Im Namen ter Freiheit verlangt man eine Selbstverwaltung, die beutfdK Gesinnung werde dann von selber kommen, eine vollständig verkehrte Annahme, denn es fehlen die Voraussetzungen, die einen solchen Schluß erhoifen lassen. Erst wenn, wie der Reichskanzler v. Bcth- mann-Hollwcg im Dezember vorigen Jahres erklärte, die Bürgschaften vorhanden sind, bann kann von einer Verfassung die Rede sein. Wie aber i|t es mit diesen Bürgschaften beschallen? Lie sind keineswegs derart, daß durch die Schaffung eines neuen Bundesstaats, der noch dazu an der Grenze liegt, eine Schädigung des StaatSwohls, eine dauernde Beeinträchtigung des Reichs als Ganzes ausgeschlossen erscheint. Man wurde dadurch die Vcr- wclichung in Dauer erklären. Der durch Besitz und Ansebn hervorragende Teil der rcichsländischcn Bevölkerung neigt entschieden französischem Wesen und franzöiiicher Denkungsart zu. Ter aus Ultramontanen, Sozialdemokraten und Französlern, aber auS wenig Deutschen, gebildete Landtag, vor allem aber das Haus der Notablen, Herrenhaus genannt, müssen geradezu zu Do- müncm französischen Geistes werden. Wer es also gut mit dem Deutschen Reiche meint, kann vorläufig seine Zustimmung zur Erteilung einer Verfassung an Elsaß-Lvthringen nicht geben, so wünschenswert es auch unter andern Umständen wäre, ein neues, schasfenssreudigcs Glied dem Ganzen einzusügcn.
_ . Die bei der Einverleibung Elsaß-Lothringens zum Deutschen
Staatsschuldbuch. Die am 2. Januar 1911 allrneu Zinsen der in das Hessische Staatsschuld- buch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Be- kracht kommenden Hessischen Kassen und bei den Reichs- baitkanstalten vom 18. Dezember 1910 ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die Staatsschuldenkas,e die durch ”7 v.\ “*2,tvl/.vVUÖ C9 !ul allgemeinen recht lange I dle Post oder durch Gutschrift auf Reichsbank-Girokonto und wäre sie auch so^wichtig." EinlEtelw wi>s'de? Vor- V ^'^^enden Schuldbuchzinsen Überweisen.
sitzende der Ortsgruppe Gießen, Freil-err v. Liebig, darauf Empfänge. S. K. H. der Großherzog empfing hin, wie vor einigen Wochen in denselben Räumen von berurciier am. Dezember den Oberleutnant Coulmann vom Jnsan- Seite über die Auigaben und Ziele der O st m a r k e n p o 1 j t i k kerre-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, ber aufklärenden Tätigkeit des AU- den Kirchenrat Strack von Leihgestern, die Professoren
* ™ h Deutsch- klar dar- Pfeifse. und 2)t. ©meiner von ©(eßen. *
potoit ^"D!^-lfatl°!hringffck^F^7'mol" L " Lrdensangelegenheit. S. K. H. der Groß,
unmer noch in Güte und vom allgemein menschlich-idealen ^^9 hat dem Geheimen Vaurat Dr. Es er zu Bad-Nau- staiidpunkt aus lösen. Das werde niemals geringen Man l^cim Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm muiie vielmehr den tatsächlich bestehenden Veihältninen Rechnung ^on Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser Derlienenen
Alldeutsche Verband, und jeder Beitre- stählernen Südwest-Afrila-Denl'munze, sowie des ihm von
s^o^e deutsä--nationale Jntcrenen und keineswegs chau- meiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehcneu
