Ausgabe 
16.9.1910 Zweites Blatt
 
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Gerichtssaal.

en

Beratungen fortgesetzt.

Au» Stadt und Land.

Pflicht nur insoweit festgesetzt werden soll, als der stanbcsmäßige Unterhalt des Erstattungspflichtigen dadurch nicht gefährdet wird, sind im Gesetz genau zu bezeichnen."

Gießen, 16. Sept. 1910.

Born Manöver.

w t ------»i erhalt drei Wochen

strengen Arrest unb wird m die 2. Klasse des Soldaten-» standes versetzt.

werden kann. Andererseits will sie vor allem die Fäll« verhüten helfen, daß ein beherzter Retter, weil er die an* znwendenden Griffe nicht kennt, mit in die Tiefe gerissen wird, indem sie diese anschaulich darstellt.

Garbenieich, 15. Sept. Sonntag, 25., und Montag, 26. Sept., findet hier die Kirchweihe wie all­jährlich wieder an drei Platzen statt.

X Büdingen, 14. Sept. Eine außerordentlich reiche Obsternte steht in unserem Kreise bevor. Die Bäume an der Kreisstraße hängen so voll Obst, daß sie gestützt und auf­geb unden^werden mußten. Ende dieses Monats wird das Obst an_ den Straßen verkauft. Es handelt sich insgesamt um. etwa 1450 Zentner Obst, in erster Linie Aepfel; Birnen gibt es wenige, Zwetschen fast gar keine. Die Goldparmänen haben sich wieder am besten bewährt. Fast die Hälfte der 1450 Zentnsv entfällt auf diese Apfelsorte. Andere Apfelsorten sind noch Lands­berger Reinette, Baumanns Reinette, Schöner von Boskoop, Rheinischer Bohnapfel und Schafnase. Von Birnen sind am besten vertreten Pastorenbiriien und Gute Luise.

iv. Wetzlar, 15. Sept. Die Zusammenlegung der Grundstücke bricht sich im hiesigen Kreise gute Bahn. Weit über 50 000 Mk. sind jetzt den beteiligten Gemeinden z^ir Unterstützung unb Förderung gewährt worden. Vom Staate werben zurzeit sechs Zehntel der Zusammenlegungs- kosten gewährt, so daß von den beteiligten Grundbesitzern noch vier Zehntel der Kosten auszubringen sind.

Universitäts-Nachrichten.

., ~ Gesellschaft für Hochschulpädagogik. Man schreibt uns: Die stets ausgedehnter und nachdrücklicher auftretende Ueberzeugunq, daß das Wirken der akademischen Bildungsstätten m erster Lmie vom pädagogischen Gesichtspunkt aus zu be- und zu behandeln ist, hat zu dem gegenwärtigen Auf­schwünge derhochschulpädagogischen" Bewegunggeführt. Nachdem diese durch die Gründung derGesellschaft für H o ch s ch u l- L^aaogik^ und durch die Herausgabe ihrerMitteilungen für Hochschulpädagogik, von benen soebeii die dritte Nummer er- chemt, ihre Tätigkeit gefestigt hat, gibt sie weiteren Kreisen Ge- egenhelt, diese Tätigkeit persönlich kennen zu lernen. DieGesell­schaft wird ihre erste Jahresversammlung zu Berlin fllf ' und 8. Oktober abhalten und veranstaltet dabei außer der geschlossenen (Mitglieder-) Versammlung (Freitag, 7. Oktober, 8 Uhr abenbs) eine öffentliche Versammlung, die auch Nichtmügliedern frei zugänglich ist (Samstag, 8. Oktober, 10 Uhr vormittags in der Handelshochschule, Berlin 0.2, Spandauer Straße 1, Hörsaal 25) Nach einer das Wesen der hochschulpädaäogischen Bestrebungen überhaupt auselnandersetzenden Ansprache wird eine Reihe von Vortragen einzelne Probleme und Gebietsteile behandeln. Bisher sind folgende Vorträge angemeldet: Geheimer Regierunqsrat Pro­fessor Dr. Ernst B e r ii h e i m (Greisßwald)Das Persönliche im akademischen Unterricht": Dr. Theodor Sternberg (Berlin) Der Rechtsunterricht": Oberlehrer Dr. Paul Ssymank (Pofen) Zur Erforschung der studentischen Geschichte". Adresse des Ge­schäftsführers derGesellschaft für Hochschulpädagogik": Dr. Hans Schmidkiliiz (Berlin-Halensee).

