Ausgabe 
28.10.1909 Erstes Blatt
 
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über bcn Ausgang des Prozesses berichten.

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Es hieße aber am verkehrten Ende sparen, wenn man anstelle des altbewährten Originalprä­parates solche Nachahmungen kaufen wollte, denn nur der Er­folg entscheidet, und diesen hat die echte Scotts Emulsion auf' zuweisen. Darum Vorsicht beim

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Einkauf. Man bestehe darauf, die echte Scotts Emulsion mit unserer bekannten Fischerschutz­marke zu erhalten und lasse sich keine ^Nach­ahmungen aufreden l

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Unr die echte Scotts Emulsion, Keine Nachahmung!

Der Weltruf von Scotts Emulsion bürgt für die Güte des Präparates, und die mit ihm erzielten Erfolge sind unbestritten. Billigere, vielfach minderwertige Nachahmungen von Scotts Emulsion hat es von jeher gegeben und neue tauchen immer wieder auf.

ch unmittelbarer m-Linden beabW mit Wutscht

OrigrnaL-VrahtmelSungen.

Danzig, 2/. Okt. Das K'arsermanöver imJahre 1910 sind et, wie amtlich bekannt gegeben wird, zwischen dem 1. und 17. Armee-Korps statt. Für die Kaiser-Parade des 17. Korps ist als Termin der 24. Juli und als Ort der große Exerzierplatz bei Danzig in Aussicht genommen.

Nikolajew, 27. Okt. Die Differenzen, die zwischen den englischen und den russischen Ree­dern wegen der Ablehnung der Ermäßigung der Getreide-Exportabgaben ausHebrocheu waren, sind bei gelegt.

Lustschiffahrt.

Die Kölner Luft-Manöver.

Köln, 28. Okt. Der Beginn der Luftschiff-Ma- «över, der für geftern angesagt war, ist wegen des anhaltenden schlechten Wetters verschoben worden. Hauptmann George uem Luftschiffer-Bataillon, der mit der Führung desZ. II." während der Manöver betraut war, stürzte vorgestern vom Vferde und zvg sich eine schwere Quetschung zu, so daß er das Bett hüten muß. Infolgedessen ist es zweifelhaft, ob ec seines Amtes walten kann.

Ein Mißgeschick Bl^riots.

Bukarest, 28. Oft. Gestern nachmittag, als Blöriot^sinen Drfftüeg unternehmen irirHte, siel der Motor aus dem Flieger heraus und wurde ebenso wie die Propeller stark beschädigt, fen Mechaniker wurde erheblich verletzt. Blöriot drahtete sofort »och Wien um seinen giuettcn Apparat. Infolge der Absage

Sport.

= Hochwaldhausen, 27. Okt. Der erste Vogels­berg er S ch i kl ub Hochwaldhausen hat sich mtt 31 Mit­gliedern gegründet. Als Vorstand wurden die Herren Beritt, ZLemenschneider und Meckel vorläufig gewählt; in einer demnächst ciirzuberufenden Versammlung sollen die Satzungen beraten und der Vorstand endgülttg gewählt werden. Vom Franrsiwter V. i). C. war ein sympathisches Begrüßungsschreiben cingcttosien.

Der Sombasturschwindel vor Gericht.

^.Dresden, 27. Okt.

dnefecnci Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen nm Freitag dem

29. Oktober: Nachlassen der Negeniälle. Weift trübe. Mild.

Ochsen.

Voll fleischige, ausgeinästete, höchsten Schlawiivertes, hödn'ieii 6 Jahre alt Junge flenchige, nicht ausgeinästete und ältere ausgeinäüete......

Mäßig genährte junge und gut ge­nährte ältere.........

Bullen

Voll fleischige, ausgewachsene, höchsten Schlaäitiverles vollsletschige, jüngere ......

Färsen, K ü h e.

Voll fleischige ausgeinästete Färsen höchst.

Schlawltvertes

Vollfleischige ausgeinästete Kühe höchst. Schlachtiverles bis zu 7 Fahren . . Aeltere ausgeinästete Kühe und wenig Hut entwickelte jüngere K ühe undFärseu Mäßig genährte Kühe und Färsen . .

Kälber.

Doppellender, feinste Mast Mittlere Plast- und gute Saugkälber . Geringere Saugkälber Schale.

