Ausgabe 
10.12.1909 Erstes Blatt
 
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Anträge im Reichstag.

Bassermann und CJtitoffen brachen im Reichstage folgende Anträge ein: den Reich-tanzler zu ersuchen. einen Geietzentwurr einrubringen, wodurch der $ e u g n i i \ n a n g gegen die Prelle un Strai- und Dlszivlinarrcü^ auf* gehoben wird, ferner einen Gesetzentwurf über die Dermal- t u n g der (Einnahmen und Ausgaben des Reicks, forme einen Gesetzentwurf bett. (Einridrtung und Befugnis des Rechnungshofes deö Teurschen Reichs-, ferner das £fter- f c ft auf einen bestimmten Sonntag ieinufcicn, dann die ver­bündeten Regierungen um Vorlage eines Gesetzentwurfs zu er- fudicn, die sozialen Bestimmungen des Handels-Gesctz- buchec- auf die technischen Beamten auSzudehnen.

(Einen ähnlichen Antrag brachte die DirN'chaftliche Vereini- aung ein. der jebod) ipeiiergc^t unb u. a. bie Abschaffung der .Voururrenzklausel für diese Beamten verlangt. Endlich beantragen Bafiermann unb G.-noi'fcn einen Gesetzentwurf betr. Erhöhung tefp. Abänderung der Gebühren für RechtSanwälle.

Beim Reichstage ist folgender Antrag Wachborst- Fuhrmann eingegangen:Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reickwkanzler zu ersuchen, bei der Erneuerung deS Handelsprovisoriums mit den Verein. Staaten dafür Sorge zu tragen, daß seitens brr Reichsregierun Vereinigten Staaten von n-'uem weitere 3ugeftänbniffc bezüglich der Alcifch- und Bieheinfuhr ntdH gemacht werden."

der Bedingung, daß unseren SMäifthcn mSglichlr RechnunI gerragen würde, haben wir auch yienr bie Lz^profidenifchan abaelehnt mit bei Begründung, daß die Sinte daS Rech, und die Pflicht frohe, biefe zu übernehmen. Entgegen unse.n Wünschen versagte die Linke, und nun waren w.r in e uer neuen Staat. Sollten wir nun, nur um auf den schwarz- Jblauen Block" schimpfen zu urnnen, ruhig c;ite Zu ammen- setzung des Präsidiums zula sen, de den na.ün-Lrn Irucr- essen nicht entsprach? Sollten wir. weil die Stbcralcn, die ihnen obliegende Pflicht nicht erfüllt, auch unfrrerfei S diese Pflicht ab.versen? Für uns kam nicht der Strn^vunk. der Fraktion in Betrachl, sondern der nationale Stand­punkt. Daß man hierfür auf ter Linken zu wenig Ver­ständnis zrngr. rst lief bedauerlich Niemals aber hat man bei einer Prajidentenwahl bisher » en Gewühlten m'.t den ihn wählenden Parteien in Zusammenhang gebracht. Graf Ballestrem wurde auch von den Liberalen giwihlt. Nahm cx damit das Präsidium auS den Händen bet Liber.len en:- aegen? Und ändert sich etwas an der politischen S.ellung der Reichspartei oder dcö (Erbprinzen v Hohenlohe. wenn Zentrumslimmen für ihn abgegeben ro:raen? Welchen Mangel an politischer Einsicht Hai die Lin c. auch bei dieser Präiu>entschaftSrrahl, wieder bekundet. B smarck siegte b.i Königgrän und erbat fid) bann Indemnität- D.e Liberalen sind oei der Reiche:manzreform unterlegen, aber s e vor weigern den Frieden, sich selbst zum grasten Suaden. De Politik ist die Kunst deS Möglichen, und der polit sche Fort­schritt beruht gan; überw.egend auf dem Komprom b Das Verhängnis deS Liberalismus ist der politische Eigensinn unb die Kunst, jede günstige Gelegenl;eit zu verpassen. Nur Mangel an guter Führung und richtiger Leitung erklärt den Niedergang einer Partei, die einst allmächtig wrr, und die nach so Biden fJlidjtungen der unentbehrliche Stusbrud deutschen Wesenö ist.

