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Seullch-ponugiesischen («iibclvöerudj« an einen Ausschuß von
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fliehen aber folgende*»
Berlin, 7. Tez
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(ßcridtofaal.
Marirz, & Dez (Id. In dein großen Schlacht» Haus Prozeß geyen bie sechs yallcnmn^er, btt wegcu Unrc.iuhlcuen cnllaffen roorden waren, unb mehret Mclrgcrmeister wurde deute das Urteil gesprochen *nu ^-akcnineifter er hu i t 3 Monate Gefängnis, einer 2 Mormr? und zwei andere -lLonat. Ferner erhielten zwei Metzger* mcifier, die zugleich Vertreter von 1 ehverjichcruLgdkatjer: waren, je <MX» iHL uklbfirqe. £ic :b regen Lngeklogta. wurden frei gesproßen.
klcgianuii:
Ter Re»ch-:og uberivie* ben (himniti
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*Ä Mug liebem und veriagie sich bar an’ mH Tonnertiag. Äuf der Tagesordnung siebt die afte Lesung be< Giatf-
2aju Itn'rrt fclgcubcl kurze StnxuaungiWb eui Berlin noch die fcainiüngrc:
Jn ter Lbendsiunde batte man tu Kieler Lnslvracke be»
endet und noch befcattrlofet Strabldurtan) der Rvigesetze für du Handel-- deziedungen za» britischen Rnch nnd der Lüwen- im» fc?ei,ra»rriorgun| roanDte man sich den neulich adqebrochenen Bertactlungen über den co r tu gihfdjtn Haudelsoerirag zu. Ter Lirae-ietretäk bei lal» u>erti;rn, Herr v schoen natm d » Bert, und m.hriach sprach auch der Siaatlitlretä: bei Innern Tr. Teldrück Herr o. Lchven machte in der bet tbm schcn bekannten 8rt einige ganz allgemeine Betnertunzen. du zur Zurückweisung der Klagen über du Bestätigung und Er. folgt unserer an den Berkandtun^en mt: Portugal beteiligten Tipto- mauv bestimmt waren. Tat Robert »erbrach er für den Latlchuj. Herr Deldrück glaubte bie Schwäch« seiner Sof/.ian als «denen, irrtet der Benragsosrlage dadurch verdecken zu Renen, daß et bie Kritik oom Lonuad-nd ili die Auffassung einiger roemger in ter ei fierten Indu- rtrien binfuflie. Tr. Sire'emann wies diese Entgleisung nattrudad' ;uruck und stellte fest, daß der Äjgeorbse e Tier kl im auidrudli Len jtufuage der nauonaUibira en Fraktion und znar nach eingehenden A.'ak'ioi'stxrbanblungen gesprochen bade. An ter nrch febr lange aus qecebnten NuSiprach« betcüifii n sich von t r Uu.fen neben 6:resemann du Lbgg. Golbein und kidboff. Schltchlich wurde d<r Handeivenrag einem nu schuß zur Pru ung überwiesen. Lm Touoertiag be« «um: die erste Lelug de« Kicus. Ter ükeich-kanzler vonBelymann- y o 11 w e g wird fu einleuen.
Boritage gehalten werden. Ieyt imro em zweuei *i teil j o u c r bo d) eingerichtet uns näch'ien Sonnto <
VT. Frankfurt a. M., 7 Tc> Tie jtä 1 i
genehmigie heule tne «raotverorsnttertrcnaminlung nei :wei>'runmger Crcrterunn gegen die «t.atmen der ab brrnnfraxen diese Nachzahlung, was eine SKebran*qabe v-r 160000 Mark erfordert.
t. Dies baden. 7 Dez. Heute adend verübte n» Hanse CranunfrraBC 22 em bei der Witwe Buch ;u Bdue weilendes Liebespaar Leldpmord Cs handelt ft* un den aus Karlsruhe stammenden Kandidaten Lug. Zimmermann und die Io*!« eines angesehenen Dies- badener Beamten G ertrude Laue Das Lied.'Svaar hat etet Reche von LbschleoSbrieien hinterlassen, in denen als Men» der Tat unglückliche Licke angegeben wird. Rach erneu der RedaUum des „Dtesb. Hentrolan>' urgegangene» Schreiben Lax sich das Mädchen iu.*rt erscho s.n und ba.-u chr Gelebter. — Heute morgen mad te der 17;ahr.gr Unter- vrtman« Jul. Rosenthal auS Langen,chwaidach j, seiner Dohnung in D.c^ba.en, Iaulbrun »en.rase ö eine» Selbstmordversuch Sr wurde mit einer schwere, Schußverlepung in der Lunge inS Krankenhaus gedracku.
