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Gfowk Hess
En gros
nein
io. oUibur Friedrich von
Ardeileldcwegung.
Hettstedt, 12. 9toupr. yeutc muiuj »v«rde hier ein At»S' t latl »ttbieitet, in welchem < .ut-euer auigeioiöcrt «oeröen, vo»- laotig ktc Üitxu dei der -mn»«et^er mciütrf'^ait lvieoer aui« junetzmen. YluOj Sei lojiolSemotraiische Xe ck^s ago^i^eoi.nett L«ch?e 'otöcite beule Irut) m emer hier obgcoattcuen Lenarr-m- tuizg jur W-edciaumahmc der Ardeu oui. Ler * u » h a 11 D .aru Damit veenDer iciu
;ember er., den ersten DerkekrStaq zu veranstalten. Ta- Programm wird demnächst veröffenllicht iverden.
■* Ter ober hes sische Jahrmarkt, der ,.:m Venen btt Säu^lingShrims beute n<ut.-n:t:>i4 bennnr. w: or-.cbi eine» sthr schönen 8<rlau$, dem bc'senUich der Vertäu' oer tauintberlri Tinge eM'vrecheu wird. Al» w-.r gestern nachmittag den ^adr- markt besichtigten, wer alle» noch in voller Vordere.rung. um die le&te vand an die Ausgestaltung der Blähe und Buden iu legen, aber dennoch bot sich uns rn überra'chend schönes Bild. Inmitten des anheimelnden Marktplatzes mit i rin en alten, doch- giebeltgen Läufern, seinen lauschrzen Winkeln und seinen schmusen Zierraten erhebt sich die alte „Tori linde", neben der em demooSter Brunnen stebr. dcr roobl 'chon manche- Blauder- ''ründchen der Torischönen erlebt bat, jera aber, im Zeiralter der
■ 'n fin'tigen Ruhme zehrt. Dicht neben idm hat fub nne ei'rige Händlerin nicdergela >en, die ihre Aepfel $u jedem annehmbaren Preise los chlägt Rundum in weitem ÄrtÜ und Buden und stände aui- geschlagen, wo allerlei zu Kauf und Ur am au-gelegt ist und Die Alten wie die Jungen anlodt Aui der einen Seite ist em erhöhter Tanzvlav au gesch.agen, wo junge „Stumpröcke' ihre rlouen, Reigen drehen. Die sie mit Lust und Liebe zur guten Sache sett Lochen eimg ring.übt haben. Ans einem hochräderlgen Lagen haben sch die Mu, »kanten niedcrgelai en und spülen ihre Leisen so rührend und io lockend, baß 'ich männiglich im Tanze wiegen will, wenn er e» nicht vorzüht, »m „irdelcn Lauer" durstige Einkehr zu halten. Dicht nebenan ist eine echte Spmn- ftubc, an der inan ebenfalls mehrere Stande auigrschlagen Hal. Durch eine schmale Budengalse g.langt man zur Kegelbahn, wo sich, altem dörflichem Gebrauch entsprechend, an Jahrmarkt-- tagen rin rege- Leben abip.elt, und wo de» fröhlichem Umtrunk Die Kugeln rai elnb ins >)olz gehen oder nebenan, je nach der Kunst des „Schüßen". Ler aber rott Hub schieben will und gar Schüvcnkönig roetben möchte, der muß sich nebenan an die Schiehbude bemühen, roo ihm holde Dorfschönen die blwendc Lehr des Krieger» reichen, damü er ieme Kunst erweise tm lustigen Lcttkampf Gegenüber, nur durch ein Gastchcn getrennt, können sich die Zuschauer beim Kaffee über die Schieblristungcn unterhalten oder |üfec4 Gebäck knabbern, je nach ihrer V.ran- lagung und Laune. Unliebsame Begleiter braucht man nur an den K o r b st a n b dicht bei der Schießbude zu führen, um ihm das zarte Angebinde m natura zu überreichen: auch seine Einkäufe kann man in diesen nützlichen träten bergen. Auch rin „T i p v e st a