Ausgabe 
24.5.1909 Zweites Blatt
 
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'Ztabtv. Plank bestätigt, daß der Marktplatz tit seiner jetzigen Ausdehnung viel zu klein ist und teilt mir. in Hänblertreiien bestehe der Wunsch, eine Stelle zur Abwickelung von Gescharren m einem gedeckten 'Htnim einzurichten

Beig. Keller tit der Ansicht, daß man mit Rücksicht auf die ungewisse Hage für letzt von der Errichtung eines gedeckten Raumes Abstand nehmen solle.

Stadtv. Trost meint, auch mit der jetzt vorgeschlagenen Ver­gröberung sei der Platz noch nicht groß genug. Man werd« die Tiere kaum unter bringen können, von einer Vorführung könne aber keine Rede sein. Tic Schranken sollten nur um den Blatz herum errichtet werden, damit sie den Verkehr nicht hinderten. Tic Einrichtung einer Geschä'tsstellc «olle man nicht kurzerhand ab­lehnen. sondern die Händler einmal darüber hören.

Beig. Keller teilt mit, dast mit der vorgeschlagenen Per- grösterung der Marktplatz 4500 Quadratmeter grob sei. Tos sei wohl als ausreichend zu betrachten.

Stadtv. Löber führt aus, wenn die Barrieren auf dem Platz wegfielen, fei der Platz wohl ausreichend, fodast man vor­läufig nur die 1000 Quadratmeter mehr einrichten solle.

Stadtv. Wallenfels ist derselben Ansicht und halt auch die Errichtung eines besonderen Geschäftsraumes für überflüssig.

Stadtv. Trost ist der Meinung, dast der Austrieb und Ab­trieb des Viehes an derselben Stelle stattfinden könne, da er doch nicht gleichzeitig vor sich gehe. Tcshalb sei die Anlegung eines chaufsicrien Wege- wohl überflüssig gewesen.

Nach einer Mitteilung deS Beig. Keller, dast die Ehaussee von der Versammlung feinerzeit genehmigt worden sei, wird dem Vorschlag zugestimmt, den Platz um 10000 Quadrat­meter provisorisch zu vergröbern.

Die städtische Anleihe.

Angebote lagen um :

1.

Benennung der bietenden Bankhäuser.

'Ange­botener Ueber- nahms- Kurs

/

Verzinsung der noch nicht abgehobenen Betrage:

I.

2,

3.

1

5.

6.

Dresdner Bank - Frank- furt a. M.

Delbrück, LeoLCo.-Berlin, Mitteldeutsche Kredit­bank-Berlin, L. 8l E. Wertheimber - Frankfurt a. M.

Di^konto-Gesellfch. -Frank­furt a. M., Bleichroder- Berlin, BamberqerLC o.- Mainz, Ephraim Meyer LSohn-Hannover,Nord deutsche Bank Hanibnry, L. Pfeifscr-Kassel, Süd­deutsche DiSkonto-Gesell- schast-MannHeim, TL TL Warburg & Eo. yam- burg, I. Herz-Gießen

Königliche Seehandlung- Berlin

Bank für Handel und In- dustrie-Tarinstadt, Rom merz- u. TiSkonto-Bank, Nationalbank f Tcutld)- land-Berlin, I. Dreyius A (so.-Franksnrt n. TL, Veit L. Homburger- Karlsruhe

Deutsche Bank

(nod) nicht eröffnet, weil nur bedingt zu öffnen)

100,07

100,37

99,02

99,07

99,42

99,47

100,28

99,45

100,05

17i % rmterRcichSbank min­destens 2'/f, höchstens 4°/,.

17, % unter Rcichsbank, höchstens 4 "Zo­

bel 4®/e Verzinsung.

wie vor, ohne Kaution.

10 0 unter Rcichsbank, höch­stens 4e/o-

wie vor, ohne Kaution.

17i % unter Reichsbank, höchstens 4°/e-

Verzinsung nach Beding­ungen.

10 o unter Reichsbank, höch­stens 36/».

