Ausgabe 
2.3.1909 Zweites Blatt
 
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leisten

,MAG Gis gute, sparsame KQCho.

Emrrlsion bei Herrn Thiemann ein Hausmittel ge­worden ist, von dem immer eine Flasche zur Hand sein muß, denn Scotts Emulsion ist ein leichtver­dauliches, nur aus erstklassigenRohmaterialenher- gestelltes Präparat und daher ein viel geeigneteres und beliebteres Hausmittel, als der widerliche, unverdauliche gewöhnliche Lebertran.

Die Verhandlung ergab die Schuld' des Angeklagten, trotz­dem kam das Gericht zur Freisprechung, da es nach Gürtlers Austreten die Uebcrzeugung gewonnen hatte, daß Gürtler überhaupt nicht zurechnungsfähig sei. Der psl)chiatrische Sachverständige hatte den Angeklagten n. d Frkf. Ztg." für einen Mann erklärt, dessen ganze Natur zur Mache geworden sei, der an Selbstüberschätzung leide und dessen ganzes Benehmen auf einen anormalen Geiste-? zustand schließen lasse. ________________________________

ScottS Emulsion wird von uns im groben verkauft, und zwar

nie tose nach Gewicht oder Mab, sondern nur in versiegelten Originalflajchen in. Äarton mit unserer Schutzmarke (Fächer mit dem Dorsch). Scott u. Lowne, ®. m." <6, H , Frankfurt a. Di.

Bestandieile: Feinster Medijinal-Lebertran 150,0, prtma Glyzerin 60/), unterphorphorigsaurer Kalk 4,8, unterphoSphorig aurcS Natron L/), putv. Tragaur 8,0, feinster arad. Gummt puiv. 2,0, biftilL UOasscc 129/), Alkohol 11/). Hierzu , aromatische JSmutfloumU Zimt-, Lian del» und Gaulthertaol je i Drop/e». _ _ ....

entfernten Burkhardsfelden versorgt werden könnte, daS täg­lich 750 Kubikmeter Wasser übrig hat. Das Gruppenwasser- werk Reiskirchen, Lindenstruth, Saasen, Veitzberg, Bollnbach ist noch nicht gesichert, da Saasen, in befien Gemarkung die Quellen liegen, nicht recht zieht. Am Freitag weilten wieder Vertreter des Kreisamts in Saasen und verhandelten über das Werk. Reiskirchen und Lindenstruth wollen event. ein eigenes gemeinsames Wasserwerk mit Pumpwerk errichten.

Alsfeld, 28. Febc. Die heute hier tagende Ver-

kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

3n der Stadtkirche.

Mittwoch den 3. März, abends 6 Uhr: 2. Pass ionSandacht.

Pfarrer D. Schlosser.

Giehener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für -ceu am Allttwoch dem 3. März: Meist trüb. Allenthalben Schneefälle. Fortdauer beS Frostes. Nördliche Wind?.

von 1861 und der Damenverein Gabelsberger von 1900 veranstalteten am Samstag eine karnevalistische Abend- unterhaltu ng. Der Saal der Liebigshöhe war bis auf den letzten Platz gefüllt und es entwickelte sich bald ein reges munteres Treiben. Humoristische Vorträge und Lieder ivechselten mit Konzertstücken ab und auch der Tanz kam vollauf zu seinem Recht.

** Der Bauersche Gesangverein begeht sein 45. Stiftungsfest am Sonntag dem 7. März durch ein Konzert in der Neuen Aula. Ter durch seine Leistungen geschätzte Verein hat sich so oft mit schönstem Erfolge in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt, so häufig h.ie F-este anderer Körperschaften durch seine Mitwirkung verschönt, daß er wohl mit Sicherheit auf einen starken Zuspruch zählen darf. Fräulein Stammler, Herr Hahn und Herr Schüttler haben ihre künstlerische Mitwirkung bereit- wiltigft zugesagt. Ter Verein selbst hat seinem Programm mehrere neue, hier noch nicht gehörte Chöre zugefugt, so daß reiche musikalische Genüsse in Aussicht stehen.

** Truckfehlerberichtigung. In dem gelingen Leit­artikel des Professors Dr. Biermer findet sich ein sinnent­stellender Druckfehler. Es muß natürlich heißen nichtbelle- tristischer Name Banknote von 1909". sondern »BankKovelle von 1909".

" Wenn der Vater mit de m Sohne... In einer Arbeiterfamilie in der Erlengasse kam es gestern nach­mittag zu einem Streit, im Verlauf dessen der Vater dem Sohne mehrere Messerstiche am Kopfe beibrachte.

