Ausgabe 
17.6.1909 Erstes Blatt
 
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Ronftanimopel und über Rnnranien zurück.

Die Lichtbilder

'^ogelibtrgn.

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Friedberg. 159

68 Rühe, 6 füllte

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Körungen jur das t>erbbud) wurden: Sinimentaler.

sieben. . Laulerdach Schotten__

Sunnna

und von £>errn Profesior Sonuner selbst Qufgenommen. Ter Vortrag wird besonder» die interessanten Äoloniialiont» und Kulturarbeiten in Dalmatien. Bosnien und der Herztgowrna behandeln.

Evong. Arbeiterverein. Gelegentlich de» cm Sonntag in Butzbach stattnudenden 18 Verbandst,tte» bei Mittelrh. Verbands Evang. Arbeiterveremc. verbunden mit Fahnenweihe des Butzbacher Verein», wird d,e lyransi- abteilung deS hiesigen Vereins an dem geplanten Massen« chor: r6m feste Burg ist unser ®ott*. der von den Ge­mischten Chören dec einzelnen VerbandSoereine vorgetrogen >vird. teilnehmen. Weiter wird dort der von der vv7>a Geil'tl. Musikaufführung in guter Erinnerung :chende 8stimmige Chor auSJakob und ieine Söhne*.Hör un»* von Mchul von dem Gemischten Chor deS hiesigen Verein» zum Dortrag gebracht iverden. Ter Frauenchor de» Verein» wird die Festteilnehmer mit der Aufführung eine» R. ien» erfreuen. Außer dem Vorstand sowie der GesangSabtrilung ivird der Verein dilrch erne größere Anzahl seiner Mitglieder vertreten sein.

Ter Hilfsverein für die Geisteskranke» in Hessen hält am 19. Juli seine 9. Geueralversammlunq in der großen Aula ab Den Vorsitz ivird Medizinalrat Tr. Bieberbach führen.

* Zkolosse n m. Am Samdtag beginnt da ' schon er« gezeigte Gastspiel bet- Mannheimer Intimen Theams. ki* über einen sehr witzigen und abwechslung-vollen Sr'.> uian verfügt

R ö i n n a e n. Bei den in diesem Fiiihjohre bunbqf'uhrtrn

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Der Streit der Liberalen in der Zinanzfominijsion der Reichstages

und das spekulative Gioßsiivikal, war das Thema eines Bortraqe», bei Hamburg Altonaer ihcschiN v,। im G ntralfcl tar Hen " t ngsi n an Haii bürg, gestern abend tu immlung

b c n t i d) sozialen Partei im ..Einhorn" hielt. Bemerkens- ui rt an dieser Versaminlunii war zunächst die geringe Beteiligung > Leutsch-sozialen 6» waren ihrer etwa 20 an wesend, während die übrigen Anwesenden, etwa 1*> Personen, sich bnmniüdilnb ans Anlmngern des Freisinns'zusammenseplen Ten ersten leil seines Vortrages behandelte Herr Henningsen nur kurz. Er io, darauf hin, dost dieselben Liberalen, die in

