Ausgabe 
6.10.1910 Erstes Blatt
 
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30. Mai 1908 dieser Wohnsitz nach ein- n einem Platz erworben wird. Um fr

jährigem Wohnen an einem Platz erworben

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§ Nieder-Ohmen, 5. Okt. Zwischen Bernsfeld und

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Madrid, 5. Okt. DieCorrefpondenria bt Espana^" Hat durch Transparent folgende Depesche bekanntgegeben.- Lissabon ist in der Gewalt der Revolutionäre. Die könig- ÄLche Familie befindet sich an Bord eines Kriegsschiffes auf dem Wege nach England. Der Minister des pimem hat auf Befragen erklärt, er wisse nicht, ob die Meldung der Correfpondenria wahr sei; er wisse nach den- Letzten Telegrammen des von der Grenze telegraphierenden Spanischen Militär-Attache in Portugal nur, daß die Be­wegung von einem Admiral, und wie man glaubt, auch von -einem General geleitet werde. Der größte Teil des Heeres sei dem König treu geblieben, dagegen Habe fast die ganze Flotte mit den Ausständi­schen g em ern f am e Sache g e ma ch t. Der König sollte sich an Bord eines Kriegsschiffes befinden, aber dieses ankere noch immer im Tajo.

Geschicke Aegyptens ausüben'werde, sei durch die Haltung des.Kbedwc unvermeidlich geworden, welcher stets eine zweideutige Politik befolgt mW wwohl den ägyptischen Nationalisten, wie den Engch^ern und Türken gegenüber ein Doppelspiel getrieben habe, da Aegypten unter dem neuen die langersehnte Verfassung erhalten werde. Ter Erbprinz Abdul vmineun stehe vollständig unter dem Einfluß seiner von liberalen Ideen erfüllten Mutter.

ist erklärlich, weil nach der Novelle zum Unterstützungs- wohnsitz-Gesetz vom' ~y'

Die provisorische Regierung.

Madrid, 6. Ott. Nach einem Telegramm aus Bajadoz ist in Portugal die Republik erklärt. Die provisorische Regierung setzt sich folgendermaßen zusammen: Theo- philo Braga Präsident, Bcrnadino Machdoado Minister des Aeußern, Antonio Jose-Almeida Minister des Innern, Alfonso Costa Unterrichtsminister.

Pari s, 5. Okt. Ein Freund von C o r t a, dem Führer der portiigiosischen Revolutionäre, teilte einem Bericht-! erftatter mit: Er sei überzeugt, daß Corta jede grau­same Ausschreitung verhindern werde. Er habe ihm efft kürzlich gesagt: Es werden vielleicht Straßen­kampfe stattfinden, au er man wird ckiemanden ermorden. Sechs zuverlässige Männer seien schon lange dazu aus­ersehen, sich im gegebenen Augenblicke des Königs zu bemächtigen, aber nur um sein Leben gegen die Wut der Exaltierten zu schützen.

Die Börse und die Revolution.

Sowohl an der Londoner, wie an der Pariser, Berliner und Frankfurter Börse haben die bekannt gewordenen Nach­richten vom Ausbruche einer Revolution zu Gunsten einer portugiesischen Republik keinen besonders großen Eindruck hervorgerufen. Die portugiesische Finanzlage ist durch Jahre eine sehr verworrene gewesen, jedoch ist feit acht Jahren ein festes Nebereinkommen mit den Gläubigern der auswärtigen Staatsschuld in Kraft. Seit dem vorigen Jahre hat sich diel Regierung auch mit einer Sanierung der Staatsschuld und zuletzt selbst mit dem Plan einer Währungsreform beschäftigt. Dies zeigt, daß man ernstlich mit einer vollständigen Kon- solidierung der Verhältnisse deö Landes auf wirtschaftlichem Gebiete beschäftigt ist, und es darf wohl auch angenommen werden, daß, wenn in der Regierung des Landes eine Aende- rung ein tritt, gerade auf diesem Gebiete mit Eifer weiter- gearbeitet wird, damit die bösen Scharten, welche der Staats-! bankerott von 1892 dem Kredit des Landes geschlagen hat,! ganz ausgewetzt werden.

a-3 ^" Geschichte der Revolutionen in Portugal.

nrnHnn^r das klassische Land der

ausschuß in Offenbach aus Anlaß der dortigen Stadtverord. neteuwahleu entschieden.

