Aus Stadt und Land.
Pilsen, 3. Woocnibtr 1909.
Lt. .vubcrtue.
In braunen und gelben Tönen leuchtet der Wald, langsam fallen bte Blatter von den Bäumen, Nebel loallen und graue Wolken dangen am Himmel. Aber die Jägerei ri lustig und frisch auf, mag auch die Natur zum Winterschlafe lid) rüsten. Tcr 3. November ist schon fett Jahrhunderten der Festtag der Jägerei, denn an diesem Tage ist daS Namens- feil des et. Hubertus, des Schutzpatrons der Jagd, der oben bei 3t, Petrus an der Himmelspforle fleht und dafür sorgt, daß jeder brave JögerSmann, ausgenommen die Sonntagsjäger, (Lmlab findet l»nd daS edle Waiowert tn den himmlischen Jagdgründen fortsetzen kann. Pfalzgraf HubertuS von Aquitamcn war selbst ein eifriger JägerSmann, der sogar an hohen Festtagen dem Burschen oblag unö manchem starken Keiler und stolzen Hirschen daS Lebenslicht auSblieS. Als er ernst am Charfreitag der Jagd oblag, erschien ihm in tiefer Waldeinsamkeit ein weißer Hirsch, zwischen dessen Geweih ein vom NimbuS umstrahltes goldenes Kreuz stand. Und HubertuS sank, wie vom Donner gerührt, auf die Äme, faltete die Hände und betete. Seitdem ging HubertuS, der bisher em ziemlich lockerer Zeisig gewesen, in sich, tat Buße und wurde em frommer Mann. Die Jäger haben ihn zu ihrem Schutzpatron erhoben schon im 10. Jahrhundert, denn auch als Bischof ist HubertuS irn Grunde seines Herzens der Jägerei hold geblieben. Zu Ehren des Heiligen sindet am 3. November, allem Brauche gemäß, die Hubertusjagd statt. Lchon im Mittel- alter ist der Tag festlich begangen worden — in Frankreich am Hofe des Königs und an den Sitzen des hohen Adels mit der Parforcejagd, die wir Deutsche in ihrer feineren Ausbildung mit der Mehrzahl ihrer Bezeichnungen von dort übernommen haben. Hinter der Meute her auf schnellem Nasse di>rch Wald und Flur, über Hecken und Gräben, über Stock und Stein den flinken Keiler, den Damhirsch, Rot- Hirsch ober Kurgel zu jagen, ist besonders seit dem 17. Jahrhundert stark in Mode gekommen. Den gut berittenen Rot- rdrfen ist die Parforcejagd eine Lust, aber die richtigen Grün- rocke stehen ihr kühl gegenüber, denn ihnen ist der Pürsch- gang die Krone der Jagerei.
— Tage-ka len der für Mittwoch, 8. Nov. Stadt- t b e a t e r: .Narrenglanz". Anfang 7 Uhr.
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• * LanbeSuniversität. Die philosophische Fa- kultckt der Lanbesuniversität (ließen hat Pros. Dr. Lud- tvh Weis in Darmstadt anläßlich seines 50jat)rigcn Dokwr- judiläums ihre G.ilcklvunsä)e missprechen und ihm „in An- erkermung seiner verdienstvollen, besonder.' dem Gebiete der Religwusphi.o ophie ge.riometen schriftstellerischen Tätigkeit" nach altem Brauche das Dottor-Diplom erneuert. Prof. Weis steht im 80. Lebensjahre.
• • Orden Sangelegenheit. Ter Groß Herzog hat dem vormaligen Äroßh. RheinschiffahrtSbevollmachtigteu Geheimerat Frei Herrn v. Bi ege le den in Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Großherzog von Baben verliehenen Konimanbeurkreuzes 2. Klasse deS OrbcnS vom Zähringer Löwen erteilt.
• • Lehrerpersonalien. Ucbertragen würbe bem Lehrer Phil. Bender zu Ctangenrob bie fünfte Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Grüuberg.
• • Nicht bie Krone zum silbernen Kreuz, son- bem die zum Ritterkreuz erster Klasse deS Verdienst- ortens Philipps des Großmütigen erhielt Major z. D. v. Neufville, wie sich ber amtliche Teil beS Darmstädter Regierungsblattes berichtigt.
