Ausgabe 
8.12.1909 Erstes Blatt
 
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Wetleraussichlen in Liessen am Tonnerslaq dem 9. Dezember 1909: Vielfach Schnee, kälter, mäßiger Nordwest.

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zum Opfer gefallenen Personen hnntte bisher nicht festgestellt roerben, da sich noch mehrere unter den Trümmern befinden sollen. Die Feuerwehr Hot nur noch mit den Löichar besten zu tun.

Tie zweite Explosion.

Hamburq. 7. T^. Gleich nach der ersten Exploswn, be­gann man die Berletzren ins Krankenhaus zu schaffen. Inzwischen erfolgte durch das Ueberfpringen der Flamme eine zwe i tc Ex- Vlostion. Erst nachdem konnte die §eucn«hr, dre bis.dahin völlig machtlos war, erfolgreich eingreisen. Die Flammen schnitten den Züchtenden Arbeitern den Landweg ab und ließen ihnen nur den Weg ins Wasser offen. Infolge der Löscharbeiteu ist die Um­gebung der Gaswerke überschwemmt und der Ver­kehr behindert. Bei der sroeiten Explosion wurden brennende Holzscheite weithin in die umliegenden Strafen geschleudert. Tie Bergungsarbeiten werden fortgesetzt, da man noch Tobe unter den Trümmern glaubt. Ti« Zahl der Getöteten wird auf wenig­stens 2 0 «schätzt. Tas Feuer ist soweit gelöscht, so datz man zur­zeit an ine Löschung des Innern der Gebäude gehen kann. Für den noch nidxt vollendeten Umbau der Gaswerke hatte die Bürger­schaft 1908 14 Millionen bewilligt.

Die Ursache der Explosion.

Heber die Ursache des ExplvsionSunalücks wird berichtet, datz in dem neuen Gasometer plötzlich Risse entstanden. Tas ausströmende GaS drang in das Retortenhaus ein, wo es sich an brennenden Lampen entzündete: in diesem Augenblick erfolgte die Explosion. Tie Flamme fegte über etwa 25 in der Nahe des Gasometers beschäftigte Bauleute hinweg und verletzte sie zum Teil tödlich. Tie unterhalb des Gasometers belegene Kan­tine wurde vollständig zerstört und drei darin be­schäftigte Frauen getötet

Die Opfer des Brandes.

Durch die Explosion der beiden Gasometer würden nach den bisherigen Feststellungen 10 Personen getötet, 41 verletzt, 17 weitere Personen, die in dem Gasometer beschäftigt waren, gellen

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Explosion der Hamburger Kasanftait.

Die mir geftern abend durch Anschlag an unserer Geschäfts­stelle mitteilten, entstand am Nachmittag in der Gasanstalt zu <?amburg eine starke Explosion, die bedeutenden Schaden anrichtetc. .Leider sind auch Menschenleben zu beklagen. Folgende Drahtnachrichten sind uns im Lause des Abende - u gegangen:

Hamburg, 7. Tez. .Heute nachmittag explodierte im Freihafen ein neuer Gasometer. Tas Feuer griff auf Las Dach des alten 40 000 Kubikmeter fassenden Gasometers über, bec ebenfalls explodierte. Bisher sind 6 Leichen ge­borgen und 40 Verletzte ins Krankenhaus entgeücTert xnrden, von denen mehrere starben. Weitere Explosionsgefahr ist ausgeschlossen.

Hamburg, 7. Dez. lieber den Brand der Gas- anstelt auf dem deinen Grasbrook wird weiter gemeldet: (>jcgen 3 Uhr nachmittags explodierte aus bisher unbekannter Ur­sache der noch im Bau befindliche Gasometer, in dem sich ca. 10000 Kubikmeter Gas befanden. Eine Hochaufschlagende Stich­slamm e griff auf den alten Gasometer, der 40000 Kubik- iretcr Gas enthält, über und setzte das Dach in Brand. Infolge irr abgesonderten Lage war es der Feuerwehr nicht möglich, nahe genug an den Brandherd zu gelangen, so daß um 4 Uhr 40 Min. das Dach zus am m enstü rz te. Dadurch wurde der Gas­behälter ebenfalls zur Explosion gebracht. Hunderte von Metern stieg eine gewaltige Feuersäule in die Luft, glühende Teile des Gebäudes und brennende Koksstücke mllfuhrend, die weit in die umliegenden Stadtteile und in den Hafen ^hinaus ge­schleudert wurden. Durch den ungeheuren Druck der Hitze wurden i)-e Umfassungsmauern gesprengt. Auf der Brand- fidtte selbst wurden bisher sechs bis zur Unkenntlichkeit ent­stellte Leichen geborgen. Ferner wurden 4 0 Verletzte in das Hafenkrankenhaus eingeliefert, von denen bisher mehrere ihren Verletzungen erlegen sind. Die genaue Zahl der dem Brande

coenfalls als getötet. Die 'Feuersaule war meilenweit hin sichtbar Nach AuÄaaeu der Aer^ste, sind dre Toten iaioci verkohlt, berat sind sie durch die ungeheuere Hitze der glühenden Eiscnmarse ftrifc gebrannt. %jd' der ersten Explosion wollte man ben zweiten Gasbehälter retten, der 50 000 Kubikmeter Gas enthielt. Aus dem brennenden neuen Gasometer walzte sich eine Flamme am Erdboden gegen die Hochösen vor und entzimdvte sie. Der Brand­direktor zog darauf seine Mannschaften aus eme angemessene LnE fernung zurück.

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Der Vorstand der Herberge zur Heimat.

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