R B. Darmstadt , 15. Sept. Vor dem Oberkriegs-- gerccht des 18. Armeekorps, das heute hier weilte, wurde in ter Berufungsinstanz gegen den vom Kriegsgericht der 25. Di- vrfron wegen Ungehorsams und Achtungsverletzung, sowie tätlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten vor ver­sammelter Mannschaft zu 2 Jahren 8 Monaten Gefängnis ver­urteilten Dragoner Haaf aus Dalau in Baden, vom Drag.-Reqt Nr. 23 verhandelt. Die Anklage betraf einen Auftritt, der sich uu Hofe der hiesigen Kaserne beim Pferdeputzen abgespielt hat Hans, .der als ein eigentümlicher, wenig umgänglicher und zur Widersetzlichkeit geneigter Mensch gilt, hatte dem dienstauftichts- fuhrenden Beamten durch lässiges Putzen Veranlassung zur Rüge gegeben, war dessen Befehl nur zögernd und unter Gemurmel nachgekommen, und die Sache endete damft, daß Haafs Putz- kartatsche nach dem einige Schritte davon abgewendet stehenden ^cgeanten flog, ohne ihn zu treffen. Gegenüber der Versicherung des Angettagten, dies sei unabsichtlich, zufällig geschehen, hatte das Krwgsgericht chn des absichtlichen Wurfes für schuldig er- <?s Berufungsgericht ließ sich heute nochmals an Ort und Stelle den Verlauf des Falles veranschaulichen, es kam zwar ii* ^Ebetracht des Charakters und der damaligen Erregung zur Ueberzeugung, daß nicht nur ein Versehen vorliege, Kett aber doch die Absicht, zu treffen, nicht für genügend erwiesen. Der Angeklagte wurde deshalb nur wegen Achtungsverletzung und Ungehorsams vor versammelter Mannschaft zit 1 Jahr 3 Mo­naten Gefängnis verurteilt.

* Ausführungsvorschriften zum Stellen- v e r m i t t l e r g e s e tz. Die letzte Nummer des Großh. Re- gierungsblattes enthält die hessischen Ausführungsvorschriften zum t e l l e n v e r m i t t l e r g e s e tz , das am 1. Oktober d. I. m Kraft tritt. Abgesehen von der Regelung der Zuständigkeiten der Behörden, die bei der Durchführung dieses Reichsgesetzes Mitzuwirkeii haben, sind für den Geschäftsbetrieb der gewerbs-i mäßigen )L>tellenvermittler wie auch für den Betrieb nichtgewerbs- maßiger Stellenvermittelungen, von dem Ministerium des Innern ausführliche Vorschriften erlaffen worden, die im wesentlichen mit Den für Preußen bereits erlassenen Ausführungsvorschriften ubcreinihmmen.

feTl'te sichsctt Donnerstab die Korpsschlächterei. Gestern traf bereits eine Herde Ochsen itrtb Schweine ein. Die Korps-i Manöver werden am y ton tag ben An- und Aufmarsch der Gegner bieten, zwischen denen die Höhen bes Vogelsbergs liegen. Der_ Zusammenstoß wird erst Dienstag etwa bei Alsfeld, Groß-Felda, Ulrichstein erfolgen.

Die hessische .Division hatte zwei anstrengende Tage. Bei Tagesgrauen brachen die roten Truppen (49. Brigade) ihre Biwaks um Weidenau, Hauswurz ab, Generalmajor bon Francois hatte die Führung übernommen. Die 50. Bri­ll ade befehligte wiederum Generalmajor Grumbkow. Auf den Höhen am östlichen Vogelsberg im nördlichen Kreise iLchlüchtern zwischen Flieden urü> Freiensteinau wurden die Kämpfe ausgefochten. Das 1. und 2. Bataillon der 168 er mar der 50. Brigade zugeteilt, ebenso die 6. und 7. Batterie der Fußartilterie Nr. 3. Sämtliche Fußtruppen bezogen Biwak, Artillerie und Dragoner kamen in enge Quartiere. Lamstag sammelt sich die gesamte hessische Division um Fulda, wohin auch sämtliche Stäbe kommen.

3um Branö des L. Z. 6.

