tefen hatte. Unterdessen versuchen liebenswürdige Leute ihr ',u soufflieren: „Äindheir" und ,^Iickwl.ngsalter", „Eries und Tvric Den", „Anna Waremnina" . . . Und sic stammelt nach: „Wind heil de-7- Jünglings", „Ter Krieg im ^yrifOen", „Andre Eornelis". (2egtfr<’3 in bekanntlich der Titel eines Tumnms von Bourget. ^o; meine Dame," sage ich, um der Marter _bcr armen Thron VN Ende zu machen, „Andre Eornölis : "t in der Tat kein schlechtes Buck? . . . Und nun sagt mir," so schloß Tolstoi seine Be- trachtitngen, „was soll ich min von meinem Ruhme hallen?"
* Das Denkmal eines Astronomen. Dem Astro^ nomen Janssen, den: Okünocr ocs Obfervatorlums auf dem Mont Maur, iiriro in Paris ein Grabdenkmal errichtet, ein einfacher Obelisk, mit einem großen Medaillon, das im Rclic' das Profil des liebenswürdigen alten (gelehrten zeigt. Zugleich ist dem Beeres-Muieum von der SSitwc Ianücns der Bal 1^ n „Volta" überwiesen worden, in dem der Astronom am 2. Tc zetnber 1870 aus dem belagerten Paris aufstieg, um im Auftrage der 'Pariser Akademie der Wifsensclzaften nach Oran zu gehen und dort am 22. Dezember eine Sonnenfinsternis zu beobachten Die Flucht im Ballon gelang; der Gelehrte landete bei dem Dorfe Bricheblanc in der 'JZäljc von Taint-Razairc, erreichte von dort Tours und den Süden Frankreichs, wo er sich nach Algier cin- schiffte. So formte er den ihm gewordenen Auftrag ausführen, und er hatte die Genugtuung, „daß er Bismarck nicht um einen Passierschein zu bitten brauchte".
* Die Kohlenschätze de r Erde. Bon den Schätzen, die uns die Natur fvendet, gehören Die schwarzen Diamanten nicht nur zu den unentbehrlichsten, sondern auch zu den tostbarsten. Nach Angabeti, die Professor Arthnr Btnz in i'cincm kürzlich erschienenen Büchlein „stöhle und Eisen" zusammengetragen hat, betrug die Weltproduktion, d. h. die Summe der in allen Ländern erzeugten Mengen an Wohle 911 015 000 Tonnen. Ihnen standen nur gegenüber an Eisen 52 565 000, Petroleum 27 096 000, Salz 11 251 000, Je inj Über 5 547 000, Blei 817 000, Wupser 738 000, Zink 638 000, Feingold 580 000, Zinn 95 000 und Aluminium 11500 Tonnen. Nimmt man nach dem Durchschnittswert in Nordamerika, Großbritannien und Deutschland einen Mittelivert von sieben Schilling für eine Tonne Wahlen an, so beträgt der Wert der oben angeführten Weltprvduktion 6_> Milliarden Mark, wogegen die Weltproduktion an Roheisen nur aus 2,8 Milliarden anzujetzen ist. Im Jahre 1901 betrug der Wert in Millionen Mark bei Wohlen 7200, Eisen 3200, Petroleum 1600, Gold- 1075, Diamanten und Edelsteinen 800, Wupser 600, Silber 525, Zinn 240, Salzen 200, Zink 160, Blei 200. Tie Steinkohlenförderung betrug int Jahre 1905 in den Bereinigten Staaten 335, in Großbritannien 20u, in Deutschland 130 Millionen Tonnen, für 1907 lauteten die Zahlen 425, 272 und 143, erst in weitem Abstande kommen Oesterreich und Franl reich. England ist von ber lange inne gehaltenen ersten Stelle von Amertla verdrängt worden, m der Roheisenproduktion und in der Eisen- und Stahlindustrie ist es ansch 'von Deutschland überflügelt worden. Bei dem stetigen Steigen des Wohlenbedarfs für die Industrie l-at man sich die Frage vorgclcgt, wie lange die Vorräte auSreicl-cn werden, d. h. nach der Ausdehnung der Bodenschätze, die wir geologisch ermitteln tonnen, imb nach der Tiefe, bis zu der wir sie, ohne durch die fteigcnbc/Ecinperatur gehindert zu werden, ausbeuten können. Das tiefste Bohrloch, das bis letzt vorhanden ist, geht 2003 Meter hinab; es ist in Ober- fchlesien. Als normale Tiefe aber ist 1500 Meter anzunehmen. Unter diesen Voraussetzungen werden die Warenvorräte erschöpft sein in Zentral Franlreich, Böhmen, Provinz und Wönigrcich Sachsen und Nord-Emgland in lOo 200 Jahren, in den übrigen englischen jiPhlenjclbcrn, im Waldenburg Sclmtzlarer Revier in Oesterreich und in Nord-Frankreich in 200—300 Jahren, in Saarbrücken, Belgien, in Aachen und im Ruhr-Revier und in Nordamerika in 600 800 Jahren und schließlich in Lber- schlcsien in mehr als 1000 Jahren. Die Zahlen haben auf die
Privatbiskonro 3>; Prozent.
