Heer und Flotte.
Fu Trebnitz wurde am Samstag mittag ein Srhdlitz- Denkmal enthüllt. Der Feier wohnten als Vertreter des Kaisers General der Kavallerie z. D. Freiherr v. Vissing, Angehörige der Familie Sepdlitz und der kommandierende.General des sechster: Armeekorps v. W o h r s ch bei.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 7. November 1910.
** Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat den von dem Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Bir- ' Uein auf die evangelische Psarrstelle zu Geinsheim, Dekanat Groß-Gerau, präsentierten Psarrassistenten Edwin Mar- sguth zu Osthofen-Mein-Dürkheim für diese Stelle be- i stätigt.
j ** Ruhestandsversetzung-. Der Großherzog hat den Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Ober- srealschule in Gießen Prof. Dr. Bernh. Schädel auf sein ; Nachsuchen, unter Anerkennung seiner, langjährigen Dienste, ‘in den Ruhestand versetzt.
** Zur. Stadtverordnet en Wahl wird uns mit- ,geteilt, daß der Hausbesitzerverein bis jetzt noch lerne Stellung zu der bevorstehenden Wahl genommen und »also auch noch keinen Kandidaten vorgeschlagen hat.
-Stadttheater. Zur Erinnerung an Fritz Reuters 100. Geburtstag (7. November) wird in dec Dienstag- Abonnementsvorstellung eine von William Schirmer her- rührende Beardeitung von des Dichters ,Ut mine Strom- iifc* aufgeführt werden. Die Inszenierung leitet Oberregisseur Bakos, der auch die Einrichtung des Werkes für unsere Bühne übernommen hat. Den Abend eröffnet ein kurzer Prolog, gesprochen von Direktor Steingoetter.
*• Das Museum für Völkerkunde ist am zweiten Sonntag seines Offenseins von 200 (197) Personen besucht worden. — Mittwochs ist das Museum von 3 bis 5 Uhr
Kreis Alsfeld.
§ Hainbach, 6. Nov. Hier fand heute die Einweihung unseres neuerbauten Schulhauses statt. Trotz des trüben Herbstwetters hatte sich eine große Schar von Festgasten eingefunden. Das Dorf prangte in reichem Festschmucke. Am alten Schulhaus eröffnete Schülergesanq dre Abschiedsfeier. Lehrer S t r a ck von hier nahm in kernigen Morten Abschied von der alten Stätte der Berufstätigkeit Dann bewegte sich der Festzug nach dem neuen, schön gelegenen Schulhause. Hier leitete wiederum Schülerqesana die Weihe mn. Pfarrer Heuser, Rieder-Gemünden hielt die Wechcrede, der er das Schriftwort zugrund legte: Wo der Herr nicht das Haus bauet, da arbeiten umsonst die daran bauen. Mit Gebet schloß der Redner. Rach dem Gesänge der Festgemeinde: Lobet den Herren überreichte ein Schulmädchen unter entsprechender Deklamation dem Reaie- rungsassessor Dr. S e y f e r t h den Schlüssel. Unter herzlichen Dankesworten für die opserwlllige Gemeinde und für die kunstsinnige Bauleitung übergab Herr Seyferth den Schlüssel dem Baumeister Kreisbauinspektor Fischer, der den Bauleuten, den Bauhandwerkern seinen Dank bezeugte Der Ortsburgermeifter Musch schloß den Neubau auf, in den ich nun der Strom der Festgäste ergoß. Das neue Schul- haus macht in seiner Anlage dem Kreisbauinspektor alle Ehre. Bei aller Einfachheit und Prunklosigkeit praktisch, be- techend in seinen Räumen und Fluren, das ist der Eindruck des Neubaues.^ Der Weihe folgte ein Festessen in der Decherschen Gastwirtschaft. Regierungsassessor Dr. Sey- .e.rth toastete auf den Landesherrn, Kreisbauinspektor Fischer Reals chuldirektor Dr. Pitz-Alsfeld namens der Kreisschulkommrssion aus die Gemeinde und Lehrer Strack auf die Kreisbehörde.
