minifter: lerne b*ftimmtc Stedum dazu nehmen Abq. Dr. Scb-T id)(m vor, saß in elfter Lm,e bcr Fisfus auf seine Ok- Markung recht- Derxidrttn ober dieselben ablmrn lassen solle. Er beharr- darauf, naß die Fra«e mit dein Gesetz geregelt werde und behalte sich einen ent orcchenden Antrag vor. ' _-L*r Ausschuß nnrd seine Beratungen am Mittwoch nächster Woche rert- seyen
Hauptversammlung der veutfchen Kolonialgesellschast.
2. u v Dresden, 9 3uni
3n Gegenwart des Königs Friedrich Anqun von E achten trat heute vormittag die Hauptversamnilung brr Deutschen Kolonial-Gesell schatt zusammen. t,en Vorsitz führte der Heriogreaenl von Braunschweig, Johann Albrecht vonMccklenbura, neben dem auch itin Bruder, der Afrikareisende Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg, den Verhandlungen beiwohnt
3u Beginn der Verhandlungen nahm der Prä,ident verzog regent Johann Albrecht das Wort »u folgender Animachc: Meine Herren! Mit freudigem Herzen sind wir der Einladung gefolgt, unsere Tagung in der schönen Hauvtsladt wachsens ab zuhalten. Aber diese Stimmung wird noch besonders gehoben durch die hohe Auszeichnung, daß Seine Majestät der Sättig Friedrich August derselben beiwohnt Tas ist nicht nur eine
' ftitc Beweis, Dqk Sachsens König gleich seinen unvergehlichen Vorgängern unsere Bestrebungen anerkennt, iic zu fördern sucht und unseren Arbeiten das regste Interesse cutgegenbringt. Möge und dies ein neuer Ansporn sein, beharrlich auf dem betretenen Wege weiterzuschrciten unserem groijcn Ziele entgegen! Wie eifrig das Leben in unseren Abteilungen pulsiert, wie der Kolonisationsgedanke immer weiter um sich grein und die Anteilnahme für alle die Schutzgebiete betreffendcii Fragen noch mehr und mehr wächst, bezeugt die »rgelegt werden sollen Ich begrütze dieses frische Leben in unserer Gesellschaft mit aus richtiger Freude Tas verflossene Jahr ist nicht ereignislos für uns vorübergcgangen. Am 3 April konnte in Dar es Salaam das Tcntmal Hermann v WitzmannS enthüllt werden, des großen uncrichrockenen Airikasorschers, der zum ersten Male im schwarzen ic des deutschen Schwertes erprobt hat und
1 unserer Gesellschaft für ferne,
erhalten bleiben mH nicht nur in orr Heimat, sondern auch an den Stätten seines Wirkens. Was dieser deutsche Forscher und .ftricgcr uns errungen, mögen Fleiß und Energie des beundjen .ftmiimanud und Ansiedlers uns bewahren. Unsere rtolomcn sind nicht schl'-chter als Vic anderer Länder: alle ohne Ausnahme zeigen rin kräftiges Wachstum Ueberrafchend schnell hat sich Süd west asrika von dem Wrorrcn Schlage, den ihm der Aufstand versetzt hat, erholt l in Beweis dafür, daß auch der Deutsche kolonisieren kann. Die Kolonien sind, Darüber tarnt kein Zweifel bestehen, ein wichtiger Faktor in unserem Wirtschaftsleben geworden. Tie Erkenntnis hiervon hat sich auch bereits in allen Schichten der
ng ' i.i <.111'1 verschafft Wer noch zweifelnd beiseite steht, den gilt es zu uberzcugeu. Hier haben wir em Tätigkeitsfeld für untere Gesellschaft Seien wir daher Pioniere des kolonialen
