Ausgabe 
7.10.1910 Erstes Blatt
 
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verneurs <ru5 Windhuk revoltierten bei Wil-

Helmstal in Südwestafrivcr am 4. Oftober die Draus

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kaykaffern der Baufirma für den Umbau der Strecke Karibib-Windhuk. Die Revolte wurde sofort mit der Hilfe des Militärs unterdrückt. Zwölf Eingebo­rene wurden getötet, zehn verwundet. Für ausreichenden militärischen und polizeilichen Schutz ist ge­sorgt. Der nähere Tatbestand ist noch unbekannt. Eine eiiv\ gehende Untersuchung ist eingeleitet.

Ä! nächsten S-rmstäg, i/27" Uhr'"sott "das her mit einer Heinen Feier i-

Deutsche Ustonien. I samten und Fechten hott den Durn- und Fechttvarten des

Berlin, 6. iDft. Nach einem Telegramm des @üu«-p^crcind erteilt wird.

- . **^Eichsbanknebenstelle. Am 24. .Oktober d. I. H^spe eine von der Reichsbcrnkstelle in Hagen '(Weflsalen) abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kassenein- rrchtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.

Ä k- 6- Oft. Die diesmalige Gemeinde rats- 14 Tagen statt findet, wird ganz besonders dre Gemüter erregen. Die Sozialdemokratie, die schon bei der vorigen Wahl alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, wrrd diesmal wieder eigene Kandidaten aufstellen. Licb hat etwa 500 Wähler.

Dr. Böhmer begrüßte den Kongreß im Namen des Reichs- ranzlcrs und des Staatssekretärs, der leider durch eine unaufschieb­bare ärztliche Kur verhindert sei, den Verhandlungen des Kon­gresses versönlich beizuwohnen. Der Umerstaatssekretär erinnerte ebenfalls an die dunklen Schatten, die über der letzten Tagung la­gerten:

In imer beklagenswerten Zeit des absoluten Tiefstandes unserer Kolonialbewegung konnten die Gegner den Augenblick zu einem vernichtenden Schlage gegen unsere gesamte Kolonial- volittk.für gekommen halten. Damals habe der zweite Kolonial- kongretz gezeigt, daß es .in Deutschland noch Männer gebe, die Mut hätten, deni Kolonialpessimismus entgegenzutreten und: ifre Heberzeugung zu verfechten, daß für Deutschland die Ver­folgung etner zielbewußten Kolonialpolitik Pflicht der nationalen ^elbüerhaltung bedeute. Diese Streiter für die koloniale Sache hatten Recht behalten. In den letzten fünf Jahren sei die ko­loniale Entwickelung,einen mächtigenSchrittvorwärts gekommen. Die wirtschaftliche Entfaltung übertraf bei der Reihe unserer Kolonialgebiete selbst weitgehende Hoffnungen, der ko-

f x,t sieghaft in die weitesten Kreise des deutschen Volkes und der deutschen Volksvertretung eingezogen Die ko- I lomale Frage ist mehr als je in den Vordergrund der wirtschaft­lichen Interessen der Natton gerückt. In Anbetracht der neuen Forderungen, welche die fortschreitende Erschließung des Ko­lonialbesitzes an die Kolonialverwaltung stelle, könne es für diese nichts wertvolleres geben als die vielfachen Anregungen und Belehrungen, die sie aus den Beratungen dieser so hervor- I ragenden sachverständigen Delegiertenversammlung schöpfe, wie Üe der Deutsche KolonialLngreß darstelle.

v. Behr-Pinnow sprach im Auftrage der Kaiserin, die v^Ere, wegen ihrer Abwesenheit von Berlin nicht persönlich mtt dem Kongreß in Verbindung treten zu können, aber durch ihren Gruß ihr Interesse bekunden lasse.