eh. Nidda, 5. Nov. Der Landwirtschaftliche Bezirksverein sür den Kreis Büdingen hielt heute nachmittag hier im Gasthaus zum Gambrmus seine H aup tv e r sam mlun g unter Leitung seines Vorsitzenden Kreisrat B o eckm ann-Büdingen und in Anwesenheit des Präsidenten des. Provinzialvereins Oekonomierat Schlenke- Friedberg bei sehr zahlreicher Beteiligung der Vereins- mitglleder ab. Der Vorsitzende erstattete einen Bericht über
Entwicklung der Landwirtschaft im Kreise Büdingen wahrend der Jahre 1905—1909, worauf Landwirtschafts- le^rer Wagner- Büdingen einen Vortrag über Liebigs Gesetz vom Nährstoffminimum der Pflanzen hielt und im Anschlliß daran über die Wiesndüngungsversuche der land- wirffchaftlichen Versuchsstation auf dem Finndörferhofe be- richtete. Weiter sprach er über den Stand der Ziegenzucht im Kreise Büdingen, worauf sich die Versammllmg dafür aussprach, daß die bisher vom Kreis dem Kreisziegenzucht- verern genxihrtl! Unterstützung von jährlich 200 Mk. auch m r n bewilligt werden möge. Mit einer ausgedehnten Besprechung über die Ausführung des Körgesetzes schloß sodann die Versammlung. (Mherer Bericht folgt.)
Hessen-Nassau.
)( Marburg, 6. Nov. Die Immatrikulationen zum Winterfemefter an der hiesigen Universität haben aestern abend ihr Ende erreicht. Wenn auch eine genaue Mer noch nicht gegeben werden kann, so steht doch fest, daß rund 2 00 0 Studenten (ohne die Hörer) da sind. Die Zunahme von Winter- zu Winter- und von Sommer- zu Sommersemester b.eibt demnach bestehen, denn im letzten Winter waren es 1871 und im Sommer 2192 tmmatrikuliQttc Studierende.
Marburg, 6. Nov. Akademische Gesell- chastsfahrten zum Besuche des Hoftheaters in Kassel sind von der hiesigen Universität geplant. Die erste der. artige Fahrt soll am Sonntag, 27. d. M., erfolgen und zwar unter der Voraussetzung, daß sich etwa 400 Teilnehmer finoen. Zu der Vorstellung in Kassel, für die MozartZ „Figaros Hochzeit" vorgesehen ist, soll um 11.40 früh ein ©onbe^ug hier absahren. Die Rückfahrt erfolgt um 7 26 abends. — In einer gestern hier abgehaltenen Versamm- ung des l andwirtschastlichen Kreisvereins beschäftigte man sich in ausführlicher Weise mllder Mäuse- LßÄ?/' oer Dekämpfungsmaßregeln immer noch anhalt. Mehrere Landwirte bezeichneten die Füchse und Bussarde als die besten Helfer in dieser Not, deshalb müßten diese Tiere geschont werden. Es wurde auch empfohlen wegen der Ratte den Gifthafer geschützt zu legen, z. fr in Drainagerohren. ö ' * **
gegen 50 Psg. Eintrittsgeld zu besichtigen. Von 3 bi§ 4 Uhr werden dort allgemein verständliche Vorträge über Völkerkunde abgehalten.
** Maul- und Klottenseuche Reue Abbrüche der Seuche sind gemeldet aus Stadtbezirk.Bamberg.
Kreis Büdingen.
*T* ® üdingen, 5. Rov. Unser Gaswerk geht seiner Vollendung entgegen und dürfte anfangs Dezember H! ®.ctgesetzt werden. Die Zahl bet HauSanschlüsse ist über Erwarten groß, so daß die Rentabilität des> Werkes gesichert erscheint. Auch die Abnahme von Gas für Kraft- bedarf verspricht rege zu werden.
--- Büdingen, 6. Rov. Unsere landwirtschaftliche Winterschule eröffnet morgen ihren diesjährigen W^nterkurs. Es liegen 33 Anmeldungen dazu vor.