einigendes Glied zwischen unseren Mitbürgern brausten und in der Heimat, und greisen wir belicnb ein, wo etwa her Staat versagt Ter Herzog wandte »ich bann den gesckiil lscheu Angelegenheiten zu und begrüßte lebhaft das Ausschreiben tur die Herstellung eines Mongroveexlrakles, der dem Leder eine möglichst helle Farbe gibt, so das; eS auch unter dem Einfluß des £id>tr4 nicht nachdunkelt Dieses Preisausschreiben hat feine (yi ledigung gefunden, indem das Preisgericht von den eingegangenen Lötungen zwei als den Bedingungen entsprechend bezeichnet hat Leutfche Aolonialgesellschaft hier eine wertvolle kolonial virtschaftlich Anregung geben konnte, io verdanke sie daS in erster Linie ihrem Elirenmitgliede Oldemeyer, der m dei uneigennützigsten Weife die Plittel für das Preisausschreiben zur Berfügnng gestellt habe. Im Anschlust an die sehr beifällig aufgenommene Ansprache des Herzogs dankte Freifrau v. Nicht Hofen (Berlin der Deutschen .Uolonialgesellschaft namens des Deutschen Frauenbundes für die Kolonien für die dem Bunde gewährte Unterstützung. Die tHcbncrm gab einen kurzen Hebei blick über die Tätigkeit des Frauenhundes in bezug ^auf die Ent sendmig von Frauen und Mäbclien nach Deutsch»^üdwestafrika und Mimitidiou. — Hierauf legte der Herzog den
Geschäftsbericht
vor, der zunächst davon Kenntnis gibt, daß ber Gedanke eines geineinuützigeu Bodentrebitinstitnts und eines LanbamteS für Dentich-Südwkslasrika weiter im Auge behalten wirb. Tie lieber siedlung deutscher Frauen und Mädchen nach Südwestafrika und Kiaulschou hat auch im verflossenen Jahre weiter »ugenommeu ES konnten 180 Personen freie Fahrt nach Swakopmund oder ein Zuschuß zu den Reist kosten bewilligt tuerben. Im Jahre 1906 war u eck 108 und 1907 insgesamt 175 Personen In der Haupt jad>e ivareil es Familienangehörige und Freunde der Ansiedler, die die Ausreise nach den Schutzgebieten antraten. Ader auch die HinanSlenduU', von Tienstmabchen Imi zugenommen, und zwar erfolgte die Uebcriiedlnng unter dem Schutze des Frauenbundes für die Kolonien Mit Schluß des Jahres 1908 waren insgesamt 682 Personen mit Unterstützung ber Deutschen kolonial geiellschaft nach Deutsch Südwestafrika ubergesiedeU And» nach Tiingiau find einige liebeniebhniflcn mit Hilfe der Gesellldian ersolgt. Eine Rücksprache mit dem Molomalamt iührte dazu, das, sich das Mnloinalamt bereit erklärte, Reichslagsabaeoibnete und anbeie Personell, die Auskunft verlangen, wo ein Bedürfnis nach der Riedcrlaf'ung eines deutschen Handwerkers vorliegl, an bie Zentralauskunstsstelle für Auswanderer zu verweisen, die bei Deutschen .ftalomalgescllicha't untersteht. — Der Mitgliederbestand ist gegen das Boriahr wiederum gestiegen und zwar von 3b 9.>t> auf 38 508 3u den elf (Vauverb.inben sind int Berichtsjahre drei neue hinzugekommen, so dast jetzt 14 bestehen. Die Zahl der Abteilniigen stieg um 8. Neue Abteilungen bildeten -:di u. a in Ansbach, Blankenburg a. H, Borkum, Hann Münden und Nom, sowie in den westlichen Bororten Berlins und ZerdN EingegMigen sind die Abteilungen in FriNwangcn und solche in Lothringen und Cftöreuncu Nock, wie vor stehen mit der Zahl b.