Säuglingsheim oder Läuglingr-Nranknanftalt?
Von RegiemngSrat P i st o r, Darmstadt.
Die Großh. Zentrale für Mutter- und Sünglingsfürforge wird | mre in anderen Kreisen, so^anch für den Kreis Giefeen eine 3 11? c i 1 (teile errichten. Sie hat hierzu der zukünftigen Zweigstelle einen Kredit von 500 Mark zur Verfügung gestellt, welcl>e ^umme die Bezüge der Zentrale ans dem Kreis (Shefeen erheblich ilbcrsteigt. Daraus geht ohne weiteres hervor, baß die Ansicht, cs würden Gelder aus Gießen in Darmstadt verwendet, nicht IXiItbar ist.*)
Die Zweigstellen regeln im Anschluß und mit Unterstützung der Zentrale das gesamte Gebiet der Mutter- und Säuglings- sürsorge für ihren Bezirk, d. h. sie suchen alle Hilfsmittel dieser Bewegung, den örtlichen Verhältnissen folgend, bon durckWusühren, wo sie wirksam sein können.
Wie bekannt, unterscheidet man eine offene unb' eine geschlossene Fürsorge. Die offene Fürsorge wirkt durch Propaganda, Bclel>- nnig, Erziehung und Unterstützung, olme an eine Anltalt gebunden zu sein. Jl)re Mittel sind il a. die Beratungsstellen, die Mitarbeit der Hebommen-Vorträge usw. Die geschlossene Fürsorge beschränkt sich auf gesclstosseue Anstalten. Zhr sind u. a. die 2üuglings-Pflegeanstalten (Säuglingsheime) und die Säuglings- krauteiranstalnm gewidmet; ihre Bedeutung ist bekannt. Wie eine geordnete Säuglingsfürsorge ohne offene Fürsorge nicht denkbar ist, so braucht sie für bie geschlossene Fürsorge die beiden Arten von Anstalten.
Für ein Mnd, dessen Aufnahme z. B. in einer Säuglings- Pflegeanstalt (Säugtingsl-eun) bearttragt wird, gibt es in der Hauptsache nur drei Möglickfkecken: entweder bad Kind ist zwar durch die äu feeren Verhältnisse (z. B. Wohnungsnot, Trunksucht ober Tudarculose in der Familie, verwahrloste Mutter eine- uneheltchen Kindes) gefährdet aber gefunb; dann gehört es, wenn es bei der Mutter nidjt bleiben kann, sobald wie möglich m eine durch die Beratungsstelle üderwackste Eckizelpflege, die nur den dritten Teil der Anstaltspflege kostet. Derartige Kinder in ein Säuglingsheun zu lassen, rechtfertigt sich nur so lange, als wegen mangelnder Organisativtt die 93 e = au s s i ch t i g u rr g durch eine Beratungsstelle nicht durch- f ü b r b a r i jt Handelt es sich um ein von der öffentlichen Armenpflege unterstütztes unel)eliches Kind, so wird es fdxm auf diesem Wege der Beratungsstelle als Organ der gesetzlichen oderderSammelvormundschaft zuzuführert jein; (vergl. die Leitsätze der Zentrale). **)
Die -weile der erivähnten Möglichkeiten ist die: Das Kind zeigt Symptome einer vielleicht unschwer zu bekämpfenden Gesundheitsstörung (Ernährungsstörung). Gelingt es, ihr in einigen Wochen in dem „Säuglingsheim" Herr zu werden, so gehört auch dieses Kind alsdann in Einzelpflege. Gelingt dies nicht, so gehört es in eure Säuglings-Krankenanstalt.
Als dritte Möglichkeit kommt die in Betracht, dafe ein offenbar krankes Kind Aufnahme begehrt. Dies muß unmittelbar einer Säuglings-Krankenanstalt überwiesen werden.
Diese Ueberlegung hat zu dem von den bedeutendsten Kinderärzten vertretenen und allgemein anerfannten Grundsatz geführt, daß das gesiuide Kind in die billige Einzelpflege, das gc- sundyeulich gefährdete (womöglich mit der Mutter) in eine Säuglingspflegeanstalt (Säuglingshe im), das kranke Kind aber in eine Säuglings -Krankenanstalt gehört. Es war natürlich, dafe dieser Grundsatz, einmal erkannt, auch dort : seine Wirkung ausüben mußte, wo keine Krankenanstalt, sondern nur ein Säuglingsheim bestand. Die nächste und naturlidje Konsequenz war bie, dafe man in dem Säuglingsheim Betten für kranke Säuglinge bereitstellte. Wo dies nach ben ' Platzverhältnissen möglich war, hat man diese Krankenbetten in einer Abteilung abgesondert. Man tarn dadurch Überall in Dentsch- i land wenigstens im kleinen zu den beiden Arten von Anstalten, , bie sich notwendigerweise ergänzen müssen.
