Ausgabe 
14.7.1909 Erstes Blatt
 
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Brühlsche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7

3981

Heß.

Darmstadt, 14. Juli. Hier wurde gestern in einer a .... ftorf besuchten Versammlung die Gründung eurer Orts- Tic lebten gruppe des Hansabundcs beschlossen, der sofort 200 Mit-

Die Skrdtverwalttniy von Gockha sicherte sich gestern« ein Gelände Mr Anlegung einer Luftschiffhalle.

Der 3. I. inMetz wurde gestern gefüllt und soll heute oder morgen euren dlufstieg unterrrehmen. Es wurde fest­gestellt, daß der Ballon weder durch die unfreiwillige Lan düng noch durch ein langes Festliegen in Mittel-Biberach irgendwelche Beschädigungen erlitten hat.

Der Flugtechniker Latham machte gestern ber San­gatte einen Prvbeflug. Wegen einer Beschädigung, dre der Flieger Leim Landen erlitt, mußte der Flug über den Kanal wieder verschoben werden.

Ein 20 jähriger amerikanischer Luftschrffer namens Goodale überquerte gestern mit seinem Lenkballon den

Hudson in einer Höhe von 1500 Fuß und kehrte btntnI nach einem 10 Meilen langen Fluge nach seinem Aus­stiegsplatz in New-Jersey zurück.

Zwei interessante sportliche Veranstaltungen wird der Frankfurter Vereiir für Lustschiffahrt in Verbindung mit dem Frankfurter Autonrobilklub am Mittwoch, dem 14. und am Freitag, dem 16. Juli auf der Jla vorführen. Mittwoch nachmittag um 4 Uhr findet mtt sämtlichen Ballons des Vereins und der Ansstellmrg (etwa 12)^eine| Zielfahrt statt. Eine halbe Stunde vor dem Lrtart wird nach der Wetterlage ein Ziel ausgesucht, in dessen möglichster Nähe zu landen ist. Die Mitglieder werden rn Krchtwagen die Ballons begleiten und die Luftschiffer zur AusstellungJla" zurückbringen. Am Freitag dem 16. Juli wird bann der ernstere Teil von statten gehen. Es ist eine Dauerfahrt geplant, deren Start abends um 8 Uhr beginnen foll und au der wieder sämtliche Ballons beteiligt sein werden. Die Ballons sind in 4 Klassen cnt= geteilt, die unter sich konkurrieren.

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(Nach Schluß der Redaktion cingetrofscn.)

Berlin, 14. Juli. DerReichsanzciger" gibt die nachgesuchte Entlassung des Fürsten v. Bülow unter Verleihung des Schwarzen Adlcrordens mit Brillanten bekannt. Ferner die Ernennung des bis­herigen Staatssekretärs des Innern v. B cthmann- H 0 l w e g zum Reichskanzler und zum Präsidenten Ides Staatsministeriums und Ministers des Aus- Iwärtigen. Ferner die Ernennung des Staats- Ministers v. Delbrück zum Staatssekretär des Innern. Es folgt dann ferner die Ernennung des Staatssekretärs Sydow zum Handelsminister. Die Ernennung des Unterstaatssekrctärs dcsfJnnern IW er m u t h zum Staatssekretär des Reichsschatzamts. Ferner die nachgcsuchte Entlassung des Kultus­ministers Holle und die Ernennung des Ober­präsidenten von Brandenburg, von Trott zu Solz zum Kultusminister und schließlich die Ernennung !des Unterstaatssekretärs in der Reichskanzlei von

Löbell zum Oberpräsidcnten von Brandenburg.

*

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Lustschlffahrt.