-r Mitglieder an ber Spitze: Berlin-Charlottenburg, Dresden. Bremen, Köln, Halle. München Breslau. Frankfurt a. M. »mb Danzig. Im Auslande bestehen 8 Abteilungen, in den beund» u Sdnibätbieun 15, int Inlanbe 378 Die Werbetätigkeit der Wc- kllidxitt war int verflossenen Jahr eine sehr rege, es wurden viele Vortrage zum Teil unter Benutzung von Lichtbildern und kinematographifchen Vorführungen gehalten. Eine Sammlung kolonialer Produkte hat bie Zentrale begonnen Die ZerUralaus- hru ft Aitel le für Auswanderer ist in diesem Geichansiahre ut 11 339 A-dllen um Auskunft von Auswanderung-lustigen ersucht worden. Unter den fremden Auswanderuitgsgebieten waren namentlich tue von BrajUten nut 1676 Anfragen im Bordergruu e Tann folgiu Argentinien, bie Bereinigten Staaten, Kanada und Chile. Nach der Benlisangehörigkeit waren unter den aniragenden Aus- wanderung-lustigen imcbcrum die Handwerker am zahlreichsten
Anträgen flammten von Pen'onen weiblichen ifteichleckfts der imb zwar vorwu-glich von we,b! - m Tiennperional lleberall imb neue Zw., muskunftüstellen g ;tbet worden Tic Einnahmen der iHcielbcbatt betrugen 310 023,76 Mark, die 'Aufgaben 272864.90 Mark. In Den Voranschlag wurden 309 500 Mark eingestcNt uub genehmigt.
Hierauf nahm bie Versammlung den Bericht des Vorstandes über die gestrige Bornanbsnmmg entgegen. Aus dieiem Be. r,cht ist noch zu entnehmen: Zur Förderung des Tabakbam m beu brutschen Kolonien bat das Ehrenmitglied bei Teut'chen tfolomalgeienidwh, Herr Dlbemeber ^Bremen folgende Preis» ffuigabe gestellt: Für ein Mtndestauautum von 100 Zemneru aut einer Pflanzung m deutschen Kolonien gcwach'eneu Tabaks, das in Bremen als brauchbares Teckinaterial anerkannt wird und am Bremer Markte einen ausreichenden Preis erzielt, um genügende Rentabilität für dauernde Iornctzring des Anbaues xu versprechen, lieber die Erfüllung der x8< hinaungen bat die Bremei Handelskammer nach Anhörung dc Wirtichaitlichen AuS'chui'eS der Mvlontalgeiellidiait. bei Äo!jnialnurtfcbahlidien Uomucr xv. urteilen buv zu cntulu iben Te Preisausschreiben ui iur fünf Jahn iiüdi dessen Verönentlichung in ftrafr. Tie Aus za. ng
der Preissummc 3000 Mk erfolg: durch de ^olonralqesellschoft Ferner hat ein -m Königreich Sadrien ansässiger Geograph bie Summe von 5000 Mark zur Verfügung g-uclli, die dazu d enen soll, Arbeiten der roi''>mdxrthd)en Landeskunde un'.rer Schutz gebiete anzuregen uno zu fördern. Es sollen inner halb der nächsten Drei Jahr«' mit drei Precken von 2500, 1500 und 1000 Mark geogravhi'che Tarne!langen ganzer SdiuDgebte:.- oder einzeln r großer natürlicher Landschaften prämiiert w.rden. Tew ost auikanischcn Siedlimgs'onbs würd' au» Bcicknuß des Votttand . erneut d»e Summe von 10000 Mark luarhihrt Ter ah* 1 Betrag wurde für das geplante M .dchenheini in fteetrnanshoov bewilligt. Hierauf trat die Versammlung in die Beratung der vorliegenden Anträge ein.
Gründung eines Kreisoereins für länöl. fieimatpfiege im Kreise Giehen.
