neralsekretär 'der Zeppelin ^Studienreise tft folgendes Telegramm auti s? a in m erse ft eingcganHen: „Soeben von M den Spitzbergen zurückgekehrt. Dori alle in Frage kommen- e den Buchten mit der „Mainz" und der „Phönix" besucht. ' Am 3. August mit der „Phönix" ins Eis eingedruugen. ; Am 4. August sind im Eise auf 80 Grad und 10 Minuten
Nord Prinz Heinrich, Graf Zeppelin und Geheimrat Her- t gesell mit dem Fesselballon ausgestiegen. Auch alle übrigen Ausgaben wurden zur Zufriedenheit gelöst. Die „Mainz" rrqft in .‘niet durch den Naiser-Wilhelm-Kanal voraussicht- x\ lich am 25. August ein. An Bord ist alles wohl."
* T i e U c b c r i d) ro c m m it n g e n in Java n. Nach amt- 3 liehen japamschen Festslellimgeii sind infolge der jüngsten lieber- q idpvcmmungen 1118 Personen n m g e f o m m e n, bezw. J iuerben vermißt. 3958 Häuser winden vom Wasser sortgerissen. n Tausende von Blenschen sind obdachlos und auf die öffentliche Wohl- t tdligfcit angewiesen.
. * Ein Denkmal für b c it e r ft c it Deutschen in
j Penns vlvanien. Mit großen Feierlichkeiten ist soeben in Frederik in Pennshlvanien eine Gedenktafel aus Granit enthüllt ' worden, die zu Ehren des ersten deutschen Ansiedlers in Penn- snlvanien, des Mitbegründers Philadelphias, geschassen wurde.
1 i Im Jahre 1675 landete Heinrich Frei), der aus Altheim im 5 Elsaß die Fahrt in die Neue Welt aiiqctrctcn hatte, in Neu- . Amsterdam, dem damaligen Newhork. Er blieb fünf Jahre in der Hafenstadt, dann aber zog er mit einigen Gefährten westwärts, 11 drang in die Einöde und in den Urwald ein und gründete in - unmittelbarer Nähe der Stätte, wo sich heute Philadephia erhebt, ) die erste Ansiedlung. Frey war Tischler und Drechsler. Am , 26. April 1692 heiratete er Anna Eatherine Levering in dem 1 kleinen Kirchengebäude der neuerstandenen deutschen Stadt. Er M hatte sechs Söhne und drei Töchter, die sich alle in der Nähe ) niederließen und deren Nachkommen noch heute leben.
/ * Wasserkraft in der Küche. Ein Ingenieur Berardi
’ in Neapel bat, wie der „Corriere" mitteilt, eine ebenso einfache, 5 wie sinnreiche Vorrichtung erfunden, mit deren Hilfe die gewöhnliche Wafserleitung in den Häusern als Motor für allerhand . praktische Zwecke nutzbar gemacht werden kann, als da sind: zum l ^affeemahlen, Fleifchhacken, Drehen des Bratenwenders, Schnee- schlagcn, zum Antrieb einer Nähmaschine, eines Ventilators, zur : Speisung einer kleinen elektrischen Lichtanlage und dergleichen mehr. Berardi hat sich die Erfindung bereits in Italien und i Frankreich patentieren lassen und arbeitet zurzeit noch an ihrer Verbesserung und Erweiterung auf andere Gebiete.
* Ter „W achtelrege n". Im August kann man bei
1 Genf ein sonderbares Phänomen beobachten, den sogenannten i Wachtelregen. Vier bis fünf Kilometer von der Stadt entfernt ; findet man am frühen Morgen eine Menge toter Wachteln, mitunter bis zu 300 Stück. Tie Erklärung darüber ist jetzt gegeben, lieber Genf geht eine der großen Vogelzugstraßen. Nun unter-
i bricht eine Wmkenschicht den Talweg zwischen Jura und Vuixous 1 bis zum Fort de l'Eeluse. Diese wollen die in etwa 800 Meter Höhe dahinfliegenden Vögel vermeiden, gehen tiefer herunter
, und begegnen nun einem heftigen Platzregen, her zahlreiche dep kleinen Tierchen auf die Erde oder in den See wirft.
* Beim Heiratsvermittler. „Sie haben also keine Lust zu der reichen Bäckermeisterstochter?" — „'Nein, sie ist ’ mir doch zu — altbacken."