Chamberlains SoDtarifplan.

Birmingham, 8. Dez ..Tailh Pose', bie allgemein als von Joseph Eljanrberlain inspiriert gilt. Dero.fen licht bie Umrisse eines Tarifplanes, der ifrrer Ansicht nach von der Regierung aufgestellt rocroen dürfte, falls die Unionisten bet den Neuwahlen ans Ruber kommen sollten. *3>anad) würden nur drei Zollsätze zur Anlvendnng kommen, nämlich von 5, 10 und 15 Prozent, uno zwar 5 Prozent bet halbfertigen, 10 Prozent bei nicht ganz fertigen und lb Prozent bei ganz fertigen Waren, während Rohmate­rial zollfrei bleiben soll. Für jeden Zollst sollen außerdem drei Abstufungen bestehen. Der DurchschnittSzoll würde 10 Prozent betragen und auf Länder Anwendung finden, die mit England in handelsfreundlichen Beziehungen stehen Ein niebrmercr Zoll, wahrsclgnnlich 7? Prozent, würde von Produtten aus den u.olonien erhoben werden und ein höherer, walwscheinlich 12i-j Prozent oder 15 Prozent, für Produkte auS anderen Ländern, die Englands Einfuhr un- bUlig ersckpveren. Nack, den jetzigen Ansichten würde der Zoll auf ausländisches (betreibe zwei Schilling per Quarter mit einem Nachlas; für aus den Kolonien kommendes Ge­treide betragen. Mehl würde einen höheren Zoll zu tragen haben, da auf dessen Herstellung bereits Arbeit verwandt wurde.

London, 9. Dez. Der gestern veröffentlichte Taris- plan wird hier viel befprodicn. Die konservativen Blätter ignorierten gestern insgesamt das Schema; heute äußern sich nurDtocning Post" unbStandard" batu, die es als interessant, aber nicht a l ö maßgebend be­trachten. 2ic vermissen den Hinweis darauf, daß zur Kom­pensation für Zölle auf andere Lebensmittel die 'Abgaben

weise redil bedenklich ist, wiedergegeben, und einige deutsche Blätter hatten ihn auch zum Abdruck gebracht. Darüber haben sich mehrere Herren und Damen verletzt gefühlt unb sich in einer Eingabe an den Fürsten Henckel gewandt. Wie jetzt festgestellt wird, sind die Mitteilungen der franzö- ftfdicn Zeitung über den Vortrag von Anfang bis zu Ende erfunden. Madame trauter hat den Vortrag früher schon vor dem englifdien Kvnigspaar gclwltcn, und der Wortlaut ist selbswernandlich vorher geprüft worden. Die Mit­teilungen sind übrigens von keiner größeren Pariser Zeitung, denen wohl ber tatsächliche Wortlaut bekannt ist, wicbergcgcben worden

3 n dem gestrigen ffo n. er t ber t dj t sind zwei entstellende Druckfehler untcrlauiat, indem Spalte 1 Zeile 12 iwrgciungen statt eingesungen unb Saalte 2 Zeile 3 tun unten variierenden statt Dtanirierten gedruckt war

Kleine Chronik aus Sun# und tiü 111 < n f db a f t TieNew York Dcröfientlidu den Inhalt einer von Karmin