für 'J}n antoter. Der Abfl Strurt mentte werter. eS bstkänden Ltiritrinungen, aber fu wurden nicht befolgt Ich wäre dem Abg. -3trur< austeroroentlick» dankbar, wenn et mir einen riiuigen Fall nennen molltr: 3t* können sich datant verla''en. daff ich rtfdit gering rinaren-n ro<toe Mu einer solchen allgemeinen Redensart fann >* aber nichts machen Seiler »st uns mangelhafte Dirtjchaftlichketl be«n Bet kauf von alten 3chnien oorgr • rootfen word.n Denn ein solckuS, wie •- B oer „Stoich", für einen 3vest2l»weck engriauft wird, so ist c- natürlich, dag da ein höherer ßr/13 erzielt roirh Für uns aber irr e- cm Ladenhüter. ES 6cnh.it sich rnt wieder um den Berkau' bei .^QiierabUz". Ltr Haven un« du grbp.re Muhe geaacn, überaft beni mir fragt, um ihn ;a verkaufen, es ift und nicht gelungen. 3oll ich nun daS 3chff verfaulen lassen, ober soll m> eS verkaufen? DaS tun denn da bie grnF.cn Schäfte? Las t >'t da kaufmännisch?
. Nknn der itaalaiefrctar Dann sagt, lieber weg damit, als uns mit der weiteren üonican<rung ju b.lafun; denn konservieren müssen wir eS, und das kostet immer 10 bii 20000 Mark Mit ui icrtur oorgewor en worden, da l^>as In- neulor aui oen 3chiffcn tu knavv gehattcn werde. Ich follte meinen, dah ich dafür eher ein Lob verdiene.-Ich,dolle die In- verdate so knavv rote möglich, weil eS ein 3oarsamkeitSorinzic- ist, unb ich sehe auch das Inventar herab, wenn daS schiff niugt mehr tn erster Linie steht. Mir ist auch der Dorwuri gemacht wochen, baß bie gestern oorgetragenen Zahlen nicht ganz richtig «icwefen fmb. *?£bet auch Abg. 3truve hat bei beiier Äblicht sich Irrtümer bei seinen Zahlen zu schulden kommen lauen.
Abg. Severin- (soz.): Die Mißstände kommen sicherlich nicht nur tn Jael vor. T>c in Tanzig und Wilhelmshaven bestehenden UebelHänbe sind bloß noch nicht auigebeat Der Redner beseitigt sich tn nahezu cmHünbigcn Änsiuhrungen mu Zer- halimiicn auf der Tanztger Serit und richtet Slngniie gegrn die Derwültung der^dortigen DohlfahrtSeinrichtungen durch den Aorvetten-^avitän Simon.
6jcb. AdmiralitätSrat »ar mS: Ich muff oen angegriffen Korvetten-Lavitan verteidigen, obgleich dieS mit den Dingen, die tnrr hier Dcrbanoeln, gar nichts zu tun hat. i3u)timmung.) *Xa.l 2Ltbcu.r i stcnUasfen worden, weil er fozialdemokranicher Agitator war. Lärm der Soz.) Soziatoemolratifche Agitatoren dulden wir auf der Werft nicht, iflcuall rechts. Lärm bei ben 3oz.)