Mastlämmer und jüngere Masthainmel Aeltere Maslhanunel und gut genährte Schafe Mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschale) Schweine.

Voll fleischige Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht Fettschweme über 3 Ztnr. Lebendgew. . Fleischige Schweine Sauen............

Lebend Schlacht- yVO 1*'0 Pid. gewicht Levcnd;2chiachl gewicht

(5crid>tsvaaL

Frankfurt a. M., 27. Okt. Tie Strafkammer ver- urteilte einen Tavezierermeister, der mit jeinem Motor- r o b einen Radfahrer, den Portier Friedrich Rößler an fuhr, so bofe dieser einen tätlichen Schädelbruch erlitt, wegen fahrlässiger Lötung zu 4 Monaten Gefängnis.

Stendal, 27. Okt. Tas altmärkische Schwurgericht ver- u-rteilte den Grundbesitzer Platz aus Beuster an der Elbe, der im Juli ds. Js. Äivei Angestellte der Wittenberger Eisenbahn-Werk- ftitten. die in der Elbe fischten, erschoßen hatte, zweimal z u m Zo d e.

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Ech zu Dtrmiidß 1 dunklen Farbe, '! ^age, der der? nner kirchlichen Stii werden? Fragt n: Jer im weiten fiü Mutter - sie roertc Ms zu loben nisii gibt das Festgctou! für die vereinzätü ttage, für die sellA itin, zur Borstell»

Wäre es daher tri? efchmtten unb te Weif?"

Kleid sei von h achstum sind, W minder Semitte ), das fröhlicher er Eine Einigung te It, ob weißes ck i in großen StÄL end geboten, jetzt hat sich ein b bei seinem Xw i bet Umgegcnb: ehen worben. 51 ?in nachtlichir Ei» e entwendet. Ä: und daß er sich i £t hält. Der N- eben. Der Militw hat sich schon -trieben. Die Pelin

kam eS unter den Zuschauern, bie ihr Geld zurückverlanaten, zu sehr erregten Auftritten. Bkeriot, bet wraen seines Protestes mit ber Jia nach Frankfurt ab-reifen wollte, roirb noch einige Tage hier bleiben.

Zm Sturm über die Nordsee.

Sonbon , 28. Okt. Ein Ballon, der während deS Stur­mes über bie No rbsee getrieben mar, verwickelte sich in ben Trlegr aphenbrähttn. In dem Korbe befanden sich ein Frön lein Marvin unb ein Derr Garnier aus Nancy. Tic Dame sprang aus dem Ballon, ber sich im selben Augenblick mts ben Drahten entwirrte unb pfeilschnell in bie Höhe schoß. Trotzdem sich die Dame ein Fußgelenk verstaucht hatte, schleppte sie sich bis ins nächste Baueml-aus. Garnier mürbe zwei Meilen weiter ins Land gerneben unb (anbete unversehrt.

