WettHöigunaSinmiHer, AbteilungSchef im 'JJliniftenum deS Aeutzeren EzoveniuS Minister des Aeußeren. Dr. pbd. P. Munch Minister be8 Innern, Landwirt Paul Christensen Landwirt chastsminister, Pfarrer Nielsen Bemmeleo Kultusminister, Generaifonsick Weimann-Hamburg HandelSimnister, Dr. pf)iL Eo. GrondeS Finanzminifler. Der Minister der öffentlichen Arbeiten ist noch nicht bestimmt. Der König wird die neuen Minister morgen nachmittag empfangen.
Kopenhagen, 27. CfL Hofbesitzer Iensen-Onstedc hat daS DeckehrSministenum übernommen.
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Deutsches Kcicb.
Ter Dahlkreisvorstand der nationallibe- ralen Partei des R eich s t a g s wa h l kr e i s e s Gießen hielt am letzten Sonntag in Nidda eine Sitzung ab Auf der Tagesordnung standen u. a. Beratung der WahllceiZsatzung, Bericht über die letzte Landesau-schuß- sitzung. Festlegung der diesjährigen Vertrauensmänner-Der sammlung. ^ie VorstandsMitglieder, welche aus den ver- fdxiebenm Teilen des Wcchlkreiies erschienen waren, sprachen sich bei dem letzten Punkt dahin aus, daß die politisä-c Lage es tPünschLNSwcrt erscheinen lasse, die Bertrauens- männerversammlung möglichst bald emtuberufen. Es wurde darau »hin beschlossen, die Dertrauensmänner für Sonntag, 31. Oktober, 2 Uhr, nach Nidda zujammenzurufen und dort im Anschluß an die Dertrauensmännerversammlung um 3 Uhr eine öffentliche Versammlung abzuhallen, in welcher der Vorsitzende dec Landespartei, Herr Reichstagsabgeord- neter Dr. Osann (Darmstadt) über „Politische Tagesfragen" sprechen soll. Abends 7 Uhr wird dann derselbe Redner in einer öffentlichen Versammlung in Lich sprechen.
Aus Crainfeld tvird uns geschrieben: Die Landlagsersatzwahl für unfern verslorbenenBürger- meister Sch m a l b a ch ist auf den 6. November anberauml worden und findet zu Herbstein bei Gastwirt Strauch statt. Wahlkommissar ist l-roßh. Äreisamtmann Herberg von Lauterback) An Kandidaten durfte es diesmal nicht mangeln, so daß man auf das Resultat sehr gespannt ist. Unter anderen hört man als solchen Bürgermeister Jost von Bermuthshain nennen.
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Ter Kaiser hat am Mittwoch im Neuen Palais zu Potsdam die Borträge des Kultusministers und des Chefs des Zivillabinctts entgegengenommen. Der Mai)er richtete, im j" zufolge, an bin Kaiser von Japan aus Anlaß der Crnwrdung des Fürsten Ito nachstehendes Beileidstelegramm:
„Soeben erfahre ich von der Ermordung des Fürsten Ito. Ich bitte Eure Majestät, den Ausdruck meiner aufrichtigsten Teilnahine an dem Verlust eines so getreuen und ausgezeichneten Staatsmannes entgegennelMen zu wollen."
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die „Hamburger Nachrichten" vom 9. Oktober veröffentlichen eine Zuschrift eines Deutschen aus Para, nach der eine nord- amerikanische Gesellschaft, die den Bau der Bahn Matz ei ra-M am orö am oberen Amazonen ström übernommen habe, in Deutschland Arbeiter aniverbe, und das Auswärtige Amt habe die Erlaubnis zur Anwerbung der Arbeiter gegeben. Wie wir von unterrichteter Seite !>ören, ist die Nachricht, daß das Auswärtige Amt die Erlaubnis zur Anwerbung von Arbeitern für das in Rede stehende '-bamm ter nehmen erteilt habe, falsch, vielmehr wurde, sobald die amtlichen Nachrichten über die ungünstigen Verhältnisse in dem Bahnbaugebiete vorlagen, da.- Geeignete veianlaßt, damit die deutschen Arbeiter vor der Uebersiedlnng dortlstn gewarnt würden.
