Der heiße voven in Mazedonien.
deren
Lehrerinnen Morell
Beaufsichtigung wechselweise von den und Tccker übcrnoinmen isl, sind von
C'iu israelitischer Sorrderfriedhof?
Zu be£ in der letzten Stadtverordnetenversammlung
Aus Stadt uhO* Land.
Gießen. 16. "August 1910.
Unwetter.
Gießen, 16. August.
Ein heftiges Gewitter zog gestern abend nm 7!/2 Uhr aus dem Lahntal herauf über unsere Stadt. Tie dicht aufeinander wlgendcn flarken Blitzschläge, die manchmal non außerordentlicher Helligkeit und Schönheit waren, haben hier, soweit uns bis jetzt bekannt geworden ist, nirgends einen nennenswerten Schaden angerichtet. Durch die Regengüsse wurde allerdings wieder mancher Schaden angerichtet, namentlich die Erntcarbeiten sollen durch sie wieder um einige Tage verzögert werden. In der Nähe hat der Blitz allerdings einigemal gezündet. Bisher sind uns folgende Nachrichten zugegangen:
X Lich, 16. Aug. Gestern abend zog ein schweres Gewitter über unsere Gegend. In Nieder-Bessingen schlug der Blitz in ein Wohnhaus und z ü n d e t e. Das Gebäude, das der Gemeinde gehört, ist v o l l st ä n d i g niedergebrannt.
b. Nieder-Bessingen, 16. Aug. Gestern abend gegen 8 Uhr schlug bei einem furchtbaren Gewitter ein Blitz in die vor acht Jahren erbaute Scheilne der Georg Stein Witwe und zündete. Die Scheune stand abgesondert und brannte in kurzer Beit v o l l st ä n d i g nieder. Das Vieh wurde gerettet. Andere Gebäude wurden nicht beschädigt.
Kinzenbach, 16. Aug. Das gestrige Unwetter, welches gegen V28 Uhr abends aus dem Lahntal heranrückte, ist auch hier nicht ohne Wirkung vorübergegangen. Das Haus der Witwe Stroh wurde vom Blitz getroffen, der aber glücklicherweise nur geringen schaden anrichtete.
Die Gießener Ferienkolonie wird in diesem in Homberg a. d. Ohm errichtet werden.
Nachdem der Kaiser die Truppen begrüßt hatte, fand das Exerzieren des Hess. Dragonerregiments statt, an das l'td) o?s Gefecht an schloß. An dem Gefecht beteiligten sich bte 4i. Brigade (Inf.-Regt. 80 und 81 >, ein Bataillon des JUfanterie-Regiments 88, vier Schwadronen des Dragoner- Regiments 6 und eine Abteilung des Feldartillerie-Regi- ments 27.
abteilung richtet sich auf Veranlassung von Mael Aknin auf, um die B^e n i M e s k i n e s und die S t ü m m e der süd - en ^chanja an zu greis en. Aus diesem Anlaß lind die französischen Posten in Ben Ahmeld-Chabai Settat verparkt nnd mit Artillerie versehen worden, um einem eventuellen Angriff begegnen zu tonnen.
Wie der „Petit Parisien" meldet, wird der Minister der öffentlichen Arbeiten Millerand, seinen Aufent- halt in der Schweiz dazu benutzen, um mit den Bundesbehörden verschiedene Fragen zu besprechen, die das Inkrafttreten ^der Konventionen über die Zufahrtsstraßen zum Simplon betreffen. Außerdem soll die geplante
von dem Schularzt zu dieser Sommerfrische ausgesucht lvorden.
lo. La ubach i. Oberh., 14. Ang. Die am Samstag nach langem Leiden verschiedene verwitwete Gräfin Marianne zu Solms-Laubach stand im 73. Lebensjahre und war die Gemahlin des im Jahre 1900 verdorbenen hochverdienten Wohltäters der Stadt Laubach und Gründers des hiesigen Gymnasiums Fridericianum des Grafen Friedrich zu Solms- Lanbach und Großmutter des jetzigen Inhabers der Standes- herrschaft, des Grafen Georg Friedrich. Die Verblichene mar älteste Kind des Grasen Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode. Im Jahre 1859 reichte sie dem damaligen Erbgrafen Friedrich zu Solms-Lcnibach die Hand fürs Leben. Seit dem Tode ihres Gemahls wohnte sie in stiller Zurückgezogenheit auf dem Schlosse Arnsburg bei Lich. Gräfin Marianne war die Tante unserer Großherzogin.
