Ausgabe 
14.7.1909 Erstes Blatt
 
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renk des Aufstiegs seines politischen Lebens begleitete, wird ihm mit derselben Därme bei seiner Rückkehr ins Privatleben folgen.

Ter Perbaad des russischen Volkes.

Neuerliche (Enthüllungen über b*m Verband des rusi"ck»eri Volkes scheinen feine» Euiiluß toekntlu' unt rqraben zu sollen Tob Dubrowin troft der qlän;. noen hn-legen bett brr Poltawa feflllchteiten im tzinrergrundc bleib: und blubcn muß, boft der Verband überhaupt nicht die von ihm beanioruchte Rolle spielt, alles dies verfett feiner Autorität in den Augen feiner nur auf ihren Vorteil bedachten Anhänger einen harten Schlag. Run mehr bat abci ancfi Der I rwch dis vor furwm vcrhok chrlten Organisation in die Hände genommen, was für den V- roano mit feinen zahlreichen Aktcucen auS dem dfcntlidienftcmb viell icht den härtesten 3thia.i bedeutet. Das Verbot der lange geduldeten und geförderten ,.Psl,'chaicn>Ziia ISwestija", die m Doldmiien von Priestern und Mönchen in maßlos aufreizendem Ton herausgegeben tverden, soll nur rin Anfang aller Maßnahmen sein, die dis enge Band zwischen der Geistlichkeit und dem Verbände zu läsen geeignet seien. Man befurchtet nämlich im heiligen 3nnob, daß die nach und nach in bunter Reihenfolge an den Tag kommenden Enthüllungen schließlich auch für die echt-russischen Geistlichen gerichtliche Rack,viele haben konnten, und möchte daher einem solchen 3kondal zuvorkommen. Tic kompromittierenden Tatsachen hageln nur so auf den Verband. Neulich hat ein Vertrauter Dittes erklärt, daß dieser vier Bände umfassende Dokumente Mine, welche in unwiderleglicher Weise alle Machenschaften des Verbandes bei der Ermordung von Herzen- stein imb Iollos und dem Attentate auf Witte aufdecken. Uebrigens wird seitens des Vorsitzenden der Petersburger Filiale das Märchen aufgetischt, daß der Tierband sein früheres Eniporblühen d m Mail er Wilhelm zu verdanken habe. Die entscheidende Rolle des Verbandes hätte erst mit dem Momente begonnen, da der deutsche Kaiser sich geäußert, daßder Verband de.- russischen V-Kke» Rußland gerettet, wahrend alle anderen Parteien mit Einschluß der Oktobristen daS Land ins Verderben gestürzt hätten".

Marokkanisches.

Ein in Ceuta aus Tetuan cingctroffcncr Brief be­richtet, der Rhogi habe an der Spitze zahlreicher Stämme Hez angegriffen und sei nach starkem Verluste in die Stadt einaedrungen. Die Kaufleute, deren Läden ge­plündert wurden, seien nach MckineS geflohen. Tas Schicksal Mulch Hafids sei unbekannt, ebenso der schließliche Ausgang des Kampfes. Bei Tolom Bcchar an der algerisch-marokkanischen Grenze wurden drei französische Fuhrleute von marokkanischen Banden angcsallen, getötet und ihrer beträchtlichen Bar­schaft, die sie bei sich trugen, beraubt. Tic Plünderer schleppten auch 13 3tuck Pich als Beute mit fort. Durch Eingeborene wurde die Nachricht von dem Uebcrsall nach Colom Bechar gebracht. In ganz Süd-Oran herrscht große Aufregung über das Ereignis.

M

Krieg zwischen Peru und Bolivia.

Die bolivianische Regierung hat es abgclehnt, den argentinischen Schiedsspruch betreffend die Grenze zwischen Peru und Bolivia anzuerkennen. In gewissen Kreisen wird dies einer .Kriegserklärung g l c i ch erachtet. Die Ruhestörungen dauern immer noch an. Die Peruaner be ginnen das Land zu verlassen. Die Gesandten Perus und Argentiniens erwarten augenblicklich die letzten Instruk­tionen von ihren Regierungen. Die Regierung von Peru beschloß, bei der bolivianischen Regierung wegen der An griffe auf die peruanische Gesandtschaft in La Paz niibi auf verschiedene Peruaner in Bolivieit Protest ein,zulegen.