**Sichere Boten" kündeten gestern, Mittwoch nach, mittag, über die Lahn ziehend, die bevorstehende kaü Jahreszeit an, nämlich ein großer Zug Kraniche. Ihr Weg­zug erscheint diesmal äußerst früh.

Ma d rid, 5. Okt. Hier Aeht das Ger üch t, in Lissa­bon seien 8000 bewaffnete Dauern eingezogen.

Die Verbindung mit Lissabon.

""Pfarr Personalien. Der Großherzog hat be» Pfarrer Ernst Siebeck zu Wirberg die eoang. Psarrste^ zu Merlau, und dem Pfarrer Wilh. Roo8 zu Schornsheim die zweite eoang. Pfarrstelle zu Lampertheim übertragen.

Erledigt ist je eine Steueraufseherstelle zu Büdingen und an der ZuckerfabrikWetterau" zu Friedberg.

""Veränderungen im 18.Armeekorps, v. Obernitz Oberstlt. und BatS.-Kommandeur im 1. Kurhess. Jnf.-Re^ Nr. 81, zum Stabe deS Füs.-RegtS. General-Feldmarsch^ Graf Blumenthal (Magdeburg) Nr. 36, v. Sell, Major be^ Stabe des Jnf.-Leib-RegtS. Großherzogin (3. Großh. Hess. Nr. 117, als BatS.-Kommandeur in daS 1. Kurhess. Inf.. Regt. Nr. 81 versetzt. Oberstleutnant v. Rauchhaup beim Stabe deS 1. Kurhesi. Jns.-Regts. Nr. 81, zum Oberster, befördert. Die Betriebsleiter: Dr. Bodewig bei der Pulver, fabrif in Spandau, zur Pulverfabrik bei Hanau, v. d. Bech bei der Pulverfabrik bei Hanau, zur Pulverfabrik in Spanda. versetzt.

snilte auf der JachtAmalie" eingeschifst hat. Marr trimmt an, daß sich König Manuel ebenfalls an Bord befindet.

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* I st vierjähriger oder dreijähriger Wohnsitz in Gießen notwendig, um bei der Stadt- verordne tenwahl wählen zu können? lieber diese Frage scheint man sich vielfach im Irrtum zu befinden. Ta- ''

Gib r altar, .5. Okt. (Reuter.) Die KreuzerNew- t a st l e" und ,,M inerva" sind gestern abend in See gegangen, um sich so schnell als möglich nach Li s s a b o n zu begeben.

London 5. Okt. Der englische KreuzerNew- .C ast le" ist in Lissabon eingetrosten.

P a r i s , 5. Okt. Zahlreiche Portugiesen sind heute mittels Expreßzuges nach Lissabon abgereist, unter ihnen die Gattin des Ministers des Aeußern, Castello B r a n c a.

Deutsche Kolonien»

. c r,.jn Jej t un 9 bcö. ft'o to nia11ong r cf f e£, der mim 6. bis 8 Dftober im Reichstage tagt, fand am Mittwoch Ti Reichstages ein Begrüßungsabeich

gatt U. a. hatten sich erngesunden: Der Herzogregent von Brauwchweig Johann Mbrecht. mit seiner Gemahlin, Prinzessin n trillere Botschafter von Holleben die

Mmstt«: von Dallwitz und ^ydow, Staatsminister Dr. Moeller der frühere Kolomaldirektor Dr. Stübel.

Deutsches Reich.

Landgerichtsdirektor Dr. Obkircher hat mit Rücksicht da­rauf, daß er kem Mandat mehr bekleidet, das Amt des Vor­standes der Nationalliberalen Partei Badens niedergelegt.

Aus Crefeld wird gemeldet: Nach einer Besprechung, die Oberbürgermeister Dr. Oehler mit sechs Vertretern der aus­ständigen Arbeiterschaft der Seidenfirm aEisfender hatte mEe der Oberbürgermeister, der von den Arbeitern um seine Vermittelung eriucht worden ist, um die für den 28. Oktober angekündigte Gesamtaussperrung von 15000 Sei­denwebern zu verhüten, folgenden Vorschlag:

Die Ausständigen sollen die Arbeit wieder aufnehmen worauf die gemaßregelten Arbeiter in den Betrieb von Eiffender wieder eingestellt werden sollen, jedoch nur so lange, als sich anderwärts feine Arbeit bietet, die aber dann nicht ausg^ schlagen werden darf.

