selbst bas» eilig feinem Ziele zu.s1.reb ende Luftschiff mit Stolz vorüberfliegen. Es unterbricht seine Fahrt und vollfühn über dem Orte zwei große Schlcncn. Dankbar trinken die Bewohner und die noch antve,'enden zahlreichen Kurgäste dem Luftschiffe ihre Grüße zu und laut muß der Jubel unten gclvescn sein, da man ihn oben deutlich hörte. Tann gehts weiter. Um 9.43 Uhr wird Butzbach überflogen.
In Großen-Linden umkreiste das Luftschiff kurz vor 10 Uhr zweimal den Kirchturm.
In rascher Fahrt tvurde um 10 Uhr 5 Min. Klein- Linden überflog,en und schon um 10 Uhr 10 Min. war Gießen erreicht. Tas unerwartet frühe Erscheinen des Luftschiffes rief zahlreiche Schaulustige auf die Straßen und Töd)er. Die Neugierde und die Ueberraschung war so groß, daß manche in ziemlich leichter Kleidung aufs Dach steigen mußten, wenn sie Parfeval über Gießen nicht versäumen »yollten. Denn der flinke Parseval-Ballon liebt die lleber- raschung, er läßt nicht auf sich warten und kommt stets früher an, als er erwartet wird. Rasch wird eine große Schleife über der weithin nach Norden sich dehnenden Stadt gefahren, damit alle Gießener merken, daß der erwartete (test naht. Tann aber mentet das Luftschiff nach links, fährt eine Strecke das liebliche Lahntal hinab und biegt dann in die Talsenkung ein, die sich zwischen dem (Met berg und dem Vetzberg ausdehnt. Im sicheren Fluge geht es um Iben Vetzberg herum und dann in direkter Fahrt nach Gießen zurück. Noch einige Jährten werden über der Stadt unternommen, so daß wohl jeder Zuschauer den über der Stadt sehr niedrig fliegenden Ballon mehrfach sehen konnte.
Die Landung in Gießen.
Auf dem Zielpunkt der Fahrt war es inzwischen lebendig geworden. In birfjten Scharen strömten bic Bewohner ber Stadt und die zahlreichen von außerhalb gekommenen Schau lustigen zu Ftlß und zu Wagen nach dem Platz, der einen prächtigen und sicheren Landungsplatz darbot. In tiefen Reihen, Kopf an Kopf gedrängt, umstanden die Zuschauer den Landungsplatz, der nur mit Mühe von einem Militär kordon freigehalten wird. In großen Kreisen sich allmählich herabsentend, schwebt das Luftschiff heran, dann direkt auf den Platz zu, wo um 11 Uhr 7 Min. unter brausendem Beifall der Zuschauer die glatte Landung erfolgte, bei der etwa sechzig Soldaten behilr'lich untren. Tie Ka pelle unseres Regiments spielte die Wacht am Rhein. Auf dem Landungsplätze hatten sich zur Begrüßung cingefunben: Provinzialbireltor Geheimerat Tr. Breibert, Oberbürgermeister Mecum, Oberst von Müller uno ber Borsitzenbe ber Gießener Ortsgruppe bes Luftflottentereins, Professor Bierman n. Letzterer begrüßte die Luftschiffer mit einer kurzen Ansprache und brachte ein Hoch aus auf den Führer des Ballons, Oberleutnant Stelling, in das die Menge begeistert ein stimmte. Jetzt war kein galten mehr. Tie Kette der Sol baten wurde durchbrochen und alles stürzte zum Ballon, um ihn aus ber Nähe zu betrachten. Inzwischen folgten die Lustschifser einer Einladung zu einem von der Stadt gegebenen Frühstück, das in einem auf dem Landungsplätze errichteten Zelte serviert wurde, während die Kapelle ihre Weisen ertönen ließ. Hub jetzt hatten die Luftschiffer Gelegenheit, sich ben Gießenern dankbar zu erweisen. Eine solche Fahrt durch die scharfe Luft macht nicht nur Freude und Genuß, sie weckt auch Hunger und Durst, so daß dem willkommenen Mahle volle Ehre angetan wurde.
