Gerichrsfaal.
so das; er an den Folgen am
und
Automobil überfahren, Samstag gestorben ist.
** A u f freier Erfindung beruhen die durch Berliner M org e n b lä tte r verbreiteten Mitteilungen, daß der Zar mit Fa milie am 13. abends von Eydtkuhnen
Verini-chte-.
* Fürstliche K o st b a r k e i t e n. Ter kleine Schah von Verfielt besitzt eine Pfeife, die sein verstorbener Vater bei offiziellen Anlässen zu rauchen pflegte und die derart reich mit Brülanten, Rubinen und Smaragden besetzt ist, daß ihr Wert auf etwa 2j/2 Millionen Franks geschätzt wird. Sie übertrifft damit an Kostbarkeit noch weit seinen schönsten Ehrensäbel, der nur einen Wert von 200 000 Franks darstellt. Dagegen ist wohl der teuerste Säbel der Welt der des berühnkten Gackwar > Fürsten) von Baroda in Vorderindien, dessen Wert sich auf volle fünf Millionen Franks beläuft. Ein anderer indischer Fürst, der Maharadschah von Ghened besitzt einen Wagen, der vollständig aus reinem» Silber angefertigt ist, mit Ausnahme der .Handgriffe an den Kutschenschlägen, die von massivem $olbc sind. Demgegenüber erscheint es fast bescheiden, wenn sich der jetzt entthronte Sultan Abdul Asis von Marokko, der gegenwärtig Frankreichs Gastfreundschaft genießt, ein Pianoforte für 100000 Franks bestellte, das größtenteils aus echtem Sandelholz hergestellt, reich mit Perlmutter und Silber besetzt und mit echt goldenen Leuchtern und Seitenhaltern geziert war. Als das kostbare Instrument in Tanger ausgeladen wurde, wagte man nicht, es dem Rücken eines Kamels anzuvertrauen; es wurde deshalb in so viel einzelne Teile zerlegt, alü Träger zu seiner Beförderung erforderlich waren. Aber als es dann glücklich in Fez eintraf, hatte Abdul Asis nicht mehr nötig, es zusammenfetzen zu lassen, weil er .ausgehört hatte, Herrscher zu sein. Tie Lust am Klavierspielen wäre ihm wohl auch mittlerweile vergangen gewesen.
* Ein neuer Schnapslieserer. Bekanntlich wächst in Mexiko und den angrenzenden Gegenden die amcrUanifdje Agave, der vor der Blütezeit die Schastknospe ausgebrochen, wirb, woraus sich in bet Höhlung zwischen dem Blätterschopf geraume Zeit hindurch ein Saft sammelt, der gegoren als „Pnlque" eine Art Nationalgetränk der Mexikaner bildet. Wichtiger noch ist es, daß die Agavesasem ein wertvolles Material für Seilerwaren, Packtücher, Kaffeesäcke, Tcpvicke uird andere Geflechte liefern. Neuerdings hat sich herausgestellt, daß sich aus dem Rückstand der Blätter, die nach Ablösung des Faserstoffs früher rvcg- geworfen oder als minderwertiges Viehfutter nerwenbet wurden, Alkohol gewinnen läßt. Ta die Masse der zuckerhaltigen hene- auenbagasse, wie dieser Rückstand genannt wird, sehr beträchtlich ist, läßt sich der neuen Industrie eine große Ausdehnung geben. Tie von einem Großgrundbesitzer Vukatans, Moliua, eingerichtete vollständige Brennerei, die vor kurzem in Betrieb "gesetzt wurde, soll den Erwartungen völlig entsprochen haben, so daß die Einrichtung weiterer Brennereien und die Entwicklung eine« ganz gewinnreichen Industriezweiges bevorsteht.
* Ein geschüchtert. „Ah, das ist eine gute, fette Milch! Wo holen S' denn die?" — „Traben beim Bachholzerbauenr. Bei dem wohnt a Staatsanwalt in der Sommerfrisch'n!"
