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03/11/1909 Erstes Blatt
 
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empfiehlt

3S

hau eines Bol tsschu l g e b äudes näher zu treten, "iitürlid) kostet ein neues Schulhaus viel Geld und in Anbetracht ter unnünftigen Wirtschaftslage muß eine Stadtverwaltung mit neuen Ausgaben doppelt vorsichtig fein. Das verkenne ich natür- li(h ebensowenig wie die übrigen Mitglieder unserer städtischen Verwaltung. Und wenn in den letzten Monaten der Rns nach üt>arsamkeit in deutschen Landen öfter und dringender wie je

jungen ist, so bin ich der letzte, der die Berechtigung dieses .erlangens nicht anerkennt. Aber es gibt bekanntlich auch eine Sparsamkeit, die schlimmster Verschwendung gleich zu achten ist. II nd ich spreche es offen hier aus:

Ein Fortwursteln durch Bereitstellung weiterer Notbehelfe i)Lre die kostspieligste Lösung unserer Schulhausfrage. Wer die 1 ter ja nur kurz angedeuteten Mis,stände und Mängel in den dien Schulhäusern usw. vorurteilsfrei würdigt, mus; zu dem Zhlutz kommen, das; auch die Bereitstellung des alten Augusttner- jLulgebäudes für unsere Volksschule keine einwandfreie Lösung ter Schulhausfragc herbeiführen würde.

Im Eingang meiner Aussührungen habe ich darauf hin- grwiesen, daß bei uns die Schulpflicht besteht. Dürfen da die Eltern nicht auch das Verlangen stellen, das; unsere Kinder benn ober auch in Räumen untergebracht werden, die eine Lchteitigung der Gesundheit ausschließen! Ganz zu schweigen von den Forderungen einer neuen Zeit, die der Volksichule viel weiter gesteckte Ziele zuweist. Vor acht Jahren hat umere L'adt der Augustinerschule ein neues Gebäude zur Verfügung q 'stellt, das als Musterschulhaus nicht nur allen praktisch und g-sundheitlichen Anforderungen Genüge leistet, sondern auch künst- ftriidicn Forderungen gerecht wird: unser altehrwürdiges evan^ zclisches Gotteshaus hat an die Opferwilligkeit der Gemeinde gwße Ansprüche gestellt: echter, edeler BürgMinn hat sich in unserer Stadt mit der Errichtung des Voltsbades ein Denkmal gesetzt, das weit über die Grenzen unseres engerear Vaterlandes hie Ächtung aller Menschenfreunde heischt. Auf diese drei Statten iw Bildung, des religiösen Kultes und der Ge,undheitspflege Hit unsere Stadt ein Recht, stolz zu sein. x

Darf da die politische Gemeiirde bei der Enullung ihrer Pflichten rein geldlichen Bedenken allzu sehr nachgeben? Unsere Volksschule hat für die Allgemeinheit die allergrotztc Bedeutung.

Sollten da die Opfer nicht frtitbigen merzens gebrachr werden, die für die Schule gebracht werden müssen! Sollten wir über Haupt nicht mehr X)er$ und Gemüt mitreden lassen, wenn s für unsere Kinder gilt! Ist eine gute Schulbildung nicht das roen vollste, das beste und gar oftmals das Einzige, was dem hingen Erdcnpilger mit auf den Lebensweg gegeben werden kann!^Man komme nicht mit dem Einwand, das; auch in den jetzigen Schul räumen den Kindern all das ebensogut gegeben werden könnte. Unsere Lehrerschalt ist gefeit gegen den Vorwurf, daß in uni er. i Volksschule nicht das Möglichste erreicht würde. Wenn wir aber verlangen, daß Lehrer und Schüler ihr Bestes her geben zur Er fielung der hohen Aufgabe der Volksschule, dann dürfen , auch Lehrer und Schüler verlangen, daß die äußeren Verhältnisse zu diesem Stteben ermuntern, daß Lust und Liebe dorten l>crrfckft.

wo Lust und Liebe so sehr notwendig

Ich habe schon angeführt, daß über 30 Jahren nichts, wenigstens ist. Haben sich aber in diesen 30

sind.

für unsere Volksschule leit nichts Sichtbares geschehen Jahren unsere allgemeinen geändert? Der Beruf des

kirchliche Nachrichten.