• * 0 c f f c n 111 d) c Lesehalle. Jiii Oktober wurden •2277 Bände ausgcliehen. Tavon kommen auf: Erzählende Viieratur 1117, Zeitschriften 838, Iiigendschriften 260, Bers- bidmmflen und Ti amen öu, Lueraturgeiduchle 7, Länder- und xüirei'unbc 71, flullurflc|d)id)tc 27, Gefchickle und Biographien 111, Kunstgeschichte 40, 9laUirroificnfd)ai( und Technologie 115, S?eev- unb Seewesen 30, Haus- unb ^andwirischaft 17, Wefimb- hetb lehre 19, Religion^ und Philosophie 43, Staaiswissenschafi 9, ^prad)nnsseiijchau In, grembsprachtiche» 8 Bände. Nach ausiväriü kamen 78 Bände.
'* Roheiten. In ber Nacht zum Montag ucrgnügtai sich vier Hinge 2dn?cib und S.'aitblungSflfhilfcn damit, in der Wetzsi.instrave an mehreren Häusern Fenstenckriben rinznschlagen. 3traianrräne wurden leider nickt gestellt, da Der Schaden gleich ersetzt wurde. 'laum hatte bao ocnieftcr benoraten, als es auch fduit voei Herren einer Derbindung für notig hielten, ihrem Ucbcrniul freien Lauf zu lassen und üt ber Nackt aus Dienstag 'n der Kaiser.Mler und in Der Ludwigstrafze je eine Straßen.- hrtcrKC ju zertrümmern Der auf diese Weise der Stadt zu- gefugte Schaden beträgt etwa 25 Mark. Em Schutzmann ermittelte
langt war eine sitzende Statue auf einfachem Sockel ohne Nebenfigur unb als Kosten eine Summe bis zn 60000 Mark in Aus^ ficht genommen. Brüns Denkmal zript ben (Mehrten auf einem hoben Sessel, von einiacher Tvomi, mit einem langen, fließenden, bis au ben Füßm reichenden Mantel betteltet. Seine link Hand halt ein Buch, das auf seinem Sdwße ruht Er hat fick seitlich in ben Sessel zurückgesetzt und ticktet sein Auge in die Weite. Der ichlickte Sockel trägt nur den Namen Mommsen Das Werk har auf ber Westseite des Borgartens ter Universität vor dem Seitenbau seinen Platz erhalten.
— Der l ctzte Nach komme Gutenbergs gestorben. 0>eneraI ber Artillerie von Molsberg, langjähriger Generalabintant .stdnigS start, ist in Stuttgart im Älter von 77 Jahren gestorben. Nack dem Tote feines Bruders in, Langenau bei Nackenheim war General von Molsberg nock der einzig lebende Nachkomme Gutenberg-.
— Fünf Millionen zum Kampf gegen den ,L>akenn»urm" bat jetzt, wie mii 'Jtavnorf berichtet wird, Rvckefettor auSgeiriU Die Hakenwurm Tran fbeit ist ein erst Nr, lick entdecktes ^Leiten, das durch winzige Würmer berturgtruf- n Ickrb, die im Süden Amerikas durch die Poren ter nackten Füf» oder auch mit ter Nahrung in ben Mem'ditiikorver curbruignt imb Inin als Parasiten Müdigstil. Mattigkeit, Tiä.iteit imb mr der Jen Ar bei tsun fähig dnt l>ennrken. Man sickätzt tec Zahl ten an teere* MYanRrit Latenten ui den Südsruaten Amerikas auf mindestens urri Millionen. Ein besonderer Ausschuß ntvOntmidKi Okfrbrtrr und Aerzte bat die Berwaltung te> Rockeseller Fönte überm'mmni
— Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Der Maler William Frith ,st am Ticn^tag m London ge ft or ben. William Frith, ter ein Altoi von 90 Jahren er reicht hat. mar einer ter beiben 3 dufter er te> englischen Volks bH.i'S Sein bcrturrc.inttnt. 'ihlb ber Ter bi» bar. bie och in ter Londom-r N- Nonalgolerie befindet Jin Alter v?:i 64 Ja türm st a i b m Wien ter Bass ui, Freiherr von Not« t ftii f j», ter mehr alS :v» Jahre der Diener £ ixt an gehörte. XV F Tjarks, Teilt»ber der Firma 5-dir 6 ber ti v u V ambribge sttfvnr ter UniDcrüiät, um das Studium Taüidm yt rorteni. .">000 Pfund 3 letun j, bic MM Snteuo^..:: verwendet nxTten sollen.
bie Tütti. ite werten sich temnäcbft wegen ^arbbertMtegung »r ipcrickt m veranmwrken . oben.