Wie in einer freisinnigen Versammlung in Eisenach mitgeteilt wurde, bat der Parteitag der freisinnigen Bolks- Partei in Okra beschlossen, baß die Freisinnigen in einer ehoa doch nod) durch Mandatniederlegung Schacks notwendig werdenden Rinchstags Ersatzwahl einen n a t i o » fl l {i b e r a I c n Kandidaten unter st Ätzen ollen, unter der Bedinguiig, daß die NationaNiberalen bei »en nächsten allgemeinen Dahlen in W imar für den Frei- init eintr'ten Tann wurde dieselbe Situation sein wie 19o«, wo ebenfalls in Eisenach ein Nationalliberaler, in D'i'Nar ein Molkstarleiler k indidierte, aber dec Liberal,s- muS in beiden Fallen unterlag.
Ausland.
Kaiser Nikolaus von Rußland ist am Mittwoch nadmiiiiag '» Uhi in Warschau eingetroffen und hat die Spu 'n her Behörden, Deputationen der Stadt und der Landbevölkerung, sowie 'Vertreter der Universitäten und anderer Hochschulen empfangen; alsdann fetzte er die Rückreise fort.
In der Abendsitzu.ng der russischen Duma am 27. dieses Monats beachte die Arbcitergriippe eine Anfrage an den Münster des Innern darüber ein, daß in den Bibliotheken der ReichSduma uitb des Reichsrates in gesetzwidriger
lichts angewiesen, obgleich dabei auch elektrisches Licht, Rönlgenstral)leii und Radium eine erhebliche Rolle spielen. Was die Sonnenstrahlen im besonderen in dieser Hinsicht nU leisten vermögen, hat Dr. Widmer auf örunb neuester Erfahrungen in der „Münchener Medizinischen Wochenschrift" besprocltcn. ShiSführtid) wird ein Fall behandelt, m dem der Kranke eine kr e b f i g c Geschwulst znnfchen Rase und ?luge aufwies und diese durch ausschließliche Be- ftrahlung mit Sonnenlicht zur vollstäudigen Heilung gc- brarfü werden konnte. Die Belichtung ttnirbc nur viermal je eine halbe Stunde oorgenonuncit, und die gesährliche Ok*- schwul st mar innerhalb einer W oche beseitigt. Den besonderen Wert der Behandlung mit Sonnenlicht sieht Dr. Widmer darin, daß auf bic|em Wege die schwulst nicht nur zerstört, sondern auch neues gesundes Gnm-be erzeugt twrben kann Die Zerstörung des krankhaften Cstwebcö beforgen die letzt so viel genannten ultravioletten Strahlen des Sonnenlichts, tvährcnd für die andere Wirkung verschiedene andere Strahlen sorgen.
— Kleine Ku n st ch r o n i k. Der Deutsch-Ev. Frauenbund bat für die luge des 4.—6. November feine Ansschuß- Ech""'l nach Han n oder einberufen BurgtlnMuerdirek- tor Schien t her in Wien wurde vorgestern zur General- intentzMiz berufen wegen dem am Samstag bei der Erst- eniffitbruiig von Müllers „S?argiibl am Bach" vorgelom- menni Skandal. Es wurden in dem Sluck ncucrlidy Striche vorgenommen. Vielfach hört man, daß die olinei ies schwache Stellung Sc1»lentl>ers uit ball bar geworden fei. Auch die Ä-ritir verlangt teilmctfc feinen Rücktritt Unter feinen mut- maidüben Nachfolgern nennt man Baron Beiger, den Leiter bfr> >'unbnrgcr Scl-auspielHauses — „Di d »-. du neueste Operette von OSkar 3 trau : , fand am .• i bei ihrer Erstaufführung in Wie» nur u>enig Bo»,all
Leise einige ausländische Zeitschriften nicht zugelafien würden Der Antrag wurde einem Ausschuß überwiefen, nachdem die Dringlichkeit abaelehrn worden war.
In der französischen Tevutiertenkam mer stellte bei der wieder aufgenommenen Verhandlung über den Zolltarif IauröS (Sozialist) am Mittwoch an die Regierung die Forderung, sie möge auf das Nachlassen bet aoarrrung im Zolsivncn hinwirken, ba dies von jetzt ab möglich und notwendig fei. Minister Pichon antwortete, er könne mit dem Auslande nicht eher in Verhandlungen über diesen Gegenstand eintreten, bevor nicht Frankreich seine Tarne revidiert habe. Die Bevollmächtigten Frankreichs mürben auf bet nächsten Konferenz im J?aag die Zolltariffrage in dem von IauröS angeregten Sinne zur spräche bringen; vorher könnten biptomatifche Besprechungen darüber stattfinden.