Abg. Tr. Leon hart (Fr. Dv : Ter Staatssekretär hat rauf) in feiner gestrigen Rede behandelt, als ob auch ich altes Eisen von der Werst abgefahren Hütte. (Heiterkeit.) Er bot Behauptung, n widerlegt, die ich gar nicht ausgestellt habe, ftottlinks.) Tas ist atterdings eine Art Polemik, die kbr leicht ist. Der SiaatSsekretär ist unS immer noch eine Aufklärung schuldig, weshalb den Sachverständigen der Werkt die t^neb- migunq zur Aussage vcriagt worden ist. D"S hat im Anf>-g deS Brozesfes den denkbar schlechtesten Eindruck gemacht, zumal der ganze Droze ßdoch erst aus Veranlaifuiig 0c6 RcichSmaiincanitS cinflelcitct worden war. (Sehr wahr! links.) Meine lacuiiüKn Ausführungen halte ich nach allen Richtungen auiredU, uno ihre Richtigkeit ist nur beule noch bestätigt worden, (»ort, hort! linlS.) äiaattfefreidt u. Tirpiy: < ic politische (Veiumuiig bei Sir- beiter hat uns nie berührt. Air haben nie ctivas dagegen getan, wir hoben eS auch nicht nölig gehabt. Die Enilassnng des er- wähnien ülibcüeve ist nur er'olgt, weil er als Agitator geivirkt hat und dadurch llnkrieden in unseren Betrieben erzeugt hat. Tast roir zwei Beamte m Riel nicht als Sachverständige zugelassen haben, nt geschehen, weil diese beiden Beamten dieienigen waren, in beten Betriebe llmerschleike vorgekommen fein «ollen unö die bie Bor- Untersuchung geführt hatten, und iucil wir von vornherein annahmen, das; die Stanti-anwalischast diese beiden Personen als Sachverständige nicht akzeptieren würde, ivae nachher leitend der Staatsanwalt' schalt ausdrücklich auch erklärt worden ift. Im übrigen aber tu weder diesen beiden, noch Irgend einem Beamten ein Zwang au'- erlegt worden; sie konnten aneiagen, was sie wollten. Nur als Sachverständige auözusagen, haben wir nicht gestattet. Ein gewisser Zwiespalt zwischen Technik und Aertvaltiing wird immer sein. Chne Verwaltung gebt e- eben aber nicht. Wogegen ich mich nur wende, ift die Verallgemeinerung der Mißstände in dem Betriebe des Altmaterials auf die übrigen BerwaltrmgSzweige. T-cr Verkauf alter Schiffe an das Ausland klingt sehr verlockend, und Anerbietungen sind uns auch schon gemacht worden. Aber tnese Irage kann das Rcrckrs-Marineanit allein nicht ent-* scheiden, es ist eine politische »rragr, die lediglich in Vereinbarung mit meinem Kollegen oom Auswärtigen Amt zu behandeln ist Die .Herren werden mir aber zugeben, daß selbst, wenn einige tausend Mark mehr daran verdient werden, das gar keine Rolle gegenüber dem Faktor spielen wurde, daß das Ausland gewisse .Folgerungen daraus ziehen könnte, bie uns unbequem sind.
Abg Erzberger Zentr . Parteivolitiickte Bestrebungen stwllcn auch wir nicht in den 9ictd)4betrieben dulden. Nun heißt eS aber in dem Danziger Falle, der Arbeiter fei entlassen worden, weil er von zu stu.no tger Seite alS Agitator bezeichnet wurde DaS ist das lür cuic zuständige Seite? Ist das cm Schutzmann? Ein 3DumEin Ocbeimyoliniit? Wenn bie Der- waltung nach der politischen Gesinnung der Arbeiter recherchieren würde, so märe daS eine Beeinträckstigring der politischen Freiheit der Staatsbürger Alle Parteien mu'ien dagegen protestieren. Ich will au; den elanbal von -bauowiv gar mdu euigehen. Lärmende Zurufe von den Polen.) Der war eS also, der der Marincvi-rwaltuiig über daS politische Auftreten der Arbeüer bcrickstete? Staatssekretär v. Tirvi'o Der Polizeipräsident! Auch der hat fein Recht dazu Nach den (Entgegnungen des Staatsse.kretorS auf die vielen Vorwuric habe ich den Eindruck daß alles beim alten bleiben wird Er hat aeschcckt die Haupt- fachen unbeanttoortel gclafien und ist auf Nebensachen eingegangen. Er hat erklärt, ein ütaufmann vaste nicht an bie Spitze der Werft Niemand da: das verlang: Ls kann ruhig ein 'Admiral derberste iein, aber neben und unter ihm sollen btc Kaufleute und Techniker berücksichtigt werden. Es fehlt unS leider noch cm ReichSbeschafsungSamt. Ich habe ben Herren vom BnndeSrat mehrfach Zeugen genannt, sie smb aber nie vernommen worden ifcürt! Hört!)