: nzkommission wegen angeblirbci Verletzung dei Ä schäfts ordnung gestreikt haben, früher selbst ähnlich qehondelk hätten, wie letzt die Maioiit.it der Kommission. Sie hätten einige Mo^ nate iiinor selbst aus dem Standpunkte gestanden, daß die Sub- kommisiion das Recht habe, selbständig Gesetze auszuarbeckcu Tr. Breitsrheid habe ausdrnckltdi darauf btnqewiesen. bah die Lide ^inanzkommission auSgeschieden seien, als die Börse befahl kam ; 1 treik in der Z ommission sei aiio nicht au» dem iMctühle verlebten Rechtes heraus entstanden, sondern weil di' Börse und das Grostkapital geschützt werden sollten. Redner behandelte nun in ausführlicher Breite das Großkapital, das sich dagegen wehre, zu den Steuerlasten des Reiches herangezogen zu werden Die Teutfdi sozialen verlangten mit gutem Rechte, da st duienigen <heh>, die Hohe Dividenden beziehen, auch ent­sprechend zu den Lasten des Reiches hermigezogen würden oic verlanglen terner die Sthdiiiing von Ausfuhrzöllen, msbeionbere den Mehlen und Malizoll Heutzutage würden die deutschen Bodenschätze v.-ilchleudert In Frankreich verkaufe man deutsche Mohle für 6 Mk. ui Deutschland würben 12 Mk gefordert Mofv gelle für 8 Mk nach Österreich und werde in Deutschland lür Ui Mk verkauft Hierdurch würben bie bcutidien Mehlen konsnmenten erheblich belastet und die deutsche Eisenindustrie er leibe eine schwere Konkurrenz England habe ben Kohlenausfuhr zoll eingesuhrt. um seine Staatseinnahmen zu erhöhen, eben'o Chile den Salvclcrwll, e-hne nach der Meinung des Auslandes ui ,ragen Auch bei einem deutschen Kohlen und Maliausiudr zoll werde das Ausland nicht zu Repressalien greifen. Redner ging sodann mit die l^erHiimadH'iteuer ein. die von seiner Partei schon 190.» gefordert worden sei und rührte dann Beispiele an. wie hohe Gewinne bei ieriaiiiipefulatume» gemacht wurden. In "(imbiira seien 1000 Mk sür den Quadratmeter bezahlt worden, in Berlin sogar I0 00O Mk In der ,",nanzkonrmi'sion 'ci sodann bie Besteuerung der Wertpapiere beschlossen worden, die insofern segensreich wirken werde, als dann bie Wertpapiere nicht mein io mel hin und her gehandelt würben und die wüste Spekulation vermieden werbe Frankreich habe gute Ergebnisse hiermit eruclt 'Kadi weiteren Bemerkungen über das internationale Großkapital, das nie frage. w o verdiene uh mein Gelb, sondern wie oerbten.- ich es. ginn Redner auf die i bichanssteuer ein. seine Partei habe iic abgelehnt, weil diese Art der Besteuerung schon Neue,« technisch eine Unmöglichkeit sei. Wenn es aber nicht anders gehe, wolle man doch sür eine ErbanfaUsteuer emtreten, ioiern aud» nie entjDredienbe Belastung des mobilen Kapitals erfolge. Auch hir die Steuer auf Jeuerpvl,zen sei seine Hart« nur, wenn es nicht anders gehe Redner inradi sich bann gegen bie Tabak hanberole aus und forderte eine höhere Besteuerung bet teuren 3niporUtaarren und des französischen Cd<imvagners Auch 'ür die Wehrst en er sprach iid) der Redner aus, ebenso für etne Geheim mittel und Parfümsteuer, lernet verlangte der Redner die Müdleiniinsatzsteuei. nicht des Ertrage- wegen, sondern aus volks­wirtschaftlichen Gründen. Tic grosten R»eienmühlen genö'ien mancherlei Zollvorieile und erbrndh.t die Neinen Süuunmöbkn Redner schlos; unter lebhaftem Beifall seiner Jrcunde mit der Au' iorbenmg an d,e Liberalen, mebi Entgegenkommen zu beweisen und bn Börse zu besteuern, bann iei d.e >inanzreform gelö t

Fn bei D i - f u i f i o n mutte e» sich der Redner sagen lassen, bar er seine Ibenta einseitig und nicht eis I i" i ? l ndelt habe Prof ilrftabt. m ingelte es. dast der R.bnei - n .. . die Mobkraarouc acivrod u. uiv mit b nem Werte bn Land l.v.one ernxibTtt habe. Redner habe bannt gezeigt, daß das Ur-

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geführte Tiere, bie ost nicht ent cuit den Ain 'eumneii eniipted*'*. zurückzniveifen, ein Beweis önlur, dost immer noch ich* viele i rechte Verständnis für die Znchibestrebimgen fehlt. Eine i*irie Tätigkeit in einzelnen -juchtveiemen Nt sehr vomivten, , "< *

teilt- der llebeizeugnng Bahn zu brechen, hast nuindier fiteb i t'er iuoM em Viehhalter. aber noch kem Züchter ist. .ind.r :<:» 8*t Inne» Züchter auijuriinclii, damit sie sich niehr als seithei au de» Körungen betätigen.