== Büches, 5. Nov. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister M ä s e r zum vierten Male einstimmig wiedergewählt. Abends versammelte sich der Singverein „Liederkranz" in der Hof- reite des Ortsoberhauptes. Nach Vortrag des Liedes „Gott grüß dich" hielt der Präsident des Vereins eine Ansprache, worin er die Verdienste des Bürgermeisters feierte. Nachdem der Bürgermeister für die ihm erwiesene Ehre gedankt hatte, ging es in einem Lampionzug durch das Dors und die Einwohner verteilten sich in die verschiedenen Wirtschaften, um den .Abend mit Humor, Tanz und Gesang zu verleben. 0
Waldmichelbacher Mühlbauern', das' brave „Liß'l" durchwachen muß, bevor es ihr gelingt, gegen den Willen des eigensinnigen Mühlbauern ihren Schatz, den „Chrischd'l", als Gatten heim- Mführen. Der Alte hatte sich nämlich den reichen „Päitt", den recht beschränkten Sohn seiner Jugendliebe, der „Margräit vunn Haaschdaboch" zum Eidam auserkoren, und erst, als es beim Aufsetzen des „Hoch^igverttags" wegen des dem Mühlbauer zu gewährenden „Ausgedinges" zu einem großen Streit zwischen den beiderseitigen Verwandten kam, entschlossen, zur „Hochzig" mit dem „Chrischd'l" seine Zustimmung zu geben, der sich obendrein Noch als ein Sohn von „hoher" Abstammung und Millionärs- eltern entpuppt. Die einzelnen Personen des Stückes, besonders neben der Titelrolle der Mühlbauer, das Bäsl Kathrin, die „Margräit", die „Dreid'l", Liß'ls Patin, der „Jockl vunn der Rauboch", der Mrgermeister, der Schullehrer, der „Schröpp'r" (Baroier) Und der Polizeidiener, sind vom Verfasser mit köstlichem Humor und feiner Charakteristik gezeichnet und wurden sehr wirksam dargestellt. Herr Schmalbach war an der Aufführung dreifach beteiligt: Als Autor, als Spielleiter und als Darstüler des alten Mühlbauern und hat sich somit ein dreifaches Verdienst um das schöne Gelingen des Volksstückes erworben. Um die mit großem Beifall aufgeTumunene originelle Bauernkomödie auch weiteren Kreisen zugänglich zu machen, sand heute nachmittag im Saalbau bei ermäßigten Preisen eine Wiederholung statt. Rach der Aufführung begann in den zahlreichen Nebensälen ein luftiges Jahr- martttreiben, Erfrischungslauben aller Art, eine Tombola zurr Besten armer Kmder in Süd-Tirol, eine odenwälder Spinnftuk mit Gelängen und Tänzen und zahlreiche sonstige Kurzweil sorgten für die allgemeine Uitterhaltung, wahrend im großen Saal Tau-, vergnügen stMfand Das wohlgelnngene Fest dürst- mehrer« Tausend Mark Ueberschuß ergeben.
X Aus dem Odenwald', 6. Rov. In der Oden- Walder Granitindustrie ist es zu einem Konflikt gekommen. Nachdem in Kirschhausen, Sonderbach und Laudenbach etwa 160 Brecher mü> Steinmetzen in den Ausstand getreten sind, haben die Unternehmer 180 Arbeitern die Arbeit gekündigt.
! Mainz, 6. Nov. Die vor einiger Zeit von Truppen des Fußartillerie-Negiments Nr. 3 begonnene Feldbahn ist am Sonntag vollendet morden. Die Bahnstrecke, die Mom- bach mit Finthen verbindet und 7 km lang ist, wurde durch Offiziere des Kriegsministeriums besichtigt. Der Erfolg soll vollauf befriedigt haben, wie auch das neben dem Geleife im Boden hinführende Telephon tadellos gearbeitet hat. Als die Soldaten zum Bau ausrückten, wurde ein Mann von der elektrischen Bahn umgefahren und schwer am Kopfe verletzt. Em anderer wurde durch das Versagen der Bremse eines MunitionswagenS mit dem Wagen umgeworfen und durch die auf ihn stürzenden Granaten an den Beinen schwer verletzt. Hellte wurde schon wieder mit dem Abbruch der Bahn begonnen.