Nachdem noch Oberbürgermeister Dr. Kirschner begrüßende ^tke, wurde in die Tagesordnung eingetreten. I » t>er Präsident der Haanburger Handels-!

kmumer, Max Schinckel, über die Kolonialgesellschast als Er­gänzung unserer heimischen Landwirtschaft. Sodann gab Ge- ^u^r^ofrat Professor Dr. Hans Meyer-Leipzig eine Ueber-I orSrfrS Speditionen des landeskundlichen

Ausschusses des Reichskolonialamts. Hieran schloß sich die Aus­sprache. I.

weiteren Verlaufe hielt Gesandter Graf von Goetzen ' ^^^tt?§über die Besiedelungsfrage der .Kolonien. An der

^t^miral Strauch und Gräfin v. Zech ' ^e nächste Vollsitzung findet morgen früh um 9y2 Uhr statt. | ^ute Nachmittag imd Sektionssitzungen. 11

Das Erpresser- und Mörderpaar Koppius vor Gericht.

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von seinen Eltern, die angesehene Geschäftsleute gewesen seien verstoßen, wäre er allmählich auf die Bahn des Verbrechens ge­trieben worden. Wenn das Buch erschiene sei, sollte der Verleger weitere 5000 Mark bezahlen. Für den Fall, daß ihm das Geld Mit dem er eine Reise nach Italien machen wolle, um sein Lungen' leiden zu heilen, Nicht gegeben werde, habe sich der Empfänger selbst als den Mörder seiner Familie anzusehen. Koppius drohte daß er Siegfried Weber ermorden und seine Familie zer­fleischen werde. Um seine Drohung nicht als leere Redensart hinzustellen, gab der Briefschreiber selbst an, daß er den Mord in der Windmühlenstraße verübt habe: er habe im ganzen bereits 3 Morde in Leipzig ausgeführt. Damit der Empfänger des Briefes sich aber selbst von der Wahrheit des Geständnisses überzeugen und die etwaigen Folgen einer Ablehnung der gestellten Bitte ermessen könne, schrieb der Mörder ferner, daß er die bei den Friedruhschen Eheleuten geraubten 2 Uhren und Kette im städtischen Leihhause versetzt habe und zwar am Tage des Mordes zwischen 10 und 11 Uhr vormittags. Die sofort benachrichtigte Staatsanwaltschaft ermittelte, daß die Angaben des Brieffchreibers bezw. das Ver setzen der Uhren tatsächlich auf Wahrheit beruhten.

In einem zweiten Briefe vom 8. Januar schrieb der Mörder rt Ann Hi öyi-vi 9R) a«* k«. j CTYX . r t k .JXi t r w. 1

et v"erteilte den Spezi alarzt Dr. Georg Berq wegen fahrlaiftger Körperverletzung, begangen an ernem Patienten, Ml 100 Mark Geldstrafe y p

Frankfurt a. M., 6. Okt. lPrwattelegramm). Heute mittag kurz nach 1 Uhr fand man den Kaufmann und Be­zirksvorstand Louis Fentheim und sein Dienstmädchen Brand m der Wohnung Eckenheimer Landstraße 30 er- l , rlCn °U/*r - nimmt an, daß das Dienstmädchen das schon verschiedene Male im Irrenhaus war, den Dienst-: Herrn und dann sich selbst erschossen habe.

Kassel, 6. Okt. Das Ergebnis der Wert- Cr ätzten Jahre brachte dec Stadt Kassel 280 Mk. Im Etat hatte man dafür 100000 Mk. ein­gestellt.

Aus Stabt und Land. , Gießen, 7. Oktober 1910.

< " Eharaktererteilung. Der Großherzog hat

dem Oberlehrer an der Oberrealschule zu Darmstadt Heinrich G e t r o st den Charakter als Professor erteilt.

