Ausgabe 
6.12.1910 Viertes Blatt
 
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sympathisch ist.

versöhnend gewirkt, wenn auch ein Herr X oder g) | archt versteht, sich mit feinen Arbeitern abzufinden.

deutsche Sozialdemokratie fo negativ? Es sind £nte a^T. Forderung nach Arbeiterfamnwrn fallen raffen, doch alles Kinder unseres deutschen Volkes, aus demselben Stamm 'n ^'"aerzeiq für Ei^. daß Herr v. Dirksen prinzipiell

herausgeboren! Kinder von deutschen Landleuten und Hand- dafür ist. Auf Briandsche Sozialpolitik verzichte« Werkern! Wo liegt denn da§ Negative und Revolutionäre im ?ir $crt Dirksen. Der Redner wendet sich gegen tzie Sozial- Blute dieser Millionen? Sie sind durch eine falsche Behandluna demokraten. -

unh falsche Politik zu ihrer jetzigen Haltung getrieben Hiermit schließt die Diskussion zu § L, V . ..

worden. Man verweilt 1 Hl TTT P Y AItI wt aIv I * e

Märkte.

Ochsen.

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schwun^eS unter Umständen sogar zu der Crbnnng und Sicherheit des Reiches erforderlich sind. Aus diesem Grunde ist man ja auch in Frankreich bestrebt, die Arbeitnehmer der Eisenbahnen aus den Organisationen herauSzunehmen. Und nun verlangen Sie von uns, daß wir uns einverstanden erklären sollen mit einem Schritt, der von der Regierung in Frankreich ausdrücklich gemißbilligt wurde? (Lachen bei den Soz.)

Wir von der Linken stehen auf dem- Boden der Kaiser­lichen Botschaft! Die Herren von der Rechten aber lassen diese erste grundlegende Kaiserliche Botschaft in die Grube fallen, wenn es ihnen nur in den Kram paßt. Warum ist denn die

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Wer seine Kinder nach überstandener Krank« heil ebenso rasch wieder zu Kräften fonimer sehen will, greife zu Scotts Emulsion. Aber bitte, verlangen S<e ausdrücklich Scotts Emulswi und lassen Sie sich keine der vielen Nach­ahmungen aufreden.

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in He Höhe zu treiben, so gelingt Ihnen das nicht. sVelsall finft.) 4ue8 geht vorwärts. Und wenn die Regierung Steuern braucht so beweist sie uns das statistisch. Die Sozialpolitik hat tatsächlich h"rAfik *-------- Herr X oder V e» immer noch

Die Einführung eines Reichs arbeitsamtes kann hier nicht so nebenbei durch einen x»beliebigen Paragraphen er» folgen. Nun hat sich der Staatssekretär gegen die Einführung ausgesprochen, weil bie_ gesamte innere Politik durch eine Hand gehen müsse. Dann hätte man auch das Reichsschotzamt nicht schaffen dürfen. Sicherlich würde sich für ein Reichsarbeitsamt Arbeit genug finden, aber die Sache gehört nicht hierher. Die Befugnisse der Arbeitskammern sind durch die Kommission ein wenig erweitert worden, leider sind sie ober noch nicht dazu be­rufen, Aussührungsbestimmungen zu den Verordnungen des Bun- ieben. Vor lauter Gut»

Maloer.

ocinfre Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugtalver......

-untere Mast- und gute Saugkälber

kernigere »L-augtutber caiae.

l'iaftlämmev u. jimgere Blasthanimel

Vorsichtig näherten die beiden Bediensteten den Pokal den Lippen des Fmrften, indem sie ihn leicht neigten. Langsam trank Zero- pattow die dreieinhalb Liter Türkeirbtut: die Slnwesenden, denen die Minuten wie Stunden vorkamen, schauten ihm mit angstvoller Spannung zu. Als er den Pokal geleert hatte, nahm er aus den Händen des Grafen Waldeck die Schenkungsurkunde entgegen reichte sie einem seiner Freunde und sagte:Gib das meuter ?rauAlb meinen Kindern: ich habe ihnen durch mein Trinken eine schöne Erbschaft errungen." Wie von einem Alpdruck be­freit, begannen die Gaste zu lachen undBravos zu rufen* in demselben Augenblicke aber sank der Fürst Zeropatkow entseelt zu Boden: ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht

Durch­schnittspreis

ßanOcL

-0. Mainz, 3. Dez. Tie Brainzer Aktien-Bier o r a u e r e i stellt in ihrem Geschcütsbencht zur 50. General-^ sammlnng am 17.Dezember fe i, daß die p i e rp re i S e r höhung wie erivariet, keinen vollen Ausgleich der Folgen der letzten Brau lieucrerböbimg georacvt habe; das Ergebnis des Vorjahres sei trot mäßiger Gersten- und Hoplenpreise und äußerner Sparsamkeit mcv ganz zu erreichen gewesen. Der Briutonberschuß beträgt 698519M davon gehen für zweftelhafie Angenstände 58 OuO Alk. ab. To Reingewinn beträgt 352 289 Alk., dazu kommt ein Vortiaj ails dem Vorjahre von 97 868 Mk. Es wird eilte Dividend von 9 Prozent an« 3 300Uüu Mk. Aktienkapital vorgeschlagen Ein günstiges Geschält des lanfenden Fahl es >vird in der Haupt fache von der Rückkehr normaler Vertanssverhältnisse eriuadti tie Entfremdung des Publikums vom Älergenup soll durch beharr liche Taibieiung überlegener Qualität brkäino't iveröen.

Uttiversitäts-Nachrichteir.

.11 r d u r q, 4. Dez. Aus dem heilte erschienenen Ver­zeichnis der studierenden ist zn ersehen, daß die Frequenz unserer Universität von Jahr zn Jahr zunimmt. Tie Zahl der Immatrikulierten beträgt 1981 (darunter 57 Frauen), die der Hospitanten 42 (darunter 8 Frauen-, also insgesamt 2023. Im Sommersemester, das ja bekanntlich immer besser besucht ist, waren eS insgesamt 2144 und int letzten Winleisemeiler 1813 Studierende Am die einzelnen Faknltäten verteilen sich die Studierenden tvie

^munter 1 Frau), Jura 433, .. edizin 38? (12', Philosophie 1102 (58). Beheimatet sind 16?4 (49) in den preugischen Provinzen, darunter 679 (11) in der Provinz Hessen- -tastau, 342 (12) in den übrigen deutschen Neichsländern, darunter -4 tut Grolzherzoglum Hessen. Ans den anderen enropälicben Staaten stammeii 59 (7), aus Amerika 15 (2) und aus Ehina 1

lcüciio» 2:d)ia l)c aeivlch.-

Wirkung wirh daS auf die' (

Hm die Sozialdemokratie zu bekämpfen. ist an? 5 andere mehr geeignet, als gerade solche sozialen Gesetze. Ta ist Aufklärung nötig. Richt alle Arbeitgeber sind gegen das $cfe6. Es liegt eine Petition von 3000 Arbeitgebern und 17 Arbeitgeberverbänden vor, die eine baldige Verabschiedung des Gesetzes fordern. (Hört! Hört! links.) Darunter ist auch ein Herr, der den Konservativen sehr nahe steht, der Landtags­abgeordnete Fe lisch, ein hervorragender Führer im Bau­gewerbe. (Hört! Hört! links.) Hallen Sie an dem Arbeiter, sekretärparagraphen fest, ökrabe das Handwerk hat da« größte Interesie daran. Denn cd ist durchaus wünschenswert, daß die alten erfahrenen Handwerksmeister, die sich zur Ruhe gesetzt haben, in die Kammern geschickt werden lönnen. ,

parse n, Kühe.

Poll fleischige ansgemaslete Färsen höchst, schlacht« verles 4550

PoUs.eiichige ausgemäslete Kühe 'höchst.

