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Sergkuht nuni ba4 Ergebnis brr Ohcbmahl nut bat irr Hauptwohl, jo ergibt sich, tafc btt 'SaiwimHibcmlen unb Bünd- lerifchen faft geschlossen auf liebel übergingen Ber der 6aub0üah( am 19. Februar fielen auf liebel 6604 unb auf Dr Becker 5821 3timmen. bei ber Stichwahl auf Hebel 12027 ES könne» also, ba ba4 Zentrum nrnnenswene Reserven nvhl kaum mehr auf- bringen konnte, höchsten-; 300 2<rnnnrn auf jtorell über gegangen feilt Wenn man aiminunt, bah bir in bei Hanprwohl abgegebenen 1559 sozülldeuw kritischen oummen sämtlich Äorell erhalte» hat. fo bat bet jrti|inn zu seinen 8060 Stimme» ber Hauprwaht noch 800—900 dazu bebunntn.
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•* Alldeutscher Verband. Tie gtüttyn Bor träge m Steche inerten waren gut drucht. ."in feinem Bom.ig. über ..'•Xarofla. *.-ne roeltrruti(f.c ;?.<rc uub i dx>litvd*e Bedeutung" fübrtr verr Qkbetmral Prc" Throbalh jriidtcr ou* Harburg
fach dann gegen ote vorgochlag» i: Nachlay st nie iu*. weil ’it » Wideripnuh rn*t dem Solfcemuhnbeit ft'b W deripruch und Un- ‘Brenne n näfvr ein B<i der 2- alte barüib- r rm ‘h idwtaa batten lewes Erschiene iowohl Ab-- Ulrich. w:<* ,3thr • W über otv; erhebliche Bor teil- gebracht, -'er uftin man 'age, oaH nnr ^-<ut zu weil. Bor allem aber mühe er ber" *'b ; örocfixiuvn r.ibn »prechcn. der behauptete, baß brr Gerne in »chaNs vertrag von 1 r cutzen trat in oft Absicht abgeschlossen worden i't, um erann bnreunoetrn Bundesstaat aus der .einaiizkalanutöt zu Helten. '.uiitrnmunfl unb Heiter^., Abg Baht aiil: Ter fennt me Ereuyen tudit 'flau habt* noch bisher bet Prcuiku rtne wiche foofrrr r .iqrflt noch nicht beobachte! 'dbftDcrflänöltdi könne Don einer Lotung des Serira.ir, f in, fNeor sein, idxni deshalb nicht, weil v^fenie®t qar nicht imstande wäre, btc Bahnen m eigene Reqic ;u nehmen Bei ruita m Cingeben aui den Etat bemerkt ^0rn-r gegenüber einem deitunaMriifel, daß der Finanzansfchuy keine ickrr tmitrolk lyniickklick der 2Dariamr.it etntrrtenflai’niJonne. . xa^ Bauwesen sehr wohl noch grivart werden könne. Redner wnst aut einen viesbezünlich-n ^rlah des preuk"chen der
-nnonsm unb ber oitenthdten Arbeiten Mn d-r .ehr beachtmS- wert sei. Wenn man verlange, an dem fritu^cn Beamtcnabpaxat
iparen unb bataui btnroti", bay Preuycu t crr-ilmi5mabtg mit der Halste der Beamten aurkomme. io werde das kaum moj ich sein, wohl aber heyen sich Ixiüflhd) ber Mfen «deutende «<Ti'Darnüir erzielen Die Berechtigung der GehaltSverbesierung verschiedener Beamt en kategorien muss« et aner kennen, aber eS ,'oUtc auch dabei bedacht roetben, daß der große Teil oer viel ärmeren Bevölkerung eben doch diese Beamtengeböller auszubringen habe lutlmimunfl 3um Schluß spricht der Redner de» Wunkck aug, die Re i.erunq mö.?e ood) nun recht bald die neue Wahlrechts, norkg ein bringen, damit dieselbe jur Erledigung komme und oan ein dauernder Zündstoff aus Ijgitation
auSgeickalirt werde. Seine 'ßartei werde alles tun. dem Volke aas direkte Wahlrecht zu geben. Auch der Staatsminister sei ia ein ehrlicher freund desselben unb c6 bleibe su Itoffen. daß nie erfic .Hammer endlich ebenfalls zustimme unb von der Erhebung unerfüllbarer Twrberungc» Llbstand nehmen werde. (Beifall
