fftoii folgende Worte- „Meine Herren! Ich höbe den lebhaften Wunsch gehabt, die fc-rren Ressortrnimner imo ihre iDaUrbnrrr, da- Präsidium oes 'Lbgeordnerenhausc?, die XXrrm ^rofitond norsitzenO-n und die Mitglieder der verstärkten Budgettemmtsiwn oes Abgeordnetenhauses bei mir m begrüßen. Ich wollte Ihnen mich mnnm'eüd m diesem historischen •Raume den Tank unb tat 'Anerkennung der Kvtuqlichcn Staate, regienma au-sprechen iür die Arbeit, die 2i6 in den letten Monaten mit Hingebung getriftet tAlben Als bie Ttaatsregiernag dem Landtage der Monarchie oir BesoldungSordnung und die Borlogen zur Regelung der Teckungsrrage vorlegte, war sie sich wohl bewußt, daß die Arbeitskraft, den Ckmnniinn und die Sachkenntnis der Parlamente starke Anforderungen stellen mußte. Eie balxn bat^er« trauen der Staats re gierung des Lande Z gerechtfertigt. 4X1 rur
gebührt Ihnen aufrichtiger Tank. Dieser Tank gebührt in erster Lime der verstärkten Buogelkomnnsswn, die mit ihrem beraubt: m Borfivenden Ir ei Herrn von vrrffa Treuliches geleistet hat. 4xtnf gebührt auch dem Hause, das einmütig die großen Gen^tepuntte vorangestellt und das Trennende Auruifgeftcllt hat. dadurch n: ein schönes Beispiel gegeben worden, von dem ich hone, datz es zum Wohle des Vaterlandes btt allen großen .rtagm Nachahmung finden möge. Ich begrüße Eie herzlich und leere mein cZZlas oui das Wohl der Herren Präsidenten, der Herren Iraktwns- Vorsitzenden, der Herren Mitglieder der verstärkten Bubgetkorn- Mission des 2ldgeordneienhauie^." Ter Präsident des Abgeordnetenhauses, Exzellenz von rtroscher, antwortete mu einem launigen, herzlichen Trinffpruche auf die Fürstin Bülow.
Dorstandcstljuog bei dkvtscheu StadlttazeS.
Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters ihn ebner (Berlin fst gestern im Berliner Rathause der Vorstand des Trntschen Städtetages zu einer Sitzung zusammengetreten, der u. a, die Oberbürgermeister Beutler .Dresden), v. Berscht München , Ben oer "Breslau, Wilms «Posen!, v Schuh -Nürnberg-, Solitär ^oln-, Stadttat Nams Um (Berlin , ^tadtverordnctenvorstcher Michelet (Berlin, beiwohnten. Ter Vorstand beschloß nach längerer Debatte, gegen den dem Reichstage unterbreiteten Okfefr-ntnmri betreffend die Errichtung von Arbeitskammern Stet« Inng zu nehmen und zwar besonders mit Rücksicht auf die durch das Gesetz Den Städten auferlegten Rosten. Ferner vrotqticrtc der Vorstand des Teutschen Städtetages gegen den Beschluß des Reichstagen, den Militäranwärtern die Militärdienstzeit voll anzurechnen.
Massenversammlungkn der Bergleute.
Im ganzen Ruhrgebieie Haden am Sonntag über 30 vom allen Bergarbeiteroerband etnbeniicneit und von vielen Tansendeu von Bergleuten besuchte Massenversammlungen statt, in denen Stellung genommen wurde zur Berggesetznovelle und zu dem Vorschläge über die Einführung einer R 0 b len ft eu er. In einer Versammlung in Essen-West kam es zeitweilig zu lärmenden Szenen. In allen Versammlungen wurde zu der B e r g g e s e tz n 0 v e 11 e eine Resolution angenommen, die an den Landtag gehmdt werden wird und in der die Ablehnung der Regierungsvorlage und die Schassung eines NeichsberggeselzeZ verlangt wird. In einer ferneren Entschließung erklären sich die Versammlungen ganz entschieden gegen die vorgeschlagene Einführung einer Rohlensteuer.
KeihnachtSgratistkatianen.