Fahrradmarder Am Montag abend hatte cm hiesiger Kaufmanns lehr luig auf dem Haupttvnanrt zu tun und fein rab ki' lange <nv oer Strage neben gelassen^ Als er lerne - .:ü': erledigt barte, war kein Fahrrao ver'CnwundCTi. ~a^ Hao ist ein Swrtrab und trägt dre Polize.Stemmer 2959
• * Verhaftet rou r be teure morgen der Betrüger, ter vor r.mgrr .3nt tee hiesigen Hebammen auffudue und von i! nen unter der Bef (Huldigung, sie hatten sich strafbar gemacht.
o zu er.
als < -Aiöteamtrr aus Es ist ter Schreiber xirrfocbniibt aus ticklar: er ist nach ferner Angabe vor einiger Zeit aus einer Irren an füllt entwichen
* Tie Frequenz d e S städtischen ,5 r e i d a b e 4 an der Lahn bat sich m ber abgclaiiienen Sai'on Mai bis Sevtember» nuf 14 597 Bäder nestelst aegem’bct 2M09H tm gleichen Zeitraum des Vorjahres. Tie Abnahme der Bädermlü ist auf bie ungünstige Witterung kes legten SommerZ znrückzu'übren.
* • Landw. Haushaltung-sckulen zu Langen unb £ i n b h e i m. Tic Landwirt'ckajtslammer eröffnet am 3. 3an. 1910 Den ersten fünfmonatlichen Haushaltungskursus für bas Jahr 1910 an ihren HauShaltungsickulen zu Langen und L t n d d e i m. Der praktische unb theoretisch: Haushaltungsunter' richt critredt sich auf Die Anleitung im 'elbständigen Locken mit Rücksicht auf b;c Bedürfnisse des ländlichen unb bürgerlichen Ti'ches, Zubereitung unb Aufbewahrung ter Spellen, in Der stäsebereltung, Federviehpflege, GartetuoirlschaN, im Waschen unb Bügeln, Reinhaltung Des Hauses, Buchführung. Da in diesem Kurie auch ein sehr gründlicher Handarbeitsunterricht, in roeldxm Stricken, Wäsche- Scknittzcichnen, Waschezuschnriten, Hand- unb Masckinennähen, Ausbessern erlernt roirb,J)a ferner auck allgemein bi.dende Zäch r, wie Aussatz, Rechnen, Singen, Gesundheitslehre und Arankcnpflege gelehrt werten, ist ine Teilnahme an dem Kursus nicht nur den Töchtern von Landwirten, sondern auch denen des Mittelstandes sehr zu empfehlen. Hinzuweifen ist noch auf die gründliche Ausbildung in Den laufen Den Arbeiten im Obst- und Gemüsebau, speziell auf die Konservierung, das Ein- machen des Obstes und ber Gemüse. Ebenso werten ter Ernte und Winterausbewahrung des Obstes und ber Gemüse große Beachtung geschenkt. Daß zur Erlernung eines so großen Lehr' planes wie des oben an icführtcn ein mehrmonatlicher Lehrkurs notwendig ist, ist als selbstverständlich zu betrachten. Wenn auch in letzter Zeit vielfach furze Wander-Haushaltungskurse errichtet wurden, auf denen in w.'nigen Wochen die Einführung in einige Obliegenheiten des Haushaltes bezweckt werten soll, io muß dock jeder Pater, ter seiner Tochter Die gründliche Ausbildung in den hausmütterlichen Pflichten geben lassen will, seinem Minb einen längeren Unterricht zukommen lassen. Zu erwähnen ist nock), daß Mädchen, die zwei Kurse mit Erfolg besucht haben, ein Zeugnis erhalten, das ihnen die Cualififation als Hand arbeitslehrerin für hessische Volksschulen gibt. Die Landwirt schaflskammer kommt ben Eltern sehr entgegen, intern sie ten Unterrichts- unb Pensionspreis denkbar niedrigst festgesetzt hat. Für Unterricht und Logis sind für Hessinnen 25 Mark, von Nickt Hessinnen 40 Mark zu bezahlen. Tie Kosten für Verpflegung berechnen sich nach der wirklichen Aufwendung. Anmeldungen §ut Teilnahme an dem am 3. Januar 1910 beginnenden Kursus sind alsbald an die Ortsschullommis'ion ber Haushaltungsschulen zu Langen unb Lindheim zu richten, die ebenso wie die Land Wirtschaftskammer selbst auck ausführliche Programme und Au Meldebogen auf Verlangen versendet.
