Ausgabe 
9.12.1909 Erstes Blatt
 
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/nnjjf bem. Demagogen tum unb bet Hetzpresfe ba5 Spiel /nerbirbt.

Man befürrf?!rt von ocr geheimen Wahl in Verbindung mit der anbctTreingcn Klasscne'nteilmig des >:ärfcre Eindringen der So-'.aldemökrakie in da- prenft d>c Parlament. Taß im modernen Leden die arbmcnbc Klasse an der Legislative mitzuwirken hat, ift eigentlich ein gan; selbstverständliches Poskulat, denn zu den modernen Ständen gebärt auch der . Arbeit erstand. Er imrb allerdings in seiner Mehrheit von Sozialisten geführt, aber deshalb verliert er noch lange nidjt das Hecht der Standesvertrerung "Die Landwirte Haven ja auch ihre Tlandesvertretung nicht eingebüßt, nach­dem'sie chrc Führung an Demagogen abgegeben haben.

Bon liberalen seiten, die immer wiederum für daS < Reichstagswahlrecht eintretcn, nr.rb die Tatsache geflissent­lich mißachtet, da» dieses vielgepriesene Wahlrecht eine ausgleichende Standesvertretung niemals zuwege gebracht hat Ter klerikal-agrarische Block mit seinen polnischen VilfStruppen ist ;a der endgültige traurige Niederschlag , freier demokratischer Dahlen Zum mindesten mühten unsere liberalen Totrtmarc wissen, daß, je freier das Tsahlrccht ausgestaltet wird, desto gröber die Einbuße deS bürgerlichen Liberalismus sein wird. Die Politik ist aber eine Äumt, und zwar eine schwere. Sie setzt Mäßigung und we.ten BUct, historische Tradüwn und staatsbürgerlichen Sinn, besonders aber Achtung für den vernünftigen Kompromiß voraus. Durch radikale Reformen erstickt man diese staats- ' bürgerlichen Eigenschaften und macht die polnischen Dahlen zu einem TummelfcLb der trostlosesten LlassenverheNung Nicht aus den abstrakten Inhalt und die prinzipienstarre ' <^eftaltung der Dahlrechtsordnungen tommi es an, sondern auf ihre unmittelbaren unb mi^elbaren Wirkungen und Erfolge. Die Volksvertretung soll das lebendige Bild der ft aa Ui eben und kulturellen Gesellschaft verkörpern. Ilm dieses hohe Ziel zu erreichen, muß man an die modernen Stande und deren Schichtung anknupfen, keinen Stand au-schlicßen und alle möglichst nach ihrem nationalen Werte berücksichtigen und gruppieren. DaS nennt man organische Fortentwicklung des Wahlrechts".

Dom hessischen Parlament.

NB. Darmstadt, b. Dez. Tic Erste Kammer der l Stünde icirb DorauSiuhtlid) noch vor bem Wclhnachisjest zu «tner Plenarberatung zuiammenrreten. Für näcbucn Freitag m ouü) brr Finanzausschuß der Eriren Kammer zu einer Sttmnq iuiammcntcrufen morden, die jun niu d-.r Voroeratuug tu >d: ebener, von ocr 3n>eüen Kammer fertig gesteluer Regierungs- Vortagen zu beidwmgen haben wird.