Die Rückfahrt
Zu schnell für die Zuschauer verstrich so die Zeil Schon nach einer Stunde ist das Schiff wieder zur Fahrt bereit, und um 12 Uhr 25 Min. wird unter brausenden toochmfeii der Zuschauer die Rückfahrt angetreten. In 1 ruhiger Fahrt machte das Luftschiff während des Aufstiegs einen Bogen nach Norden, um bann über bic Stabt hinweg bic Richtung nach Frankfurt cinzufchlagen. Wenige Minuten später war es den Blicken ber langsam nach ter Stadt zurück jliitenbcn Menge entschwunden. Ter Ballon überflog aber mals Großen Linden beim Gast da ns zur Linde. In schneller Fahrt geht es an Bad Nauheim und Fried berg vorbei und bann geraten Wegs über Boiiames und Eschersheim nach Frankfurt, wo um 1 Uhr 50 Minuten auf dem Korbplatz vor der SmiUc bic Landung in gewohnter glatter Weise sich vollzieht.
Der Ballon fuhr bei beiden Fahrten mit etwa 45 Kilo Metern Geschwindigkeit in der stunde. Außer dem Preis von Gießen errang das Luftschiff mit feiner gestrigen Fahri auch den Preis von 3000 Mark, den die Kurverwaltung von Bad Nauheim für den Lentballon ausgesetzt hatte, der zuerst von der Frankfurter Ausstellung aus Bad-Nau heim überfliegen würde.
*
Die A nord n ungen, die hier zum Empfang des Luftschiffes getroffen worden waren, waren sehr zweck entsprechend, die Absperrungsmaßnahmen wurden von den Soldaten, ben Schutzleuten und Gendarmen so gehandhabt, baß jeder Zuschauer etwas sehen konnte, keinerlei Klagen über zu rücksichtsloses Vorgehen der Absperrungsmanuschaf ten laut wurden und die Veranstaltung ohne jeden Unfall verlief. Neben dem tiuftflottcnucrcin, sowie der Stadt und Polizeiverwaltung verdient hierfür besonders Stabtv. Helm Miiierfeiunuig, der die Vorkehrungen auf dem Trieb zum größten Teil eingerichtet und geleitet hatte.
Die A ende r u n g d e r Geschäftszeit erwies sich als sehr zweckmäßig, da bic zahlreichen von auswärts gekommenen Besucher daburch vielfach eine willkommene kauf gelegenheit fanben. Da auch sonst in unserer Stadt gestern ziemlich viel los war — zwei Theatervorstellungen, Obst und Ackerbau Ausstellung, Kaninchen-AussteÜ-ung, Militär konzert, Kolosseum, kinemcnograph und Biograph kamen die Besucher auch sonst auf ihre Rechnung und auch unsere Stadt kann mit diesem ersten Gießener Berkehrstag Kufrieben sein.
Die Eichener Ackerbau- und ©bftausftcnungT
* Gießen, 10. Oktober.