Evallgettfche Gemeinde.

Donnerstag den 4. Novbr., abends 8 Uhr, im Matthäussaal:

B i b e l |'t u n d e. (Bilder ans dem Leben der Apostel.)

Pfarrer D. Schlosser.

Märkte.

ke. Frankfurt a. M. Schweinemarktberichfrvom 3. Nov. Ausgetrieben waren 1476 Schweine. Boll fleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgeivicht 00 00 9)1 L, Schlachtgewicht 00 00 Mk. Bollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht uO-uO Mk. Vollfleifchige Schweine über 2/2 Zentner Lebendgewicht 6062 9)1 L,. Schlachtgewicht 7778 9)lf. Act(- schweine über 3 Zentner Lebendgewicht 6062 9)lk., Schlachtgewicht 77 79 9)lk. Fleischige Schweine Lebendgewicht 6061 Mk., Schlachtgewicht 76-77 Mk. Sauen Lebendgewicht 5409 Mk., Schlachtgewicht 0900 Mk. Tendenz gut, Ueberstand unbedeutend.

Handel.

G l e i w i tz, 2. Nov. In der heutigen Generalversammlung der O b e r s ch l e s i s ch e n S t a h l w e r k s g e s e l l s ch n i t wurden die neuen Beiträge durchberaten und unterzeichnet, durch welche die Oberschlesische Stahlwerksgesellschait bis zum 31. März 1912 verlängert ist. Tie Erneuerung derSderschlesischen Stahlwerks- gesellfchait steht einer Verständigung mit der Vereinigten Kömgs- und Laurahülle nach keiner Richtung hin entgegen.

Bortiussichtlichc Witterung für.Vesten am Donnerstag dem 4. November: Vorwiegend trocken, trüb und mild.

Verhältnisse nicht von Grund aus

Lehrers ist einer der denkbar schwersten und nur derjenige, der mit Leib und Seele, aber auch freudigen Sinnes in die Schule

Heute Programmwechsel.

Der Schneemann, Drama.

Bobs Rache, humoristisch.

Johann der Schuster, Märchen.

Eine tolle Nacht, humriW.

Arabische Pilgerfahrt, Naturaufnahme.

Pflichtvergessene Mutter.

Der Maulheld, humoristlsch.

Leichtes Einkommen, humoristisch.

Aenderungen vorbehalten.

Well Mitlmch lllld &ml)cuii ProglMmeM.

LuftscWahrt.

Eine neue deutsche Flugmafchine.

Köln, 2. Nov. Leutnant Coler vom 65. Jnfantcrie-- Regimrnt hat eine Flugmaschinc, einen Eindecker, zui'amm::t> geftefit, die schon ilyre Probe bestanden HM. Eoler hat vor einer heilten Gruppe von Kameraden einen erpen Flugveriuch unter- nominell, der vollständig glückte. Er tonnte sich mit ,emer Maichmc bis zu 14 Meter erheben und blieb 4 Minuten tu der Lust. Er wurde nur durch einen Motordefekt zur Landung gelungen.

Nrchtubung der Luftschiffe.

Parseval 3 hat sich an der Nachtübung der drei anderen Lenkballons nicht beteiligt. Ueber die Fahrt dieser drei Luft­schiffe liegen bis jetzt nur unvollkommene Nacl>richten vor, aus denen zu ersehen ist, daß die Luftkreuzer in der Richtung nach Koblenz gefahren sind. In Königswinter wurde M. 2 um 12 30, P. 3 um 12.37 und Z. 2 1.15 gesichtet.

Köln, 3. Nov. M. 2 ist um 8 Uhr, P. 2 um 8.1o vor der Halle gelandet. Z. 2 ist irod) unterwegs.

Kleine Mitteilungen.

Petersburg, 3. 9Lov Jrn Gouvernemimt Radom, un= weit Swoljany, landete das deutsche Luftschiff D r e s d e n mit 5 Lustschiiferu. In Odessa unternahm der <ylugwhrer Gil, bert eine Probefahrt, um feinen Flug über das schwarze Meer vorzubereiten. Gilbert landete an der- rumänuchen dstenze, nach­dem er 300 Kilometer in 10 Stunden durchflogen hatte.