R.B. Tar m u q bt, 8. Ic*. Für die zweite Lesung der Wahlrecht-Vorlage liegen nicht weniger al- 23 oer» ichiedene Vlbci nommgitontrugc sein ns der Dcridneuencn Parte en vor. Zunächst beantragt Aog. Reh mit Unternüpung dis Log. Tamm und der 5 iv;tal demokratischen Abgcoroneten bie na ment» lidx Vlhiiimmunfl über bie Artikel 67 und der Berfasiung». urkunde, ferner urer bie Artikel 3, 6, 13 uno 60 des ßkimentnrurid, die LanDitanbc betrcjjcnb und endlich über bie Lchlugaonimmung beider GefctzenvDürse. Der AusiamtzoonitzciiOc Ada v. Bren­tano beantragt u. a. zu Artikel 2 Absatz 10 anstelle des in erster Lesung angenominenen Antrag- Sar»Nilt die Dicberheritel- lung der Negierung-Vorlage, in iwldier als Pertreter der Berufs- Itänbc in der Ersten Kammer: zwei Vertreter bcS Handels unb der Jndustne, zwei Vertreter der Landwirtschaft und ein Ver­treter des Handwerks gefordert werden. Zu Art. 3, Pos. 1, deantragtAbg. Brauer, zusetzen:T ieProvinzial» Hauptstadt Gießen (nebst 3d)iffenberg unb öerin, wald, sowie Klein-Linde n)". Zu Art. 6 (Stimmberech- tiflungi beantragen 9Ibg. Brauer und bie übrigen 9 Mitglieder t* 3 B.nicrnbundiS anstatt dreiiührige einjährige Staatsange- b6rig[eit zu setzen und folgenden Schlußpassus innzuzmügen: ,^Feder Wahtbeiccutitzte, der das .A>. Leucitt'iahr ziuuctgelegt hat, ist berech­tigt, i tne t stimmen bei der Wahl ab.zugeben." Abg. Dr. Osann und Genossen beantragen zu Art. 6, \*u>i. 1:Tic Zett bei Staats- ongebüngteit aufeinIahr hcrabiuictzcu." Die wetteren Anträge i'. Brentano bet reiten meist redaktionelle Aenberungert intoigr der Besürlüssc critrr Lesung Tt*m etroa» veränderten Art. 33 der tRcgicrnngtoorlügc nnlnidu derselbe Abgeordnete einen An. 53a aniufugxn: ,.*dci ocr engeren Wahl gewählt ist benemge, der die menten ocr t.ut gegebenen gültigen Stimmen erhallen hat. Tutt Stirnmniglciächett ein. |o entscheidet da- L<iS, welu/es der Wahldrminiiiar zu ziehen lmt " Ferner beantragt Abg. r». B r e n- lano noch zu An 60 tManbatsoauer icutf ^aure, hälftige Er- luncrung der stammet ufw ), die Dicderherstollung der Re- gicrungsvorlage, muhrenb bie Abgg. Tr. Fulda, BeNhotb, 'Tamm, Tr. utfkiid), Kahler, 9toad, £tb, ?Haab, Reh unb lltrich beantragen, den Art. 60 unter Strich Oer ersten Ponttonen nne rolgt zu affen ..Ttc Abgeordneten der Zweiten Kammer toerden can bie Tauer von ictfr? 3ihren gewählt." «Also ohne hälftige

Emsrerung alle bm Jaftrt D. Lei .an An. 6. endlich wH noch befrannt werben, da», btt na innznrretenden Abgeordneten Der Slöb» Tarrnftnbc. Ma-.-z. C-heyat, Lnenbach und Senn* bei der 1911 r'iarhnbertben crOenlidxn SaM auf btt Tauer tmr 3 Zähren gewählt werden

Reich.

Bei der rm preußischen Abgeordnetenhause abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung deS ZentraloereinS für Binnenschiffahrt wurde der bisherige erste Borfitzende, der Bizeprafident des MrgeorbnetenhauseS, Geh Zustizrat Tr P Krause, der das Amt wegen ArbeitSüberdäusung niedergelegt hat, einstimmig zum Ehrenmitglied des BereinS emannt.

TasDresdener Journal' veröffentlicht in einer Son- berbeilage eine Denkschrift Sachsens unb Baden- zur Bunbesbrucksache betreffend die Einführung der Schiffahrtsabgaben. Die Denkschrift schließt mit den Lorten:

Die Regierungen Sachsen« und Baben« glauben, bargetan zu haben, mit wie überaus wer tragenden und grundsätzlich beb.n!- lichen Folgen wirtichastlicher, Volks- und oeriahung<rc(btiüber ^atur bie von bei königlich prcußiichen Regierung erstrebte Zu­lassung von SchiN'ahrtSabgaben auf b<y rcgultfrtrn Strömen verbunden sein würde: sie können sich bet emiten Sorge nicht erwehren, daß bie Äknunmungen ber Vorlage wette Kreise Deutsch­lands schäbigen unb den föderativen Charakter bei Reiche- an­tasten, bie Äntracht unter Den beut,eben Lunbe-staaten Hören und da- Vertrauen in bie Unverletzlichkeit der Ver­fassung erschüttern würben, sie geben sich ber Hoi mang hin, baß e- gelingen möge, bie Abgabens reihert bet deuti chen Ströme, bieie- Wahrzeichen von Deutschlanbs Einheit unb biese- Bollwerk guten Einvernehmens zwischen den deutschen Bundes- staatett zu schirmen und zu erhalten.