* Ein rücksichtsloser Kellner. Gast: „Gemeiner Kerl, der Jean, geftern abend habe ich in meinem Dusel nicht anschreiben lassen, sonder^'bar bezahlt, und jetzt will er das Geld nicht wieder herausgeh^n!"
kleine Tagec-rin-vuik.
Bei deiz sgi^chweihfestlichkeiten in G r i m l i n g h a u s e n wurde ein P^tz^i zjst, her zwei Leute, die auf einer Dampfsähre Re- HÄDerschüsse abfeuerten, verhaften wollte, von diesen durch
Wandern und Reisen.
** V. h. E. Eine überaus genußreiche Wanderung (5. Vereinswanderung 1910 11* 1 unternahmen am Sonntag, unterstützt vom herrlichsten Wanderwetter, rund 40 Mitglieder des Vogelsberger höhen-Elubs, Zweigverein Gießen. Von Caldern begann zunächst der Aufstieg auf den etwa 500 Meter hohen Rimberg, der in etwa einer Stunde erklommen wurde. Leider war die । Fernsicht durch den herrschenden Frühnebel sehr beeinträchtigt, doch bot gerade die nähere Umgebung des Berges, namentlich die benachbarten Hinterländer Berge und die in den Tälern liegenden Dörfer und Gehöfte, sowi? das liebliche Lahntal einen reizvollen Anblick. Nach eingenommener Erfrischung ging eS wieder bergab und zwar auf sehr mäßig markierten Wegen über den in anmutiger Waldlandschaft liegenden KarlShof, einer ehemaligen Försterei, die leider dem Verfall entgcgengeht. Nach Ueberschreiten eines Höhenrückens erreichte man Elmshausen, wo die Wanderer Gelegenheit hatten, die Dorfbewohner in ihren eigenartigen malerischen Trachten beim Kirchgang zu bewundern. Auf guter Landstraße ging es weiter nach Buchenau, wo Frühstücksrast gemacht wurde. Abwechselnd durch schönen Laubwald und über blumige Wiesen ging cöi hierauf vorüber an dem in stiller Wald- cinfamleit liegenden Oertchen Katzenbach, von wo ans man noch einen hübschen Rückblick auf den in der Ferne grüßenden Rimberg genau, dem Endziele Biedenkopf, der Perle des Hinterlandes, zu. Auch dem Schloßberge mit seinem noch gut erhaltenen Schlosse würbe ein Besuch abgestattet. Nach einigen Stunden würbe die Heimfahrt angetreten.
I Ziegelmeister, Finthen: 2. PH. Bost, Polizeidiener, Pfeddersheim; 3. Jak. Eller, Küfer, Ober-Ingelheim.
— Gau-Obernheim, 15. Aug. Straßenraub. Gestern abend wurde auf der Landstraße Köngernheim— Framersheim der Knecht Heinr. Busch von hier von drei nu- I bekannten Männern überfallen und feiner Börse mit 45 Mk. I Inhalt beraubt. Als er sich zur Wehre setzte, wurde er mißhandelt. In den Straßenräubern vermutet man drei Handwerksburschen.
; [] Marburg, 15. Aug. Der in Berlin verstorbene
Patentanwalt und Zivilingenieur Geh. KommissionSrat Friedrich Karl Glaser wurde heute in feiner Familiengruft au: dem hiesigen Friedhöfe beigesetzt. Der Verblichene zeichnete stch im Feldzuge gegen Frankreich als Chef-Ingenieur der Eisenbahn-Abteilung der Maas-Armee in hervorragender Weise aus.
x Gladenbach, 15. Aug. Die heute hier ab» !gehaltene Tierschau der Herdbuch-Gesellschaft für das Vogelsberger Rind lieferte den Beweis, daß auch im südlichen Teile des Kreises Biedenkopf die Viehzucht in hoher Blüte steht. An Aufzuchtprämien gelangten insgesamt 1500 Mk. zur Verteilung.