n b" ist da. wo btt zerbrechlichen Gegenstände gern abgegeben werden. Ler seinen Kindern eine Freude machen will. Der gehe an die Spiel roarenbube, Ivo alles zu haben ist, was Aug und Herz der Kleinen erfr.ut. Ler Erwachsenen eine Freude machen will, der lause die selbstgescrtiglcn Land- arbeiten der jungen £ herbei'innen, die ihren Stand dicht neben dem Teegärtchen aufgeschlagen haben, wo man neben Tee und Likör auch festere Genüsse erwerben kann. Ler das „Geistige" vorzieht, braucht nur cm paar Schritte zu gehen, um sich in der L t i n l a u b c an Seh und anderem Traubenblut zu laben. Lern belegte Brödchen nicht genügen, der kann an dem kalten Büffett nach Herzenslust zehren und dabei in aller Seelenruhe eine Annchtskarte mit den Bildern der Pseudo - Bäuerinnen schreiben, wenn ihm die fliegenden V u n D 1 .■ r nur Die leibliche ;KuIk la Aber a andere ist vorhanden, was zu einem richtigen Jahrmarkt gehört, wovon wir aber jetzt noch nichts verraten wollen. Damit den Besuchern auch noch mancherlei Uederraschungen zu teil werden. Jedenfalls wird es ein schönes Fest, bei dem man dabei gewesen fein mutz.
ee Stadtlheater. Zu dein am nächsten Donnerstag ilatlfinbcnöen Gastspiel der französischen Gesellschaft '21. Noubca ud fei erwähnt, daß außer MoliöceS ,1’Avare“ noch das einaktige Lustspiel von Bernard nl’Anglais toi qu’on le parlea gegeben wird.
*• Alldeutscher Verband Man schreibt nnS: Tie Fortsetzung der vom alten liberal kon ervativen Block emgeschla- genen Polcnpolitik wird durch Die Cmißung der Konservativen mit dem Zentrum und den Polen anläßlich der RrichSfinanzretorm möglichcrivciie in Frage gestellt: jedenfalls wird es von polni cher Seite nicht an Versuchen fehlen. Die neue Sage auSLunüven. Dadurch gewinnt die Polenfrage wiedor erhöhte- Interesse. Tie Crldgruppe Gießen wird daher ihre Tätigkeit im Linter- halbjahr am nächsten Freitag, 19. Nov., mit einer Verfaminlung in Steins Gatten eröiinen, in der Die Polcnsrage zur Behandlung in Wort und Bild kommen wird.
** Siunüoerein. TaS große Sch'achtengeviä'de „Tie Erstürmung der Feime Ehampenois" bleibt iu)d) über Sonntag einige Tage ausgestellt. TünStag wird aber roicoer eine teil' roeiif Aendcrung vorgenommen, weshalb cji baldiger Be uch der gcgtnroäitigcn ichonen '21uflüeUung iür diejenigen, die jic noch nicht gesehen haben, sehr zu empfehlen ist Tie Ausstellung ist morgen, am Sonntag, von 11—3 Uhr geöffnet.
•* Ringkämpfe im Kolosseum Man schreibt uns: Auf Anregung rniger Ringkämpfer, iwrne dem Wunsche billiger Swtteircunfe entiprecbenb, hat sich Tire stör Nappmann ent- schloisen, diesmal eine Ringkampi Konkurrenz »ur £ v i a tgeivichtsringer nut euirm Körpergewicht te.s 90 Xg 51» arrangieren Da gerade die Seiimgjtnd’.l.'tmger die geivand- teilen f nd, »oerden iiaj die Ringkämpie sehr uue.e.iant geitalt.n, bewnüers, da «ich bi- jetzt schon einige der bedeutend.en Kciretn b.eier Älaife t»m Zn und Au-lane-e gemeldet Laben Tie Leiart- geu lülvt nger sind meist schön gebau:e Meus^en uno es soll habet liefen der Ringkanws Äontucicnz auch irod> iir. schönbe.tslonturienz itatiiimxn.