Die sranzö fische Kammer beendete die Besprechung ba Anfragen befrei atb bic Ania/iu^ftrecken zurSimplondahn und nahm tast einuimmig das franzo fisch-sch wetzerifivc Abkommen an.

In ba persischen Botschaft in Konstantinopel sind Telegramme eingelaufen, nach denen sich die Türken bei der Anlegung c.nei Telegraphen-Lintc nach Bahvrah hätten Grenz­verletzungen zu Schulden kommen lauen. Ter Botschafter icUuß der Brette eine schiedsgerichtlich' Entschechung des Streit- salles durch eine neutrale europäische Macht vor. Temgegenuöer vciha.t «ich bie 'Bfurie aolchneno

AuS Wa, hington wirb gemeldet: Zur Teckung der sich auf 7 3 Millionen belaufenden Fehlbeträge des laufenden Finanzjahres schlägt ber Schatzsekretär Veagh in bem bem RepraieittaMenhaus zugestelltcn Zaheesbcricht bie 'Verausgabung von 'Banamabanbö zu einem höheren Zinsfuß atS den bet jetzigen zweipivzentigen Bonds vor, bie eigentlich nur ben Banken als Unterlage für ihren Notenumlauf bienten.

Provinzial-Au-fchuß der Provinz Lbcrheflcu.

L. Gießen, b. Tez.

Ta Fvrslwart ber Kommunalforstwartei L) ohe- mark hatte früha seinen Sitz in Ober-Eschbach. Als bann bie Stelle neu besetzt würbe, behielt ber neue Znl-aber zunächst feinen seitherigen Wohniiy tn RobheiM v. b. H. Die Obetsorstere, Lber-Efchvad) L-cantragte aber, bieien nach Loerstebtcn zu verlegen, weil von biescm Ort aus ber Bezirk am schnellsten zu erreichen ist. Oba-Eschbach ist von bem Bezirk 2Vi Scunben entfernt, Ovet- ILebten aber nur 1 Stunde. Ter KteiSauS,a/uß des Ärciics Fried- berg lehnte den Antrag bei Lberförstevcl ab, da bie Okmcmbc Oba-Eichvach sich bereu erklärt Halle, bie Kosten für bic inaijn- fahrt bes Fotsvvarles pi tragen unb biqer mit bet Bahn feinen Bezirk fast cUmjo raich erreichen könne, nne von Odersrebten aus. Außerbern sei es für die Okmeinbenut^liebcr von Vartett, wenn ber Zvrstwart im Otte wohne Auf Veranlassung ber Grosch. Oberförslaci Lbet-Eschbach Da folgte bet Vorfttzenbc des Krelsaus.chusse- gegen das Urteil des Kreisausschusses im öffeitt- liehen Interesse Rekurs an den Pwoinzial-Ausichuß. Ter letztere gab dem Rekurs itatt unb genehmigte bie beantragte Verlegung deS Wohnsitzes des Zorstwarten.

Heinrich Alexandet veßler unb Ludwig Jockel I. in Hungen haben um die Konzession fum Gastwirt- ! chaftSbetrieb nachgesucht. Ter Gemeinderat hat in beiden Fallen die Bedürfnisfrage verneint unb brr KtcSausichuß bes KreiieS Gießen hat Die nadjgeiudMcn Konzessionen mangels Bedürf- nilses versagt. Tie gegen die KreiSausichuß-Eittidieiomigeu Der- Folgten 'Jicniric wies der Pvooinzial-Austdiluk heute au6 dem gleidxn Grunde kosten fällig ab.

Au» Stadt und Land.

Gießen, 9. Dezember 1909.