Aur dem Grient.

Die gesamte türkische Presse begrüßt mit lebhafter Freude den Wiedereintritt des Frhrn v. d. Gottz in türkische DiensteIeni Gazetta" hebt die Dankbarkeit der ottomanischen Patrioten für die Verdienste Deutschlands unt die Reorganisation des türkischen Heeres hervor und betont die Haltlosigkeit der von der ausläitdischi'n Dresse verbreiteten Gerüchte, daß Frhr. v. d. Goltz politische Aufträge mitbringe. -Sabah" drückt die Dankbarkeit der Ration gegenüber dem Kaiser aus, der dem verdienten tzeersührer einen Urlaub nach der Türkei gewährte Das Blatt hebt ebenfalls den Unpolitische» Charakter der Mission des Frhrn v. d (Boltz hervor und sagt, die Türkei hege den Wunsch, sich die Freundschaft Teutsch lauds ,yt erhalten; Frhr v. d Goltz habe jedoch eine rein mitt torische Aufgabe, wie er auch früher sich von der Politik stets sern gehalten habe Wie verlautet, beschloß der Ministerrat die Ein­führung des deutschenDieustregleinents in der türki­schen Armee

Anläßlich der für den 27. Juli geplanten Räum una Kre­tas von den Truppen der Schutzmääste überreichten die Vertreter dieser Mächte der Pforte am Dienstag eine Note, in der u. a gesagt wird, daß die Schutzwächte den gegenwärtigen Zustand

cta nicht alS endgültige Lösung der Frage bell

zeitig erklären die Regierungen d 1

Vorbehalten, zu einem geeigneten Zeitpunkt mit der Türkei über bas fernere Schicksal der Insel zu verhandeln

In eurer Proklamation an die Behörden Kretas ivird darauf hingewiescn, daß der Beschluß bei Mächte, ihre 2nippen ans .Kreta abznbenisen, aus bei Ueberzeugimg beruhe, daß die Trethtfndicn Behörden imstande seien, die Crtnnmg auf ber Insel aus recht ;ner halten und die Garantie iur die eichet hat der nioham mcbaiiiidiai Bevölkerung zu übernehmen. Mit der Zusicherung, daß ne sich audi in Zukunst wohlwollenb mit der Kretas rage 1 sdüreßlidi, d» sie fid) das Recht Vorbehalten, im Falle iwir Per. letzrmgeu der Ruhe und Ordnung Masmahmen zu ergreifen.

Enttäuschung hervorgermeii. Der Minister beo Aeußem erklärte, die Regiermlg werde nut den Schutzmächten weiter verhandeln Ta Großivesier batte mit dem Kriegs und dem Marmeminister Be fpredmngvit wegen Kreta.

e

Der nördliche Teil Teherans ist in dar fänden der Nationalisten die bann parrcutllirren unb auoqciacbnet Crbmutg liaitcn. Eipaddar unb 3arbar Assad holten bas Medichli

die Nationalisten, halb tu volle- 3tärke bas Stadtviertel amu or et feit, bas von den v 'saken bei . :

die Nationalisten In brr Räbe ber englischen Gesandtschaft nnrrbe ln-iitr früh scharfes (''awbreuer vernommen Tie Na nona listen haben ivenig Verluste ,u verzeichnen Fi'ir die Europäer besteht keine Gefahr. Tic Nationalisten nahmen ernt Telegraphen statt on weg

Deutsches Gleich.

Reichskanzler Fürst Bülow bat an den Staat-sekrcwr des 9tndK-ruHi vimt» N, cbcrding jvl<hmbe» Telegramm aauhret: Jn aus richtiger Verehrung gedenke id) Eurer liT.u'flan am heu ttgeu Tage, an dem sich ein halbes Iahrdunde r t scU Idreni Antritte in den Staatsdienst o allen bei Schwere Ä bei t ii schließt birrer Jeiträum an, aber auch reidtrn Erfolg, beim für immer ivird der Name Eurer Erzelten; ivrhiüpft sein mit dem lidxti Redns bract'M'oae Eurer Erze!lenz bruxibrtc Kran noch Umge dem ReicdSdicnn erbaiten bleiben."

In ber gestriien Sitzung des Bundesrates mürbe brr Besolduii a s uorla g e ui bc noin Reid»tage angenommmm (vainutq d: . i usttNi ut u n g erteilt.