A Bcuirn, 16 Juni Ain vergangenen -curtc: beging der iGesangverein Po l n hymnia" sein l : : Stiftungsfest. Cbivobl da» Weller b in ,"este mdit war, so ballen sich bnrti alle gclabcncii Vereine euiges«M» Um 2 Uhr nadimittags bciv-gte sich ein stattlicher iee«^ mit ungefähr 30 Vereinen durch bie geschmückten cWf1 Aach Ankunft auf dem Festplatz begruftte Burger»"«'- Walther bic tröste unb brm'.'tc ein .vod) nni ' irb <^oßber;og aus. Dann ergriff brr Vorsitzende des Gnstan Walther, bas Vor' Er |orbrnc bie 'iiuibrtft auf, bas beulsche Lieb au pflegen Ec trugen nun d' einzelnen Vereine ihre Lieber vor Die Lcistnngen könnt- al» vorzüglich bezeichnet werben Ter Abend 6>at V-t b* Fugend Eine Rach feier am Montag gab bem JWi dn'rt rcoijlgclungcnen Abschluß

Ernienrob, 16. Juni Eint recht geiahtItdx 5^-* stelle für Automobile unb Fohriäber wird letzt endlich aus- gemerzt. Dieser Wegpunkt befand sich an der ungetvöhniw» abschüssigen Straße von Ruppertenrob nach unteren* -«' an brr sogenannten ..Roten Webe" und mürbe gebildet burffl eine grabcnartigc Vertiefung aucr über bic v Mimet a» ihrer steilsten Stelle Oiar mandur Rabfahrcr ist h'a » Fall gefommen Die Automobile hupften stets tu h°hftR B'gen über bir zwecklose «traßenrinnc

? D r a t s - H o r l o f f, II. 3uni. Ter bicfiflf * '

fabrerverein begeht am nächsten Sonntag sein crvt- Stiftungsfest

Als selb. 16 Juli Einer her a 11 c ft f n Gesang vereine ^verhesfens. brr MannerchorLieber fravs. feiert vom 3 bis 3. Juli fein «Ojabrige ' Be »tedea lieber 60o Sänger aus allen Teilen Qberdesfens sind*** mclbeL

zeitig bie Kaiferlchleife erhält. . .

.1 u s de m C h m t a 1,. Fun, Zur rechten sind dir Rieder schlüge kneser Woche gelommen. um Setzen her Hackvflan^n zu cnnöglidieit. Wie troaf" Boden seilhcr mar. zeigte fick, bei dieser Arbeit: c*c ackerte sich noch mrir um. Dir Wi'iter- mir cemmt hat sich durch ben R^-gen trhr vorteilhaft cniwtckeU. für ben ^bfianstrtz kant bet Regen sehr gelegen.

Vereinigung abgehalten Rächsten Sonntag

Wingershausen das Fest des Bezirlslrirgervt bands Vogelsberg Damit tf: bas 2'jahnge läum des Vereins Wingershausen verbunden, der gu

patlamc;»ia?ltd}cg cus Hcucn.