Es ist bewundcrungslvürbig, was die Lbstausstcllunq trotz ber in unserer 6kgenb so geringen Acpfelernte für vorzüglich Sorten aufweist. Von den zahlreichen Besuchern, die am Samstag und Sonntag die Ausstellung besichtigten. Imirbe dies allgemein hervorgehoben. Tas Obst gibt inbezug auf Färbung und Ausbildung den aneckanntcii vorzüglichen Leistungen der Welterau nichts nackt. Gleich am Eingang sieht man neben dem Obst bic prächtige Sammelansskeliung des Oberhcssischen Bienenzüchtervercins. Ganze Berge von Gcniüsen sind von ten Ausstellern kunstvoll aufgebaut. Tic Aussteifungen des Landw. Instituts ber Lanbesunivcrfität und der kreisstraßenverwaltung werden viel bcnnntter
Die Eröffnung der Ausstellung fand am Samstag nach mittag 2* _• Uhr statt, (tehcimerai Provinzialdirektor Tr Breibert wies darauf bin, daß bas schlechte Wetter bic Gälte ber Ernte nicht beeinträchtigt habe, bic Ernte de Feldes ici vorzüglich und die Ausstellung gebe ein erfreu
liches Bild von dem Fleiß, ter Intelligenz und Umsicht unserer Landwirte. Es sei dies die letzte landw. Ausstellung und sie umsassc nur einen kleinen Bezirk, aber trotzdem sei sie wohl gelungen und brauche den übrigen nicht nackvzustehen. Ter Redner schloß mit einem Hoch auf ten Großherzog als dem Förderer der Landwirtschaft. N.imcns des Landwirtsck)aftSkainmcr-Ausschuffes eröffnete Oeko- nomicrat Ho f mann Hof Güll die Ausstellung. Er l>ob hervor, daß der Kreis Gießen in der glücklichen Lage fei, auf allen Gebieten der Landwirtschaft vorzügliches zu leigen, dies zeige auch die heutige reichhaltige Ausstellung. Er dankte dem Ausstellungskomitee, den Stiftern der vielen und führten Ehrenpreise und hob das schone Zusammen- luirfen von Obstbauverein und Lmidwirtschaslskimmer hervor. Anwesend waren noch: der stellv. Vorsitzende des Landw. >!ammer-Aussckmsscs, Abg. Breidenbach-Dorheim, der Vorsitzende der Ackcrbaukommisfion, Fenchel-Obcrbvr gern, Kreiiarnttnann Langermanu, vom £b: baute rein Tr Hosfmann Friedberg u. a. m. An die Eröffnung fchloß sich eine Besichtigung der Ausstellung.
Tas Ergebnis ber Prämiierung war:
1. Ackerbau-Ausstellung.
Klasse 1: Beste Gesamtleistung von Ackerbauerzcugnissen in wirkungsvoller Ausstattung. Ehrenpreis des Landw. Lotal- vereins Gießen, 45 Mi.: Christian Mtebe-Gießen. Ein Ehren- diplom für eine vorzügliche SammelauSsteiiung erhielt tes Landw. Institut ber Universität Gießen.
K lasse 2. W i n t e r w e i z e n: 1. 12. Mk.: Jak. Krämer II- Stcinbach, 2. 8 Mk.: Heinrich Otto V. Beuern, 3. 4 Mk.: M. (tettrnaun-Gießen, Tiplome: Jak. Reuschling-Steinbach, Bürgermeister Krümer-Steinbach imb Ehriüian Mkete-Gießen.
Klasse 3. W i n t e r r o g g en: 1. 12 Mk.: Hch. Gilbert II. Hcucheli.enn, 2. 8 Mk.: M. Gottmann-Gießen, Tiplom: Ludwig Rinn II.^Heuckielheim, Anerlennung: Ehr. Nebe-Gießen.
Klasse 4. Gerste: Ehrenpreis des Herrn G. Bichler: Balth. Philipp III. Steinbaa'i, 2. 8 Mk.: Hch. Giltert-Heudjcl- heim, 3. 4 Mk.: Ehr. Nebe-Gießen, Tiplom: Wilh. Kahl-Alten- Bufcck, Ancrtennung: Hch. Otto V. Beuern.
Klasse 5. Hafer: 1. 12 Mk.: Hch. (Gilbert II.-Heuchelheim, 2. 8 Mk.: Jak. Krämer II. Steinbach, 3. je A Mk.: Ja tz Reufchling S teinbact> und Karl Balzer-Steinbach, Tiplom: Job. Phil. Kröck Heuchelheim, Anerkennungen: Daltli. Philipp III. Steinbach und Ehr M8tee-Gießen.
Klasse 6. H Ülsen fruchte: 1. 12 Mk.: Ehr. Nete Gießen, Anerkennung: Pst Rinn XVI.-Heuchelheini.