Zu ber Meldung auswärtiger Zeitungen, daß Gr a f Ze p p e l i n einen Plan ausarbeite, bei dem es sich um zine Verbindung von Eisenbahn und Luftschiff handle, wird gemeldet, daß es sich nicht darum handle, die Bahnhofs- fallen als Luftschiffhallen zu benutzen, sondern um eine Anregung des Kaisers, welche Maßregeln allenfalls für Nachtfahrten der Luftschiffe durch Beleuchtung der Sahnhöfe und der Bahnlinien getroffen werden konnten. Nach wie vor besteht seitens der Zcppelin-Luftschiffgesell- ichaft die Absicht, neue Luftschiffhallen zu bauen. Außer­dem wird mitgeteilt, daß mit dem nunmehr fertig gestellten 3. II. keine Probefahrten mehr unternommen wer- >en. Sobald die Luftschiffhalle in Köln fertig ist, Wirch er unter Führung des Grafen Zeppelin die Fahrt nach Mn an treten.

Die erste Sitzung der deutschen P 0l ar f or s ch un g 1 Zeppelin-Hergefell hat gestern in Berli n statt- gefunben. Zur Teilnahme daran sind Graf Z e p p e l 1 n und Geheimrat Hergesell eingetroffen. Als Reichskommissar ^wohnte £bcrrcgierungbrat Lehwaldt den Verhandlungen lei. Es taiiieu im wesentlichen organisatorische Fragen zur Besprechung.

qlieder beitraten. £ ,

Freiburg i. Br., 13. Juli Der Chefredakteur H e r z 0 g von derBadischen Presse", ber wegen Beleidigung des Frl. Olga Molitor zu einer längeren Freiheitsstrafe - verurteilt worden war, ist heute, nachdem er einen Teil feiner Strafe verbüßt Hal, aus dem Landesgefängnis ent­lassen worden. Ter Rest der Sttafe wurde ihm un

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Eretzencr Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag dem 15. Juli: Zeitweise heiter, trocken. Wärmer.

vermischtes.

* Trufte nun fälle. Auf ber Grube Storch und Schöneberg im Sieger lande sind zwei Bergleute, die beim Bohren auf einen sog. alten Schuß kamen, durch Explosion schwer verletzt worden. Auf ber Zeche Carolus Magnus" bei G-erge-Bnrbeck entstaub in Viehagen | Feuer, durch bas z w e i B e r g l e u t e a b g e s ch n i 11 e n , würben. Tie Rettungsarbeiten wurden eifrig betrieben und es gelang, des Feuers Herr zu werden; doch wurden die eingeschlofsenen Bergleute tot aufgefunben. Auf der 2xcheUnser Fritz" in Gelsenkirchen wurden zwei Bergleute durch heraöfallendes Gestein erschlagen.

* 1l n iu e 11 c r und U eb c r s ch w e m m u n g c n. T'-' Regentage haben stellenweise schon außerordentlichen Schaden an- gerichtet, namentlich in den Gebirgsgegenden, wo durch die zu Tal gehenden Wassermassen vielfach starke Ueberichwcmmungen h-rvorgeruien werden. Im Zillertal hat das Wasser große P e r - h e c r n n g e n angcrichtet. Ter angeschwollene Alpbach ritz Brucken nxn, zerstörte die erst im Vorjahr errichteten Schutzbauten und überschwemmte Wiesen und Felder. In der Nähe von L 0 ch a u sind mehrere Lawinen niedcrgegangen. Einige Stationen der Bregenzer Waldbalm sind überschwemmt. Ein Erdrutsch Hai Gnadenwege enassen. ben Verkehr vollständig unmöglich gemacht. In mehreren Ort­schaften Vorarlbergs sind Ucbcrschwemmungen ein getreten.