In der Sitzung des englischen Unterhauses am Mittwoch bemerkte der Premier Minister, die dritte Lesung Der Finanzbill werde am 4 November beendigt sein. Am 5. November werde der Vorschlag gemacht, die Zusatzanträge des Oberhauses zur irischen Landcsbill en bloc abzulehnen. Das Haus werde sich dann bis zum 23. November vertagen. Es steht nunmehr fest, baß die zweite Lesung ber Finanz^ bin im Ober Hause nicht vor dem 22. November beginnen wird.
Der spanische Finanzminister erklärte am Mittwoch, daß ber Goldschatz sich auf 80 Millionen beziffere und der Ueberfchuß der Einnahmen und mc Silberreferve ausreichen werde, um die Kosten bes Felbzuges zu decken. — Der König von Spanien vollzog bie Ernennung des Generals Wehl er zum General kavttän von Cata- Ionien. Ein zweites, yeute unterzeichnetes Dekret ordnet die Unterbrechung der Cortessitzungen an.
Eine Erklärung des japanischen Auswärtigen Amtes besagt, daß die Polittk Japans Korea gegenüber durch die Ermordung des Fürsten Ito keine Veränderung erfahren werde.
Ans Staöt und £anö.
Gießen, 28. Oktober 1909.
• • Tageskalender für Donnerstag, 28. Cft.: Lustiger Abend von Roda Roda. Abends 8‘/4 Uhr in Steins Garten.
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• • Prinz und Prinzessin Heinrich vonPreußen begaben sich am Mittwoch vormittag mit Gefolge im Auto von Darmstadt zu niehrtägigem Besuch beim Prinzen Waldemar von Preußen nach Straßburg i. E.
* * In Audienz empfangen wurde von S. K. £>. dem Großher zog am Mittwoch u. a. Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidert aus Gießen.
* * Pfarrpersonalien. Der Groß Herzog hat die Wahl des seitherigen Pfarrassistenten Will). Knöpp in Darmstadt zuni zweiten Pfarrer des Diakonissenhauses „Elisabethenstist" zu Darmstadt bestätigt.
* * Lehrerpersonalieu Uebertragen wurde dem Lehrer Marl Gaul zu Leiselheim eine Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Freimershetm. Bestätigt wurde der von bent Grasen zu Solms-Laubach auf die erste Lehrerstelle au der Gemeiutzeschule .zu Wetterfeld präsentierte Lehrer *cd). ffnab zu Lber^Sclmiitten; der von dem Grafen von Schlitz genannt v. Görtz auf die LchrersteNe an der Gemeindeschule zu Ober^Wegfurtb präsentierte Schulamtsaspirant Albt. Hotz aus Rimbach,
* * Pharmazeutische Prüfungskommission. Zu Mitgliedern der pharmazeutischen Prüfungskommiisiou an der LaudeSuniverfikät fiir die Zeit vom 1. Oktober 1909 bis 30. September 1910 wurden Professor Dr. K'önig als Vorsitzender, Hofrat Profeffvr Dr. Naumann, Hofrat Professor Dr. Hansen, Privatbozent Dr. Feist, Mebi- zinalrat Apotheker Dr. Bvgt-Butzbach, Apotheker Dr. Caesar-Gießen, als Mitglieder ernannt.