Unter Kameraden. Gestern abend reiften zwei Handwerksburschen hier zu, die als Reisekollegen auch zusammen auf der Herberge schliefen. Heute früh vermißte der eine aus seiner Hosentasche zwei Trauringe und es stellte sich heraus, daß der Reisegefährte nachts aufgestanden war und die Ringe gestohlen hatte, um sie für sich zu verwerten. Der Dieb wurde verhaftet, die Ringe fanden sich in seinem Besitz und konnten dem Eigentümer wieder zugestellt werden.

Reiskirchen, 1. März. Die Wasserleitungs­projekte beschäftigen gegenwärtig mehrere Gemeinden der Nachbarschaft. Hattenrod hat bereits die Arbeiten zur Wasserleitung und Kanalisation an Unternehmer Schepp- Burkhardsfclden vergeben. Die Arbeiten werden im Früh­jahr begonnen und sollen im Herbst vollendet sein. Da die Quellen im Wiesengrund liegen, muß ein Pumpwerk erbaut werden. Oppenrod will in der Nähe von Annerod nach Wasser schürfen, obwohl es bequem von dem nur 10 Min.

ammlung des Oberhessischen Holzhändler-VereinS nahm Stellung zu dem Antrag des Herrn Wilh. Wallach hier auf der 10. ordentlichen Generalversammlung des Vereins von Holzinteressenten Südwestdeutschlands am 7., 8. und 9. dS. in Mainz betr. Festsetzung der Dimensionen für den Verkauf von Stamm- und Grubenholz vor dem Einschlag aus den Waldungen des Großherzogtums Hessen und beschloß einstimmig ebenfalls im Sinne dieses Antrages bei dem Großh. Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst- und Cameralverwaltung vorstellig zu werden, um endlich auch in Hessen die Einführung eines Verkaufsmodus zu erlangen, dessen sich die Berufsgenosien in den anderen Bundesstaaten schon lange erfreuen und der sich trefflich bewährt.

? Nonnenroth, 28. Febr. Am Samstag abend starb Bürgermeister Heinr. Jacob. Er war seit dreißig Jahren Bürgermeister und hat sich in dieser langen Zeit, in der er fein Amt zur großen Zufriedenheit verwaltete, die Liebe und Achtung seiner Mitbürger in hohem Maße erworben.

+ Ober-Ohmen, 1. März. Einen so großen Leichen­zug, wie ec dem Sarge des Bürgermeisters Kaspar Kratz folgte, hat unsere Gemeinde noch kaum gesehen. In dem großen Leichengefolge fanden sich die Spitzen der Behörden, nut denen der Verstorbene in Verbindung gestanden hat, Kreisrat Hölzinger, Oberamtsrichter Mtckel und Dekan Wagner-Grünberg. Gesang- und Kriegeroerein schritten in dem Leichenzug. Mit einem Grabgesang eröffnete der Ge­sangverein die Begräbnisfeier. Pfarrer Jung hielt auf Grund des Psalm 60, 2: .Meine Seele ist stille zu Gott, der mir. hilft" die eindrucksvolle Leichenrede. Unter ent­sprechenden Worten legten die behördlichen Vertreter Kränze am Grabe des Verstorbenen nieder.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 2. Marz. Heu- und Strohmarli. Anqefahren waren 16 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.407.00, für Stroh (Kornlangstroh) Mk. 0.00 - 0.00, Mafchinenstroh Mk. 0.00. Die Zufuhr erfolgte aus ben Kreisen Büdingen, Gelnhausen, Dieburg. Tendenz fest. Bei lebHaiter Nachfrage war der Markt bald geräumt.

MAGGIS Suppen-Würfei

EingejanHS.

Warum wird an solch herrlichen Elstagen wie am Samstag und Montag die Eisbahn schon nm 5 Uhr geschlossen? Alle anwesenden und nachtommenben Freunde und Freundinnen dieses Sports waren empört darüber und verließen grollend die Stätte, wo sonst eitel Lust und Freude herrscht.