Mit diesen Vorschlägen erklärten sich die Arbeiter einver- standen; der Arbeitgeberverband lehnte jedoch den Vor f ch l a g a b. Daraufhin beschloß eine Versammlung, der Aus­ständigen in geheimer Abstimmung, die Arbeit erst dann wieder aufzunehmen, wenn der Vorschlag des Oberbürgermeisters an- genommen wurde.

Aus Prag wird gemeldet: Der nationale Aus- gleichs aus schütz hat die Hauptaussprache über den natio- LKn Ausgleich beendet In den Reden der Deutschen und Tschechen traten die friedlichsten Absichten zu Tage. Die besonderen Beratungen sollen am 7. Oktober beginnen.

ilchenAbgeordnetenhaus begründete der Abgeordnete Polonyi eine Anfrage betreffend die 500- lJn°»n ern a n Jilt) e ' toobeT tt die Anleihepolitik des Kabi­netts Wekerle verteidigte, das den französischen Markt habe ge­winnen wollen, und sich in Ausfällen gegen den Drei­bund erging.

-- Bezüglich der Gerüchte über die Abdankung des

Nidda, 5. Okt. Unsere Stadt hat 3000 Mk. für Obst gelöst. In unserer obstreichen Gegend kostet bei Zentner Tafeläpfel 57 Mk., für Kelterobst zahlen die Händler für baS Malter 5 Mk. DaS BiSmarck- Denkmal auf der Beunde ist jetzt soweit vollendet, daß die Einweihung am 16. Oktober erfolgen soll.

Gonterskirchen, 5. Okt. Um die TyphuSgefahi für die Zukunft zu beseitigen, hat die Gemeinde endgiltig bic Errichtung einer Wasserleitung beschlossen. Dic Kulturinspektion Gießen hat daS Projekt ausgearbeitet; noch in diesem Herbst kommt es zur Ausführung. Die Leitung ist eme Frestalleitung, die Rohrlänge beträgt fast 5 Kilometer.

- n' - Obgleich unfer Städtchen noch

abs^s der Bahn.|trange liegt, ist doch die B a u t ä t i g k e i t darin sehr rege. Das ist um so auffallender, als die Herbeischaffium ^°ßer Mühe und großen Kosten Der Fiat. ^Ä^werden die neuen >Bauplätze in unmittel

bare Nahe der Ohmtalsti-aße verlegt. Nach dieser Seite ist ein ganj neuer Crt^teil entftanben. Zu den zwei neuen, an der Tal ftratze, im Villenstil erbauten Häusern, tritt jetzt ein drittes hinzu, das seiner Vollendung entgegengeht. Diesen Neubauten gegenüber erhebt sich die ebenfalls neuerbaute Molkere'' So ist btt alte Stadtteil ietzt unmittelbar an die Ohmtalstraße ange- r * gleicher Zug tn dem Häuserbauen an dieser Sttaße n hm ?? J|nter-<Sei6ertenrob und Ober-

J m ^tec smd ui die, em Jahre an der Straße entlang mehrere Neubauten aufgejuhtt worhen-

1 arme Land ständig von Revolutionen erschüttert wurde. Gegen den König Don Jvss I- fand tm September 1758 ein revolutionärer Anschlag statt. Die Erhebung, die sich daran anschloß, wurde von dem Minister Pom dal durch furchtbare Grausamkeit unterdrückt. Der Jesuitenorden wurde von ihm im selben Jahre aufgehoben. Dann wurde das Land durch die Umtriebe Napoleons beunruhigt und am 27. Oktober 1807 wurde das Königshaus Braganza in Portugal entthront und begab sich nach Brasilien.