Kreis Wetzlar.
r. J- Wißm ar, «. Rov. Die H erb ftk.)^rvllver sammt- Donnerstag, 10. Nwember, vormittags w Bahnhöfe statt Es haben sich hier zu stellen die
Mannschaften aus den Orten Gleiberg, Krofdorf, Lnunsbach, Oden- Hausen, Salzboden, Vetzberg und Wißmar.
. - Berleburg, 7. Nov. In unserer Gegend fiegt, tote uns von dort berichtet wird, fußhoher Schnee
Dcrimjchrc».
' Unglückliche Heimkehr. Als am gestrigen Sonn- tag abend ein Ehepaar mit ihrem Kinde in seine in der Potsdamer Straße zu Berlin belegen- Wohnung zurück, kehrte, wurde es von einem Einbrecher angegriffen «l, d,e Frau die Wohnung aufschli-ßen wollte, trat ,hr d-,' Embrecher entgegen und streckte sie durch einen Revolver- schuh 'N d,e St-rn nieder. Als auf ihr Geschrei der Mann, der sich auf der Straße noch von Bekannten verabschiedete herbeieilte, wurde er van dem Einbrecher durch e,nen Schuß 'n den Mund schwer verletzt. Der Einbrecher ist ent. kommen. Der be, dem Dtordanschlag schwer verletzt- Manu >!t dec Damenschneider Robert Tetzke, der nach seiner Ein- lieferung >n das Krankenhaus starb. Tas Besinden der Frac E 1° ^lt, daß d.e Aerzte ,hc Ableben jeden Augenblick be- ^°l^p^'dium setzte eine Belohnung vor ltlüO Mk. aus die Ermittelung der unbekannten Täter. Ob das Verschwinden des Dienstmädchens mit dem Mordanschtag >n irgend welchem Zusammenhang steht, konnte noch nicht ermittelt werden. }
* . Franzö s ische Geburts- und „ Statistik. Aus Paris wird berichtet-
toorte?6™ £yclIe Don .Angst und Kümmernis. Mit Spannung en Sie Ra^hSe/P^CbCf?i€m^9cbrti^ der newt StZsttk jtie Zvhlen für die ersten sechs Monate des ‘-VnFirpä i q । n
n ? .^buizer, über die kleinsten Syniptome, die ine
4^st^n wachhalten können. Im Vergleich mit her enb MMsxZEKLNW-T genommen, 503 mehr als im Vonabre Weselttlicü^ns^^ Scheidungen, ine um 150 gewachsen knb' günstiger icdoch haben sich die Sterbezisfern gestattet- 48 4Z d-s 1910 Ä
Zeit des ^S«d”Ut 1115 in ?ct entsprctoe^n
tatsächlichen Vvraussessimgen 6er Mttkel sticht zutreffend. Der Minister des Innern hat sich nicht getoenbti, sondern verfolgt lediglich die Polittk weiter, welche er von seinem Dienst^ antritt an vertreten hat. In Sachen der Recchsfinanzreform hat die ReFsierung trotz schwerer Bedenken zugestimmt, weil sie feinen ankeren Ausweg aus der mißlichen Finanzlage des Reiches vor
Der Reichstagsab'geordnete Domkapitular Pichler wurde zum Dvmprvpst in Passau ernannt
Die christlich-soziale Arbeiterschaft Berlins veranstaltete am gestrigen Sonntag im Zirkus Busch eine große Kundgebung gegen die Zusammenpferchung der Arbeiterschaft in den Mietskasernen der Großstädte. Sie sprach die lieber- zeugnng aus, daß eine Reichszuwachssteuer wirksam sein ivürde und protestierte dagegen, daß das letzte große Feld in der Umgebung der Reichshauptstadt, das Tempelhofer Feld, dem Miets- kasernensyftem ausgeliefert werde. Ansprachen hielten Professor AdolfWagner sowie die Bvdenreformer Behrends, Damaschke und Lizentiat Mumm.