Schlaailwerles vis zu 7 Fahren. . 3744 AeUere ansgemanele Mühe u»o wenig

gut eiuividelie simgereKüye u. Far,en 3236

^'ollfleischige, ansgeniästete, höchsten von-biSoon-bls

-Lchlacht,verles, höchpens 6 Fahre alt 5054 9194 Junge, s.elscblge, nicht aiisgeniü|iete imö

allere ansgemästele 4549 8689

lästig genährte junge und gut ge- nährte altere . . . ..... 4044 8085

desratö über Arbeiterschutz usw. zu ge _

achten, Wohlfahrt und Anregungen weroen die Kammern gar nicht dazu kommen, ein wirklich funktionierender Körper zu sein. Eie werden ebenso versagen wie sehr oft die Betriebsausschüsse. Aber freilich, je schlechter die Kammern sind, desto angenehmer ist es der Rechten.

bollsteischige Schweine bis ju 2 Zentner Lebendgewicht 5355

Loch.einige »Schweine über 2 Zentnör XeuenOgeiuicbt 53-55 ölcihijiQe Schweine 5254

F.C. WieSbadcu. D i e h h o»-M a r k t b eri cht vom 5. Dez. Aiistrieb: Rinder 49, Kälber 21, Schate 24, Schweine 446.

Tendenz: Amber m tlelmäpig, Kälber gedrückt, Scha'e mittel- mastig, Schweine gedrückt. Preis

pro luu l>fb.

fcafe es bis auf das 25. Lebensjahr ausgedehnt werden soll. Man sollte es bei 80 Jahren belasten, um so mehr, als wir doch eine ganze Reihe von Vorgängen haben, die Sie selber gemacht haben, ich erinnere an das Kaufmanns, und Gewerbegericht. Dann komme ich zu den Fabriken und Werkstätten der Eisenbahnen, und mutz mich mit aller Entschiedenheit namens der verbündeten Regierungen dagegen wenden daß sie auch die Ar­beiter dieser Betriebe als Arbeitnehmer im Sinne dieses Gesetzes ausgefaßt sehen wollen. Eisenbahnbetriebe sind doch nicht Betriebe, die im Jntereste eines einzelnen Unternehmers geführt werden, sondern die im Jntereste des wirtschaftlichen Verkehrs und Auf. schwunges unter Umständen fogc" *- .

des Reiches erforderlich sind. A

U6T-^Td,t' pro lwWUtid

Die Vorlage wäre für die verbündeten Regierungen un­annehmbar, wenn in diesem Punkte nicht die NegierungS- vorlage wieder hergestellt wurde. Bezüglich der Wahl von Ar- beiterfcfretaren in die ArbeitSkammerm haben die verbündeten Regierungen durch den Mund meiner Amlsvorgänger und auch durch meinen Mund wiederholt erklären lasten, daß sie die Wahl . r &/-1 * e r e * ® re *n b x c Arbeitskammern f1 $ »ur angebracht halten. Richtig ist, daß m der Zwischenzeit an mich eine Reihe von V er- m i t tt u n g s a n t r ä g e n hceangekcmmen sind, und daß ich über diese VermittlungSanträge nicht nur mit Mitgliedern oicfcs hohen Hauses, sondern auch mit Vertretern von Inter- essentenverbanden außerhalb diese« hohen Hauses verhandelt habe Ich kann Mitteilen, daß mir k e i n i n d u st r i e l l e r V e r b a n d bekannt geworden ist, der sich für die Wahl von

- rsekretaren ausgesprochen hätte. Weml durch die Presse eine Notiz gegangen ist, daß rhein.°westf.Jndustrielle erklärt hatten, man wolle auch Arbeitersekretäre zwar nicht bei der ersten 5nb,rfM^r zulasten, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer emverstanden sind, so weiß ich nicht, von welcher Seite diese Notiz

Lotungen gelangt ist. Ich habe aber jedenfalls nach ein- fönb^rfi^anU^9rbi/ Ufberzeugung gewonnen, daß auch der vom föhnte Vorschlag ungangbar ist und nicht die Attderstnade aus dem Wege raumen würde, die von feiten der Re° §lcn5?9rrm -Stimmungen gefunden werd'n. Wenn weiter in der Presse berichtet wird, daß einige Industrielle ,

Die Rede des Grafen Westarp erinnerte an Moabit. (Sehr richtig! links.) Er hat in eine rein sozialpolitische Debatte p o- 111 n dj e Geslchtspnkte getragen. (Ledebour: Angst- Politik!) Gewih, jeder ängstigt sich einmal, also Wohl auch die Konservativen! Wie Herr v. H e y d e b r a n d bei der Kaiserdebatte Mit ausgestrecktem Arm

dem Neichskanzler seine Parole und Order :

mitfeirte, so und fo habe er sich zu verhalten, so hat heute Graf Westarp, und so gut er eS konnte, auch Herr b. Dirksen, der Regierung Order gegeben: Regi-rung bleibe hart und gib nicht nach! Man macht wieder in A n g st m a l e r e i, wie in den achtziger Jahren. Damals malte man auch die Revolution an, die Wand. Wir leben aber immer no-h ohne besondere Schutzmaßregeln, und die Revolution ist bis beute nicht gekommen. Uni) wenn Sie sich auch noch so sehr bemühen

bie Moabiter Vorfälle

vermischtes.