Wie der Vorsitzende ausjuhrt, ist auf Wunsch des Mini- fieuums bei Finanzen der Termin, bis zu dem die Anleihe un­kündbar fein soll, vom 1.3uli 1919 auf den 1. Juli 1916 ge­kürzt worden. Mit dieser Abänderung, die auf den Mure der An­leihe keinen Entlaß haben dürfte, ist die (Genehmigung des Mini- steriumü gesichert Tie sviminz komm iss ion schlägt vor. das günstigste ; jefübrh, anzunehmen.

Stadtv Löber ist der Ansicht, dast das Ergebnis der An­leihe vielleicht noch günstiger getvesen sei. wenn man zu einer anderen 3cit, etwa 1 Wochen vor Ausgabe der letzten ReichS- und preustischen Anleihe, an den Markt berangetreten wäre.

Stadtv. Trost spricht sich ähnlich aus. Auch die auf Wunsch des Ministeriums erfolgte Abänderung des Termins der Unkundbarkeit. sowie die Vorschrift weizen der Verzinsung habe vielleicht ungünstig auf das Ergebnis eingewirkt.

Der Vorsitzende hält^das Ergebnis für austcrordcntlich günstig Tie Anleihen der Stadt Gicsten ständen ieyt außer ordentlich bock im Kurs und das Angebot auf die neue Anleihe

sei im Verhältnis ;u diesem gegenwärtigen Kursiven wnentlick besser, als man hätte erwarten dürfen.

Stadtv. Em melius erflärt, dast rin besseres Resultat nickt zu erwarten gewesen sei und man vollauf zufrieden fein könne.

Stadtv. Wallenfels spricht sich ähnlich aus

Dem Antrag der Finonstommission wird hieraus einstimmig zugestimmt

Tie Lieferung der Anleihe-Urk.rnden und Ziusbogen wird der Firma H. Kühn zum Preis von 1170 Mk übertragen.

Verschiedenes.

DieOmnibusgesellschast bat im letzten Jahr ein Defizit von 4866,69 Mk. welcher Betrag ihr in Form eine: unverzins lichen Tarlchens von der Stadt zur Verfügung gestellt wird

Ter L a l dw i r tcha f t s o l a für 191" ist nach feiner Ausarbeitung durch die Sberjörsterei vom Stadtv. Tr Sim m e n a u e r geprüft worden Aus Antrag der forst- und lanbir Teputatüm wird er unverändert gutgeheißen.

Einige Holzabgabcn aus der Hand im Gesamtbetrag von 919 Mk finden Genehmigung.

Stadtv. Tr. Ebel regt an, demnächst den Enttvurf der Städteordnung einer Besprechung zu unterziehen. _Tcr V o r sitzende teilt mit. dast er nach einer Beratung der Stadtebürger meister über die Stadteordnung hierzu Gelegenheit geben wolle.

Eine Anfrage des Stadtv Fann wegen des Schicksals der Eingaben brr Bauhandwerker zum Snbmii'sionsveriahrcn ivtrb vom Vorsitzenden bahm beantwort, t. oast^ic der Baudepu tation Dorliegen und in einer ber nächsten Sitzungen beraten werden sollen. ' ,

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Aus Stadt nnd (and.

Gießen, 24. Mai 1909.

von der elektrischen Ltratzenbahn.