Jahre 1817 erhob sich in Portugal aufs Neue eine Em­pörung, die am 24. August 1820 zu Oporto ihren Höhe­punkt erreichte. Eine oberste Junta übernahm die Regie­gierung und erklärte in einem Aufrufe die Berufung 'der Cortez für eine Notwendigkeit. Am 15. September wurde auch in Lissabon das revolutionäre Banner entfaltet. Als ! der König am 3. Juli 1821 aus Brasilien an der portugi- sischen Küste anlangte, verweigerte man ihm die Landung, bis er die Grundsätze der vom revolutionären Ausschuß auf- gestellten neuen Verfassung beschworen hätte. Tie erfolgte am 23. September 1822. Am 27. Mai 1823 erhob die Gegen­revolution ihr Haupt, das Heer siel dem Tom Miguel wieder zu und die Verfassung wurde aufgehoben. Nun begann ein Streit zwischen Tom Miguel und seinem Vater, den König Johann VI., der erst mit dem Tode Jo- Hanns VI. am 10. März 1826 endete. Ter Bruder der Infantin Isabella, Pedro I., gab dem Königreich am 29. April 1826 die Verfassung wieder, die in derCarta be Lei" festgelegt wurde. Die Regierung übernahm später Tom Miguel, der Gatte -der Infantin Maria II. da Gloria. Durch ihn heulten wieder revolutionäre Stürme | durch das Land, ine am 30. Juni 1828 nach Aufhebung der Verfassung ausbrachen. Die Gegenrevolution siegte am 23. September 1833, Dom Miguel mußte dem Thron entsagen und seine Gattm, Maria II. da Gloria, die Tochter Pedros I., bestteg den Thron. Die Verfassung wurde wieder eingesetzt. Schon am 9. September 1836 brach eine neue Revolution aus, die von den Cartisten ausging. Zwei Gegenrevoluttonen vom 5. November 1836 und vom August 1837 schlugen fehl, aber Ruhe kehrte in das Land nicht ein. Dm 12. Oktober 1846 brach in Oporto aufs Neue eine Revolution aus, der berüchtigte Dom Miguel kam wieder in das Land und fremde Mächte mußten sich einmischen, Ium die Ruhe in Portugal wiederherzustellen. Im Jahre 1856 kam es zu neuen Ruhestörungen in Lissabon, die aber bald unterdrückt wurden. Am 2. Januar 1868 erhob wieder die Revolution ihr Haupt. Im Jahre 1870 er­eignete sich eine revolutionäre Erhebung, die mit der heutigen große Ähnlichkeit hat, da sie vom Heere ausging. Am 19. Mai 1870 zwang Saldanha, mit Unter- btt Lissaboner Garnison, den König Ludwig, ihn I zum Ministerpräsidenten zu ernennen. Die späteren Jahre wurden fortwährend von Unruhen größeren oder geringeren Umfanges ausgefüllt, die am 19. Oktober 1882 zu den Ge­richten Anlaß gaben, daß Tom Luiz durch Gift gestorben sei. Sein ältester Sohn, König Karlos, starb durch die Hände der Revolutionäre am 1. Februar 1908 und dessen Sohn, der 'König Manuel, hat aufs Neue den revolutionären Geist des portugisischen Volkes am eigenen Leibe erfahren. Die Zukunft der Tynastte ist noch ungewiß. Sicher ist aber, daß die revolutionären Umtriebe auch dann nicht zur Ruhe kommen werden, wenn die Republik erklärt wird. Die monarchischen Kräfte (im Lande sind noch zu stark, als daß eine Gegenrevolution ausgeschlossen erscheint.

** Der Ausbruch der Maul- und Klauen.

rechtigt zu fein, bei den Kommunalwahlen zu wählen, müss^ seit der Erwerbung des Unterstützungswohnsitzes Weiteis gtg 2 Jahre, also seit dem Zuzug im ganzen 3 Jahre, verflosstti£ sein. Die Novelle ist am 1. April 1909 in Kraft getreten, jo daß bei der diesmaligen Wahl ihre Bestimmungen noch nüH E praktisch werden, vielmehr noch die frühere BestimmMg Geltung hat, daß zur Erwerbung des Unterstützungswohn. sitzes 2 Jahre ununterbrochenen Wohnens an einem Platz- erforderlich sind. Bei der diesmaligen Wahl ist also nur wahlberechtigt, der am Tage der Wahl 4 Jahre ununter» brochen in Gießen wohnt. In diesem Sinne hat der Kreis

euche ist gemeldet aus: Krempa, Kreis Osttowv, Re» gierungsbezirk Posen; Nordbaus en, Regierungsb-ezick Erfurt, bei Händlervieh, am 3. Okt.; Neutzenhos bei b® Heddesheim, Bezirksamt Heidelberg, am 4 Okt. Der am 30. Sept, gemeldete Ausbruch der Maul- und .Klauenseuch»,|fet in Abbau Rosenfelde, Kreis Deutsch-Krone, Regierungsbezirk mi Marienwerder, hat sich nicht bestätigt. bai

Ein Charakterbild König Manuels.

