Ausgabe 
6.3.1909 Zweites Blatt
 
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Ader sei nicht aus Qucrkovfigkcit Blockgegnei. die Versammlung geschlossen.

Reichs- und Landtags»Abgeordneter Tr.

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ittt den Anliegern übrigens eine io Zinsen an Miete

alncdbarer Zeit nicht erfolgen wird, empftflilt nch Herstellung de» Hames, die einschließlich 1500 <K sation 1000 M erfordern wird. TaS Haus soll tverden.

Vielleicht fSnnc die Stadt bellen und den lo;i Plan bdlfi bemtbten la >. tuma: amu lännü m Ordnung iem ,verde n i der wolle er einem Wunsch der cti ?cnun|c< .'t

gcnde Erklärung:

fttegenöber den maimigsachen Angristen

früheren ersten Vorsitzenden des Landesausschusses der nationallib.

2tu» Stadt und (and.

Gtetzen. 6. März 1909.

TageSkale n der für Sonniag, 7. Mart. Stabt- ibeaiev Nachmittag 81/, Ubr: .Tic Ptivvenlee" unbTie Geben irieiSlehr lVolkspreife); adeuds 7 . Uhr: ,Tte Königs- fuiber*.

Kolosseum: Täglich Vorstellung. 'Ningkamof-Konkuirenz). K r n e >n a t o g r a p b e n t d e a t e r: Vroarammwechsel.

Kaiservan orama: Programniwechlel: (Parts)

Konzert der Regimen tsmusik um 4 Uht im Phitofopheuivalb.

91 n I o q e in it s i k (bei günstiger Witterung) um llz, U6i trt der Snd-Anlaae. Stnelvlan: 1 Onvennre zur Over .Tie Fellen^ inüble", von Re>ntaer: 2. Venus-Walzer, von Lmcke: 8. 3ntto- duklion ans der Over .Traviata', von Verdi: 4. ,Tcr Mollen« borfer", Präsenttermarsch der Kavallerie.

Haus seit Zähren ocn.>ahrlost habe, kommr man mir einer so hohen Smnme für Herüellungoarbeittn

'tabtD. Lsb. teihgen, wird

Stadtv. vudn meint, btt iBerlhnblun.wn seien noch nicht abgeichicnien 4000 M sei höbe Summe, datz man iebttrBlich kaum die bekommen werde

Stadtv Lobet ivricht sich ähnlich au.

** ÄuS dem Militär^Wochcnblall 3nL 4. Viertel fahr 1908 bekannt gewordene Todesfälle von pen­sionierten und au-geschiedenen Offizieren der KSnigl Brcuto Armee: v. MePsch, Rittm. a. T, zuletzt *ompArhcf :nf domal Groszh Hess. Train-Bal Nr. 25, «dt am 8 Nov. Schäfer, Feuerwerk-Hauptmann a. T , zuletzt Feuer werl^Oberlt. beim Art -Tepot in TarmftabL gest am l 1C< zemb v Klüber, Gen -Maior z. T, zuletzt Oberst und Kornmand des damal. 1. Grotzh Hess Trag -9iegts. lGardt^ Drag.-Regt.) Nr. 23, peft am *23. Dez.

S. ST. H. der Großherzoa haben dem Lokomottosübrer in der Hessisch-Preußischen Eifcndadngenteinschaft Zrautz- Ludwig Volz zu Schotten aus Anlaß seiner wegen ge­schwächter Aesnndbett erfolgenden Versetzunq in den Ruhestand 006 Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift »Für treu« Dienste verliehen/

Kriegerverein Gießen. Tiefer Tage fand die Frühjahrshauptveriammlung des Kriegeroerem« im Vere.n- lokal statt. 6ie wurde vom Vorsitzenden Lladtv. (Babritl geleitet. AuS dem Kassenbericht geht hervor, daß Mk. 2401.27 eingenommen und Mk. *2310.45 aulgegeben wurden, fo daß em Kassenbestand von Mk. 90.82 oorbanden ift. Tas in Ttfertpapieren und bet Kassen angelegte Vermögen beträgt Mk. 4110.80. Ter Rechniingspnifnngs-Ausschuß konnte sich über 'die Kasiefübrnng lodend aussprechnen, worauf dem Rechner Tort (rnttafiimg erteilt wurde. Nach dem Jahres- bericht zählte der Verein am 31. Dezember v. I. 405 oibent- l che und 18 (Shremnitghebcr gegen 386 unb 19 im Vor- jähre. Er wurden 1908 zwei pauptoeriamml ungen und 12 Vorstand-sitzungen abgehalten. An zwei beküringe Kameraden konnten 150 Mk. aas dem Reservefonds aezahlt werben. Bei der VorstandSwohl wurden einflimniig nieder .u . .hlt: Gabriel 1. Vorsitzender, A. Tiefere 2. Vorsitzender,