dnrV kL^man ,n Deutschland zu warnen St. Annenvrdens II. Stoffe' erteilt. * ’““
Darauf nahm der sieUvertretende Vorsitzende des Alldeutschen L ^"besstatistiL. Heft 904 der Mitteilungen der Verbaiids, Superintendent Klingemann, das E W ^cl>- Zentrale )ur bu Landesstatistil hat folgenden zu seinem Vortrag „Die Weittnartenpolilil". Er führte dabei aus Inhalt: Anzerge. — Ter Verkehr nach wichtigeren Gütern Aus gewiiier Sette machte man ernstlich den Vorschlag, bie in bcn größeren Hess. Rheinhäsen lu06/03. — Der ^efamt* ^n°hrp is7in°.ln$Lr ,a°c zu lösen, daß man die im guterver.ehr in den größeren hessischen und deutschen R.fein-
W* ^!.w^ergewonnenen Provinzen zurückgeben solle. Ein Häsen Lt8o bis 1909 - Eingetragene Erwerbs' und Wir- LL ÄÖeÄ d?r ÄÄ 7 natio. fchastsgenofsenscha.ten 1910. 1 KÄ teiissreunde in München, wonach Die Festung Metz ^und^dcr T ^1- und Telegraphenver-
Tnl Lothringens mit französisch redender BevoUerun/an F-ank- , .^odessalle im Juli und August 19,0. —
r"ch abgetreten werden soll, kann uniere Zujiimmung nicht linden Warenverkehr zwischen He.sen und Bremen 1872 bis 1909 und ist für jede Erörterung ausgeichlosten. Denn erstens bt> ~ der evangelishen K.rche loOU. — Der Arbeits-
iriedigt em ,olches halbe Zugeständnis doch nicht, und dann ^arlt iin 3. Vierleljapr 1J10. — ta^^mänll.^^^e^ ,3-01:1- der grove Zahl zuge^ogener rein deutscher Elemente bildungsschulen 1919/10. — Tätigkeit der Gewerbe- und
hnf ^Q!t- auföcl,ie^er^ 2i>as aber soll geichehcn? Ätan Kausmannsgerichte 1909. — Kurie der hessiscben Staats-
Hot den .Antrag emgebracht, dem Lande eine Sonderversasfung l anleihen 1909 bts 1910. .MJWn UtaatÄ-
* Maul- und Klauenseuche. Als verseucht gel- ten zurzeit alle östlich der Elbe gelegenen Gebietsteil« . des Deutschen Oieid^ä. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus: 1. Ortshausen, Kreis Gandersheim, Herzogtum Braunschweig; 2. Hatdlfing, Bezirksamt Landau a. Isar, Regierungsbezirk Niederbayern.
Kreis Alsfeld.
b. Mücke, 9. Tez. Tie kleine »Mücke^ wächst jedes Jahr mehr. Tie Einwohnerzahl steigt von Jahr zu Jahr vedeutend. Vor etwa 10—12 Jahren war die Mücke noch ganz unbedeutend, jetzt aber hat sie laut Volkszählung vom l. Dezember die Seelenzahl von 120 erreicht, darunter sind 57 männliche und 63 weibliche Personen. S^ch dem Bekenntnis unterschetden sich die Bewohner in 115 Eoangelijche, 4 Katholischen und 1 Israeliten als Gast. An Haushaltunger? hat Rtücke 24 und das benachbarte Flensungen 71. Flensungen mit Mücke hat 472, ohne Vtücke nur 352 Seelen. Die .Merlauer Mücke", die etwa dieselbe Größe wie die ,Flen- sunger Drücke^ hat, ist in obigen Zahlen nicht enthalten. Die ,ganze Mücke" dürfte demnach etwa 240 Seelen zählen? sie bittet also schon ein kleines Dorf.
Kreis Schotten^
$ Rudingshain, 0. Tez. Der hiesige Gesang, verein begeht am 11. und 12. Juni das Fest der Fahnenweihe. Gleichzeitig verbindet der im vorigen Jahre gegründete .Oberer Niddatal-Sängerbund^ damit jem ' erstes Jahresfest.
Kreis Lauterbach.