Kostheim, 15. Aug. Tas achtjährige Töchterchen des Ar-« beiters Joh. Gasser, das bei seiner in Mainz Kastel verheirateten Schwester zu Besuch weilte und an einer Schis ft-schau kcl- stand, erhielt, als es sich zu nah heranwagte, von einer in Bewegung befindlichen Schaukel einen Stoß ins Gesicht und stürzte, mit dem ne inen Kinde seiner Schwester auf dem Arm, bewußtlos zu Boden. Tas Gesicht war durch den Stoß vollständig 1‘,° 11 / k s ch t. Außerdem , erlitt das Mädchen einen schweren ^chädelbruch. DaS 2^4 jährige Kind kam mit einer .Hautabschürfung davon. Tas Mädchen, das ins Rochushospital gebracht und sofort operiert wurde, ist derart verletzt, daß an seineut Aufkommen gezweifelt wird. Nach der Angabe von Zuschauern, soll die Absperrungskette an der Schiffsschaukel nicht geschlossen gewesen sein.
Fra n i tu rt a. M., 15. ?lug. Bei einem Handgemenge aiu einem sechs Meter hohen Gerüst int großen Saale der Frankfurt-Loge in der Eschersheimer Landstraße stürzten beute narf^ mittag der 46 Jahre alte Lohmann und der 36 jährige G i e sch, beide $)on hier, ab und erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Sie mußten sofort ins SrianlenOanö überführt werden, wo^ sie bald darauf starben.
Kassel, 15. Aug. (Priv.-Tel.) Tie Lokomotivsabrik H e u ! chel u. S o h u feierte heute das Fest ihres hundert- I u h r t g e n - Bestehens und gleichzeitig das der Fertigstellmrg der 10000. Lokomotive. Als Vertreter des Kaisers war anwesend Generaladjutant L'oerst v. Plesscu. Tie Firma stiftete 100000 Mart für .d.en Eisenbahnertöchterhort, 100000 Mark für den Vaterländischen Frauenverein und 200 000 Mark für Geschenke an Beamte und Arbeiter des Werkes, 300 000 Mark für die Invaliden-, Witwen- und Waisenkajsc des Werkes, 250 000 Mark der Stadt Kassel ziir Errichtung eines Schwimmbades und 30 000 Mark für wohltätige Zwecke. Tem Mitinhaber Kommerzienrat Karl Henschel wurde der Titel „Geheimer Kommerzienratt verliehendie T e ch n i s ch e H o ch s ch ti l e T a r m st a d t verlieh Karl Hensckwl die Würde eines T o e t o r s Ingen.
Vmnitcbfres.
— Zeppelinsche N o r d p o l ex P e d it i o n. Der Dampfer „Mainz" ist mit der Zeppelinschen Expedition att Bord am Montag in H a m m erfe st eiitgetroffen. Die Expeditton ist bei günsttgem Wetter ncrlaiifcn Es wurde ein Ausstieg mit Fesselballons vorgenommen und dabei Stellen gefunden, die als Misgangspunkte für Ausstiege dienen können. Der deutsche Konsul wurde heute zum Frühstück beim Prinzen Heinrich eingeladen. — Vom Ge-
mtstwer ^.checn sich immer vervollkommnen' Dies ist der teuerste den Frankreich hegt. Es gereicht mir zur Freude, daß meme drifte.) enbeit in Ihrer Mitte es mir ermöglicht. Ihnen 111 OT^uudschaft zum Ausdruck zu bringen. Ich erhebe mein Gla-, zu Ehren des Präsidenten der schweizerischen Eidgenossenschaft !mTtrCl!lc ^^fundheit und sein Wohlergehen, ich trinke aur die Wohlfahrt, das (Gedeihen und die Größe der tapferen Republik, deren dankbarer Gast ich bin!