Nur echt mit dieser «Dtarfcbent^ifcfcT dem Garantie» reichen des Scott» fchcu DerlahrmLl

der sparsamen Hausfrau voräüylrcke Steinte. Nach wie vor foitcn iie nur 10 Pfg. (ein Würfel für 2 Telleri. Sie schmecken, nur mit Wasser wenige Minuten gekocht, ebenso kräftig wie die beite mit Fleisch­brühe hergestellte Suppe. Man verlange ausdrücklich Suvvcn

(Schutzmarke Kreuzstem.) (?%

*

unb ist sicher, daß Sie unbeirrt durch den Mißerfolg weiter als der Vorkämpfer der freisinnigen Partei tätig bleiben werden, lieber die sehr angeregt verlaufene Ver,ammlung, die bem -5erem einen Zuwachs von 20 Mitgliedern brachte, werden wir noch ^°^"^Ut!ler^der Ueberschrüt .Nochmals V in g en-A l z e y* schreibt die nalionalliberalc Korrespondenz: Das ,Berl. /cigebl hat dieser Tage behauptet: der geschastssuhrende Ausschuß der nationalübcralcn Partei hatte mit Bewußtsein und Wicht die Parole für Korell erst in zwollter Stunde ausgegeben. Das M - man kann gegenüber so gehässigen Unlerstettungen em starkes Wort nicht vermelden - durchaus unwahr. Vielmehr ist von der Zen- irale der Partei schon am Tage nach der Hauptwahl und fe ther immer wieder drahtlich und brieflich auf die Parteifreunde m Alzey- Gingen eingewirkt worben, sich beim Endkampf für den freisinnigen Kandidaten zu entscheiden. Daß, diese Einwirkung vergebich.blieb, ijt wir können das nur immer wiederholen ungemein bedauert ich." _

Aus Stadt und Land.

Gießen, 2. März 1909.

zeigte, wie sie sich in Armenpflege, Jugendfürsorge, Ein- wirkung auf Frauen und Mädchen, die der Hilfe bedürfen, betätigen solle. Sie solle aber diese Arbeit mit demselben Interesse tun, wie ihre häusliche Arbeit. Er erläuterte dies an zahlreichen Beispielen. Frau Professor tzöhlbaum gab einen Ueberblick über die Tätigkeit der Gießener Frauen­vereine der verschiedenen Pfarreien, Sonntagsverein, Kon­firmandinnen-Fürsorge, Flickabend für Frauen, Arbeits­nachweis, Hauspflege, vorbeugende Armenpflege. Nach einer kurzen Diskussion unterzeichneten sich 12 Frauen, von denen wieder 11 zusammentreten, um die Statuten zu beraten und dem Verein später vorzulegen.

b. Frankfurt a. M., 1. März. Die Freie evangel. Vereinigung hatte in der Synode den Antrag eingebracht, die Synode möge bei der Regierung protestieren gegen die Wahl Dr. Qu a rcks (Soz.) zum Mitglied der Sch ul - beputation. Die Synode lehnte diesen Antrag nach längerer Diskussion an, weil die Entscheidung der Regierung zustehe.

d. Braubach, 1. März. Die Haushälterin Christine Recke fand man gestern früh tot in ihrem Bette auf. Ihre Herrin Hunrath, die 74 Jahre alt ist, wurde mit Brand­wunden bedeckt in einem Nebenzimmer aufgefunden. Die Untersuchung ergab, daß die Haushälterin durch den Qualm eines auf unbekannte Weise entstandenen Teppichbran­des erstickt istz

Kassel, 1. März. Danny Gürtler gab hier im April v. I. ein mehrtägiges Gastspiel, als dessen Ergebnis jetzt vier Strafverfahren gegen ihn schweben. Eines davon kam heute vor der Strafkammer zum Austrag. Gürtler hatte einen jungen Laufburschen, der ihm einen Brief über­brachte, im Hotelzimmer eingesperrt. Erst nach zwei Stun­den hatte er den Knaben entlassen, nachdem er ihn zur Unterzeichnung eines unverständlichen Schriftstückes ge­zwungen hatte. Gürtler wurde wegen Freiheitsberaubung angeklagt und in Haft genommen, dann aber gegen eine Kaution von 5000"Mark wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dorstfeld, Kr.'Dortmund, den 11. Dezember 1907.

Ihre mir von allen Seiten empfohlene Scotts Emulsion ist in meiner Familie ein Hausmittel geworben, das nicht mehr anc- gehen darf. Scotts Emulsion hat uns schon ganz ausgezeichnet Dienste geleistet, und ihre vorzügliche Wirkung konme ich jetzt rotc- ber bei meinem 12jährigen Sohne Fritz erkennen. Dieser war vor ieber schwächlich unb sehr blutarm unb hatte stets mit seinen Augen .u um die nie besser werden wollten. Nun hat er längere Zen binbureb Scotts Emulsion regelmäßig eingenommen, unb ich war überrascht über bie sich sofort einstellende unb von Tag zu Tag mehr erkennbare Kräftigung. Heute ist mein Sohn wieder vollständig in der Reihe, fein Aussehen ist ein gMes, und der Appetit läßt nichts zu wünschen übrig/ (gez.) Gustav Thiemann.