Der pieuir cUat-.-an; cntb.nt Bcstunmungm der Mui.stet Tclbrud und Breiteiwach utwr eine NcmcgeUuig bei bcu 3curr.l

unb ProvinziLkbehörden zu stehenden Benumis ;ur 7>ststellung von Tarifen für Schis fadr tSabgaven. Es >.K! hinsicht­lich ber Zuständigkeit in Tarissachen künftig unimdr.:ben werden zwisck n Be^ahrungsabgaben unb stmstig-n Scku''ahnsg-?bübfn.

Die in der Presse auT<Kt2i:djtc Meldung, baß auch bi: Ai» geordneten Ha a s unb Schubert aus der nationaHibe« raten Fraktion des Reichstages ausgetreten smd, wirb von unten-tleter Sei:: als an;nrt:nmb bc^idmet

In Habers leben wurde em Festzug der geenilgten dänischen Gesangocreme aus politischen Gründen ver­boten.

Ausland.

Das franz. Amt. blau 6er off entlieht euren Erlaß, nach welchem ber Äul tuf m ini fter greisen, kranken ober beuinittgm Kon- greqationdmilglicbcrn de Ermächtigung erteilen kann, bis aus weiteres in jenen Gebäuden, die ebenals ihrer Kongre­gation lebärttn, lohnen ;u dürfen. Erforderlichen Falles muß ber Llautbarer solchen Konareqatwnsmuglredem ernt andere He^ Hausung i.ur Verfügung fteflm

Der franz. Senat hat die Tclegravhenkonventivn zwischen Frankreich unb Tcutidikmb vom 2 Juni 1908 an­genommen. Tie Tcmthrrtenfanunrr nahm mit 447 gegen 35 Stimmen den Artikel 1 des (^esetzentTmrrfeS über die Neu- organifation ber Artillerie an, fetzte aber gegenüber dem Besd lunc des Senats die Zahl der Artilleriercgimenter für jeder Armeekorps auf drei fest Sodann wurde der gesamte Gesetzentwurf in einiadicr Abstimmung angenommen.

Eine große Räuberbande aus ber nhoügegenb Indien überfiel am 10. Juli eine aus einem llntcrofnjirr und sieden Mann bestehende Vlbteilunq, di? zu dem Manrripottcn nn Tochital gehörte. Sie tötete afic bis aus ben Untervssizier, der verwundet entkam. Die Räuber würben sodann von Marmschaften des Postens mit Hilfe von 50 Mann des indischen Rez^ments angc griiien und zttrückgeworsen, wobei der o-emb drei Tote harte.

Ans Stadt unS £an\

Gießen, 14. Juli 1909.

" Psarrpersonalicn. S. K. H. der Großherzog haben den evang. Psarrer Hugo Heu mann zu Erzhausen auf fein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesund­heit in den Ruhestand versetzt unb dem Vereinsgeistlichen bc6 Hessischen LandeSvereinS für Innere Mission Rud. Schlosser zu Darmstadt den Charakter als Pfarrer erteilt.

~** Lehrerpersonalien. Ucbertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Hch. Weinheimer auS Wallertheim eine Lehrerstelle au der Gemeiudeschule zu Guntersolum; dem Schulamtsaspiranten Franz W i tz e l aus Nieder Mörlen eine Lehrerstelle an der 0 cmeiudeschule zu Biebelnheim.

* * Ernannt wurde Ioh. Karl Lang aus Lauter­bach zum Schreibgehilsen bei dem Finanzamt Groß-Gerau.

N u h e sl a n dS v ers c tzu n g. Ter Oderarzt an der Landesirrenanstalt zu Heppenheim Tr. Hch. Kratz ist aus sein Ansuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Rlihesiand versetzt und zu seinem Nachsolger der Assistenz­arzt Dr. med. Rud. Götze ernannt worden.

"Der Zweiten Kammer der Stände ging ein Antrag des Abg. Kühler, den Gesetzentwurf über die Landgemeindeordnung betreffend, zu. '

9leuc befsische Anleihe. Dein Vernehmen noch erwägt das hessische Finanzministerium jetzt die Vornahme der im Frühjahre verschobenen Anleihe-Emission. TaS Ministcriuin sordert die Bankgruppen zu Geboten auf, ent- iveder 20 Millionen Mark 4prozentige Hessen oder 10 Mill. Mark 4prozen1,ge und 10 Millionen Mark 3l/2pro3entigc An­leihen zum heutigen Tage.