•• .ume ^andivertsburschen. In der Nacht aut V. l. MtS. wurden in der Marburger Straße eine Anzahl Straßenlaternen zertrümmert und einem Bildhauer Grabsteine beschädigt. Tte Ermittlungen ergaben, daß vier betrunkene HandwerkSdurschen d:e Täter waren. Ta einer davon beni Namen nach bekannt ist, Dürften sie ihrer Bestrafung nicht entgehen.
— Berhaftet wurde heute morgen der vom Kgl. Amtsgericht seit langer Zett lteckbriestich verfolgte Spengler Lambert Habet h au» .<vzefahr. Er war im Besitz falscher Papiere und bediente sich eure» falschen '.Hainen».
Wem gehört vas Fahrrad» Am 8. l. Mi», ließ em Unbekannter biet em Fahrrad, Marke Cpel, mit der Fabtiknumiuer 1UU&96 zurück. Jedenfalls ist da» Rad ge- nohlen. Ter Eigentümer kann sich auf der ttrmunal. Abteilung des Pottzeiauit» melden.
Llchtuhrladenschlutz. Nunmehr ist auch auf Anregung des Vor'tanDcS De» TeioilifieiwetetnS der Achtuhr- ladeufchlutz für die Kolonial» und Trogen - brunche gesetzlich feftgelegt worden. Es ist diese Ein- i chtntig uii Znteiisse der Eeschütts niraber w.e auch de» PerjonalS sehr zu begrüßen und daü lautende Publikum wird sich auch bannt zufrieden geben, Sa nachweisbar kaum von einem ncnneittiDeUen Berkaus nach « Uhr die Rede fein könnt..
** i f 1 Feensorechveekehr zwischen (Wiesen und lug» Dur» m i<.,t . .. umcki pi.jt.- au To» gcaanUuiK L reiminuiengetprach tofict eint l'iart.
^eiteiaiißiiOMcii in peneu am Soiuuaj Den 14 ^avcineer liM#. cumuqaje uarc^e.licht lyuux. Halte .hegen« Hirt Lchntefchautr.
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ginnen Die Abgang »Prüfungen der ’Äbiiuricn.en scho»I vor Äeibnad’ten, die fd)ri'ilidic triifuna der jtlafie la bH ginnt am 30. Dezember und Die inünbiiaK am 11. ZinuatK jiir die rilasse 1b ist nod> nicht» näheres bekannt.
g v. D. L»öhe, 12. d!ov. -erzog Adolf' M eckten bürg wouule heute abend de« Borkrage feines Rcifegerährten. des Ökologen .Hitcbitetn,?
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* Dortrag über den BogekSöerg. Ter ' Förderer de» Boget-berge S. Pro». Bender InarJ'UTt a M.. mrv am *S o n i a g . 22 Nove »der, ccr Beranla-rnng deS ZweigvereinS Gießen de» Swltbetiieri r ig über die geo»
lo gliche Entstehung btv BogelsbergS halten her durch Sichtbil.ter erläutert werden wird Auch die tanbichastlich,, Reize des Gebirge» werden durch treseiche Lichtbilder iui ichauuni kon. neu. Ter Borrrcg findet tm großen >aal bet Universität -rubere Aula statt und sein Ertrag wird iür bei BiSmaikturm :uf dem Taufstein verwendet werden. — Tte Mitglieder de- Zweigverein» Gießen werden darauf uufraerficci armfidn. caß Die L*onntag»wanderuns schon um neu, h r beginnt und nicht, rote auf dem L^anderprogram» stete, um zehn Uhr.