'Bartet habe ich ;u crfl iren:

l Schon ivdbrcnb her Wablbeivegung bade iw mit dem Vorsitzenden des Wahlkreises Alzeti-Bingen den Hall besprochen boh der freisinnig' Kandidat mit dein des Zentrum- in Stich wähl rmnntc, und für diesen ftall mich dabin ertläit, daß unter Berücksichtigung her Verhältnisse im Reich die ncuümaliibfrah Partei den ZentrumskanSidatcii nicht unterstützen könne. 2. Nach einer tcleplnmiidnii Mitteilung an mich aus Berlin vom 19. »rcbniav hatte dir Zentralleitung der nationalliberalen Partei dir Unteritütunifl des freijnmigtn Kandidaten angeordnet Ich fr.I f inidi auf den gleidtrn Standpunkt und gab auch diese Meinung nach Alieu weiter. 3. 3eü dieser Zeit habe ich^noch uwimal, am 22. ?kbruar und *24. Februar in gleichem Sinne telepboiuuhe Mitteilungen nach Alzen gegeben, l Ten Berltzmdlungen des AUener 29abltomücee mit dem Zentrum stand ich vollständig fern.

zilälswerk-Abschlusfes gebe denen Unrecht, die behaupteten, daß die Stadt nicht rentabel wirtschaften könne.

Tie Voranschläge werden genclnnigt.

W rtfchast-konz snon» lesache.

Tyolgenbe Wirtschaitskonunionsgesuche n erden befürwortet: Bon Adarn Boi; u. Co. für Gastwirtschaftsbetrieb im vauie Schanzcnstraße 18 '^' iverkschafisbaus, von Rudolf Rubl für Lchankwirtschastsbetrieb für Sduiienberger Weg 63 und von Anton Geißner für Maifccroirticbartvlxlncb für Plockstraßc 9.

Vers - icdenes.

Für den Fuhrwerksverkehr in der Löweugalse war gewünscht worden, ihn nur in einer Richtung zuzulasse». Tas Pollzciamt und auch die Baudeputation halten dies nicht rür notwendig. Tic Bersammlung ist derselben Ansicht, es soll nur darauf geachtet werden, daß keine überladenen Sagen buich bte wmgassk fahren und haltende Wagen dicht an den Fußsteig« halten *

£ic Kreisstraße Annerob-Tteinbach, die tcilmrife durch den Gtabtwalh führt, bat eine Steigung von teilweise H7 Proz.; sie soll so geändert werden, daß sie höchstens 2*/a Pros. Steigung bat. Tazu ist ein Ztück städtisches Gelände erforberM '.Ulan ist zur Abtretung unter der Bedingung einverstanden, Mfi die einmünbenben Waldwege ebenfalls keine größere 3tci|eng hierdurch bekommen.

Ta die Kreisseuerlöschordnung demnächst geändert werden soll, wurde auch die städtische Lüschordnung einer Turch- sicht unterzogen. Cs wird beschlossen, nichts an ihr tu ändern.

einige Gesuche um Niederschlagung hon Kanal« i gebühren werden den Ausschußantragen emsprechend rrtebi.rt. Cs bandelt sich dabei durchweg um Heranziehung von Grund Hilden mit landwirtschaftlichem Betrieb zur sztächenbeicchnuiig, . die selbständige (ürundstücte sind und nicht, wie das 2tatut ror- schreibt, mit den angrenzenden S)ofreiten eine wirtschaftlich Cm- beit bilden. T es halb werben diese Zlachen bei der Gebühr«? berechnung auSgeschiedcn.

nehmen wollen, llnd Do habe 'ich die bte7 i Preise mnrr .j^t darüber aufgeregt, daß die - 1 nn-rn ba? h ri . m-; Sozialv-mokral n gesucht haben Tr- Ht* .nu > . *» in» daß für die nrentnntgen ngefichtS d.eicr Lo-< o wlilv' -