X. Hanau, 15. August. Das dritte Eiscnbahuregi- inent, das am 1. Oktober d. I. von Berlin nach Hanau verlegt wird, und bisher ohne Regimentsmusik war, erhält am 1. April u. I. nun eine eigene, 26 Mann starke R e g i m e n t s k a p e l l e.
Sport.
Radfahren. Das vorn Gau IXa Lahn-Sieg des Deutschen Radfahrer-Bundes veranstaltete 100 Kilometer Mannschaftsfahren über das wir schon berichteten, hatte folgendes Ergebnis: 1. Preis Radfahrerverein 1885 Gießen, 3 Std. 26 Min. (Fahrer: Unverzagt, Kronenberg, Maurer und Boller.) 2. Preis Rad-Club Germania" Gießen, 3 Std. 26 Min. 21 Sek. (Muhl, Linker, Reich, Lauer und Eberle.) 3. Preis Radfahrverein Marburg von 1891, 3 Std. 27 Min. 43 Sek. (Wernik, Aumüller, Rösser und Müller.) Aufgegeben Radfahrverein Kirchhain von 1904. Der Rad-Club „Germania" Gießen kam dadurch zurück, daß der Führer den Fehler beging, auf die Ersatzleute, die das Tempo nicht recht halten konnten, zu warten. Er wurde mit 21 Sekunden geschlagen. Tie Auszeichnungen bestehen ans wertvollen Ehrenpreisen und für die Fahrer aus silbernen Medaillen.
13. Aug. Die Erziekierin E. D.
Feier des .jO. Stiftungsfestes im nächsten Fabre wirb bas Der» bandsrest des Hesiisch-Nasfauiscl-en 'Main-Rheingau- Verbandes verbunden sein.
nach Darmstadt abgereist lei.. Wir können auf Grund unzweifelhafter Nachrichten mitteileu, daß die Ankunft des Zarenpaares weder in Friedberg noch in Wolfsgarten vor dem 24. d. Mts. erwartet wird.
*• Von der Kleebachtal-Bahn. Die Frage der schon viel besprochenen Kleebachtal-Bahn scheint wieder in greifbare Nähe zu treten, nachdem sie seither scheinbar verschwunden war. Erfreulich ist die Tatsache, daß die führenden Persönlichleiten im stillen wirksam weitergearbeitet haben, so daß die Hoffnung nicht unberechtigt erscheint, daß doch einmal Ernst gemacht werden wird. Vorläufig ist es noch fraglich, ob Gießen oder Dutenhofen der Ausgangspunkt der Bahn wird
** Die vorn Männer-Turnverein Gießen am' Samstag im Philofophenwald veranstaltete Abendimterhaltung war sehr zahlreich besucht. Nach der Begrüßung durch den ersten Sprecher, Rechtsanwalt K. Kaufmann, würdigte der zweite Sprecher, Kaufmann K. Schwarz, in längerer Rede die außer- ordeullicheii Erfolge der Turner und Fechter auf dem Mittel- rheinischen Kreisturnfest in Kreuznach. Er gedachte zunächst der Vereinsriege am Reck, die, trotzdem sie im strömenden Regen turnen mußte, in ihrer Stärkeklafse mit 49 Punkten in den zweiten Rang kam; er dankte den ausübenden Turnern, die im abgelaufenen Jahre durch das hiesige und die auswärtigen Feste sehr in Anspruch genommen waren. Die noch nicht lange bestehende Fechterriege habe über Erwarten gut abgeschnitten, ba I fie mit 531 _> Punkten in den ersten Rang kam und damit an erste stelle unter den Fechterriegen. Beim Dreikampf habe unser Turner Heinrich Möller als alt einiger unter sämtlichen mit-1 turnenden Gauangehörigen einen Preis, beit 19., mit 48 Punkten erhalten, während fast 7/s aller Dreikämpfer durchgefallen seien. Dies sei ein ebenso großer Erfolg wieder des ersten Sprechers beim Einzelfechleu, der als einziger Sieger unter neun mit-1 fechtenden Gamnitgliedern Preise errungen habe: unb zwar in I loser Stellung ben 10. mit 45\6, in fester Stellung den 15. mit 46-/,; Punkten. Der Redner sagte alsdann den unterlegenen drei Turnern beim Sechs kämpf Dank, die sich vielleicht dadurch getrottet iüblen könnten, baß nahezu 2 t ber Angetretenen nicht Itt-rausgekommen seien. Er betonte dann, baß er sich über die Erringung des ersten Preises durch einen Gießener Turner,
L. B e p l c r T.