K t a f fje 7. Frühe Speisekartoffeln, Sammlungen van 2—5 Sorten mit richtiger Benennung: 1. 12 Mk.: Ehr. Ncte-Gießen, 2. 8 Mk.: Häußer-Watzenborn, 3. je 4 Mk.: Will). Kreiling III.Heuckje lheim und Gvttmann-Gießen, Diplome: Bergwerk-Großen-Linden, Ancrtennung: Jak. Kreiling VI.-Heuchelheim.
Klasse 8. Kartoffeln mit mittlerer Reifezeit: 1. 12 Mk.: Jak. Kramer II.-Steinbach, 2. b Mk.: Ehr. Nebc Gießeii, 3. je 4 Mk.: Jak. Kreiling VI.-Heuchelheim und Ludio. Neide! Heuchelheim.
Klasse 9. Kartoffeln später Reisezeit: 2. je 8 Mk.: Jak. Reuschiisig und Karl Balder-Steinbach und Ehr. '),ebe Gießen, 3. je 4 Mt.: W. Kreiling III und Phil. Rinn XVI. Heud)el- heim, Bürgtnmcister Kränier-Steinbach und Lanbiv. Lokalverein Gießen, Diplome: Wilh. Kal)l-Altew'Buseck, Aug. Engelharbi- und Ferd. Vollmaiin-Heud/clteim, Anerkennungen: Wilh. Boltz mann U. Heuchelheim und Jak. Krämer II.-Steinbach.
Klasse 10. Futterrüben mit richtiger Benennung: 1. 12 Mk.: Ehr. Nete-Gießen, 2. je 8 Mk.: Heinrich Gilbert II. Himchclhcim und W. Volkmann II.-Heuchelheini, 3. je 4 Mk: Ioh. Preis-6'ießen, Bürgermeister ^lrämer-S-teinbach und Phil. Mi inn XVI.-Heuctelheim.
Klasse 11. Andere Rüben mit richtiger Benennung: I. 12 Mk.: Hch. (Gilbert III.-Heuchell-eim, 2. 8 Mk.: I. W. Preis Gießen, Tiplom: GottmamuGieß.m.
K l a s s e 12. 6-rünsuttergcwächse, Zwisdienfruckt: 1. 12 Mk.: Phil. Rinn XVI. HeuchAljeim, 2. 8 Mk.: Wilh. .Kahl-Alten'Buseck, Diplom: Wilh. Liudcnsttuth VIII.-Beuern, Anerkennung: Ehr. Nete-i^-ießen.
Klasse 13. Gr nn futter gewächse, HauptfruckK: 1. 12 Mk.: Hch. Schaaf-GwßewBusc'!, 2. 8 Mk : Will). .Hart umnu II. Heudxlhemi, 3. je 4 Mk.: W. Kahl Alten-Buseck, Hch. Engel!.ardt Heuchelheim, Diplome: W. Lintensttnth VIII. Beuern und Karl Römer Heuchelheim, Anerkennungen: Cbr. Misst hiießen und Ierd. Hofmann Hench. lheim.
Klaffe 1 4. Andere Erzeugnisse, z. B. Wintergerste. Hier wurde nichts prämiiert, desglüä>en Klasse 15.
Klasse IS. Sammlung van Gemüse und Garten- gelvächsen: Ehrenpreis des Kreises Gießen 25 MJZf: Georg Bichler-Gießen, Ehrenpreis deS Grafen Scl:vrrin 25 Mk.: Will). Kreiling III. Heuä/klhcim, 1. 15 Mk.: Cbr. Nebe Gießen, 2. 10 MNk.: Landu . Berein-Heucl)eiheim, ic 5 Mk.: Heinrich
Gilbert II. Heuchelheim und Berg wert Großen-Lindeu, Diplom: I. W. Preis-Gießen.