€taai3’"cfrctdr v Tirviv: Ich ruft das Haus zum Zeugen dafür auf, daß ich mir die größte Müde gegeben habe, auf alle bie vielen hier angeregten Fragen nach 'l'i'ogiidrftit einzugehtn. Ich wäre Herrn Erzberger sehr dantvar, wenn er scurr Jtollcgen urranlaiien wurde, mir daS Material zu üderqeben. Tie Beschwerden ro er hi n weiter untersucht werden. Jedenfalls kann ich cs mir zunächst noch tnirdwu« nicht vorstellcn, daß wertvolles Material über Bord gcroorftu tvürde. Grundiänlich kümmern luir uiiS um bie politisch« Gesinnung unserer Arbeiter nicht, lle können icbe haben. Aber mit haben einen PastuS in bet Arbellerordiurng, wie alle StaatSberr.ebe, darin heißt u: iie dürfen nicht sozialdemokratische Agitatoren oder sonstige Personen fein, von denen vorausgesetzt roeroen hart, daß sie den Frieden zwilchen Behörden unb $lrb*umt oder der Arbeiter untereinander stören. i^Beif. rechts.) Nach diesem 3tß’.ibounh perfäbrt bie Marrne- oerwaltung. wie alle aitöeren Staatsbetriebe. Auf bieiem Standpunkte werden wir auch ui Luiuntt verharren. Bei'all > Ich stimme m,t Herrn Erzbcrqer barm ubervm. daß eine Konzentration des Beschaftungsweseno richtig ist, uns bin da im Gegensatz zu Herrn Leonhard, obwohl oder weil Herr Gr»- berget her Z e n t r u tn S m a n n ist Große Heiterkeit Zürnte bei den Sozialdemokraten: Well Tie HpbinibeidMfiung ist schon konzentriert Löenn der Staatssekretär die Marine vorwärts bringen soll, dann muff er auch die Courage haben, einmal vorbei zu bauen. Wem, er diese Eourag mdx bat. dann wird er vor Kleinlichkeit. Pedanterie und Aengnl.chkett an den einzelnen Fragen haften und mit dem Ganzen mü.i vorwärts kommen Für den Staat.aekretär kommt cs darauf an. das. tr die Nase über Waster halt, öaüjet die große Richtung mncbält Beifall.)
Abg. Legten 3d Im vorigen Iabre hieß es nach der Rede des JciUrum.-maitni . „Cbtwn1. ti der Ze,.tru:uspartei anachört". fetzt heißt ec ».weil er ün angehön". Heiterkeit Sehr gut! links
Oberlehrer beanfpruckiten brfcu . ^leuchsteUu ftaatlicnen Lehrern die Nachzahlung der ! fd)lonuicn GchaltSirhchung feil dem 1. Aprll 19(fc. Hui Grund eures Jted>tigutad^tevs deä ArpfefforS Sabanb
2ht> 5/aOt und Land.
Gienen. 8. Tezember 1909.
•• TageSkalender lür ‘HiltiDOd), 8. Tez.: Stabt« theater: ,ite Stutzen der Gesellschaft" Ansang i Uhr.
h o n i e i t ö e r e i n : linier Ehor » Abend. Weihnacht»- Oratorium von Iog. c cd. Bach. AceudS b‘/6 Uhr in der ^.taöUirche. .
•• i) oft rauer. Ter Grosiher;og hat wegen bc8 9lb- leben» der Prinzessin Waldemar von Dänemark eine Hoftrauer vom 5. d>S etnfchll 12. Tcz. angeordnet.
- Ordensverleihung. Ter lläntg von Preußen hat ben Roten Adler-Orden zweiter Alofje mit Eichenlaub dem Obersten cl D. Becker zu Darmstabt verliehen.
**BonberIagd. Lu» Lbsrhes, en, der Lasingegcnd unb Slar«cnburg ivicd einstimmig berichlet, bau bie nunmehr geschlossene Hühnerjagd so gecing w.e sc t Iaßrcn nicht geivejeu sei. Schuld daran trägt bad ungiiuingc Weiter in oiejem Zrühjal-r. In mannen oknuinungen, in bencu sonst mäljtciiD oer Iagozeii 2UU Stück Rebhühner erlegt wurden, kamen in diesem Ia^re nur 20 bi- 30 ^ur S'recke. In Starkenburg war das Ergebniö etwas günstiger. Die Ha.en^agd erg.dt m die,em Jahre auch nur den vierten Teil wie sonst. Ter crsie 3a[i ist durch den anljaüenben 3ajncc uno Halte un März b .I. arg mitgenommen morden.