-B., freue, was im Verlauf des Abends noch Mehrfach zum Ausdruck kam. Am Festabend führte der Verein seine selbstgewählte Freiübungsgruppe 'Stützhanteln- in der Festhalle vor und errang nicht nur sehr starken Beifall, sondern auch 26 Punkte von 30 erreichbaren). Der Redner erwähnte dann noch, daß beim Festessen der Trinkspruch auf die Damen nicht von „Professor Milan" .wie es in der gesamten Presse hieß, sondern durch den Vorsitzenden des M.-T.-V. Gießen gesprochen sei. Er er- Wähnte noch den Erfolg des Mitgliedes Karl Müller aus dem Spicherer Bergfest und schloß mit einem „Gut Heil" auf die Sieger. In deren Namen dankte der erste Sprecher: er schilderte bann den Verlauf des Kreuznacher Festes unb gab verschiedene humoristische Stückchen zum besten. Er erwähnte die freundliche Aufnahme der beiden Gießener Turnvereine und dankte den beiden TurnWarten für ihre mühevolle Arbeit. Der erste lurnwart, Kaufmann W. Weis, sprach auf die ausübenden Turner. In fröhlichster Stimmung verlief bei gemeinschaftlichen Liedern der Abend, der seinen Schluß in einem Tanz der jüngeren Teilnehmer fand.
** Der .Gabelsberger Stenograp hen-Ve rein feierte am Samstag unb Sonntag sein 49. Stiftungsfest durch einen Kommers und einen Ausflug nach Kloster Arnsburg. Beide Veranstaltungen hatten sich eines sehr guten Besuches zu er* freuen. Nach dem von dem Vorsitzenden gegebenen kurzen Bericht über öi: Tätigkeit in Bund, Verband, Bezirk und Verein ist im abgciau-eiieii Vereinsjahre fleißig unb mit ben schönsten Erfolgen gearbeitet worben. Mit besonderer Befriedigung konnte er hervorheben, daß durch die vor einigen Wochen in Berlin ab= gehaltene Vorberatung von Regiernngsvertretern der (Vieb.uitc tut schiffitng einer beut) chc n E inheits-S teno g r a Ph i e wieber cni gut Stück weiter gefördert sei, so daß man die schon ! gciahrbct geglaubte Einheit auf stenographischem Kebiete-, wennI auch noch nid,1 in Kurze, so aber doch in absehbarer Zeit er-11 warten Jdnne. Ter Verein zahlt jeßt 273 Mitglieder. Mit bet':
sc. Wiesbaden aus Hallenberg wurde
groß und mächtig geword-cn: schwer läßt sich ein besserer, ein an Inhalt reicherer Wunsch am Thron des Achtzigjährigen zu solchem Tage niederlegen, als daß der Einklang dieser beiden dynastischen Sinnspruche auch fernerhin Lester reich-Unaarns und Deutschlands Geschicke beherrschen möge. Sofern die beiden Kaiserreiche auch in Zukunft jedes dem anderen geben, was des anderen ist, und mit vereinten Kräften auftreten, sobald feindliches Gelüst ihren Interessenbereich bedrohen, dann ist nach menschlicher Berechnung der, Friede Europas gesichert, und mit dem Frieden die Blüte und die Wohlfahrt ber Völler von der Nordsee bis zur Adria. Und noch ein anderes Wort ruft uns den Tag in Erinnerung, da Kaiser Franz Josef nach 62jähriger Regierung sich anschickt, die Schwelle des neunten Lebensjahrzehnts zu überschreiten, das Wort, das Bismarck einst auf Kaiser Wilhelm I. amvandte: Quis tot sustinuit, gnis tanta Perieula svlns.' Tic Geschichte kennt kaum einen Monarchen, der solches durchgemacht, der unter so wechselvollen Fährnissen standhaft blieb und sich nicht beugen ließ Der Blick schweift zurück auf die stürmischen Rcvolutionstage von 1848, da die Abdankung Kaiser Ferdinands den kaum dem
LufLschiffahri.