der aus schütz f.-.r dis Revision der Verrvaltungsgei.-tze trat heule un:cr Vorsi) b 5 *2lü;i. Tr. Glafltng ;u einer Bc- ratunq Ajjainrfii. iic allgemeine Anscha.:."ig bcr Mit glicLer ging dal-in, datz der Ausschuß so baio wie möglich tn bie Beratung bet bri.cn ersten großen Ennvurfe bet Zter waltungsgesrtze. der S ..^corbmntg unb bet Lanbqemcinbe- orbnmig, cintrctcn muffe, damit di'selben für bie Plenar- betanmg tm fommenben Vinter fertiagestellt wer­den können. Tas gejamte Beratungsmaterial bes früheren Lm'dtags über bie betben O-vietzeiitwürfe fo(( J>nbci mit herangezogen tun ben. Ta jeboch zunächst bet Finanzaus- schuu inw ocr ijtesetzgcbung Ausschuß, in benen ein groiterer Teil bcr Milglicoec beS Sonbetausfchusses ebenfalls be­schäftigt ist, nod) bie Beratung ihrer Gesetzentwürfe weiter fortern woklen, so o.irfte ber Ausschutz ferne Sitzungen erst tm Frithherbst beginnen fönnen. In ber heutigen Sitzung hntrben bie Äbgg. Dr. Freust) imb Dt Glässing zu Benichterirattern für bie Stäbteorbming unb bic Äbgg Stöpler unb Uebel zu Berichterstattern für bic tianb- gemeinbeorbnung ernannt

36. veuifcher ©afhoirfstag.

8. a. 8- Kiel, den 16. Funi 1909.

Unter überaus zahlreicher Beteiligung von Delegierten au- allen Teilen des Reiches trat heute im Festsaale dcv .Schloßhol" bet unter bem Ehrenvorsitz des Kieler Oberbürgermeisters und Herrenhai,SnntgliedeS Tr. stehende 86. Deulsche GastwirtSlaa

zu seiner offenilid)cn Haliplvcrsamnilimg zusammen, nachdem am gestrigen Tage die Beoollmächtigtensiizung vorausgegangen war. Hieraus erftoiietc der Generalsekretär deS Verbandes Brucknei (Berlin) das Referat über das Hauptthema der Verhandlungen :

Die ReichSfinanAnot.

Die Derfammlung nahm eine von ihm vorgeschlaqene R s o lution an, wonach der GastwirtSlag A»r Abwälzung de. -an- (teuer belchlietzt. daß ollen Kollegen aufgegeben wird, mu ben Brauereiei, chies Bezirks Verträge zu vereinbaren, nach welchen ein fester BierlieferiingSpreiS unb ein fester MinbestverkoiifSpreis feflnelcflt werden soll, wogegen sich die Brauereien verpslichtcu muffen, an Wirte, welche jene Beeise unterbieten, fein Bier zu liefern. Weiter empfiehlt die Rcsolutioii eine Vereinbarung, da» alle Vergünstigungen, Beihilfen, Rabatte und dergleichen ou Wirte, Händler, Kantinen ufro. unterbleiben. Aus der Ver­sammlung wird, nachdem diese schon ihre Zustimmung zu der Re solution Herzberg auSgesprockfen, auf daS Bedenkliche des LchliitzpoiiuS aulmeiksam gemacht. (*-S wird daher beschlossen, beide Resolutionen nochmals dem Ausschnste zu überweisen, der sie au einer Rew- lution ummbeiten soll. Tic Abstimmung darüber soll morgen ftattfiubcn. Ter irerbandstag beschäftigte sich darauf mit dem EichgeIetz, dessen Abäudermig unter dein Gesichtspunkte der Brausteueroorlage geboten erscheint. Ein Antrag der Zone Oft- picusten, der angenommen wurde, verlangt, dast die titcicraiiten imb »zabrikeu für die richtige Eichung der Schankgeiästc, sowie die Brauereien für die Bersandgefätze hnften sollen, ferner sprach sich der Verbandstag gegen eine Erhöhung der S t e m p e l st e u e r für L u st b a r k e, i e n aus. Ter Vorstand wurde hierbei beauf­tragt, nach Mitteln und Wegen zu hüben, um eine Muiisterial- vecmgung zu erlangen, die eine einheitliche Derordinmg hmsichllich ber Lustbarkeiten nm Balmsonntaq und den drei ersten Hellingen herbe-fiihrt. Die weiteren Beratungen betrnien interne Ange- legenheiien. An ben Kaiser winde ein Huldigirngstelegramni geschickt. Ten Verhandlungen wohnte auch em Vertreter des sozialdemokratischen Verbandes der freien Gast- und Schank­wirte bei.