Wir wundern un5 nicht darüber, daß Scotts

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Wertin unb bet Wertin btt bobict hielten am geÜrigtn i. Hingangs bei'tM M l SimÜ, btt ylÄn Wer» r: über bie Kichätags-

Ä beiden Leiem wxaa M bei rialvMVwtttitai Wtv i VW M dm 3-'v ne SüchMtWaole zu,dc- c iebbaite Aussprachc, MG iiic dieser W& ,n cmaI cigeckli-h den ganz rigenackl ncs Wahlkreises RechE Llsacken berücksichtigt iwM L läge getreten sind- hr it?an der Zerstörung .zialdemkratic vor der jede Erhöhung der mb*

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- TageSkalend er für Dienstag, 2. Aiärz: Stadt- t h e a t e r. Benesizvorstellung für Oberregisseur Bakof: as

Blumen boot". Anfang 8 Uhr.

Landes Universität. S. K. H. der Großherzog haben den Privatdozenten Dr. Gust. Roloff in Berlin zum ordentlichen Profeffor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversttät, und zwar für das Fach der Geschichte, ernannt. ~ v .

''Verseht wurde der Hochbauaufseher Fnedr. Freuden­berger von Gießen nach Friedberg.

- Opemgastspielc im Stadttheater. Als zwecke Opernaufführllng wird am Freitag 5. März durchs das Opernpersonal des Darmstädter Hoftheaters und die Hofmusik Verdi's ,La Traviata" gegeben werden. Die beiden weiblichen Hauptrollen sind in den Händen von Frl. Suchanek und Frl. Zeiller (die Nachfolgerin von Frl. Noediger), von Herren wirken u. a. die Herren Weber, de Leeuwe und Riechmann mit, sowie als Gast Herr Hacker (der an Stelle des im Frühjahr Darmstadt verlassenden Herrn Wolf tritt).

* Der Hessische Technikerverband (mittlere Baubeamten) hielt am Samstag zu Frankfurt a. M. seine H a u p t v e r s a m m l u n g ab, die außerordentlich stark besucht war. Vor Eingang in die Tagesordnung gedachte 'der Vorsitzende Bolz-Darmstadt der verstorbenen Mit­glieder Häusel und Weber I. Die Anwesenden ehrten deren Andenken durch Erheben von den Sitzen. In das vom Vor­sitzenden auf den Landesfürsten ausgebrachte Hoch stimmte die Versammlung begeistert ein. Aus dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß der Verband, der zurzeit ca. 220 Mitglieder zählt, auch im al)gelaufenen Jahre bestrebt war, die Lage seiner Mitglieder nach Möglichkeit zu verbessern. Leider sind die Bemühungen des Vorstandes, bessere Ge­haltsverhältnisse zu erzielen, trotz Petttionen, Vorstellungen usw. auch im letzten Jahre nicht von Erfolg getränt ge­wesen, wodurch bei den Mitgliedern allgemeine Mißstim­mung zu bemerken war. Es mürbe beschlossen, dem Mini­sterium eine weitere Petition zu unterbreiten, in der außer der Begründung die Bitte ausgesprochen werden soll, daß die Vorstände der in Betracht kommenden Aemter noch­mals zur Berichterstattung aufgefordert werden. Bei den vorgenommenen Wahlen wurde der seitherige Vorsitzende Bo^-Darmstadt mit großer Majorität wiedergewählt.. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Frankfurt bestimmt.

* 5)er Gabelsberger Stenographen-Verein

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n.detressendai SlcuetsaMern . Hbeyigt, wenn die Hriruer 'kne Berater im Reichs^ ^?rbneSn' nnd unter Lar- ta Gewerben, die Brau- r lei auch davon überzeuat, nn nicht zn haben sein würde, iMde der Brauneiarbeikr- >es Verbandes der Flaschen- t Brauileuer.

auck er gegen eine Erhöhung olutwn ftuiunen werde,' wenn >ürde, der eine EntfchädiMg Gesetzes ruinierten Existenzen bci der schlechten Finanzlage er-Friedberg unb Stadw. Mg den Branntweinbrennm müsse auch den Brauern und an verlange mit dieser End l Recht für alle.

twn wurde einstimmig ange.