^Die Entwickelung der Hohentekords im Flugapparat.
Der jüngste Höhenrekvrd von 2050 Meter, den der amerikanische Millionär und Flugkünstler Trerel bei dem Wettbewerb in Lanark erreichte, ist, gemessen an den bisherigen Flugleistungen, ein ganz ungewöhnlicher Re- tnn mx nDr^ nso lange her, daß ein Flug von juo Metern schon eine bedeutende Leistung darstellte Den ersten Hohenrekord erreichte nämlich Wi'lvur Wright am 18. Dezember 1908 in Auvours, indem er an diesem -tage eine Höhe von 115 Meter erflog. Der erste Höhen- rekord mit dieser verhältnismäßig geringen Leistung ist alfo noch nicht 2 Jahre alt. Nun wurde dieser Rekord Est-'ere Monate lang nicht geschlagen. Erst am 18. Juli IJbJ gelang es dem bekannten Flugkünstler Paul hau, diesen Reiord zu schlagen, indem er am 18. Juli 1909 in -touai eine Höpe von L)0 Meter mit seinem Flugapparat erreichte. Gerade 3 Monate später wurde dieser Rekord von dem Grafen Lambcrg auf seinem Wrightapparat verdoppelt, mit dem er am 18. Oktober 1909 'seinen berühmten Flug um den Eiffelturm ausführte und dabei eine Hohe von 300 Meter erreichte. Am 19. November 1909 ich lug Paulhan , der den Rekord von 150 Meter aufgestellt hatte, den Rekord des Grafen Lamberg um weitere 100 Meter, indem er in Bouh 400 Meter hoch flog. Ani selben Tage stellte am gleichen £rt der Flugkünstler La- tham, der auch in Berlin bekannt ist, einen Rekord von 425 Meter auf. Er schlug selbst einige Tage später diesen Rekord um 50 Meter, indem er 475 Meter hoch flog Nachdem Latham diese beiden Rekords aufgestellt hatte, bemühte er sich, der Welt zu zeigen, was man mit dem Flugapparat leisten könne. Er flog in derselben Stadt am 7. Januar 1910 auf und hatte dabei die Msicht, zum ersten Mal eine Höhe von 1000 Meter zu erfliegen. Er führte seine Absicht auch aus und stellte einen Weltrekord öon 1000 Meter auf. Genau 6 Monate später flog er sogar 1400 Meter hoch, während der Flugwoche in Reims. Am 30. Juli 1910 wurde auch dieser Relorö gedrückt u. zwar durch Olieslag er, der in Stöckel 1500 Meter hoch. flog. Die nächsten Etappen sind Höhenflüge von 1700 Meter, die gleichfalls in Stöckel von Tyck am i. August 1910 zweimal geleistet wurden und ein Höhenflug von 1800 Meter, die Ehavez am 3. August 1910 in Blackpool erreichte. Nun war ein Flug von 2000 Meter Höhe das nächste Ziel, das, wie schon erwähnt, Drexel am 11. August erreichte und sogar noch um 50 Meter übertraf.