Äbg. Tr. O s a n n führt aus: Ter diesjährige Hauptvoranschlag ncht trübe, fast trostlos ans Bon den Vermögens test en aus -rüberen Jahren weiden 1058 000 Mk beansprucht, so daß nur iwch ein Rest von 79 000 Mk verbleibt Tic Sternpelgeblihren bringen einen Minderertrag von 700000 Mk unb die Erträgnisse aus der Eisenbahngemoinschast sind um 2 0.50 000 Mk. weniger angefetzi uno nach den Erklärimaen ih'fl preußischen Finanz» Ministers werde der Verlust wahrschnnlid) noch großer werben. Taju ü'inme, daß demnächst dic Millionen gestundeter Motri- tuf ar bei frä ne auS früheren Jahren unb 512 606 Mk. für dieses Jobc qejahli Werben sollen. Wir kontrahieren ferner ganz erhebliche neue -chnlb<i, unb zwar 9 707 000 Mk. für Eisenbahnzweckf unb 4 137 000 Mk. Tür andere, meist nicht werbende Zwecke, dic 'Staatsschuld werde immer bedenklicher, ’ie beträgt schon letzt 107 MilIionen Mark imb wird im ua(t)ften 3ahr auf 121 Millionen üeigen, orten Berzinsuiig allein 14 641 (XX) Mk erfordert. Xa> bei werde unsere 2taol schuld nur zu '/* Vroieiit aminortisiert, während das Reich vorschlage, für alte, wethenbe 2duilben 1,9 Brcicnl uno für nicht werbende Schulden vorzunehmen ES flehe auch noch sehr dahin, ob in der letzigen rniiidicn Zeit nach den 'Bondüngen des Etats wirklich eine 2tei* qernua der tnotrchcii Steuern um 650 (KM) Mk. er wartet werben lomie. Ob es richtig war, daß der Hinanzminisl.i trotz dieser schwicrigeii Xiane eine 2tetler er Höhung noch hinansschob, erschien , inu "'In. .iweifelhast. In Preußen habe man letzt )dwn_ ohne R'ücksicht out bir Reichsfinanzreform eine Erliöhnng der 2tcner non 1200 Mark Einkommen an mit einem Ergebnis von ?00l 1
eillöhnng um 12 Prozent vorgeschlagen unb in Bayern werde eine ubnlidic Maßiiahnii erfolgen, namentlich infolge der Beamten- l'fsoldung. Ter RedNii geht dann auf eine Ruhe einzelner Posi- tunun näher rm und legt dar, baß dir Anforderungen fortwälncnb im Steigen begriffen find. Angesichts dieser überaus- uiignnftignt /Vuianjlaflc habe der sfiminzansschuß es für ftinc ernsteste Pflicht gchalti-n, bcu strengsten Mnßslab tür alle Ausgaben anyilegcn. C-y müsse aber nodi Weiler gcgangen werben Tie ganze Or- uanifatwu be" Staates, iii5bcfoubcic des 3ui<u»bciimu*ntumo, halte er für viel zu weitverzweigt uub verlange eine Prüfung, ob nicht fui.ielnc Beamten stell en, ja ganic 'Stellungen der Zentral- behörbc emaOchrankt obci ganz aufgehoben werbiii können. Ter Organismus des biirokratischeli Staatswesens sei ja schwer aiiju- gicifm und man könne nud) nicht früher bewilligte BeanitiU- i bi - teilen m hr <ruw den 3iibaher benullifft werden. Es müsse and) im allgemeinen in der Staatsverwallnng billiger und praktischer gearbeitet werden. Man sollte sich btc Errungenschaften verständiger Perwal-, nmgen, nnc sie üi großen, industriellen Werken ober Idanbels- gesellschaiten eingeführt sind, mehr zunutze machen. Leute feien die SrcLMmter, die DberfötftcTCien unb di. Bonum ter fast zu Ministerium ans dirigiert, nicht nur die Baupläne öffentlicher ttcbäubc. sonderii auch btc Baupläne privater Bauten würben vom MiNisterumr auv korrigiert und in ganz anderer 3-orm gebracht, was den Beteiligten crbcblitbe Mehrkosten viwnrsad> Irr Reu- bau der Hypothekenbank habe durch die Korrekturen in der Minister- rnstanz «inen MehrauNvond von 200000 'IX