Eine stattliche Verfammlung tagte gestern im über iitÜcn Saale des Hotel „Schütz' unter dem Vorsitze des lf>eheimerat Dr. Brcidcrt. Aus fast allen Crtcn des Preises waren (*k*meinbe6caniten, Bürgermeister. Pfarrer, Lehrer usw. crfchienen. (^eheimerat Tr. Breidert betonte die Notwendigkeit der SximatDflege, für die in auch großes Interesse vorhanden sei Auch auf der Bürgermeisterver ammlung sei die Sad>c freudig begrübt worden Haupt- leljrer Storch - Butzbach hielt hierauf einen Vortrag über „Heimat- und AunftpHege auf dem Lande". In der Liebe zur Heimat muß die Vaterlandsliebe nmrzeln Unser Volkstum nimmt Schaden, wenn ihm der Nährboden, die deutsche Heimat, genommen wird Unsere großen Männer, wie Bismarck, Moltke u. a, haben ihre Schaffenskraft und -Luft in der Heimat geholt. Wir muffen den Gedanken abwchren, daß das Gluck in der Großstadt wohne. Ter Landbewohner oll teilnehmen an den Gittern des Fortschritts und der Aidtur. Die ländliche Eigenart im Baustil muß erhalten bleiben. Tie Fachwerkbauten mit den überdachten Torbogen, bie trauten Einrichtungen mit den alten soliden Möbeln und Geräten sind hcirnallickier als die kalten Stein bauten, die mit Fadriltvaren ousgeftattet sind Das ländliche .Handwerk muß neu belebt, alte Möbel dürfen nicht als altmodisch verkauft werben, sonst kommt es vor, baß ic bcr Bauer in bcr Großstabt roicbcr als Schmuckstücke >cr Salons finbet. Ein Schmuck bcr Heimat ist bie Blume n p f l e g c vor bcu Fenstern unb in ben Vorgärten Tas Schulhaus barf kein kalter Steinkasten sein, es muß ich bem Torfbild anpasfen. Tie Erhaltung bcr Tracht ist ein Hauptpunkt bcr Heimatpflege Unsere Lanbestrachten sinb schöner als bie moderne frcinbländische Alctbung, sie ist gesunder, volsstümlicher, deutscher. Was an bcr Volkstracht lästig ist, muß schwinden, bas Gute unb Schöne muß bleiben. Bei Trauungen sollte dem iuiigcn Paar ein Bild aus der Heimat überreicht werben. Einige Aenbcrungcn unb Umformungen in unserer Volkstracht sind nötig. Es müßten ft' u r f c für Klciocrmacherinnen eingerichtet werben, bic sich bic Verbesserungen aneignen Bei Festlichkeiten würbe jebermann bicjc ftlcibcr sehen unb sicher nachmachen. Die Trägerin bcr schönsten Tracht müßte durch Preise ausgezeichnet werben. In bic Spin u- st üben hat sich wohs mand)er Unfug cingeschlichcn, ober das darf kein Grund sein, sie anfzuheben Sie sollten Voltssingschulen sein, und durch schöne alte Volkslieder die Gassenhauer verdrängen. In dem landioirkscluifllichen Be triebe sollte dieImterei nicht fehlen, denn zu bcr eigentlichen Torfmusik gehöre auch bas Summen ber Bienen Tas landsck aftliche Bild muß seine Schönheit behalten durch Erhaltung bcr Hecken, Raine unb Büsche: sie bieten zugleich Schutz für bic Vögel Tic hervorragcnbste Stätte zur Heranbildung des Volkes ist bas Torf am Erlenbach. Au daltenber Beifall lohnte ben Rcbncr.