Achter, der nicht fertig brachte, sich zum Doctor. utrrusque Iums aulzuschwingen, im Mter von saft 53 wahren, als sem Ruhm sich längst durch alle deutschen Gaue verbreitet hatte von der Universttät Rostock durch Verleihung der philosophilchen Ehrendvktorwürde ausg^eichnet wurde Als Reutm^ der ,c^n un Jahre 1862 in Bad Elgersburg bei Ilmenau eine Kur durchgemacht, nach dem Tode seines Schwiegervaters den Entschluß faßte, nach dem chm von seiner Jenenser Stu- dentenzeit in gutmi Crinnerung verbliebenen Thüringer Lande uberzunedeln, beschloß die, philosophische Fakultät der mecklen- burgischen Landesunwersitat auf Antrag des Germanisten Karl Bartsch eine Ehrung des scheidenden Dichters in derselben Weise, wie dies jefron 7 Jahre vorher seitens der Universität Bonn gegmuber Klaus Groth geschehm war. Das in lateini eher Drache abgefaßte Diplom das Reuters Gefühls- und Denkart und ,eme glückliche Fahigkeck rühmt, Ernstes mit Heiterem zu mucken, nimmt besondns Bezug auf die,F)lle Kamellen", als das Deutschland lobe. Reuter, der nicht wenig über- ttastht und erfreut war, ging bald nach Eingang des Diploms r-UnwtC? dvofessor Maaß, der damals noch als Gymnanallehrer m Neubrandenburg wohnte und den Besuch wie folgt in einem an Profefior Gaedertz gerichteten Briefe beschreibt: '7^2 - s^uem Nachmittag ruhig in meiner Stube und
^^brheftL Da klopft es und herein tritt Fritz Reuter, / pudern mit den richtigen, breitspurigen „Entspektor-Brasigschrttten". Ich lade ihn auf das Sofa l^^^ welckes er mtt entsprechendem Aplomb niederfällt, und dann überreicht er mir ein Dokument und sagt halb verschämt
Iungftau: „Herr Doktor Maaß, ich wull Sei dat
/ewen. ^ci hewwen mi in Rostock taun Tottor und Ma- gifter matt von wegen mine „Olle Kamellen", denken Sie ob Müßt^"' LUe ^amelle^ Wenn bat de olle Cicero
ivutzt. meinem treuen freunde, dem Kapitän, meldet er die Pro- 'motion nut den Worten: „Tenke Dir, alter Junae dast die zäheste oakultät in deutschen Landen Deinen dämlick>en Charles douze (ein Spitzname Reuters aus seinen J^genchahren) zum berwa a gemacht hatt'. Seinen Dankbrief an Groß-
Friedrich Franz II. als Kanzler der Universität Rostoik er folgendermaßen: „Denken Sie sich, ftönigläe Aoristen in einer Doktorrobe! wie er das
gewohnte Gewcmd nicht zu tragen weiß, bald es der Würde iveacn
S Ssuns Fnb und Cta
W. Sen Avktvr M’SS&ff.
rlusland.
Die „Preffe Coloniale" will wissen, daß die ftanzSfische Regierung die Stadt ChandernagorinFranzösisch- Jndien an England abtreten wolle und dafür eine V ergr ö ß erung des Gebiets von Pondichery erhalten solle. Der Abgeordnete von Französisch-Indien, Bliessen, kündigt an, daß er über diese Gerüchte eine Anfrage an den Kvloniab- minister richten wolle.