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Oreginal-Drahtmeldungen.

Neuwied, 3. Oft. Aus der Pfarrkirche zu R ü b e n a ch wurden seltene und kostbare Meßgeräte, darunter eine 9)1 o n st ranz im Werte von 22 000 Mk., geraubt.

Nom, 3. Nov. TieStampa" berichtet ans Neapel: Das französische Geschwader ist gefteru mittag toieder abge- dampit. Tie italienischen Mmmfchaften brachtest Hochrufe aus die Franzosen aus. Vor b?r Abfahrt richtete Admiral Aubert euten Brief an den Obersten Morris, ) vor in er sein Beileid über den tragischen Tod des Leutnants Rovetti aussprick)t.

Paris, 3. Nov. DerMatiu" berichtet aus Turin, daß die G a s a r b e i t e r in Mailand, Genua und Alessandria in den Aus stand gehrten sind. Infolgedessen herrschte gestern abend in diesen drei Städten teilweise Dunkelheit. Wahrscheinlich werden sich die Elektriker der Bewegung anschließen, so daß heute abend diese drei Städte vollständig ohne Licht fein werden. Mehrere Fabriken sind gezwungen, den Bettie einzustellen.

Pflege deine Stimme.

Nicht nur im strengen Winter, sondern sozusagen das ganze Jahr hindurch gebrauchen viele Menschen regelmäßig irgendeine Tablette oder Bonbon, um ihre. Stimme zu pflegen, sie vor Ka­tarrh zu schützen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß die in der Schweiz seit 60 Jahren geschätzten Wybert Tabletten auch in Deutschland leichten Eingang gefunden haben. Denn eine einzige Probe davon zeigt sofort deren einzigartige Wir­kung auf die Stimme. . , . , , .

Hustenreiz, Heiserkeit, Verschleimung verschwinden sofort nach deren Gebrauch und soviel steht fest: M er einmal die an­genehmen Eigenschaften der Wybert-Tabletten erprobt hat, wird dieselben nie mehr missen wollen. Wybert-Tabletten sind daher für Sänger, Raucher, Redner. Sportsleute und alle, die. ihre Stimme pflegen wollen, ein unentbehrlicher Begleiter. InOriginal- schachteln a Mk. 1. sind dieselben in den Apotheken erhältlich. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke. Kreuz 2 s.-

DcrnmcMes.

* Das Wetter ist augenblicklich recht absonderlich. In der Gegend von Midland erfolgte ein vlö tzlicher Wett cr- stürz. Das Thermometer stel aus 4 bis 6 Grad unter Null. Der S ch a d e n, der in den letzten Tagen durch die anhaltenden Regengüsse etttftanden ist, beläust sich auf Millionen. Meh­rere Ortschasten stehen unter Wasser. Die Regierung wendet große Geldmittel auf, um die Bevölkerung zu unterstützen und den Ausbruch von Epidemien zu verhindern. Auch im östlichen Teile Spaniens richtet das Unwetter großen Schaden an, nament­lich in den Gegenden von Barcelona, Reuo Tarragona und Castellon. Tie Ueberschwemmungen vernichteten in vielen Orten die Ernte und unterbrachen die Schienenwege. Viele Gebäude drohen einzustürzen. . .

* Im Rektoratsgebäude der o3. Gememdeschule m Berlin ereignete sich gestern eine schwere Gasexplosion, wobei das Dienstmädchen Marie Rippert das sich nut Gas vergiften wollte, den Tod fand. Kurze Zeit darauf st a r b an den Folgen der erlittenen Verbrennungen die Frau des Rektors Trettin