Gchcinterak Fey-Friebbcrg sprach über „Ztvecke unb Ziele bes hessischea Vereins für länblich' Heimatpflege"
Aus bcr Fülle bcr Aufgaben, bic zu lösen sinb, möchten wir nur folgenbe hervorheben:
„Erhaltung bcr Neigung bcr Lanbbcvölkcrung zum bäuerlichen Berufe. Vorkehrungen gegen den Arbeiter mangel. Beseitigung der iyftäitbc int Gesindeverding wesen. Fürsorge für bic Lanbarbcitcrfamilie Förberung der Torfhandtverker. Pflege guter geselliger Unterhaltung in volkstümlicher Weife. Einrichtung von Gemeinbc- unb Bürgerabcnbeii Iugcnbfürsorgc. Hauswirtschaftlichc Unter Weisung der Mädchen. Verbesserung der Krankenpflege unb der Armenpflege Verbesserung bes (4afi und Schankwirt schaftswesens iBeschränkung der Zahl und Beseitigung Auswüchse Pflege der heimatlick>eu und Dorfgescm dcS hconatlichen Sprach- imb Lieberschatzcs Heimat- imo ftunstpflcge zur Wahrung der Eigenart der La>»dl'em'tte- rung und ihrer Wohnstätten Betonung dieser Pflege in den Landschulen Erhaltung ländlicher Sitten und Gebräuche. Erhaltung bcr Volkstrachten. Förberung bcr Heimatmuseen Oteftaltung ber Bauten und Torsanlagen in ben für bas Laub pafienben Formen. Schutz zur Er Haltung bcr ')uiturfd)önl)cit bcr Otemarfungcn: Belebung unb Förberung bes Verständnisses hierfür, insbesondere auch in bcr Lanbbcvölkcrung selbst. Schutz der Lanborte gegen Ueberslutung mit künstl rischem und literarischem Sdzund"
Es gilt nunmehr, im Gefolge bes beutschen Vereins, in Hessen bic zerstreut tätigen Mräftc zufammenzufassen unb >n gemeinsamer Tätigkeit >u vereinigen
Für ben Verein gilt cs ferner. Mitglieder zu locrben vom Lande, bic ja bie Hcimatpslcge in erster Linie angebt Es hanbelt sich um bic geiamte ländliche ftiiltur. bie Er hititung wirtschaftlicher Filter, bic bas Lanbookk besitzt Städtische unb länblidw ftu!tur gehen verschiedene Wege (gesetzlich kann man nullt Stabt unb Land über einen S imm scheren, rmc es leider in industriellen Bi trieben geschient Tiefe Anficht ift auch in den maßgebenden ftrcucn i-*ßt vorhanden dank ber Tätigkeit der Heimatpflegc Mehr Heimat- und .ftimftvflcge müssen bic Schulen unb Fori bllbungsfchulcn üben, sic müssen bcr Jagend Auge und Sinn für die Heimat öffnen Tas Land wird und muß der Jungbrunnen ber Stadt bleiben. Tic Laiidflucht hat in ungesunder Weise zugenommen Wie im ft reis Friedberg, so herrscht auch im .ftreife Gießen lebhafte-' Interesse für die Heimatpflege, das zeigt die ft-reishaushaltungsschule. bic Einführung der Naturkunde in den Fortbildungsschulen und btc ("runbung eines VolkssSngerdundcs, m dem da. Volkslied gepflegt wird Wir alle muffen helfen, das OHüd auf bem Laube zu fördern ^Lebhafter Beifall.)
Geheimerai Dr. Breidert spricht beiden Rednern den Tank aus. Biirgermeister ft r ä m c r - Steindach begrüßt bic Anregung zur Gründung eines Sreisvereins und hofft auf fein .mstanbckommcii Profefsor Dr. H a u p i svricktt namens Des Vereins für Volkskunde feine Freude über die Gründung aus unb hofft auf ein segensreiche- ^fammcnarbeucn Tie Grün du n g des ftreisvcreins wurde alsdann b e j d) l o f i e n.
Ter Verein hat den Zivcck, die auf materielle und geistige Förderung der ländlichen Bevötkeruna gcrKbrcten Bestrebungen in Hessen zu unterstützen und zu pflegen. Tazu bient:
Förderung der Dohlfahrtseinrichtungen, $*nverhmg bcr dabei gemachten Erfahrungen,
Anregung neuer Woblfahrlseinrichtungen
Dung einer AusiunnsfteUe und Fachbibliothek.
VeröftenttÜbungen und Verbreitung von Truck- fthnften.