daß es an besserer Verpflegung mangelte und besonders kein Wasser aufzutreiben war; man saugte daher den Tau üon. Blättern, um den größten Durst einigermaßen zu stillen. Gegen Morgen wurde es auf gegnerischer Seite schon früh lebendig, so daß die Brigade in Gefechtsbereitschaft trat. Es tarn hier aber nicht mehr zum Kampfe; der Feind hatte das Schlachtfeld geräumt, und erst am 18. August konnte das Regiment größere Lorbeeren ernten.
Die A usschlagsziffec für die hessischen G e nt e i n d eu m la g e n für daS Jahr 1910 betrug in einer Gemeinde im Kreise BenZheim als höchste über 280 Proz., in zwei Gemeinden im Kreise Gießen und Friedberg 240 Pro;. 34 Gemeinden in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen zahlen über 200 Proz. In Rheinhessen betragen die höchiten Zuschläge in sieben Gemeinden über 140 Proz., in zw-st Gemeinden 160 bis 200 Proz. 36 Gemeinden zahlen unter 50 Proz. und von Gemeindesteuer frei sind die Gemeinden Blofeld, Ettingshausen und Fischbach in Oberhessen.
Erledigte Lehrer stelle. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle, an der Gemeindeschule zu. Zell, Kreis Alsfeld, ist erledigt.
** Die Herstellung und Besteuerung von Zigaretten und Zigarettenta baten im Großherzogtum Hessen betrug noch der amtlichen Statistik i. I. 1909 in 28 Betrieben 38 302 000 Zigaretten. Zigarettentabal wurde in der gleichen Zeit versteuert 4538 kg. 111 000» Zigarettenhüllen wurden versteuert. Aus dem Zollausland wurden eingeführt und versteuert 184 000 Zigaretten, 19 kg Zigarettentabak. 12 000 Hüllen Steuerzeichen wurden verkauft für 9)tf. 105 809.
Eine Waschanstalt auf genossenschaftlicher Grund- läge zu errichten planen unsere Gastwirte. Beratungen haben bereits stattgefunden, ein endgültiger Beschluß ist aber bis zum Spätherbst vertagt worden.
®treirDrecöfr djQraf= frteb^ofä auch für Jsracliicil zustande gekommen sei Es wieder micnarthrhe Rewk»,s-I ----s.----- <■. 1 15 Mädchen,
Die ttaiserparade in Mainz.
’ M ainz, 16. Aug. (Privattetegrammri Der Groß- h erzog, und die G r o ß h e r z o g i u , deren Ankunft auf *' uhr festgesetzt war, trafen gestern abend wegen des heftigen Gewitters erst um 7.20 Uhr aus Wolfsgarten lom- mend iin Kraftwagen hier ein. Sie wurden in der Vorhalle des Schlosses von dem Provinzialdirektor Dr Br ei- d e r t und Oberbürgermeister Tr. G ö t t e l m a n n begrüßt *— Heute vormittag traf dir Prinzessin Fricdrickl K a r l v o n H e fj c n in Begleitung des Lords Wellington kurz iiach < Uhr hier ein. Die Herrschaften begaben lich zur Begrüßung des Kaisers nach dem großen Sand. — Der Kaiser traf heute früh um 8 Uhr hier ein und verließ au dem Bahnwärierhaus 9?r. 39, wo der Empfang stattfand, den Zug. Zur Begrüßung hatten sich außer den hier anwesenden Fürstlichkeilen der Chef des Generalstabs, Major von Blücher, eingefunden, der Gouverneur Graf' von ch l i c f f c n mit seinem Stabe, der Provinzialdirektor Dr. Breidcrt, der kommandierende General des 18 Armeekorps, von Eichhorn, sowie sämtliche Generäle des .^orps. Im Gefolge des Kaisers befanden sich: Hosmar- schall Graf Henckel von Donnersmart, Generaladjutant Generaloberst von Plessen, Generaladjutant von Scholl, Vize- oberstallmeister Freiherr von Esebeck, die Flügeladjutanten Oberstleutnant von Friedeburg und Major von Dammes, Leibarzt ^lberg, der Chef des Militärlabinetts General der Infanterie Freiherr von Lynckcr und der Vertreter des Uuswärttgen Amts Gesandter Freiherr von Jenisch
Nach dern Empfang meldete sich der als Ordonnanzoffizier betohlene Oberleutnant von Penz vom Jnf.-Req. Kaiser Wilhelm, dessen Uniform der Kaiser trim. Zur Truppenschau waren diesmal mehr Regimenter zugezogen als tn den früheren Jahren. Es beteiligten sich: die Infanterie Regimenter 80, 81, 87, 88, 115, 116, 117, die Dra-> 6 und 24, die Feldartillerie^kegimenter ■ ‘ un;1 )"‘ o^,Hnßartillerie Regiment 3, die Pionierbatail-
.^"0 -8 dtc llnteroffizierschulc Biebrich und sämtliche Stabe des 18. Armeekorps.