2. Lbstausstellung.
21 u s g a b c 1 Beste Gcfamtleistuug in Erzeugnissen des OKstbcuus in wir-ttrngsvoNer Ausstattung. 1. Preis 20 Mk. und Ehrcndrvlom: Kreisstraßenvei-waltung Gießen, 1. 20 MJtT.: Georg Bickster Gießen. f
Ml u f g a 6 e 2. Eine Hal Ware L a t ive r g e b i r n e: 2. 4 Mk.: Job. IteinttT II. Baumwon Klein-Linden, 3. 3 Mk.: Haas Krämer und Haas-Stcinbach.
A u f q a b c 3. Eine gute Einmachbirne. 1.6 Mk.: Jost Binz II. Allenterf-Lcchn, 2. 1 Ml.: Ial. Kreiling-Heuärelsttzm, 3. je 3 Mk.: Haas Krömer und Haas^Steinbacli und Bürger meister Leun roßen-Linden, Tiplom der Landw. Kammer: Lehrer Keil Klein-Linden.
Ausgabe 4. Ein guter Kochapscl. 1. 6 MJZf.: Jost Germer II., Baumwart kleiu-Linden, 2. 1 MJik: Phil. Bolk- maiui Henchellxum, 3. je 3 Mk.: Phil. Schaum IV.-Großen Linden, Bürgermeister Kreiling und Lehrer Schneidcr .Heuch'l- heim, Tiplom der Land Kammer: Lehrer Keil KleiN-Linteu, Tip- lom des Obstbauvrweins: W. Weigel IV. Miete Vinben.
A usga b e 5. Ein an bauwürdiger W i n t e r t a s el a pse l, bei- wenig unter Schorf leidet: 1. 6 Mk.: Phil. Rinn Heuckioisttzm, 2. 4 Mk.: Jak. Len» AUendors-Lahn, 3. ie 3 Ml.. Wilhelm Dapper-Wieseck, K. Braun Mlunerod, und Lehrer Boßler Klein Linden. Tiplom her Landwiiti'chafl'stammer, Pau! Werner Berg- werlsdircttc'rGroßen Linden, Diplome des Obstbauvcreins: Lehrer Steil k le ui-Linden und Kvnlmerzicnrat G. A. Müller-Gießen.
Aufgabe 6. Eui Tafelaviel, her infolge seines Aus sc Yens icnb Geschmackes von besonderer Skrfoufsjhä big fett ist: 1 b MNk : Bürqenmeistet Hirz-Watzenborn, 2 je 5 Ml.: Direktor P. Weiitrr 6kroKen-Linten und Bürgermeister Leuw-Großen.-Ltn den, 3. je 3 MJif: Haas-Krämer HaateSteinbach und Bürger merster Kreiling-Heuch.-lheim, Ttvlom des Obstbauvereins: Phil. Rmn-Palimwait-Heillht:sheim, Diplome der Landwirtschastskam- niet: Will, Tapper-Wutzeck und Ehr. Bonanus-Sxt>loßgarten- Großen-Bus eck.
Ausgabe 7. Ein spätbluhender Tasclapscl von regel mäßiger guter Tragbarkeit: 1. 8 Mk.: Jost Binz II.-Mlllcndors- Lahn, 2. 5 Mk v'oh. Kreilimi Heuävlheim, Tiplom des Obst bau Vereins: Wilst Weigel IV. klein Linden.
Ausgabe 8. Drei T a f clsor t e n, die sich als fhirnt fidier luWährl haben und int Anbau gut rentieren: 1. 10 Mk : kommetzic nrat Müller-Gießen, 2. 8 Mk.: Karl Zimmermann Lollar, Dwlvm der Landrmrtschaftskanuner: Phil. Rinn.HeuctxM heim.
Ml u i g a b e 9. Eine reichtragente, großn üchtige Winter faset Hirne: 1. ti Mk.: Phil. Rinit >xuchtlheim, 2. i Mk.: Lei- er 2d;iteider \xntd-.•fhctm. 3 je 3 Mk.: Job (termir II Kleiu-Linten, Jak Lenz-Miendorf-Lahn und Ehr. Bonarius Großen Buseck, Tiplom des Lbstbanvereins: Lehrer Keil-Klein hinten, Türlom der Lanhioirtictraftskanmter: Bürgermeister Lcun- Großen Linden.