** Für bic Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 15. Juli, nachiu. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestellt worden: 1. Mittei lungeu. 2. Baugesuch des Emil Roll für die Saudgasse 3. Trennung der (Grundstücke Bahnhofstraße 4S und 50. 4. Zusammenlegung von (fwundstückeu in, der Stephans mark. 5. Unterhaltung und Beleuclitung des Wegs nach dem Bolksbad. 6. Befestigung der Fahrbahn in dec Neu stadt vor dem .Hause des Kömmerzienrat Gail. 7. Kanal für die Lonyslraße .'.wischen Garten und Bismarckstraße. 8. Verwaltungsgebäude für das Elektrizitätswerk und die Straßenbahn. 9. Besckiaffung von (^lsfernzündern. 10. Ver­kauf von Stadtbachgelände in der Bahnhofstraße an Kart Roll II. 11. Bauliche Veränderung im Polizciamt 12. Vor an schlag des Realgymnasiums und der Oberrealschule. 13 Beschaffung von Ausrüftungsgegcuständeii für die Feuer wehr. 14. K'rcditbetvilliguug zur Aufnahme eines Inserats im Rcichsadrcßbuch. «

** lieber das deutsche Manner-Doppel- quartett, das am Freitag mit unserer Regimentsmusik flcmciiiiam hier ein .Konzert geben will, lesen wir im Han­noverschen Anzeiger: Am vorigen Sonntag begann im Garten des Listerturms das lährlich in den Sommermonaten dort auftretendc Deutsckw Männer-Doppel-iOuartett seine .Konzerte. Eine Zuhörerschast von weit über 8000 Personen lauschte ben abgerundeten Lvrtragen der acht Opernsolisten. Reicher i'lpplaus folgte aus icben Vortrag, so daß sich bic Sänger zu mehreren ^gaben veranlaßt sahen. Das Pro­gramm ivies mehrere prächtige Chöre auf, u. a.Neuer Frühling" von Petschke,Heimweh" vou Demker,Nacht- zauber" von Storch. Ini letzteren hatten die Basse G? legenheit, ihr schönes Snmmaterial cntsalteu zu können.

Bergivetturncn des Gaues Hessen findet am 8. August auf dem Gleiberg statt. Für Welt- Übungen sind Freihochsprung, Dreisprung, Kugelstoßen ( kx) unb beidarmiges Stemmen mit 75 Pfund; außerdem wirb die Pflichtfreiübung vom Gauturnfest in Marburg verlangt.

Die dritte Aufführung der Hermannschlacht sindet morgen nachmittag 4 Uhr flott und zwar zugleich als Schuleraufführiing.

ee Der Rabklud,Germania* hatte am Eonntoy beim Sommerfest des Doues 9 a des D. R.-B. einen großen sportlichen Ersolg zu verzeichnen. An der Dauerfahrt übet 100 Kui. nach Herborn nahmen 20 Mitglieder teil, bic trotz völlig ousgedrochenen Straßen und denkbar ungünfhgci Witternng die Strecke m 7*/s Stunden suhten. Für die Glanzleistung wurde dem Verein der 1. Preis zuerkannt. Bei dem Pceiskorso, der nachmittags in Herborn stattfand, gelang cS dem Verein durch elegante Kleidung unb schnei- S'ges Fahren den schönsten Preis des Tages zu erringen, den Ehrenpreis der Stadl Herborn, eine wunderbare Standuhr. Beide Preise sind bei Herrn Jakob FricSleben, Bahnhofstraße, ausgestellt.

Magyarische Anmaßung. Tie Universität von Osen-Pest hat an die hiesige Universität einige offizielle Drucksachen gesandt und um Zusendung der entsprechenden Gießener UmoersitätLschriNen gebeten, indem fie zur Empfang-- deslätigung ein Formular in magyarischer, lateinischer, eng. Uscher und französischer Sprache l'inzufiigte. Die deutsche Sprache fehlt bade«. Die Herren Magyaren, bie Deutsch-

land doch einiges verdanken dürften, halten die deiitichr Sprache ivahncheinl.ch für keine Kulturfprache. Der Rektor der hiesigen Umverfilät hat mit einstimmiger Zustimmung bt< Engeren Senats die auS O'en.Pe't emgefandten Truekschnfieu jiirückgefandt zugleich mit einem deutschen Begleit'chrerben: man habe leider unter ben beigelegten EnipfangSanzeigen kein zur Unterzeichnung geeignetes Fonnular geiunben. Möchte» alle deutschen UniorrHtäten so viel Gefühl für bie Würbe der

deutschen Sprache zeigen!