Fluges, den Lat Ham am Freitag bei ber Fliegertonkurrenz von Blackpool bei stürmischem Wetter ausgeführt hat. Ter Zrveisel an ber Flugmaschine, bie ja doch auf stilles Wetter angcioiejen sei unb größere Windstärke nicht überwinden könne, ist mit diesem Bravourstück Lathams zerstört. Bei einer Windstärke von 37 englischen Meilen in ber Sttrnbe, also von runb 16 Meter in der Sekunde begann ber kühne Flieger in seiner Auto ine tte-M aschine unersclxrocken den Kampf mit der Windsbraut und Nieb^am Ende ber Sieger. Die meisten Flugtechniker waren an dem Tage nicht am Start erschienen, da ein Flug bei so heftigem Sturme mehr als ent Wagnis bedeuten mußte. Die Flugfläche lag leer unb verödet. Mit Erstaunen sah man, wie mittags gegen 12 Uhr plötzlich und unerwartet am Flaggenmaste der weiße Wimpel hochging, ber da anfünbigte:Flug wahrscheinlich" Erregte Erwartung be= mädjtigte sich aller Gemüter. Was sollte das bedeuten? Wer will bei diesem Sturme fliegen? Man blieb nicht lange im Zweifel: dort drunten am Schuppen holte man Lathams Apparat aus ber schützenden Halle. Heber bai Flugplatz brachte man bcn Apparat: dann sah man, wie Latham ein stieg. Wollte er nur quer zum Schuppen zurückfliegen? Das wäre ohne eine Wen­dung gegangen unb eine Wendung bei dem heftigen Winde erschien allen eine Unmöglichkeit. Aber in diesem Augenblick geht ein zweites Signal in bie Höhe, durch das Glas erkennt man Lathams Namen und mit Staunen lieft 'man: er startet für ben Schnelligr- keitspreis derDaily Sketch". . . Die übrigen Flugtechniker stehen in kleinen Gruppen beieinander unb flüstern; ihre Mienen sind ernst unb besorgt. Nur Latham lächelt unb ist froh. Dann gibt er bas Zeichen zum Loslassen. Sobald die Maschine frei wird, springt sie empor. Noch nie sah man einen solchen Start. Selbst ben Laien wird es klar, baß hier etwas Außerordentliches geschieht. Der vogelähnliche Apparat wirb heftig von einer Seite zur andern geworfen. Bisweilen packt ihn ber Sturm von hinten unb versucht, ihn zur Erde zu drücken, die Schwanzteile werben emporgel-oben, alle Windflächen sind von ber Gewalt des Sturmes gebogen. Doch immer wieder arbeitet die kleine Maschine sich empor. Tie Erregung ber Zuschauer erreicht ben Gipfelpunkt, als ßatbam am ersten Drehpunkt nun eine Wenbung versucht. Weit arbeitet er sich erst hinaus, ehe er langsam, strichweise, zur Seite sich wendet. Unenblich langsam scheint es zu gehen, der Apparat steht in der Lust wie festgebannt: ba endlich hat er bie Höhe, eine kurze scharfe Wendung unb bcn Sturmwind nun im Rücken braust das Aeroplan mit Schwindel erregender Schnellig­keit dem zweiten Zeichen entgegen. Atemlos haben bie Zuschauer den Vorgang verfolgt; nun klingt aus trockenen Kehlen ein heiseres Hurrah, in dem noch die Angst des Publikums nachklingt. Am zweiten Wendezeichen wiederholt sich ber Kampf mit bem Winde. Tann sieht man Latham einer unten stehenden Gruppe von Freunden zuwinken. Tie Schnelligkeit spottet jeder Beschreibung: 150 Km.", meint kopffchüttdlnd einer ber Techniker; es waren wohl nicht mehr als 120 Km., aber immerhin eine unerhörte Geschwindigkeit. Die Kollegen verfolgen scharfen Blicken ben Flug. Aus bem Zuschauertteis hört man eine Stimme rufen: Herunter kommen." Es ist ein italienischer Aviatiker, der vor Auflegung bebt:Es ist grauenvoll," ruft er,ich zittere für sein Leben." Aber Latham vollendet ruhig Runde um Runde. Ter Wind wird stärker, bie Maschine aber gräbt sich ihren Weg durch die Sturmwogen. Dann endlich sieht man ihir den Apparat zum Boden lenken. Mit ruhiger Leichtigkeit landet das Aeroplan, schnell unb sicher entspringt Latham bem Gerüst. Er lächelt; jebes Gefühl ber überstandenen Gefahr scheint ihm zu fehlen; er spricht nur von den Verdiensten des Ingenieurs, der diese wnindervoll stabile Maschine gebaut hat. Tie Leitung der Fliegerkonkurrenz aber hat dem kühnen Aviattker einen besonderen Preis von 6000 Mark zuerkannt,für den schönsten Flug des Meetings".

* Amerikanische L u x u s st at i st i k. Tie Ausgaben für Luxus und Vergnügungen haben in den Vereinigten Staaten eine erstaunliche Höhe erreicht. ImTechnical Wrrld Magazine" nurben einige Zahlen darüber zusammengestellt. Für bie Theater wenben bie Amerikaner jährlich 400 Millionen Mark auf, für Zirkus und Kinematographen gar 600 Millionen. Für Luxus­wagen wurden 220 Millionen unb für Automobile, bie in Amerika lyergefteilt waren, allein 440 Millionen bezahlt. Ein Riesenabsatz finbet auch in Kucken unb Süßigkeiten, besonders von zuckernden Früchten, statt: 1905 rourben etwa 400 Millionen dafür aus­gegeben, unb feitbem soll sich die Summe verdoppelt haben! An­dere Zahlen sind: 372 Millionen für Juwelen, 44 Millionen für Parfüms und kosmetisch Mittel, 40 Millionen für Federn unb Blumen, 132 Millionen für Spitzen, 260 Millionen für andere Kleinigkeiten und 800 Millionen für Seiden! Schließlich hält sich aud} derMusillvnsum" ber Amerikaner auf entsprechender Höhe: 200240 Millionen werden für Klaviere unb 64 Millionen für Phonographen ausgegeben.