sy 1 ad 0 nna bi Campiblio ist gestern ein Automobil im n e c stecken geblieben. Tas Andermatt und andere bekannte Wmter- furortc melden S ch n e e s p 0 r t w e 11 e r im ,Hochsommer, ^n den Voralpen schneit es bis herab zu 1400 Meter Lohe. Aus dem Säntis liegt der Schnee 2 Meter hoch. Aus allen ^andesteilen Oesterreichs wird ent außerordentlich schnellesI Steigen der Flüsse gemeldet, die bereits vielsach aus den Usern getreten sind. Besonders ungünstig lauten die Berichte aus den Älpenländerii und aus Salzburg. Auch in Italic n geht es wüst her. Infolge eines über M i l l e s i m 0 in der Lombardei niedergegangenen furchtbaren Hagelwetters lag stundenlang eine 10 Ztm. dicke Schicht Hagelkörner m den Straßen ^ie Temperatur betrug 10 Grad unter Null. Im Arosciatale ttel Schnee. Alle Hügel in der Umgebung von Beltuno waren in Weiß gehüllt. Ein verheerender Wolkenbruch ist bei Ori­zaba in Mexiko niedergegangen, wobei über hundert Men­schen u m g c'f 0 m m e n sind.

* Grundstückspreise tut alten Rom. Großstadt und hohe Grundstückspreisc hängen untrennbar zusammen. Man klagt über den starken Wertzuwachs, den Grund und Boden ohne Jutun des Eigentümers in Berlin und anderen Großstädten erfahrt und tut wohl auch Recht daran, ihn zu besteuern, aber die Er- scheimmg selber ist in der Natur der Tinge begründet. Das zeigen auch die Verhältnisse im alten Rom, die etwa mit den heutigen Berlins zu vergleichen von Interesse ist. u.le uns er­haltenen Zahlen stammen aus den letzten Zeiten der Republik, in denen der Luxus zwar schon hoch, aber noch nicht, so hoch wie unter den Kaisern gestiegen war. ^.as -terram, aus dem bas ar das Forum anlegte, über 8000 Quadratmeter, kostete pro (Semen* Mete'' rund 2000 Mk. Ter Geviert-Meter in Berlin kostet durch- schnittlich 400 Mk. und erreicht nur selten, in bevorzugter Lage 2100 Mk und darüber. Cäsar gab damals an Grunderwerb-ckosten ' und Entschädigungen etwa 28 Millionen Mark aus, nahm also eine nrnüc Transaktion" vor. Tomitius Ahenobarbus bot für I ein Haus des Crassus vergeblich an 800 000 Mk, Masfala be-1

' zahltt das. Haus des Antonius mtt 660000 Mk. -

Ißf&firiae Tochter (die Frau ist die Stiefmutter) in tz-rV - schwer miß ha n h-lt ddß das Mädchen ; Sonntaa ous Furcht au# dem ersten Stock der Wohnung lau^pranq und lebensgcsährliche Verletzungen davontrug.

e - nun gestern abend gegen 9 Uhr dar Ehepaar vom Aus- ßellunasplatzc nach seiner Wohimng zuruckkchrte wurde cs ,n einer großen Menschenmenge erluartet, mck «tockschstigen -I» srußtritten bearbeitet und bis zun, Schweizerpsatz gc- Lem wo es in eine WirtschtZ flüchtete. Eener Polezee- , .'eilunq von 8 Mann unter Jnhrung eines Komm,Isars i, laug es, das Ehepaar in seine Wohnung;st brmgen. Die i| ,lizei mußte mit blanker Waste cinschreiten, da die Men- chenmenge sich wie rasend beuahur.

,nJ Ulm, 14. Juli. Das Hochwasser ber Donau steigt In weiter und hat eine Pegelhöhe von 2,50 Meter erreicht. Bei Nacht wurden die Pioniere alarmiert, da sich die Milttarbabc- anftalt losgerissen hatte. Das städtische E l e k t rizi tsw c r k muß seinen Wasserkrastbetrieb einstellen. Das R'ßtal steht auf weite Strecken unter Wasser. ,

Paris, 14. Juli. Ter Luftschisfer Ellivt gewann gestern ben Reisepreis. Er burchfnhr mit seinem Flug­apparat die 47 Kilometer lange Strecke in 47, Minuten.