Baden-Oos, 15. Dept. (Priv.-Telegr.) Von out unterrrchleter Seite wird uns zur Katastrophe des 3 6 folgendes mitgeteilt: Das Luftschiff stieg aftt Vormittag um 11 Uhr 17 Man. mtt zwölf Fahrgästen zur Fahrt nmfl Heilbronn auf, mußte aber nach kurzer Zeit zurück^ kehren, werl an der hinteren Gondel ein Motorschaden ««getreten war. Das Luftschiff landete glatt vor der Halle. Dre Monteure machten sich sofort an die Ausbesserung des Motorschadens; auch wurde die hintere Gondel mit Benzin geremrgt, welches in einem offenen Behälter mit Putzwolle sich befand. Berm Anlaufen des Motors schlnq eine Stich- lamme heraus und setzte die mit Benzin getränkte Oonbcl und den Behälter i n Brand/ Der Brand war beinahe erlöscht, als ein Arbeiter herbeisprana und den brennenden Benzinbehälter in die Höhe hob um

Gondel zu werfen Hierbei fing das £uft«< chissFeuer und war in wenigen Mnuten vernichtet Heute traten die Behörden und Direktor Colsmann ^ur Untersuchuny des Falles zusammen, die noch nicht ab* geschlossen i|t da die Hauptzeugen, die Räonkeure, im Kranrenhauseliegen.Oberbürgermeister Fieser-Laden-

In bei Aussprache befürwortet Kirchenrat Schlosser (Gießen), daß ben Armenbehörden ein gewisser Spielraum ge­lassen werde, ob sie die Unterstützungen zurückverlangen wollen oder nicht. Es gebe Fälle, in denen die Zurückverlangung der Unterstützungen zu großen Härten führen könne. Er habe einen Ucherstützungsbebürstigen kennen gelernt, dem es durch private Hilfe möglich war, seine Lebensversicherung weiter zu. , ---------, ___j~|W-

bezahlen. Als der Mann starb, nahm die Stadt der Frau anzergen gedeckt.

d a s g a u z e G e l d a b , weil der Marrn früher Unterstützung be- ** Ziehkinber. Hessen ist mit einem besonderen Gesetz aber kut« lange 3tt6re Me SeSnö» über die Ueberwachnng der sogen.Ziehkinder unter sechs

9fTTü-nrtannT«"tp4vr i ((~* \ ! fahren allen übrigen deutschen Staaten vorangegangen. Diese

bei nach SBfcgJito täS ßttg Uebei*«9 M im 1909 auf 2552 Kinder,

eines Soldaten, der Frau und Kinder hatte, Beschlag gefegt rooüon 516 etliche und 2036 uneheliche. Die weilten dieser werden umßte^ Als man sich deswegen an bas Regiment wandte, Fluder (323) sind in Offenbach untergebracht, dann folgt yteqimextt das anfangs gar nicht und schrieb zurück, Mainz mit 315, Darmstadt mit 207, Gießen mit 114 SÄtt'Xd «**.« w; Da hatte das Regiment wohl recht, nach dem Bürgerlichen Gesetz- Anzahl von Zlehkindern ist auch m Eberstadt (bei buch blieb aber dem Armenvorsteher nichts weiter übrig^ als sich Darmstadt) aufgenommen, nämlich 51.

anMi Wottlaut des Gesetzes zu halten und die Hälfte der 22 ** Unglaublich. Zugunsten des Wunderdoktors

^^06^ w. £rom?C300§in\2l^,»n,it9etciI/ roirb' an

u-ffiÄÄff'Ä t«le fällten. Die Urteile bieten ein vollständiges Kaleidoskop Sammlung für den verurteilten Heilkünstler veranstaltet, die Deshalb fei es notwendig im Interesse des Ansehens der Be^ einen Betrag von 800 Mk. ergeben hat. Die Erreauna die unb der Praxis, daß dme Frage gesetzlich geregelt werde, ivegen der Verurteilung des Heilkünstlers unter den Be-

dann vorhanden, wenn die Erstattungsvfticht gesetzlich feftgelegtIluan erzählt sich sogar, daß Austritte aus der Land es- wird. Eine verständige Verwaltung macht nicht von jedem Recht kirche in größerem Umfange bevorstehen. (!) Gebrauch, das sie besitzt. Es ist ja eben bie Kunst der Per- ** förhui 2 m Y

toaitun g, die Richtungslinien, die das praktische Leben zieht <R tu ^^age von

zu finben. 6 } ' Teubner in Leipzig und Berlin ist eine von Sani-i

Die Leitsätze wurden schließlich einstimmig angenommen Dcv-1^tSraJ- P^fesfor Dr. rned. F. A. Schmidt in Bonn mit war die Tagesordnung für heute erledigt. Morgen werden die herausgegebeneLchwunrnrettungstafel" erschienen, der m'-----r möglichst wette Verbreitung zu wünschen ist. Die in großem^