•• Ter Verein Aanaria für Gießen unb Umgegend hielt vom 4. bis 6. Dezember, wie man uns erst t/cmc schreibt, ün Postkeller seine 4. LokalauSstel- l u n g, verbunden mit Ptainiierung und Verlosung, ab. Obwohl oer Besuch der Ausstellung wegen deS 1. Grogener Brr- tel)rstages am Sonntag nicht so rege war. kann man doch die Ausstellung in jeder Weise als wohlgelungen bezeichnen. — Bet der Piarn«ierung crqtcLcn sur gute Leistungen Preise: Rohde und Biertelhauien goldene Medaillen, Loch, Rohrback), Petry und Simmer silberne Medaillen nebst Ehrenprer.en: weitere Ehrenpreise erhielten die Mitglieder Heß, Sck>neider und Uhlenhaut. Ferner wurde Edgar Boirrnanu, Gießen, für ausgestellte Aa|igc und Zuchtutensilien die goluenc ?Reballle zuerlannt.
•• Stadttheater. Tic erste Kindervorstellung dieser Spielzeit findet am nächsten Sonntag nachmittag bei Vollspreisett sta.t. Gegeben wird daS Märchen „Bar f ü sich en" ober „Tie drei Männlein im Dolde".
"HessischeSHeldenbuch. Unter diesem Xitel erscheint soeben bei Emil Roth in Gießen ein neues Derk von Alfred Dörckel, das in klarer, ausführlicher Weise vom Homburger bei Fel-rdellin bis zum Ballenberger bei Llivnitza die Ruhmestaten hessischer Fürstensöhne schildert. TaS mit zahlreichen Porträts und Schlack-Unibildern geschmückte Buch durste als Festgeschenk auch für die reifere Jugend sehr willkommen fein.
" M it ein em Wagen der Elektrischen kollidierte gestern Mittag Ecke Sonnenstraße und Schulstoaßc eine Droschke. Tic Sache lief verhöltniSmäßia gut ab, es kam niemand zu Schaden, wohl aber waren sowohl am Straßenbahnwagen als auch an der Droschke je eine Laterne zertrümmert.
" Flüchtig geworden ist der Landbriefträger Löwenstein aus Wieseck. Er hat sich der Unterschlagung von Postanweismtgcn schuldig gemacht: Untersuchung gegen ihn ist ringe leitet
4.* Grünberg, 6. Dez. Heute nacht ge$en i^3 Uhr wurde unser Städtchen alarmiert durch die Signale der Feuerwehr. Es brannte eine ge.üiue Scheuer auf dem eine halbe Stunde von hier entfernten Warthofe. Weithin war der Feuerschein am Horizont sichtbar. Als bie Feuerwehr bald darauf am Brandplatze erschien, war die «scheuer bereits vollständig abgebrannt. Verbrannt fmb außer bedeutenden Sliolwoitäten auch verschiedene lanb- nnrlscha tliche Maschinen Auch rin dem Dreschmaschinen- besitzet Start Dörr in Grünberg gehörender Tresckfwaaen ist mitverbrannt TaS Feuer wurde auf dem Hofe fei bst erst sehr spät entdeckt da dec Pachter Sohnmann mit Fa- mllie in Grünberg im iafino weilte Der Hof gehört dem Herrn von £ettuiger. ES liegt sicher Brandstiftung vor. Ter Schaden dürste durch Bereicherung so ziemlich gedeckt fein.
— Weickartshain, 7. Dez. Ein schwerer Unglücks- fall ereignete ftdi heute morgen auf dem Anschkußslci- des Bergwerk- ..Gcwerlichafi Louiic". Ter 17 jährige Ocubcnarbeitcr Rock au- Läutern war beim Dagcntchielxn unoocfidihoer Weife znn.chen
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der Tod sofort cinirar. Rock wurde als ein fleißiger und braver Arbeiter gcidulhcrt
* hornderg a d Ohm, L Detz Im L r i e g e r. verein hielt gestern abend Herr W. Stephan aus Staufenberg un Saale des Fraulfurter Hofe- einen Vortrag über feine ürtegöerledniffe in Afrika, zu den» ficb tut' üinkaduusi Die Einwohner unseres Städtchens in sehr großer Zahl emgefunben deuten.