Tie .Nordd. 9111g. Zig.' teilt bezüglich de« den. Auswärtigen Amte in einer der letzten Sitzungen der Budgelkommifsion des Reichstage« gemachten 'Bonmirk« einer ungerechtfertigten Auszahlung hoher Weihnachtsgratifikationen mit: Zur Gewährung dieser Gratifikationen, die gemäß eine« allen, noch nutz der Zeu BlSmarck« stammenden Branche« an die Beamten de« Auswärtigen Amte« gezahlt lonröen, seien m früheren Jahren die Erjvarmsse bei gesandtschaftlichen und Roniulalfibcjolbungcii zur Verfügung gestellt worden. Auf Grund einer von Abg. Richter veraiilaßten Resolution, die bet der Beratung de« die BesolduiigSaufdesserungen betreffenden RachtragSetat« für 1897.98 gc'aßt wurde, bestimmte der damalige Reichskanzler, daß vom 1. April 1898 ab derartige Ersparnisse nicht mehr für die Weihnachtsgratifikationen verwendet worden dürfen, Gleichzeitig lourbcn aber durch die erwähnten RachtragSelatv des Untrrf!ür,tmg6- und Renumcrauon-icnds erhol t, da e« unbillig schien, Beamten, die Weihnachtsgratifikationen fed langen Jahren erhalten hatten, solche ohiie iveueres zu entziehen. Wie Etaatslekretär Freiherr v. Schoen in der L'udgctkomnnlfton i,unmehr erklärte, werden in Zukunst diese W.ilmachtsgralisikalionen >l der Haupt nicht mehr gezahlt werden.
pcoleftversammlung gegen die vrausteuer.
th. Gießen, 1. März.
Tie Proleitvsrsammlnng, die die Brauereiverbände deS Lahn- und TilUalc ■ und Oberhestenü nebst den Ga-üvineveroinignugen uns diesen Gebieten, der Verband der Ilastbenbierhändler Wiegen, die Verbände der Brauereiarbeiter und daS GewertschafiSkartell aeftcni nach Stems Saalban cinbenden hatten, füllte den großen ^aal, trotzdem man d,e Tische daraus eitlfen-.t hatte, biC au< den letzten Platz. Die Versammlung bestand zu ani> Intereffenten deü Bratiereigewerbes. Ter Vorsitzende, Brauereibesitzcr Stein Hüuser-Friedderg erklärte, daß Die Versammlung sich damit zu beschäftigen habe, ob es richtig »ei, da-o Bier zur Deckung der Iinanznot im Reiche bluten zu lassen, oder ob man oolkvivicl- schaststch nicht richtiger handle, die Las! stärkeren Schultern aufzu- laben, wie man c> bei den RelchSlagswahlen versprochen baue. Die ReichStagSabgeordnelen der in präge kommenden Gebiete feien zur Versammlung eingeladeii worden. Graf Criola habe qeanl- wartet, er könne wegen einer ernstlichen Erkrankung nicht er- scheinen, die anderen haben weder geantwortet, tioch sind sie in der Versammlung erschienen.
Der Reserenl D r. Wallburg-Berlin bemerkte, der Reichskanzler habe erklärt, daß stet« sich die Interessenten zusammen- linden, um sich gegen die vorgeschlageiieu Steuern zur Wehr zu feyen. Diese Anspielung beziehe sich auch ans die Brauer >md Gastwirte, obschon Hurst Bülow sie bei seiner Erklärung hätte auS- nedmen können, da sie schon oft genug zur Steuer herangezogen worden seien. Deshalb sei auch in vielen Städten Protest erhoben worden gegen die Neubelastung des Biere«. Heine Steuer, die im Sleuerboiiguet der Reichsregicrinig enthalten ist, hat eine solche Opposition beu'orgentten, wie bie auf baü Bier. Breite Masten bei Volke« tonnen eS nicht verstehen, wie man ba« Brauere»- gewerbc auf« neue treffen will, nachdem man es erst vor3 Jahren mit einer Auflage beglückt hat. Brauer und Wirte könnet^ sagen, es möchten einmal andere Stände in der Ertragung von Stei.ern gemütvoller sein, ehe wir wieder mit Steuern bedacht werden Die Fahrkarlensleuer will man abschasten, aber die gleichen Giiinde, die gegen sie forechen, sind auch gegen bie Erhöhung der Viersteuer anzuwenden. Es bandelt sich um eine weitere Sonderbesteuerung eines Gewerbe«, da« schon mit einer starken eonDerbefleiterima belastet ist. Eine Erhöhung darf nicht rnrhr c»,»treten, weil sonst leicht bas ganze (Bewerbe 'ruiniert wird.