Kleine TagcschroniS.
An Bord des von Smyrna in H a in bürg eingetroffenen Hamburgischen Dampfers „B a b i) l o n^ wurden pest- verdächtige Natten gefnnben. Tas Schiff wurde einer Ausgasung mit dem Rattentotungs-Avvarut unterworfen. Tie . Weilerlöschung wurde unter den üblichen Vorsichtsmaßregeln ge° i stattet: Menschen sind nicht erkrankt.
In Hamel wollte am Sonntag nachmittag die 29 jährige Ehefrau des Schauspielers Straus ihr IVsjähriges Kind, das auf der Eh'aussee spielte, vor dem U e b e r fa h r e n w e r d e ns retten, sie wurde dabei aber selbst üb erfahr en und getötet. Tas Kind blieb unverletzt.
Ter Agent Gehl, der in Berlin unter dem Verdachte verhaftet worden war, einem Landwirt die Brieftasche mit 22 000 Mark gestohlen zu haben, wurde wieder in Freiheit gesetzt, da sich seine vollkommene Schuldlosigkeit heraus- gestellt hatte.
Aus Warschau wird gemeldet: Während einer Spazierfahrt auf der Weichsel wurde ein Boot durch den Sturm um geworfen: acht Personen stürzten ins Wasser, vier ertränke n.
Die „Neue Freie Presse" meldet aus Bozen: Am Montag abend gegen 8 Uhr brach in Cosseusaß Feuer aus, das mit einer solchen Schnelligkeit um sich griff, daß binnen kurzem sechs Häuser eingeäschert waren. Für den Ort besteht eine außerordentlich große Gefahr. Nähere Nachrichten fehlen noch, da die telephonischen Verbindungen nach Cossensaß unterbrochen sind.
Dc k von Fremden stark besetzte K a r e r s e e - H o t e l, eines der größten Hotels in den Dolomiten, ist am Montag nieder- gebrannt. Die Ursache des Brandes, dem das Kärersee-Hotcl samt den Nebengebäuden zuni Opfer fiel, ist noch nicht aufgeklärt. U e b e r 3 0 0 Fremde, die das Hotel beherbergte, kampieren i m Freie n. Da die Telegraphen- und die Telephonleitungen zerstört sind, fehlen nähere Meldungen.
vuchertisch.
— Die Kunst unserer Heimat. Das 3. Heil dieser Zeitschrift bringt Textbeiträge von NI arg. Holmquist („lieber den Dächern"), 9L Holtmeyer („Ter Balmhof im Landschaftsbilde"), außerdem „Zehn schone Lieder" von Cito Ctückraih, „Tas Bankhaus Wertheimer in Kassel" von Dr. H. Wurlich. Von Dr. Tamel Grejner ist eine Abhandlung zu finden über: Tie Ausstellung des deutschen Künstlerbundes, und die Ausstellung: der Rhein iin Bild in Mainz. Dann folgen noch Aussätze, betreffend: „Tie Tätigkeit und die Ziele des Offenbacher Vereins für Kunstvstege" und „Tie Bedeutung des 1. Juli 1910 für das Kunstgewerbe". Lin Leo Sternbergs „Anthologien" reihen sich als Schliiß der Textbeiträge »Kleine Berichte ans dem Kunstleben nuferer Heimat" und „Neuerscheinungen". Bilderbeilagen sind unter anderen: „Schwälmer Bauer" von Althaus, „Hessischer Baiier" von Baiitzer usw.
Kandel.