--r Lauterbach, 8. Dez. Der B e z i r ks v er ei n L au" terbach des Oberhessischen Obstbauvereins ter- anstattete gestern unter Führung des Obstbautcchnikers Koch- Atsseld einen Rurrdgang durch die hiesige 'O b ft b a u in * Pflanzungen und hielt abends eine Verlamm lung ab, m der Herr Koch über Obstbau sprach. Der Redner führte aus, daß eine Obstpslanzung zum Geldenverb nur wenige, gute Sorten; aufweisen soll, die der Vodenbefchaffenheit der Gegend angepaßt ind und nach jeder andern Richtung hin bereits die Probe bestanden haben, nur dem Liebhaber soll gestattet sein, beliebig viele Sorten anzupslanzeu. Es sollen außerdem nur solche Sorten! gewählt werden, die Nicht häufig in der Ernte versagen, sondern r weniastens immer noch einen Durchschnittsertrag geben. Auch die Anforderungen des Marktes sind zu beachten, es gibt hier gewissermaßen „Ääodesorten", welche das Publikum bevorzugt und belfer bezahlt, als nicht so bekanme, toenn auch vielleicht gerate bestere Sorten, welche schwer abzusetzen sind und keine Preiss - erzielen. In ter Wetterau z. B. zieht man aus diesem Grunde die Schafsnase massenhaft, die zwar kein Tafelapfel, dafür aber ein umso bekannterer Wirtschaftsapfel ist, gern gekauft wird und icher im Ertrag erscheint. Bäume, die nicht regelmäßige Ernten ! bringen, sind zu emfernen oder wenigstens umzupsropfen, falls sie noch genügend Wachstum »eigen. Deshalb plant die Laute f wirtschaslskarnmer in den einzelnen Gemarkungen auch sogenannts Obstbaummeliorationen, man. will die minderwertigen vorhaw- " >enen Obstsorten durch bessere ersetzen. Einzelheiten hierüber f inb noch nicht bekannt geworden. Auch die vielfach noch vor-, handenen veralteten und mintertoertigen Birnensorten seien durch neue, gute Sorten nach und nach zu ersetzen. Weiter ist eins Verjüngung der Bäume am Platz, d. h. ein starker Rückschnitt der Aeste des durch langjährige Fruchtbarkeit erschöpften Baumes, hierdurch erzielt man wieder bessere Erträge und vollkommenere grüchte. Ein Hauptaugenmerk ist auch auf das gute Holzwachstum namentlich der jungen Obstbäume zu richten. Hört das .Volz- ■ Wachstum des Baumes auf, so läßt auch der Ertrag nach. Auster- dem ist eine zweckmäßige Düngung notwendig, es wird noch zw« viel unrichtig nur mit Jauche und Stallmist gedüngt. Es müsfcn diese Dungfwffe mit mineralischen Düngern, Kalk, Kali, Phote s Pborfaure, abwechseln. Schließlich ging Redner auf die laute \ läufige Meinung ein, als sei unsere Gegend mit ihren rauheni Winden für den Obstbau nicht recht geeignet. Der Vortragente kann dieser Ansicht nicht beiflichten, viel wichtiger als die gelegentliche Temperatur der Luft sei die Beschaffenheit des Bodens, in gutem, den Bedürfnissen des Obstbaumes genügendem Boden werden schon reichlichere und vollkommenere Blüten ausgebildet, 1 diese erfrieren und verderben dann nicht so leicht, wie ant Baum mit schlechtem, ungeeigneten Standort. Diese Erfordernisse richtig zu bewerten und fick nutzbar zu machen, ist die । Aufgabe des Obstzüchters, und — richtige Sorten, reichliche Ernten!
sellschaftsordnuug zu stürzen. (Beifall.) Meine Herren! Es wird von der Linken so oft behauptet, daß die Handhabung tes Bestätigunasrechts ein Reckstsbruch sei. DaS muß zurückgeivieseu weiten. In der Bestimmung, daß alle Hessen vor dem Gesetz? gleich sind, kann dock) nichts anderes gegeben werten, als daß kein Hesse im Nahmen der Gesetze bevorzugt wrrten kann. Das geschieht auch nickst dadurch, daß die Regierung von einem ihr zustehenden Gesetze Gebrauch mackst. Darin kann um so weniger ein Reckstsbruck) gesehen werden, als die Regierung doch auch bic Pflickst hat, ten Teil ter Staatsbürger, ter an der besdehenten Rechtsordnung festlstilt, zu fckstitzen. (Erregter Zuruf tes Abg. Ulrich.) Jawohl, zu sckstitzen! Und ickz kann sagen, daß ick^ so lange ick) ter Regierung angehore, diesen Standpunki bcibehalten werde. (Lebh. Bctfalt Zurufe von ten Sozia Id.) Meine Herren! Der Abg. Ulrich hat gQvünscht, daß die Regierung sich einmal in ten Orten um» sehe, wo bestellte Büryermeisber sind. Ich habe daS getan und kann .....