Notwendigkeit vorUegt. Redner kam febanr .u' x Worw'er

Wahl zu sprechen und ftillt fest, oan ;n Wo cm« Feme £-aiolz der freisinnigen für den .ientcurn : i -orbn. :*n cu^ i iefr*n wurde Cr selbst habe seiner .Zeit luebiüdlid) erkläN, bar. o e Par^-l- für das Zentrum feiner Redners lustntt aus der Lcrtei mr Jyolgr gehabt Hütte. Auch cen Boriouri, Dop er unsachlich und gehässig gekamvit habe, müsse Redner zurückiveisen Cr hab das schon aus Klugheit nicht getan, weil r doch >ewuß: Hobe, daß er die Partei in der Ltichwahl gegen ba: .^mtruni brau ' Er habe in dem Wahlkampf viel Hiliunterschlu2cn müssen, und wenn es ihm einmal zu bunt kam, habe er Trost und 3t'rhm gesucht in dem Neuen Testament, das er fte in i iner Maivp- im) Wahl kam ps b.i sich gesühr: l.abe. Er erwart? vm d n ftegnun Beweise Danir, daß er persönlich und per »o g-Lumpsl Hitze. Äuc:> seine Wahlhek'er hätten das nicht getan, dafür lege er 'eine fean? mS %eucr. vinaegen haben seine Gegner in dieser Art ihn b< kumpfl. U a. gelle er unter Beweis, daß das Zentrum Ion fefjianeH gehetzt habe. Selbstredend müsse er auch Den Loiwur' zurückweife«, daß er sich vom Freihändler zum Schutzzöllner gemausert hätte. Ändere bebau Dien wieder das Gegenteil. Er ,ei der Ansicht, daß die Landwirtschaft die Zölle zum Schutz und zur Gesundung gebrauche, daß sie aber früher oder späte einmal dazu kommen werde, ohne Zölle auszukommen. Tunf die Bündnis Politik der Natwnalliberalen werde der Freisinn aus geschieden. Er mutz sich entweder totstellen ober den National liberalen Tienste tun, die er nun einmal nicht tun kann. Durch den Willen der Natwnalliberalen ist der Freisinn gezwungen, sich zur Geltung zu bringen durch den Kamps gegen die National liberalen. Ten Hessischen Iungliberalen, die gegen die Wahl­parole Protest erhoben haben, spreche er Tank an-; doch sei e. notwendig, daß sie auch innerhalb her Nationalliberalen Part«, für Reformierung der Partei sorgen. Zu der Erklärung des Rcichstagsabgeordneten Tr. Osann mochte ich nur faqen. da« er gewünscht hätte, 1 , daß Tr. Osann anstatt zu telephonieren, die Eisenbahn benützt hätte, und persönlich nochmals nach Al,e gegangen wäre, und *2., daß Tr. Osann sich nicht auf den Stand punkt des Reichskanzlers gestellt hätte, der dic Beraniwortlich- feit so aus faßt, daß erd erst geschehen läßt unb buuennadi noch Potsbam fährt unb erklärt, es hätte nicht sein sollen. Rednei meint, er erkenne ehrlich an, daß Tr. Osann sich in einet sehr schwierigen Lage beninbcn habe. Tod) »prech- er ihn nicht frei von Schuld Mit einem warmen Appell an bic Dersamm lung, dem freisinnigen Verein beizutreten, schloß bet Redner. <Lcbh. Beifall