— Kaffeeverteuerung. Aus Kreisen der Kolonialwarenhändler schreibt man uns: Mit dem 1. d. Mts. ist gerade ein Jahr verflossen, seit der Zollsatz für Roh-Kaffee von 40 Mk. auf 60 Mk. per 100 Kilo erhöht wurde. Dieser Aufschlag hatte zunächst zur Folge, daß speziell geringwertige Kaffeesorten Ausnahme fanden. Die brasilianische Regierung sucht zwar seit Jahren, mit Unterstützung großer Bankinstitute, den Kaffee-Anbau durch bessere Bewertung zu heben, hat aber, um dies zu erreichen, große Mengen Kaffee dem Weltmärkte zunächst entzogen. Hierzu lomint: keine allzureichliche, .diesjährige Ernte, sowie schlechte Anzeichen für die folgende. Diese Faktoren zusammen brachten dem Kafseehandel nun schon seit Wochen, namentlich für die billigeren Marken, eine Verteuerung von annähernd 20 Mk. per 100 .Kilo, so daß es bem Tetailhandel für die Folge wohl nicht mehr möglich sein wird, einen rcinschmeckenden, billigen Haushaltskaffee in gebranntem Zustande unter 1,20 V?k. per Pfund zu liefern. Ties sind zwar feine erfreulichen Aussichten für die Kaffeetrinker, doch ist der Hinweis 'am Platze: nicht der Billigkeit nach zu kaufen, sondern dem Geschmack zu seinem Rechte zu verhelfen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Wetteraiissichteu in Hessen am Mittwoch dem 17. August 1910: Heiter, trocken, warm._______________________________________________
Griginar-Drahtrnel-ungen.
Ter Ueberlandstug Frankfurt-Mainz Mainz Mannheim verschoben Frankfurt a. M., 16. Aug., 12.10 Uhr. Aller Voraussicht nach wird der Ueberlandslug Frankfurt—Mainz
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem .Heimgang meiner lieben Mutter, unserer guten Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante
jfrilll Johannes Rohrbach III. Wm.
geb. Bicrau
sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Gehrich sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen: - Ludwig Rohrbach, Postschaffner.
Lollar, den 15. August 1910. (4438
Bekanntmachung.
In unfereni Handelsregister wurde bei der Spar- und Darlehnskasse, Aktiengesellschaft zu Steinbach heute eingetragen: Ludwig Gerhard I. ist aus dein Vorstände ausgeschieden und
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in Ließen.
an seiner Stelle Jakob Gerhard V. zu Steinbach bei Gießen zum Rechner gewählt worden.
Gießen, den 30. Juli 1910. B16/8
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—Mannheim heute nicht ftatt|uiben. Die Gründe dafür sind einesteils in der ungünstigen Witterung zu suchen, die eine starke Neigung zu Gewitterbildung ausweist, anderseits aber auch an dem geringen Interesse der Flieger, die sich schon mehrfach über die all z u s ch a rfe n B edi'ngun- gen sür den Flug Mainz—Mannheim, der die höchsten Preise ausweist, beschwert haben. Die geringste Beschädigung des Apparates schließt die Flieger von der Fahrt Mainz—Mannheim aus.
Zu Probeslügen sind Plochmann und v. Mumm aufgestiegen, sie landeten aber schon nach kurzer Zeit.
Bei einem Probeflug abgesturzt.
Frankfurt a. M., 16. Aug. .Heute früh um 6 Uhr 20 Min. stieg Oberleutnant von Tiedemann mit seinem Sommerapparat — einer der Starter des Ueberlaudsluges Frankfurt a. M.—Mannheim — zu einem kurzen Probeflug auf. Nach etwa 300 Meter neigte sich der Apparat zur Seite und stürzte plötzlich ab. Bon Tiedemann kam unter den Apparat zu liegen und erlitt einen einfachen Oberschenkelbruch. Nach Anlegung eines Notverban- des wurde der Verunglückte ins Kraulenhaus überführt.
Rabeneltern.
Berlin, 16. Aug. Ein unbekanntes Ehepaar, das angeblich aus Breslau stammt und sich am Samstag nachmittag mit seinen drei Kindern in einem hiesigen Gasthause einlogierte, entfernte sich alsdann unter Zurücklassung der Kinder. Diese mußten gestern in das Waisenhaus gebracht werden. Die Eltern haben sich noch nicht gemeldet.'
Die Sühnung des Saßnitzer Doppelmords
Berlin, 16. Aug. Im Verlause eines scharfen Verhörs über den Saßnitzer Doppelmord an dem Pastorenehepaar Vermeren leugnete Karl Mohr zwar, die Tat verübt zu haben, erklärte aber, er glaube sagen zu können, wer die Mörder gewesen seien. Er nannte darauf die Namen dreier Hausdiener, von denen zwei jetzt noch in Saßnitz und einer in Buenz beschäftigt sind. Bestimmte Beweise konnte er nicht angeben. Heute früh erfolgt in Gegenwart Mohrs die Vernehmung der Beschuldigten. Mohr trägt im Gefängnis ein gedrücktes Wesen zur Schau.