L. fjttebbctg, 7. Tcz. Schon seü längeren Jahren besteht in unserer Stadt ein Feicradend für Jünglinge von 16—20 Jahren ohne Unterschied der Kon'c ion, der sehr gut besucht wird und m Sem fast jeden Sonnt.-1 ndendS
Krieg$gerid)t.
th. Sießeu. 8. T«
Am Montag Der&mbdtc hier da» irüglgeridn zwei Äs- klagcn Im ersten Fall war anacflagt her erst nuaenticec Musketier von bet 8 Kompagnie Becker I au- GuntetSbau m bei Al-feld wegen ^örvcroerletzung mittel- tze'LbriuLem Werl- zeug. Ter GeriäuSdof aus Kriegsgerichts tut Koch, Ver- hanblungSlriter: Maiot Heuet, Vocsitzendet: Hauptmann tsen- ichau uno ben Oberleutnants v Boeltzig uns Ernn v. Pmtz aH
r. ÄnklcFeocitretet wat Är
Angeklagten trat zur Last gelegt, bau er vor dem Iiatutinti:.: in Erfurt-Hamen bei Mato arg auf der Kirchweih den 2ieni- knecht Koch mi: einem Schnapsglas auf bat SUy gcärlage» t: so daß die et blutete. Tic SSerbanblung ergab, baß bet tx.TuntcM Koch oen Angeklagten beleidigt hatte, und dieser aber ia al la Ruhe oen Trunkenen aufgeiorbert batte, er solle ibn geoen kfiet. Koch ging aber nicht, fonbtrn machte Miene tätlich zu werde», rcoram erst Becker zuhieb, um den Gegner abzuwcbren. I:: Antrag deS AnllagevertretetS sprach da- Gericht den Angcflagtni frei, weil er in Notwehr gehandelt hat — In der zircitm Sache war die Rtchkervank mit zwei KtiegSgerichtsräten dekcU Oberleutnant v. Pentz schied au», unb an ferne Stelle trat Kriegs- gerichtsrat Heß. Kriegsgerichtsrat Cbcnauer vertrat du Ar klage, die sich gegen bei: im zweiten Jahre bienenden Musketiei Lippert von der 2. Kompagnie des 116. Infanterie iegtr wegen Gehorsamsverweigerung, AchtungSverlevung unb Wider, feyung richtet Ter Ängellagte wird, da cS sich um ein: fdnw Anllage handelt, von Leutnant Ismer verteidigt. Ter Ang.lleg« erklärt zu bem schweruen Punkt bet Anklage, der tiibcnre Er habe mit Urlaub Daieben, idic eine ganze Reibe von H taben, Sonntags nacht» 12 Uhr Einlaß am Xafanentoc gefu AIS er mit bem Musketier Freund über ben Kasernenhof einen Soldaten mit einem bellen, eigenen Mantel habe vor geben sehn, ben er für einen Einiährigen hielt, habe et neben sich gehenden Kameraden gefragt: ..Soll ich dem jährigen da vorn mal ein- versetzen?" Freund airnberte: „M du bist wohl verrückt, das ist ja rin Unteroffizier." Ter geklagte will bann e*mas schneller zugegangen fein, um zu fetz» ob her Soldat im eigenen Mantel cm Vorgesetzter oder rr Einjähriger war. Tiefer blieb stehen und drehte sich um. eii nun akannte der Ängellagte den Uiueropijier Wolf von itwr Kompagnie. Wolf erklärte oem Lippert, daß et ibn am anbei Morgen melben werbe. Lippert, der, wie er zugesteht, bet k» Zusammentreffen keine militarifcbe Hallung annabm, fegte: ,.T> werden Sie nicht tun, bann werde ich Sie auch melben." Kne-tz- gerichtsrat Koch trug den Angeklagten, ob er an dem frs- licheii Abend angetranten war, was dieser belebte. Ter Ver hanblungdlriter ertlärte, Liovert habe hoch imiien müffev, Mi er nachts auf dem Kasernen Hof keinen Einiährigen habe t können. *£r fottc doch iugeitcbvn, bau er euch von diniert Unteroffizier Wolf erkannt habe, es fei leicht, m bei Tunke einen Unteroffizier an ben weißen Treffen zu etfcmicn. L' bemerkt, der Mantelkragen halt bie Treffen verdeckt, et