** Wahres Geschichtcken Eine lustige 2ck>weine.' geschickte bat sich dieser Tage in einem benachbarten Ort ab gespielt. Zwei Schiveinebesitzer wollten wissen, iver von ihnen wohl das größte Sckvvein hätte. Um dies festzustellen, beschloß man, die Tiere zu nteffen. So betrat denn ter eine den Stal! des andern, um an dem ruhig daliegenden Borstentier die Messung iwrzunehmen. Sri es nun, daß das Schwein Derartige Mani pulat'onen nicht gewohnt war ober witterte es in dem auf ihm Sitzenden einen ehemaligen Kavalleristen, kurz entfcüloncn. das Borstenvieh sprang auf, und mit Dem Reiter auf dein Rücken ging es im Sangalop» ohne Sattel und Zaumzeug im Schweine' stall immer an ber Wand lang. Nach einigen Runden geruhte das sonderbare Pferd feinen Reiter in einer feuchten Ecke ab zmverfen. Mit Entsetzen Ixit ter Besitzer des Schtoeines diesen jeltsamen Ritt angesehen, aber noch entsetzter soll ter Gesichts-- auvhrucf des Reiters gewesen fein. Mit Strohwischen, die oft mals erneuert tverden mußten, wurden damr die Spuren des Rittes von den Kleidern des Reiters entfernt.
•• In Amerika verstorbene Hessen. Tanzlehrer Gerhard Schneider, 76 Jahre alt, 0116 Kirtorf, in Rew- t)orf. — Johann B 0 llhardt, 87 Jahre alt, au3 Ober» Ramstadt, in PittSburg. — Joh. Friedr. Jung. 67 Jahre alt, anS Lichtenberg, in PittSburg. — Kath. Willer, geb. Krick, 66 Jahre alt, aus Lampertheim, in Chillicothe. — Joh. Luck Haupt, 70 Jahre alt, auB Lörzenbach, in Columbus. — Peter Gg. Schein, 80 Jahre alt, auB EbcrS- heim, in WaScoutba. — Joh. Martin Eifer, 78 Jahre alt, anB Bingenheim, in Limestone.
Alsfeld, 2. Nov. Die hiesige Apotheke geht am 1. Januar 1910 in den Besitz des Apothekers Möller in Darmstadt über. Der Kaufpreis beträgt 250000 Mk.: der seitherige Besitzer, Apotheker Sander, batte n. d. Alsf. An-, die Apotheke im Jahre 1879 für 36 000 Mk. von seinen Eltern gekauft.
? Hungen, 2. Nov. Auf Dem gestrigen Sriämermartt hatte ein LerkaufSstand unter allen anderen eine besondere Anziehungskraft. Es handelte sick um die sogen. „Frankfurter Wunschrolle n", die für 10 Psg. bad Stück zu haben waren. In einer Kiste befand i’id) eine Unmenge tteiner Papier- röllchen. Deren innerer Aufdruck einen Gegenstand bezeichnete, den der Käufer Der „Wunschrolle" erhielt, nachdem er sie selbst gezogen und geöffnet Halle. Neben vielen Heinen, fast wenlosen Arttkeln befanden sich auch wieder Spiegel, Weckeruhren ufw als Lockmittel in dem Stand Daß cd nickis weniger als „Wunfch- rollen" waren, konnte man an ten enttäuschten Gesichtern ter «äufer sehen. Denn viele bauen sich einen oer recht begehrlich aus- iehonten (tegenfuinte gewünscht und erhielten bann ein jtelicbcn, einen Papieriädrer u. bergt, mehr. Trotztem wurde immer wieder dos Glück versudn und viele haben an diesem Stand 4—5 Mark gelassen uni> dafür Waren erhalten, die für sie keinen Wert batten und die sie sonst nie gekauft Höllen. Hätten diese Waren zum direkten Verkauf ausgelegen, so nxire sicher kaum ter vierte Teil Davon vertäu 1 ivorten, während durch teefe „Wunschrollen" alles Absatz sand, biü auf bie wertvolleren Gegenstände, die am Abend wieder sorgfältig emgepackt wurden, um anderwärts imeberum als Lockmittel zu dienen.