Der nationalliberale Verein hielt gestern abend lmKaiserhof" eine Mitglieder-Versammlung ab, die sich in der Hauptsache mit den Stadtverordnetenwahlen be­schäftigte. Es wurde beschlossen, daß die gewählten Vertreter dahin wirken sollten, daß eine rein bürgerliche Liste, ohne die Sozialdemokratie, aufgestellt würde. Außer den prinzipiellen Grüuden war für diesen Beschluß das Verhalten der Sozialdemokratie maßgebend, die sich in mehreren Zeitungs-' Notizen gegen ein Zusammengehen mit den Liberalen aus-! gesprochen hat. Kandidaten wurden gestern noch nicht bestimmt. Man schreibt uns ferner: Vor mehreren Wochen wurde in einem Bericht über eine Sitzung des hie- sigen sozialdemokratischen Wahlvereins in dem Parteiorgan mitgeteilt, daß dort der Beschluß gefaßt worden ist, eine Kom­mission zu ernennen, die Kandidaten für die Stadtverordneten­wahl vorschlagen soll, und zwar eine reine Liste, d. h. es sollen nur Parteigenossen aufgestellt, bezw. vorgeschlagen werden. Nach einer Notiz in der gestrigen Nummer der sozialdemokratischen Zeitung hat der soz. Wahlverein gestern eme weitere Sitzung abgehalten, .in derGenosse Krumm über die Tätigkeit unserer Stadtverordneten" berichten sollte,! worauf dann die Aufstellung der Kandidaten erfolgen soll"'!

** Zur Stadt Verordnetenwahl beschlossen ge­stern abend bte beiden großen Bereinigungen Riegel- psad- imb Seltersbergverein g erste i n s ch ast- litv zu handeln und zur Vermeidung größerer Zerspit-! terung .wenn angängig mit dem Bürgerverein Hand in I vand zu gehen.

Deutscher Uolonialkongreh.

:: Berlin, 6. Okt.

Der dritte K o l o n i a l k o n g r e ß wurde heute vormittag mit einer Vollsitzung un Reichstagsgebäude eröffnet. In seiner Erör^ngsrede Mrte bei Präsident, Herzog Johann Albreckt zu Mecklenburg in Erinnerung an die früheren Kon­gresse aus:

1on,^c alle werden noch wissen, daß der Kongreß im Jahre IJOo tm Zeichen der Wirren und Nöte stand, von denen drei unterer Lprikamschen Schutzgebiete heimgesucht wurden, indem damals dre Kriegsfackel durch die Länder wehte, viel hoffnungs- volles Leben dahinraffend und viel aussichtsreiche Arbeit ver-

.Damals erhoben unsere Gegner stürmisch ihre Stimme und erklärten unsere Kolonien nicht nur für überflüssig, wie bisher, nein, der schmerzlichen Opfer an Gut und Blut, die, das dQitsäye Volk darbringen mußte, nicht wert, sondern für schädlich für unser Vaterland. Heute fönnen wir voll stolzer Zuversicht den Blick auf unsere Schutzgebiete richten. Deuffcher ^leiß und deutsche Ausdauer verwischten die Spuren der Aus­stände, machten das Land nutzbar, erschlossen sein Jimeres dem Verkehr und enthoben dem Boden seine Schätze. Es geht in unseren Kolonien mit machtvolleii Schritten vorwärts.

+ Leipzig, 6. Okt

SZ «ÄfiÄS - ÄÄ Landgerichtsdirektor Müller teilt mit daß

Ei-m-^ssber Angeklagten über die verschiedenen Erpreßungsvermche, beenden werde, die diese gegen den hefnnntp-n ubt haben. Es handelt sich dabei um insgesamt zwölf Ervressei--^ briefe, welche die Angeklagten im Dezember 19f)S -<r | Februar und März 1909 verfaßt und^ um St ^"Uar'l Rriew^baben ^cbcr gerichtet haben. All/ diese

^a^en ^um geistigen Urheber den Hauptairgeklagten Warf b" flP rurn Teil seinem Bruder diktiert hat Ms