,, 'Der falsche Bräutigam. Eine 33 Jahre alte Er-ieherm, die srch aus der Reise von Rußland nach der <2chireiZ befand, machte unterwegs die Bekanntschaft eines lungen Mannes, der sich ihr als Plantagenbescher vor- steUte und sic überredete, ihm als seine Fran in ote zu folgen. Die Trauung sollte auf der

Durchreise in Berlin erfolgen. Unter dem Vorwande, dre notigen Borberettungcn tre.sen zu wollen, entfernte si.a> der iunge Mann aus dem Hotel, in dem das Paar abgcsttegon rvar und zwar unter Mit nah nie eines .'tofsers oer Dame, in dem sich deren ganze Ersparnisse 80000 in russischem, deutschen und sran- zos-Fchen Eclde, und wertvolle Schmuck,achen befanden Bis­her ist es noch nicht gelungen, den Schwindler s e st z u n e h m e n.

Abg. Kuleröki (Pole):

Eine besondere Freude haben wir an dem Gesetz nicht. Dir werden ihm aber schließlich zustimmen, wenn die V e r.b e s s e r u n» gen derKorpmis sion beibohalten werden. An und für sich mären Arbeiterkammcrn bester, da sie aber nicht zu erreichen sind, begnügen wir uns auch mit Arbeitskammern. An der Herabsetzunq des Wahlalters halten wir fest, sonst kommt e5 dahin, daß femanb mohl alt genug für den Reichstag ist, aber nicht für die Arbeits­kain mer. Der Redner verlangt gleiche Rechte auch für die Nicht- deutschen. Tie Oeffentlichkeit der Verhandlungen ist die Gewähr der Kontrolle der Gewählten durch die Wähler.

Abg. Dr. Naumann (Fortfchr. Dp.)k*-

Staatssektetar Delbrück:

Ter Dbg. Naumann hat gesagt, daß die Ausführungen, die ich zur Frage der Einbeziehung der Arbeiter der Eisenbahnen ge, macht habe doch sehr bedenklich stimmen müßten gegenüber neuen Verstaatlichungen. Ich glaube, er geht dabei von der Auffastuno aus, daß sich die Bestimmung des Entwurfes, der Grundsatz, ba# Eisenbahnbetriebe nicht unter bie Gewerbeordnung fallen, T-bbliä auf Staatsbetriebe bezieht. Dieser Grundsatz bezieht sich aber nicht bloß auf staatliche und kommunale, sondern auf alle Eisen, vahnbetriebe, mögen sie gehören, wem sie wollen. Jnsosern ist also bie Folgerung des Dbg. Naumann nicht berechtigt. Es trifft auch nicht zu, wenn Abg. Naumann ferner sagt, daß b'e in dem eigentlichen Eisenbahnbetrieb beschäftigten Arbeiter abgesondert werden. Er könne dies aber nicht auch auf die Werkstattarbei*er zugeben, weil diese völlig gleich stünden den Arbeitern einer Eiseng'eßerei oder eines ähnlichen Unternehmens