Tie neue Auflage gebe weit über ba? Maß der Leiflungs- sahigkeit hmau« unb belastet den flonlum, ber babnrch verringert werden muß. Deshalb schon müßte die Steuer vom Reichstage abgelehnt werden.
Er sei die allerhöchste Zeit, daß Brauer uxib Wirte sich gemeinsam webten. Man lolle sich am Bund der Landwirte em Vorbild nehmen, wa« diese vermögen, da« ivvuibgrn die 120 000 Gastwirte nut üjvtn durch sie beschäftigten Rrdeugewetben auch. Man dürfe nicht davor zuruckschrecken, mit den extremsten politischen Parteien zu paktieren, wenn es sich nm eine wirtschaftliche evage handelt.
_ Irrig |n tv, wenn bie Ruiumnenteit glauben, daß die Steuer- eihöhung von den Braneni unb Sitten allem aeirngen werde < "» bandelt sich um 100 Millionen Mark, die bie Biersteuer tru gen soll, den d. Teil der Summe, die überhaupt gebraucht wird. Tiefe »Summe kann iveder der Brauer noch c-ei- Wirt l ezableu. um io weniger, al« be.de schon itbi «ich.ich mit <.teurtn unb \'ltraben belastet sind, dafür iiüiHcji rie Iv** Miütvnen aus die Rouiumeuien abgcwälzt weichen.
Gewiß werden Tabak unb V rannt wem ebenfalls zu den neuen Lasten herangczogen, aber während btt de. Binmu r. ... •.MetDorlag
etn übertrieiende« Wohlwollen für die Interestemen in die Lugen sucht, ist ba« Bier sehr schlecht behändste wordew Tie Branntweinbrenner, die m ihrer Eristenz durch die neue Steuer getroffen werden, will ian eruichätngen. Dom Brauereigeioerbe heißt es, es könne 100 bi« 150 Millionen bequem tragen. Von der Zucker- steuer will man 56 Millionen Mark obstreichen. Womit will man reditledifleu, daß man bei der Branntweinsteuer 190 Millionen Liebesgaben qiebt *
Bedauerlich sei, daß die Landwittschasi sich nicht mo&r «ul bie Seite der Brauer stellt, obgleich da« Brauerrigewerbe dem Land- roirl für seine Gerste hohe 'Steife zahlt und ihm das billige Ireber- futter liefert Wenn die Braustenervorlage Gesetz wird, roitb der Brauer gezwungen sein, ausländische Braugerste zu benutzen, weil sie eme weil bessere Ausbeute liefert, al« bie einheimische. Jahrzehnte lang haben die Branntweinbrenner von der Regierung •Jiebesaaben angenommen. Ter Tabak habe es verstanden, die ihm 1906 qngesonnene Steuererböhung zu hintertreiben; trotzdem inerbei eine Steuererhöhung leichter auf den Konsum abgeivdlu werden kann, werden diesmal nur 70 Millionen vom Tabak- gewerbe verlangt
Leon Sein sind nur 20 Millionen m Aussicht genommen, und roafrrjcbnnlicb wird man ibn ganz leer ausgehen lassen. Ti? Brauer können verlangen, daß man sie endlich m Ruhe läßt Schon nie m Aussicht stehende Steuer crhöhung hat dem (Sktoerix erbebltd) geschadet und am meisten in MitleidenschaN gezogen die Mo,chmen-Industrie, bie Iadriken Pr Brauereidedar'sartikcl. die Ivlaicbcniabriten und all die Industrien, die für das Brauerei- 8rroerbt arbeücn, bei denen die Aufträge ausblieben, weil ber nleinehmungsgnst durch bie in Aussicht stehende Steuererböhung unterbunden worden ist. Tie Erfahrung, die man nach der erü 1906 erfolgten Brausteuererhöhung gemacht hat. sind an der Regierung spurlos vorüber gegangen. Tiefe Steuerer Höhung verteuerte bad öl. Bier um 1,05 M., bazu kommen noch die durch den Zolltoru verteuerten Roh» und vilfsProdukte, die