*
Berlin, 16. Aug. Eine Versammlung der BerlinerRektoren soll nächsten Samstag im Berliner Rathause stattsinden. Ta es sich um eine außerordentliche Sitzung handelt, an der auch Direktoren an den höheren Lehranstalten teilnehmen, wird angenommen, daß sie sich mit dem Fall des Rektors Bock beschästigen wird.
Marienbad, 16. Aug. Der Großwesir Hakki Pascha hatte gestern vormittag eine Konferenz mit dem Grafen Aehrenthal. Ter Großwefir beabsichtigt, zwölf Tage die Kur hier zu gebrauchen. Heute abend wird Hakki Pascha von dem türkischen Botschafter in Berlin, Nizami Pascha, empfangen.
Paris, 16. Aug. Aus der Teilstrecke Douai- Amiens siegte Leblanc mit 1 Stunde 5 Mm. 31 Sek. gegen Aubrun mit 1 Stunde 24 Min. 24 Sek. Leblanc brauchte seither insgesamt 10 St. 13 Min. 59 Set., Audrun 11 St. 36 Min. 4 Sek.
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Montags, Mittwochs u. Freitags
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GrMNklM-VttßtiüMNu her stsht Wrn.
Samstna, 20., Montag, 22. und Dienstag, 23. August 1910 soll das Grummetgras von den ftädtifchen Wiesen mciitbietenb versteigert werden und zwar:
Samstag, 20. August
a. nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle von der früher Pascoe scheu Wiese, bei der Aktienbrauerei und in der Stephnnsmark.
Montag, 22. Angnst
a. vormittags 9 Uhr bei dem Schlachtiw' von den Wiesen im Neuftädterfeld und bei dem Elektrizitätswerk:
b. vormittags 9',? Uhr an Ort und Stelle von den Wieseckböschungen: c. vormittags IO1/, Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer
Witwe in der Kaiser-Allee von den Wiesen im Heegurauch und im Rußland:
d. vormittags 11V, Uhr an Ort und Stelle vom Friedhof am Nabrnngsberg:
e. nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen im Wiesecktal, von den Hosvitalwiesen in der Gemarkung Wieseck:
f. nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach.
Dienstag, 23. August
a. vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Ochsenwiescn, einer ; Hospitalwieie, von den Wiesen irn Stoizcnnwrgen, Utersbrunnen. und Attentisch:
b. nachmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen:
c. nachmittags 3l/« Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen^Buseck.
Die Zusammenkunft ist nm 20. August an der Eisenbahnbrücke im Zug der Klinikstratze, nm 22. Auguft bei dem Schlnchthof und nm 23. August bei den Ochsenwiesen.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Bltt/a
In den Wagen der städtischen Straßenbahn wurden in der Zeit vorn 22. Juli bis 14. August d. I. nachstehende Gegenstände gefunden:
l Paar Handschuhe, 2 Herrenschirme, 1 Dauicnschirm.
Die Sachen können auf dem Bureau des Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn, West Anlage 51, abgeholt werden. B16/*
Verpachtung einer städtischen Bleiche.
Die bisher an Wilhelm Pimper Witwe verpachtet gewesene, als Bleiche benützte städtische Wiese an der Lahn nächst der Rodheiiuer Straße mit den darauf stehenden, von der Stadt er- worbenen Gebäuden soll
Samstag, 20. August, nachmittags 3 Uhr im Bürgermeistereigebäude auf die Dauer von fünf Fahren vom 1. Oktober 1910 ab anderweit verpachiei werden.B"<
Wegen Vornahme von Kabelarbeiten wird nm kommenden Donnerstag dem IS. ds. Mts. in der Ludwigstrnße von Bleich straße bis Wilhetinstraße und in der Li ein nitro ne von Frankfurter Straße an. sowie nm Freitag dem 19. ds. Mts. in der Goethe strnße von Sud-Anlage bis Ludwigstraße, sowie in der Löberüraße von morgens 8 Uhr bis nachmittags 3 Uhr daS Mn bei ansgeichnltet und die Stromlieferimg unterbrochen, wns wir den nniiegcnden Konsumenten hiermit zur.Kenntnis bringen._____________
Montag den 22. August, abends S1/» Uhr
Uctmna der Pflichtseuerwehr
Antreten am Turmbaus. ßj«/8