London, 14. Juli. Oberhaus. Ter Antrag Lord Ro- bert's aus Einführung der allgemeinen Wehrpflicht tn der Territorialarmee wurde mit 123 gegen 103 Stimmen abge- lehnt, während ein Abänderungsantrag Lord Northiunberlands, der die Notwendigkeit einer starken Territorialarmee im allgemeinen anerkennt, angenommen wurde. Im Lause der Tebatte traten der Staatssekretär sür die Kolonien Earl os Crewe und Lord Landowne dem Antrag Lord Sioberts energisch entgegen, während die Lords Curzon und Milner ihn unterstützten. , . ,

Belfast, 14. Juli. Vorgestern abend kam es bet Gelegen­heit der Jahresseier der Schlacht, in ber Jakob II. von Wilhelm von Oranien 1690 besiegt wurde, zu großen Krawalle n. Zahl­reiche mit Steinen bewaffnete "Nationalisten marschierten nach dem Quartier der Orangisten und zerstörten zahlreick>e Verkmifs- ' lokale Es entspann sieh ein regelrechter Kampf zwischen der Polizei und den Nationalisten, der mehrere Stunden dauerte. Auf beiden Seiten gab es zahlreiche Verwundete.

Melilla, 14. Juli. Tie Beschießung der Duars . | durch General Rearina dauerte gestern fast den ganzen Tag an. I o[u§ Alhucemas wird berichtet: Einer großen Versammlung ' von Kabylen, die vorgestern abend in Souk stattsand, wohnte der Marabut Massian bei, der die Stämme in einen allgemeinen Sm eg gegen die Christen hineinzuziehen sucht. Tie Mehrzahl ist aber offen gegen den Krieg. Gestern sand eine neue Veriammlnng statt.

Pa Paz, 14. Juli. Tie fremden Kaufleute erhoben bei der Regierung Protest gegen die Plünderungen. Tie Re- gierung verhängte über die ganze Republik den Belagerungszuftand .und proklamierte das Standrecht. Tie Gesandten von Peru und tarnte oas »aus ut» u.uu .. r Ter Palast Argentinien haben die Hauptstadt gestern Verla,fen m der Ueber-

La Claudius kam auf 2 620 000 Mk. zu stehen und berjemge ,eugiin(b daß der Präsident nicht imstande ist, sie gegen Beleidi- des Scaurus sogar auf 17 700 000 Mk. Allerdings hatte ber I gunqCn zu schützen. . .. ...

Eigentümer sür seinen Bau Monolithsäulen aus schwarzem Mar- Newvork, 14. Juli. Zum Austaufchprosenor für mor von etwa 13 Meter Länge kommen lassen, deren Transport Columbia-Universität wurde Professor Runge ernannt, allein große Vorsichtsmaßregeln nötig machte und große Summen verschlang. Auch im alten Rom feierten Banfpekulation und Bauwucher Triumphe und der bekannte CrastUt, vmsuchte sogar ein Stück, das man ihm heute nicht mehr nachmachen kann, er suchte nämlich die Arbeitskräfte zu monopolifieren, indem er ^ech- niker und Handwerker aufkaufte und dann für schweres Geld wieder

ivählt worden.

Am Samstag nachnntic nf dem Felde uWeit k . Aptember 18o3zuGro, . vmn M Gabriel in kt°°M Mi di-.. ffäMüdlt I

ieferung gestorben i mit Karbolsäure vergM hier verheiratetes

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Märkte.

fc. Frankfurt a. TL, 14. Juli. Schweinemarkt. (Orq.- Tel. des Gieß. Anz.) Zmn Verkaufe standen 1265 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 7400 Pfg., Lebendgewicht 58,0 bis 00,0 Pfg.; 2. Qualität 7300 Psg., Lebendgewicht 57,500,0 Pfg, 3. Qual. 6772 Pfg. Geschäft langsam, Ucberftanb unbedeutend.

n Kirchhain, 13. Juli. Auf dem heute hier abgclialtcner Rindviehmarkt standen ctma 200 Kühe und Rinder zum Verkauf. Ter Handel ging flott. Ebenso auch auf dem Schweine- markt, der mit" 400 Ferkeln und Läufern befahren war. Ersten kosteten 4060 Mk. und letztere 80-120 Mk. das Paar je nach Qualität.