Die Tätigkeit der Eisenbahnwerkstätten und der damit zu« sammanhängenden Betriebe ist nicht fo sehr auf den aewerblicheo Betrieb, auf den Absatz an Dritte gerichtet, sondern die Arbeite: dieser ganzen Betriebe dienen der dauernden BetriebSfähigkeü und Leistungsfähigkeit der Eisenbahnen und eine Betriebswerk, statte kann, wenn sie nicht funktioniert, genau so lahmlegend für den ganzen Betrieb sein als das Versagen irgend einer Arbeiter, folonne auf einem Bahnhof oder auf einer Strecke. Aus diesem Grunde ist es absclut unzulässig, die Arbeiter in den Werkstätten und Fabriken der Eisebahnbetriebe anders zu stellen al« bie be« Fahrbeiripbes. Wenn Abg. Naumann am Schlüsse gemeint hat, es sei eine Verletzung der Parität, wenn man die Wahl bon Arbeitersekretären in die Arbeitskammern nicht zulasten wolle, den industriellen Betrieben aber die Möglichkeit gebe, sich durch Betriebsleiter, Direktoren usw. vertreten zu lasten, so üoersiebl er nach meiner Ansicht eines: die zugelastenen Vertrete# der Äx. beitgeber stehen unmittelbar in den Betrieben und in der praj. tischen Arbeit, find also die gegebenen und gebotenen Vertreter derjenigen Interessen, die in den Arbeitskammern vertreten werden sollen. Die Personen aber, die wir fernhalten wollen, sind jene, die nicht in der praktischen Arbeit, nicht in den Be­trieben stcben und sie sind dementsprechend nicht geeignet, die Jnteresten der Arbeiter zu vertreten. (Lebh. Zustimmung recht». Unruhe b. d. Soz.) -- - r

- , Abg. Legken (Soz.)k' ______

Tie Eisenbahnbertvaltung übt einen ungeheuren TerroriSmiS aitS. Sind denn bie Eisenbahnarbeiter Staatsbürger minderen Rechts?^ Gewiß, die Zeiten werden sich ändern, aber fo, daß dem Staatssekretär die Augen übergehen werden. Auf ein wertlose» De setz verzichten wir, dann soll man e5 lieber begraben. Unsere Forderu'.igen werden doch immer wieder fomTnen. Was geht un» denn der Unternehmerstandpunkt an? ES soll doch ein Gesetz für die Arbeiter sein. Man nennt unS Agitatoren und Hetzer. Wir mußten aber unseren früheren Beruf aufgeben wegen des Terro­rismus der Unternehmer, die uns auf6 Pftaster warfen. (Hört! Hört! links) Graf Westarp schrie nach Ausnahme- g^e s e tz e n gegen die Arbeiter, Herr v. Ticksen stimmte ein. Und S i e wollen Arbeiterinteresten vertreten?

Abg. Dr. Fleischer (Ztr.)'5

Abg. b. Dirksen (Rp.s machte eine Reihe persönlicher Bemerkungen tthti erklär^ gegen den Abgeordneten Naumann: Ich weiß sehr gut, daß ba» allgemeine Reichstagswahlrecht a!8 t abu gilt, al» heilig, all daß ich so unvorsichtig sein würde, eS anzutasten. ' ----

Abg. D. Naumann (Vp.)7 ?

Herr d. Dirksen sagt, daS allgemeine WahlrechL fei xn so hohem Grade tabu, daß er nicht so unvorsichtig sein wurde, so etwas zu sagen, wie ich behauptet hätte, daß er gemeint habe. (Heiterkeit.) Schon der Gebrauch des Wortes tabu, daS au» götzendienerischer Umgebung herausstammt, gibt bie richtige Ansicht de« Herrn v. Dirksen über baS Reichstagswahlrecht.

Der Antrag b e r Sozialbemokraten wird vorn ganzen übrigen Hause abgelehnt, worauf der ASa. Legren die Folgeparagraphen dieses Antrages zurückzieht. S 1 Wird angenommen. Weiterberatung Dienstag 1 Uhr.

Die Ausführungen des Staatssekretärs Hangelt srostkicher «W die Warnungen und Mahnungen der Reckten nach dem Regie- rungstische hin. Meine Herren von der NechtenI Ihre Argu. mentationen waren nicht stichhaltig! Im Gesetze selbst ist bie Bürgschaft gegeben, daß eS den Absichten des Gesetzgeber« ent­sprechend auSgeführt wird. Hat nicht der Reichskanzler selbst die Notwendigkeit dieses Gesetzes anerkannt? Hat nicht auch der Führer einer hervorragenden Unternehmerorganisation für ba» Gefeh gesprochen, der Abgeordnete Manz? Die äußerste Link,