r erfordert Auch viel weitläufig organisiert. Bei einem Staat von dkr Größe Hessens erscheine eine io große Anzahl von scstmigestellten Beamten mit 3430 Mk Okhall und ein« Ausgabe im Etat für diese Beamten von 10 - 11 000000 Mk. entschieden zu Hoch; dazu tomme noch eine Ausgabe von 3 600000 'DuytD für Pensionen. Es müsse auch .größte Sparsamkeit un staatlichen BaiM'eien verlangt werden ler Lurns. welcher hierin entfaltet werde, stehe in einem schreienden Widerspruch zu den tuianurHat BerhälNnssen sth-dner führt eine Reih.' von einzelnen sräNcn aus dem Etat an, darunter die Tammmärterwobnung in Hamm ui 13000 Mk, während auf der Ausstellung schöne Ar- btiterhduicr m 4000 Mk und Zweifamilienhäuser ,u 7*200 Mk. errichtet waren Tu* vielfach anigctrctcncn .'Hagen über die Beamten seien meist dann begründet, daß wir nicht noUflilngc SlTäfte angestellt hoben. Es seien in Hessen entschieden tu viel akademisch gebildete Beamte. Eine aanzc Reihe von Stellen konnte mid) von '.’hWtrttabemifcm auSgefilllt werden Iic Wahlrechtsvvr- lage müsse endlich zustande gebracht werden und seine Partei werbe alles biiriui fetzen, sie zu erreichen. Auch die Gemrinbesteuervor- läge muffe endlich vorgelegt werben. Zur Arbeitslosenfrage könne man nicht sagen, der Zug aufs X‘anb werbe allein Äblßlfc bringen, vielen Arbeitslosen, z. B ben gelernten Arbeuern, sei der Weg ausS Land verschlossen. Es gcfie auch vielen kleinen Gewerbetreibenden schlechter als den Arbeitern, die von den Städten unterstützt werden. Tie Maßnahmen ber Städte für die Arbeitslosem sollten staatlich qeiärbert werden. Bezüglich ber Angelegenheit de» Grafen i'^örtz-Schlitz in Büdingen sei erfreulich, daß die Regierung Mittel und Wege sand, den Streit friedlich deizulegen. Etz sei aber bedauerlich, daß Itzraf Eh)rtz au-? der öffentlichen Erörterung der Sache nicht den Schluß gezogen hat, den man erwarten durfte, namentlul) bezüglich des Schlitzer Geldes, das rür die gaine dortige clegend ein B.-rkehrshindcrniS bilde. Hier sollte die Behörde unbcbuigt einschreuen und diesem Unfug auf strafrechtlichem Wege cm Ende zu machen versuchen. iZustuw numo Bezüglich des Erbsolgestrei teS t nt Qf rä f l i d) en Hause Erbach er bad) übt ■ der Redner cbrnülk scharie Üruif. Tie FVOMUhc Erl'ach habe die Urteil du cd) Machinationen erlangt, die dem Recht und der Moral ins Gesicht fchlugen Sv erhielt der für geisteskrank erklärte Erbgras vlonlich ,einen LrZohn- titz in Preußen, weil man von den preichifchen Errichten .-ui günstiger^ llrteiltetUoitt. und man rührte dann vor dem ükridjt ein ab«ukartetes Spiel aut, das leider end' . r-t ■ ipün* / ten Erfolg führt'. Tie Ebe d> v't.*'<n ui' •* tzrank bru geschieden. Tabci l^atic man die Krau des Q* n mit ••" .«o Mark bewogen, m btc S.w'di i ev . -
Unruhe.' Später wurde btc er: j_
An» Stadt und Land.
Gießen, 27. Februar 1909.
— LaaeSkalender. Stadttheaier. Somuag uach- niittag 3‘/} Uhr: ,Hof gunst'; abenM 7'/, Uhr: ,D i e Königs- kin de r'^
K o l o f f e u nt: Täglich Aorftellung (Sonntag Gastspiel Sonny Gürtler).
Kiiieinalogiaphen- Theater: Progrannnwechlel.
Kaiser -Panorama: Programmwechfel (Wilhelmshalen).
Konzert im 'l'leiropol. Somiiog abenb 7 Uhr.
P r o t e st v « i f a >ii m 1 u n g gegen die Braiistener. Sonntag nachmittag «?/9 Uhr im Reuen caaibau.