'^Lütoeinmol die »rage, welch-Rmmrc übertrugt für einen ordnungsmäßigen Sckchlbetrieb notwendig unb . Wie ich nt a^frrt y, smd ton Eitern ab sechs ScMsimtner tn libfut unzulänglichen Räumen untergebracht. fehlt uemr h SinS.rin Zeichen. iuü> Wifiaal, echensnnmh «$urn >Ae Wafft tmtnrn. &n den übrigen notwendigen Reden,

bei bar torfie^enben Berhält. ifen jeder denkende Mensch fragen, warum nicht fdpn län^t u eine gründliche Aendernng buigcarbcib1 wurde.. ^^r,E) ic r i-ben tatsächlich die Verhältnisse diese allerdings letzt unhalt rcen Zustände mitschassen Helsen. Als im >>«hre 1901 die ncii^ u-msttn er schule eröffnet und das alte Gebäude frei wu^e, galt als selbstverständlich, daß dieses für die Volksichule bereit ge- i Ht- n würde. Tann kam die G e w e r b e a k a demie uefe Raume. Unter der Leitung des früheren Tirektors -Schmidt nrrde stets von einem Neubau gesprockien und allgemein war i' eAnnahme, daß die jetziger Räume -urr der Uebergang sur , n nicht allzu fernes, neues Akademie-tfKbäude frren. , ^un inrb schon 8 Jahre verflossen und das Prvviiormm besteht immer vch. Es ist auch beute wohl niemand in der Lage, angeben zu linnen, wann die Zeit kommt sür das De^urMiS gr.oßerer neuer äumlichkeiten. Tie allgemeine wittichastliche ^ise hat ganz sonders ungünstig auf den Besuch derartiger Lehranstalten ein- -nrirft und ist der Besuch nicht nur bei uns, wndern m allen l.chnisctzen Anstalten zurückgegangen .Laß dfr ge,amte stadtstche ! erwaltung unserer Akademie freundlich gegenubersteht, darl wohl Ivliauptet werden Finden doch alle Forderungen für die Akademie 1,-tS die einstimmige Genehmigung der ^adtvervrdnetenveriam-n- li ng Es darf w«ohl angenommen werden, datz eben v einstimmig ."e Mittel für ein neues AkademiEebäude bewilligt^.werden, uenn das Bedürfnis fick einstellen wllte. ^ aber bis dahrn noch Jahre ins Land gehen können, tarn wohl, ohne allzu gn>ße Scknvarzseherei, angenommen werden. Ich glaube aber naa)ge= lind en zu chiben, daß die Beschaffung ordinrngsinatziger ^ckml- uimne für unsere Volksschule nicht länger hinausgezogen werden i^nn, so daß wir im Grund genommen auf das tyreiroerben die,er S läumc nicht warten können. . .

Trotzdem will ich hier einmal daraus emgehen und annehmen, o irch einen Neubau würde die jetzige Gewerbeakademie in einigen .ihren frei. Wie steht es aber bann? Selbstverständlich kann jr von einer einwandfreien Lösung der Schulhaussragi> I i»sprochen werden, da wohl kein einziges, für die städtische Ver- l nnltimg verantwortliches Mitglied diese schon viel zu lange -uihrenden Rotbehelfe weilerhin besürworten wird.

Das alte Realschulgebäude hat jetzt sieben einwandfreie^chul-- i(j!e. Davon würde ein großer Sacfl als Tingsaal in Betrackst foinmen, und ein weiterer großer Saal könnte geteilt werden. Oa ein Zeichen- und Phhsiksaal notwendig ist, bleiben füns eäte nir Schnlzimmer. Damit könnte aber das jetzt schon vorhandene Bedürfnis nicht befriedigt werden, ganz zu schweigen von dem Fehlen einer Turnhalle. Dann sind aber die beiden Schulsale im Erdgeschoß des alten Schulhauses keineswegs einwandfrei; gmnz besonders an trüben Derbst- und Wintertagen ist die Be- i 'ichtung in diesen Räumen sehr mangelhaft und es ist gar nichts Seltenes, daß bis morgens um 10 Uhr Licht gebrannt werden ii*iifr. Wie schlimm es aber für die Augen der tfinber und der Mehrer ist, im Zwielicht zu lesen oder zu schreiben, ist bekannt. Tiefe Schulsäle können deshalb als einwandfrei ebensalls nicht Meidjnct werden. Aber noch etwas kommt hinzu. Die gesetz- dien Bestimmungen verlangen, daß bei der Schule ein Spiel- olaR liegt, der im Mindestmaß 3 qm, auf jedes Kind gerechnet, oben soll. Unsere Schulhöfe haben aber nur einen Flachengehalt etwa 1300 qm und da wir jetzt schon 1020 Kinder in der , lüfte haben, wäre der Spielplatz viel zu klein. Ohne Ueber- u Übung darf also ivvhl behauptet werden, daß selbst bei Ueber» ' Jiung der Räume der jetzigen Gewerbeakademie die Schulhaus- -i oge keineswegs einwandfrei gelöst werden fönnte.