ES folgt eine Tiskussion. Erster Redner ist Professor Stau ding er. Es sei natürlich, wenn Pfarrer Äorell über die Art und Weise, wie er in diesem Wahlkampfe angegriffen mürbe Schmerz empfinde Toth liegt das in der Natur der 2adie. und Herr Äorell füllte darüber erhaben sein. Gerechtigkeit geb es nicht m der Welt Ter Liberalismus Ijabc das Genick ge­brochen im Jahre 1878. Tic Sozialistengesetze haben nicht so seh. bül Sozialdemokraten, als wie den Liberalismus getroffen. Redn.i verbreitet sich bann eingehend über bic Bedeutung der Politik für die wirtschaftliche Lage unb über die Grundprinzipien des Liberalismus Part-'isekretär 'tu hl mann berichtet über die £r ganisation in Rheinhessen nach der Wahl. 2dwn fetzt habe man 2000 neue Mitglieder bekommen Tic Stimmung in Rlreinhessen dürfe die beste xmffnung geben für die Zukunft. Redner lomnil bann cbenialld noch des längeren auf Vorgänge im Wahlkampf, zurück. Er meint, so lange Leute wie Graf Oriola an der Spitze der Nationalliberalen Partei stehen, der erklärt habe, daß er nur darum nationalliberal sei, weil es in dessen nod) keine fon servative Partei gebe, so lange ein Bündnis mit den Na i tonal liberalen nicht möglich. Bürgermeister Schuck mann Bechtolsheim fmicht dem Kandidaten Morell für seine aufopfernd Tätigkeit im Mampfe Tank aus. Wenn aud) das Zentrum das Mandat Astzeh-Bing'-n errang, so bleibt doch der moralische Stea bem Freisinn Elösser will dafür sorget', daß die National liberalen nicht so gut heute abeno wegkommen, wie sie bet unter » Icacnc Kandidat naturgemäß behandelt habe.^ Redner greift bann scharf den Vorsitzenden der Landesvartei. Tr. Osann, an, polemisier« gegen dieWormser Zeitung" und wirst dem Manbibalrn Tr. Bedet vor, er Itabi m elender Geilheit gehandelt, weil et in der Stichwahl nicht nir Morell ringetreten ober wenigstens nicht bac Eintreten füi liebel uei Hubert habe. Ten Prrenimiigen rufe et 4u: vergeßt die Schmack oon Nlzch-Bingen nicht. Pfarrer Neurath- Bedttolsheim verurteilt scharf, daß Protestanten den katholischen Nbgevrdneren w.ihlen konnten

Tarauf erhielt Pfarrer Morell das Sdilustwort: Er bankte den Vorrednern, die iinausgyfordert hierher gekommen seien und beiprach noch kurz allgemeine Gesichispuntte, in denen er uui die 'Jlue-filhninacn Prof. Staudingerü Aurüdgriit. Was .verr Elössc» heute aberth ausgesührt habt*, hätte nicht seinen, Mlcbnere, Beifall gefunden. Er habe im Walilkampi Mnen Zweifel barül>cr gelassen, daß er Gegner des Blockes fei. und stelle das auch letzt fest.

Tort, Nechncr, Möbus 1. . Schriftführer.

Sitzung der Stadtverordneten.

Gietzen, < Mär».

«Schluß.)

Uniötrfttäi Sangdf fltuheittn.

Die Nnterbaltung der 'il n t a a c n d o r bem U n i r I i täti­ge b ä u b t wird auch für dieses Jahr von ber Stadt übet nomrntn.

Stadtv. Dr Ci ernt er kommt auf die Schenkung von 1000 Mk. zu sprechen, die eine unbekannte Tome für ent Tenknmt de« ctiterö der UmDerfildtt, Landgraf Ludw'g V., gemacht hat Ta« '"etb sott an die Stadt fallen, wenn bnv Deutmal nicht in den nächsten 10 Jahren errichtet wird. Ta der Betrag für ein Tenkmal nicht an«retcht, haben die Dozenten der Umveisttat weitere 1<00 Mk. gelammelt. aber auch mit 2000 Tlt. werde man nort kein Denkmal errichten können. Es fei deshalb der Gedanke <ni<- getaucht, daß Staat unb rtabt flcmcmfom den Platz vor der Anla tu einen anständigen Zustand versetzen, was unbedingt t dordertich sei, und habet nach dem v > ,sche der Sti'term dao^'Andenken an Landgraf Ludwig V. dnrch eine <'hotte ober einen Stent nut d in 'Dlehnillonbtlb d Landgrafen an.u-leqt iverde. Man fei ft* wobt darüber einig, bau WC CNN die Ludwig'! raste, noch Vas llniversitg!» jebäube selbst sehr schön seien, beebnib solle man wenigst.n,v d.nn» sorgen, daß der Plai cntlorrdiena beraertebtet wud. Tei blau gehört zwar dem uv'uC, aber t-. . . gegenwänige« Berbältnifien erscke:nt es als an^eschtouen. daß irgend etivas tut.

schlag de« StadterwerterungstonbS imtrr Berücksrch* 1 tigimg dieser BewtUiguitg anaenooimnt.

NkcknuußSüd chlüfft nab Yeraeictläae ber habt. Verke.