Ecoti« Emulsion wirb von un6 ausidjlie&lit iui «rotzen verkaufe, und |wai j ate loie »acv Q)cwtdjt pbev ivlau lonbcrn nur in versiegel len Lriamalflai^ea «r 0I6ranturCIqX <j^d,u5ul111 Ze v8il4cr mu beut Doijdj). Lcori & sowue. a*. m

Besiundicue: Feinster Mebiztnal-Leberrran ibo,o. prima iLioiertn 60 1 nnicrphoeviion^aiUTt Ka.r 4,3 unierpuo^puo aurca ylatrou puio Xxoaon< , ,eu,er °'ao- ^uuitm pmu. s, >. ilJufl.r irvo yitouoi ilu. vterzv -juiar.|djc umulfton mu 8luU'# lHaubd« im» o/auluj enaö i ie x Tropica.

dem Kaiser gegenüber

ReichSversicherungSorb'mmg cmS- gesprochen hatten und der Kaiser den Wunsch geäußert habe, baß sie halb zustande komme, so kann ich erklären, baß mir nicht b e- rannt sei, baß ber Kaiser von der Reichsver- sicherungsordnuna gesprochen hat. Ich habe Beran- lastung, anzunchmen, daß diese Notiz nicht von einer der Cor- SCÜe r gekommen ist, sondern von

f "er u l?' ber baran liegt, mich biran zu hindern, dieses Ge- ffÄ«? fcr'n8en- lL-bha!l-» Hört, hört, B-iiall rechts und DH Irl Q LI. J J xy

tDörben. Man verwerft immer auf die Sozialdemokratie Englands, Frankreichs, Belgiens. WaS sind aber auch Staatsburgerrechte! Schon in Süddeutschland ift es bester als im Dreiklassenstaate Preußen. Herr v. Dirksen hat auch am ReichstagSwahlrecht gerüttelt. ES ist gut, daß wir wissen, was man denkt. Die Industrie will das Ar- beitskammergesetz haben. (Zuruf: Herr Kaempf und der Handelstag waren dagegen!) Dann hat der Handelstag eben et- was beschlossen, was ihn gar nichts angeht! (Heiterkeib) Es handelt sich um keine Vorlage für den Handel, sondern für Ge­werbe und Industrie. Die Rechte schafft weiter Verbitte-

Und wenn dann die Folgen kommen, bann schreit sie nach Staat, Gericht, Militär, alles soll ihr helfen. Der Staatssekretär ^Uart letzt die Embezlehung der Eisenbahnarbeiter unb die Wahl öcr urbeHcrfcfretärc sei unannehmbar. Warum hat man unS das

,2Z j JcÄaUÖ: "u-d-r-Kalb-r-und

Stur etfif mit bizftr MarksbemFiscber b<ut lsararu-e- Ztich n des Scott» fiflen Derfahrerr- f

an Gtelle der einzekstaatlichen Zentralbehörden der DundeSrat bestimmen sollte, daß ArbcitSkammern zu enichten sind. Die Bestellung deS BundeSrateS würde nach meiner An­sicht einzig in dem Falle eine gewisse Berechtigung haben, wenn eS sich um die Errichtung von Arbeits. Kammern für mehrere Bundesstaaten handeln würde. Im übrigen wird die Errichtung von Arbeitskammern dadurch, daß man sie dem BundeSrat überträgt, sicherlich nicht gefordert werden. Der Bundesrat besitzt gar nicht die erforderlichen Organe. Ich würde genötigt sein, mich erst an bie Zentvalbehörden ber (Sin- zelstaaten zu wenden, ich würde überhaupt nur m Begleitung der zuständigen Beamten der Bundesstaaten die einzelnen Länder beret- )en lasten können, um die Unterlagen für die Entscheidung der Frage, ob bie Errichtung einer Arbeitskammer empfehlenswert sei, zu gewinnen. ES erscheint mir auch sehr zweifelhaft, ob ber BundeSrat sich bereit finden lasten wird, einem Einzelstaate eine Arbeitskammer zu oktroyieren, wenn bie berufenen Organe des Bundesstaates sagen, sie hielten diese Institution nicht für lebens- fähig. Also auS formalen und sachlichen Gründen ivare eS un» zweckmäßig, die Sache dem Bundesrat zu übertragen. Aber Diele Bestimmung ist noch nicht die allerbedenklichste. Bedenklicher noch ist bie Bestimmung über