nur sagen, daß ich in Mühlheim nur Anerkennendes über den I Neich gehegten Hoffnungen, wonach der Jahrhunderte lang ge* * Manu gel;ört habe, der unter ten schauerigsten Verhältnissen rni. trennt lebende Bruderstamm wieder zurückerobert werde, haben größter Selbstaufopferung arbeitet Die Regierung hofft auch in I stch nidjt eriüllt. Es läßt si chdiese Erscheitiung wenigstens zum Zukunft solche Männer zu finden. (Beifall. Unrute bei den Teil erklären aus der altgermanischen, alemannischen Art, die Soziald.) Die Regierung wird also unter allen Umständen au fest und zah am Alten hängt. Sie läßt sich auch begreifen, wenn tem Bestätigungsreckst festl-alten. (Beifall.) man bedenkt, welche Vorteile das fest gefügte französ. Staatswcfen
Abg. Dr. Zuckmaher (Zentr.) verwahrt si»ch gegen bie leinen Bürgern bot, das die Revolution überdauerte und unter Steuerungen der Sozialdemokraten. Abg. Orb habe seine Aus- Napoleon I. ulle andern Staaten an Ruhm weit Überstrahlte, fuhrungen falsch gedeutet und Abg. Raab seine Ansicht über das! Dagegen das Deutsche Reich durch Kriege geschwächt, die kaiser- Bestätigungsrecht genau in daS Gegenteil veikehrt. Tie Republii lid)e Macht nur ein Schatten und ter Deutsche Bund mit feiner Hamburg habe eines der reaktionärsten Wahlsysteme. In Wrimar- Kleinstaaterei ein Hemmschuh aller freiheitlichen und geistigen Eisenach sei das Bestätigungsrecht aufgehoben. Entgegen seinen Entwickelung; doch das war alles einmal. Heute liegen Die jetzigen Ausführungen habe der frei)innige Vertreter im Aus- Verhältnisse anders. Und wir wären in Elsaß-Lothringen weiter, ichusse für das. Bestatigungsrecht gestimmt. loenn man bei der Verwaltung sich nicht von falschen Grund-
Abg. Ulrich (Soz.) macht zunächst einige Bemerkungen gegen lätzen hatte leiten lassen. Man wollte durch em allzu weites Aog. Dr. Zuckmaher, der Merkwürdiges gesprochen haben müsse. I Entgegeiikommen die führenden Kreise gieroinnen und schob den Redner werde das an der Hand des Steiiogrammes nachweisen. I unter schwierigen Verhältnissen deutsch gebliebenen Mittelstand Weiter erklärt Redner, er bleibe niemand etwas schuldig, auch beiseite. Man bediente sich der französischen Sprache, wo es tem Herrn Minister nicht, der sich selbst als Geschäitsjührer der ganz und gar nicht am Platze war und bestärkte dadurch das besitzenden Kreise des Landes vorgestellt habe. (Oho!) Auch hier Volk in dem Glauben, der fein durck-gebüdeten französischen Sprache wolle er an der Hand des untorrigierteu Stenogrammes Nachweisen, gebühre der Vorzug, wie man beim heute noch in jenen Landen toie absichtlich parteiisch der Minister arbeite. Das natürliche die deutsche Kultur als nicht vollwertig ansieht. Dabei schaltet Recht werde widernatürlich gehandhabt, toenn sozialdemokratische, man absick-tlich alle historischen Tatsachen aus, die geeignet find, aber fähige und geistig intakte Manner Nicht bestätigt würden bas Gefühl für deutsches Wesen und deutsche Macht zu erzeugen Die authentische Erklärung des Ministers, er werde Sozialdemo- und sordert auch in bcn nicht französisch rebenben Teilen bes Traten nie bestätigen, werte Redner sich merken. Er verweist Landes in bcn Volksschulen bie französische Sprache