P. Scklitz, 2. Nov Don Samstag bis Montag fand hier jum ersten Male, wie schon mitgctiilt wurde, eine Bezirks- ßeslügelid)an stall. Sie ivar über alles Erwarten gut beschickt. Bertteten waren ca. 180 Nummern aller Sorten Nutz- geflügel. lauten und Vögel, man konnte cnunter besonders fcköne Hähne und Hennen, iowie auch Gänse dewuntem Als Preisrichter iv-rfte Herr SäDler-'.'hebergemünben. Es erhielten für 'JiuBgeflügcl 'Bnnc der Landwirtsckafiskammer und Lbren- vrrise H. Reinhardt. Otto xöber. Ehr Vlum, Hemr Frick, Fvte Dv^ int, n.rail. Itzvrtz'fclie Burggüterverwallling. Jobs Sw.ruh, mehr Hell. Frau Forstmeister Rieger, sauulich e.us ^cktch, f.rner Lehrer Geißler, Förüer Maul Hartersbau en, I -'rieb vunbori und Fote. Sckaub Uellersbauien Ten Ehrenpreis
hie beste Geiamüristung er hielt Heuir. 'Jlnnbarbi, bin Die Ausstellung imirb; von ca 1600 Personen besucht, so daß auch Der nnanvrik Erfolg für ten GeNiiieizuckisernn, ter erst l1 • 3obre besteht, gut sein Dürfte.
Fau rdach b Nidda. 2 Noo An ter Ebauisee zwifchr, * 0,cr und Cberlcw wurden gestern ganze Sträuße ter herrlichsten
'ringsten 5rbb-Ttrn gev'lückt. Auch wurden noch maffcnh,tz Blüten gthmten.
1 B Darm stabt, 2 Nov. Gegen bie am 29. Oktotz^ vorgenommene La ter Vertreter ter Arbeitgeber unb Versicherten für bie Invalidenversicherung in ter tz Tannüabi wurde von einigen stronlenlaiien Befchwerbe dem Antrag auf Äa f f ier u ng ber Wahl beim Lanbes fickerungsamt emgerricht, da die vereinigte Onskranlenkafse ter Zahl ter Versickerten für die Jnvalidenveritckerung die santtzabl ter Mitglieder angegeten bat. Infolge dieses Urnfta balle diese Onskrankenkasfe 40U0 Mitglieder mehr ;u tertrid als wirklich in Betracht kommen, und nr batte aus diesem Gn 40 Stimmen mehr als ihr rechtmäßig zukommen
= Erbach, 2. Nov. Tas 211 berf u 10f e • Tiufeu war in ben letzten Wochen in Reichelsheim, Michelstadt, Rohm und Höchst ausgestellt unb insgesamt von über 52uO Pec. ionen befudjl lReichelSheiM 1020, Ndchelstadt 609. König 1680 unb Höchst 1900. ES wurden 20 wissenschaftliche Borin g, über Tuberkulose :c. gehalten, bie allieitS wie bie 'JliiSftrlluoi baS größte Interesse erregten. Das Tuberkulose-Museum be. finbel sich nunmehr im KreiS Groß-Gerau.