Der Besuch unserer Landesuniversttut, stellt sich für das Linte^iemetter PJu91u auf 1361 Stu­dierende, 3 Hospitantinnen, 93 ^orer uno 59 Gorerinnen, jo

IClcincs jeuiUetoiu

General - Versammlung bei brutschen Bühnen-Genosse» schäft. Im Lümtlahame m bet BeUevueÜTaße zu Berlin trat am 8. Dezember unter ungemein zahlreich r Bet. iligung die Wenetalner)amnilung ber beuridben Buhnen ^>noi'emchatt am men Taji5d)auipieIer-Barlament" hot m ben letzten Jahren eine hohe P cheutung für den Schau- fnederüünb gru'oitntn Ter Kamvi um »eine Anerkennung gegen» nber bem rn.ttjchen Bühnen-Verein, ba Dir Direktion fast sämt­licher beutidien 'Bühnen umfaßt, bat ibn auch in ber breiten Oenentlichkeit bclanm gemadn. Im MttrelpunU der Beratungen steht die von der OfcnoiicnKfcatt auf Wunsch deS Stmu-iekraär- bcs Innern .ruSgearbeiicte Tenhajtiit zu euicm Reichs- thealcrgcfetz. T-t Vorfitzenbc b.t QknDHcnid)«ut, Hermann VIic ben, cvdiinet bic Sitzung mit einem Hmwcis auf SchillerS 150. GeburlSrag. Ten Schauspielern ,st Schiller alles, ohne Schiller keine sd>auiüidbinn. Auch die Mahnung: Se,o einig, einig, einig! läßt uns Schiller zuruien. Er weist auf die Ber» Picnik hin. die fich Polü. Vategg, Patrh und Reudke fett Jahren envorden hätten und idnagt cm Dankschreiben vor, dem freudig .lugefiünm: wird. Äenn dieSchmollenden" zurückkebrten, wurden nc mit ohenenIrmcn empfangen. Aus der Tagesordnung flehen Zunächst die Beratungen über die P e n f io n s a n |t a l L Das Vermögen beträgt 8 Millionen. Man bofe, in einigen Jahren cuie L'rhühunn Der Bezüge einntten knien zu lönnen. ö cni- iPÜuü sich Zunächst eine Debatte übet Dav ..ireiwUligc Auigeben da Bübnemaiurkit". Ttc dazu notwendige Einstellung des smAS soll van 2 auf 3 Jahre verlängert werden. Tte Verlegung deS Termin- der Benrcicrverfammlung m bic Karwoche mto adgelehnt. Eine Geldloltcrie jugunftat der LohtfahrlSeuirich- tungen ber Genofscnfchaft ioll demnachsi staltsmden.

7- Tic H n t d e r 111 a t Jena uili im laufenden Sinter- f>-meiner 1196 SmOierende gegen 1419 im. Suucncmcüet I9ub US . Toorn und 43 TbcoUk.m. 277 Jutmrn, 30« McOizmer und 869 Pd lowpbcn. Ter Gefamtdeiuch benjo: 1600, gegen 1337.

r i c ,.A n < n grub e". Ter «nen»igitt Todestag Ludwig Lnzcugrudei >. der auf trn 10. Tczcmbcr taiii, finde: nur» einen Teil De* einitt.m 'iammnutTur.bc am r.even. Die sich um ben Diäter u^ben letzten Jahren.icubart und sich ihm ;.i vt.tn hm NaincilTu* Alizcngntte ' beigel.-gi knie Ten ircueftcn Der Ge­treuen. den Karikatutmzeichn». Ernft Juch, ha: alt ixir einigen Monaten eben falls bn semen mann en: uhrt Von Juch ezruieri cut Dd'^ den Tichta i«ci einem WAitb bet.iniengru*" tm Gc'vräch inu :Kui*'i' Alt. trat ih»i Ja )ren als an,i. <no n Rcnnzitzer Dtritorbcnai Künstler, barüell: .'Aan kam in irgend cutcmBeiM" zusammen, erst betm ..Gaikrn . bann in ba Bum", zuletzt imGolden n Löwen . nv Die Ln^n^abe

nach dem Hinschcidcn chrcs groben Taujoathen w'ch dis in die längste Zeit, ent unter AUS, bann unta Iud>» Vorsitz meutaagte. Via traf man in gu.cn Tagen Den genialen Anzengrudcr-Spicicr Ludwig Martmelli, Die T icweiin Aba Ehmten, oen Hoftavell- mtvittr Hans Ridta, Vmconz Elnavacci. ben AnzengriwerDA». pi-ooten Tr Batclhe m. Tr. Heinrich Friedlung. Lewinskh u. a. m. Ttc Anten grübe bat auch das Hrwenbe Vcrbienil, für ein würdiges Grabmal bc5 IidTtn-3 und für fein Denkmal Sorge garagen ju 1-aben. doS in bat Anlagen an ber Auersoergikratze in Wien leinen Vlatz gefunden hat.