Ein Säuglingsheim ohne die Möglichkeit der Abgabe tranrer Säuglinge in geeignete Anstaltspflege und ohne das Prinzip der baldigen Unterbringung gesunder Säuglinge in überwach!e Einzelpflege ist imvoUtommen. Die dafür aufgewandten Beträge tragen mäst die Früclste, die sie tragen sollten.
Es handelt sich hier, wohl bemerkt, nicht um eine strittige Frage, fonbern es gibt neben diesem, von allen Autoritäten emp- fohlelien Weg keinen zweiten gangbaren. Hier allein ist die Antwort ans die Frage zu finden, die uns doch allen am Herzen ; hegt: „Wie sorgen wir am besten für die armen gefäl)at)ctai ' Kstider, deren Obhut wir übernommen haben und übernehmen • sollen?" Alle persönlichen Bedeiitcn müssen davor fchwecgew.
Das in Gießen beftel)eiibc Säuglingsheim hatte danach ! imbcbingt die Aufgabe, sich auch der kranken Säuglinge anzuneh- ■ men, so lange die erwähnte Ergänzung durch eine besondere Säug- , lingS-Krankenanstalt nicht bestand. Bon diesem Geiichtspuntte ließ sich auch das SaugliNgsl-eim bis vor kurzer Zeit iCiten. Es entsprach damck einem allgemein anerkannten Gebot der W i s, e n- - fchast mid der sozialen Einsicht: Wenn das Säuglingsheim imd dessen Leitung zurzeit ein anderes Prinzip verfolgt, ' unb teuie kranken Kinder melyr aufnimmt und auch offenbar gesunde Kinder nicht balbmöglidyft in Einzelpflege gibt, io ist dies ’ bei den gesuiidcn Kindern ein kostspieliger Fehler (da Anstalls- nflege weitaus teurer ist wie Einzelpflege) und bet den tranlen , Lindern -nm mindesten verfrüht (da eine Krankenanstalt noch nicht besteht) Dabei mag anerkannt werden, daß diese Behandlung der Angelegenheit in der besten Absicht und mit dem Streben ■ gewählt wurde, der Sache zu bienen.
' Leute handelt es sich darum, einen Weg aus dieser Enge heraus zu finden. Wie bekannt, erftrebt die Zentrale mit allem
' Nachdruck die Einrichtung der schon in ihrer Satzung und seit 3 den ersten Verhandlungen immer wieder erwähnten Kinderklinik, f für die bereits ein Foiids dank einer aufeerhessischen Schenkung : besteht. Dafe man bie nicht ausdrücklich zu diesem Zweck gespendeten ' Mittel der Zentrale für dieses (das Gebiet privater Wohltätigkeit •’ nicht unmittelbar berührende) Institut nicht verwenden wird, • versteht sich ebenso von selbst, wie die Erwartung, daß eine solche Kinderklinik, ohne die der vorgeschriebene Unterricht der Medi-in- ' Studierenden nur notdürftig erteilt werden faiui, spater vorn ' Staat erhalten wird. Aber vielleicht darf man doch bie Hoffnung aus sprech en, dafe sich der für diesen Ziveck bereits vollzogenen Stiftung weitere private Stiftungen anschtießen. Denn es handelt sich immerhin um eine für die Saugtingssursorge im
' Großherzogtum dringlichste Anstalt. (Auch nach lleberuahme durch 1 ben Staat wäre übrigens bie organische Verbindung des für bie ' „gefährdeten" Kinder bestimmten und wesentlich burd) Private
Wohltätigkeit unterhaltenen Säuglingsheims mit ^er Säugling^ 1 klmik wohl für alle Beteiligten das Beste und Billigste.) Die Leitung des Säuglingsheims könnte nun bis diese Kranicnanstall ■ in Betrieb ist, zuruckkehrcn zu dem früher vertretenen r i ch- tigen Prinzip, auch kranke Säuglinge aufzunelnnen. ^»amtt wäre ein. schwer haltbarer Zustand sofort beseitigt und Die Grundlage einer Unterstützung durch bie Zentrale gegeben.