** S ch ü l e r t u r n e n. Die überaus guten Erfahrun­gen, die der Männ e r tu r n v e r ein bei dem Schüler- wetturnen gelegentlich der Feier seines 25jährigen Bestehens gemacht h<tt, haben ihn veranl-astt, der Gründung einer

- Schüter-Turnabteilung näherMreteu Kurz vor. priese yaoen zun

wi?''t!erten Würbe eine Aufforderung zum Eintritt in Koppius, der sie zum Lett feinem Brndei- StFHprt

Me Abteilung an die Schuler all e r hiesigen Schulen ver- Absender ist in allen Briefen eck Äti l2QL- eiche ^er daraufhin erfolgten Anmeldungen ist Die Bmefc gelangten sämtlich in den Besitz i>e?^

Ä! u^sten Samstag, i/27 Uhr, soll das Z- A ^^ber Herrn Siegfried Weber, der dadurch in di° größte Winterhalbjahr mit einer kleinen Feier in Aufregung versetzt wurde. Es wurde von ihm zunächst die Lumme »ä-säss ä< ijWÄüte Äwshs

L . Grünberg, 6. Okt. Ein schweres Unglück I hat f ich heute abend kurz vor 8V< Uhr in der Nähe unserer Nebenbahnstation ereignet. Beim Rangieren des nach 8 Uhr ! eingetroffenen Zuges, der dabei eine Straßenkreuzung g^bren muß, stteß er mit einem Einspänner des Gastwirts Ehr. Wagner vomEnglischen Hof" zusammen, wobei

' FllhrNwrk zertrümmert wurde. Wagner, der auf dem > aivmi.ii <jhcic wm u. iujnto oer wcorver

aiagen saß, wurde schwer verletzt, anscheinend wurden dann, daß, wenn Weber das Manuskript nicht kaufen wollte er chm beide Beine überfahren. Er wurde sofort in die dock wenigstens 1000 Mark Abstand geben solle. Er wiederholte Klinik nach Gießen geschafft. Angeblich sollen diebord c er- nn <eiJt ^ord der Friedrichschen Eheleute beteiligt ge- geschriebenen Si ch er h e i t s m a ß r e a e ln außer Acht ül mck betonte insbesondere, daß die 5 fehlenden Schlüssel geblieben sein. r? cit^cr ^trahensthleuse lagen, wo sie später auch gefunden wurden

Treis-Horloss r x" 5"^ schreiben vom 11. Januar war ein Mit blut besudelte-

o fBrn n^inf i'L6, t Das Maschinenhaus tztuck Papier emgefchlagen und das Schreiben war mit dreiBlut zum -proviuzial-Wasserwerk geht seiner Voll- kreuzen unterzeichnet. Es enthielt ecke Lobpreisung des iRm- nnrih1 ^D^bafU entgegen, in den nächsten Tagen wird sassers und seiner Schlauheit und schwere Besthimpfungen der noch das Dach aufgesetzt. Die Herstellung der Fundamente Leipziger Polizei. Die Briefe zeigten durchweg, daß ber Schreis infolge des sumpfigen Bodens große Mühe. (Sine £!nc .9 ut e Bildung besaß, er verwandte eine ganze 34 Meter tiefe Betonschicht mußte zuerst hergestellt werden. latemstcher Ausdrücke und Zitate. Als dann trotz aller Das Legen der Rohre ist jetzt bis zur Einführung in das der Polizei der Angellagte zunächst nicht als der

gcLcgi. Es oegiunt nun die Erörterung der Ervresserbriesp'

i. ^Ui Mittwoch abend hat sich der in die Karl Koppius zunächst auf Veranlassung eines Bekamtten

den 60er Zähren stehende ^a-glohner Fehr von hier an Jiamens Rudolf geichrieben haben will, den er auf der Rennbahn einem Baum un Heidberg erhängt. Was den Mann in kennen gelerw habe, dann aber iaus den Augen verloren habe, den Tod getrieben hat, ist unbekannt. Es folgt dann die Verlesung der einzelnen Briefe, die eine