Kleine Tageschronik.

Tie Solz-Engroßfinnen Kurt Mallentin, Konun.-Gef., und Julius B r u e h l jun. in Charlotten bürg sind in Zahlungs- schmiengkeilen geraten. Die Verbindlichkeiten beider Firmen werden

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narf nickt weit. Pfarrer Gu ß m ann r Lollar fordert ein Witts - hrusverbot für Mädcken, ebenso Pvofllftn W e r n e r, ba das SSuSleben ber Mäbchm in ben Jndmttrwrllm uberhlnrb wbrne. Im Lause der Behandlungen traten cme Anzahl Herren

Verein bei. .

** Bom Hoherodskopf, 28. Ott. wrrb uns ge­meldet, daß vorgestern unb gestern ber erste Schnee fiel, d« ater falb wieder verschwand. Auch heute morgen sieht 's aus, als ob es halb wieder schneien werde.

d. Frankfurt a. M., 27. Okt. Die Einbrecher, bie kürzlich im Westenb einen Einbruch m einem herrschaft- chen Gebäude verübteu und habet Wertpapiere tm Betrage ucn 40 000 Mk. stahlen, wurden von ber Pollzet ermittelt urb heute verhaftet. Es sind drei Kellner.

Nur echt «it Meter MarkdemFischer bem ©arantie- zeichn be3 Scott» >cy« Serfabrcait

vermischter.

* Die ersten Schneefälle dieses Winters haben sich bereits eingestellt. Im Brockengebiet ist gestern viel Sck>nee niedcrgegangen. In vielen Orten im Harz, sv in Stiege, Günlhersberge unb Hasselfelde herrscht seit gestern früh ununterbrochener starkerSchneefall ; viel­fach ist die E r n t e noch nicht ganz geborgen. Auch aus den anderen Mittelgebirgen kommen Sckincernelbungen. Die französisaien Alpen sind mit einer besonders starken Sck)neeschick)t bedeckt. Im Jura liegt eben'alls hoher Schnee. Das frühe Eintreten des Winters bat in der Ge­gend, wo die Weinernte noch nicht beendet ist, großen Schaben angerichtet.

N.Tie 3 too cf et". Gelegentlich bet Enthüllung ber öster­reichischen unb preußischen Denksteine auf bem Mainzer Fried­hof, werben den Marn.zern wieder Bilder der schönen, allen Zeit ins Gedächtnis gerufen, in der noch die 'beliebtenZwockel" in Mainz gamifoniert waren. Diesen gutmütigen Oesterreichern wer­den allerlei Witze und Schnurren nachgesagt, die uns noch lieut- zutage ein Sädjeln abzwingen. Saß z. B. einst ein preußisckx't unb österreichisckier Offizier beim Essen. Der Hett Preuße lyat sich Fisch geleistet, unb ba (nach bem französischen SpriclMirtl Fisch ohne Trunk Gift ist, tränt dieser bem Defterreichet mit den Worten?Prosit Kamerad, der Fisch will scstvcmmen" zu, worauf bet Oesterreicher, ber Ochsenfleisch, prompt enviberte:Prost, der Ochs will saufen," Außerdem ist unter ben vielen Geschichten bie erzählt werben, eine wert, noch erwähnt zu werben. Ein Preuße und ein Oesterreichet, beide Offiziere, wohnten einträchtig in ein unb bemfelbeit Zimmer beisammen. Eines Abends sichirftc nun der Oesterreicher dem Wirte ein, ihn am nädjften Mor­gen um sechs Uhr zu wecken; was auch pünktlich geschah. In der Dunkelheit ergriff der Offizier die Uniform seines preußischen Waffengefährten und eilte davon. Als er jedoch auf die Straße kam, bemerfte er die preußische Uniform unb fing wild zu schimpfen an:Jetzt halb i dem Kerl doch g'sagt, er soll den Oeftreier luerfen, irodjier Hot er doch ben Preißen g'weckt."