Loose unb VeriicherunaSmaller Tunfic auaegedenen ErNürung. toonad) Cook ihnen 4000 Dollars für ihn- Mitarbeit am Bericht über feine Polärreisc von Svanevaag bi» :inu Pol zugei'agt bat. Evok iei icbod> abgcrcift, nachdem er timen rurr einen germtttn Teü bei iktc in barten Summe auet^aM* habe. T-t ..Gvl j« MoLkwo' meldet, daß im Bennden Dolst.'i? eine uttaunütge Wenbuna etit- getreten ist Er ist von Schiafiuäu beiallcn. Kfclät e t Ltich. 'in Lehnsessel unb auf dem Tmxut ein und zeigt eine Abneigung argen Spa Hergänge, RettauSilüge unb Benxguna. bie er früher jo iebr liebte. - Tie graf angelegte Ausstellun..i von Meisterwerken medamm cd attischer Kann, die im Sommer 1910 m München abgehalten tv;rb. hmbiy Mißet unzähttgcn Gegenständen auS allen Zeiten nvbrr nureben;i'dxr Mut« tur auch emc ronberianunlung ..Kunst der ihiltfen an. - vHicrn mittag fand bi. (himvtbun,t bc? cvemtichen 3 n it i! u t r 4 der Technischen Hvch, wu 1 e von Hannover in An fx'ntbett der cin^n der tN-b-lrbcn und ber yr.tretrr oiNf:txtrti*n Vodi«Olden Bar. Bon den R o oe l vr e t f e >t wurde ber mi ttein.c Pwstsior C » ip a l ? Leipzig, be: wr Medrm Prost-ii^t Kv chec.^ni. Da füt Prir'ik ben Pro'es'onm Marcvnt und Braun in Stratzburg, der iür Lil ratu: irrditti^drri Schn l Bella in Selma Sagcrloef »nerlarait.

auf Dee. Zucker uftn ermäßigt werben sollen Die liberalen Aurter befrachten dasSr>cmaals maßgebend unbf*'fl-n, ie seien dankbar für die Veröffentlichung dieses teuren Nahrungsmi.te'.-Budgets, durch welches bie extremen lar.f* refonner von Lirmingham einen Druck auf Balfour aus- üben wollten, der jetzt fchwerlich eine Darlegung seiner Anjtchten über bie Nahrungsmittel-Besteuerung umgehen ümnie.

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London, 9. De> Gestern abend hielten 10 Mitglieder der Regierung Wahlreden, von dem früheren Stab:nett der Exmintster Lpuelron. D e 2lblehnung deS B-dg tr v.r- teibigt'cn bte Lorbs Camperbown unb xeuttetn in Reben, öie jie in Rom'orb bezw. in Wellingborough hielten^ Die Bemerkung Kestevens, daß England in Innern vom Sozia- livmud und im Aeußern von Deutschland bedroht ro.ro, nratbe mit Gelächter ausgenommen, woraus Lvsteven au:- rief:Sie werden mir nicht glauben. biS Ihnen die Deut- scheu i.;rc Bajonette in den Letb swßen,' was erneutes ^elächrer hecoorrief.

Deiitfcbo Ucicb.

Der Kaiser empfing Donnerstag vormittag im Neuen Palais bei Potsdam den Fürsten zur Lippe zur Meldung anläßlich seiner Stelluno a la suite des ersten E^arde- Ulanen-Regiments und hörte die Borträge des Kriegs- miiristers. des EhefS des Generalstabes uno des Chefs des Milttärkobinetls.

2ltislrtiid.