? TraiS-Horloff, 12.Noo. Ter Bergmann Schimk,, kam heute nachmittag in der Vrude, FriedrichE fo unglücklich zu Fall, Satz er ein Bern brach. Nachdem er mit Mi-re auS dem Schachte herauSbeförSert worden war, wurde er per 23anen mS Hranfenooi;» nach Hungen transportiert.
r. Schotten, 13. Nov. Eine Bettflasche, bi: x?. f'diLo'ien m Den Lien gei.elli wurde, io daß durch D^j kochende beim Lennen eine ipbl'ioniatligt Entladung ui> starke Be.orühung der bete. Person — Auf dem Lberu. -erb-i fand kürzlich eine Messerstecherei »wt'chen zwei rtnecht«, statt, wobei Der Schuldige am schlimmsten mi-genommen wurde.
x Mucke, 12. 'ao6. Um grorzzugige. truppen. Wasserwerk für se-.s Qkmeinten unjercc llmgegcnd ist geplant. E» sollen Daran Sellnrod. Schmitten. Lardenbach. Weickartshain, Alcui* und Gr ost-eichen angejchlofjea werden. Tie Quellen liegen in der Nähe von Lsohnsette Nachdem schon über ein Fahr Berhandlungen gepilogei wurden, fand Dteicr Tage im Beisein von Bertreiern t<t itukurinjpettion und De» xrcioantl» Schotten eine Be- sprechung statt.
b. Friedberg, 12. Nov. IcL) Tie SiaatSaiuvaltschau hat gegen Den Bürger m e ister Schudt von Torhe.m Anklagc wegen Urkundenfälschung, Untreue und llnierschltguig erhoben. Tu Angelegenheit wird schon bei Den nächsten 8t .ur- gcrub^jyerbanblun icn in tzeu zur Aburteilung kommen.
L. F r t e o b e r g, 12. .ov >1m t'eareijcniuiiic be»
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BolkeS zu begrüßen und rhm die Freundeshand entgegen zustrecken. ...
London, 12. Nov Tte Bandel-kammer erließ rur den 24 November Einladungen zu einem Tiner, bei welchem die deutsch-englischen Beziehungen besprochen werden sollen. T<r deutsche Botschafter und eine Anzahl andere hervorragender Persönlichkeiten sind ein-
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Auch statt 11110» Land.
Gietzen, 13. November 1909.
— Xace Sf nlenber. Stabttfceoter. Samstag nach mittag 4 Uhr: Schüler-Vori.'ellimg: .Wilhelm Telf Soun« tag nachmittag 3'/, Uhr: „Wilhelm Telf; abend» 7'/, Uhr: ,lllt-6>etDelberg'.
Konzertoerei n. Sonntag nachmittag b'/. Uhr in Der Neuen Aula: 1. Soliftenabenö (penn Llaneau und Tr. Llax Reger).
Sderhessischer Jahrmarkt zum Besten de4 Säuglingsheim« vom 12.—lö. November in Ztem« Soalbaiu Be.unn con^- tag 5 Uhr nachm., Sonntag 4 Uhr nachm. unD 'Diontag 6 Uhr nachmittag».
Kolosseum: Täglich Vorstellung.
Hinematogravhen-T Heater: Täglich Vorstellung.
B i o a r a p h: Täglich Vorstellung.
Kaiserpanorama: Täglich Vorstellung. vereinLontentia: Samstag Wintertest hr.RoIoffcnm. Anfang ö1/, Uhr.
Anlagemusik am Sonntag vormittag 11'/, Uhr in der Süd-Anlage. Epielplan: 1. Lnoerture zu Schiller« .Wilhelm Teil' von IRolfmi; 2. jZrühlingslieD von Mendelssohn - Bartholdy. 8. Ungarische Tänze Nr. 5 und 6 von Brahm«; 4. 'MUitar-Fan are von Ascher. e
" Lehrerpersonalien. Erledigt sind: Tie mit einem kaih Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an Der Deuieinde- schule zu Rembrücken. brr Stelle ist CrgamnenDienn verbunden. Tie mit i nem eoang. Le rer zu befetzenDe Lehrerstelle an der Gemeindeiu^u.« qu >£, i n a r tHausen. Wut Der Stelle ist Organistendienst verbunden. Tem Grafen zu SolmS- Rödelheim sieht das Präienlationörecht zu.