A u s g a h c 10. Eine rctdiiragatte, großfrüchlige Herb ft - täfel bi rite: 1. 8 Mk.: Lehrer Schnpu-er-Heuchclhetm, 2.
se 4 Mk: Hcutrick) Ki^apv und Ioh. Germer-, KreisbaimtwarH»
Stcuernagel-^Eoßen Linden
Diplom der LandnnrtjchaNskamnter:
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LanDwirv'chaits!ammer: Wilh. Weigel IV. Klein Lindcn
Ml u f g a b e 12. Ein Tafelavfet, 100 Pfund unsortiert:
10 Mt. Baum wart Phil Volkmann-Heuchelheim.
Äupgabe 13. Tosi.-lbe in 1. und 2. Sortierung von je Pfund verpackr: 1. 12 Mk.: Baumwart Phil. Vökkmanu-
Bürgermeister Leun- und Ioh.
Karl Breun-'?.nnerod, Tiplome des Lbstbauver ins: Baunuvark L. Rinn Heute?!heim und Wilh. Weigel IV. nlein-Lindeu
Aufgabe 11. Ein wenig idurifntemhlid e, an bauwürdige Apfesforte: 1. 10 9J?f : Baumwarr VKrmonn Heucst'lhtim, 2 8 Mk.: Baumwart Jost Ger nut II Klein-Linden, Tiplom
Ä u ü g roor bc ■ui allen ic. Wp'p uh3 Lcf h;ü)ldt, und Mte'ickiung e Ntta nur torz Wv" EMe
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Obstbau Vereins: Gg. Löwer-Gießen.
Aufgabe 20. Für die besten B eer e n wc i n e: 1. 8 Mk.: Gg. Schäfer, 2. 5 Mk.: Gg Lvwer-Gießen
Aufgabe 21. Geräte für Banmpftege: Diplome der Landnnrtscbaftskammer: Sl. Platz-Ludw igssta ten, I. Schacht- B'annfchweig, Gebr. Helder-Wepingen und Ed>gar Borrmann- Gießen.
Aufgabe 22. Geräte für Obstverwertung: Tipsome ber Landwirtschastskammer: G. Mettenheimer und Lang u. Wieder« stein-Gießen.
Auf gäbe 2 3. Ob st bäume: Ehren. Tiplom: Das u. Neustrus Blankenbach.
Auße r Ko n ku r re n in Mlnerkemiung ber besonders schonen Leistung: der Oberhessische Biencnziteterveiein ein Ehrendiplom und 15 Mk.
Besonders hervorzuheben sind die hervorragenden Leistungen des Landwirts Ehr. Nebe-Gießen, seine Ausstellungsobiekle wurden viel besick)tigt und bewundert. — Sonntag nachmittags 4 Uhr begann unter dem Vorsitz des Ccfonomiernt Hofmann Hof- Gull eine Vmammlung tn der Turnhalle des Turnvereins. CS erfolgte zuerst die Berichterstattung über die Ackerbau und Obst- ausstellung und die Attszahlung der (teldpreise. lieber ten Ackerbau referierte Profeffor Dr. G i s e v i u s , ber auf gut? Leistungen hinwies und Mängel besprach Cbllbauinitehor Metternich- Bübingen befvrad) die Lbstausstellung. Hier waren nad» seinen Ausführungen fast alle Aufgaben gut gelöst, einige allerdings nicht vollständig gelöst. MMZandte Aussteller hatten Obst gebracht, daS nickt in die betretende Klasse gehörte, s,e erf 5 hielten daher feine Preise. Birnen ohne Stil, nn<- ste manchs Aussteller brachten, werben im Handel