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Um 10 Uhr fanbD pcn H der ziemlich j- '7'.Um2Uhr L ble °uss prachtvoG c,n stattlicher ßestzw nc*\N die drei hiesig achdem der Zug, natürki c pelzener Regimentsmusi! Obstes gewonnen mord« .e'chnetes leistete, miete ekommen war, sprach de Greins, Heinäch Will, alle t Tank des Vereins aus i« in unserer Gemeinde V die sich bei diesem $ ndere Redner gedachten t- Wisers, der Veteranen, fc 'ine, der Festdanlen u. a. it logen.

Vorsorglich hat die hirju igshain eine Onelle g! iesigen Wasserleitue Ndars. - Äe Herftellim c t in ödjidjtenßflaitet i li wirb in etwa, vier Woche ide August Mternehmen^ unter F^rung eines hm veiiägigen Ausflug m: 1 Frankfurt zum Besuh tlnstelle des hiesigen Bürgt» als llreis.Feuerivehrinsvck eher Vcklzhergec in M

Sport.

D. Mainzer Regatta des Süddeutschen Ruder- Verbandes. Tie Sonntag, 25. Juli, nachm. 3 Uhr, in Piainz ilattfiitbenbc 12. Regatta des S. R.-B. weist 9 Rennen mit folgen^ ber Besetzung aus: 1. Begrüßungs-Vierer (Mainzer Nürgerpreis): Gießener R.-Kl.Hassia", Mainzer R.°Kl. 1903, Älainzer R.-Kl.Fortuna", Frankiurler R.-Kl. .Allemanma, Franks. R.-G.Borussia", Franks. Ruder-Sport-VereinAmiettia . 9 R io e i t e r Einer: Frankfurter R.-Sp.-V.Amiettia , Mainzer R.-Kl.Fortima". - 3 Anfänger-Vierer: Mainzer Ruder-KlubFortuna", Mainzer Ruder-Klud 1903, Gießener Ruder-KlubHassia". - 4 J" "i o r - V i e r er: Qießener R.-Kl.Hassia", Mainzer R.-Kl. 1903,^Mamzer R.°Kl. A-ortuna". 5. Erster Senior-Vierer (VerbandSwander- wreis) - Franks. R.°Sp.°V.Amieitia", Mainzer R.-Kl.Fortuna , Franks. R.-Kl.Allemannia". - 6. E r munt erun gs - Vi er er: Mainzer R.°Kl.Fortuna", Mmnzer R.-Kl. 1903, Franks. R.-G. Borussia" 7 Kweirer Senior-Vierer: Mainzer R.- Kl.Fortuna", Gießener R.-Kl.Hassia",, Mainzer R^-Kl 1903, zsrankf.R.-Sp.-V.Amieitia". - 8. Trost-Vierer: Meldungen 2 Stunde vor dem Rennen für die in Nr. 3 und 6 unterlegenen Mannschaften. - 9. Großer Achter (Goldpokal, Großherzogs- ^reis): Franks. R.-G.Borussia", Frankf. R.-Kl.Allemanma, Nainzer R.-Kl. ^Fortuna".

Arheitsvergebung.