* Im Sturm auf ber Flugmaschine.Heute et- fj idten wir bcn größten unb kühnsten Beweis dafür, daß der Mensch wirklich die Lust erobert bat," so beginnt ein englischer Berichterstatter die Schilderung des Denoegencn prachtvollen

auf annähernd vier Millionen '.VI a r f geschätzt. Fast samt« iiche 'berliner Großbanken und große Bankfirmen sollen betei­ligt sein.

Zu der Gemeinde Beern bei A nt werpen wurden sechs Todesfälle und zwei Erkrankungen an (Cholera fest- gestellt.

In Paris fand gestern ein Pistolenduell Mischen bem Schriftsteller Bern st ein, dem Verfasser des im ver^ ttossenen Jahre Mich hier mehrfach gespieltenSimson", und dem Theaterkritiker Chevassu statt. Es wurde niemand verletzt.

Ein Orkan, begleitet von einer Wasserhose, ist über Sabies d'Olonne niedergegangen und hat großen 3d)aben anc^richtet. Ein Eisenbahnzug ist entgleist, drei andere Züge sind zum Sollten gezwungen worden.

Ter Dampseryesria" lief, wre aus London gemeldet wird, Dienstag nacht 1 Uhr an der Grand Mana-Insel auf. Der Kapitän ließ sofort Boote flott machen und setzte in eines vier Knaben, die als Passagiere an Bord iv-nren und 12 Mann. Das Boot schlug um und alle Jn- sassen ertranken, außer zwei. Ja ein zweites Boot stieg der Kapitän mit dem Rest der Mannschaft. Tiefes Boot wird vermißt. Die5destia" ist wrack.

uidthe.

fc. Frankfurt a. M. V i e h y o' - M a re 1 b e r i ch t vom 28. Okt. Austrieb: Rinder 00, Occkeu 21, Bullen 1, Kühe 113, Kälber 912, Scha'e 468, Schiveme 1'41, Ziegen 22. _

Tendenz. gut, llebemanb nubenb, Kälber unb Schale gut, kein UcbeiiiauO, Schiveme langsam, Ueberitand gering.

Preis Tnrch-

pro 100 Psd. schnutsvrew

Bor der Zweiten Sttafkammer bes Lanbgerickts begann heute

.Betriebsmittel ausg.ngcn, kamen dte Trrekwren mtt ow ^oee, b sckritWsch^ Ä ^eMablrerJ «^r ^hnten

2 nbfoTut lieber sei und hohe Zinien tragen werde. Die Genter, die sich mit diesen gesä-äfttichen Ratschlägen befaßten, toaren ber (MBeift des mitt^lallcrlichen Arztes Thevphrastus Bombastus Par^ cellus von Lvl^nheun, eine Göttin Lucinbe und ab nick zu auch das Geist Lutl)ecs. Tie Geister begnügten sich ccker nicht nm: mit v<t Geldbeschaffung, sondern schickten aus dem Jenseits auch Re- ,,-Tyte sirr Zahnpulvca-, Haar- unb Mundwcmer usw. Sßcnn em (VMhqeber von Mißttauen erfaßt würbe, erhielt er salbungsoolle Mittel, bie von ben Geistern stammen fällten imb auf denen er ;nier Hinweis auf Bibelsprüche aus den balbiAM guten Ertrag bet BombastuÄverke vertröstet wurde. Tre eeele des Unter­nehmens war der Direktor Emil Bergmann, gegen benietzt die Anklage auf Betrug und einfachen Bankerott lautet Berg- n,mn wird besckpildigt, ben Ingenieur Modes um 108 400 Mark, bcn Ingen ieiir R ei bisch um 13000 Wart ben Fabrikanten Doch- iirutll um 290 000 unb ben Stabsarzt a. D. Katz um Jo 500 Mark bued) Vorspiegelung falscher Tcttsackwn geschÄngt zu haben, ferner brr BilairzVerschleierung. Bei feiner Vernehmung gibt der ÖTtgetiagte an, das; er sich nach dem Tode ferner ersten Frau viel mit ber Frage des Fortlebens nach dem Tode befchasUgt habe. ')fiit feiner zweiten Frau und seinem Freunds Täbttch, dem Mit- I direkter der Bombastuswerke l)abe er sich dem olubtum der okkulten Mssenfckwft genribmet. Schließlich wurde von den treten em spstitisttscher Zirkel errichtet. Im Zusammenchange mit einem ilynr anhaftenden Kvpsjuckn habe er im Trancezustande em Rezept entebergefdyrieben, das sich als ein Rezept zu einem Haarwafler brrau^ftdltc. Kurze Zett danach sei auf bemielben Wege cm lofmbufuer Manifestiert worden. Tie Teilnehmer au den Sitzungen fidltcrt nun fest, daß bie Rezepte mit Bombasins unterschrieben mtb orientierten sich aus dem Lexikon, daß Bombaitus ein be­rühmter Arzt int Mittelalter war. Der Unterschrift Bombastus ururbe schließlich auch ein Zeichen, das wie em umgekehrterBwlm- Uüffel aussah, bei gefügt. Diese Rezepte wurden dann von den JUI)ängcm mehrfach erprobt. Der Angeklagte schildert weiter, daß die Sitzungen unter Harmo niumbc glcrtung unb Bor lei en von Mdftellcn vor sich gingen. Der Kreis derer, der fttt die,Born- Innstusrezepte Interesse hatte, wurde allmählich so groß, daß man bis Gründung einer Fabrik für bte Bvmbasvrsrezepte bescW)ß.