nicht angenommen, dürfen also auch nicht ausgestellt werden. AIS beste Apjelsvrvn gelten Schöner und Bvskoop Goldparmäne, Landsberger Mieinctti Tie Konserven sind meist von Damen hergestelil, die einen Kur ms besucht haben, gerade das Einkodien von Obst und (te- müse muß in Stadt und Land nodi mehr Verbreitung iinten. Bei Apfel und Beerenweinen muß nod> Befferes geleistet werten. Auck> die Bienenzudit follte auf feiner Obstausstelluua ieblrn. Tie Leistung des Gießener Bien?n;ud)U>ereins ist vorzüglich. Tic Obstansslellnitg — so schließt Micicrent war sehr schön, obwohl das Obst dieses Jahr nicht so gut geraten ist. Tr Hosf- m a n n-Friedbcrg hielt hierauf einen Vortrag über „T i e Grundbedingungen für einen e r f o ( g r r i d) e n Obst« handel. Er führt etwa folgendes aus: Cs müssen genügend Lbswflaiizungen vorhanden sein. Dies imvfiehll itdi besonders iür die Orte Heuchelheim, Mit in Linden, Großen-Lin ten und Allen« dors, da Gießen ein gutes Absatzgebiet ist. Es empfehlen fid) geschlossene Obstanlagen, weil hier btc Bäume mehr Schuh gegen Sturm und Schädlinge haben. Lage, Boteiiverhaltnisie, teilt atüdie Verhältnisse, Sortenauswohl und Baumbezug müssen berücksichtigt werten. Bor allem kaufe man gutes Baummaterial Zur sachgemäßen Pflege sind gut ausgebildete Boumwärter erforderlich. Die Landw.--Kammer hat das Bestreben, geprüfte Baumwärter auszubilden. In den Gemeinden sollten Cbitbaum- spritzen vorhanden sein. Tie Bäume müssen besser gedüngt iverten. MNancheS Obst wird schlecht geerntet und hahurd, ntroerlet, falsch sortiert und schlecht verpadt In Borttägeu und Murfen sucht btc Landw Kammer hier belehrend einzugreifen. Cs müssen mehr Cbflmärflc eingerichtet imb auch gut beschickt werden, und ;war nidit nur in großen Stählen, sondern auch m Heineren Provinz fläbten. Die Eisenbahn ist dem Obst hau del entgegen gekommen, das Obst ivirb als Eilgut beordert, kostet aber nur die gewöhnliche Irächt. Es ist bas Bestreben der Kammer, bic Pflücttcrmlne und Genußreifezustand der einzelnen Obstsorten herauslugeben, telinit her Käufer genau weiß, welche Sorten sich halten uno welche bald verarbeitet werden müssen. Der interessante Bortrai wurde mit Beifall ausgenommen. .K-reiSbaiiinwart Heb er er cnteiahl noch teil Zusammenschluß der CbfnndUer eines Dorfes und Mludicbreibunq ihres Obstes Metternich- Büdingen er- Härte, daß ein alljährlicher Lbstmarft in Gießen ein BebürsntS sei, wurden hoch auf dem Obstmarkt in dem kleinen Büdingen allein ca. 300 Zentner verkauft.
Anr Stadt und Cand.
Gießen, 11. Oktober 1909.