Ein bedeutungsvoller Tag ist heute für die Entwickelung unserer Berkehrsverhaltnisse: Tie ersten Schienen für die elektrische Straßenbahn treffen hier ein Mit ihrem Legen soll alsbald begonnen werden und da nach dem Ergebnis des lanbespvlizcilichen Prüfungstermins hinsichtlich der Kon- zessionserteilung keine Verzögerung zu erwarten ist, wäre alles gut und die Bahn könnte spätestens mit dem 1. No­vember ds. FS. den Betrieb aufnchmen, tücntt die leidige Rofettenfrage nicht wäre. Nur etwa die Hälfte der in Frage kommenden Hausbesitzer hat bis jetzt ihre 3uftim tnunfl zur Anbringung der Rosetten erklärt. Es ist aber bei dem allezeit hier betätigten Bürgerfinn anzunehmen, daß auch die übrigen das gemeinnützige Institut, das zwar allen Einwohnern, aber doch vorzugsweise den Hausbesitzern der von der Bahn berührten Straßen Nutzen bringen wird, durch alsbaldige Erlaubniserteilung zur Rofettenanbriitgung un­terstützen lüerben. Wenn nicht in den nächsten Tagen diese Frage erledigt wird, kann die Inbetriebnahme der Bahn kaum vor dem nächsten Frühjahr, ober jeden­falls nicht mehr in diesem Jahr stattsinden. Ta die LmnibuSaescllschaft unter allen Umständen spätestens am 1. November ds IS. den Betrieb einstellt, wäre somit unsere Stadt gerade in der wichtigsten Geschäftszeit des Jahres ohne jedes regelmäßige öffentliche Verkehrsmittel, ein Zu­stand, der gewiß niemand erwünscht sein wird. Wie wenig übrigens Bedenken gegen die Roscttenanbringung gerecht­fertigt sind, geht daraus hervor, daß in zahlreichen aus­wärtigen Städten Rosetten an öffentlichen Gebäuden ange­bracht find, ohne daß irgendwelche Schäden entstanden find. So befinden fich z. B. an zahlreichen Kirchen Rosetten, in Frankfurt a. M. au der Kat Hari nenkirche, Garnifon- kirche, Weißfrauenkirche und Paulskirche: in Mainz : Licb- frauenkirche und Johanniskirche: in Mannheim: Jo- hanniskirche, Herz-Jesukirche, sowie an zwei wird?en in Neckarau; in Heidelberg: Heiliggeistkirche am Markt (3 Wandrosetten) und Providenzkirchc; in Köln : Kolumba tirche (2 Rosetten für Straßenbahn und zwei für Bogen- loznpenaufhängungcu >, Maria-Hnnmelsahrtskirche. Auch am Kais erlichen Schloß in Wiesbaden ist eine Straßenbahn-Rosette angebradst, ohne daß der Kaiserliche Hausherr irgend ein Bedenken gehabt oder das Schloß Schaden gelitten hätte.

** Das erste weibliche Mitglied eines Lchrcr- vercinSvorstandcS in Hessen hat der Gießener Lehrervereln am SamStag gewählt. Die Lehrerin Emma Weitzel wurde aus Antrag des Vorsitzenden Valentin Müller einstimmig in den Vorstand gewählt und soll den Schriftführerposten erhalten.

Kinderlieber-Ab end am 22. Mai. Zwischen zwei musikalischen Unternehmungen, von denen sich die etne ein älteres als hundertjähriges Heimatrecht erworben bat, das andere zu den begehrtesten zu zählen ist, hol sich am SamStag ein Kinderlieder-Abend keck hinemgedrangt und trotz Maien- (oft mit einem vollen Erfolge abgeschloffen. Wehte cS doch auch rote Maicnluft und aufkeimendes Leben vom Podium herab entgegen und die kleinen Tarnen und Herren darauf, der hoffnungsvolle Nachwuchs unseres Akademischen Gesang-

Gießener Stafcttbcater*

Zar und Zimmermann.

Komische Oper in 3 Akten von A. Lortzing.