Innerhalb des Ortes Leihgcsicrtt sollen zur Neu- Pflasterung ca. 450 qm Straßengosfen und ca. 300 qm

DCrm*CöoLn oratior en. Zuweilen begegnet man ja noch diesem seltsamen Fremdwort, dasdie Geehrteren - honoratus hono- ratior, die Angeseheneren" bedeutet; aber meist ist e» bann falsch geschrieben, selbst in Romanen denn unstre Setzer machen gar zu gerne Honorationen (Beehnuigen) daraus, und das ist ein I

S | nW auf bmtSB.se des schriftlichen Angebots vor-

viel öfter als mtat es lieft? Und hört man es dann nicht gefcen werden.

so oft mit einem n statt einem r?T r e S ta n d e s Person e n Voranschlag nebst Bedingungen sind bei unterzeichneter die Vornehmen" wurden,uns nicht Süraermentcrei einzusehen, woselbst auch bis zum 24. l. M.

^s ch °n .NM dik Angebot- v-rtch,°ß-n mit b-jügtichr- Aufschrift

Kamel hat een Ring durch die Nase!"Det wird woll verheirat ^nzureichen sind.

sein, dämlich jenug sieht et ja aus!" I Leihgestern, am 13. Juli 1909.

Kleine Tagcschronik. . I Großh. Bürgermeisterei.

Im Laboratorium der Rapidin-Aktiengesellschaft ist Bir­kenwerder erfolgte gestern eine Explosion, diirch dw der Direktor St ein Hard, seine bei ihm yi Besuch wettende Braut und fein dreijähriger Neffe furchtbare Brandwunden erlitten. I onrlhi-affpi«. fum. Bei dem Direktor war die Haut fast völlig verkohlt.^ Die 3Zer- /^U3i<ocsien

ivmibcten wurden in die Königliche Klinik in Berlm I < «--=- <

W ien hat sich Baron Oskar von Ro thf child d°s jünafte bnt' rtä Kindern des ff- schrld, wegen unglücklicher Liebe erschaff e n. ,

In "Neapel erfolgte im Kohleiiraum des Flaggfchiffe;, 9^rt) Carolina des nordamerikauisckfen Geschwaders während einer In­spektion eine Explosion schlagender Wetter fc-tn Leutnant wurde getötet, cm Korporal iduner verwundet.

In Genappes in der Provinz Namur hat ein l"whnges Mädchen, das gegen den Willen der Mutter eine Kirmes beuchte u-b erst am nächsten Vormittag nach vaipe kam, die Mutter mit einem Rafi-rmesser äctütcL Drc Mvrderm wurde vergiftet..

UniversitLts-NachrLchten.

Die Gesellschaft für Erdkunde in Berlin tat aus den Zinsen der Karl Ritter-Stiftung dem Privatdozenten st-r Geographie an der Universität Marburg Dr. A. Rühl rnte Reiseunterstützung für eine Reise nach Italien verliehen, «in im mittleren Apennin geomorplwlogisck-e Untersuchungen an- z^stcllen. _________________

Gericbtssaal.

♦♦ a Standgericht tagte gestern in ber Zeughaus- 1 .tttt GVn Sprich führte Major Rücker, als Beisitzer fungierten ^aim SchÄv und Oberleuttimit Penz II.: die Anklage ' Oberleutnant Möller. Verhandelt wurde gegen den teil- Wfefc Rud. Bock von der &ibfom»ag,uc '116 l«1Tcn einfacher $änxrt>CTfe6imfl, begangen

r km .MfebrMträger dugo etübcT °°n «öl,-schein-. Der nb stellt sich nach ber Beweisaufnahme wie folgt: Bock, »'chr Eiten Jahre dient, war Pfingsten auf Urlaubm ferner . imit Wölfersheim. Am dritten Mittage m der Frühe, als n rft 17iäbrig? schwächlickst Sttiber dienstlich auf dem Bestell- , l1tn lwrr, stellte ihn der angetrunkene Urlauber darmber zur Rede, Mer feine Tienstmütze so trage, wie cm eolbat, der nn zweiten ihre biene Er äußerte dies mit ben Worten:Du Hammel! mt deinem dreieckigen tzammelskopf wie kannst du dich unter- s. ben die Mütze so wie em öfter Mann zu tragen! Stuber, yn chtm Streit aus dem Wege gehen wollte, ließ sich dies ge- -illleii ohne ein Wort zu erwidern. Nack) Tisch, als der Briefträger im zweiten Bestellgang an einer Wirtschaft vorubergmg, bc- tiimpfte ihn mis deren offenen Tür der Angeklagte mit ben Tidin Worten wie am Vormittag. Stuber blieb darauf stehen ®b sagte:Rudolf! Laß mich doch meinen Dienst tun! Worauf y-r Soldat erklärte:Was, du willst dich gegen einen Soldaten irffm " Nun erst riß auch dem Briefträger die Geduld, er trat