* * Studentische Un t e r r i ch t s ku r s e für Ar- bci£cr und Uuterbeamte. Da sich aus den Kreisen der Studentenschaft ein steigendes Jntereffc an dem Unternehmen bemerkbar mackst, können die Marfo mindestens in dem seitherigen Umfang weitergeführt werden. Für Rechifchrcibeii, Auffap, Rechnen (in verschiedenen Stufen), Französisch u. doppelte Buchführung werden Klassen ein gerietet, aber auf Wunsch und bei genügender Beteiligung auch noch für andere Fächer. Für bie Teilnahme an jedem Kurs wird eine (einmalige) Einschreibegcbuhr von 50 Pfg erhoben Die Feststellung des Arbeitsprogramms und des Siundcnplans findet diesen Sanistag (30. Ott.) abends 8» Uhr in der Universität (Erdgeschoß, Hörsaal 13) statt Alle Arbeiter und Unterbeamte, die an einem ber Kurse teilnehmen mqllen, werden gebeten (auch wenn sie sich schon angemeldet haben!), sich zu dieser Beratung ernzu- sinden. Auch die Wahl der Vertrauensmänner und deS Verwaltung Ausschusses soll am Samstag abend ftattfinben. - Bon einem Freunde der Unterrichrskurse sind für das Konzert des Kvnzertvereins wieder Marten zu ermäßigten Preisen zur Verfügung, gestellt worden, für bas Konzert zu 50 P,y., für bie Hauptprobe zu 30 Pfg. Die Harten tonnen bei Dr. Vogt (Weferstr. 3) in Empfang genommen werden.
" Eine Sitzung des Provinzial-AuSschusfee findet am Samstag, 30. Oktober, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: Gesuch der Stadt Bad Nauheim um Erlaubnis zur Einleitung der Abwasser in die 11 fo.
* * Stadttheater. Im November werden es 32 Jahre, daß Ibsens „Stützen der Gesellschaft" zilm ersten Male, und ztvar m Stockholm, aujgefüfyrt worden.
Sctauspicl blieb eigentiidi immer das populärste Derk Ibsens und so gibt sich auch für die morgige Aufführung, in der Herr Guhne die Hauptrolle des Konfuls Beruick fpielt' lebhafte Icilnarmc kund
" Der Gießener Eis verein beschloß die Errichtung eines Hauses unmiNelBar an ber Eisbahn, in bem Räunie fnr Wirtschaftsdetrieb ivährenb ber Eiszeit für Garberobiausb cwe.hr i-ng, Anschnal'.ruum und heizbarer Wartciaum für 'Artet ec bcs EiSvenins enthalten sein »ollen Zur Erlangung von P'.anen hierzu ist ein Wettbewerb unter ben Gießener Architekten in Aussicht genommen. Das Preis- gericiit wirb aus Oberbürgermeister Mecum. Baurat Diehm unb i-lodttau meist ei Braubach bestehen Das Projekt soll bis zur eaifon 1910 u verwirklicht werben.
* Die Vereidigung ber Rekruten unseres Regiments fmio ge|tern vormittag nach DorauAgegangtntm "'ottesbicnst in Der üblichen Weise statt. Am Nacluinttag befubtigten bie )ungen ^iterlanbsveneiblger korporal- )chastsivei)e die Sehenswürdigkeüen der Stadt.
4. ie bit a h L Den Lpltzdubcn ist nichis mehr heilig, i njltd) winde m der Synagoge in dec Süd-Anlage dem -to nkc c.n Uebecziehec gestohlen, während er beim Gottesdienst amtierte.
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Blattes werden unS »ur Frage, ob die Ko n fir m a t io n »- kleider der Mädchen weiß oder schwarz sein sollen, folgende Ausführungen eines Berliner Blattes über andt: In ber Fricdenskirche in Potsdam stand die Kaiserwchter i» ihrem schlichten, weißen Kleid, das Haar, das man gewohnt mar. frei flattern zu fehen, hochgencstelt. Früher da war es gar nicht» Ungewohntes, den Dagen, die vor der Kirche bie Äonfirma» binnen abfeyten, weißgekleidete Mädchen entsteigen zu sehen. Hie und da nur unterbrach wohl ein dunkler Fleck die lichte Reihe. Das war das 'chwarze Kleid einer Aermcren, dir sich den Lucus des hochgeschlossenen weichen, weißen SeidenNeides, die sich Bavs. Mull und Kaschmir nicht gestatten durfte unb bie mit ber praktischen Verwendbarkeit des schwarzen ÄollNeidrs rechnete llnl wer noch weiter zurüäbenken kann, der weiß wohl noch, rott am öffentlichen Prüfunqslag in der Hofkirche ängstlich die MädchS^W herzen unternt weißen ^Mull schlugen und wie am EinfegnunaAM tage starre, fchwaru Seide biciungen Gestalten urnschioy Ter Wunsch, ben Unterschied zwischen Arm und Reich zu verwv'che^ mag den Anstoß für daS Borherrfchen der bunficn Farbe gegeben haben. Und doch, warum soll diesem Tage, der der Ab- fchluß sonniger Kindheit ist, nicht auch in feiner kirchlichen Weihe der Stempel lichter Freudigkeit verliehen werden? Fragt man die Vater, so leben sie ihr Kind meist lieber im weißen Älab als im düsteren ichwarzen, fragt man die Mutter — sie w -rde» daS weiße snrib in den meisten Fällen ebenfalls zu loben wifstU, D Es gibt das sommerliche SonntagsNeid, es yibt das Festgewanb. Tas schwarze bleibt für die Traueriälle, für die verein leiten, dunkle Kleidung bedingenden kirchlickx-n Festtage, für die Mienen wichtigen Gänge zum Vomiund, zur Patin, zur Horfullinii beim neuen Prinzioal. Es wird unmobem Wäre es daher rvirb lich schade, wenn bie Frage energisch angeschnitten und wieder aufgerollt werden würde: „Schwarz oder '2Beib'?"