[[ TI ar bürg, 2. Nov. Anläßlich beS 70. GebucW» tagS deS jetzt in Eharlottenburg roohnenben, Umoeri läW» profesiors und langjährigen Direktors der diesigen chir»irg,jcke, Klinik, Geh. Med.-Rat Profesior Dr. Küster wurde beult nn Anschluß an einen Festakt in der Klinik eine Büste deS Gelehrten enthüllt.
h. Frankfurt, 2. Nov Der Zimmermann Tte*r Jäger aus ter Rotbvfsttaße 3h. 8 Halle im September au» N v Frau und sein drrilähriges stind einen Ntorbversuck unternommgL indem er mehrere Sckuife auf sie abgab. Seit dieser Zeit bennNt er sich in UmersuchungShaft Als er beute früh tem UnterfudmaDW richter vvrgesuhrt wurde, stürzte er sich über daS Treppe», gelänber 15 Meter tief hinab. Er war auf ber Stelle tx.
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Friedberger Zchulhaussorgen.
Wir erhalten aus Friebterg plgcnbe Zuschrift:
Wer als Vater fdnilpfltdwiflrr Munter einen feinei ttemM Sprößlmge auf tem ersten Sckalgange begleitete, konnte sich inM ebenfalls ter Wehmut nicht verjckließen. Die natingnnaK twe kleinen ABE-Scküsen im beimteren Maße tefällt, wenn er erstenmal bie 5dmlraunte betritt. Wohl bat bie prjjcnb: MuUtr gar oft bri den so wüten Rangen mit fühlbarer etrenge ihre Erziehungspslickt walten müssen, um einigermaßen Zucht tech Ordnung in dos Kindergemüt ;u bringen E-r war aber »ch immer die Mut!er. deren zeitweise Strenge bei ter unendlicl» n, and üterürablniten Mutterliebe nicht io enwfunten wurde IN soll nun alles anders iverben. Zum erstenmal in seinem lunqe, Leben tritt die barte Pslichi, das strenge Muß an da» Uind ter«, nach all ten sonnigen Freihritstagen loahrlid) kein guter laid* Wehmut unb Trauer teshalb ivjbl bered tigt
Wie wertvoll diese Schulpflicht für da.s spätere Vtjeit des lungen ErteubürgerS ist, kann das Klnderlövschen muütltdl nicht begreifen. Unb doch.' welche unendlich weise und .lugt Maßregel bat Allsorger Staat mit ter allgemeinen Schuitstlid» sowohl für den Emzelmemden, wie für die Gesamtheit unstr-» Vaterlandes geschaffen! Wenn Deutfcklland teutc in ter Weg voran ist, nicht zum geringsten Hellen unsere Schulen und gam besonders Misere Volks,chulcii ihr gehäufte» Maß Anteil an dies« fllomenten Verhältnissen, die ben Neid aller Mismärtigen Staete» so sehr erregen.
Wir Itaben in Deutsdiland bie allgemein sdnilvflidrt D k bie Eltern aber bereu Stcllnertrcter sind verpflichtet, ihre Miitln ober ihre Pflegtefohlenen ach? Fahre an tem Unterridrt in earr VolkSf cl ule teil nehmen zu laifen
Ick habe schon daraus lnngeiv'rien, daß von biriem allaarorr BilduNitSitante nicht nur brr Einzelmensch Vorteil hat. •i.Ncni auch bie Allgemeinheit au:- dieser Tatsacte großen, in nxihtidrnv lich ten größten Nutzen rieht Deshalb liebt bie Verttetung Per Allgemrininterristm, d h bie 5taal#renimmfl, auf tem Standpankl. daß and) die Allgemeinteit für Die M’ftrn uinsutonrnmi hat, ue dieses Mindestmaß an Wllse-n erlanim zu können
Die Dolitii'df (Hemnnbe bat m*te ?nO.*rc miszill 'inmen '« die Sdmll^kale, über deren Beschaffenheit brimter. Beoingim.'e» r Bestimmungen ütxrflüiiig sein, denn loiter normalen V rbäll- nisseit ist dock wohl anjunebmen, daß eine CtenrfintenrnDalnnig für die ll.nter ter Gemrittde, Die doch bt? Zukunft repri । . vrtt* und bie Dem Herzen der itenu intenutahrter am itachürn ."lebe, überhaupt nur absolut einwandfreie Raume zur Verfügunjt ftriT