^ur da) Nechnuu 3|übc 1907 sch'.i die Rechnung des Wasserwerke- in Etnnadtnen mit 137 «6,71 M ab "298 8^i.8O Mark für den Betrieb un? 14 910 ftsc das Sernvgtn. 'Saierun-» icbit 14^ 652,73 M em. au ^'ieretnrtchrungen und L>au->entwai»'erungen 112170,46 M Tie luSsaben betrage« j 363 943.1B 1. . 319032,35 M für den Betrieb und 44 910,91 ». für das Bermögen. __ _________*

Z a ? n? e r f vere.nnadmt 860141,71 A.. «63K'<.9» Mark tür den Berrteb und 9tl 783,76 M für bas Betmögen ,'ür gingen von Privaten 240 725 2K unb für Aof* <4 94*2.4*2 \drf f.;: Tic Äu. t ><n 'ür den Betrieb itnd 583 74t»Bl M. und für ba-j Vermögen.»6 783,76 Ti. Ter daupnächlichste 2lu-«gäbe- posten find die Sohlen mit 140 545,32 Ä.

Ia-_ Elektrizitätswerk Ixtt eine Einnahme vo« 633 143,02 M.. 248 355^7 M. tut den Betrieb unb 384 787,75 - <n?arf für bas Lennögen. Tie Ausgaben betragen für den Be­trieb 247 528,58 M fyür Strom roerben 172 684,63 M. ber-, 51 nnahmt lar Werk bat fick w gim'Ng enBmcfclt, daß anftttt

.39 IW M. 89 434,b8 M. für Schuldentilgung verwendet roetbee konnten |

Stadtv. Krumm fragt an, ob sich die ^tabt ber Bereinigung für billigen Lohlenbezug angeicklo'cn habe.

Ter Lor sitzende erwidert, die jtoblcn seien wieder bi Vager geworden und die Stadt gehöre ber wirftcha'Uich« Bereinigung der Gaswerke mit bem Sitz in Köln an. __ . .

Tie Voranschläge des Sailerwerf* für 1909 schließe» mit 316 950 M mr den Betrieb imü 200 000 M. für do.' Ber- nwgen ab. des Gaswerks mit 805 500 M. für den Betrieb unb 32800 für das Vermögen: des Elektnz,t.itswerk- mit 241000 M. für den Betrieb und *292 000 M. für das Vermögen

Ter Bors itzende bemerkt zu letzterem Voranschlag, das Werk habe 'ich so günstig entwickelt, daß 30000 M. mehr an di? Stadtkasse abgeiubrt werden könnten als Schulbentilgung. wie man ursprünglich vorgesehen habe Taburch werd' -ine Stenererhöhuug vermieden, trotzdem die Veranlagung ncr Steuern nicht in gleichem Maß gestiegen sei wie die lauscnd.-n Ausgaben. 3n Steuern würben nur 16000 M mehr zu er- maiten sein, wahrend allein bei den Schulen 30000 M. Metzr^ . audgaben vorhanden sind.

Stadtv. M r u m m meint, das günstige Resultat des Elektn-

er eiiiverstai'den.

Ove»burgermeister Mecum erinnert daran, daß man auck noch anderen Leuten Tank Irtnilöig sei, z. V. Dem Lynvikus Vlcck Lr habe schon barmz gebacht, Voß man ihm in ber 3ub-2bilnge <m der Plockiuaste em Ermnerungszeicheii eutcbien könne, etivo in Form einer Steingiokie mit iemem Btldmc. Vie»mit könne man melleidu einen Aasserlans verbuiden, luomit man ber Vogel pflege Hertmiiug trage.

Siadiv R r ii in m meint, es habe kernen Zweck, fidi über die Anlage von Tenfmolern zu unierhalten Tie Anlage vor der Umuerfilät sei em Schmerzenskind, vielleicht könne man bmdi mehr Vliuuewchmuck das Bild schöner gestalteu. Mit der Beleuck- lung ber Rucheimliren fei tr einveistandeii. Warum man die Hin ui bei Post rmieriit habe, könne er verraien: man Habe ben Platz ür bic Anbringung eines Adlers nöug gehabt.