Dertcue- nmg ber Sohlen unb noch der Lebensmittel, die eine Steigerung der Löl-ne nach sich lieben mußte, so daß man die Mehrkosten aus S,7o M. das öckw feststellen kann, der TurchschnitlSverdicnst Der Norddeutschen Aktienbraucreien betrug vor diesen Erhöhungen für bas Hekto 2,06 M. Bon dielen schweren Belastungen hat Der Brauer bei der Denvertung femes Produktes nichts wieder bekommen, abgesehen von wenigen Ausnahmen. Es ist daher bcgicuhcf), daß 1906,07 269 Brauereien verschwanden, ihren Betrieb cinstelltcn iuw die Ävnkurse sich von 58 in 1905/06 auf 82 steigerten
Allein die ©teueraitbrobimg hat bei den an der Berliner Börse gehandelten Papieren von 58 Aktienbrauereien feil Oktober 1908 einen Nursverlust von 63»/# Mill. Mark gebracht. Hieraus kann man schon allein die schädigende Einwirkung einer weiteren Erhöhung der Brausteuer ermessen. Tiescr gewaltige Kapitalverlust betrifft in ber Hauptsache den Mittelstand, ber seine Zdapitalieu in ArauercioaPieren angelegt hat. Weiter tritt, wenn die höhere Brausteiier Gesetz wird, eine große Schädigung der Arbeiter ein. Denen teilweise bei berabgebnibem Konsum Arv itslosigkeit droht. Nach Dem Auswei; der Brauerei-B russgcnosscnschaft wurden 1906 07 2500 Arbeiter weniger besänftigt als im Vorfahre.
Ter Reichsichatzsekretär scheint von all dem nichts raufen zu ravllen. Ter Brausteuercrtrag ist in dem letzten Bierteliahr um 2 Millionen zurückgegangen, es macht dies im Jahr 30 Millwnen. Tie Regienmg erkennt an, daß es den Brauern und Wirten nicht möglich war, die Steuer von 1906 aus Die Konsumenten ad;n »öälscn. jdommt aber eine weitere Erhöhung, so muß man diese uno die von vor 3 Jahren durch eine Bierpreiserhvhung wett machen. Tamil ist dann der Punkt erreicht, daß Mvnfum und Produktion erheblich nadjläfet, während die Generalunkosten bei der Bier er ^ugung und dem Verschleiß gleich bebe bleiben.
Tie Steuerer Höhung wird bennrrcu, daß die Regierung durch ihre Steuerpolitik dahin kommt, die Henne, die bisher goldene Eier gelegt hat, abzuschlachlen. T« (Gründe, die tut eine weitere Belastung des Brauerciacraerbes vorgebracht iverden, stehen auf sehr schwachen Füßen. Senn auch ber Kelch nicht ganz an dem Bier vorüber gehen mag, so soll man doch durch kräftige Opvo- silion von der Forder'ing möglichst viel adzraackcn, Tie^ Mittel, die der Staat braucht, soll man ba nehmen, rao sie starke Schultern auch tragen können. Brauer und Sirte zahlen jetzt mehr als gciuig Steuern und Lasten gegenüber andern Okra«ben und Industrien. Tie Herren, die bi«ber flott darauf los bewilligt haben, roeim es galt, Schulden ,yt maduni, die sott man jetzt heran» ziehen zur Deckung der Lasten. Ter Redner weist darauf hin, daß die iogcnaimteii ichracren Industrien, di ihre Pevdukte an das Ausland zu weit billigeren Preisen verkaufen als an Teulsch- land, steuerlich weit günstiger fortfommcit, als das Braugewerbe. Die .ifrupvschen Werke mit ihren 180 Millionen Mark Kapital zahlen zimi Beispiel im Jahr V/s Million Stenern, während . B. bie Brauerei SchuUl-ets in Berlin bei 12 Millionen Kapital 3» Million, nach der neuen Boriage aber 6 Million Brausteucr zu zahlen bat und vor 1906 nur l1,# Million zu ^rhlen hatte.