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Amiens, 15. Aug. Bei herrlichem Wetter sind heute früh m D o u ai'bie Flieger Audrun, Leblanc und Legagneux 5u der Fahrt nach Amiens aufgeftiegen. Leblanc landete nach einer Fahrt von einer Stunde und 11 Minuten, Aubrun nach einer Fahrt von einer Stunde 28 Minuten wohlbehalten unter dem Jubel der Menge auf dem Flugplätze Amiens.
,e. Wiesbaden, 13. Aug. Wegen sittlicher Verfehlungen, begangen an minderjährigen Schulmädchen, wurde der noch nicht vorbestrafte, am 30. November 1863 geborene Schuhmacker und ^andwcrt x>. aus Niederstüters zu 1 Jahr Gefängnis und -Ibmcnnung der bürgerlichen Ehrenrechte für die Teuer von a Jahren verurteilt. L. bestritt bis zuletzt jegliche Schuld.
, rpS.i S, i5. Aug. st. Hastpslichtderelcktrischen -0 a h n. Ecne Frau, die aus einem Wagen ber Straßenbahn geilten war, um in eine andere Linie u m zusteig c n , siel als sie bereits auf der Straße gestanden hatte, unb der Wagen schon weitergefahren war, in einen Kabelgraben und zog sich Per' letzungen zu. Das Reich s gerich t nahm eine Haftung aus 1 des vaftpflichtgesetzes an, da die Frau nicht aus dem Wagen ttreg um auszusteigen, sondern nur. um in eine andere Linie umzusteigen, har das Reichsgericht angenommen, daß die bis zur llmsteigestelle zurnckzulegende Strecke, ohne die der Umsteigevcrkehr Nicht mogliü) tft, noch in den OkmhrcnbcrcTd) des Bahnbetriebes 'alle, ^ouach wurde die Hast n n g der B a h n festgestellt.
L a u b a ck), 15. August. Gestern nachmittag hielt der Zwcigvcrein des cv angel. Bundes sein' Jahresversammlung bei starker Betcickgung auf dem R merberg ab. sprachen als Redner Missionar Gsell ans Frankfurt a. M. über die Neger unserer Kolonien. Lehrer Tollinger aus ^ber-Glcen verbreitete sich über bi2 Kirche und unsere Fugend unb Pfarrer Schlosser aus Rodheim sprach über die Jugendarbeit in England. Dec Posaunenchor aus Wet- terseld verschönte die Feier durch Vorträge religiöser Lieder.
L. Friedberg, 15. Aug. Da vom Großh. Schlosse aus nur eine Fernsprechverbindung nach dem Postamte her- gestellt war, so hat man heute fünf weitere angelegt. —. Während der Anwesenheit des .jarcnpaarcs fallt der G o t t e s d i e n st in der B u r g t i r ch c aus.
rm. Darmstadt, 15. Ving. Am Freitag wurde der Landwirt und Kaufmann Ehr. Kern II. aus Dietzenbach bei Langen auf der Landstraße in der Nähe seines Heimatdorfes, als er auf bas Feld fahren wollte, von einem
Knabenalter Entwachsenen auf einen ber mächtigsten Throne berief; auf Magenta und Solfermo, den Verlust ber Lom- “
barbei unb Venetiens: auf bie ruhmreichen Waffentaten I ' C L, orli Verunglück en begegneten
bei Custozza, ben Seesieg Tegethofss bei Lissa; auf König- l -uitomobile der Didier-Fahrradwerke, als er an dem grätz, bcn Frieden von Prag unb ben Abschluß des Dreibund- ersten vorbei war, ivotlte er dem Staub ausweichen und fuhr Vertrages; auf bcn tragischen Tod des Kronprinzen O?uboff I ^nfcijcinenb mehr nach der Mitte der Straße, da er nicht und die Ermordung der Kaiserin Elisabeth; auf die Annexion 'visscu konnte, daß noch ein ziveites Auto folgte. Tiefes Bosniens und der Herzegowina und endlich auf jene August- zweite ?luto, von dem Chauffeur Karl Oehler gelenkt, sah tage des Jahres 1908 in Ischl, wo der Kaiser die Versuche jedenfalls durch ben Staub auch nichts und überfuhr den Komg Eduarbs auf Lostrennung von bem bentschen Biinb- ahnungslosen Kern, der cme auou unb brei Kinder auch das deutsche Volk mit den deutschen Fürsten und bringt D, wngciicaten Ermittelungen schcmt den
seiner ausrechtcn Persönlichkeit, seinem wettererprobten l^hollsteur die schuld zu treuen, da er trotz der -staub- Charalter und nicht zuletzt feiner schlichten Menschlichkeit I utwickelung des ersten i)llitos, die den Ueberblick über von Herzen lommende Huldigungen dar. die Fahrbahn unmöglich machte, in starkem Tempo fuhr
---------"""----------■-----' ------- ;= Mein Signal gab. Oehler wurde vorerst auf freiem Fuß Ans Staöt und Land. belassen.