daS passive Wahlrecht,

'm c ® i n e t i 3 11 e Wette soll vor einigen Tagen in ?^iQU $u,n Antrag getommen fein. Fürst Wladimir Zerppatlow, ein Edelnuum, der am 'Jxnnbe des Banlrolls staick), iiKiteic mit einem reichen Gulsbeuver dem Grafen Waldeck, daß er mit einem 3ugt 11Jtcn dreleuiyalb Liter fas,enden riesigen Polat leeren }I7U1CP -^tit^-cd, der daS ,ür unmöglich hielt, stellte, ohne sich lange ui befnuten, als Einsatz eine« feiner Schlchser mit bLu Landgut unb den dazu gehörigen Aeckern imb W u.dern

XU ^Cttbebingiingcn luurocn notaridi jestgesetzt. Dann luu Wut- ^-Uaen eUoHwalizig FreuL^rn M-vnSrÄ ak mir euren Salzhering, ohne etwas ' "*VL'1U) d'.ln.EllUt brau).en zwei Diener den Mesen-

bcr mu ejiei: 9JZiiü)iing von Porter und Ehampaarrer gefüllt war; die Ruven nenn biefe Mischnirg f

x 2Wg. Behrens (Wirlsch. $gg.)?'r.

v,Ä ^Honalgefinnten Arbeiter wünschen das Zuftanb'ekommen des Gesetzes. Tie Rechte sollte darauf Rücksicht nehmen. Freilich die fozialdemokraufche Arbeiterbewegung ist ja das größte Hin^

-V fozialdemokSn An'

^ag lehnen auch toir ab. Die christlichen und auch die Hir'ch- Lunckerfchen Gewerlichaften find für Arbeitskammern.^ Unb

ic ^aldemokraten haben sich ja auch erst in letzter Zeit zu den e t1f^mern hinubergemausert. Ganz falsch ist es, bie

s°-11 I? al8 Geschenkpolitik zu betrachten. Sie ist vielmehr bCt fuIftureIIcn' loyalen, wirtsckiaftlichen unb natio»

nalcn Entwicklung unseres Volkes heraus. Diese Gesicktspunkte müssen uns leiten. Man barf nickt bie ganze Arbeitersckaft har-

rrrocuericyast, wie es die Sozialdemokratie ist, un-1 sparen. Wenn man bie Eisenbahnarbeiter auSschließen will, bann

Man soll yicht Immer fragen": ^-sche lwerben Mr u.'.^ie Verfiaatlichung neuer Eisenbahnen sehr über» xt* Sozialdemokratie haben? j legen müssen. Und sind die Arbeiter in den Eisenbahnwerkstätten etwa« anderes als die Arbeiter in den Eisengießereien und anderswo? Die Arbeitersekretäre aber müssen wählbar sein, foet[ sie die einzigen unkündbaren Elemente sind. (Beifall links.)

<£hi nnfgeweckter Schüler s

Sliabburg i. E., Hasenwallstr. 18, am 27. Juni 1909.

^Meinem jetzt lOzähngen Lohn Fritz war nach üben'ianbtne: Krankhelt vom Arzte zur Hebung seines Allgenieinbesindens uui zur Wiederherstellung seiner KörperkrLite Scotts Emulsion verordne morden. Fritz hat oas P aparal den Winter imd Frühling hlndurci regelmäßig eingenommen, unb zwar nut allerbestem Eriolge. tx> geschwundene Eßluft ist zurückgekehn und tmolgeöefien eine sländig. Gewichtszunahme zu verzeichnen. Das Ausiehen des Jungen il ein bedeutend besseres geworben, unb vor allem ift fern Wejen mu umgekehrt. Er war sonst schüchtern, ruhig uni znrückhattenb, ift aber jetzt lebhaft, beinahe wild 3n der edjule selbst ist er em aufgeioecfter Schüler an bem ber Lehrer feine Freude Hat. Aber auck der Arzt freut sich, wenn er jetzt meinen Jungen sieh unb bei feinen Untersuchungen eine fortgesetzt guniiifl' * Entwickelung feslsielll." (gez.) Frau Marie Tornau