Ml fct StTcYöTfi ub* bie D>ük'ch.»'ozias<« richtig tei: XteTnifffl- i'ciialm seien durchaus reaktionär lebhafte# Bravo). Da»; die Deulsch-sozlaken reaktionär lind, habe auch da- Äusicheiden Köhlers bewiesen, bet ein wirklicher Bolksmann in unb rur den fit nen Mann rörge. Der Bund der Landwirte würde -''-ökr wchl auch schon <nr int haben, aber er fürchte den Alnall per Bauern. Biof. Uinabt ging sobann auf die einzelnen Vunkr des deutsch iazialen Viaqramms näher ein. inr zu zeigen, wic wenig sich Oie Deutsch »oz alen in Wirklichkeit daran dielten

Der nächste Tiskussioiisredner. Tr Vogt, hob betwr, bav Hennings-» Dinge vvrg*'bracht hibe. b <* nur m loiem Zu'ammen hange mit seinem Tbema itanben, wahrend man anderes der mitzt habe. Von Juden sei diesesmal nid« die Rede gewesen es ftfriiu alte bei den Deutsch-sozialen allmählich die Erkenntnis mi hu Dämmern, Dar man iid) Dieses Pwgrammpunst'S ichäme Cs ist für den Diskussion ebner mterenant zu Horen gewefen. ocr man das Hinanzvcobleni nicht unter dem Geiichtspunktc ber Beicha'fung von Mitteln, sondern unter dem der wiNfchatts politischen Erziehung betrachte. Dr. Bvqk nahm, sodann die Li bcralen gegen die Angriffe des Redner» in schütz unb wies darauf hm. wie ehrlich fie bemüht gewesen seren, die Reform zu stände zu bangen. Die Vorgänge in der Momimb'ion seien eine Vergewaltigung der Minderheit <iewesen. Was das Zeugnis Br'N schcids anlangc, so sei es doch bekannt, daß er nubt zur Barta gehöre: es sei nicht richtig acweien. bas Urteil eine» trüberen Parteigenossen anzufuhren Dr. Vogt bemängelt dann noch die weiteren Ausrührungen bes Redners über btt Reichswertzuwachs­steuer. ben .Mohlenausfuhrzoll und die Muhlenumsatzfteuer und hebt hervor, baß der Redner auf die .Moticrungssteuer mit keinem Worte angegangen sei. Es fei erfreulich, fo schloß bet DiSfufsisns reiner, baß bic Liberalen nun zusammenhielten. iLebbatier. an baue ruber Beifall. Fn seiner Erwiderung hob Hennigsen hervor, daß die T e u t s ch - s o z i a l e n bewußt reaktionär seien: es gebe eine gesunde Reaktion, und die wolle man hcrbciführcn Was die Steuerhinterziehungen der Großgrunbbei'itzer anlangc, bic ihm in der Dislujswu entgegengchaUen wurde, so seien Sunbcr in allen Ständen Gegen bie Fuben ju reben. habe er, ber Referent, keine Veranlagung gehabt. Es feien auch in ber Fuden frage Fehler von feiner Barta gemacht worden. Die Politik sei die Kunst des Möglichen, das habe ber Liberalismus nicht angesehen. Auf bie weiteren Ausführungen tm einzelnen ein zugehen, verbietet der Murn. Herr Beckmann bemängelte es, daß der Referem mdyt auf bie übrigen neuen Steuern angegangen sei unb wies auf die großen Steuerhinterziehungen der Groß­grundbesitzer hin. Rach weiterer Debatte, an ber iid) die Haren Reuther, Dr. Bogt und Prof. Urftabt beteiligten, und einem --chlust Worte des Referenten wurde bie Versammlung nach 1 Uhr nachts yidiloHen

Au» Stadt und (and.

Gießen, 17. Juni 1909.

" Tageskalender. 2. Abonnenientskonzert der Regi mentskapeUe in Sterns Garten unter Mitwirkung von L. Kümmel.