Die aufregenben Ereignisse in Lissabon rücken die Ge­stalt des jungen Königs Manuel, der durch eine so furcht­bare Tragödie auf den Thron gehoben wurde, wieder in die Lmheimliche Beleuchtung von Aufruhr und Gefahr. Sein Geschick war es, nach der Ermordung seines Vaters unt), Bruders mit siebzehn Jahren aus den Träumen und Hoff-, Gingen feiner Jünglingszeit zu dem höchsten und verant- loortungSreichsten Amt berufen zu werden. Noch sind die Szenen unvergessen, da die Königin Amelie in der Kapelle «des königlichen Schlaffes an den Leichen ihres Gatten und Sohnes kniete und ihr Jüngster neben ihr stand mit dem Bewußtsein, die schwere Last der Königskrone auf sich neh- taen zu müssen. Er tat es mit dem demütigen Bekenntnis, Las er seinen Ministern ablegte:Ich bin ohne Kenntnis Mud Erfahrung. Ich üertraue mich eurer Leitung an und Yähle auf euere Vaterlandsliebe und Weisheit" Der .Knabe <t in den zwei Jahren, die er nun die Geschicke Portugals Leitet, zum Manne herangereift. In seiner Kind- Lrit hatte er davon geträumt, seinem großen Vorfahren, Prinz Heinrich dem Seefahrer, nachzueifern, ein Forscher vnd Entdecker zu werden Mit Festigkeit fand er sich ht die schwer en, näher liegenden Aufgaben, die sich, int entgegen» JtentenIch verließ einen jungen", erklärte einer seiner Staatsmänner, als er ihn einige Zeit nach seiner Thron­besteigung wiedersah,mit dem ich kindliche Dinge ge­plaudert, und ich fand einen König wieder, der mit mir über die Regierung und das Wohl seines Volkes sprach Hat Mannri feine äußere Erscheinung von seinem Vaterv_o, uvtl ulc UODanTVtt

geerbt, so ist er int Charakter feiner Mutter nachgeraten,! o Abbas H il mi erhärt ein hervorragendes Mitalied der klugen Tochter des Herzogs Philipp von Orleans. Seine ^agvptifchen Nationalpartei imParis Journal", daß die Privatneigungen ersttecken sich auf künstlerisches ^odankung tatsächlich entschieden und nur noch eine Frage von und w i ssen scha ftsiches G ebie t; zu alten Schlössern w ^ie,cS Ereignis, welches den größten Einfluß

alten Möbelstücken und historischen D^nfftätten hat er eche' bte ®etol(fe

"romantische Neigung. Er ift rckcht, wie sein Vater, ein eifriger Sportsmann, und selbst beim Tennisspiel, in dem er seine tägliche Erholung sucht, ist er weniger mit dem Kopf als nnt dem Körper dabei. Man hat chm bald nach dem Beginn feiner Regierung den Vorwurf gemacht, daß «r sich allzu stark von klerikalen Einftüffen in seinen Hand- lungen besttrnmen lasse, daß seine Berater und Vertrauten Priester feien. Diese Meinung, die von den Republikanern aufgebracht wurde, wird schon durch die Nanien seiner leitenden Minister und der Intimen feiner Umgebung wider­legt, unter denen jich .Mitglieder von als freifinuig be­kannten Familien befinden. Er weigerte sich, die 640 000 Mark anzunehmen, die der ZiviMste seines Vaters jährlich zugefügt worden waren, und willigte in rine Reduktion Iriner persönlichen Bezüge um 240 000 Mk., um die Vor- Msse zurüätzudezahlen, die dem verstorbenen König ohne Bewilligung des Parlaments gemackst worden waren' Dazu kam noch die Einfachheit seines Lebens. Wenn er sich selten feeigte, so war das auf die Bitten

Aw Beschwörungen der Königin Aurückzuführen, die seit der ^nmLung ihres Mannes und Sohnes tn beständiger Angst

Gießen, 6. Oktober 1910.