Das Säuglingsheim kann aber auch trotz der dagegen stehenden Bedenken den fetzigen Zustand aufrecht erhalten wollen. -kann ' müßte d.e Errichtung der ergänzenden Kinderknntt nau) wcoglichkett 1 beschleunigt werden. Diese bräd’te, fertiggesiellt und in Dttr«L ; fleie/t, die (allcidings verzögerte) Lösung des Problems. Denn Lie Unterbringung gesunder Kinder in Einzelpflege wird sich dann ohne weiteres schon als eine f i n anzie l le öcottvendigttil ergeben, wenn man wirklich die Säuglinge fassen will, die in ein solches Heim gehören und für die framen Kinder wäre bann 611 Nun*iioch ein Wort von der Anstalt in ^Darmstadt: Es wirb verwundern, daß diese noch nicht eröffnet ist. Dazu ist folgendes zu sagen: Die Zentrale ist ein Landes - I n st i t u t. Sw verwendet die ilyr zusließenden Mittel verhattnismäßrg i ni ganzen
*) Die Zentrale hat in Gießen 4 persönliche Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von zusammen 50 Mark Tie Bettrage der Provinzial-Direkii-m, des Kreises und per Stadt Gießen (2U JJctj betragen zusammen 170 Mark; der Vereine 40 l/tarf.
Äese Regelung wird bemnächst tu.DarmstaDt durchgeMrt feiu.
Die oderhesstschen vollrMIuligrergebniffe.
Kreis Giefecn.
Gemeinde A H e n d o r s a. Lumda. Zahl der Haushaltungen 264, Einwohnerzahl 1180, davon sind 1005 evangelisch, 9 katholisch, 76 israelitisch. (1905: 1125.)
Gemciiide Hungen. Zahl der Haushaltungen 390, Einwohnerzahl 1678. (1905: 1522.)
Kreis AlSsctd.
Gemeinde B r a u e r s ch w e n d. Zahl der Haushaltungen 119, Einwohnerzahl 545, davon sind 540 evangelisch, 4 katholisch, 1 israelitisch. (1905: 539.)
Kreis Büdingen.
Gemeinde Gl au berg. Zahl der Haushaltungm 118, Einwohnerzahl 646, davon sind 613 evangelisch, 32 israelitisch, 1 anderer Religion. (1905: 674.
Gemeinde Wolf. Zahl der Haushaltungen 77, Einwohnerzahl 410, davon sind 407 evangelisch, 3 katholisch. (1905: 403.)
KreiS Friedberg.
Gemeinde Büdesheim. Zahl der Haushaltungen 256, Einwohnerzahl 1204. (1905: 1112.)
KreiS Lauterbach.
Gemeinde Landenhausen. Zahl der Haushaltungen 154, Einwohnerzahl 739, sämtlich evangelisch, (1905: 735.)
KreiS Schotten.
Gemoinde Ober-Schmitt tu. Zahl der Haushaltungen 110, Einwohnerzahl 494, davon sind 479 evangelisch, 15 katholisch. (1905: 462.)
Gemeinde Ruppertsburg. Zahl der Haushaltungen 143, Einwohnerzahl 660, davon sind 643 evangelisch, 9 katholisch, 7 israelüisch und X ohne Koniession. 328 mannt 332 weiht (1905: 632.)
Land. Gin SäuglinaSdettn oder eine SäugNngS-KrcmkcnanIHalt kommt aber in erster Linie der Stadt w gut, tn der es errichtet wird. Die Stadt Darmstadt hat die Veryandlnngen über einen größeren Zuschuß noch nicht abgeschlossen. Sie zahlt bis jetzt 20 Mark Beitrag. So lange diese Frage nicht geregelt ist, kann ferads im Jntereffe der außerhalb Darmstadts BeitrageTiden an )ie Eröffnung nicht herangetreten werden. Die Zentrale kam mit dem Beginn ihrer Arbeit gerade in die Zeit einer allgemeinen inanziellen Depression. Es ist nicht zu verwundern, dafe auch sie wie andere Stellen dadurch in manchen Punkten gehemmt wurde. Ein solcher Punktist die Anstalt in Darmstadt, da, wie bekannt, Anstalten dieser Art erhebliche Summen verschlingen.
Daß die Bewegung im ganzen trotzdem nicht aufgehalten wurde, gibt, wie die analoge Entwicklung in ganz Deutschland Zeugnis davon, dafe ihre Bedeutung für die VolkSwohlfahrt von vielen erkannt ist.