K o l o f | c u m: Schlachtenpotpourri mit Feuerwerk. 71/, Uhr.

"Der große Kälteruckfall bc5 Juni hat sich eingestellt, nachdem bie typischen Anzeichen dafür auf bei Wetterkarte schon seit mehreren Tagen vorouSgegangen waren. Die kalten Tage beS Juni sind an sich eine viel großartigere Erscheinung als bic ihnen sonst nahe verivandten ^Eishaligen des Mai". Wenn sie trolzbeni auch nicht annähernd so be­kannt wie diese sind, so liegt die Ursache dafür lediglich in ber Tatsache, daß sie kaum jemals imstande sind, noch schive- rcren Schaden durch Nachtfröste. Reif und Schnee anziirichten, wie er im Mai wahrend ber kalten Tage so häufig vor- kommt. Charakteristisch für bic Zeit ber Junikälte, die sich zwar nicht in jedem Jahr, aber doch in den meisten einnellL ist die Neigung zu kaltem Regenwetter, die in manchen Jahren owohl an Tauer wie Intensität einen bedenklichen Umfang annimmt. Welche bedeutende Nolle die Jiinikälte im Klima Deutschlands spielt, geht am besten daraus hervor, daß ein­mal der 13. Juni in Berlin unter ollen Tagen deS Sommeis derjenige ist, ber am häufigsten Siegen bringt (40nml in 61 Jahren, und ferner daraus, baß bic TageS-Mitteltemp« - raturen, die auS langjährigen Beobachtungen beiechnet werden, gegen Tlittc Juni einen recht bedeutenden Rückgang our> weisen: während z. B. bas normale Tagesmittel des 3. Juni 18,2, deS 6. Juni 18,6 Grab Celsius betrügt, beläuft sich baß befl 11. bis 15. Juni nur auf 16,9, 17,2, 17,1, 17,0 unb 17,1 Grab, um dann erst am 28. Ium wieder den Stand beß 6. Juni zu erreichen. Glicht mit Unrecht gilt ber Juni alß der in bezug auf seine Witterling mizuveilässigsic Rlonat der warmen Jahreszeit: die Sleigung zu lang an- haltenden regnerischen Perioden trägt daran die Hauptschuld Tie Wetterlage zur Zeit der Junikälte ist, ivie die Weiter­karten der letzten Tage sehr beut(id) erkennen ließen, charakte­risiert burch cm Maximum auf bem Atlantischen Ozean unb ein fast ganz Ost- und Mitteleuropa umfasiendeß DepressionS- gebiet. Durch diese Luftdruckverteilnng erhält man an bei Grenze beS barometrischen Tiefdrucks häufigen Regen und rauhe, norbweslliche biß nördliche Winde.

Aus dem Militär-Wodicnblatk «Beamte ber Militär-Verwaltung.) Durch Verfügung bes ÄTicge- Ministeriums vom 8. Juni 1909: Dr M allstes (Worms', llnterapotheler bes Beurlaubtenstanbes. ;um Oberapoiheter bcförbcrl.

Hochschul Nachrichten. Professor Dr. Chrt'lian Barth olomae in Straßburg hat einen Ruf auf den Lehr- stutz! für Sanßkrit unb indogermanische Sprachwisienschaft nach Heidelberg an Stelle beß verstorbenen H. Oslhoff erhalten.

* Unkündbare Anstellung. 'Int 21. v Mts. wurde die unfünbbarr Änstcllung in der stessisch-preußischen ifenbahngenieinschaft verliehen: bem Labemcister Mart Steuernagel zu Gteßeu. ben Lokomotivführern Val Pflug zu Dillenburg. Konrad Walter zu Gießen, Hch L l n k m a n n zu Gießen. Lubw A f f zu Gießen. Marl Bcch tolbt zu Bibra, ben Bahnhofsauisehern Lubu». Sdiuvv zu Rieder-Roden, August Kock» zu Ober-Seemen bem Vei dienfteller 1 Klasse Josts. Bal, er zu (Hrunberg.