Druck gehaltene und schon in größerer Entfernung leser­liche Tafel ist besttmmt, in Bade- und Schwimmanstalten auch in Schulen, Seminaren, Kusernen u. bergt, angebracht zu werben, um die Kenntnis der ersten Hilfe bei solchen Unglücksfällen allgemein zu machen. Demi gehen durch keinerlei Art von Verunglückung so viel Menschenleben alljährlich zu Grunde wie durch Ertrinken im Wasser, so könnte in viel mehr Fällen, als es jetzt geschieht, Rettung eintreten, wäre die Kenntnis davon, wie man einen Ertrinkenden zu ergreifen, ans Land zu bringen und bei dem anscheinend Leblosen durch künsttiche Atmung die Wiederbelebung zu bewirken hat, mehr und allgemein verbreitet. Die Tafel gibt in großen klaren Abbildungen und knappem, aber klarem und die Hauptsachen erschöp­fendem Text eine für jedermann faßliche Anleitung zu allen Maßnahmen bei her Rettung Ertrinkender Ins­besondere ist auch eine neue Art der künstlichen Atmung beschrieben, die derart einfach ist, daß sie ohne weitere Vorübung von iebem auf Pas leichteste fofort angestellt

rm. Darmstadt, 14. Sept. Kr iegsgericht per 2 5. Division. Widerstand gegen Vorgesetzte und Be­harren im Ungehorsam fallen den Dragonern Emil Kaiser 2. aus Klein-Steinheim, sowie dem Joh. Maul aus Homburg v. d. H. vom Drag.-iRegt. Nr. 23 zur Last. Sie kamen am 20. August abends angetrunken aus der Kaserne und miß­handelten ein Hort herurnlanfendetz Pferb, sowie auch die Stallwache mit der Degenscheide. Einem herbeieilenden Unteroffizier gaben sie freche Antworten und beharrten im Ungehorsam vor versammelter Mannschaft, als er sie auf bie Wache bringen wollte. Kaiser erhält acht Monate Ge- fängnis, Maul frier Wochen strengen Arrest, sowie me Woche Hast. Diebstahl zum Nachteil eines Kam er ab en im Manöver hat Jac. Dinges aus 5?eppenheim begangen. Er ist schon vorbestraft und hat in Zelle, als er m Geldverlegenheit war, dem schlafenden Kollegen ben Brustbeutel mit Inhalt entwendet. Anfangs leugnete er, bis er nach einigen Tagen durch sein Gewiss, geplagt ein Geständnis machte. Er erhält drei Woch,

Sport.

Der ö st e r r. S ch i v e r b a n b hielt am 7. unb 8. Sep­tember m Salzburg seine 4. stark besuchte Vertreterversam mlunq ab, aut bet u. a. beschlossen würbe, bie Meisterschaft von Oester­reich tm Schilauf «ur 1911 in Mittenborf im steierischen ©ahfammer- gut am 4. unb 5. Februar zum Austrag zu bringen.

Unter zahlreicher Beteiligung ber interessierten Kreise aus dem Staats- und Konmiunalleben trat hier im Schützenhause ber Deutsche Verein für Armenpflege unb Wohltätigkeit zu seiner 30. Jahresversammlung zusammen. Die Stadt Königsberg hatte eine ganze Aiizahl Kommunalpolitiker entfanbt, an ihrer Spitze ben Oberbürgermeister Körte. Unter ben Anwefenben b-efanben süh ferner Konsistoriglpräsibent Dr. Köhler, Generalsuperintenbent Braun unb ©tabtrat Lubwig Wolff (Leipzig). Oberbürgermeister Körte hieß bie Erschienenen namens ber Stadt herzlich willkommen unb wünschte ben Verhanblungen einen gesegneten Erfolg, zum Nutzen bes Vereins unb zum Wohle bes gesamten Vaterlandes.