Dann bleibt aber gar nichts anderes übrig, als dem Neu-

xtit nur unserer Stadt unwürdig, sondern auch mit oerMtrrks-- röftoi wrfnüw't. Tm-l W-ü roub all» mdn

langen zu können. _ t insbesondere avjjubw ' bafsenheit frsondereSeiW \>tx sind Eigentlich sollten baq benn unter normalen w»

jt daß eine GenkeuwevcwM ie doch die Zukunft repr.iM intemitglieber am "*n freie Räume

-r Behörden geht Dienstpersonals der enbimM her Lirtshausbesulher erimJi fein Lokal nfirö heule neubM che M das nicht ge,m^ Weisen kann.

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-n vielen doch oM hinzu. D'.r ÄMz-L,- igtwcndiglk" K^ebenndst^

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^?der ^urn^ben. J

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im Virchon^Krankenhauie, während ein Ingenieur und ein Dau- an rtfläger \Ch ro er e Verletzungen erlitten. Ein Öeizer erlitt leichtere Brandwunden Eine zweite Gaserplmu>n ent­stand in Berlin daourch, daß eine Frau beim Ab ne hm en der Gaskrone in der Wohnung, aus der sie auszog, die Leitung nicht verschloß. Der Verwalter des Dauses erlitt, als er abenö'- mit einem Streichholz in das Zimmer trat, bei der Explosion, durck) die Fenster zertrümmert und ein Teil der Decke l/cruntcrgeriffen wurde, schwere Brandwunden.

* Tie Kunst der Straße pflegt noch immer vor den Lichtmasten und den Eisenstangen bet Straßenbahnen ängstlich .\>alt zu machen und deren Auswahl aus dem Musterbud) der Hüttenwerke irgend einer von ästhetischen Gesühlen unberührten 3le(lc zu überlassen. Bremen ist wohl die erste deutsche Stadt, die diesem stiefmütterlich behandelten Gebiete ernsthafte Beachtung hat angedeiheu lassen, indem sie dem Direktor ihres stunslgewerbe- mufeums, Pros. E. Äögg, den Auftrag erteilte, für die Beleuch­tungsanlagen des Bahnhofplatzes und der anschließenden Straßen Masten in modernem materialgerechtem Sinne zu cntioerkn. Diese Neuanlage zeigt, welck-e Bereick)erung unseres Sttaßenbildes aus dem anscheinend so spröden unb unergiebigen nottvendigen liebel erstehen kann, wenn die alte gedankenlose Akanthusschnörlelci Der- lassen wird und sachliche, aus Material und Konstruktion abge­leitete künstlerische Formen gesucht werden. Uedrigens hat auch Berlin neuerdings Wert darauf gelegt, die Lichtmasten an den großen Plätzen künstlerisch auszugestalten, und die A. E. G. sorgte burch Peter Behrens für Bogenlampen, die sich in ihrer knappen Sachlichkeit und ftrengen Formgebung den neuen Licht- in asten gut anpassen. Es gibt aber noch viele andereAus­stattungsstücke unserer Straßen^, die eine Reform verdienen, so

B. Müllpfosten, Gehäuse für elektrische Leitungssckstüter, Fern- lorechdrahwerteiler, Bedürfnisanstalten, Zeitungskioske usw. ifürz- lid) wurde beispielsweise in einem Berliner Vorort ein Fernspreck^ drahtverteiler in einer Form hergestellt, von der dasZenttaD blatt der Bauverwaltung" mit Recht sagt, daß er an das be­kannte Knusperhäusckien erinnere. Und diese falsche Poesie wird mit der billigsten Jndnstrieware hervorgebracht. Er ist aus Blech hergestellt, .zeigt gevreßte Dachziegel und ent­sprechende Zierbeschläge der Türen. Auch Sttaßenfcknlderpsosten, Straßenschilder selbst, Laterneiipsähle und vieles andere könnten eine künstlerische Durcharbeitung, eine knappere Form recht gut vertragen.