Bedauerlich sei es, daß das Gros ber deutschen Handelskammern das Vraucreigciperbe in seinem Stampf um die Existenz nickft unterstützt habe. Es sei erirenlttb, daß in Hessen die ötmbrte lammern dies tun. Sehr bedauerlich sei die Stellungnahme des biTilfcbnt Handelstage-, er Irat sich für bie weitere Besteuerung des Brauereigewerbes nuogesprockfen, obgleich er 1906 schon erklärte. daß eine Belastung des Bieres von Der öand zu iveifen sei und diesen Standpunll damals mit lreiflichen Gründen belegte.
Ter Redner tritt schließlich nachdrücklich für direkte Besteuerung auch im Reich ein. Ttc Nacklaßsteuer werde Leute be- lasten, die iic auch wirklich trage» können. Nicht der breiten Masse ber Bcoölkernng soll man mit Steuerbelaftungen kommen, wenn es sich barum bandelt, bnn Reiche zu helfen. Pro». Adolf Wagner bat anerkannt, das; die Erböknmg ber Agrarzölle — die in erster Linie den ostelbischen Großgrundbesitzern zugute kömmt — von den Massen getragen werben, weil dadurch eine Verteuerung dec Bedarfs und Nahrungsmittel eingetreten fei, von Denen ber Heine Mann erheblich mein: konsunuen als der reiche. Es sei die höchste Zeit, daß ernstlich an den Ailsbau ber direkten 3totem herangegangen würde. Betreffs meiterer indirekter Steuern müsse es bersten „bis hierher unb nicht werter".
Sen» es bann trotzdem zu einer Steuer er bobung aus^ Bier kommen sollte, so könne der Brauer und der Wirt vom Staate genau biciclbc Rücksichtnahme verlange», die man bei dieser Steuervorlage den Brannm'einbrennern angebeiben lassen will. Tide sollen Entschädigung erhalten, soweit iie ut ihren Eristenzbedln- gungen durch Die Steuer getroffen werden Hiernach müssen auch die Brauer unb Wirte enttchädigt werben, die durch diese Strnerlast miniert ober in den Eristenzbebingnng.n Heradgemrndert werden. Tie Arbeiter, btr durch die Strurrmaünabme auf bas Pflaster geworfen tperbtn, Iraden dcnselbm Anivmch wie btt Prannt» roeutbtenner: aud) für jtc muß eine Schad los Haltung verlangt werden.
Restaurateur Jas kowSkv erklärte, daß er nach den Tar kgunacn des Tr. Sallburg nur mang zu lagen habe Er malte die Verhältnisse des Sirtriümbe» grau in grau Tie Wirkung einer Erhöhung ber Biersteuer und die inioloedess.-n nnirrtcnbe Bieroertcuemng werde von dm Strtcn am schwemm empfunden werden, diese seim die wirtschaftlich schwächeren Schon die 1906 cingttretcnr Belastung de« Br eres, btr nur 30 Millionen betrug, da: Den Winestand arg bebrüeft, man versuchte in vielen «HcqtriDen erfolglos Die Steuer auf den .Vonsum ab«uroälTast btr Wirre diese Belastung nicht tragen konntrn. geht daraus hervor, daß deren Vcrkaltniise seit 1906 recht schlecht geworden iinb. Der Turchschnittssatz, brn ber 'Swrt fnr da» Lürr Bier kbraune, benagt 24 Pfg., tr selbst zahle Dafür an den Brauer 17 Pso Ter Durch- schtMtsvrrdraAch tn emrr Strrichflft fei ca 60 LtN unD nun tinmc sich leicht feder berechnen, ivos dem Srct dabei übng bldbi, ivitui er Miete und Spesen davon abrtchnr. Tte Speisen ictrn and) im Prttze teuerer grmarben, ohne daß der Wirt den Mehrprers brann 4.'Ingen Bern Tatet sei der Stertenünji zurück- gegangen. In Mainz seren über 60 Wirtschaften etxoe.uiagtn, mal öi-rrn Inhaber itüb: mctzr existieren tounrru, ow Berbalntw - babai Dort -nr Blüte der Attwuertempm gcnibti. tne jeher au- ständige Strt beftrawii und bekämpf en iolL Xfmmt vir neue Steuer, so werden Tausende roc Wirtschaften exngrhtn müssen, ronl itzr? Inhaber rutruni find Schon im adgelauftntn Jahre