I x B ad - Nauheim, 6. Okt. Während man im nörd- ßbraume Zett in Anspruch nimmt. Der Angettagte Karl Koppius lichen Teil der Provinz Oberhessen überall über den kläo- bekundet: Sämtliche Briefe seien mit dem angeblichen Rudoss lichen Ausfall der Ka r t o f f e l e r n t e sehr klagt, sind Her Älme,t geschrieben worden, d h. Rudolf habe den Inhalt aw die Bauern mit den Erträgen durchweg außerordenttick auch bifticrt. Er habe eigent-

niehreren Dienftmadchen verlobt hatte und denen er Heinere I en Jülich find. Einer dieser Briefe ist so umfangreich und größere Geldbeträge abschwindelte. Die Festnahme er- Ä'Ä ^rere Jage gewesen

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3a^rt von Frankfurt nach Mannhemi erkannte, da dessen licher werden können. Vors.: Sie haben diesen Brief auch mit Dienstmädchen von dem HeiratSschwiiidler auch um mehrere Puderen Schrift geschrieben. Angell.: Karl Koppius ja 100 Mk. betrogen wurde. Der Verhaftete wollte sich mit Vors.: Wir kommen nun'zum

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st WWAä ssertiESRS s MKMr. is>tzk Wohnhaus der Seminaristen verlängern. Koppius, mir ist es egal, ob ich mich irre ober nicht. Ich hatte

/X Ockstadt, 6. Okt. Ueber das größte tat h olische -Absicht nach meiner militärischen Hebung in Arbeit zu.

Gotteshaus in Oberhessen verfügt jetzt die hiesige katboliscke ^r^tgut ein Leben nicht auf-

I Dombaumeister Becker-Mamz, der unter anderem auch die Ueberzeugung. Erst wollte ich, daß Fritz einen Jungen weg- neue katholische Kirche zu Gießen baute, hat die Pläne ent- ' - 'vllte daß wirdann die Heberzieher vertauschen sollten, worfen. Ein neues Pfarrhaus schließt sich an die Kircke an aufpassen; ckann haben wir's aber doch noch

x ZL - ** -** i ä; z ss. »ä wjä; ä 18. Oktober. batte und titel zu schnell zurückkam. WährenddessL fuhr ein

L .,to- Darmstadt, 6. Okt. Der Großherzog hat den mobil vorbei. Während ich vorgckg, sah ich, wie das !Zeichner Julius Klinger in Berlin in die Künstler- " machte und Weber ausstteg. Hnsere Blicke

Kolonie berufen. 6 " ten sich obgleich ich ihn noch nicht kannte. Ich war

7 R o d h e i m a. d. Bieber, 6. Okt In den Neben räum en vorn ckno unr^ig g^sen und während ich nach

.H^ushaltungslehrerrn HerK für den Kreis Verbindung stehen. Ich wollte von der Bildfläche verschwmden ?.rb?7f und Gemuseverwertungs- E wollte fortrennen, aber ich sagte mir, daschat nun doch feinen

Kursus statt, an welchem sich etwa 25 Mädchen beteiligten Z^eck mehr und so wurde ich festgenommen.

®ie neue ^^^u^e an ber mir5 am närnftenl,t b!e Beweisaufnahme geschlossen. Die den Ge-

Montag nachmittag eingeweiht werden In ihrem stattt en Iauten auf Mord in

lichen Umfang, ihrer schönen und gediegenen Ausführtma lend^t?^"'?s^^bn Raubmord, Raub und, versuchte und vol-

D/t (Pm.vattelegramm.) .Heute hl.naus berechtigtes Aufsehen erweckt. Die Angeklagten haben ein