Sofia, 15. Aug. Nach Blättermeldungen hat sich in W o- d c n a eine neue revolutionäre bulgarische Organisation gebildet. Tas leitende Komitee hat ein Zirkular aus- gegeben, worin der Bevölkerung die Auslieferung der, .. - —----------,........
W a' ren a n die Türken verboten wird und im Falle! erörterten ^-rage eines israelitischeir Sondersriedhoses cr- von Gewalttaten türkischer Behörden bewaffneter Widerstand emv- halten wir folgende Zuschrift'
Ä Ä XjÄÄÄ?* ftm,3C WnflL,r ?it der Frag-des S°nd»friedh°fs für die Mitglieder Saloniki, 15. Aug. Wie aus P a p a p u l i berichtet wird, lvraetttlschen Religwusgesellschaft beschäftigt sich die feuerte;! infolge Reibereien zioischen griechischen und tür- hlidagogische Beilage des in Mainz erscheinenden „Israelit" tischest Grenzwachen die Türken auf die Griechen. Tre; ur einem aus Gießen datierten Artikel Es wird darin be- griechisch? Soldaten wurden, schwer verwundet. Auch bei To- hauptet, daß die Mitglieder der Reliaionsgesellsckaft einen k i sch e n^G r . uzwa ch e. Trei Hirten wurden erschossen, äftei cc5 öavin gbhe, einen eigenen Friedhof anzulegen, koste türkische Soldaten verlvundet. Tie Verluste dev griechischen Truppeil s, was es wolle. Diese Behauptung ist unrichtig. Inlb<? nbrfn nTf t 15 91„„ r . , r „ s. m , Tem Antrag, cinen eigenen Fricdhvf anzulcgcn, wurde in
g o rdn in Js ch Hv Ä er Ä Ä an g - Z ’X ftÄ“"’’ gerade der Kosten
griffen und di? telegraphischen Verbindungen zerstört haben. S^mn. First als einige Borstandsmitglieder erklärten: Ter 2?ach einer anderen Meldung soll der Konak von den Bulgaren Friedhof koste der Gemeinde feinen Pfennig, das Geld dazu meder geb rannt worden sein. \ sei schon da und sei eine Schenkung, der'Friedhof sei im
^ Gegenteil eine Einnahmequelle für die Gemeinde, da man
yCBUt-ctic* UCKb» an Nichtmitglieder Gräber verkaufen könne — erst da
Der ebemalige S t a a t s s e k r e t ä r T e r n b u r g tritt schwieg die Opposition gegen den Plan, weil man eine
am 16. d. M. über Alexandra seine R e i s e n a ch O st a s i e n Schenkung nicht ablehnen 'wollte. Unrichtig ist auch die
Ocki' hnr^fnfn01!1 “rf cintrcffen und Behauptung in dem Artikel, daß die israetttische Reliqions-
sich dort sofort nach Touo cinjdjufen. gemeinde, also die große Muttergemcindeeinen^^eigenen
Crft r?hfd)ber- bei4 E»adi i chc sozlaldemokratlschc Führer K o l b Friedhof nicht besaß und daß man es nun in hinstellt firf) letzten Samstag mit Rosa Luxemburg auseinandcrgesetzt hat, Ä- n2 t X so hrNstettt,
rechnete er am Montag im „Volksfreund" in einem mit „Ein dies der Grund gewesen sei, weshalb zivischen jener