Gießen, 16. August 1910. I — Mainz, 15. Aug. Heute morgen fand auf dem
** Bestätigung. Der Großherzog hat die durch bie ®r°Bcn Sande die Vorparade zur Truppenschau statt, bei Stadtverordnetenversammlung vollzogene Wiederwahl des ^r alle beteiligten Regimenter vertreten waren. Von den Kommerzienrats Ludwig Georgi in Gießen zum un-1auswärtigen Truppen, die erst morgen früh hier eintreffen, besoldeten Beigeordneten ber Provin'ialhauptstabt Gießen waren nur die Flügel Unteroffiziere anwesend.
bestätigt. - I d. Mainz, 16. Aug. Die Wahl für den Ausschuß
** Versetzungen. Der Großherzog hat den Ober-1 u d esv c rsich er un g s a nstal t sand am Samstag
lehrer um Wolsgang-Crnst-Gymnasium zu Büdingen Dr. vormittag unter dem Vorsitz des Regierungsrates Krug von Nidda Otto Sch Midi gen zum Oberlehrer am Realgymnasium I Yn t sgebä u d e )tntt. Es wurden gewählt: Arbeitgeber: z,u Mainz und den cvanaclifchen Pfarrer Arichrirfi I Kneghoif, Kausmlann, Worms; ... ^oh. Baptist Tuleius, t&aaLa. »
SandcszuchthaUS -Carlen chloß ernannt. 2. Adam Schott I., Landwirt u. Beigeordneter, Essenheim; 3. Reinh.
Aus dem Mtlitarwochenblatt. H a a s e, Scheurich, Möbelfabrikant, Alzey. II. Ersatzmänner: 1 Ernst Lt- tm ^nf.-Regt. Hessen Homburg Nr. 166, auf fein Gesuch Finger, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter, Pfeddersheim; ausgcschiedcn und zu den Res.-Offizieren des genannten >2. Alois Richardt, Fabrikant, Hechtsheim: 3. Ph. Merkel, Fabri- Regts. ubergeführt. kant, Talsheim. Arbeitnehmer: 1. An ton Sander III., Winzer,
•* Unser R egiment reifte heute nacht um 2 27 Uhr Agstein; 2. Jak. Weis, Polizeidiener, Hohen-Sülzen: 3. Jak. -ur Kaifervarade nndi Main- ^^tz, Gemecndeernnehmer, Framersheim. I. Ersatzmänner: 1.
,ur 3ta ijerparaoe nact) JJCamö. ILorenz Weis, Werkmeister, Worms: 2. Joh. Krehbühl, Wasser-
meister, Bretzenheim. 3. Karl Jak. Beutel, OrtskrankenkafsDn- rechner, Oppenheim. II. Ersatzmänner: 1. Ludw. Tremmel,
„ ------_ wegen versuchten Vergehens gegen das
reimende Leben zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt, aber zur bedingten Begnadigung empfohlen. Tic Angenagte war völlig geständig.