DaS gestrige dritte Gesamtgastspiel deS Großh. HoftbeaterS und der Hosmusik in Darmstadt bescherte dein Gießener Publi­kum eine formvollendete Wiedergabe von Lortzingü Meister­werk. Humorvolles und Sentimentales find imZar und Zimmermann* innig verbunden und gewähren dem Zuhörer und Zuschauer einen Genuß besonderer Art, wie er uns Heutigen fast schon fretnb geworden ist. Wir sind schon so sehr an d»c schwere Kost Wagners und Straußen- gewöhnt, daß wir bei Lortzing Auge und Ohr erst besonders cinftcQen müssen, um sie für die Schönheiten dieser Kunst wieder cmpsindlich und empfänglich zu machen. Schade, daß bie Gattung der komischen Oper unb der Spieloper in neuerer Zeit so vernachlässigt worden ist. Sie hat unsere Eltern und Großeltern so sehr entzückt, und wenn man sie recht verstehen will, hat sic mich u n 8 noch mancherlei zu sagen.Tas Gute ist leicht, alles Göttliche läuft auf zarten Füßen*, dieser eilte Satz der Aesthettk Friedrich Nietzsches läßt sich auch auf LoitzingS Musik onroenben. Man nennt unS Deutsche schwer­fällig, aber auf Lortzmg trifft daS sicherlich nicht zu.

Gerade das Leichtfüßige und Elegante m der Musik LortzingS wurde auch in der vorgestrigen Aufführung unter der Leitung Kittels ganz besonders glücklich heroorgehoden. Besonders zn loben waren dieseSmal Sie Chöre. Sie leisteten wirfhth Hervorragende:. Unübertrefflich gelang ferner das Sextett im zweiten Akte (Zum Werk, das wir beginnen*). In ber Maske sehr treffend unb charakteristisch unb gesanglich gut disponiert, bot Herr Weber einen ganz ausgezeichnet.n Zaren. Sein LiebScn'i spielt id) mit Szepter, mit Krone unb Stern* rief draujcode BeifaUSstürwe bcrvor, so ba-j sich der Sänger zu cm« Wicberholiuig dcS letzten Verses ver­

anlaßt sah- Eine liebreizende Marie war Frt. Zeiller. Sie war darstellerisch vortrefflich und gesanglich bezaubernd. Den MargniS von Chatcauncus sang He« Wolf geradezu phäno­menal. Sein hohe« C war von ganz außergewöhnlichem Glanz. Ter Sänger erntete denn auch schon bet offenen Szenen lebhaften Beifall. Eine wahre Prachtleistung war endlich ber Bürgermeister bc6 Herrn Riechmann. Sem trockener Humor kam zur besten Geltung. Tie übrigen Sänger unb Darsteller fügten sich in ihren kleineren Rollen dem Ganzen sehr glücklich an. Die Inszenierung durch Herrn Oberregisieur Val deck bot eine Reihe prächtiger unb stimm- ungSvoll« Bilder; besonders wirkungsvoll war b« Aufbau befl ersten Aktes. -n.

(Siebener Rorizertverein.

X

3. Kammermusik Abend.

Mit einem sehr interessanten, genußreichen und in jeder Hinsicht roohlgelungcncu Kammermusikabend schloß gestern das Kcmzcrtiahr. )nt Mittelpunkte her rein mufitolucbc:; Darbietungen frnnb Meister Handn mit seinem herrlicher Konzert in E dur für Violine unter Begleitung von Klavier Violinen, Viola und Äuntrabm Ite Solopartien fpiett Herr Redner geradezu binrei <nb. Von ganz g walt c i Wirkung Ivar namentlich das Aoagto E. ent lockte bei leider nicht gerade febr iah!r«ct)«i Publikum Ian.; aiidauernden brausenden Beifall. Ganz wcientUch zum G fingen dieser mdhiertmnnr.icr trug auch die verständige uii technisch meisterbaftc Begleitung bei. an der >ich oi Herr« Prof. I rau t mann, T owissohn 1 G r.e iteipei (2. ('icigc, K a 11 c r e r (Violn und 5c U r e ch t <Montr : baß) beteiligten. Herr Tawrssohn, der ebenso wie .Herr K«per Lehrer am Hoch'sckten Monfenrotorium in Fran furt a.'Ä ift, wird dem Gießener Publikum schon au. früheren Konzerten in angenehmer Erinnerung jein. Tu