Siadw. Wallenfels erinnert daran, daß fdion früher von bforrer 9|oumann bic Belenchlting der Kirctieinibren angeregi vorden sei. Ta aber bic Gasiverlsdirekliou fick dagegen mtege- iprodicn habe (io met er sich erinnere, wegen der Zeneisgefalni. habe man davon 9lbiiand genommen. Mu der befieun vemduung ?C6 Umuerfiiatoplaijeo sei er einverstanden, mein follc aber oudi ui für sorgen, da» dem auf bem Platz« sich breuinacheiideu $>uubi iinfuq geileuert werde.

Stadiv. Tr. Biermcr tnödtle feflftefieu, daß er fein bc o>,derer Tenfmolo'reunö sei. Tie Sti'tung sei ihm nicht ganz er­freulich, da man nut 1000 Maik in dieser Richumg nichts an- iangen könne.

Stadtv. Tr. Ebel ist ebenfalls kein besonderer Tenkmalo anbannrr, sieht in ihnen aber Erinnerungszeichen der historischen Lntwidlung.

Stadtv Grünewald tritt nochmals für die Dcrrichtung des Platzes ein und teilt weiter mit, daß er die Beziehungen .wischen Staat und Stadl Innsichllich der Ohrcn^ und »autflimf ,inn Gegenstand einer Znlerpellatiou machen unb beantragen wolle. ,e- Aur Errichtung des iHüufencubaucS Räume ber alten fluni! dir bic Zwecke ber Ohren- und vautllinik aut Verfügung zu stellen, Denn fo wie seither könne es nicht iveftergchen. Tie Zustänbe. .sie der Hundcunfug hier hcrb.iiührc, seien uncrlräglidi unb er­innerten an Konstantinopel. Er gcbenkc deshalb einen Antrag iiiiubrinacn wegen Erlast einer Polizeivcrordnung, baß die .^undc .in ber Leine zu führen sind ober einen Mau Horb tragen müssen.

Tie Stad: Gießen hatte zum Universitätsinb läum eine Stif­tung van20 000 M. gemacht, aus beren 3 prozentig.n Zinsen all (if.rlid) ein Slipindium von 700 M. flegcocn werden sollte. Tic Universität sollte hierfür 875 M. Reicksschenkung-?stcucr be­zahlen. Um deshalb das Kapital nicht verkürzen zu müssen, bc> ibiiditiqt bic Universität, bas Snvenbium solange nicht zu geben, als die Steuer nicht gedeckt ist und um die Sache zu erledigen, icbtct sic an die Stabt bas Ersuchen^ bic 875 Mi auf einmal ,ctzt zu bezahlen.

Lie Beriammlung ist bantii einverstanden.

Stabil'. Eichenauer hält es für sehr bcbaucrlich, baß eine solche Stiftung zu idealen Zwecken zur Steuer herangczogen werden lann, wodurch ber Zweck der Stiftung für einige Zeit Der­

lei Vorsitzende glaubt, daß die ganze B-rsarnrnlnng dieses Gefühl nrohl teilen werde, aber sämtliche Juristen ber l'anbeduniueriität hätten es für ausgeschlossen erklärt, von der Steuer befreit zu werden.

Stadtv. Tr. Biermer bestätigt dies und kommt weiter au die 5000 M. zu iprechen. 5'e bic Stabt für bte B'bliotb.' dir Anschaffung von hauvtiachlich staatswissenschaillichen und volkS-

Er wolle ictzt. nadib.mt uf;er ein Zahr seit der 2lusiahlung der Summe verstossen sei, estsleilen, daß er. der einzige Professor der Nationalökonomie au der Laiidcsuniversitäl. in keinem Stadium geftagt worden sei. welche Bücher angefckafit werden sollten. Er glaube nicht, daß mu die,em Verfahren der Absicht, die man mit der Stiftung

Stadtv. Tr. Ebel teilt mit, daß der Bibliothek beim Alibi- läun 4 ückr in Wert von 40000 M. un? aus erden 30 00 ' M. ai 'Jüiidiaiiungen gestiftet worden seien und bis letzt bätien die dir Verfügung stehenden Kruste noch nicht ausgereicht, die aus diesen Stiftungen iwwachscne Arbeit zu bewältigen. Von den >000 Mk der Stadt sei, so viel er wisse er bearbeite birici i'lebiet nicht , vtnpcnbet worden, deshalb fei auch noch feine An­frage an Pwf. Tr Bicmnr ergangen, was an^eschasst nxrden tolle. Eine Hüt fragt an die Tirtftion bitte leicht Aufklärung geichaffen