In Amerika verstorbene Hessen. Georg Tamm aus Leibgestern. 57 Jahre alt, zu Brooklyn. R JJ. Frau Margarethe Ebling, ged. Schiebelhuth, au| Lau'.erbach, 72 Jahre alt, u BrooNnn. N. Frau Louise Sehne iber, geb. Adler, aus Frankenberg, .'»4 Jahre alt, zu Radwan, N. I. Michael E. Eller aus Hillecheim, 83 Jahre alt, zu Erie, Pa P^ler Burgf aus Nupperien- rod, 8.8 Jahre alt, am Erie. Pa Helnrich Scttmibt aus ber '.'»ahe von Gießen, 72 Jahre alt, zu Rercer Eo. Ohio. Georg Kramer aus Kimbach, 50 Jahre alt, zu Pittsburg, ta.

Steinberg <Kr Gießen. 13 Juli. Bei dem am 11. Juli abgehaltenen Geian zswertstielt in Dotzheim bei Sici» baden <-rbte(i m Klaffe 11 bei einer Konkurrenz oön 8 Verein«^ der Okiangixrrui Jugendfreund mit 212 Punkten den 5

' n denOl EdnmprelS nebf: einer Medaille und 2 Ebrendipiomen. Der Verein, der ;um erstenmal an entern (^'anasnTtnrreu trilnohm, wurde mit Mufi' imb Fackel^u-z oin Bahnboi Grvsien-Linden akirholt Dem C*ki<mg* lebrrr Harmiicb, her die Satimn des Vereins hatte, wurden rox allen Seiten «Rückwünsche bornebradM.

= Großen -Linden . 13. Juli. Der biesige Gesaimvereiu Germania bndiloB in seiner gestrigen Generalveriamu luno, anfangs Juli 1910 eutat großen nationalen Gesangs- Wettstreit zu hcranftaltrn.

r. Treis a. d. L., 12. Juli. Wie der gestrige erste, so verlies auch der heutige zweite Tag unseres Krieger- festes, vom Wetter begünstigt, aufö Beste, unb war jener der offizielle, so formte man Liefen als den mehr intimen

gemütlichen Teil des Festes bezeichnen. Um 10 Uhr fand m der Feslhalle ein Mufik-Frühschoppen statt, der ziemlich gut besucht unb mit Toasten gewürzt itmr. Um 2 Uhr bewegte sich wieder vom Festplatz auS durch die aus- prachtvollste geschmückten Straßen unseres Dorfes ein stattlicher Festzu^ nn den» außer den hiesigen Vereinen auch die drei hirfigen Schulklasien beteiligt waren. Nachdem der Zug, natürlich unter Vorantritt eine# Teils der Gießener Regimentsmusik, oic für den musikalischen Teil deS Festes gewonnen ivorden rar und wie immer Ausgezeichnetes leistete, wieder an seine 9luSgangSstelle zurückgekominen war, sprach der Präsident deS hiesigen KriegeroereinS, Heinrich Will, allen Mllwirkcndcn und Beteiligten den Dank deS Vereins auS unb pries mit bereitem Munde bie in unserer Gemeinde be. stehende Einigkeit aller Stände, die sich bei diesem Feste u'ieder so schön gezeigt habe. Andere Redner gedachten im Verlauf deS 9!achiniltagS des Kaisers, der Veteranen, der Präsidenten der drei hiesigen Vereine, der Festdamen u. a. nu so daß bie Feststunden rasch verflogen.

r. Schotten, 13. Juli. Vorsorglich hat bic hiesige Stadt in ber Gemarkung tRubingtbain eine Quelle ge­kauft zur Ergänzung ber hielt gen Wasserleitung bei ettva spater cintTCtcnbcm Bedarf. Tic Herstellung der hiesigen O r t s d u r ch s a h r t m Scknchtcnpslaster it gcgcniDärtifl im Gang; bic Arbeit wird in etwa vier Woa»eL vollendet fein.