Der Einsender meint, ein lveißeS Kleid sek von den Konfirmandinnen, die meist noch im Wachstum sind, besser aufzutragcn, als ein schwarzes. Auch minder Bemittelte brnuditcii int Sommer ein weißes Kleid, das sröhlicher unb auch billiger als ein schwarzes ist. Erne (Hnißung ber Eltern» unb Geistlichen, bie es freiftcUt ob lveißeS ober sck>warzes Kleib gewählt wirb — wie es in großen Städten allgemein üblich ist — erscheine bringend geboten.
? Klein-Lin den, 27. üft. Bis letzt uat sich ein hiesiger Rtilitärpflichtigcr noch nicht bei seinem Inuyiw teil gestellt. Er treibt sich vielmehr in ber Umgegend toen Gießen herum unb ist verschiedentlich gesehen worben. ')iui wurde bei dem Vater deS Herumtreibers ein nächtlicher Einbruch verübt und Speise und Getränke entwendet. 'JWan nimmt an, daß ber Sohn ber Täter ist unb baß er sich im Großen-Linbener Walbe irgenbroo versteckt hält. Der Hnnaee hat ihn anscheinenb zu ber Tat getrieben. Der Militärpflichtige ist geistig nicht normal unb hat sich schon früher ohne Beschäftigimg im Walbe hecnmgctricben. Die Polizei suchte bis jetzt vergeblich nach ihm.
r. Großen-Linbcn, 27. Cft. In unmittelbarer Röhe beS WalbeS zwischen Großen- unb Klein-Lmben beabsichtigt ein hiesiger Einwohner ein WalbhauS mit Wirtschaftr- betrieb zu errichten.
W Ehringshausen, 26. Cft Der VerK-hrSauffchn^n,! I auf ber oberhefslsäxm Bahnstrecke Gießen—Fulda bat eine de- deutende Vergrößerung unseres BahnhofS nokwentnL I gemadit. Tie Arbeiten, bie einen Kostenaufwand txnt 180 000 ML erforderten, find letzt fast beendet. ES ist ein vollständig neues Bahnhofsgebäude erbaut und ein neuer Bahnsteig angelegt Word«. Große Crdd'wegunm'n waren erforderlich, die 50000 Mk kostet«. Der Güterverkchr nt hier außerordentlich gtvfc, verladen Dodi em» 18 Orte h er ihre Güter. Die Eröffnung deS neuen Bahnhois ioC am 1. Dezember erfolgen.
u. Schlitz, 27. Cft. Ein 30 Jahre alter Müller auS Frau-Rambach, der am vergangenen Montag weg« TyphnS inS hiesige Gräfliche Hospital eingeliesett wurde, tft nunmehr dieser bösartigen Krankheit erlegen. Die m imserer Gegend in letzter Zeit öfters vorkommenden Typhus- Erkrankungen führt man jebensallS mit Recht auf Benuyung deS mit TyohuSbazillen durchsetzten FlnßwasserS zurück. — Nächsten SarnStag wird un Guntrum'schen Saale hier bu unter bem Protektorat beS Grafen zu Schlitz, gen. von Görtz, stehende 1. Geflügel-AuSstellung eröffnet werden. Als elfte derartige Veranstaltung im Schlitzerland darf sie allgemeines Interesse beanspnichen.