Wie Di. Looks Bericht geprüft wird. Lr ewoks langawarLta Berich: über seine EN>edttton zum Nordpol ioll durch fernen Sekretär LvnSDale nun mduch ber Kopenhagener Ibuxvritldl überreicht worben jein Lin befonbarr Prüfung-, uu-fchutz ist bereits gcbilbu; er >etzr jul) aus einer Reibe bekannt t ^vomieren der Lmonomre^ Mathernalik, ikograobii-, Biologie und einer Anzahl arfuuhcr ooricher zuiammen. Man erwartet ut Kopenhagen, baß bie 'Brürung fcine grosten 5djnnengteittn er- geben wird, aber man bat trotzdem ben Ausschuß unia Zuziehung cuta größeren Anzahl von Gelehrten gebildet, um gleich von Anfang an das Urteil anerkannter Fachlemezu gewinnen. LorauS- ilchllMr wird ber Letter der Kopcnhagcna Sctmwanc Vcchuele oen Bonitz übernehmen. Als arktiichc Sachoerstunbige rmb u. a. Äaoitän oDabrup. Hvmmnnbant Hovgaarb unb Roalb Xnumbiai tätig Senn das non Tr. Look vor gelegte Malaull von Dem Ausichutz eingehend geprüft und geiuhtet ift, wirb es cina zweüen Kurven chatt von Gelehrten zur aiogülngen En:>cheiduno vor. geegt: den 22 Mitgliedern bet Uni Da um tot»® i tun uun# TtacA Kvn.iivorunn setzt s,ch auS 2 Professoren ba Thcotogu. 6 Rechts, gelehrten, o Mcd.ztnern unb Ibmwlogen, 3 Bdtwkopb»cprofaiaren. tmem Zoologen, einem Mathematiker, euicm nutan trr unb einem Ldcwika zwammen Ent wenn btric Getchrrcn ihr Unetl gefällt baDtn und Duc Arbat bev enden Prufungsausichuif'.^ begutachtet haben, wird da- awgültige Urteil über den uniirnidMinhdKii Sai De« üookttven Berichtes gesprochen werden.

Kleine E dromk aus Kunst undWiffenschaft. -ter anal Drowuoi «a »uwtogiidxn Auattm... bet Ttet» a»ztli<acn Lochtouue zu Dres oe n, ^terar;; t >etz Med.Pim a.r. Aivcn ^«vhuc in Klcoucbltg bei Pirna ftiai am lu. T«^ innen «0. VNdnntiiar. Wfeb. Iusnzrat T: Io Hann cv Rc. gc l » bt t gc t m Ib u i t i n g c n itcbi au« eine 2o ia<jtigi Tatigfcu at« Po»mu>r an Cer Göt: m gct iinroeriiia: zurück ceut t*dnnuön ttt w u u i c n d a u i e n in Bauern Ilnivauultstebrcr «t cx «<u LS1*mnx.'r lehrte er m eriangir. Juntr. ließen, Wützdurg und '81^10.1 uno tarn im 'Xtöst 1N*4 na.7> -öu.ngen. >sa it l t: 6 rourtNc an alle» An«otbetangen enninichrnbe« Säuglingsheim anchier Tas nauhxmroi von;*. 1 uuu 1k t hat Der Juiuiet Alfred Rutban aus Fürth gtmncL