tour Den in TaitidManD 9 Millionen Hekw Bier wem ter atrnmleit aL= irr’. IaArc zuvor und eine Erdöhrw i des Bierpreist' verui abrrt - oetieltes b rn A>mum gant btoeurend Es sind 2:M 000 Wirre ut Teurjchland, die durch diese ungerech« Steuer in ihrer Etistertch bedroht werden. Es ist unbegr teber eG
untermrmn:. durch eine solche etruer ein so wicht' n» Gewerbe et den Ranv des Abgrundes zu beugen Serum mü'se man laut ;;nb berncbmli* dem Reichstage umikn: Weist dreie Vorlage
Stadtv. * r um in weist barcu» bin. baß, u .-nn bie Reichstags- Mitglieder aller Parteien halten, roa« sie versprochen, die B-er- nenerrorlage fallt. An Hand Der Wahlaufrufe vor der letzten Reich:- bie Ehriftlich-Sozialen und vas Jnttmm iich vcrpiiichtet. gegen :*be Steuer zu st mimen, die den kleinen Mcnn Unb den Mittel-
D belaste:. Saran muß man sie nur;;
btt Ausführungen im Zirkus Buich sprechen dagegen, auch die .ilat unb für c • t ani Tabak mtd
Bier Redakteur Reuther mit: unwahr!) Krumm aber entgegnet unter Dan Beifall der Seratnnüung: Tod), doch. Abg Behrens bat dies besonders in einer Versammlung in Wer.iar erRdrt.
Auch alle andern von der Regierung auogcbatbtai Steuern, wie Gas- unb
last en bas Sirtegaoerbe erdeRtch Tie Ärbtiterschaf: ist es müde, sich fortgesetzt Lasten aufladen zu Ionen, die sie n-.cht tragen kann Sind die Sdwlbcn gemacht, so müssen »« bezahlt werben.
dagegen rau? einmal.
3tanb wird habet tm Verhältnis zu seiner Lt-stvngs^ähigk;'t beton- iusieben sein und dies kann nur geschehen buw direkte Steuern. Tie Regierung wird mit der Brau steuer dieselben Eriahrnngen machen, wie mit ber sradrtettenstener Es ist ‘onberbar, wenn man dort, daß der Bund der Landwirte •.’exioiidu, für die Sein- ' auern eintreten zu ivollen, warum nicht auch für die Hopicn- L-iuem ? Es besteht iür unter Wirttcdattsleben die allergrößte 6-efahr, wer bat beule noch den Mut, eine neue Brauerei ober
ine Ztgarrensabrtk zu errichten, wenn keine Sicherheit gegeben ist, daß diese Industrien sich ruhig und fteng entwickeln können, rrenn die Zadrikanten fortgeieyt ut Angst leben müssen, als oteuerohicftc von der Regierung brangialiat ,u roerbm. Bei diesen Verhältnissen werden Kapitalisten ihr CHelb tn der Taiche bebalim, resp. es tu Papieren anlegen Au' v ;.:i
\ erklärte .'tntmm "c >ct .rrecht uns billig i.nd
10 gestaltet toeroat, daß sie von den betretttHben Steuerzahler» leicht getragen werden kamt Er sei überzeugt, wenn Die Brauer und Wirte in Teulichland sich an ihre Vertreter im Reichstage wenden, itber Bezirk an f
legung ber wahren Verhältnisse in ihren Gewerben, Die Brau- t werbe Er sei auch ba;
. aß der Adg. Köhler für die Brausten7t nicht zu haben sem würde, wenn man ihn richtig informiere.
Weiter sprachen noch der Vorsitzende der Brauereiarbeiter- Vereinigung und der Vorntzcnde des "
.-ierf'änblcr gegen die Erhöhung der Brausteiier.
Redakteur Reuther erNärte, daß auch er gegen eine Erhöhung 8 rauft eu et sei und für die Resolutton f tun mm 1?.
für die durch bie
1 erlangt, sie so zu gewähren, sei bei ber schlechten ö rianztege deS Reiches unmöglich.