als zweite sodann auf bcn Mühlheimer Fall, wo angeblich ein politisch Unterrichtssprache neben ber beutschen. Man bedenkt dabei nicht, unfähiger Mann als Bürgermeister gewählt worben sei. In Zu- daß hierdurch die Gefahr einer Zwitterkultur bedingt wird, bic Tumt würden nach dem Bestätigungsrecht nur die gewählt werden keine Geistesfrucht tragen kann. Die geschichtlichen Tatsachen begönnen. bie indolente Politiker und harmlose Leute seien. Mil Höngen denn auch, baß bis jetzt noch kerne geistigen Größen Elsaß- dem allgemeinen gleichen Wahlrechte, das allen Hessen nach der Lothringens zu nennen find, die in französisch-nationaler Hin- Verfassung gewährleistet ist, habe sich ter Minister in Wider- licht Nennenswertes geleistet hätten. Ein Volk kann nur bann fprud) gesetzt. Wenn der Minister versuche, Leute seiner (Redners) etwas leisten, wenn es seiner Eigenart treu bleibt, auf bie Reick)s- Partei von staatlichen Funktionen fernzuhalten, hätte er früher lande angewandt, wenn ihre Bewohner sich voll und ganz dem Minister werben müssen. Er hätte in bie Sphäre vor 200 Jahren deutschen Wesen zuwcnden, wohin sie ihrer Art nach gehören, bener gepaßt. Die Sozialdemokratie werde sich aber gegen der- . Wie sind nun diese Schwierigkeiten zu entwirren? Nur durch artige lieber griffe zugunsten einzelner Klassen zu mehren wissen, geduldige Arbeit, Vorsicht und Besonnenheit. Schon hat sich im Die Negierung wolle sich die Posten für Kreaturen ihrer Ge- -aude selbst ein Heiner Kreis deutsch gefilmter Männer zusammen- Unnung offen halten, das spreche jedem Liberalismus Hohn, geschärt: Volksschullehrer, mittlere Beantte und Bürger. Nur Der Mmuter habe sich als Kommis der besitzenden Klassen hin- durch rielbewußte Arbeit kann es dahin kommen, daß aus dem gestellt (Ordnungsruf des Präsidenten), durch seine Erklärung Holze der Vogesen, wie Rückert sich in dem Gedichte „Die Straß- sei aller Liberalismus zu den Hunden geflogen. burger Tanne" auSdrückt, bas ber Vortragende verliest wieder
Minister des Innern v. Hom berg k: Er habe nicht ge- deutsche Häuser gebaut werden. Nur dadurch können bie dem lagt, bie Regierung wolle bie Besitzenden schützen, sondern die Reiche drohenden Gefahren abgetoenbet werden, bie darin be- staatserhaltenden Elemente. Auch richte sich bie Nicht- stehen, daß untere natürliche Westgrenze verschoben würbe unb bestatigung nicht gegen bie Sozialdemokratie, wie ein Fall im deutiche Art, Sprache unb Kultur aus unserm mit so vielen vorigen Jahre in Oberhessen beweise. Die Negierung stehe auf Itotvercn Opfern gewonnenen Bruderlande verschwinben würben dem Stanbpunkte, baß Akte ber vollziehenben Gewalt nicht in Der so harmlosen aber burchaus gefährlichen Forderung: Elsaß- tee Hande der Sozialdemokratie gelegt werden bürsten. Lothringen ten Elsaß-Lothringern setzen wir ben burchaus de-
Vlbg. R e h (Freis.) Tlärt seine Stellung zum Bestätigungsrecht cechtigten Rus entgegen: Elsatz-Lothnngen dem Deutschen Reich, ^by/j^r den.^"skührungen bes Dr. Zuckniayer auf. Die von großem Verständnis für bic einschlägigen Fragen
rnm Bestatigungsrecht. zeugenden Musjührungen sanden ungeteilten Beifall? 9 er Minister Tonne keinen Bürgermeister ober Beigeorbneten H