8 Schotten, 13. Juli. Ende August unternehmen bie 'Bürger m ei ft er deS Kreises unter Führung eines Herrn oom hiesigen KreiSamt ernen zweitägigen AuSslug nach Bad Ho ui bürg, Saalburg und Frankfurt zum Besuche der ,3la.

? Büdingen, 13. Juli. Anstelle deS hiesigen Bürger­meisters Fendt, der sein Amt als KiciS-Feuerwehrinsvektor niedergelegt hat, ist Gerichtsvollzieher Vctzberger in Nidda als solcher vorn KreiSauSschiiß gewählt worden.

Offenbach, 12. Juli. Am Samstag nadmültag panb der Fuhrmanu Blaut auf dem Felde unweit deS Offenbacher Friedhofs ben am K September 1853 zuGroß- Felba geborenen Händler I-ohaun Hch. Gabriel in be­wußtlosem 3uftanbc auf. Er veranlaßte sofort die Ueber- sühmng des Mannes in das städtische Krankenhaus, in dem er bald nach seiner Einlieferung gestorben ist Er batte sich, wie bie Sektion ergab, mit Karbolsäure vergiftet. Ter Verlebte mar Witwer unb hat hier verheiratete Kmber, bic aber nicht in ber Lage sind, ihren Vater zu unterstütze»

Hessens feierten hier gestern von gutem Wetter begün­stigt ihr Volk-fest. Von ben Kuiibgcbungen ber legte» Wochen mar dies wohl Die bedeutungsvollste. Auf einem riesigen, amplnkhealralisch ansteigenden großen Platze stand die Menge Köpf an Kops, etwa 800n Personen Auf der Rednertribüne maren Fahnen von 1848 angebracht. Nach einem Fesrzug, ber vou meißgekleideten jungen Mädchen unb einer blumciigeschmückten Rabfahrerkompagnic geführt, sich burd) den Ort bewegte, tourte auf bemTeufelsiwtsch" bic Feier imt einer Ansprache von Wilhelm- Wcudrl.'beim ervssnet. Rcichstagsabgcorbucter Sommer hielt barauf eine von Begeisterung getragene Rebe und brachte die iK.üste ber Parteileitung aus Berlin. Ter Rebner tvurbc mit er­brochen, als Pfarrer Karell erschien. Tie Menge brachte diesem brauimbc Ovationen bar, so baß 3t*nunrt, als er nach einigen Minuten wieder das Wort ergriff,! cftftellte, es sei ihm eine wahre Herzcnsfreube flcmcfflL in solcher Weise unterbrochen zu merben. Sodann sprach Kore11. Er gedachte der Vergangcnljcit, der Gegeiiwart und der Zukunst. Er hob besonders hervor, daß ntaji bei realtwnaren Parteien d^ulbar sein müsse für die scharfe Luft, bic sie uns m Tcutfcblanb gebracht hätten. Huf Vie hessischen Verhältnisse eirigebenv, bemerkte der Redner, daß der hessische Linksliberalismus icderzeit bereit sei, unter Aufrechterhaltung feiner Selbständigkeit mit dem ehrliche» iVbcn. Tie

Lage habe gerade in Hessen ernnesen. mo der Feind eine* einigen Liberalismus stecke. Als Korell geendet hatte, ivurden ihm wieder begeisterte Huldigungen bargebracht.

s. Marburg, 13. Zull. Da> baanntr Sühenimbdi Hasso-Naffvvia begeht qeqnnvärtig fein 70 jährige« Stö- tunkest imb gkidiciha die C nrrctbuna bei nrunt Ortd* bauiei?. Zu bnt ,3tidubfntai. die bic aairv Woche in '.Iniptril nehmen, imb wbltciä- alte Herren erngetrosten.

W. Frankfurt a M., 13. Juli Ta für bic Gclraltö' erhöhung ber städtischen Beamten. Lehrer und ArbctM leine Tcckung vorhanben ist unb die Erträge au. i'crfchiv' benen Steuern imiier dem Voranschläge Zurückbleiben, be* schloß die Siabli'ervrdnetenverfammlung heute, eine Er­höhung brr Ein kommen st euer uni 19 t Hunberi unb ber Gewerbesteuer um 10 v Hundert. - Daö m Sachsenhausen wohnende Ehepaar H u m p f n e r batte scuu