Veraiiftattung von Vorträgen und Versammlungen Ter Verein ist ein fttciDDctcu: mit eigenem Vermögen sein S.Y wird von bcr erfreu '.'.Kitgltcbcrrfqammlung bf- stimmt Ter Vorstand dar» besondere Crlsgruppen gründen. Tie ftreisgruppc regelt ihre Finanz unb Vermögensvcr- l altniffr selbständig. Sie ift selbständige» Crgan des Vereins. Der iahrlid)c Beitrag beträgt für EinzeUnitglieder mindestens 1 Mk
Zahlreiche Anwesende erklärten ihren sosonigen Beitritt. Es erfolgte bann bic Dahl eines vorläufigen Vorstandes: es würben bestimmt: Tckan Strack- Leihgestern Regu- rnngsrat Tr. '.92 erd-Gießen, Haiiptkcbrer Bach Großen- tuiben (Schriftführer, Pfarrer Schulte- osten Linden. Pfarrer H e p d i n g-Haufen, ftommer ienrot Ga l l besten. Schulrat ft l c i n s ch in i b t-Gießen, Bonrat lieh m-Gieße», bic Dürgcrmciftcr Fcnbt - Hungen, ft ramcr-Stctnbad, Benner Trais, Holler- übi r Hörgern, btc Lehrer Schwcitze r - Udenhausen. Schneider - icuchelheim. Boßler ftlcin-Linden unb V. Muller- Gießen k.
1 .....
Aus Stadt und Land.
Gießen, 10. Juni 1909.
TageSkalender: 1. ?lbonnenients - Konzer: in clr.nl (Borten, auSgehihrr von der ReglmentskapeNe unter Leitung t<\ Musikdirektors R i a u B c.
.R o I o f f c u m : Konzert, Feuerwerk.
• • Fronleichnam. Unsere katholische Gemimde beding henk in der üblichen Wecke daS Fronleichnamsfest, einen ber bedeutendsten katholischen Feiertage. Durch Pabst Urban begonnen und durch Clemens V. feit 1311 allgemein em- geführt, wird der Tag. dessen Mittelpunkt bic prächtige Prozession ist, zürn Gedächtnis an die Wandlung, bie der Fronleichnam, .Leib des Herrn*, in der Hoilie vollzieht, allgerc n gefeiert.
• * '^farrperfonalicn. S. ft H der (ftroßhetzog hat am 5. ^uni d. I. dem Pfarrer Qfcorg Bccke 1 zu (itu- n i n g e n bic cvang. Pfarrstellc zu Säbel, bem Pfarrer ">corg Ber nbeck j»u Hutzbvrf bie cvang. Pfarrstelle zu iberd und dem Pfarrvcrwaltcr Wilh
Ohmen die cvang. Pfarrstellc daselbst übertragen.
* * Auszeichnun g. S ft H. der Großherzig b,r'. am 29. Mai d. I. bem Fabrikarbeiter Johs Bücking IX in AlSfclb, in Diensten bcr Firma Tdeobor ft öfter dafelvi:, das Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift „Für treue Arbeit" zum 2. Juni 1909 verliehen
• * 91 n6 bem Militärwochenblatt. Nochwcckun^ der im 1. Vierteljahr 1909 bekannt gewordenen Todeü'al'e pensionierter Offiziere: v. Wisfmann, (Ben. der Inf. z. T.» zuletzt Gcn.-Lt. unb ftommanbeur ber ©rogl). £ftff. (25.) Ti — Diirch Verfügung beS KricgSminifteriumß: ft ü b n (l Darmstabt), Oberapotheker deS Vcurlaubtenslandeg, d.c -Abschied bewilligt.
• • Eine große MendelSsohnfeier wird ber Mitteldeutsche Volkssängerbund am 1. August hier obhatten.