** Wohltätigkeitsscst für das Säuglings« V, eim. Mim Freitag nachmittag fand eine Sitzung des "Ausschusses für das geplante Wohltätigkeitsfeu statt, an der zahlreiche Damen aller .Kreise teilnahmcu Cs wurde festgesetzt, daß das Fest in den Tagen vom 13.—15. Novern - b c r in Steins (Marten abgchalten werden soll und zwar in Form eines oberhcssischen Jahrmarktes. Ter große Saal wird als Tvrsmarktplatz dienen und entsprechend Hergerichtet und ausgestattet und mit Verkaufsbuden Per sehen werden, in denen Tarnen in oberhessisckien Trachten allerhand Waren usw. seilhalten werden Um das Weihnachtsgeschäft der Gießener Geschäftsleute nicku nngunstch zu beeinflußen, soll ber Verkant von Geschäftsartikeln möglichst zurücktreten, dagegen sollen mehr Büfetts in Be trieb gesetzt werden Auch bei den Einkäufen soll im Interesse ber Geschäftsleute baraus hingewirkt werden, daß das Weihnachtsgefckxist nicht gescl)ädigt wird. Leider war es nickü möglid), das Fest auf einen anderen -^ettpuntt zu verlegen, was an sich mit Rücksicht auf das am 14. No vcmbci surttüudende Koiucrt des kvnLertvcreins fetzr
5 Mk : Fr. Wicbmot>crGießen, Tivlvm des
Baum bei b jw irbcn dem ■ni.ngen zuici minclie xri »r injchh iw., u?m mi |«.±icil ju
1:536 Slnqrs je nie auf i ■■ tadjt flcl’w r-ulgervem ^rbiiientn ; * iiebcnbcn 5 £d)til« und B (j«ieijötönl1 jtls AcjtN' unD bett. ^kr,ül1
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Ausgabe 14. Ein Sortiment crtragsreickstcr A p s e l unb Birnsorten in beliebiger Anzahl, je 10 Frückte: 1. 8 Mk.: Ehr. Bonarius-Großen-Buseck, 2. t 5 Mk.: Jak Kceiling- .Hcuchelbeim imb Frau LandrickMer BottGießen, 3. je 3 Mk.: Jak. Lenz-Alleubors Lahn, Haas-Kramer-Haos Stembach. Mi»m- merzienrai Müller Gießen unb Lehrer Albcrl Hoßlcr Kle n-Linten, TiPtcme ber Lundwirtickxiftskammer: Wilh. Topper-Wicseck imt Baumwart Häuser Weinberg, Tiplome des Lbstbauvereins: Bild. ?ndertal 1^'.-Rödgen und Ioh. Häusr I.-Watznborn, Anerkennung: Gemeinde Großen-Linden.
Ausgabe 15. 'Fünf Sorten TafdäpicT, die in der bett. Gegend besonders gut gedeihen, je 10 Früchte: 1. 6 Mt.: Baumwatt Rimi-Hcucketzheim- 2. 4 Mk.: Ehr. Bonarius Großen- Buseck, 3. je 3 fi?i k.: W. Tupper-Wieseck und Haas Kr >mer -HaaS- Steinbach, Tiplom der Landwirtscha^skammer: I G Hau>er- Sttinberg, Diplom des Obstbauverems: I. I. Hauier-Wotzenborn.
Aufgabe 16. Eine rcufitragcnbe Apfelsorte von Sva> lierfor-urrn und "Pyramiden: 1. 8 Mk.: Baumwart L. Rinn- HeuckKl/eim, 2. 5 Mk.: Wilh. Dapper-Wieseck.
Ausgabe 17. Eine reicktragende Birnsorte von Spa- Iirren unb Pliramiden: 1. 8 Mk.: Lehrer Wolß'cymibt-Heuchel- heim, 2. 5 Mk.. Heürr. Knapp-Klein-Linden, 3 je 3 Mk.: Jak. Kreiling-Heuchelheim und Wilh. Topper-Wieseck, Tiplome ter Landwirtschastslammer: Job Sieuemagel^Koßcn-Linden und "Altert B^ßler-Kleiw-Linden, Tiplom des Obstbauvereins: Bürger- meiste c Mreiling-Heuchelteim.
Ausgabe 18. Für eine Sammlung Obst- unb Gemüsekonserven: 1. 10 Mk.: irrau Volkmann-Heucketteim, 2. 8 Mk.: Frau Lehrer Wol s s djmib t - Heuchelheim, 3 je 5 Mk.: Fräulein L. Weber Frau Bürgermeister Kreiling-Heuchelheim, Iran Sekretär Sckivarz unb Iräulein Löwer-Gießen.
Ausgabe 19. Für den beiten Apfelwein: 1. 8 Mk.:
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