Teilnehmer der Sitzungen er Härten sich sofort bereit, bares ieabital herzugeben. Der Umfang der Geschäfte wuchs mit den Anlagen. Die Verträge mit ben Geldgebern sind äußerst un­klar gehalten, so daß man sich von ihrer Tragweite kein richtiges Md machen kann. Die Vertragsoffenbarungen, die auch aus bem jenseits geholt mürben, waren mit bem Namen ber Göttin Lucinde unterzeichnet. Im Jahre 1906 erfuhr das Unternehmen ntie bedeutende Vergrößerung, da die Bombastuswerke eine um- iangreidjc Reklame machten. Die Erzeugnisse ber Fabrik wurden nach den Rezepten des ehrwürdigen Bvmbasttis hergestellt Berg­mann bezog zunächst ein monattiäws Gehalt von 250300 Mark. fstn Trancezustande hatten durch ihn bie Geister manifestiert, daß nrt Rentabilität ber Fabrik vier bis fünf Jahre nötig lern wurden. Ö-fr die spätere Zeit wurde ben Teilnehmern eine Divibende von UbO Prvz prophezeit. Der Vorsitzenbe kommt auf den im Oktober 1908 auf Antrag bes Hauptgläubigers Hochmuth eröffneten Kon­fus zu sprechen. Das Unternehmen ist von Anfang an nicht lebensfähig gewesen, weil bei ber Kalkulation die Herstellungs- Wten viel zu gering eingesetzt wurden. Der Angeklagte Bergmann beraubtet, daß ein entlassener Buchhalter ber Bombastuswerke auf Betteiben eines Konkurrenten ber Werke, des Geh. Kommer- ü st-nrats Lmgner auf Hochmuth so lange eingewirkt habe, bis bit|cr den Antrag auf Eröffnung des Konkurses gestellt habe. WÄe Fabrik ist inzwischen von einem neuen Konzern aus der s^nkursmasse aufgefauft worden unb besteht unter ber alten Firma fueitcr. Im Reklamekonto ber Handelsbücher ber alten Firma jinb 4000 fMark eingestellt für eine Kundgebung ber Göttin Lucinde, bie an die Gräfin VLontignoso in Florenz geschickt worden sind. 2 er Angeklagte äußert sich dazu: Alle Beteiligten der Bombastus- nxrfc hatten tiefes Mitleid mit der ehemaligen Kronprinzeftin und beschlossen, ihr so viel wie irgend möglich zu nützen. Zu- . nöchst wurden 4000 Mk. an die Gräfin nach Florenz abgeschickt unb dann wurden auch Reisen nach Wien unternommen, um beit alten Kaiser für die Gräfin günstig zu stimmen. Wir werden

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