(:) Laubach, 1. März. Das Handelskammermitglied Kaufinann R. Ritter hielt gestern mittag im Gasthaus Zur Traube" einen sehr gut besuchten Vortrag über die Postfcheckordnung. Er legte die Einrichtung aus­führlich dar und wies ihre Vorteile au verschiedenen Bei- pielen nach. Wenn auch der Postscheckverkehr in erster Linie der Geschäftswelt dient, so steht doch auch dem Privat- ntanne jederzeit der Weg offen, den er sich namentlich auf Reisen nutzbar machen kann. Teil mit Beifall auf­genommenen Ausführungen schloß sich eine Besprechung über den neuen Entwurf zu einer Fernsprechgebühren­ordnung an, für deren Verwerfung Redner ein trat, weil durch die Erhöhung .der Ortsgespräche auf 4 Pfg., trotz der Herabsetzung der Grundgebühr auf 40 Mk., eine all­gemeine Verteuerung eintreten würde. Die Zeichnung zur elektrischen Anlage im Anschluß an die Zentrale Lißberg war hier unerwartet hoch, so daß die Ausführung gesichert erscheint. Dem Vernehmen nach wird die Fertig- tellung der ganzen Anlage 1912 erfolgen.

X Nidda, 1. März. Gestern versammelten sich auf Einladung des Evangel. Bundes und des Pfarramts eine Anzahl Frauen im Rathaussaal, um die Ansprachen des Kirchenrats v. Schl o s ser und der Frau Professor H ö hl- bäum von Gießen zu hören zwecks Gründung eines Ge­rn eindefranenvereins in Verbindung mit dem Pfarr­amt. Kirchenrat D. Schlosser redete von der Fran von sonst und jetzt, von der ältesten bis zur neuesten Zeit, ihrer nunmehr ganz veränderten Stellung, ihres ver­änderten Pflichtekreises, besonders in der Gemeinde. Er

OrigittaL-DrahtinelSun§en.

Paris, 2. März.Petit Parisien" schreibt: Man erwartet, daß die Antwort Serbiens auf die russische Mitteilung Oesterreich genügen würde, vorausgesetzt, daß diese Antwort dem Wiener Kabinett ausreichende Garantien bietet. Es sei aber möglich, daß Oesterreich verlange, daß Serbien selber Oesterreich gegenüber eine formelle Erklä­rung seiner Absichten abgebe und das in einem Augenblick, wo die Belgrader Regierung ihre ftiedliche Tendenz kund­gebe. Oesterreich verlange also einen sowohl Serbien wie Rußland unangenehmen Schritt und man dürfe daher die Haltung A e h r e n t h a l s nicht billigen, auf solche Weise die Sck)wierigkeiten zu vergrößern, welche Europa bedrohen und deren baldige Beilegung man erwartet hatte. Die österreichische Politik verdiene eine scharfe Kritik seitens aller Friedensfreunde.

P e t e r s b u r g, 2. März. Die hiesigen p a n s l a v i st i - scheu Kreise greifen Frankreich heftig an, weil es die russische Slaven-Politik nicht genügend unterstütze. Das Blatt Wetscher findet die französisch-russische Al­lianz wertlos, da Frankreich in den Hängen von Wucherern sei.

Petersburg, 2. März. Das türkisch-bulga­rische Abkommen gilt prinzipiell bereits als abge­schlossen. Die Türkei erhält gemäß ihrem Gegenvor­schlag 125 Millionen von ihrer Kriegsschuld an Rußland.

Loudon, 2. ALärz. Gestern sanden ^ersuchemiteinevr Geschütz statt, welches für die Bcschicßu n g von Luft­ballons bestimmt ist. Es werden damit Geschosse von 15 Zen­timeter Kaliber in großer Höhe und in vertikaler Richtung ge­feuert. _________________________

Ein Hausmittel, vas nicht mehr aus­gehen darf."

Gerrciitssaal.

Paris, 1. März. Tas Zuchlpolizeigericht verurteilte ben Kellner Mattis, der am 25. Dezember v. I. einen lieb er falt aus den Präsidenten F a l l i ö r e s gemacht hatte, zu v i e r I a h r e n Gefängnis und 5 Jahren Anfenthaltsverbot.

Kleine TageSchronik.

In Ludwigshafen wurden große Unterschlag­ungen und Fälschungen zum Nachteil der früheren Psälzischcn Eisenbahnen entdeckt. Ein feit 36 Jahren in Dienst stehender Be­amter hat sich v e r g i f t e t. .

In Longrich bei Köln rettete ein Ichahriger Lehrling drei Knaben aus den Flutin, stürzte aber selbst in daS Wasser und ertrauk. . t

Die Sperrung des Güterverkehrs mit den i u (s i f ch c n S ü d w e st b a h n e n und südlichen Zufuhrbahnen ist be­seitigt.

Fürstin Maria Theresia von Hohen zolle rn it gestern in Cannes gestorben.

sw