Rabulist" überschriebenen Llrtikel mit dem P a r t e i t h e o r e-4 ^d der Stadtgemeinde, gestützt auf ein Gutachten des gründlich ab, weil dieser in der „Neuen Zeü" Rabbiners Tr. Sander, die Benutzung des Kommunal- die badische Budgetbewilliaer als politische < - - - - • 9 JLuinmunui
terifiert fjat. Dabei nennt Kolb die ..wissenschaftliche'«mL'. I ^den" bann 'bf/SZST." <
luhrung" Kautschs demagogische Kniffe und bezeichnet die von ? .oen oaiüt die ttnvful)iunge.i be» Stadtverordnete.. K autskp gegen Kolbs ^Darlegungen vorgebrachtcn Beispiele als Hbichekheim in der letzten Stadtverordneteusitzung, und daß faulen Zauber. Am Schlüsse seines Artikels bemerkt Kolb, daß er zu der Frage überhaupt das Wort ergriffen habe für
Tief bedauerlich sei es ledensalls, daß der wissenschaftliche Führer ft!- ^lttcrc''f rp,cr Tätigkeit unsetei Stadtverordneten ent- der sozialdemokratischen Pattei mit so elenden Klopfsechtereien- Protestieren. Herr Konimerzienrat S. Heichelheim argumentiere und nicht davor zurückschrecke, 17 Genossen, die ist in das Stadtvarlament gewählt worden, um seiner eine Stufe zu stellen. Wer mit solchen Mitteln kämpfen müsse KL/x ^m5tOiroiöitc1ci Nicht schweigen m einer Frage, in richte nicht Revisionisten, sondern sich selbst, vor allem aber seine welcher ei aly ^sraelit doch das beste Urteil haben muß, wpsenschastliche Qualität. Wenn das, was Kautskp iin Kampf und daß Stadtverordneter Heichelheim n i ch t im Sinne der nm die Frag e der r a k t i k in den letzten Jahren theoretisch Mehrheit der Gießener jüdischen Bürgerschaft aefvrochen produziert habe,, die Quintessenz sozialistischer Wissenschaft wäre, habe kann dock der Schreiber döä 7
dann wäre die sozialdemokratische Wissenschaft bankerott. IZ; v/ tann _Doa) per ^chreiver deo AttüeU im „^raelit ---------Nicht beweisen. Ev sei übrigens daraus hingewiesen, wie 2htsLin0. I lucnig liebeüoll man sich in der Vergangenheit der Juden-
Tcm Präsidenten Fallieres wurde auf dem Bahnhofe 2^- "Ngenommen hat. Wer dies scheu will, der gehe IN Poittarlier folgendes Telegramm des deutschen U^U^G I o ß e n - LI n d e N und betrachte den vor noch nicht Kaisers zugestellt: „Von der schrecklichen Katastrophe 7/. fuhren uusgegebenen Friedhof der Israeliten von in Saujon lebhaft bewegt, bitte ich Eure Exzellenz, mein Die Anlieger haben sich in das Gelände geteilt
aufrichtigstes Mitgefühl mit den zahkreichen Opfern um die und Obstgärten daraus gemacht. Zsvischen den verwitterten Trauer ihrer heimgesuchten Familien entgegenzunehmen." Leichensteinen stehen Zwetschen- und Apfelbäume, und nur leUCÖ lanb?-xC .?üm Bahnhof Verriöres ein Dank- dein Eingreifen des Kreisamtes war es zu danken daß vor S an ben K°'ser. F°-lwres ist nach der Schweift 10 Jahren den durch Ersitzung und durch Kauf Eigeutüme!