vereinS, machten ihre Sache so prächt g, b:e Stimmen uwb Stimmlein brangen so frisch unb rein au8 den jugendlichen Stehlen, baß alle Zuhörer, btc zahlreich erschienen waren, ihre helle Freube boron harten. Neben einfachen Liebchen gefielen besonders b:e mit Gesangbegleitung auSgesübiten Neigen, zum Teil in reizender Kostümierung, mit unbewußter Grazie ge­schritten, getanzt unb geknickst. Fräulem Math. Felchner. Die die Aufführung sicher unb taktfest leitete, hatte n.cht nur die müheoolle Aufgabe ber Emstubierung vorzüglich gelöst, sonbern auch bei ber Dahl der Kinderlieb« rnustkalische« Feingefühl gezeigt, so baß ihr cm wohlvccb.ent« doppelter Erfolg blühte. Unterstützt würben die Darbietungen durch Frau Emma Schubt, bie ime ihrem schönen, wohtgebdbeten Mezzo-Sooran vier Lieber in vollendetster Weise pendete. Toruntcr befonben sich auch brt: Kinderlieber, bie aber nur zu Siebern werben, wenn sie nicht von Rmbem ariungen werben. Nicht vergessen darf man Fräulein. Elisabeth Felchner, bie bie so oft verkannte, so überaus wichtige 'Be­gleitung am Klavrer auSführte; mit musikalischer Sicherheit unb Diskretion löste auch sie ihre 'Jluigctbc. Wohloerbienten Bestall janben alle Darbietungen; eine besondere Auszeichnung empfing noch Fräulein Mathilde Felchner in Gestalt einet schönen frischen Straußes, vermutlich eine Stiftung ihrer Heinen Kimstlerichar.

Im Cafe Amcnd sand gestern cm gut besuchtet Konzert statt, so daß die Räumlichkeiten nicht auSreichten, alle Bcsiicher zu fafien. Die Leistungen der Frankfurter Kapelle würben so beifällig aufgenommen, baß auf Wunsch b:c Kapelle heute abenb noch em Konzert gibt.

Unsere RegimentSrnusik konzertierte gestern im KurhauS zu Wiesbaden.

Tie Pferde-Dormusterung im Kreise Gießen beginnt nicht, wie vorgesehen war, am 26. Mai, sondern voraussichtlich am 2. Juni.

* Tödlicher Unfall. Heute morgen geriet auf dem Gailschett Tonwerk der 17 Jahre alte Arbeiter Paul Thoma aus Rcpperudors beim 5d)icb?n von beladenen Eisettbahnwaggoits zwischen einen Waggon und die Rampe unb erlitt so schwere Verletzung««, oaß der Tod sosoN cintrat

* * Ertrunkcu Beim Boden im stobt Freibab ertrank gestern morgen der Bäckergeselle Hch. Bönsel aus Lanterdack Bönsel, der des Schwimmens unhinbig war und au>,erde« and) au epileptisdien Anfällen leiden follL batte i'tn, uuß«- halb der Einfriedigung uad) einer tiefen Stelle gewagt und versank alsbald. Cbgleid) er sosort herausgebolt wurde, hatten die angcftelltcn Wiederbelebungsversuche lanee Crsolg.

* Verhaftet wurde gestern vormittag ber lag- löhner Heinridt Hartmann hier wegen Sittlid)keusv<r- brechens Er hatte sich an einem adstjährigen .'.'^ädchei vergangen.

* * Abgefaßt wurden gestern früh zw« Hmd«r»- burschen beim B r ö t ch e n d i e b st a h l. Sie wurden dem Gericht zur Bestrafung zugeführt.

t. Heuchelheim, 22. Mai Die Annahme, der (Bärtncrlehding Wilhelm Kröck habe eint Vergiftung, stellte sich in ber Mebizinischen Klinik zri Gießen als unnchttg heraus. Es würbe fcltgeftcCH, baß eS sich bei der Erkrankung »im einen urampfanfall bandelte.