Lord Robert« bot seinen Lmidsleuten in England wieder ehimnl bte bfiiildie b e ahr votgemtnt und V n f l H o 11 f n plane eniwtckelt In der .Ruyxl anited service iustitatiou* juchte er Enalanb au« seiner .de'remdeuven 91poihte', wie er er imnnte, mifjpirüiidn. ,Wa« wir zu hm hoben*, soaie er, .ist selbst on bie Arbeit zu gehen. Wir baden in England nicht viel ou« Vein Gebiete ber Flugmoschinen geleistet; doch wir Dürfen nicht rückflänbig bleiben. Diese Tlafdunm tonnen in einem tünftigen Kriege von grovein Wert k«n Wir müssen selbst eine Vloldime baue», Versuche anstellen unb vor allem einen Stab von Leuten haben, bie mit den gegenwärtig existiereuben Tlafchmer vfriram fmb*. Jöieraul hielt tonifialmaiur Baden-Bo well einen Vortrag, in dem er auefülnit, baß die Sentballon« und Aerovlane von g r v ü e in Kriea « ivert leien, wenn sie in geeigneter Weife, bo« heißt nicht einzeln. sonber>i gleich zn Vimbertcn verivendel würden. Die modernen Sriegsniethobrn 'vnrden durch die neuen Kompirnmel ziveifello« moDifijieri werben. Die Irupvenfommanbeure luüiben in Zutniii'l nicht mehr bnrch Mangel an In'ormahonen in ihren Tisooülioiien eingeenat. die Cvfiononeii beichleinngl unb bie Kriege schneller oeivonnen unb ueiloieu werbeiu Baben-Vo>vesl schloß mit den Worten: .Wir Duden nicht vergessen, baß es kbon Maschinen gibt, die ohne irgeuD eine Warnung vorn Kontinent zu im« tomineu können, unb es ist mehr al« ivahrfdiemltd). daß sie uns großen Schaben zukugen können, wenn auch auf bie Gefahr hin, leibst zuarunbe zu gehen Daher müssen wir un« zur rechten Zeit gegen solche Angrisfe schiiyen."

Au» London wird gemeldet: Stürmisch verlies am Donners­tag eine Wählerversammlung in dem nabe von London Sei egen en Barkning, wo Lord Dunmore für dcn konservativen ändidatcn cintral. Die Zuhörer schrien unaufhöriich: Rieder mit den Peers! und unterbrachen den Redner mit Zwischenruscn unb L< och rufen auf Lloyd George. Auch andere Redner konnten sich kein Gehör verschaffen.

Aus Paris meldet man: Zufolge bet lärmenden Protest­kundgebungen der rvyalistiich nationalistischen Studenten­schaft gegen die Wiederernennung d.s ProfefsorS Lnon-Caar zum Dekan der juristischen Fakultät und ber hierdurch her- vorgerujenen Raukcreicn unb Ruhestörungen hat der llnterncbta- miniftet verfugt, daß diese Fakultät bis zum 12. Januar 1910 geschlossen bleibt.

21 us Staöt ittiö Land.

Gießen. 10. Dezember 1909.

Aus der Sitzung der Stadtverordneten.

Wie nicht anders zu erwarten war, bildete gestern die neueste städtische Errungenschaft, die elektrische Straßen­bahn, den HanplberatiingSgegenstand in der Sitzung der Stabtverordneken. Neben der Befriedigung über das Unter­nehmen selbst unb bie damit erzielten guten Einnahmen wurden selbstverfiänblich hauptsächlich Wünsche geäußert unb zwar in einem Umfange, baß beren restlose Erfüllung wohl einen längeren Zeiirauin in Anspruch nehmen wird. Neue Linien und neue Haltestellen, andere Fahrzeiten, Wartehallen, Schutzvorrlchtungen nfro. bildeten im bunten Wechsel ben Wuiischzettel unserer Stadtväter. unb bie Mahnung war wohl berechtigt, zunächst einmal bie Entwickelung der Bahn ab- jiiwarken, ehe man an größere 9lenhcrungen unb Erweiter­ungen deS Bahnbetrieb- beranlreten solle. Erfreulich wirkte bie Mitteilung beS Oberbürgermeisters, baß nach ben bis­herigen BekriebSergebniffen ber Bahn ber vorgesehene Ziischuß au3 ber Stabtkafse jebensallS nicht in voller Höhe m Anspruch genommen werbe. Der Ligut« oatioii ber OrnniduS -Gesellschaft stimmte bie Ber« fammlung zu. wobei ber Gesellschaft unb ihren Lettern ber gebührende Dank dafür abgestattet wurde, baß sie 15 Jahre lang dec Stabt eine billige BerkehrSyelegenhelt gestellt hatten und damit auch der elcktiischen Straßenbahn ben Weg ge­wiesen haben Mit ber Stadtverwaltung roirb wohl bie ge­faulte Bürgerschaft sich in biefem Dank einig wissen. Die übrigen Gegenstäube, die zur Beratung standen, halten geringere- öffentliche- Interesse, wenn sich auch bie öffent­liche Sitzung bis nach 7 Uhr hinzog.