rt = 4- 15,5'c.
darf, Reichelsheim.
(D”/,
30.
höchste Temperatur am Niedrigste , ,
Sept, bis 1.
„ , 1.
Wertigen Ersatz yi er) um en. Dor allem sind bic Wasserkräfte in weit höherem Maße auszunutzen zur Umichung ber Elektrizität in Wärme unb Licht, als es bisher geschieht, und mannigfach sind Pläne hierzu in letzter ,jcit aufgctaucht: vor allem wird auch die Notwendigkeit betont. Dar, bic Regierungen selber solche Unternehmungen schaffen, damit sie ber Allgemeinheit, nicht einzelnen Wapitaliiten zugute kommen. In der Schwei; sind ;. B. von 750 000 Pferdekräften nur ein Drittel ausg^nutzt. Welche Mittel sich iverden finden Urnen, um die Sonnenwärme auszunutzen. ist noch zu sagen. Aber wie mich auf dem Gebiete der Technik Pcrcchirungen umgeswßen werden können, hat vor wenigen Jahren die überraschende Entdeckung des Radiums unb der Radioaktivität gezeigt, und so ist nach Binz' Dieinung trotz der Kohlenabnahmc ein gewisser Optimismus berechtigt.
Gegen das Aitern
Dr. Hommel’s Haematogen
WARNUNG! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Ilonimel.
Börsen-Wochcnbericht.
— Frankfurt a. M., 1. Okt.
Das Geschäft an der Börse hat an Lebhaftigkeit noch gewonnen und Hand in foanb damit ging eine meücrc Aufwärts- bcwegung ber Wurfe, obwohl es an Ermahnungen zur Reserve nicht fehlte. Wenn man auch zugeben darf, daß bic Aufwärtsbewcgung der sachlichen Grundlage nicht ganz entbehrt, so wird man doch nicht im Zweifel darüber sein können, daß bic Bewegung bereits den Eiiaratter einer Ucbcrtrcibung angenommen hat. Wenn durch irgend einen unvorhergesel)cnen Anstoß das Verkaufsbedürfnis stärker wird, ist nicht abzusehen, wie ein solch überladener Markt bic Ware aufnehmm soll unb der Wursßurz nrirb baim sehr heftig fein. Es wäre in höchstem Grade bedauerlich, iveim die Besserung im Wirtschaftsleben, bic sich bemerkbar macht, durch einen Rückschlag an der Börse auigcbaltcn würde unb daher wünschenswert, daß eine besonnenere Haltung Platz greifen wurde. Publiium uirb Spekulation sind aber nachgerade wie hynotifiert durch den Lwufsetaumel an derNcwyorker Börf e. vier fchließt man s ich dem Borgehen Amerikas an, ohne zu bedenken, daß bei uns die industrielle Besserung noch keineswegs den Grad ber amerikanischen erklommen hat. Es fehlt auch nicht an Stimmen, die die raube Preisbewegung auf dem amcritnnifdjcn Eisenmarrt unb die Auswär tsbcwegung in Wallstreet für über haftet halten und einen Rückschlag besorgen. Allem Spclulation und Wapitalistenkreife haben sich so in den Gedanken eingelebt, baß der E i s e n i n d u st r i e ein gcivaltigcr Aufschwung bevorstetzc, daß sie die wirklichen Berhaltnijse kaum noch zu würdigen vermögen. Die wstc Haltung der Metalle, von denen nur Wupser in ungleichmäßiger Haltung verharrt, trügt dazu bei, die Zuversicht zu lurien und neue Kauflust für Montanpapicre unb sonstige Industricivcrte zu wecken. Tie U 11 i m o r e g n l i c r u n g hat sich glatt vollzogen, da Geld bei, relativ billigen Sätzen ausreichend zur Verfügung stand. Es ist aber eine erhebliche Anspannung bei der Reichsbank cingctrcteii, die auf dem offenen