< &rken8ange(egeneiL Der Groß Herzog hat

dem Polizeirat Dr. Obst seid er zu Mainz die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Adlerordens 4. Klasse erteilt. RevoliittiwFVi-LUyut uuy *-Lunqa)e ^ano Der, Ordensverleihung. Dem Geh. Regierungß. und «Ä116 nber revolu- Baurat Roth in Gießen wurde bei seinem Ausscheiden aus

^duuiayi 1750 an ergibt, daß diese?Idem Dienste der Preußische Kronenorden 3. Klasse öerliehen.

Nieder-Ohmen liegt ein bedeutendes Eisensteinbergwerl, das zur hiesigen Bergwerksverwaltung gehört. Diese (Stube J.® drdert täglich große Massen von Eisensteinen zu Tage. Die'i ff mußten seither mit der Achse, wohl täglich bis zu Hunden L

Wagen, zur Bahn hierher gebracht werden. Jetzt hat man & eine Drahtseilbahn erbaut. Eine neue Ladestelle bringt die Eisensteine direkt in die Eisenbahnwagen. Damit erlischt 1 der rege Fuhrverkehr auf der Bernsfelder Straße.

Schotten, 5. Okt. Im Saale des Lehrerheims tagt? um heute die Hauptversammlung des VereinsLehrei. heim Vogelsberg". Der Vorsitzende Lehrer L. Dern>, Offenbach, widmete bei Eröffnung der Versammlung dem ver torbenen Vorstandsmitglied Rektor Backes-Darmstadt einen war men Nachruf. Lehrer Link-Rudingshain wünschte namens des Bezirksvereins schotten den Verhandlungen besten Erfolg. Dein Jahresbericht des Vorsitzenden sei entnommen, daß das ab gelaufene Geschäftsjahr eines der günftigften war, die das Hem zu verzeichnen hat. Es hat dank des letzten Aufrufs des Rektor Backes innerhalb kaum zwei Jahren 290 neue Mitglieder erhalten Die Mitgliederzahl ist damck einschließlich der Aktionäre aus rund 2000 gestiegen und das Heim kann gettost in die Zukuan eben. Die Schuld hat sich um 1000 Mark verringert, außerdem wurden größere bauliche Verbefferungen vorgenommen. Im ab gelaufenen Sommer 1910 war der Besuch des Heims trotz des chlechten Wetters gut. Rechner Lehrer H e l d - Schotten erstattrü den Rechnungsbericht; die Gesamteinnahmen betrugen 373539 Mark, die Ausgaben 3698,88 Mark, der Barvorrat stieg au' 3353,80 Mark. An Mitgliederbeiträgen gingen ein 1167,85 Mark, an Wirtschaftspacht 860 Mark; die baulichen Veränderunacn erforderten 893,61 Mark und die Tilgung 1370,75 Mark Nack der Vermögensübersicht besitzt das Heim einen Wert von 37 963,65 Mark, dem eme Schuld von 33 670,40 Mark entgegen steht, da- Vermögen ist demnach 4293,25 Mark. Der Voranschlag fm 1910/11 schließt mit 2475 Mark ab. Das Ähindeln des Heims auf der 2B et ter) eite ist geplant und kommt vielleicht nod) m biefem Jahre zur Ausführung. Es erfolgt bann die Beratung ? über bre Satzungen für die StiftungL ehrerfrauendanl U a n V a t e r B a ck e s". Die unter diesem Namen auf Anregung S der Frau Lehrer Clarins-Langen ins Leben gerufene Sammlung ? bat einen Betrag von 1045,47 Mark ergeben. Diese Summe K wrrd dem Lehrerheim unter der Bedingung als Vermögen über wiesen, daß sie so lange feftliegt, als das Heim besteht. Tic Zinsen sollen dem Kapital beigeschrieben werden, bis sie 50 Mari ergeben, diese Summe soll zur Auslosung von Anteilscheinen benutzt werden. Bei Schuldenfteiheit des Herms sollen die Zinsev zur Unterstützung von erholungsbedürftigen Lehrerheimsmitgliederv verwandt werden. Der Satzungsenlwurf wird einstimmig an genommen. L-odann wurden die bewährten seitherigen Vorstands- mttgliedern wiedergewählt. An Stelle des Rektors Backes nrurix Hauptlehrer Bach-Mainz in den Vorstand gewählt