Da« hessische landw. «emeindelexikon.

D« UcbCTgang vorn Agrar- zum Jnbustnestaar wirb all- gen.ein aufmerksam, wenn auch mit geteilten i&npunD ungen, beob­achtet. au» der einen Seite mit Freude üd r den wachienben Wohl- itaiib. auf der anderen Seite mit Besorgnis über bie zunehmende Abbanmgkeit vom Ausland biniiduheb der Versorgung Lebens­mitteln. Die wrrtichaiilichen Veränberungen kommen am deut­lichsten dadurch nun Ausdruck, daß ber gesamte D völkerunoS- zuwachs der letzten 50 Jahre von der Industrie unb Dem öanKl au'gesogen würbe, wädrrnb sich die lanbwirtscha'Liche Bevölkerung au, .ileicher Höbe hielt. S,e betrug 1. B. in Venen ,m Jahre 1^61: 338 000. tm Jahre 1907 :M2000 Personen. Die nicht- lanba'imdurtlidK Bevölkerung dagegen im gleichen Zeitraum non 471000 auf 891000 Perwnen gemegen. hat ftd) al'o nab->u verdoppelt. Damit ist irbocfi nicht ge,aat. daß bte Landwirdchafi darnieder liegt Vir b-obodurn melm-hr. daß sie überall durch inttnuDfr<- Bennrlfchanuna voran schreitet D«^ Boden liefen reichere Ermen unb der Bietzkand. besonder« fc-r Schweine; idn. ist in Zunahme begnsten Der SnilnanD der landwlrk'cda't. lichen Bevölknung ernärt sich ;um arößtrn Teil daraus, dan der LinbennidioftlKbr Boden eine gtgubenc Große DariteiU. die »ich nicht beliebig Dcrnuorm läßt

Sahl enmäfein Rochive-.se iür diese (junridtinng un>ent< Lande) würben ther von der amtlichen Statimk rau nir t-.e Krei- orrüßemkicht. In einer wichen Tarüdlung werden aber t*.e Umerschicbr inner bald des <hcijei verwischt Ge i.-uchin desholo ««. daß es wunichenswen ist, »c beobachten rae nck» bieic

Beseramg in bei: einzelnen Gemeinde n voll.w«n U Mi! ist rt des bald be-^rüßen. daß Die Großb .vntr<« stelle rtr bte 2a.-ü> s':aristrt bie ergehn-, ie bn icnbtrirt .Säijlungcn durch dte verren Reatriunzsrat fctwd u. Dr Melle, hc d e einzelnen vkmeinben bearbeucn unb unirr dem Tuck Landwirvcha'tliches Gemeindelcxilou hir da«

Ceilen, veröffentlichen ließ. Ser ich über bte lanbirirrchastuch» VerhLmine »einer ixun«it3ttr.nnb-: unicrrid?:CTt will,uibe nsi. mehr bte Unterlagen in übroichtlither Form iuiainmaigefcflt Zur Tiritedung kommen insde,ondere: 1. Die lan?wirtschaftlich Bevölierun i 2. Der Viehstand unb Cbübau. 3 bte Seztabag bet londwirt'cha'r'.iLea Bernebe nach Großenklasien.

Etz ist anzunedmen. baß da« Öcmeinbeicjiüin auch iu Lskst- forschun^en unb Ertübeftbrexbungm Anregung geben roirb. K, ber DL^eSpreise iinbct man je Däuiig kleiner. Artikel, roe.ch auf Veränderungen bet (anbrom cha i.ichen Vcrd-.l:ni' c .ine« oder de« anderen Crtti) b'nweiien es wäre »u roünich n. daß solch immerhin wertvolle Mitteilungen häutiger als ieudr eischtench daß sie rianmäiig gesammell unb einheitlich peratbcitei tourben In der Vorrede de« jjepton« bebt bte Zentraluelle cutocädld dervor. daß sie bereit sei. ixrarngc Bestrebungen in icber Sex zu unterstützen.