.1 n l a g e in u | i r zdei günstiger Witterung/ Soruuag vormittag 11' . Uhr in der Süd-Anlage, cpielplan: 1) Am Hader- tune.' Zaikelianz von Förster. 2) Valse bieac von Margis; J) Göe* va.ut i.nö aalalaiue au» ,Ba1 MMtom-i* von 9hilnefietn; 4) Ar> lucemar. ch Ao 7, _
sie war niemals io ichwach. wie in der Marokko »rage itriu Mensch ibciy, ioa» die 2anbu ig bei deufchen Xaürr# in Marokko bezweckt bar. Ter ztaiser fcai 'ich damals als Beschützer Marokko- hin- gettellr. Redner habe es damals mit Freuden begrüßt, denn ex kenne Marokko, habe sich seit 30 Zabren mit dreiem Lande beschäftigt und es rn den Zadren l-S8>. 1899 unb 1901 bereift. Redner meint, daß leine Jiniebcicbreibuiuifn erst die Franzose» airi Marokko unb die angebliche t>eui>dx iWerabr auhnerfiem gemacht hätten. Tie Franimen hätte» ihn »ür emru khnnlär der deutschen ‘Jicgi-Tung gehalten Um nun die deutsche tHriabc ab- zuwendcn hätten Frankreich und England hd> halb darauf geeinigt i Frankreich oeriicbute auf Aegypten mid England ließ dafür den Franzosen in Marokko rrnr Hand. Diese von Teteajiö über unfern Kops hinweg in Berlin abgeschloifeti- Bertraa hat ut Berlin einigermaßen verstimmt So kam es denn zur 5anbung des Mxriier» in langer: aber trotz dieses
un alten Kurs geblieben Es kam zum Algecrasvextragc. aber Frankreich bat inh nm ibn nicht gekümmert B-°i dem Haienbarr in (SaiabUnca, dem Hauptsitze des heutichtn .Handels, hat Frank reich die Eulgchorenen zu Mordfienen gereizt, um daun rn- schreiten zu tönnen. Reibunaen haben feitbem ununterbrochen fortgebauert Jetzt ist ein Bertrag zwischen Deutschland und Frankreich zustande gekommen, der einen Rückzug bedeutet und der mit dem Besuche deS steifer» in Tanger nicht in Em klang zu bringen ist. Wir werden durch dirien Bertrag voUständig ins Hintertreffen kommen Redner licht m diesem Bertrage bat Beginn ber Tunifizierung Marokko» Marokko ist, wie iHehrmrai Fischer lehr anichaulich fehilberte, ein wichtiges unb reiches Land, ein viel kostbarerer ctzegenstanb als Tunis, reicher al» Algerioi. WaS Tutiesien und Algerien für Frankreich bedeute», lehren einige wenige Zahlen Tie Franzosen haben in Tunisien, das 1,8 Mill. Einwohner hat (Marokko S WilL Einwohner in kurzer Spanne Zeit, ohne Ovser Den Handel auf 206 Mill. Franken gebracht Und dieser Handel liegt zu 64 Proz. in franzämchen Händen. Um daö au erreichen, bat cs für die Franzosen großer Tatkraft unb großer diplomatifcher Ärüufte bedurft. Denn alle Mächte befaßen Verträge mit Tunis. Ter Handel vo«» Algerien ist auf 128 Mill. Franken gestiegen und zu 80 Pro», in franzäsri sehen Händen Piel reicher al» Tunis und Algerien nt nun aber Marokko mit seinen noch ungehobenen Bodenschätzen. Es fei geradezu wie geschaffen für beit Großbetrieb mit europäischen Maschinen imb könnte eine Kornkammer für Europa sein Redner schilderte nun im Einzelnen Die Fruchtbarkeit de t'anbe*. den für Getreidebau au Kramten Hieb arngnetrn .VT)irmgurt-l. oen lür Viehzucht geeigneten inneren Teil des Landes und enbliih Den 30- 40 JlUomrtet breiten Streifen des Landes, bet >chon heute als ein ungeheurer Obstgarten «mgesehen wcröen könne. Iie Weizenernte wirb auf 400 Mill. <3raufen geschätzt. Ferner gibt t» 40 Mill Schafe, 11 Mill Ziegen, 5—6 Mill. Rmder, 4 «M. (fiel und Maultiere und UUOOOÜ Pferde. .In» Mogador allein wurden in eineni'Zahre für 6 MUI. Mandeli» ausgciülnt. Icc Bergbau, der schon einmal l>cftanbni hat, steht heut. ftiU. Man nndet: Ztupfererze. Blei, Silber, Eisen. Für europäische.' Naudal ist in Marokko ein unbegrenztes Feld vorhanden. Man hat berechnet, baß ber Handel Marokkos m -'«0 3abrtn auf 1000 DidL Franken gebracht werben könnte. 