•* Glaubrecht -Ehrung. Ter AnS'chutz für die Ehrung befl VolkSschriftstellerS O. Glaubrecht-Ocser, der unter dem Vorsitz von Prof. Tr. Roeschen zusaiiimeiigetreteii ist. hat beschlosien, am Geburtshause (Sonnenitraße 6, jetzt Herrn Z. Weisel gehörig) eine Gedenktafel anbringen zu lassen. Beiträge nimmt Prof. Ursta dt (Gartenstraße 14) entgegen. Ter hoffentlich bedeutende Uebecfchlitz soll zur 'Anschaffung von Werken GlaubrechlS für die Lesehalle und für eine Gedenktafel für den Kalendermann vom Veusberg verwendet werden. Am Tage der Enthüllung der Tafel (6. I. 1910) soll durch Den Oberhesi. Gesch'.chtSocrein und Die Vereinigung für Volkskunde im Eafö Ebel eine gemeinsaiste Feier veranstaltet werden. Prof. Tr. Roeschen wird Dabei Die Festrede über Glaudrecht halten.
•* Vater Backes s. Aus Tarnt stad t kommt die Trauerbotsckickft, daß dort gesicrn nachmittag der seit dem vorigen Zähre im Ruhestand listtende Retior jlatl Backes g estorben ist. Ramenlltch der Landeslehrervercin, dessen Ajbmann „Vater Backes" von lbö2—1U07 war, wird die .HunDe von dem Tode des verdienten BorkämPserS dcr Bolks- fchule und dcr Lehrerschaft mit tiefer Trauer vernehmen, aber auch in allen anderen Kreisen wird man da» Ableben deS charaktervollen Mannes, der int öffentlichen Leben eine groste und einflustreiche, aber auch veroienstvolle und segensreiche TatigteU entfaltet hat, aufs schmerzlichste bedauern.
Rektor Backes stammt aus einer Lehrerfamilie, die über 200 Fahre in Lberhest'en an lässig ist. Mehrere öfenerarionen der emmilic waren auf derselben Sck)ulsteUe zu Steinfurth tätig. Sari Backes ist lb37 zu Hattenrod geboren; von lbö3 bis Ibaö besuchte er das Seminar zu Friedberg. Am 25. Zunt 1855 trat er zu Rüogen in den Schuldienst, m dem er :>3 Fahre tätig n>ar. Wahrend dieicr langen Zeit war er bis zum Znli vorigen Jahres nie genötigt, sich Urlaub nehmen zu müssen. ^ie Backes schon al» junger Mann seinen Beruf auf faßte, zeigt sich m einem Schreiben des Pfarrers Rattmann an die Lchulbehördc, in dem es heißt: „Er hat durch jein ganzes Bemalten in tirajlidjer und bürgerlicher Hinsicht den gerechtesteii Anspruch auf unsere volle Zufriedenheit. Wir Ldnncn ihn nur bestens empfehlen." BackeS hing schon damals mit Leib und Seele an den Zielen des Liberalismus und der deutschen Lehrerschaft. In 8teuften waten in jenen Iaht n bi« größeren Leyretvep- saininlungen verboten, deshalb tagten Die Lehrer in tijenad) und 1857 in Frankfurt a. M. Auch in Hessen wehte damals ein reaktionärer Wind, und ein obethessischer Kreisrat juchte seine Lehrer dadurch vor Der in Frankfurt drohenden Gefahr zu bewahren, daß er auf Denselben Tag eine amtliche Rom sereitz anberaunitc. Tte Lehrer leisteten auch Gehorsam, nur einer war auSgerissen: der 20jährige Backes, unD er besuchte von Da an 50 Fahre Die deutschen Lchrcrversauun- lungcit; er war wiederholt ihr Leiter und gehörte lange Jahre dem Vorstände an. Die Hessen Johann Schmitt und Backes waren es. Die nach Der Wiedciauuichtung des Deutschen Reiche» für Den Zusammenschluß Der deutschen Lehrer solange eintraten, bis es zur Giundung des Deutschen Lehrervereins kam. Der heute 116 000 Mitglieder zählt.