-• • >gewordenen Anliegern verboten wurde, die Grabsteine ,-u
entfernen und aus dem Gelände „Dickwurz" zu Pflanzen. Es entspricht dem Zeitgeiste, daß unsere Gießener Friedhofs- ordnung, die Gesetz ist, von allen Bürgern respektiert wird, und es ist unsinnig, zu sagen, daß bei den liberalen r . -----v.v , Glaubensgenossen der Liberalismus nicht vorurteilsfrei vor-
Emverusung einer Internationalen Konferenz erörtert wer- nehme Rücksicht auf die Gewissensnot der religiös Enipsin- Internationalen Personentransporte eine dendeu nehme, sondern für die Preisgabe alles Jüdischen sei ähnliche Gesetzgebung schassen will, wie ie bereits für '
Warentransporte besteht. #
Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, ist der Chef Heute vor 40 Jahren hat unser Regiment des türkischen Generalstabes, Izzet Pascha, zur Teil-Pum crl^nnaf in den Kampf gegen Frankreich eingegriffen, nähme an den Manövern iiach Deutschland 'abJ 25. Juli wurde das Regiment mit der Bahn bis Mos- 9 6 rofT [L bach befördert, von da marschierte es über Mainz und
■< gemeldet: Eine starke Truppen- Alzey nach Worms, wo es bis zum 2. August verblieb
,h,tm ' - und mit den anderen Teilen der hessischen Division der
2. Armee zuerteilt wurde. Diese ttat am 2. August ihren Vormarsch an, und das Regiment gelangte über Winnweiler, Kaiserslautern und Homburg bis Saarbrücken, wo am 11. August Vorbeimarsch vor dem Könige von Preußen stattfand. Dann ging der Marsch über Forbaeh auf Metz ZU. Am 15. August, abends, bezog man in den Ortschaften Cherisey und Orny Quartier. Am 16. frühmorgens wurde die Truppe alarmiert und gegen die Moselübergänge südlich von Metz in Bewegung gesetzt. Bei Corny wurden die Tornister abgelegt und in der Richtung auf Gorze vorgerückt. Vor Gorze bog es in den Bois ches Ognons, der sich nach Rezotwille zu erstreckt, ein. Inzwischen war bie Dämmerung eingetreten. Da aber die bis dahin allein gegen den Feind vorgegangenen preußisckM Regimenter der 5. und 6. Division arg bedrängt waren, entschloß sich der Brigadekommaudeur, General von Wittich, trotzdem noch einzugreifen. Die beiden Regimenter — 1. (110) und 2. (116.) — entwickelten sich im Wald, und zwar zu je 6 Kompagnie^ während die 5. und 8. des 1. Regiments und die 6. und 7. des 2. Regiments als Reserve zurück- blieben; die beiden ersten Züge der 6. und 7. Kompagnie gingen jedoch mit den anderen 12 Kompagnien weiter vor, da ihnen der Befehl nicht mehr zugestellt werden konnte. Obschon sie aus kurzer Entfernung vom Feinde heftig be schossen wurden, während sie sich dem Waldsaume' nach Rezonville hin näherten, arbeiteten sich die 12 Kompagnien, Zum Teil noch in der Entwicklung begriffen, tapfer in dem schwer zu durchschreitenden Dickicht vorwärts und gingen dann mit Hurra gegen den Feind vor, nachdem die im Vordertreffen stehenden 3. und 5. Kompagnie eine Wege- fperre beseitigt hatten. Ter Feind (Garde-Voltigeurs und Garde-Chasseurs) zog sich bald zurück, konnte aber wegen der eingetretenen Dunkelheit nicht verfolgt werden. Das Regiment hatte bei diesem ersten Gefecht einen Verlust von ?r^!cn' 10 Verwundeten (1 Offizier, 3 Unteroffiziere, lo Mann) und 2 Vermißten. Die Leibkompagnie bezog Vorpoften, währeiid das Gros bei den 4 Reservekompag nie» biwakierte. Ta feine Feuer angezündet werden durften und die Nacht eine empfindliche Kühle brachte, war dieses Biwak recht unangenehm. Dazu kam noch,
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