'Ta» deutsche Volk bat, io schlotz * ber Redner, da» grüßte Zntrrcsse daran, daß uns dieses L'anb nicht abgeschnitten nnrb. Unsere Tttüintiatie müsse bafflr sorgen, daß der neue Vertrag auch cmülid) buidigciuhrt wirb. Tatidt das tzcscheh'. muß ndi ber deutsche Staatsbürger auch wirklich als Staatsbürger iühlcn, unb nicht als Untertan. Ter Hälfet selbst bat einmal gesagt: Tee Tculi'chc muß bellen gani ander- bf • >oußt fein, baß er mit verantwortlich ist für da' Wohl unb Weh des deutschen Volkes. Tiefen Gedanken fübrtr hei imrüe Redner des Abend . Herr Rechtsaiuoolt Elau au» IVain« ur feinem Vortrage über „Wesen uub .fiele br' aUbeunchai Bcv» banbev" noch näher au; Tdi deutsche Volk fell'st fti an dc» Mißerfolgen der deutschen Polink schuld: r j müsse in einet ganz anderen Weise al? bi»h*r initarbntfn an brn iWeidncfm de- Reiche-
•• Jubiläum. Heute feierte der Prokurist S, Hasch
m Hause H. Mettenheimer fein 2öfähngetz Dienst- iubilätmi. Zahlreiche Ehrungen, die ihm von seinem Chef, jdem ttoiitorpersonal, den ‘.Irbeitern. sowie seinen Freunden und Bekannten entgegengebracht wurden, zeigen zur Genüge, ivelcher Beliebtheit sich der Jubilar tn allen <1 teisen erfreut.
•• 51inematograph. Dem Direktor des TheaterT lebender Bilder ist es gelungen, den mit so großem Beifall oorgefuhrteu fhmftfilm „Die letzten Tage von Pompeji* für die nächste Woche auf zwei Tage noch einmal nach Gießen zu bringen. ES find dafür DienStag unb Mittwoch ui '21 ul» ncht genommen. Tie Vorführung, die etwa 40 Minuten in Anspruch nimmt, wurde vor 14 Tagen von 3000 Personen besucht. TaS Programm in dieser Woche ist im übrigen sehr interessant, besonders ist eine Episode auS den Zulu-Auf- iländen sehr sehenswert. Auch originelle und humonitische Szenen, sowie cm wirkungsvolle» Drama fehlen tn dem neuen Programm nicht.
** Dannp Gürtler, der am Montag üt Gaffel wegen einer Ankla,te her FrieiheitSberavkning vor Gericht erscheinen muß, nnrb am Vorabend hier im *h>lofinim wieder anftrctni Da Herr «'Mutier in den letzten Monaten wieder mehrfach btirch seine (^ericht<-afsären hon sich reden gemacht bat, ist anzunehmen, daß er auch diesmal ein volles Haus hier finden wird.
•* Sammlung für Italic». Don Hörnlheim wird uns mitgetetlt, daß die in Nr. .51 des Gieß. Anz. quittierten öl Mk. von Hörnsheim (44 Mk.) und Dornholzhausen (7 Mk.) stammen und die Poftagenlur Hörnsheim die Ablieferung nur vermittelte.
- Notzeit. In otr|loficntr Nacht wurden von einer SchutzmannSpatrouiüe zwei Studenten betroffen, die sich dal Vergnügen machten, an einem Hause in der Goetheslraße die ^ellersensterscheiden zu zertrümmero. Auch em Gartenspalier wurde an der Lleichftraße demoliert und umgeriffe».
•• Bei Einkäufen von Eniaillewaren sollte bie grüßte Vorsicht geübt luecbm, ba abge'prungene Teile von solchen Kochgeschirren die Erreger von Blind da nf.entzü ndung sein sollen. Besonders aulrangrerte Waren mancher Wanderlager, die auf dem Xlanbe adgcsegt werden, sind geradezu gefährlich. Darum nochmals: Bor'icht.