Nach ber Erstattung bes Geschäftsberichts würbe bas Bureau l

gebübet unb in bieses gewählt: <^tabtrat Wolff (Leipzig), Stadt-! <r\;r m v = ru ? -n k-

rat Münsterberg (Berlin), Stabtrat Rosenswck (Königsberg), ber nuni?cbr nnrae^r^uP blC

Direktor bes Hamburger Armenwesens Lohse (Hamburg) ynb ?e * u n g ber Gebühren

Magisttatsrat Schulz «Königsberg). werben S 2? S Stellenvermittler einseitig abgeanbert

Den ersten Vortrag hielt Stabtrat M ü n st er b e r g (Berlin) Fehorben cm Einfluß ans bie

über englisches Armcnwesen. Auch in Englarw zeige der c^lmibuis um L ^rn'r baß die Erteilung

bie Armenpflege noch viele Mißstanbe. Das Armenwesen drehe bem ^eTü r f n iT Stellenvermittlers von

sich bort wie bei uns um vier Zentralpimkte: Kinbheit, Gesund- ju b»n QanbpLpTThTrTfiebnrh!^C ^»hängig gemacht ist. Ferner heft, Alter, Arbeit. Auch in Englanb bestehe bas Problem, wie Urschriften^ÄS man bas öffentliche Wohltätigkeitswesen mit bem privaten in @?p^ e r b 9 bettiebene

Verbinbung bringen könne. Auch in England bringe ictzt berIbefon^e^rfA^ w ^M Erberen Betrieb

Gebanke burch, baß Erziehung und Schutz wichtiger sei als reine dem Ministernim hca. mir ^ofugniv ist von

Armenpflege. Dieser neue soziale Gebanke werbe sich auch bei märnaen Stellpunm-mit^ml^u uns immer mehr burchringen. Nach ber sozialen Seite und ober ^für die G e s r n b e

der Erkenntnis bes Zusammenhangs von Probuktion und moderner & di a n f to i r t f rfni f f = n pm^ r2 a

Entwicklung auf bem Arbeitsmarkte sinb wir jetzt im Fortschreften mftteln Kebrnnch Personen, ver-

begriffen unb bürfen uns freuen wie in bleiern Sinne eines I r ar x 11 gemacht. Die neuen Vorschriften fmbeii jeboch sozialen Fortschritts bet Armenvf'lege täglich neue Gebiete aus- Körpe^Un"^snrels^^ öffentlicher

gegriisen werden Wir in Deutschland find Enalaub in h^m Körperscyaften veispielsweilc von Gememben, Innungen^ unb o°r°L, daß wir d.e Arbeittr7enlcherunN°b-w Es Tft t blichen Mitteln

burch erreicht worben baß ein orn6pr 5"pif bprpr hip triitvr hin I stützt tverden. Auch hat sich zur Vcrmechung ungewollter öffentliche Armenpflege in Anspruch nahmen jetzt ein Reckt auf Ministerium bie Befteiung weiterer nicht getocr^)5^

uUt bT^Aen. XU & ÄTtIUn9m U°n beT Beobachtung ber Bor­ats gute Gesetze unb schlechte Verwaltungen umgekehrt schlechte $ 2fr bie omtkick^ n rr

Gesetze unb gute Verwaltungen sinb. röhrt mirh 5 SUfrprIafftgeT Quelle er-

An zweiter Stelle fvrack Stabtrat Rosen-stock Annina- cm. imrb tn ben nächsten Tagen auf Grunb amtlichen berg)übe^Er^ attun gm Unterst ützu n g en d uVchbke des Stellenvermittlergesetzes mit

Unterstützten unb ihre Angehörigen. Das natürliche GefühlHUb/u^ m bcr Buch­verlangt bie Erstattung ber Unkerstützungen burch ben Unter- des (^otzv. Staatsverlags erscheinen.

stützten, wenn er später dazu imstande ist. Auch wir, die wir L Hohe Einkommen. In Hessen werben 133 Ein- in ber Praxis ber Armenpflege stehen, vertreten ben gleichen tomnien von über 100 000 Mk. bis hinauf zuni höchsten Stanbpunkt. Wir brauchen gar nicht einmal an jene Fälle senken, Einkommen von 3 181 000 Mk. versteuert, wovon allerdinqS

tnnUf Person Mtiengesellschaft-n u. dgi.. ent.