Mailt nicht ohne Rückwirkirng bleiben dürste. Die Lage des engliichen Geldmarktes ist trotz der Goldausgänge befriedigend geblieben, was hoffen läßt, daß die Berhältnisfe des internationalen Geldmarktes in den letzten Neonaten des Jahres zu Besorgnissen leinen Anlaß geben werden. Immerhin wird die Lage des heimischen GeldmanteS durch die unbefriedigende Berfaffung der Reich^bani beeinflußt. Die Borfcnoewegung blieo nicht aus den Montanmarkt beschränkt, fonlyrn es nahmen in verstärktem Maße Bantaktien, Schifiahrtsimric und Elektrizitäts- alticn daran teil. Die große Zunahme des Effektengefchäits lenkte bic Aufmerksamkeit auf Banken, bic daraus reiche Gewinne erzielen dürften, zumal die Gcldsatze den niedrigen Stand ver- laiicn haben. S ch i s sa h rt s a k tie n profitierten von den günstigen Mitteilungen, bic über den 'Lwlbjahresschluß des Norddeutschen Lloyb verbreitet würben. Man erwartet gute Abschluß Ziffern bei allen leitenden Gesellschaften ber Elektrizitätsindustrie! I niiüerhem rcatc hie Mel du na über ein neues elelkrisches Unter- •
Meteorologische Beovachtungen
der Station (»ließen.
Handel.
— Deutscher Bieratsatz im Ansland. Im Verhältnis sunr inländischen Absatz stellt der Bierabfatz Deutschlands nur ein äußerst geringes Quantum dar: immerhin fällt es >ur viele den (Szvort pflegenben Brauereien doch sehr ins Gewicht, wenn im vergangenen Jahre für 21,3 Millionen Mark deutsches Bier im Ausland abgefept wurden in. Als Bestimmungsländer unserer Ausfuhr kommen hauptsächlich bic Schweiz, Belgien, Indien, Teittich Südwest-Afrika und Australien in Betracht In den ersten 8 Monaten dieses Jahres tvurde für 14,31 Millionen Nlark deutsches Bier im Aus lande abgefeimt gegen 14,40 Millionen in demselben Zeitraum 1908. Die kleine Abnahme, die be^ Wert ber Ausfuhr gegenüber dem Vorfahre auhueift, ist durch eine Preisermäßigung veranlaßt' Der ckniheitswert ist in bicfcm Jahre niedriger als im Jahre 1908. Ti Menge des angeführten Bicrrm stellt sich in den ersten 8 Monaten dieses und dos Vor sahrcs wie folgt: Dünn flüssiges Bter in Fässern 1908 355 806 Hektoliter, 1909 371007 Hektoliter, also 15 201 Hektoliter mehr als 1908: Bier in 51 afdien usw. 235 374 Doppelzentner in 1908 gegen 222 606 Doppelzentner in 1909, also 12 768 Doppelzentner nxmger als 1908. eine Zunahme hat bic Bieraus'uhr Deutschlands vornehmlich nach Großbritannien, den 'Jäcbcrlanoen, ber Schwei.;, den Vereinigten Staaten, Aegypten, britisch Malaga und niederlänbisch Itidien erfahren.
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Notwendigkeit hingewiesen, für bic Wirksamkeit ber Kohle ander-1 nehmen an. Andere Indnsrricpavier- waren glkichialls gtrrogt ,,, imS hie 9tUm>rfrnrtr in uni) höher. Ber beumfdirn unb fremden ,ronds find bemerkens
werte Veränderungen nicht zu verzeichnen.
Oktober
Barometer (Ult 0° reduziert
Temperatur der Lust
Absolute öeuct tigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
1909
1.
2»
741,5
15,2
10,6
83
E
4
Aew. Himmel
1.
9*
740,2
11 1
9,5
96
E
2
'Jlcbcl
2.
7M
741,8
8,8
8,2
98
N
4
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