(: Klein-Liu den, 2». Mai Line Besichtig» n g ber Wander hauSbal t U n g s f di u l r für den Kreis Gießen fand gestern nachmittag burdi (^'neiinerat Ir Elfen- hutl) aus Tarmstadt im Beifein d« Provinzialbirektor.- (Kebeimerat Tr. Breibert unb des Schulrats Hlcinfdimibt statt Tie Herren trafen um 2 Uhr hier ein, wo gegen- närtig ein sedtswöchiger Kttrsui unter Leitung von Fräulein Mntsd>ler abgchaltcn wird Au bem Kursus nehmen 24 Mädchen teil. Tic Herren verweilten 1 ötun- den in dem Unterridttslolol «Zur Tcutfcheii Eiche". Von Klein Linden begaben sich bic Herren nadi Allen- b o i f ab Lahn, um brn Parallclkursus zu befidttigtn den Fräulein Webell bort abhält, er ist von 17 Möddien besucht Geheinierat Tr Eisenl, ut h sprach seine größt, .iuftk* bcnheit über bic Einrichtung ans unb fonftaticrl» daß bas neue Institut sich auss beste bewihrt und Rachanmimg verdiene Aud> 'loftprobcn sanden itati Tu* Leistungen ber Kursusteilnebnlerinnen waren über Erivarten giwsttg Tu* Hausbaltuiigsschule würbe vor vier Fahren ms

in 1 , Crtcn statt Welcher Beliebtheit sich bu* Neuemrich- tuitg erfreut, geht auch bora ts hervor, bar. bic Nachfrage nad) den Kursen so groß ist, baß voriges Jahr cm Parallel- kurfus.eingerichtet unb eine zweite Lehrerin angenommen würbe Für bas Winterhaldiahr liegen bereits mehrere

Vorzüge seines glänzeuben Spiels traten auch gestern wieder ins beste Lidst. Auch die übrigen Herren leisteten, «me bereits erwähnt. Ausgezeichnetes. Schub»*« - Quintett (op. 114) mit den reizvollen Variationen zu dem bekannten LiedeTic Forelle' sand ebenfalls eine fehr feinsinnige Fnterpretation durch die Herren Trautman n.'l ebner, H e g a r, N a 11 c r e r und Seltrecht, ebenso oas - meinem Empfinden etwas gar zu harmlose Quintett von (Koetz. Es fehlt dieser .Komposition nicht an musikalische» Sdwnheiten, aber besonders originell erscheint einem bri« erstmaligem Hören die Erfindung des Meisters hier nickst.

Eine besondere Freude wurde dem gestrigen Konzert' Publikum ourd) zwei weiteren Kreisen wohl noch wem» bekannte Melodramen, bereitet zu benot Herr *5 aDr Hammer bie Worte sprach Man kennt ia xvrrn iW* ha nun er in Gießen schon von früher her unb weiß ih»g sdwtzcn, aber bas, was er uns gestern bot, ivitb minW ood) auch wieder neu unb überraschend vorgekommcn fe® IRan wirb gerade hier in Gießen geneigt fein, Vergleiche wische» ihm und Possart oder Wullner anzustcllev. ui» n cer Tat erinnert vieles bei ihm an diese btibcrt vtxoV meiner der Rezitation Bamhamtucr verleugnet nbeste» nlch feine Eigenart keinesivegs Einem sprudelnden O»tU strich gibt der «üitftler sein innerstes Empftnb.n nneber. ,ib er crauidt durd, seine urspriingliche Krajt und Frische. Je sein vermochte er es, brn Sommerwalbessvuk in & eumaitn»Pan' zu charakterisieren, wie innig und bejj' 1) gestaltete er Alex RittersGraf Walther und bie Salb* . au" iTiditung von Dahn aus. Es war mit einem Sorte n neue, großer unb fchöner Erfolg Banrhammer» ui icßen.

Die K'.avierbeglcitung hatte auch in ben Mclobrame» rrt Proi. Trautmann übernommen; eine recht an* . . vnb< Aufgabe Herr Pro» Trautmann erledigte fu* mtt unter tfierfdiaji Tir Anschlag war von g.mz h'rvor­über Reinheit und Sd)önhcit.u.