□ Gr oßen - Buseck, 26. Febr. Bedeutende Vergrößerung en erfährt gegenwärtig unser Bahnhof. Nachdem die Vergrößerung der Güterveriadeuelle und die Erweiterung der Gleisanlagen bereits un Herbst begonnen wurden, ist dieser Tage mit dem Anbau an dal S.otionl- gebäube der Anfang gemacht worbtn.
? Hungen, 26. Febr. Tal für Comuag anberaumt« Konzert tx3 iSesangvercinl rC.iutracht* kann infolge Absage der hierzu engagierten Gießener Infanterte-K<ipeUe, die an diesen» Tage in voller Stärke am Gießener Stadtttzeater iiutwidt, mch: staufmdcn. Al» Tag brß Konzertei ist nunmehr der 14. Marz feftgesetzt worden.
autqebobat, da eine Geifteserankbeir nicht vorhanden «n. Unruhe Tarn komme da»» Wieder, daß da» Zusammenleben der beide» Eheaatten kemeswtqs cufgehört hat. Sie versehrten 'oqar in Tarmüäbiet ^ebekcifai und machten nnanmicn Reise» nöri. hört! Unrut^ TaS am'fallendsre sä. daß von zwei Grafen Erback hir ihre Klagen do' Vlrmenrechi beroJhgt wurde, so daß alfv auch noch nie Steuerzahler dadurch mit belastet würben. Alte biric Ttnae würden in Erbach unb anoenvürtS ganz Nientltd) btiprochm und müßten gtrobeyr verseuchend auf bie Bevölkmmg emrorrren Irr ÄebncT erklärt alsdann, er wolle nach brn mrmdirrln trüben Bilder» aus unserem hessischen Leben doch nicht schließen, ohne eines ErciM'isfes zu qedenke», auf da» unter yanze Vaterland mit berechtigtem Stolze binwtiien könne: hessische ^'anoesanSstellung un vorigen Jahre Ta habe sich Wie^ omtm gezeigt, was hessischc Kunst unb henn<be4 Nwillhanbwert Irin m könne. Wir konnten auch sehen, wir in sozialer Beziehung vorbildlich grWirkt wurde, ourth die auSgeiteflten billigen Arbeiter - mustei däuser, wodurch aleichzeittg bet Gedanke warmer Fürsorge rür die nicht mit Glücksgülern i Gesegnet en gewirkt würbe, in Redner schloß: 'äri wollen haben, daß der Niedergang, in welchem ich Teutfchland befindet, und der auch naturgemäy aui unter Vatü) einen bedeutsamen Einfluß auSübt. dalb sein käwc imben unb wir wieder voranschreiten werden, tn weiterer Entwicklung aut allen Gebieten ba Kultur unseres Volkes. Tann beben ant auch or Hoffnung, daß sich unsere staatlichen und smanHtcllen Verhältnisse entschieden m einer anderen Verfassung beiinden werden, als in diesem Jahre Lebh. Beifall.)
Zn vorgerückte Stunde nahm noch Abg echönbcrget da- Wort, ba sich eingebend mit einzelne» Punkten des Etats be- idwftigtc, aber bei ba Unruhe des Hauses auf ba Journalisten- tribüne unvaständlich blieb
Tu Genaalbebattr wurde darauf nach *,$2 Uhr abgevrvchen Nächste Sitzung morgen früh 9«, Uhr.
Vie keichsiagLersahwahl in Alzey-Vingen.