Schwurgericht.
th. Gießen- 10. Dez.
Gestent verhandelte bad Schwurgericht gegen den 28 Jahre alten Landwirt Wilh. Lindmeyer aus Utphe wegen vollendeten Verbreck)eus der Notzucht. Die Anklage vertrat Staatsanwalt T r i m p e r t. Die Verteidigung führte Rechtsanwalt Arnold. Es waren 6 Zeugen gelaßen; als Sachverständiger wohnte Me- dizinalrat Dr. Haberkorn der Verhandlung bei. Der geständige Angeklagte, Vater von 6 Kindern, sah eine ehemalige Schultreundin. eine verheiratete Frau von Utphe an seinem Hause vorüber ins Feld gehen. Er ging ihr vermummt nach, verlegte ihr den Weg unb verging sich an ihr.
Die Verhanblung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Aus dem öffentlich verkündeten Urteil ging hervor, dafe die ®efd>roorenen die Schuld,rage, aber auch das Vorliegen mü- dernder Umstände bejaht hatten. Der Gerichtshof erkannte auf eine 3 jährige Gefängnisstrafe. Staatsanwalt Stimpert hatte 5 Jahre Gefängnis beantragt
In unserem gestrigen Schwurgerichtsbericht ist durch Verheben zweier Zecken der Wortlaut mißverständlich geworden, weshalb wir ihn hier nochmals wiedergeben:
Der Spruch der Geschworenen lautet auf Bejahung der Schulbfrage unter Zubilligung mildernder Um- stände.
Der Gerichtshof berurteilte ben Angeklagten zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat der erlittenen Untersuchungshaft
AuS Hessen.
Darm stabt, 10. Dez. Die Zahl der Einwohner beträgt 86 975, bavon 42 013 männliche unb 44 962 weibliche, ncaen 83132 im Jahre 1905. Hierin sind erngeschlossen 4195 Militärpersonen. Da zurzeit 480 Mann der htestgen Garnison auf dem benachbarten Truppenübungsplatz Griesheim lagern, geht diese Zahl an der Gesamtzahl von Darm- tadt ab. Der Zmoächs von Darmstadt beträgt also seit 5 Jahren 3852 Einwohner, eine tm Verhältnis zu dem Wachstum anderer Städte nicht große Zaht
Martte.
Gießen, IX Dez. Marktbericht. Auf heutigem Wocbeu- maifte loliete; Butter pr. Pid. 1,20—1.25 9)lt, Hühnereier 1 St. 10—11 Bfg^ Euteneter 1 Stück 0 Pfg., Uäse pr. St 6—8 Pi„ Kasematte pr. St 5—6 Pfg^ rauben pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., nüßner pr. St 1,UU—1,60 Mk* tbabnen vr. Stück 0,80—1,80 AN., Anteil pr. St IM—2,20 Mk* Gänse das Pfd. 65—75 Big* Ock)sen- sleisckr vr. Pid. 84— 92 Pig* Rindfleisch pr. Pfund 8i>—84 Pfq., ttnyfteisch 70 Pig., Schweiuefleifch pr. Pfund 80—96 Pfg* Kalo- fleisch pr. Pfd. 84—88 Pfg* pcmunelfleisch pr. Pfo. 60—84 Pfg., iiavtoffeln vr. 100 Kg. 7.00 bis 7.50 Mk., Weifekrant das Stück 10 bis 20 Pfg* Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,00 Mk* MiUy das Liter 20 P,g* Blnien per Ztr. 12-15 Mk., Aepfel per Ztr. 0 bis 10 Mk* Russe 100 Stück 40—50 Pfg., per Ztr. 0—00 Rlk* Bohnen per Pid. 00-00 Pig. Aiarklzeit von 8—2 Uhr.
F.C. Wiesbaden. Vlehho'-Riarttberlchl vom 9. Dez. Austrieb: Rinoer 87, Kälber 103, Schaie 32, Schweine 221.
Tendenz: tHmöer mittelmäßig, Kälber gedrückt, Schme mittel- mäfeig, Schweine gedrückt. Preis Durch-
pro lou Pfd. fchnutspieis
Ochsen.
52
91-94
93
36-89
45—49
47
87
80—85
82
40-44
42
82—87
47
84
71-80
75
40
34
64-69
66
naiver.
(Zunge, fteiscknge, nicht ausgemä|icte und ältere ansgemäpete......