* Tageskalender für Prfitog, 10.. Tez. Stadt, t he al er: .Wenn der jitnoe Wei'i blüht*. Bu'aua 8 Uhr.

Alldeutscher V e r d a n d. Pornao von 'Urol.Tr. 6 t r a i Deuischlai'd in der Wel'poliiik der ersten Kaiter Roms. Lute- bilDerootliihning. Adenb« 8*;« Uhr in eicur« Garten

In Audienz empfangen würben vom Stoß- Herzog am Mittwoch u. a. der Leutnant ä la fuue der Armee Wilh Graf von Schlitz gen. v. Gortz. Kataster- qeonietet H« ineck von Friedberg und Stadtgeomete, Wiß n er von Gießen.

Pfarrpersonalien. S Kgl Hochrit ber Groß. Herzog bat den evangel. Pfarrer, ÄLtdn'nrai <xnn. Kuch< zu Rimbach, auf fein Rach.uchen, unter Hnerfnutyng feinet mehr als fünfzigjährigen treuen und ersprießlichen D enfte in den Ruhestand versetzt und dem Piarroerwaltet Jot Stadler zu Dald-Uelveroheim, die eoangel. PjarcsteLt bafelbfi übertragen.

Deingcsetz und Weinzollorbnung 3» Einvernehmen mtt dem Ministerium der Finanzen bat bc< Ministerium des Innern bestimmt: Kür die bei hessisch« Zollstellen zu beroirtenben Untersuc! ungen von Wem Traubenmost und Traubenmatsä)».' auf ih.e Einkubrsährtz teil werden folgende öffentliche UntcriuchungSanstaiten be stellt bie <bcmifd>eii Unter, uchungsaimer zu Darm stabt Cffcnbad), Gießen, Mainz und Worms. Uebcr di. Äs retiftigung, eine bei der Untersuchung beanstandete Senduox Wein. Traubenmost ober Traubenmaische zurückzuweise», entscheidet die Provinzialdirekiton der Provinz, in ber ter Zollstelle ihren Sitz hat. Die Ermächtigung, bei !,och rocrliacn Wrincn in Ilascheu bie Untcriuchung zu erlasse» wird ocit zuständigen ljessischen Zoll stellen erteilt, bei beim die Abfertigmig beantragt wird

"Bei der Lai'vesoerjicherungSanllaltGraßh. Hessen sind tm Monat November 293 Rente», gesuche (278 Invaliden- unb Kiankenrent -i anträge, somit 17 AlterSrentenanträgri eingegangen. Uneiledigt wurden m t-r Monat übrrnommen 301 Rcnlengesuche, so daß 594 Gesuche ir Bearbeitung standen. ES fanden Erledigung: 257 hütet Rentenbewilligiing (235 Invaliden», 11 Kranken» unb II AlterSrentengefiiche): 43 durch Ablehnung, weil unbegrilnN: (41 Invalidenrenten» unb 2 AlkerSrenlengefuche), 13 buttt andere Weise Zurücknahme usw. (11 Invaliden» 2 Altersrentengesuche), zusammen 313, so baß 281 Gesuch als unerkbigt auf Dezember übernommen werbe» mußten. Ferner wurden im November 330 Anträge ou BeitrogSersiattung geflrUt, und z,var 283 infolge He a weiblicher Versicherter (H), 46 infolge TobeS oetidied« Per- fonen (I). unb 1 wegen Bezug« von UnfaUrenke (U.). U». erledigt würben in ben genannten 'Dlonat übetnommn 66 ErsialtungSanlräge, fo baß zu bearbeiten waren 396 ör- juche. Bewilligt wurden 289 Anträge (260 H., 28 L unb 1 11.), adgelehnt würben 20 Anträge (ll H., 9 I> Unerledigt blieben 87 ErflaltungSanträge (66 H., 19 E unb 2 U ), die auf ben Dezember übernommen wurden. In welchem Umfange bie LandeS-VersicherungSansialt verfghrenSkosien für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sitz daraus, baß Ende November in den Anstalten 303 ver­sicherte Personen untergebracht waren.