• Khl heut o xwu baß für bie Schlafzimmer des Diensttersoaats ter mripri tenbr Luftraum vorhanden ist. Ja, ter WirlSbaii-besucher er rrut 'ich ber Del,örbluten Fürsorge unb Inn Lokal unrb beute n.-ufomei •»- nicrl, das nicht oie erforterliche Höhe, bas nicht gcinnöteitirt rinwandfre e '21 horte ufw, luichroeucn kann
Oftmals imb aber bie Verhältnisse stärker als der Menidv»- nntle und da ist es doch recht gut, roenn Britimmungm Dorliffi, bie bas Minbestmaß an Fütforge vorickrecten
Wenn in unserer Stabt die SckuUokale nickt st sind, wie sie eigentlich sein sollten, so sind Lier ganz besonders tut Verlxiltnll'e mit schuld, die einer grünteidien Regelmig bin« Frage bisher entgegenftnnten. Aber letzt mbt uicyt mehr 'ür Das neue Schuljahr muß mm beste ns rin Sckulfanl brickaf l wer bei und nächstes Jahr wirb ledensalls irtcter eine new Nlafk ge* bilbet n> rten müssen. Zu ben vielen sttotdehelfen. Dir iv:r uHt schon baten, kamen akw neue hinzu Wir dürfen dock auck bu Hoffnung hegen, daß mit ter F»'rttgstrllun,i des neuen BahndostD mehr Bahnpersonal berL'inmt unb Daß auch sonst uniert 2taM in ter Entwickelung nicht Heben bleibt Also fleht in fast Ucker« Aussicht: eine nrilerr Steigerung ter Jatl ickulvslickciger flutxt. Damit aber auch zugleich bie Notwendigkeit der flef d)af» f u n g neuer S ck u 1 r ä u m l i ck kr i t en.
Ta sei zunächst einmal feitqcftrlU, w-.e denn bic Verhält»äst beute bri uns hegen.
Unsere Stadt bat im Jahre 1878 ein neue- S hrtlbaus gebaut, bas für Damalige Scrbäitnifrc als Mustrrbau galt. dieser Zeit sind für Die Volksschule krin- neue Mume nute fr- schassen worben, trotzdem unsere Stabt damals etwa 500<)Cü> wohn er halle unb heute find es 8000 Einwohner Tamals gmgni 500 Hinter nt bie Volksschule unb heute sinb es 1020. Xie ZaA bat sich also verdoppelt.
Unb seit birrer Zeit find für bic Volksschule fcii< neuen Räume g e f di a f f e n ?
Ja, wo sinb denn btrie Ämter alle u nt er gebracht ? Tic Am- wort muß faulen — un Notbehelf So tol! es klingt, ist <1 aber t-llsäck lick nickt anterJ lieber ba- Wie rrill ick kurz ! rridjUH
In tem tirum Schulgeb-äute waren bemal«- natürlich Sm' u* Zeickn niäle rovgefehen. Die aber schon »ehr lau.x als Ülristw zimmer b-nunt .verteil und heute wird riebt in ben H lassen zimmern gegeben 3n tem iagt nanntni TwVw» baetlichen Haufe imri/crr T>r« ktorwohiu.n.r imb ctenfalB hm Sckulzimmer eingerichf: unb |r nne ülaise befindet sich vxx r*i
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Tie für Ostern zu emdxntbe iitTic fllaffc toirb in tem Bau tem Hoif tal untergebradu, io haft unsere Volks schule nick' her in ver schiebe neu Gebäuben , teilweise r ä lick weit voneinander getrennt, untcint brachl d Am bie Beschaf'endrit ber etnulnm Schulziunner will ick zuastM nicht nn? ter < > muß aber fl.iagt wCTten, daß von f.nuwnDfmflU i-oricbriftine.Eigen Zuständen nick: btt Rede sein fimt
ovgtn d e iveikere Benutzung ter lurnbalif in der Vollst ' nile^ hat das Lroi-s^niunDte tsimt Einspruch erhoben
Taß :■» so nickt rociur gehen kann, fcebari nach ben hier «sr kur» bargde^trn, tatsöckluckeu Berhältnllsen irofal ttntm emu Be- nünbung. ,‘v. r unsere Stadtverwaltung tritt nun die Frage xxa wa» hier gqdeben soll, lic Beschasiung lorutrcr Nvtteteiu «