daß fub die ^'awtsadl der Besucher auf 1418 stellt. Sinterfemefter 190809 waren 11£B Studierende, 9 ^vfx.. '.annnnen. 69 Hörer und 84 Hörerinnen verbanden, so die damalige Ge amtdefucherzahl (1358- im lau'enden Bq. terjemefter um 60 überschritten war. Unter den 1261 $4. D irrenden befinden fich 37 Studentinnen LS w dm en fit dem Studium ber Theologie 70 darunter 59 Hessen. t*t Rechlswiifensckia't 168 (145, der Med n 203 ,91 , der Tit hell künde 107 <2-'> . ber Zahnheilkunde 19 14 . der Ph Ufopbic 43 (16, der Pädagogik 10 7, der Mathematik 108 <9Q ber NaNirwnfenichaft 98 (81, der ühemte 51 10, bei Pharmazie 2« (9, der ForttVrfienschafk 14 11). bet flt. schuhte 23 (15, ber Nässlichen Philologie 72 \63 und der neueren Phllologie 201 11831 Neu immatrikuliert nrurDei 239. ES studierten mit dem Reifezeugnis von v r.mnaf-r- 727 (142 neu immatrikulierte, von Rcolgymnafirn 259 - von Oberreal schul en 170 (39 . mu Zeugnis für baj 84 (10, unb mit sonstigen Zeugnissen 3d (10 . Aus Hessen stammten 834, aus anderen deutschen S.aaien 3 b (242 au Preußen. 27 aus Bayern. 10 aus Baden, je 9 aus Lachfen und Hamburg, je 8 auö Sürtlenidcrg und CLenfrura, 7 asj Elsaß-Lothringen. 5 aus Brounschioeig, je 3 aus MecNe». burfl«5d)n>eiin und Lachsen-Koburg-Gotha. 2 aus Lachse,. Scünar und je einer aus Sachsen-Meiningen, c.- rocr^burt. Sondershausen, Sck»war-burg-Rudoljtaor, Reu», 1 L. ui Lübeck, 65 aus anderen europätfchen Staaten 53 aus gtaj« land, 3 aus Großdritannien uno je einer aus Serbien.

garten und ber Turiei) unb 4 aus auüeteuropä.schen Staatti Udmilid) aus Japan). Von ben 70 Angehörigen ber w®. logischen Faiullat waren 5J Hessen, die jur.st.sche Fakultät zählte unter Ivo Stubierenocz: 145 He fen. d e mebi^ntfAi unter 331 13u Hessen unb die phttoiophiscye unter 6.-. 520 Hessen.

** Akute epidemische Kinderlähmung Vg, Westfalen eulge,^Ieppt, wo feil 1RV diese Krankheit epi- oemiid) aurmtt, zeigten sich im Sommer d. I cmzelit Falle in der Nahe von Marburg, Die wieder zu llcinem krinoemien Anlaß Qaben. Bon diesen aus wurde die K.ank- heu tm Oktober d. I nach dem Kreise Gießen und zwar na* dem Dorfe Garbenteich verbracht. Tort entwick le eine Heine Epibemie, bie im Dtiobcr und 'Mvemder w Zunehmen begri.fen, je-t im Erloschen zu fein jdKUü. lind im ganzen au t Eriraniungsfalle cnn.t.elt »jrotn. Der oeuen allen-uigs 3 tüolich verliefen ^.d.nvei wurden tn der Stadt Gießen, m Lollar, Klein-Linden uic Siefcd \e eine Erlranluny beobadnet. die fporubifd) auf traten und seither keinerlei weitere ErirantungsfaUc m Gefolge hatten. Solll-e sporadischen Falle von fogenanmt: spinaler iiinoerla^mung inuroen bei uns auch tn sichte Iaoren alliahrlich an^nrunen

Mrantlieil eine richtige an steck ende uranfhciL eine Inck tionslraukheit, gciuorocn zu fein. Ta>ür spricht der piay seitherige Verlauf unb bic Art der Uibenragung. Sie M eine richtige Kinoerirankheit uno bevorzugt bic iTjien A.nba jcchre, und von diesen wieder am mci .en das ziheike übe. Erwachsene können aud) crhtanlcn. Wenn wir auch bis ich: ben Anstedungsiioff nicht kennen, so ist doch nach ben fei Irrigen Erfahrungen bic Möglich leit der Aitstcaung auc dura- gcsunoc Zwischenträger cjtc große, tveshuld sich icbcr im eigenen Interesse und un Interesse seiner K.nver vor bar Vcrtchr mu Kraulen ober Angehörigen von ur Iran her sorgfältig hüten soll. Auf Anoronung oes Kretsam.s G.eßeii ist bie Kinberlahmung unter bie anzeigepflichtige- Krankheiteu ausgenommen worden. D.e behördlich^ Anordnungen sind somit Dieselben, nne z. B. bei S.tiarie Tchhthcrie usw