Versuchte ein in ider Ztethenstraße wohnhafter ?-n b abgelegt. Dadurch ist es möglich ge-

au f man n feiner Geliebten, einer 20jährigen Verkäu- worden, vollständige Klarheit in die einzelnen Straftaten zu ferm, die Pulsader zu durchschneiden, nachdem sich l8 möglich geworden, einen wertvollen

beide zuvor mit Ehloroformöl Ku vergiften versucht wSL Z^enleben der beiden Angellagten

hatten. Beide wurden belvußtlos aufaefimden tv t tUr^ ^ef^ Angellagte hatten feine gute Jugend von der Rettungswache angestellten Wi ed e r b e l e 6111, sten culc Profession erlernen, was ihnen

versuche waren hnti eoerveledungs- lnder durch den Vctter verwehrt wurde. Beide Angellagte sind

° ? t I Ä'J- &L. Die hiesige StrnffamJ baWtoeit

Ä sS ^ ^^E seinesgl^chen stebt. Er hatte als 18jährigeo Flaschenspuler fast alle deuffchen Klassiker gelesen, er hatte sich mit griechischen und römischen Klassikern beschäftigt. Er wollte .^rosisch lernen Er war in seiner Jugend sparsam und arbeitsam und hatte sich o00 Mark erspart. Beim Militär und nachher - geführt. Da muß man sich fragen: wie wav

es möglich, daß er 111 Jo Turner Zeit ein so schwerer Verbrecher werben konnte ? Er gibt bie Antwort selbst in einem Briefe, inbent et lagt: Sic seben in mir einen Menschen unb boch zwei Seelen ^ch kann mir seinen Lebensgang nicht anbers erklären, als bafi an bie BeUe gefteeft hat unb bie Sucht nad, Gelb hat in ihm bie Beltie geweckt. Da geht ber An- geKagtc eines Margens durch bas dunkle Trevpenhaus in ber Ntkolaistratze unb trifft einen Geldbriesträger, bie Bestie in ihm scweckt und er rang sich zu bem Entschlüsse burch, etn Marder zu werden. Er hat alle Straftaten mit absalutm lleberlegung auszesuhrt Der Staatsanwalt geht bann ausführlich die Straftaten beider Angeklagten burch. Er bitte alle Schuld- fragen zu blähen. '

Äi^lLwauf der Verteidiger Dr. KonradiJung.

Das mich bei dem Falle am meisten erschüttert hat, ist btefer <m^TltteaorxlJe^er?a9s. tX0n ttner achtungswürdigen Person zum Mörder. Achckngswurdig war er, der Äaatsanwalt hat das ja Ichon teilweise selber geichttdert. Sein größter Schmerz war, s -C Arbeiter war und ihm somtt keine Möglichkeit des Emporkommens gegeben war. Dann kam die glückliche Zeit für ihn, die M i l i t ä r z e i t, die er in allen (5bien abiolviert hat. Er ist als Gefreiter abgegangen, er ist ^«"Ächlrch. borden. Ein Offizier, bei dem er

1 tntipii Tniitrt <Umam (a a*« f in meiner

langen Dienstzeit kaum einen so vorzüglichen Burschen ht gehabt, und meine Frau ist derselben Ansicht. Ich entsinne mich i hebt genau, wie Koppius am Tage des Geburtstags memZ L tenM^n9Cll\frUr? um. 5 Hhr aufgestanden war und snck 1 cke Mttitärr^t^Ä!? ?^umeu geschmückt hatte. Mer M ?auch einen großen schmerz gebracht. Er batte gehofft, doch wenigstens die Ottundlage zu gewinnen um r empor kommen zu können, indem er. auf Versorgung chienen wollta ijj v)ar ihm verschlossen, durch die Heine Strafe, die er in ber ttai ^tte. Auch nach der Militärzeit begann er sofort die Seinigen zu unterstützen. Er sorgte dafür daß sie ganz behaglich zu leben hatten. Das war sein Verderben Er ^"c setne Kräfte erheblich überschätzt; es reichte nicht nZ k,c_ unglückseligen Spielen und Welten

Ein Kapitel für sich. Es wäre schön, wenn dieser Prozeß den