Ter Vorsitzende SteinhSnser- Friedberg und Stadtv Krumm erklärten, iva« bie Regiert: throntet!
gegenüber als Recht anerkennt, das müsse auch den Brauern und Wirten gegenüber billig sein. Man verlange mit dieser Ent-
hädignng weiter nicht-, als gleiches Recht für alle.
Tie bereits mitgctcilte Resolution wurde cmfhmmig tragt* nommen. j
polilische; aus fjciiin.
*• Ter nationalliberale Verein unb ber Verein btf nationall iberal en I ü 1 n - • ■
Ausfptache über den
.Reichstags-
11 stau. Tie beiden Vereine waten einmütig der Ansicht, daß 0>e von der nationaUietr
iulnner Versammlung dieses Wahl kreise- rut den .
trumSkandidaten liebel a.isg g
Dauern sei. Inimerb.ii
Tibigec Betrachtung der VerbaUnisse dieser Beschluß ut einem milderen Lichte erscheint, wenn man eigentlich den 1 nz cigenartig iclagertcn Mineirerhaitnisien tetifv Wahlkreises > echmmg trägt »md mm anderen iene T^iiachrn t
iips selbst u Tage getreten sind. 2«' hot .; ; Hutung des Blockes"; Ci hat ber Sozialdenwktatic vor der Siuh- ;iahl das Zugeständnis gemacht, gegen jede Erhöhung b i nditekten irai zu votieren, wonach er also geg
iiant -.»rrN- auch angeführt, Daß in ')tr. 41 bet 5)efjiichen liberalen Soü<nf<brift. rem offiziellen Organ der hessischen freisinnigen, zu einet Z it als
gesä riil.'n n-urbc: , Un- will 1, al» ob die
des Zentrum« V«.. Weist denn bas
•rum, ob bie Ire.'innigen im rolle einer Stichwahl -ratschen 1 8cntnintfmann unb Herrn Tr Becker für letzteren auch nur einen Iinger rühren ? Der Nnletstutzung der Sozialdenrakrattr kann da- Zentrum aber immer sicher »ein" In der 1 ßlaubctri derselben Aanmtei biekv Blattrs h .ßt es bann: ..Wenn ich dnmt in der Stichwahl bie Dahl hätt zwiichci; nem Z n - inntumann und nem Kandidat von der iyatb t» - 11 B- cker, dann wühl' ick direkt schwarz/' - Wenn auch alle diese Gründe sie Stdlungnabmc der Alzeher Ncsionalliberalen nach Annche ber 93crfammlunfl in An em milderen Lichte erscheinen i cfjen, so münidum, wie gesagt, bie Anm.senden doch sämtlich, daß Jene ."ne andere, Tvn bt : ntigen whnf' *ix K-l- ;w ■-v -m 'st-ch
.1. nluigipor em von d.eiem entworfenes 4 irre; über Den an t I fi > unr leb- elfte Ausipvache onkchwß. Aus das Referat idbn werden wir Demnächst emgehen.
•• Tctjxetjinnige Verein hielt gestern abend eine Toroenllicb stark bdu ng ab, in de-
-inem eingehenden Referat des Landtugsabg. Reh über die voll - zur L-abi in Btngen - A
gende Rcfolution einntmmtg jugtnrmmcn wurde ,.Tt? beute reich veriam.;.
'Reichstagswahl Bmgen-Alzey iür einen Verrat an den Grundsätzen b t. . t * n v * und» twbanrnt.
I.ssi'che natumaUibcrdit Paneilettung durch ihr idjtoäcbhdx« Ver- berbetf^^H b«'! Jur h abe^M
altrtxr bes iranmtigm V , eins erklären in IkbetrinMimmung
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t u n g i 67 und 75 der t r Sie «nos^W
Daß die Äbgeocbnetat btr 2. Kammer |.*bcr Vf.nindemng Der Rechte der kantmrt nnb eutrt Errr irertrag dtwenigen der 1. ihnmnei cm ern dnebene« Nein entgegen>7tz<n " An Den Vstierer Rot eil wurde folgende Begrüßuugsdepeiche g-icbictt:
..ibtrud) vetiammelie hnnnntge Verein Prfm von Jbtct durch :m Alnall der Nationalliberalen an der Sache der Freiheit ein*
-chrwn für Ihr cncrg 'che ciannbaMt^ Eintreten im Sobltenmt