Geroerb ever ein Auf ber MonatSversammllv» tm Gewerbehaus In eit auf Beranlafsung des VorsitzehM Baumeister Araber, einen interessanten Vertrag über b Bildung eine- HandwerkerauSschufse» bu OrtSgewerbeverein. Rock» Darlegung be« ZwvS und des Ziels dieser Bestrebungen wurde b m Referent« für feine iachtelnbujeti Ausführungen der Tank der 9^ smnmlung durch Siadtv Petri ausgeiprochen Alle ü>- wefestden verrußten freudig die Anregungen und herfprtdifi fid) einen weitgehenden Erfolg, wenn unter $ mfnanflethirg alles Perfünlichen eine unparteiische Zentrale aller gewerb­lichen Bereinigungen im OrtSgewerbeverein gefchasscn ttnxL Nach gründlicher Aussprache einigte man sich beb n, eine Kommission die Vorberatung zu übcrlafjen und tu den nächsten zagen die «Gründung in einer allgemeinen Ver­sammlung durchzuführen.

Weihnacht« sendungen. Tie Reich) Pv<:r<tioo1hnc ruhtet auch in bzicm Jahre an da« Publikum ba« Ersuchen. »»9 den Weihnachtsfendunaen bald zu beginnen, bce*2 bte Patewum'en iuh nicht m bat letzten Tagen vvr bm 9* ui Rbr udammcnbian.r-n Bei dem au(xTDrtxmrtidm flnldte»!.« doS Verkehr« ist es nicht tunlich, die gewöhnlichen Beföchern»«^ fristen emuibtit-n und n.umt:ltd) auf weite (buiemungn Gewahr für rechtzeitige Zustellung vvr dem ticiiTuatbwdte M übernehmen, wenn die Pakete erst am 22 Inember oder »päter etngeliefert werden Tie Pakete fmb Mucrb^t z» *>* packen, ermü-ae auf dem Sapatfjngfüofie vor dandene tttre 'flu-'dnvrnt und fiefldx»eitel müfien bekuuil n>rr unfhutl* gemalt tuet bat Tie Benutzung von Dünner .oriasttv, schwochn,' ed>.t*in. Zigarrenkisten usw. ist im eigenen JhuctvK der D- f en ter ui vermeiden. Tic duiitbr t derBafctc muß denn'S. oollstünd.i und haltbar her gestellt lein Kann dir Aufrch: "i nuS in beuflt brr Weue auf das Paket selbst gefetzt werden, so «nFidtl sich die r." rwrnounq raipj Watte« weihen Paoer«, das der: ganzen ,Fläche n«h fest rarfaeNedt roeroen muß. A» V®®* mak'gnen find gedruckte flufkfonüd au» vorf nn Parier burier. Ivrmulare ;u Pastvaketobrelfen für kakkmuiichr 'ken*» verweiltet werden. Bei in Lernwand verpack:cn Sentern« Ml Ikeifch und tmTeren ('e^ennänte-n. die neu Uiqf.it, .leit. SliH- arift-en, darf die L.u'ichri'k nicht aut btr UmbwEuM werden Ter Name dH BestimmungSotte« muß prti te** r: * anb Kästi gedruckt oder gricfcnrbeit fein. Ti fafnaiite» muß sämtliche Anaaben der Toftpofelabvcfk «ubalten. al^ cjH den _p-r«r.li'tw-Tmrrf. bei Rafften nur De Nachnahme, den ®cn«l der xadr. Lrar *mwe den Nmnen mtb die Sühnung hrf 7diente ». de, tlt i* t-t den Vermerk durch Eilboten ustv. cxnmt hn -*0* DH X» Juüd der ienpalrtahrrüc dos Paket bad) dem "-nrijnx: au*iebint*.d werden fciui. Auf Paicren nach Crta:

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