Chaudernagor, die „Mondstadt", liegt cm Hugly in der indobritischen Präsidentschaft Bengalen, nördlich von Kalkutta, ist 9,4 Quadratkilometer groß und hat rund 11500 Einwohner. Es besitzt einen Hafen und treibt lebhaften Handel. Die ftanzösische Besitzung Pondichery liegt innerhalb der indobrittschen Präsidentschaft Madras, im Msttitt ©übatCDt, ist 290,69 Quadratkilometer gr^ß und hat rund 273 000 Einwohner ; die Hauptstadt dieses Gebietes, die gleichfalls Pm- dichery heißt, liegt an der Mfte Kor^mandel, hat über 47 000 (Anwohner, eine sichere Reede, einen Leuchtturm und eine bettachtlickw Baumwoll-Spinnerei und -Weberei.
Rach einer amtlichen Mitteilung aus Madrid herrschte sowohl in Barcelona wie in Sabadell am gestrigen Sonntag Ruhe.
Die Pforte richtete an die persische Regierung eine Rote, in der die persischen Beschwerden über 11 eher griffe der türkischen Truppen in persischen Gebieten widerlegt werden. Der Botschafter in Petersburg wurde beauftragt, eine ähnliche Erklärung der russischen Regierung abzugeben.
Der frühereSchahvonPersien ist, wie aus Odessa gemeldet wird, am Sonntag ins Ausland abgereift. Er beabsichtigt, ungefähr zwei Monate an der Küste des Mittelmeers zu verwetten und kehrt dann nach Odessa zurück.
Starkenburg und Rheinhessen.
R. B. D arm stad t, 6. Rov. Der Kaiser v on Ruß- ist h^ute vormittag 10i/4 Uhr aus Potsdam wieder in Egelobach-Wolfsgarten eingetroffen und vom Großherzoas- )aar begrüßt worden. Heute abend besuchten der Zar mit den beiden ältesten Großfürstinnen mrd das Großber- zogspaar im Hoftheater die Aufführung der Oper „Samson und ^alila". Am Mittwoch findet eine Aufführung des Schauspiels „Bonisazius" statt, zu der auch die Zarin Alexan- dra bestimmt ihren Besuch zugesagt hat. Der Autor ,,E. < etn Pseudonym des Großherzoas.
R.B. Darmstadt, 6. 9Lov. Für die Stadtver- in 1 ’2>armftab^ burch die am Donnerstag,
10. i>. JJL, 18 Mandate erneuert werden müssen, ist aestern unter allen bürgerlichen Parteien eine erfreut icheEini- to°rrken* Die vereinigten Bezirksvereine yatten eine gemeinsame Kandidatenliste aufgestellt, die weder die Freisinnigen, noch die Nationalliberalen recht beftiediate. oesv9hV”*** vorgeschlagenen Kandidaten aus- ber fortschrtttlichen Volkspartei sind, !0^^-^e'e Partei nach einigem Besinnen der Liste zu, lieber h^r1116 Parfe, ^mung innerhalb der Partei angeschtosfen hätte. Die Partei hat sich vor allem daran gestoßen,
• ^Nahrrges und verdientes Mitglied, Stadtv. man au^ bic gesetzt worden war und
fcdrittfirfi^^6 un^er Streichung eines der fort-
n Äw?" die dieses Stadtverordneten
nm hna . Nachdem NUN aber Herr Rockel selber,
—r das Zustandekommen der gemein» lamen &|te äst beselligen, von seiner Wiederwahl Abstand h?Cr^lt ^a£'. h^en auch die Nationalliberalen dem Kompromiß zugeftimmt. Es wird also bei der Stadt- s a m'p^ bnwah den Sozialdemokraten eine g em ein UeÄeto^r Sartin 9e3en,
t u Mi m ta," f‘ S V ;,6- Der Verein, sür das Deut sch.
ein^>e7iiichcs a-6cit6 städtischen Saalbml
’tts «ä sse* ÄSrrts Volks uüäes aus der FebVd^c^ die Aufführung eines hespichen ein ttcffllcheS Bil^?dem^V°ll"cb°n .9,efci,ricbcne Stück gibt orte im vorigen Jahrhuiwert und ^sckittdert^a?p"^^ Odenwald- Familicnszenen und ^lebm.se, bte