* * Fischerei. Mit Dem 9. Juni gino die am 10. lpn( 6eflonnnie Frühjahrsschonzeit nn -uicbr n den (*rbt i n des Rheines, bc-5 Maines, des Neckar- unb der Lahn yi Ende
M Schariach - Erkrankungen unter ber Zügen» unserer Stadt haben sich in diesem Jahre nicht unerhetl d) vennehrt. Während im Jahre 1907 53 Scharlach-Erkravk« imgcn vorkamen, entwickelte sich die ftrankhett iüie folgt: 1908: 1. Viertel 31, 2. Viertel 24, 3. Viertel 22, 4. Viertel 36 Fälle; 1909: 1. Viertel 62, Monat April 20, Mi.tt Mai 33 Fälle. Rach ben bisher vorliegenden Erkronkunqm für Juni ist eher eine Zunahme, als eine Verringerung W ftianfenbeltanbeb zu erwarten. Noch den Beobachtungen heft fest, daß die -Ausbreitung der ftrantheit daher rührt. Sah Le ft ranken zu viel besucht werden und der Ansleckungsstock dadurch von HauS zu HauS getragen wird. Will man dec ftrankheit ivirkfam begegnen, so ist strengste 3folterunfl notwendig; ftrankenbefuche sind unter allen llmfiönben venneiben. Aber auch bie Angehörigen einer Familie, m Cxt die ftrankheit auSgebrochen. sollten unter allen Umsiande» ihren Verkehr möglichst ernichranken.
• * Geflügelzucht. Ter Provmzialverband der Geck ügelzuchtoercine in Oberhesfen hielt gciieni im Restaurant Aoval eine 'Sitzung ab, m der 22 Vereine vertreten worev. ES wurde unter anberm beschlossen, am 5. Juli b I m Bad-Nauheim eine LanbeS-Gcsliigel-AuSstellung. m Schollen die Provinzral-Geckügel-AuSstellung und im Oktober Ö. I. i« 1'Meßen eine Bezrrks-Geflügel-AtiSftellung, mit einer Gartz:- unb Obstbau-Ausstellung verbunden, ftattsinden zu loiitn. Für die Gießener 9hi6fteUunq m stein- Gatten oder 6« LicbigShöhe m Vorschlag gebracht.
' Besitz w e ch s e l. W»e nn- milgeteilt wird, hat Rechtsanwalt Dr. Spahr dos Anwesen der Thaer'chc^ Erben nicht für l(i5 000 Mark sondern für 78 200 Mack gekauft.
• • Warnung vor dem Grnuß von Eis' oft kann man bic Beobachtung machen, bift ftiuber den Ers- n ageit nachlaufen und ein Studthcn Lis ,u erhaschen mdxi Man» der iftenuß dieses naturlifhcn Eises an ftckr schon der i^-efundhert schädlrck^ sein, so iit dies jetzt bei bcr hcinex Witterung uoev nmsomchr her Fall In ber Tai sind xx
• v • rr rgrfommex, incldft auf den Genuß solchen Eues rnriickzufuhren srnd Tic Eltern unb Lehrer werben deshalb gut tun. die ihnbrr davor zu warnen
•4. Rödgen (<t Greßcu. 9. 3mit Ter Piefige Gesangverein ftonforbia friert Sonntag ben 20 ueb Montag ben 21. Juni sein 2 »labrigc» 31 iftn n gsfeß v s erscheinen 30 Dereinc und bic hier noch bestehenden ött- lichcn Vereine Der Fesrplatz liegt am Aus gange von Stöbgce nach Gießen und ist 2 Minuten vorn Bahnho' Rödgen <«*•'
— Odenhausen, 9. Juni. Ter dienstältecke Lehrer des Kreise- Greßen, Lehrer Schwcitzer-Ldenhaufen, feiert m September fein ö 0 jährigcS Jubiläum.
Bab-Rauheim. 9. Juni. Eine gestern ofcenb ju'1 Besten eines Beneke-TeiilmalfoubS von Nauheimer Tslven und Schülerinnen der höheren Bürgettchule unter Nistioicknag on Fräulein Thea Fey-Friedberg veranstaltete A ifführuv- mi fturhouie erbrachte btc Summe von 920 Matt.
= Ilbeshausen, 9. Juni. In nnferem Crl< bat i sich cm Turnverein gebildet. In bei vor einigen Tage»