teten nohnenbig würbe. Auch in jenen Fällen, in denen keinerlei ^en Einkommen tn ber Hohe von 50000 bis 100 000 Mk. Verschulben zur Hilfsbebürftigkeit führte, ist bie Erstattung ber werben 231 versteuert, worunter 29 juristische Personen. Unterstützung im allgemeinen burchaus zu erstreben. Es ist vom ** Zigarettenfabrikation in Hessen. Betriebe

sehr wichtig, baß berfemge, zur Herstellung von Zigaretten und Zigarettentabak gab es ist, daß er durch dkes/JuanÄch^e^a^ so eM-twngs! 7 unserem Großherzogtum im Jahre 1909 28. Diese Be- pflichtig wwb, wie wenn er eine private Seite in Anspruch ge= tnebe versteuerten 38 302 000 Zigaretten unb 4538 Kilogramm frommen hätte. Der Vortragende stellt folgende Leitsätze auf: Zigarettentabak. Steuerzeichen wurden verkauft im Werte von Es ist dringend erforderlich, daß die Fragx der Er- 105 811 Mk.

stattung von öffentlichen Unterstützungen durch den Unterstützten m

klar geregelt wird, wo bies bisher nicht der Fall war. Der a 11sche Markenhefte. Jetzt sollen end-

Unterstützte ist im allgemeinen für erstattungspflichtig zu er- im nächsten Monat die postalischen Markenhefte ausge- llären. Diejenigen Ausnahmefälle, in welchen bie Erftattungs- geben werben. Die Postverwattung hatte zuerst die Absicht

"f3 k- 'zwei Arten von Markenheften auszug^ben, die Marken zu

5 P f e n n i g und zu 10 P f e n n i g enthalten. Jedes dieser Hefte sollte eine Mark kosten und die entsprechende Zahl von Freimarken enthalten. Von dieser Absicht ist man zurückge­kommen. Es wird nur eine Sorte von Heften ausgegeben.

Diese enthält 12 Freimarken zu 10 Pfennig und 16 Frei­marken zu 5 Pfennig, so daß sich ber Verkaufspreis von 2 Mark ergibt. Die Reichspost wirb die Hefte ohne Zu­schlag verkaufen. Ein Teil der Kosten wird durch Geschäfts-

DieSchlacht" bei Merlau bildete die Fortsetzung des siegreichen Sturmes nach Stangenrod, nach dem der Gegner bis Merlau zurückging. Rot wurde von dem neuernannten Generalmajor Riedel, die Blauen von Oberst von Konta ge­führt^ Viele Eisenbergwerle um Mücke hatten den Betrieb eingestellt und die Arbeiter eilten aus den Kampfplatz. Der Korps komm andeur nahm auch an diesem Gefecht wieder teil Befonderes Interesse erregte die Tätigkeit der Tele- graphenabteitung, die innerhalb weniger Stunden bie tags Jkxik &n*cf)enben Biwals mit den Brigade- und Divisions- Mven verband Leitungen wurden hergestellt zwischen wunoerg, Mücke und Ruppertenrod Grünberg ist das Zen i i um Der Truppenv ersvrgung ber 21. Divi- jwn ,,u Mm großen Proviantamt unb der Feldbäckerei ge-

w esentlick ausgedehnt werden. Wetter pmd und Wege zu suchen, um die richtigen Schultern zu treffen, welche bie burck bie Verbesserung entftebenben Kosten zu tragen haben. Die Allgemeinheit ist möglichst zu entlasten.

Der Redner bezog sick insbesondere auf bie in geschickter Weise burchgeftihrte hygienische Verbesserung eines Elberfelder alten StabuZlsIsland", der in ber anschließenben Aussprache allgemeiner Beifall gezollt würbe, besonders von dem Geh. Bau­rat Stübbeu (KölnV Der Berliner Eharft^direktor Dr. Pütter bezeichnete es vor allem für notwendig, daß man die Keller­wohnungen beseitige.

In der heutigen zweiten Sitzung beschäftigte mau sich mit ber Frage einer besseren Ueberwachung bes Nah­rungsmittel-Verkehrs und nahm einen Bericht bes Geh. Megierungsrats Prof. Dr. König (Münster) über neue Er­fahrungen mit bcr Behanblung unb Beseitigung ber gewerblichen -Mlvvässcr entgegen.

3 Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit.

4- Königsberg i. Pr., 15. Sept.