Singen, 26. Febr. Za der heutigen ReichktagSstichwahl erhielt Uebel (3eutr.) 12 027 Stimmen, PereO (freif.) 10 877 Stimmen. Uebel ist somit gewählt. ~
Was selbst nach ber einmütig erfolgten Stellungnahme ber natwtialltberalen Pe rtrauensmännerversannnl ung für ba* Zew trum nicht erwartet werden tormte, ist den politischen Verhältnissen zum Troy dennoch eingefrtitn: Tic Nationalliberalen des Wahlkreises Bmgen-Alzev haben einen ReichStagssitz, ba seit Bestehen oes Reick)Stages libaalrr Besitzstand war. an da» Zentrum auS- geliefert Scheinbar um des parlamentarischen Scheingeburts^ rechtes willen «das Zentrum bat in sema Sucht, gnade zur fetzigen für die Reichspolitck so entfchciDungsschwncn Zeit einen sichtbaren Beweis feiner wachsenden Machtstellung zu geben, für dic nächsten allgemeinen Ersatzwahlen die Unterstützung eines „liberalen" .Van didaten im ersten Wahlgang zugesagt), in Wirklichkeit aba ans Haß gegen den sreisinnigeii Kandidatrn. Es ist in der Politik trnmet schlimm und unklug, wenn man sich vorn Haß beraten läßt, zumal, wenn er in ber befehdeten Person so wenig begründet ist, wie es bei dem vom Idealismus getragenen Pfarrer Morell der Fall ist, oaf; der vor der Hauptwnbl geführte Wahlllanivf gerade zwischen Freisinniaen und Nntionallideealcn sehr scharf mar, lag in den Berhültnissen begnnthet. Das Zentrum war ba ruhalbe Pol unb für die haben liberalen Bewerber stand in Frage, wer von ihnen in Stichwahl kam. Wenn ba dadurch entfesselte heftige Walilkmnps auch persönlich wurde, so war dies zu aller- tcia Schuld des Pfarrers jdorcll, sondern die unter geordneten natioiiaUtbcraler und händlerischer Wahlh»'lfer Tie Stinuuung Der nationalliberaleu Wähler wurde künstlich erzeugt, die Führer erarbeiteten die vorwiegend nationalliberalen Orte im brüderlichen Verein mit bcu Agitatoren des Bundes ber Landwirte und des ZaitriMis, bk hessisch^ Parteileitung idmneg sich in bix<omntifdirr Weise ans und die Hessische natioualltbfrole Presse machte mehr ober minder beutlidi flau, io wurde bie Stimmung bereitet, bic bann am Mittwoch midmriltag, ganze l*y Tage vor her Wahl, zu bau den 9tationalliberalismus hn ganzen :Hricb unbiiltwll ünnvromitticrcnben Beschluß führte. Auch die Berliner Zentralleitung der nationaslibcralai Partei ist nickt ganz von der Mitschuld fn'izusprcchen, fk griff zwar Zugunsten der libnalen Ge- mein Inn gfchaft ein. aber in einem Augenblick, wo c5 schon zu spät war, um den Bcsd luß noch erfolgreid) bekämpfen zu können ^Uunuhnft und ohne Vorbehalt traten lediglich bk große natimuH- liberale Presse ini Reich unb die HZsischni Zunglibiwalen für Cic liberale Grmeinfdwst ein So würbe beim bcm Zallrurn ein billiget Tnunrph bereitet, den es in bcm Augaiblick, wo es da Reulisfiiianzresorm seinen Stempel aufbrikfru will, besonders U'rteilhaft aupfinben faiui Fm übrigai werden die Folgen der Binger Wahl für den X'iberalknuid reckst unerfreulich sein, in allmiächftcr Zeit tm öoiuwcrfchcn, wo zwei nationallibetolr Reich-, tagsmandat erledigt sind, tr.r deren Erhalt«
Summen recht wertvoll werben kömwn Namentlld» aber m Hessen werden dir ohnehin reckt kühlen Beziehungen »wischen ben beiden liberalen Parteien itod) einig« Grade weiter er toi tat Wie bie Tinge in unserem Üanbe gegenwärtig liegen, werben Mr Sla tumanibaalcn den größeren Schaben davon haben. Tie Frri- iinnigen Hessens haben nid tr zu verlieren Sic besitzen keinen Rcichstagchixstilkrei-r und ihre Landtagsmaudaie können sie obre uno gegen bk Natwiwlliberalen halten. AnbctS liegt cs bei den ?uitionaUiberalcn, die z. Zl. in Hessen l Reichstagssitze und 20 Vanbtagdmanbatc hal'en. bic nicht sämtlich ohne freisinnige Stich- nablhüti' zu hallen sind. Auch tnc Wiedergewinnung her beiden oderhessliehen Reick/Stagsmandate, bic bei der letzten Vadl verloren gingen, ist ohne sreisinnige Hilfe undenkbar und ob dazu nach dem 26. Februar noch viel Neigung vorhanden ist. darf billig bezweifell werden. 2'3cnn daher die Folgen ber jetugen Ersah- iral l für den hessischen Gcsamtlibcralismus unheilvoll fein werben, so kann ber Natwnallibcralismus bes Wahlkreises Buigew-Alzcy ruhig sagen „mta culpa, mta mactma culpa".