X Willofs, 27. Cft. Tie Gemeindejagd wurde wiederum der Gräfl. Görtz'schen Forstoermaltung Schlitz für jährlich 600 Mf. verpachtet.
□ Friedberg, 27. Cft Tee hessifche Iugend- helservereiniguna hielt heute ihre erste Hauptveriammlunß L;cr unter lablveicher Beieiligung ab. Lberlehver Campa»* Friedberg leitete die Bei'.-audlungen. Er führte auS, Der im x*inii d I gegründete Verein befasse sich mit ber Fürsorge fit die Jugend ;w schen Schule und Kaserne. In der V-.-rcimgung Haden sich Vereursleiter der Dend»ccbenftm Richtungen unb Fr runde der Iu^.-ndvflege zusai.unrngenmden Pfarrer Sa tt ler Siad« H elt einen Vortrag ül*r das Ibcma: nm nnr sirr bit
Hingen Burschen Ober bei len»". R ebner führt aus, ber Jugend in Die optirnfrube zu schnell genommen nvrten, das Wirtshaus in an die Stelle getreten Vielen fehlt da» Familienleben, i< imb auf sich fefbit angciineien Du Jugend- unb Iünglmzs' vereine sollen rrligiös-iittlich, allgemein bildend und natianck wirken, aber bie Religion nicht in den Vordergrund stellen und ferne Parmoolitik treiben Turnpläye utü) Smelpläke sind W | mttvbat, durch Kenntnis der Dorfgeschichte ist der He>matstM zu pflogen. Vortragsabende müssen itattimben, Biblwtlieken ev- ricinet werden Hauvkledrer S t o r ch - Bubbaw redete den 2m* vlöken besonder das Wort Schulrat Scherer-Bübinnen qlautt. daß die vielerlei Vereine ber Jugendfürsorge, öcimatp” ege, fm.de m'n» nicht benindig und volkstümlich würden ES »olltfll Mrn#WTVinc unter »manvdlcT Mitwirkung aller «^K-mcinba V grunixt wetten, dic sich brr Vvlkswohlfahrt, KranfentR lege. |
Pflegt ufw. wibmcr-n. Mit bat vcclcn curzelnat LciE« ßu*
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• • Unlauterer Wettbewerb. Auf Seranlcfiung des Vereens der Detaikttsten wird am Freitag abend im rowl ..Einhorn" Justizrat Tr. Fu l d aus Mainz übet d^s neue Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, das am 1. Choker d tv in Krast getreten ist, einen Vortrag halten.
• • y reu Bild)* Rla'en lotterte. Tie Errieuerung der Sole zur 5. Klane, deren Ziehung vom 6 November bis 7. $ember ftottfuibtt, muß d,S spätesten» 2ien»tag, 2. November, erfolgen.
• • ,^3rief fall en*. Dru^sacken werden häufig zu Brief, fallen, wenn zur V.rvackung nur ein loses Streiiband oder eig ungeeigneter llmidilag verwrnbet wird. In die weit geörinet« ia'chemörmigen Falten derartiger mangelhaNer Sireiibanb. sendungen und in die auöcmanderklaffenden Umschläge mii nach innen nngcitcdtrr Verichlußllappe verschieben sich unbemerkt Briest, zl baonberv solche 0eineren Formats, Postkarten unb andere kleine I t^-gensiänd^- unb gelangen io an eine falsche Abrcsfe. Günüige, ■ Falles werden sie von einem Postbeamten oder dem Ernoiänger 1 oct TrudfadK entdeckt und bann mit erheblicher Verspätung bei I Adressaten ausgebändigt. Oft genug aber wandern sie mit bei I uncroifnetcn und unbefebenen Drucksachenicndungen in den Papier» I korb oder ins Feuer. Zur Verpackuna von Dtuckiachen etgn« | sich am besten Kreuz bänder, einfache Streifbänder, die noch mit Bindfaden kreuzweise fest umschnürt sind, unb Um'ckuäge mit seitlichen Berschlußklappen. die einen zungenania«, zum Einschieben in einen Schlitz des Umschlages fxitunmtm Ansatz haben.
• • Weiß oder Schwarz? Don einem Leser unseres
»2, nopbev. _ Ito oj Antrag i Ilirt ii inecken Mcfttij gavefe *1 ju der in baß eil t tarrbfn einet
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