lieber praktische Wege zur Jugenbfur- sorge sprach geftern abenh in Steins Girlen vor einer zahlreichen, fast ausschließlich aus Frauen bestehenden Zu Hörerschaft Frau Professor M r ü g c r au Bonn Die V^'r- trcuieiide enttvarf in großen Zügen ein Bild bes in Deutsch- lan'b bcrrfdicnben Ju.ienbelcndes unb ber Mittel feiner Be­kämpfung als Zwangserziehung. Zugciibgerichtshof.' ufw. bie aber alle nicht mit bcr wunfchenswerlen unb nötigen Fürsorge für alle Minber einsetzen könnten Jährlich wuroc deren Verbreckun viel mehr auf llnbcDatbl unb Abenieurer

nkämen unb bann

ber Minder muffe noch viel schärfer Stellung genrunnen ivevbri Vor allem feien bic Kinber ben Fabriken temzu- uattfu wenn auch bcr Berbief.st dabei niebrigcr wäre, ba tu foldKii Betrieben die GcjunbHeit, bcionbcrv ber Mabn-en.

fehr gefaT.rbet f. L Auch vor ben M ^icnnauirm )et ;ii warnen, ba bic Mädchen dorr nur ur , nügenb ober em« eilig ausgeb ldet würde i. Am besten würden bic Mädd en in einen guten Haushalt gegeben, wo fie gut behandel» unb auch in allen Zweigen des Hau halte» ansgeüilder würben Dazu sei bie Gründung eines Verein, c 'N« -e, bcr eine Bwatungsstelle für liltern ujw. schaffe unb alle» ihn ut Anfpruch Rchmenben mit Ra: unb Tai zur >>inb gehe In ber sich anschließenben Aussprache wurde dann eine Reihe von Vorschlägen gemacht. Die e*n*t noch zu bübenben Kommission übenn en werben fo'lcn.

Allbeutscher Verband. Tem Vortrag. Den morgen Freitag 8'/, Uhr Herr Prv'esior Sommer in Lte n» Carlen halten wird, liegen eigene Ei'ahningen unb Erndrucke ;n Grunde, die ber Vortragende bt: zwei Reisen auf dem Balkan erhalten hat. Die erste davon ging an der dal. niatinischen Küste entlang bi5 Cattaro: bie zwecke von Cftu* Best über Agram noch Bosnien, von ba über Ra gute an Oer albanischen Hülle entlang bi« ftoriu. über Athen nach

oufflcnomnien. Jin Vergleich m ivüberen Jahren ist die nohmefleigenmg nur genug und darin bcgninbei, daß man ml von Jahr zu Jal>r Höhere

an'qeiiellicn Zuchizieles immer näher zu kommen. S<ii <-n lutzhoch lüft aderroäUS die Köikommistioueu vermil.u i. zur Konm., l..i-

" Aus br^n »reife Alsfeld. 14. 'uni " Kreistag bat ben Voranschlag ber Jirei'faif1 für ry Rechnungsiahr 1909 10 mit bcr Einnahme unt tuegi»' von 321100 Mk genehmigt. Die größten Aussen « forbern bic Straßen des Kreifes. ramlid) 16«h> 1 'M Fürfornc für Kranke erforbert 12Mk. bic ueugcgr»-^' bete Wanber-fHauSbaltungsfchiUe 2200 Mk. bc» xrti- kranken Haus einen Zufdmß von 6000 Mk Die (wine - ben muffen zur Krciskaffc 143000 Mk zahlen

Born Vogelsberg. 16 Juni, ^oße Feste Diefee Jahr im Vogelsberg statt Am Sonnt-m rrorDC » Gebern bas 4 Bunbesfest ber Bsgelsderaer "

1. Im Kreise Alfeld . . 399 Kühe, 22 Bullen, Büdingen. 101 , 8 ,

13 . 1 123 . 1° .

1U2U Muhe, 09'^111101, 191 Hnhe.ib^i