Backes war später in Bobstadt und Oder-Eschbach stationiert und kam 1882 nach Darmstadt, wo er bis zu seiner Ruhestandsversctzung nn vorigen Fahre wirkte, von 1895 ab als Oberlehrer Der Volksschule m der Müller» ftrafje. Im Jahre 1898 wurde Backes als nationallibcraler Abgeordneter de» Landiagswahl.reiscS Darmstadt tLaiid)- Groß-Großgerau in den Landtag gewählt, dem er bis 19u5 angehörte. Auch der Landesfhnobe gehone er lange Zen als Mitglied an. In allen seinen Ehienämtern erwies er sich Backes als Mann von aufrechter liberaler Gesinnung, als tüchtige Arbeitskraft nnd selbstloser Kämpfer für Fon schritt und VolkSwohl. Sem Andenken wird allezeit m hohen Ehren bleiben.
** Philipp ® u ler f. Gestern abend starb nach längeren, schweren Leiden der Schiieidemübleubesitzer Phil. Euler IV. nn vl. Lebensjahr. Der Verstorbene, Der einer alten Gießener Familie entstammte, war von 18Vd bi» ISO« Mitglied der StaDlverorDnetcnocrfammlung und eS spricht für seine Beliebtheit in weiteren Streifen der Bürgerschaft, daß er bei Der letzten SlaDloerordneienwahl, iroipem er auf keinem Wahl- vorschlag stand, über bUU Stimmen erhielt. Euler geburtt Der freisinnigen Partei an unD hat ferne Gesinnung allezeit, ohne Nucksichten nach oben oder unten zu nehmen, betätigt.
** VerkchrTtag. Tie Vorstand» der inl<«iiictttii Vereine und Innungen, sowie die Vertex.:'ttomnnsnon der ctaöt. verordneten hielten geltem. Freitag, nn voul Einhorn, eine Sitzung ab, ui Der deschiosien wuiöe, am Sonina , 3. Te-
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über Ariiavulkane im st urban» bei; Der Lvrzog fuhr um i 11 Uhr nach Frankfurt a. M zurück, nack-dem er im Maifep I Hof soupiert l>uttc.
A. L fsenbach, 12. Nov. In einer gestern vom Okroerbo» 1 verein nnberuienen Versammlung, in Der Bauinspekior W a e > c r- Frankfurt einen Bortrag über Den Frankfurter Lsthaien hielt. ivurDc erroäbnt, daß oberhalb Der Cifenbodicr Schleust mit einem von Frankfurt und Ciienbad) getragenen Auiroont von anderthalb 'Di t Ilion en Niark eine Brücke erbaut iptiDci soll. Tie Brücke soll in Meter breit werden. — Auf Der Ehaussce Lberforit hau» — Isenburg ivurde oeften ! nachmittag Der 24 läbrige Maut mann Rudolf Becker ! von hier mit einer SdiuipuunDe nn Uopf, Die er sich selber beigebracht hatte, bcwiißtloo ouigcfunDcn. Man brachte Da Lebensmüden in»' stäDtttche MranL.nbmu'.
w. o r m», 13. Nov «Tel. Wegen De» bringenba Verdachte», den Lehrer Krüger ermordet «u hab n. wurde gegen Die Witwe Scheidt ein L?aftbes<bl erlassen eni i sic Dom Krankenhaus ui Das ÄmtSgericiU.gefängnrS gebrach.'
IJ 1Harbutg, 12. 2loo. Bet Den Slaötoeroro- nelcn wählen in der zweiten Hlaße beteiligten sich von 403 Berechtigten nur 125. Wiedergewählt ivurDen Iuitizra: Nohde, Architekt Eichelberg und Apotheker Schollmc^n. während Zuumermeister Volland neu hinzukain.