'Mäßig genährte junge und gut ge
nährte altere.........
parsen, Kühe.
Bollfletschige ausgeinastete <zärsen höchst.
Schlachtwertes 45—50
BoUüeiichlge ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtwertes bi» zu 1 Jahren. . 87—44
Aettere ausgeuiaslele Kühe und wenig gut entwickelte prngereKühe u. tzärieu 32—36
teuenc» £>ü)ia vc» fceiuidjc
ttixno- L an ach l- pro 100 Pfund ßeiuidjt - - - • -
Dollfleischige, auSgemäslete, höchsten Dcn bUDOn bu Schlachtwerte.^ höchstens 6 Jahre alt 50—54
Aemfle Plast- (Bottnnlchmaft) und beste Saugkäloer......... 56—60 93—100 58 96
Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 50—55 83-92 52 87
Geringere ^augtalber . .... 45—50 75—83 47 79
cüia’e.
Masckämmer u. jüngere Maschanrmel 39—00 78—00 39 78
Schweine.
Dollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner
^eoenbgewichl 58—55 68—70 o4 69
Bollfieischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht . . 53—55 68—70 54 69
fleischige Schweine ...... 52—54 67—69 53 63
fc. Frautfurt a. M., 9. Tej. Heu- und öt rot) mar ft.
Ungefähren waren 18 Wagen Heu und 2 Wage» Stroh. Man
notierte: He« 8,00—8,50 Mk., Stroh (Romlangflroh) 8,70
<i,Oj Plk* Wirrftrob 0,00-0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschält langsam. Die Zufuhren waren aus Oderhessen und dem Kreise Dieburg.
le. Wiesbaden, 8. Dez. Heu- unb StraHmarkt Angeiahren waren 22 Wagen Heu und Stroh. Man notierte: Heu 6.60-7.20 Mk., Stroh (Richtstroh) 4.60-6.60 Mk. — Krucht markt. Haier 14.80—15.20 Pik. Alles für 100 Kilo.
1--1 J- 1 _____-!___1___1______ 11__ ■___1 ' ■- -LJ
Oie nach- Ä 01*7!n «wä am Sonntag dem 11. Dez. ■lebenden all Zilv von 12 Uhr mitiafM b>a 12 Lür nachte nur für dringend« Fälle e«eh r anzntreffen 1 D ie/lf
Dr. Richter, Frankfurter Strasse 4.
8anitättirat Dr. Zinsner, Goethestrasee 10.
kirchliche riachrichten
der evangelischen Gemeinde Büdingen.
3. Advent, 11. Dezember:
Vormittags lo Uhr: Pfarrer Schäfer.
lltachmulags 2 Uhr: Kindergoltesdienst.
Abends 5 Uhr: Kirchenkonzert.
Tie Amtswoche bat Pfarrer Göbel.
Stanüesamtsnachrichte».
(Rachiräguch emgegi ngen.)
vad-Nauheim.
Aufgebote: November 7. Johs. Schnell, Finanzaspirant, mit Christine Ludwig, beide in Bad-^lauheim. — 8. Albert Fisch, Schreiner, mit Margarete Stamm, beide in Bad-Nauheim.
(Miefen ngen; November 1. Ernst Moritz Einstein. Kausinann, in Bruchsal mit Paula Stein in Reichensachsen. — 5. Paul Gotthold Richard LucaS, Schriftsetzer, in Bad-Nauheint mit Wallburga Gerngrofe in Plankstetten. — Viktor Alfred Volk, Buchhalter, mit Antonie Jenny Iiudelius, beide in Bad-Nauheim. — Georg Hofmann, Handarbeiter, in Mdgen b. Bad-Nauheim mit Katharina Anna Marg. Pfeffer in Bad-Nauheim. — 12, Wilhelm Salzmann L, Weißbinder, mit Charlotte Wilhelmine Oehler, beide m Bad-Nauheim. — 19. Johann Heinrich Langsdorf, Polizeiamtsgehilfe, mit Pauline Emma Boll sack, beide in Bad-Nauheim. — 26. Johannes Schnell, Finanzaspirant, mit Christine Ludwig, beide in Bad-NauheiM. — 26. Karl Heinrich Salzmann, Telcgraphenarbtiter, mit Friedericke Reich, beide in Bad-Nauheim.