Lange Jahre litt ich an einem hartnäckigen

Hautausschlag

im Gesicht. Diel, sehr viel habe ich erfolglos versucht. Ich pro­bierte Zucker s Patent Medi­zinal Leise. Plötzlich besserte es sich von Tag zu Tag. Nahm nur zum Waschen Zuckcr'S Patcnt- Mcdizinal-Leise u. hatte arofr- artigcn Erfolg. M. Schlör in B." ä Llck. 50 Pf. (15 °/0 ig) und 1.50 M. (35 % ifl, stärkste Form). Dazugehörige 3ucf°25 - (Srcmc 75 Psg. u. 2 M., ferner Zuck^h- Leife itnilb), 50 Pf. u. 1.5o M. In Der ttniversttäts-, Engcl- u. Hirich 2lvotb., bei Ang. Stoll, C. Leibei u. W. Kilbinaer. Isst/,

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10 empfunden wurde i 1 öum erstenmal in seinem jn« 1 fuenge Msj an das Rud ha, lagen wahrlich kein guter k wohl berechtigt, teiliebt für das spätere £u ann das Kinderköpschen natii vrlche unendlich weise unb h mit der allgemeinen Lchuwi , wie sur die Gesamtheit ufr 1 Deutschland heute in der 2 . haben unsere Schulen unb« it gehäuftes Maß Anteil an da n jitib aller auÄmckigen

die allgemeine Schulpflicht^ rcter sftid verpflichtet, ihre fr sahre an t>em llnteaidjt in a feien, daß von diesem afiger inzelmensch Vorteil hat, st Tatsache großen, ja wahw deshalb steht die Vertretet tsregierung, auf dem Stanlrl 1 ?ic stosten nufiutonnnen he: .

geht, kann den Pflichten gerecht werden, die an das Lehramt ge­teilt werden. Wer sich aber mit den Zuständen unserer Seite schulräume beschäftigt hat, wird zugeben müssen, daß selbst die idealste Auffassung von den hoben Aufgaben des Lehranttes Lust und Liebe oftmals nicht aufkonimen lassen können.

Unserer städtischen Verwaltung find mandyerlei neue Aufgaben gestellt. Tie Lösung der Schulhausfrage halte ich für die bei weitem wichtigste und notwendigste. Bei dem ganz natürlichen Interesse, das unsere gesamte Bevölkerung an der Volksschule nimmt, glaubte ich diesen Interessen am besten dienen zu können, wenn weiteren Kreisen diese Ausführungen unterbreitet wurden In einem weiteren Aufsatz soll über die Verwendung der alten Schulräume und die Kosten eines Neubaues einiges gesagt merbcu.

Georg Steinhäuser, Stadtverordneter.

Landwirtschaft.

**^Vortragskursus für praktische Landwirte. Nachdem die von der Landlvirtschastskammer seit Jahren ab gehaltenen Vortragskurse für praktische Landwirte lebhaften Bei­fall gefunden haben und sich eines von Jahr zu Jahr steigenden Besuckrs zu erfreuen hatten, sollen sie jedes Jahr abgehalteii werden. Im lausenden Geschäsisjahr kommt Rheinheisen an die Reihe und zwar wird der Sturm-? in der Zeit vom 4.-7. Januar 1910 in Mainz stattfinden. Für bio Vorträge bemüht sich bie Landwirtschaftskammer, hervorragenbe Fachmänner als Rere- renten zu gewinnen und steift zurzeit in Verhandlung mit den­selben. Da der Weinbau in Rheinhessen eine große Rolle spielt, sind zivei Vorträge aus diesem Gebiete vorgesehen. In AnsNcht genommen sind ferner Vorträge ans dem Gebiete der Pflanzen- züchlnng, der Betriebslehre, der Tüngerlehre, der Buchführung, der Schweinezucht ufm. Tie speziellere Bezeichnung der ^hernatas wird später mitgeteilt._________________

Gerichtssaal.

Freiburg, 2. Nov. Weil sie zum Verwässern der M i l ch Wasser aus der Kanalisationsanlage entnommen hatte, wurde hier eine 9)rilchhändlerm zu drei Monaten Gesäng- n i s und 300 Mark Geldstrafe verurteilt.