•• Frankenberg, II Nov. Tic Einnahme fu: Gemerndeobst im l icfigcn Mrcife betrug in tueiem Fahre 4 767.11 Mark gegen 11 5^i».75 Mark rm .Jahre 1008.
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Srau Steinbeil vor öun Schwurgericht.
(Sortiesung.)
M Baris, 11.
.3u Beginn rcr beuttg^n Verhandlimg verzichten Staats» ; anroalt und Bcrteidigec auf die Bernchmung einer Reche tv» | Zeugen. Ein Zeuge Bvurneaue, Der in bet Famitte stri* i bed verkehrt, h kündet, bas» Die Ang-klagte m tbrei Mutter, Da 1 Fran Zapv, in einem gut.n Beri^ittm^ stand, roaitg :nie boNj | sich Frau Farn nie über täte Tochter beklagt Etevaige <k)ritill I hätte Frau Steinbeil von Dem Tose ihrer Mi^t.r nun gehabt Ter SdflDagrr Der Angeklagten. Zngenicur v e r r, crfldrt, oai I svivobl er rote ferne Frau von oer Uni-LuD Der AiigrT^gtr» üb-er^cugt seien. Ter kau männiid. Seltner itiinbigr Bidal HL. Die <)auSbalirrechnungen oer Familie St tnbeü geprüft un > giN an, daß sie in fünf Monaten rin Einkommen n?n etwa l iiWO | Frank» hatte. Zn Dtefer Summe figurieren GriOO Frank», tut | Frau Steinbeil von ihrem Geliebten erhalten batte
Gin Zeuge, Der früher bei Strinbetl Modell stand brhinbti.* I Daß Steinixtl in Der leiten Zeit von Todesahnungen erp.iffti I roar. er schien einen get/.imen Äumnr-r jn haben. Noch rtnr 1 Reche anderer Zeugen behaupten. Daß in der Familie Skeuche» 1 ttvischen den einzelnen IRttgucDem fteti err gutes Verbä.tntt | ncl.rnfdit habe. Ein ebemal ger Berchrer Der Damattacn Fr^ullir Java, brr letziyen Angeklagten, ntmr.rt txm bi.irr ein kjt itimeat1)nd*c4 kulb: fie fei idx>n, heben».nur big, beichriben im) in allen Uunsten broanbert gewesen, auch in tn aelogrerig »r- rorien, da sie sich bereit erklärte, ;bn tro» »eine» gcriniicn L " tommai» \u betraten. Ter $)etral»*in ist Dann au» .ußcroi | Ursachen gescheitert
Tama Ul Die Berori-ausnaome beendet und Der 3:'.at»on»eU ergreift Da» Wort zu seinem BlaiDoyer. Er idtilDertc bei Werdegang Der Angeklagten, bte von Fugend auf eine verlogen« Person gewesen fei. Ebenso beherrschte ne ein ungounber ctrt- I geiz, ui Der Geiellichast zu glänzen. Ihr Kann habe chr ti einer blinden Liebe alle» nachgc rben Die Angeklagte Date -ich mit LeiratöplÜnen getragen und wollte au» diesem «’-riaeN ihren Mann lo»werden, exc habe jich in ewiger Gctdrxrlegende» befunden und auch ihre Liebhaber nur au» p.ki.'Niären Motivea gewählt. Wenn Diese nicht »ablen wollten ober konnten. »urDci I ne verabschiedet Unter tiefer Bewegung der Zuhörer er Lac I Der Staate Anwalt, baß er fest Überzeugt sei, daß Fran 6fe> beil tdren ivattcn mit vuje von unbekannten vd’crn ermordet habe, Fran Zapy iei Dann loadl chenUich von Den X)drer»bdi<cu getötet worden. — Nach zroeistünDtger Rebe bricht der -taat-anWalt irtn Blaiboyer ab.