den ihm körperlich weit überlegenen Mann heran und bemerkte: Tn bist früher der größte Feigling in Wölfersheim gewesen undfetzl Ii'cklst du dich an mich machen." Da erhielt Ltuber 3 4 kräftige ; tjjL unb Schläge mit der geballten Faust an den ftobb jo datz Hin bic Mütze zur Erde siel und das Ange blau unterlaiisen an- gfrtvofl Der Angeklagte erklärte, er hätte sich als Soldat von t m Zivttisten den Vorimirf, daß er ftüher feiH gewe,en, Nicht Lianen lassen können. Auf Befragen des Vorfitzimden. gesteht iti ser ein, daß er an jenem Tage in feiner Heimat vom ftuhen -(Gorgen an getrunken IM Er fei aber Nicht so 6ctrunfcn ge- idtaen, daß er nicht gewußt habe, was er tiie. Dn: Anklage- nertreter war der Ansicht, daß sich der Vorfall nicht ereignet llLlbcn würde, wenn ber Briefträger Stüber vor der Wirtfehaft -iiüt stehen geblieben wäre. Es müsse zugegeben werden, datz iiefi der Angeklagte ziemlich roh benommen habe. Strafmildernd (i»mmc die 'Angetrunkenheit des ^gefragten trt Betracht, sowie b(-r Umstand, daß dieser durch ben Vorwurf der Feigheit glneizt worben sei Leutnant Möller beantragte, auf eine Geldstrafe non 15 Mark, im Unvermögens fall 5 Tage Gefängnis, zu erfatnen. Der Gerichtshof erkannte auf 30 Mark Geldstrafe eventtiell fünf Tage Gefängnis. Ter Angeklagte erkennt bre Rechtskraft bey fiteils sofort an. Stüber hatte nur (Strafantrag wegen Korper- uerletzung, nicht aber auch wegen Beleidigung, gestellt.

sc Wiesbaden, 13. Juli. Ter Metzger Heinrich Kuhn TU § Wetzlar , ein mit Zuchthaus mehrfach vorbefttafter Menfch, er auch schon wegen Geistesgestörtheit interniert geivesen ist, 1 lütte im Februar dieses Jahres dem 16 jabngm Hausdittier fiiqiift Dill von hier fünf Mark abgeschwindelt. In der Unter- M nichungshast spielte Kuhn denwilden Mann", worauf er nach Cichberg" und später in ein hiesiges Krankenhaus jm 3 eo bad'tun g seiner geistigen Qualitäten ttansportiert wurde, ^re imi heutigen Termin vor der Strafkammer, in dem sich Kuhn | o-gen Betrugs zu verantworten hatte, geladenen zwei Sachver- ,bändigen sagten aus, daß Mhn geistesgestört ,ei, worauf die Freisprechung erfolgte. . . . ...

Dresden, 13. Juli. Tas Landgericht in Bauheu verurteilte d tn Gutsbesitzer Schneider aus H a r t n a u zu drei I ahren udjtbauä und fünf Jahren Ehrverlust. Er hatte einem Schneidergeftllen auf der Tor'straße in der nächtlichen Dunkelheit Schweselfäure ins Gefieht gegossen, es aber nicht auf diesen, sondern ctuf den vorausgehenden Geineindevorstand abgesehen, der ihm ein schlechtes Lenniundszeugnis ausgestellt hatte.