Lheater-Dercin. 21(1 zweite Cpemoorncang kommt am Dienstag, 14. d. MtS., Die etfolgteichne ber GegeniDart, ba« Musikdrama .Tiefland' von Eug«, D*9ll bett, zur 2lufsührung. Tanin erfüllt boe HostheM Darmstadt und der Theatcr-Vcrcm einen seit zwei Iahen immer wieder geäußerten Wjunsch zahlreicher MusikfreuMU Ta nun immer noch ganz irrige Ansichten über die Kost» einer CpcrnuorfttUung bestehen, fo sei der Voranschlag üt« die Kosten der »Tiestond'-Aufführung mttgeteilt. Tic Rech« nung des HofthcoleiS über die Honorare der Solisten, It: Chor- und Ccd)e|icrmUfllieber, des technischen Petsvaal» «1 der Leitung werden rund 2600 Mk. betragen, der SondOW Gießeu-Darrnstadt kostet 416 'DU., die 2tufführung-tanti-2 260 Mk., Theatermiete, Lichttönen 33i) Mk., TianlportN Gepäck«, der Instrumente, Trudfoften rc. 9u T(L, da« gs: eine Gesamtausgabe von 3700 Mk. Lern steht aber, fellfl wenn alle Pläyc verkauft werden, nur eine Einnahme «1 Abonnement und Tageskaffe von 2970 Lck. gegenüb«; ie daß mit einem Defizit von über 700 Mk. zurechieo ift Durch die Dor genommene kleine Erhöhung bet titex der Tageskarten wird der Fehlbetrag voraussichtlich ar 600 Mk. heradgedruckt werden können. Ta« zu rroarteeb» große Desizll ut hauptsächlich in dan starken Orchester vs 40 Musikern (gegenüber 3L bei den früheren Opern), fotre tn ber hohen Aufsuhrung«tant.Sme begründet. Aber auch : tantiömefrei« ,Frei,chuh'-A. ergab ein Defizit vM

450 Mk. infolge der Anschaffungen für die Wolf«ichlucht urt bet den oorhergegangenen edensall« tantiömareien Opern w® ebenfalls em Defizit zwischen 200 und 300 Mk. zu ver­zeichnen. Somit folgt, baß bet den segtgen Eintrittspreise Gesamtgaslfpiele einer ersten Operndühne, selbst wenn die wie die Tarmsiadter, al« solch« gor fernen Gewinn au« chae zieht, stet« mit einem Defizit odschließen müßen.

- Die Hesfische Vereinigung sür Volk«ku»d« hält 6am«log, 11. Tez^ nachmittag« 2 Uhr, ihr« Genera- Versammlung in Frankfurt a. TI., Hotel .Teutlch« Kaiserhof', ob. Au« der Tagesordnung fintz defondeM erwähnenswert eine Besprechung mit den Zertrete» d«

Huioii'chcn Vereine m Hessen über bie Jnongirsfuahme nm Sammlung der Flur- und Gemarkung«namen «* Großherzogtum Hessen, bie Ltaatsarchioar !' Dieterich, Torrn nabt, ctnlcittn wird; außerdem an l<ai- trag de« UniversitütSprosefsor« Tr. Helm, Gießen, üba .Werden und Vergehen m Volksleben', der r1 dem von fast ollen Forfchern btllogtcn Niedeigonz bet Brauche unb 6Uten Stellung nimmt Zu ben VoMäg« ist sedermann al« Gast willkommen. Sie beginnen u* »'/, Uhr.

** Alldcuticher Verband In ganz IcundTUnU) 1 nn £x>mmct Dsc große Veficmng»ntiaLt vor ucu.i> caoueWi Iahten gernert .x.wi, in Der Alwurus oen varuS |d*ut I* tkUCäiiumnuna «cniät baten btnk: Tiaxung und i-aurytiiJiÄ > s eine Zsort gcbat-i. Dee cdjody und ihr Held nunba dl Vvrdc.iruno Ter mjifftn in Stern borten uattfindenDc VottrM 6c# Profcior 5 11 a J über T<u« CblaaD tn Dn ..kuaclti«! b* a«nt Maur: Roms wttv aas nntdm VV'djebnu in Den murnjW Zmanuncnpang ctnmbai unb Der xxoaiung der n*