Geborene: November 4. Dem Herrenschneider Karl Hohe ein Sohn, Wilhelm Karl. — 7. Dem prüft. Arzt Dr. Karl Christian Wckhelm Martin Siegfried ein Sohn, Max Maria Gustav Werner. — 15. Dem Hilfspförtner Georg Knietiem IL eine Tochter, Micha Anna. — 16. Dem Zieglermeister Friedrich Wckhelm Konrad Winter eine Tochter, Auguste L-ouife. — 2L Dem Schuhmacher Peter Becker ein Sohu, Hans Wckhelm. —i 23. Dem Weißbinder Bernhard ftraufe ein Sohn, Karl David. — 24. Dem Metzger Johannes Heinrich Blaurock ein Sohw» Hans Richard. — 25. Dem Bürgermeistereigehckfcn Georg Kräh eine Tochter, Marie Margarete. — 26. Dem Postboten Reinhard Hebbel eine Tochter, Anna. — 27. Dem Masseur Georg Hensel eine Tochter, Margarete. — 28. Dem Obsthändler Wilhelm Krämer ein Sohn, Wilhelm Heinrich.
Gestorbene: Slooember 1. Karl Ludwig Werner, 2lpv- theker, 71 Jahre alt. — 11. Bernhard Julius Stöbert Salzmann, Buchbinder, 33 Jahre all. — 30. Friedrich Venitz IL, Kutscher, 76 Jahre alt.
Yenern.
Anfgeb'ote: Dezember 2. Ludwig Kriegti:, Taglöhner^ in Wieseck mit Maria Lepper in Beuern. — 3. Jakob HemtiA Otto, Landwirt, mit Maria Lindenstruth, beide in Beuern.
Nidda.
Geborene: Dezember 3. Dem Dienstknecht Friedrich Karl. Franz Krabbes ein Sohn, Hermann.
Gestorbene: Dezember 7. Wilhelm Braun IL, Mühlenc bescher und Landwirt, Nidda.
wieseck.
Aufgebote: Dnember 2. Ludwig Krieger, Tagköhnc^ in Wieseck mit Maria Lepper in Bcuern.
Eheschliefeungen: Dezember 8. Wckhelm Ofewald, Musketier, mit Louise Weller, beide in Wieseck.
Geborene: Dezember 6. Dem Landwirt Ludwig Völzel eine Tochter, Emma.
Gestorbene: Dezember 3. Hedwig Döringer, 2 Monate alt. — 6. Margarete Römer, geb. Mank, 61 Jahre all.
ffldrorofofliW veobachtungen der Station Gießen.
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1910
5,9 °L
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WARNUNG! Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
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Gegen das Altern
Dr. Hommel’s Haematogen
bis 9. Dezember = 4-
w 9. , “ “T
Höchste Temperatur am 9ltebviflfte , ,
Niedeiichlag' — 0,1 mm.
B o 5 * -d
Wenn man Ihre Offerte liest, so kann man sich eines Mißtrauens nicht erwehren, wenigstens mir ging es so. Einen so vorzüglichen Tabak für so billigen Preis, das hält man einfach nicht Tür möglich Ich habe Tabak geraucht pro Pfuich für 5 Mk.> derselbe hat mir bei weitem nicht so vortrefflich geschmeckt als« der von Ihnen gesandte. Ich freue mich allemal, wenn ich jetzt eine Pfeife rauchen kann. Nicht allein der Geschmack, auch baS Aroma ist hochfein. Ich werde Sie empfehlen, wo ich nuy Gelegenheit finde. Ich bin froh, endlich wieder mal einen vernünftig schmeckenden Tabak rauchen zu können. Setzen Sie über Jlwe Offerte das Motto: „Heberscugung bringt hohen Genuß". Lange Jahre habe ich nach wohlschmeckendem Tabak gesucht und fetzt endlich gefunden was ich suchte. Ihr Tabak muß selbst den verwöhntesten Raucher befriedigen. ^Obenstrheiide Anertennung empfing die bekannte Firma Emck Köller in Bruchsal i. Buden von ihrem Kunden Herrn G Zeichenlehrer am Realgymnasium in W. . . . unaufgefordert unb bemerkt die Firma Emil Köller in Bruchsal i. Baden, daß Herr G. . . ., ihren in Raucher-Kreisen berühmt gewordenen Jagdeanastep 9 Pfund zu 6 Mk. 50 Pfg. raucht. (D1^,
Ein ausführliches Jnicrat der burd) ihre Reellckat allscttsf belieben Firma finden Sie in heutiger 97unimcr dieser Zeitung^
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Mundwasser