Städtische Anleihen und Lieferungen.

er er Tebatte. an der sich der 8 o i i t b e n b e, ugbarbt, Wallenfels und Petri be LxriteUung lutgeheißen und der Vorau-

Für die höhere Mädcbshichulc sollen sog. Metallfaden» lampen angcitbafit werden, wodurch 30 M. Mehrkosten ent­stehen. die durch Stromersparnisfe in 1«A Jahren gedeckt werden. Man ist damit einverstanden.

einige vorliciende Rechnungen werden den Äntrigen mt- sprechcnd genehmigt. Ebenso werden eine Anzahl Ärbripm und Lieferungen gutgeüeißen, bic sich hauptsächlich auf Schlachtho'- arbriten beziehen, die nicht in allgemeiner Submission vergeben werben können.

Tas der Stadl gehörige Semmler'sckte baue in der Tomm- straste ist in icbr idilcmicm Zu stand. Ta die Verdrriterung der vorderen Tammstraßc wegen der Forderungen der Anlieger in

16 Vorstatibsmitglicdei wurden teils wreder und teils neu cicroShll. Unter ,Verschiedenemwurde besonders bentor» gehoben, daß un kommenden Sommer an sechs Sonntagen

Matz

an den Senat ber Untoerfiläi ein Gesuch gerichtet habe, rfc mochte in örr Nähe ber lliiiDfintäu etma an der (icke ber 2udw>as- und Vismardstraße, une öUemlu-Le Hör anaebrodit werden, die nackt: erlentui urröeu könne, vuiüdulid) önentlicker Hören lei Io roie o es en geaen andere Städte fr >r tuiüd und uamentlt.t) fehle t*. on iolcken. die teleiutucioerbeu könnien. Rur in einer anderen dentictieii Stadl bade er d.S fetzt den hier btftehenöen Zultanb an aetroffeii, bo« bas lostgehände ohne Hht fei. Gr glaube berluiib, für, man audi un allgemeinen Zmerene Sem Wuniche ver ^lubenten- klvast eulforedien und auch in Oer übrigen ciodt 'ür mehr ofiem* ,ckc Hören, iiainentltck auch für richtiggehende, sorgen tolle.

Oberbürgermeister Mecum (stört auf. der Rektor her Um- Dfiüidi habe bezüglich bee eilten Piinkte-r ibm gegenüber ähnliche Wümcke aeäiieeti und die ^manztei'utatwu habe ihre Bereuivilltg- ?eit erfiäit, für bas Tenkmal und die Platzbeirichmn} Beiträge eer 3labt zn beantragen, ivenn der Staat sich ebenfalls an ber kosten- Oetfimq beteilige. *JIoch einer MuieilnngRefioi» 'ci ber clnot Miau auch bereit. Wegen ber gewünichieu Hur solle man zunächst einmal Öen 'Antrag deriiibenieni<tio r abwoiten.

cioöto. Tr. Ebel pflichtet Sen Anreaunaeii bes Etobto. Tr. Biermer bet, mit Ausnahme des Mebaittoiiblldnitses für 2andgra' Vubirig V. (Bienen fei eine denk nalanne Stabt unb man tolle daran denken, dein Stifter ber Universität und dem Landgralen l-tulivp bem Kroßmüt gen, ber am meisten «ür bie Entwickelung Der Stadt actan habe. Tenfmoler zu errichten. Mau könne birv vielleicht boburch erreichen, vast man einen beionberen Tenkmal- onds bilbc, zu dem die Stabt alljährlich einen Beitraa leiste.

Stadiv. Gri, uewalb sind ebenfalls die Anlegungen des Stadln. Tr. Biernier febr fgmpoihiid). Bezüglich der Tenfmale- finge könne ei nicht finbeii, daß wir Hier zu weiug Tenfmälet naben, eher könne man lagen, es leien in anderen Stadien zu viel. Vht der Ver'chönenmg des Platzes fei er emuerftonben, da biei oie 3mereficit Oer Stadt mit denen ber Unive filät znfannnenfallen Auch Oie Aiiiegmigeii, mehr und bester geiienbe offemliche Uhren .nizubrmgeii, holte er für |ebr bahfetrtipett. Tae Postgebäude habe iiiber eine Ubr gehabt, ivainm man sie entfernt Habe, vemehe ei mcht Auch mit Der Anregung, bie Kirchenuhren zu beleuchten, fei