geglaubt, der Soldat vor ihm 'ei ein (rinübriger. Lipvert at Idjulbigt fchließlich ben Voriall mu feiner Trunkenheit. I* als Zeuge vernommene Komvagniechef des Angeklagten. L'oiä mann v. Kamekke , lägt au-, oai> Lippert ein guter -criMi fei, gegen ben noch nie ein Unteroffizier geklagt habe. I: Monn neige aber zum Trunk und fei, nvnn er angetrunken H unverträglich Unteroffizier Dolf will in jener 5äd)i rn Lippert nicht gehört haben, daß diefer von einem Einig c-o gesprochen har. Er glaubt gehört zu staben, daß dieser * eine hauen wollte. Al- der Zeuge hem Musketier er (la rt ktr er werbe ihn melben, hat dieser erwidert, bat werde er nicht txr wenn er ihn melde, werbe tr Lippert auch c ung wach» daß verschiedentlich wegen fernes
AnzugS angebalten habe, wozu ihm daS Recht fehle. Ter 3a<■ bat den Angeklagten für angeirunfen gehalten. Als der ZoM zum erstenmal beim Hauptmann vernommen wurde, tarn M Sprache, daß Seraeant Setzer dem Lippen am Tage rot 6» Vorfall befohlen halle, bu eigene Mütze abzufc -n und dagegen die Tienftmütze zu oertam'cben. Livven bade sich «dm daran nicht gekehrt unb et ft, als Wolf ibn 10 Minuten darauf gestellt hat, ist der Besetzt au-getüdn iroibcn. Ter.yvt" bemerkt noch, daß Lippert in jener Nacht, wahrend er mu ür sprach, eine unmililänidie Haltung zeigte unb mit den Hävtz«: in der Luft herum fuchtelte. ^Au#ldtet Freund fügte b stimmt aus, daß bet Angeklagte ui jener Nacht ben voraeieve lür einen Einiährigen gehalten Hal Tie Aeußeeung: ..Toll mal dem Ernjährigen eui» versetzen", ha: er bestimmt gtbir Es wird von einwand-freiCii Zeugen bestätigt, daß Favnd .** Aeußenmg noch in der Nacht anderen Kameraden auf der 6a* rotebergegeben bat. Freund erklärt, man habe d:c Irrigen t4! Wolf von Hinten nicht sehen können und versichert, daß Lwt' sehr stark angetrun'cn war Tie tocilucn Zeugen unlrritHf bie Anklage in verschiedenen Punkten, bie Übrigen- durch M Geftänonis des Lippert schon hinreichend ernnefen ist. Krng^ gerichtsrat Ctcnaurr ist Der Ansicht, Our mau den '.1n-ekl«-to: ui Rückficht auf seine bi-herige gute Führung, unb weck « in jener Rächt angetrunken war, roeaen der WidersetzuNg k’ bet geringsten lulänigen Strafe ron 6 Monaten Grfängnit bestrafen könne. Lippert bat außerdem einen Vorgesetzten tnxtua Drohung zur Unterlafiung einer Dien «Handlung, nämlich rne Meldung, ndtipen wollen Ter Anklagevertreter beantragt, d eine Heiamtaeianzni-strafe von 6 Monaten und d Wochen M erkennen. Leutnaiu I-mer war der Ansicht, daß bet geklagte nicht ernstlich die Sldsicht gehabt hat, das ftnliHjifrr.. was er in seiner Angetrunkenheit geiagt bat Ter i 96 Ml Militär-Strafgefetzbuchc-, der oa- schwere militäri'che eayb» gegen die Tl-zuKin behandelt, fei ces bald nicht ..n zu nehme-- Dä- Kriegsgericht erkannte den Angellagten im Sinn der klage für schuldig und verurteilte ibn zu 8 Monate» »»■ 1 Tag Gefängnis. Der Verhandlungtleuer dearündete b» Strafzumessung damit, dau ~.ppcti «ich in jener Rachr anfer- ordentlich ichroet an der Militätischen Di-ziplin vergangen tz-. so daß der Gencht-tzoi die beantragte Strafzeit nicht nix n# auSrcicheTide Sühne ccbalten bat Ter Angeklagte erklärte, ix eS überlegen zu wollen, ob tr an ba» Lber-strieg-gericht K wenden will. .i


